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AMSTRONG Pop mit Langzeitwirkung
AMSTRONG machen wunderschöne Popmusik mit
Langzeitwirkung. Der dänische Vierer schwört auf eine Mischung aus unterkühlt sanften Frauenvocals, schwebenden Sounds und unbändigen Hooks...
Was könnt ihr mir über die Bandgeschichte von Amstrong erzählen?
Hier ist die kurze Version: Wir veröffentlichten das Debütalbum „Sprinkler“ im Jahre
1999 auf dem deutschen Label Clearspot/EFA und tourten in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Unser zweites Album „Hot Water Music“ erschien 2001
ebenfalls auf Clearspot, aber just zu dem Zeitpunkt, als das Label Konkurs anmelden musste. Das war natürlich großer Mist für uns, da wir sowohl die Promotion als auch
die Tour zu dieser Platte abschreiben konnten. Trotzdem ließen wir die Köpfe nicht hängen und schrieben neues Material für das nächste Album. Als wir „Red Dirt Girl“
von Emmylou Harris hörten, brachte uns dies den Kontakt zu deren Produzent Malcolm Burn, in dessen New Yorker Studio wir das neue Songmaterial aufnehmen
konnten. Letztlich fehlte uns also nur noch ein neues Plattenlabel, das wir auf der letztjährigen PopKomm mit Silversonic Records fanden. Und jetzt sind wir im Jahre
2005 angelangt und können „Lack Of You“ veröffentlichen...
Gibt es Künstler, die euren musikalischen Sound beeinflusst haben?
Jens Danielson, Jacob Leth, Tanja Jessen, Marie-Louise Munck, Malcolm Burn, Jane Scarpanton, Frederik Bokkenheuser und Casper Hegstrup.
Wie lange habt ihr an der neuen CD gearbeitet?
Das Songmaterial wurde über einen Zeitraum von etwa einem Jahr geschrieben. Für
die eigentlichen Recordings mit Malcolm haben wir 4 Wochen gebraucht. Und dann kam für den Schlussmix und die Produktion nochmal ein halbes Jahr hinzu.
Erzählt mir doch bitte auch etwas über die eigentliche Studioarbeit!
Wir nahmen die Songs in Malcolm Burns riesiger Villa auf. Wir lebten im Keller und
im ersten Stock, während Malcolm im zweiten Stockwerk seine Privatarena hatte. Das Aufnahmestudio befindet sich im Erdgeschoss in einer mehr oder weniger
offenen Fläche. Das Haus ist vorwiegend aus Holz gefertigt, und auf dem Boden liegen dicke Teppiche. Diese Atmosphäre erzeugt warme, dicke Soundwellen, die
sich auch auf dem Album niedergeschlagen haben. Zudem verwendet Malcolm gerne alte Microfone aus den 50iger Jahren und große Röhrenverstärker. Es war einfach
großartig, in dieser wunderbaren Aufnahme-Atmosphäre zu arbeiten! Das klangliche Resultat ist warm und lebendig, wobei wir für die Aufnahme eine 24
Track-Analog-Tapemaschine eingesetzt haben, die wir schließlich mit 24 Bit/48Khz-Computertechnologie bearbeitet haben.
Wie entstehen bei euch die Songs bzw. gibt es so etwas wie einen Songwriter?
In der Regel schreiben wir vier die Musik zusammen, wobei Sängerin Marie-Louise
Munck für die Texte verantwortlich ist. Unser Songwriting ist eine Mischung aus Zufall, Unfall und harter Arbeit. Und immer ein absolut gemeinschaftlicher Prozess. Meistens
fangen wir im Übungsraum mit einem Sample an. Einem, den unser Keyboarder Jens selbst am Computer gebaut hat oder etwas von einer Platte. Es kann aber auch eine
Soundidee sein. Wenn das Sample funktioniert, finden sich schnell die Basiselemente der Musik dazu. Und auch ein erstes Textkonzept ist schnell
geschrieben. Irgendwann sind wir soweit, dass wir das ursprüngliche Sample wieder entfernen können. Auf diesem ersten „Rahmen“ des Songs bauen wir dann alles weitere auf...
Über welche Themengebiete handeln die Texte?
Über alle möglichen Geschichten, Reflektionen und Bilder, die uns als Band beschäftigen wie Liebe, Verlust, Trauer, Kindheit u.v.a.
Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?
Zeitgemäß, warm und sehr ausdrucksvoll. Manchmal etwas psychedelisch, manchmal leicht zugänglich, aber immer vibrierend und intensiv.
Gibt es bereits Pläne für eine Tour durch Deutschland?
Ja, wir werden die ersten beiden November-Wochen in Deutschland auf Tour sein. Auf www.amstrong.dk findet ihr die genauen Tourdaten...
Rainer Guérich CD: Lack Of You (Silversonic Records/H’Art Musik-Vertrieb)
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