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DAY.VID
Kein Musikstil kann uns einschrÀnken

Aus der Schweiz kommt das Trio DAY.VID, das mit „Walking On A Wire“ sein facettenreiches und vielschichtiges DebĂŒtalbum vorstellt. Musikalisch einzuordnen ist das bewusst abwechslungsreich gehaltene Werk irgendwo zwischen U2, Linkin Park und Coldplay. inMusic unterhielt sich mit SĂ€nger DAVID KRAMER.

 

inMusic: Kannst du mir zu Anfang bitte etwas ĂŒber eure bisherige Bandgeschichte erzĂ€hlen?

David Kramer: UrsprĂŒnglich war DAY.VID eigentlich ein SĂ€nger- und Songwriter Projekt von mir. Über einen Zeitraum von zehn Jahren sammelte ich als SĂ€nger einer bekannten Schweizer Coverband meine Musik- und BĂŒhnenerfahrungen. In dieser Zeit wuchs dann auch der Wunsch, meine Gedanken und GefĂŒhle in Form von eigener Musik zum Ausdruck zu bringen. Und so vergingen ein paar weitere Jahre, bis verschiedene Ereignisse dazu fĂŒhrten, dass ich im Jahre 2008 die Musiker Stephen Mc Cabe (Gitarre) und Detlef Meyerhofer (Piano) kennenlernte. Die Chemie stimmte und wir merkten schnell, dass wir als Trio zusammen gut funktionierten. Etliche Jamsessions folgten, und wir steckten unzĂ€hlige Stunden intensivster Arbeit, persönliches Engagement und Leidenschaft in dieses Projekt.

inMusic: Habt ihr musikalische Vorbilder bzw. wie ist euer von der Emphasis abwechslungsreicher und musikalisch vielseitiger Rock-Pop-Sound mit melancholischer Komponente entstanden?

David Kramer: SelbstverstĂ€ndlich lassen wir uns auch von anderen KĂŒnstlern inspirieren. Ob dies nun U2, Linkin Park, sphĂ€rische Acts wie Pink Floyd oder auch Bands wie Placebo, Muse und Depeche Mode sind. FĂŒr unser DebĂŒtalbum wollten wir aber unseren Inspirationen freien Lauf lassen und uns nicht durch einen Musikstil oder einen Produzenten einengen lassen. Und so reicht das Spektrum auf „Walking On A Wire“ von ruhigen, sphĂ€rischen KlĂ€ngen ĂŒber dezente Funk-EinflĂŒsse bis  hin zu rockigen, fast punkigen AttitĂŒden. Uns ist bewusst, dass die Musikindustrie nicht unbedingt auf eine abwechslungsreiche Platte wartet, aber wir wollten uns ganz bewusst durch keine Vorgaben limitieren lassen.

inMusic: Könnt ihr mir etwas ĂŒber die eigentlichen Studioarbeiten an der Platte erzĂ€hlen? Welche Erinnerungen habt ihr daran?

David Kramer: Wir hatten da natĂŒrlich eine komfortable Ausgangslage. Stephen und Detlef sind gleichzeitig die Besitzer des Tonstudios Triple M Productions, wo wir das Album dann auch gleich produziert haben. So war es möglich, dass wir uns ohne jeden Zeitdruck der Entstehung der Platte widmen konnten:  Die Songs kommen spontaner und lockerer daher; Ideen konnten bereits beim Entstehen in die Arrangements eingearbeitet werden.

inMusic: Wie entsteht ein DAY.VID-Song? Vielleicht könnt ihr mir die Herangehensweise an einem Beispiel erklÀren?

David Kramer: Alle Songs leben von den bild- und wortreichen Texten, die von Alltags-Beobachtungen, eigenen Erlebnissen, Begegnungen und Momentaufnahmen handeln. Ausgangspunkt bei jedem StĂŒck ist die eigentliche Song-Botschaft und meine Gesangsmelodie. In diversen Jamsessions entwickeln wir drei dann diese musikalischen Grundideen solange Schritt fĂŒr Schritt weiter, bis wir mit dem Ergebnis restlos zufrieden sind.

inMusic: Habt ihr bestimmte Songs auf der Platte, die ihr besonders mögt?

David Kramer: Das ist wohl etwas von der jeweiligen GefĂŒhlslage abhĂ€ngig. Es gibt aber sicherlich Songs, die uns etwas besser gefallen. So zum Beispiel der Song „Inside My Soul“. Dieser wurde an einem einzigen Abend komponiert und dann auch gleich eingespielt. Andere StĂŒcke mussten sich zuerst entwickeln, wurden umarrangiert, oder mussten zuerst eine Reifephase durchlaufen. Es gibt sogar einen Song, an dem wir ĂŒber ein Jahr herumexperimentiert haben und der heute einer unserer absoluten Favoriten ist. Aber wir möchten hier an dieser Stelle nicht allzuviel vorwegnehmen und hoffen, dass wir unsere Zuhörer möglichst mit allen Songs berĂŒhren können...

inMusic: Ich könnte mir vorstellen, dass ihr live on stage mit einem zusÀtzlichen Bassisten noch hÀrter klingt?

David Kramer: WĂ€hrend den Aufnahmen hat Detlef sĂ€mtliche Saiteninstrumente eingespielt. Da könnte es natĂŒrlich durchaus sein, dass die Songs mit einem Live-Bassisten noch etwas an HĂ€rtegrad zulegen wĂŒrden. DAY.VID ist aber in erster Linie ein klassisches Studioprojekt, Live-Konzerte haben wir vorerst keine geplant.

Rainer Guérich
CD: Walking On A Wire (7Music/NMD)

www.dayvid.ch
 

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