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WHITESNAKE
David Coverdale berichtet ĂŒber die neue DVD

Im Januar nĂ€chsten Jahres ist es endlich soweit. Dann erscheint die erste WHITESNAKE DVD, die 2004 im Londoner Hammersmith Apollo mitgeschnitten wurde. Vorab gab DAVID COVERDALE schon mal Auskunft ĂŒber das mit sage und schreibe 26 Kameras Ă€ußerst aufwĂ€ndig in Szene gesetzte Edelteil...

 

inMusic: „Live – In The Still Of The Night“ ist die erste offizielle DVD, die Whitesnake in Europa vorstellen. Viele Fans haben lange darauf gewartet. Warum kam die Entscheidung erst jetzt?

Coverdale: Ausschlaggebend waren die Mails auf unserer Website www.whitesnake.com. Der Druck der Fans hatte sich erhöht, und ich wollte endlich die „Neuen Whitesnakes“ prĂ€sentieren, wie sie sich in den letzten 3 Jahren entwickelt haben. Hinzu kam das Engagement unseres neuen Managers – ein vorausschauender Optimist – der einen guten DVD-Deal ausgehandelt hatte. Außerdem war es eine gute Gelegenheit, meinem jungen Sohn einmal zu zeigen, womit sein „alter“ Vater das Geld verdient.

inMusic: Das Londoner Hammersmith Apollo ist der Drehort eurer Liveshow. Eine bewusste Wahl oder eher Zufall?

Coverdale: UrsprĂŒnglich sollte das exotische Helsinki Aufzeichnungsort werden, weil wir dort innerhalb von 3 Stunden bis zu 8.000 Tickets verkauft hatten. Aber dann kam das GesprĂ€ch auf Londons Hammersmith Apollo, wo berĂŒhmte Bands wie die Rolling Stones aufgetreten sind und die Britawards verliehen werden. Mit London hatte ich in den Achtziger Jahren die besten Erfahrungen gemacht. Im RĂŒckblick – nach Fertigstellung der DVD – wussten wir alle, dass London uns eine bemerkenswerte Nacht beschert hatte, schon allein wegen des internationalen Publikums: Japaner, Amerikaner nebst den zu erwartenden EuropĂ€ern. Alles hat gestimmt!

inMusic: Viele KĂŒnstler vermeiden es, Filme von sich anzuschauen. Hast du deine eigene DVD schon gesehen?

Coverdale: Seit 30 Jahren bin ich daran gewöhnt, dass es Aufzeichnungen von mir gibt. Das erste Mal wurde ich in meiner Zeit bei Deep Purple auf Zelluloid gebannt.   Damals hat mich die GrĂ¶ĂŸe meiner Nase irritiert. Und spĂ€ter, obwohl ich es nicht besonders mochte, mussten wir Videos drehen, um Whitesnake bekannter zu machen. Ein notwendiges Übel! – Die neue Generation unserer Fans möchte auch daheim mit DVD‘s unterhalten werden. Kein Wunder bei der verbesserten technischen QualitĂ€t. Meine BefĂŒrchtung ist nur, dass man das einzigartige Erlebnis einer echten Liveshow vergisst. Darum appeliere ich an alle Fans: Habt Spaß an unserer Live-DVD, aber vergesst bitte nicht, unsere Konzerte zu besuchen.

inMusic: Bist du generell gegen DVDs?

Coverdale: Nein, ich bin ein Film- und Musikfan. Als Mitglied der BAFTA, einer Jury Ă€hnlich dem Oscar, muss ich sogar Filme bewerten. NatĂŒrlich besitze ich eine Sammlung von Musik-DVDs, aber nur von wesentlichen Bands. Zum Anschauen komme ich selten.

inMusic: Sobald in der Rockszene der Name David Coverdale fÀllt, bezeichnet man dich stets als Gentleman. Schlagen die britischen Wurzeln durch?

Coverdale: Wohl eher die konsequente Erziehung durch meine Mutter! Einer Lady die TĂŒr öffnen, am Tisch aufstehen und den Stuhl zurechtrĂŒcken. Das ist mir in Fleisch und Blut ĂŒbergegangen. Vielleicht gehört das einer anderen Zeit an, aber diese Höflichkeiten werde ich immer beibehalten. Jedenfalls ein nettes Kompliment fĂŒr mich und fĂŒr mein GegenĂŒber sicher angenehm.

inMusic: Was ist das fĂŒr ein GefĂŒhl, die BĂŒhne zu betreten? Hat sich daran im Laufe der Jahre etwas geĂ€ndert?

Coverdale: Ein wundervolles GefĂŒhl: energiegeladen und unbeschreiblich inspirierend, besonders durch die Tatsache, dass wir als Band mit so einem enthusiastischen Publikum gesegnet sind. Man fĂŒhlt sich vom ersten Augenblick an willkommen. Und an diesen positiven Momenten hat sich nie etwas verĂ€ndert.

inMusic: Viele Kollegen beneiden deine FÀhigkeit bei Livekonzerten mit den Fans zu spielen, sie direkt anzusprechen, wÀhrend du singst...

Coverdale: Fehlt nur noch das Wort „verhĂ€tscheln“. Nein, im Ernst! Es gibt keine Choreographie. Das kommt wie von selbst. Diese Beziehung zum Publikum ist ganz natĂŒrlich, wenn man sich wie unter Freunden fĂŒhlt.

inMusic: Welche Momente sind fĂŒr einen Frontmann die magischsten?

Coverdale: Wenn du vor Betreten der BĂŒhne den phrenetischen LĂ€rm und die Begeisterung der Menschen hörst. Du weißt, die Band hat Erfolg, der ganze Saal kennt deine Texte und singt inbrĂŒnstig mit. Gibt es eine grĂ¶ĂŸere WĂŒrdigung fĂŒr einen KĂŒnstler und seine Band?

Verena Sturm
DVD: Live-In The Still Of The Night (AFM Records/Soulfood) VÖ: 27.01.2006

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