OHM-G
Gezeichnete Elektronik-Skizzen

“Pop Art” nennt Elektronikkünstler OHM-G sein zweites Album, bei dem sich der Flow auf der Bewusstseinsebene des Hörers abspielt.

 

Hinter OHM-G verbirgt sich das Multitalent Olaf Gutbrod. Er ist nicht nur ein erlesener Elektronikkünstler, sondern auch ein begnadeter Maler, was man an dem selbstgemalten Coverpainting seiner zweiten CD “Pop Art” unschwer erkennen kann. Begonnen hat Gutbrod seine musikalische Karriere als Komponist, Produzent und Remixer. So schrieb er u.a. Musik und Texte für Vaya Con Dios, aber auch zahlreiche TV-Scores (Tatort, Welt der Wunder). Sein Hauptaugenmerk gilt allerdings der intelligenten Programmierung von elektronischen Rhythmen und Sounds, in die er die verschiedensten Stimmen integriert. “Music Is The Media” lautet deshalb seine zentrale Aussage, zu der er erklärt: “Wenn die Gedanken zur Ruhe kommen und der Rhythmus mein Blut bewegt, wenn Melodien Geschichten erzählen und ich zu meinem eigenen Zuhörer werde, dann befinde ich mich in dieser wunderbaren Atmosphäre, die voller Überraschungen steckt. Dann wird die Musik zu einem Mysterium. Der Verstand hört auf zu verstehen, die Ohren bekommen Augen und erleben Landschaften, die tief aus dem Unterbewusstsein aufsteigen. Der Sound wird zum Pinsel und der Computer zur Leinwand. Akustische Bilder fliegen durch mein System und manifestieren sich zu Musik, die wie von fremder Hand geschaffen wurde.” So erzeugt Computermaler” OHM-G ein ebenso natürliches wie verfremdetes Album, das unter dem Oberbegriff “Pop-Art” leidenschaftliche und experimentelle  Momente erzeugt, aber immer über einen hohen Wiedererkennungswert verfügt. Ein ebenso populäres wie tanzbares Elektronik-Crossover-Album, das man zu jeder Tages- und Nachtzeit hören kann.

Fabian Hauck
CD: Pop Art (Black Flame/Zomba)

 

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