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bots Denkmal fĂĽr Hans

Erstmals seit 1986 („Lass die Sterne stehen“) veröffentlicht die niederländische Rockgruppe BOTS wieder ein Album in deutscher Sprache. inMusic unterhielt sich mit Keyboarder KEES BUENEN.

inMusic: Was war nach dem Tod eures Sängers Hans Sanders Ende 2007 die Motivation für euch, mit eurer Band „Bots“ weiterzumachen? War das vielleicht auch ein letzter Wunsch von Hans?

Kees: Als Hans erfuhr, dass er unheilbar krank war, arbeiteten wir gerade an einer holländischsprachigen und an deiner deutschsprachigen CD. Insgesamt konnte er noch 4 holländische und 8 deutsche Lieder einsingen. Unsere Idee war  ein „Botsdenkmal“ zu machen mit Buch, CD und DVD. Also hat mir Hans während seiner letzten Monate noch zahlreiche Anekdoten und Geschichten ĂĽber seine Erlebnisse mit Bots erzählt, die ich dann aufgeschrieben habe. Als Hans im November 2007 starb, ehrten wir ihn mit einem Auftritt in seiner Kneipe „Kaffee de Groot“. Als Sänger konnten wir fĂĽr diese Hommage Rik Polman gewinnen, der schon Mitte der 1990er Jahre bei verschiedenen Konzerten in Belgien mit uns gespielt hatte. Rik kannte unser Repertoire. Er klang und sah aus wie ein jĂĽngerer Bruder von Hans. Wir haben dann erstmal die holländische CD mit einigen sehr bekannten Kollegen fertiggestellt, und Rik hat auch 2 Lieder gesungen. Dann kam Bots-GrĂĽndungsmitglied und Bassist Noutd Janssen mit der Idee, dass er zu seinem 60sten Geburtstag eine groĂźe Party machen wollte, auf der alle Bands, in denen er jemals mal Mitglied gewesen war, spielen sollten. Und Bots sollten als letzte Band spielen. Mit Rik als Sänger und Pieter van der Klei am Saxophon klang unser Auftritt sehr authentisch. Wir haben dann nur gedacht: Wenn das so gut funktioniert und sich die Gelegenheit bietet, sollten wir ruhig öfter mit Bots auftreten. Und Hans wĂĽrde es sicherlich freuen, wenn seine Lieder noch gespielt werden und nicht in Vergessenheit geraten. Mittels unsere Website bots-muziek.nl bekamen wir dann ziemlich viele positive Reaktionen von alten Fans aus Deutschland. Wir spielten auf einigen Festivals in den Niederlanden und arbeiteten parallel dazu im Tonstudio an der Fertigstellung der deutschen Fassung unseres Albums. Und dann hat Diether Dehm angerufen und gefragt, ob wir nicht einen Auftritt in Hannover machen könnten. Und weil Rik in der Nähe von OsnabrĂĽck aufgewachsen ist und sein Deutsch richtig gut ist, wollten wir es gerne ausprobieren. Das Feedback war ĂĽberwältigend: Das Publikum sang die Lieder selbst nach 20 Jahre Bots-Abwesenheit in Deutschland noch massenhaft mit. Ab diesem Zeitpunkt wussten wir, dass es fĂĽr Bots in Deutschland noch immer eine Existenzberechtigung gab…

inMusic: Habt ihr spezielle LieblingsstĂĽcke auf der CD?

Kees: Jedes Lied hat seine eigene Geschichte und ist mit uns als Band schon so lange kreuz und quer durch Deutschland gereist, dass wir sie alle ganz lieb haben. Noutd und ich mögen speziell „Nichtsnutz“, weil dieses Stück eine Art Minioper ist und darin musikalisch sehr viel passiert. Vor allem das Slidegitarrensolo ist sehr gelungen. Auch „Der Mann“ mag ich besonders gern. Es ist meistens unser erstes Lied bei einem Konzert und das Intro benützen wir gerne als letzten Soundcheck.

inMusic: Freut ihr euch schon auf die bevorstehende Tour in Deutschland? Welche Erwartungen und GefĂĽhle habt ihr?

Kees: Ja, wir haben ganz viel Bock auf die bevorstehende Tour. Außer dem Spielen selbst ist das „Meet and greet“ mit dem Publikum schon immer eine Party für sich. Ich freue mich schon auf die vielen Geschichten unserer Fans über die Bots-Konzerte, die sie in den 80er Jahren gesehen haben…

inMusic: Hast du noch eine Botschaft an unserer Leser?

Kees: Ohne Publikum gibt es keine Band. Wir machen Musik zum Feiern, setzen uns fĂĽr Frieden und Freundschaft ein und sind gegen Krieg und solchen Mist wie Atomkraftwerke. Wir laden alle Leser herzlich dazu ein, mit uns die noch immer aktuellen Lieder, die Hans geschrieben hat, zu singen und zu feiern.

Rainer Guerich

CD: Was sollen wir denken (Al Dente Recordz)
www.bots-muziek.nl

  

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