|
KEN HENSLEY Blood On The Highway - The Exclusive Release Concert
Als Gitarrist und
Keyboarder von Uriah Heep schrieb KEN HENSLEY
Rockgeschichte. Die Erlebnisse aus seinem abwechslungsreichen Leben hielt er in der 160 Seiten starken Biographie „Blood On The Highway“ fest. Parallel dazu erschien eine CD mit
hochkarätigen Gästen wie Glenn Hughes und Jorn Lande. Zum Album-Release fand am 22. Mai 2007 in der Hamburger „Fabrik“ ein spektakuläres Konzert statt, das nun als Doppel-DVD und als
Blu-ray-Disc veröffentlicht wird.
inMusic: Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen, deine Zeit bei Uriah
Heep mit der Autobiographie „Blood On The Highway“ zu verarbeiten?
KEN HENSLEY: Ich befand mich an einem Punkt in meinem Leben, wo dies einfach
mal fällig war. Gerade weil ich voller Tatendrang in die Zukunft blicke, musste ich meine bisherige künstlerische Phase und mein Leben niederschreiben. Es gab viele
Up and Downs, wobei ich auf die Vergangenheit positiv zurückschaue und mit dem Erreichten sehr zufrieden bin. Klar verändert man sich im Laufe der Jahre, doch das
ist ein ganz natürlicher und normaler Reifeprozess. Der Song „I Did It All“ auf der „Blood On The Highway“-Scheibe fängt meine Gefühle hierzu übrigens ganz gut ein...
inMusic: Die Geschichte und die Songs auf „Blood On The Highway“ handeln doch hauptsächlich von deiner bewegten Zeit mit Uriah Heep in den
Siebziger Jahren?
KEN HENSLEY: Ja, das ist richtig! Diese Zeit mit Uriah Heep war zweifellos die
erfolgreichste und erlebnisreichste Phase in meinem Leben. Angefangen habe ich als hungriger Jungmusiker, der die Mechanismen in der Musikindustrie noch nicht
kannte und mit vollem Enthusiasmus an die Sache heranging. Dann kam der plötzliche und schnelle Aufstieg mit Uriah Heep, als wir über Nacht zu Stars wurden.
Und mit dem Erfolg traten natĂĽrlich auch die negativen Aspekte des KĂĽnstlerlebens zum Vorschein, wie Drogen und andere Dingen. Das war ein sehr bewegter Abschnitt
in meinem Leben, der von den ersten fĂĽnf Songs auf der CD sehr gut festgehalten wurde. Musikalisch umgesetzt mit sehr viel Dynamik und Power in der Musik, was zur
bewegten Zeit in den 70er Jahren sehr gut passt. - Natürlich erzähle ich auf dem Album auch aktuellere Geschichten wie beispielsweise in „What You Gonna Do“ und
„The Last Dance“, wo es darum geht, mit dem verblassenen Ruhm fertig zu werden, nicht aufzugeben und trotzdem zu neuen Ufern aufzubrechen...
inMusic: Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit so hochkarätigen Sängern wie Glenn Hughes und Jorn Lande?
KEN HENSLEY: Ich war einfach auf der Suche nach den perfekten Sängern, die das
Rockflair der 70er Jahre am besten zur Geltung bringen konnten. Insoweit waren Jorn und Glenn die erste Wahl. Ich kenne beide schon seit vielen Jahren und hab’ mich
über die Zusammenarbeit mit ihnen sehr gefreut. Da die Songs aber verschiedene Klangfarben und Charaktere widerspiegeln sollten, hab’ ich mich dazu entschlossen,
noch weitere Sänger wie Eve Gallagher und John Lawton hinzuzuziehen. Der Wechsel zwischen sanfteren und härteren Rocknummern verlangt einfach nach unterschiedlichen Stimmen.
inMusic: Welche Erinnerungen hast du an das Hamburger Konzert im letzten Jahr, das nun als DVD erscheint?
KEN HENSLEY: Das war natĂĽrlich ein ganz besonderes Erlebnis, das Songmaterial
von „Blood On The Highway“ auf der Bühne vorzustellen. Die Hamburger „Fabrik“ ist eine tolle Konzerthalle, das Konzert hat mir großen Spaß gemacht. Ich hoffe, dass
das die Fans genauso sehen. Wir haben uns beim Mitschnitt der DVD die größte Mühe gegeben und mit fünf HD-Kameras gearbeitet.
Rainer Guérich DVD+Blu-Ray-Disc: Blood On The Highway - The Exclusive Release Concert (Membran/SPV)
|