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MAFUBA
Ăśberraschend anders!

MAFUBA kommen aus Kiel und schicken auf ihrem Erstlingswerk einen mit Ăśberraschungsmom enten gespickten Rocksound  ins Rennen. inMusic unterhielt sich mit Sänger WESSI ĂĽber das neue Album...

 

inMusic: Eure Musik wird gerne als New Alternative Powerrock bezeichnet, was eurem variablen und variantenreichen Sound allerdings nicht ganz gerecht wird...

Wessi: Wenn man anfängt, Musik zu machen, kommt man irgendwann zwangsläufig in die Situation, dass einer fragt: „Was macht ihr denn fĂĽr Musik?“ Und wenn dir dann aufgrund aller Vielschichtigkeit und Inspirationsquellen, die du hast, eine Stilrichtung einfallen soll, stellst du ziemlich schnell fest, dass es von diesen Genres eigentlich viel zu viel gibt. (lacht)  Im Grunde genommen sollte man das ganze Stildenken nur auf Rock, Metal, Pop, HipHop und Klassik reduzieren - das wäre fĂĽr alle einfacher. Aber wir können mit der Etikette „New Alternative Powerrock“ ganz gut leben, das trifft es von allen StilblĂĽten noch am ehesten. Wir machen halt alternativen Rock in einer etwas neueren Form...

inMusic: Und das klingt auf eurer Scheibe wie gesagt sehr abwechslungsreich...

Wessi: So lautet auch das allgemeine Feedback, das wir bisher bekommen haben. Man muss sich fĂĽr unser Album schon ein bisschen Zeit nehmen. Da gibt es schon einige Songs, die beim ersten Hören vielleicht gar nicht eingängig sind, sondern erst bei mehrmaligen Hören wirken. Uns haben schon viele Leute erzählt, dass sie anfangs â€žNumero Uno“ und „All“ als LieblingsstĂĽcke  hatten, aber dann auch „Out There“ und „No Excuse“ richtig klasse fanden. Das finde ich schon sehr geil, wenn sich der eine oder andere in dieser Form mit unseren StĂĽcken beschäftigt, sich gewissermaĂźen das Album richtig reinzieht.

inMusic: Mafuba gibt es seit 2002. Du kennst den Drummer Timo aber schon wesentlich länger?

Wessi: Ja, etwa seit 14 Jahren. Das derzeitige Line-Up hat sich dann aber durch zahlreiche Kontakte und Begegnungen vor und hinter der BĂĽhne quasi von selbst ergeben. Und was noch wichtiger ist: Wir verstehen uns auf menschlicher Ebene, sind Freunde und ziehen musikalisch an einem Strang. Es passt und macht SpaĂź im Mafuba-Team! Angefangen vom Songwriting ĂĽber das Erarbeiten der einzelnen Songs bis hin zur Eigenproduktion. Wir haben im Tonpropeller-Studio, dem Studio unseres Gitarristen Marc, praktisch alles selbst erarbeitet. 

inMusic: Keine schlechte Sache, wenn der Bandgitarrist gleich ein eigenes Studio mitbringt...

Wessi: In der Tat. Gerade hier bei uns im hohen Norden, wo die Landkarte ziemlich dünn gesät ist, wenn es um gute Produktionsmöglichkeiten geht, ist ein Studio, wo man als Band seine Sachen professionell aufnehmen und produzieren kann, von ungemeinem Vorteil. Ganz klar.

inMusic: Ihr konntet die Einspielung der Songs also sehr relaxed angehen?

Wessi: Ja und nein. Ich hab’ mir immer zum Ziel gesetzt, die Band in Sachen Selbstkritik anzutreiben und somit das Maximum aus unserer Platte herauszuholen. Ich denke, das hört man bei der Vielschichtigkeit der einzelnen Stücke auch ganz deutlich. Es gibt variantenreiche Parts, an den Drums passiert sehr viel und die Struktur der Kompositionen ist auch sehr eigen. Das ist alles ein Resultat dessen, dass wir uns bei allem sehr viel Zeit gelassen und den Sound für unsere Ansprüche optimiert haben. Natürlich wurde auch hart an jedem Song gearbeitet, was durchaus sehr stressig sein kann. Bei einer Eigenproduktion ist es ungemein wichtig, jede Idee auf den Prüfstand zu legen, um letztendlich wirklich das beste Ergebnis zu bekommen. Ich denke, das haben wir mit dem Album geschafft, und das wird auch das Ziel unserer nächsten CD sein.

inMusic: Was habt ihr denn dem Opener „In The End“ soundtechnisch voran gestellt? Es klingt, als hättet ihr das Stück live im Studio eingespielt?

Wessi: Das ist ein Plattenspieler, den wir aufgenommen haben, also kein Sample oder so was. Wir haben uns da wirklich die MĂĽhe gemacht, dieses Geräusch so drauf zu kriegen, um die Optik der CD, die ja ebenfalls die Fotografie einer alten Schellack-Platte trägt, zu unterstĂĽtzen.  Und das Ganze kommt dann auf dem Album nicht wie ein typisches Plattenknistern, sondern wie ein beiläufiges Rauschen rĂĽber. Ein einfacher, aber gewollter Effekt.

inMusic: Ungewohnt fĂĽr eine Rockband ist auch das Piano-Spiel von Attack-Keyboarder Thomas St. Jones am CD-Ende. Was hat es denn damit auf sich?

Wessi: Das war eigentlich mehr eine Spielerei.  Als wir „No Excuse“, das letzte StĂĽck der CD, im Studio fertig hatten, dachte ich nach mehrmaligen Hören nur: „Irgendwas fehlt da drin!“ Und dann hab’ ich Thomas, der im Studio dabei war und auf dessen Label Parodise Rec. unsere CD erscheint, gesagt: „Mir fehlt da irgendwie noch ein Klavierakkord mitten im Song.“ Den hat Thomas dann auch spontan eingespielt. Und weil das Ganze sehr gut klang, hat Thomas sich noch die instrumentale Piano-Variation des „No Excuse“-Themas vorgenommen, und daraus „O.U.T.R.O.S.“ geformt. Eine schöne, melancholische Abrundung unseres Albums, auf dem es, wie ich finde, sehr viel zu entdecken gibt...

Rainer Guérich
CD: Mafuba (Parodise Records/edel contraire)

www.mafuba.net
www.myspace.com/mafuba


 

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