VAILE
Kein Tag ist gleich

Anfang des Jahres war die Hamburgerin VAILE im Vorprogramm der Orange Blue-Tour zu bewundern. Nun veröffentlicht sie ihr erstes Album, das durch seinen rauhen Charme und seine musikalische Vielseitigkeit begeistert.

 

inMusic: Woher kommt denn dein sehr geheimnisvoll klingender Name Vaile, heißt du wirklich so?

Vaile: Ich werde mittlerweile tatsächlich so genannt. Ursprünglich kommt der Name aus dem Englischen und wird von Veil abgeleitet. Das bedeutet soviel wie Verschleierung. Da ich es aber hübscher finde, habe ich die Schreibweise des Wortes abgeändert.

inMusic: Warst du schon vor deinem Solodebüt in anderen Bands aktiv?

Vaile: Von 14 bis 19 hatte ich eine Mädchenband. Das ging mehr in Richtung Deutsch-Punk. Schon damals habe ich alle Songs selbst geschrieben.

inMusic: Rührt aus dieser Zeit auch deine Vorliebe für die rauen, teilweise richtig grungigen Songs?

Vaile: Ja, klar. Ich denke, dass alle Songs, die du auf der CD hören kannst, irgendwie aus meiner Vergangenheit und Gegenwart herrühren. Meine Texte sind natürlich sehr persönlich und aus dem Leben gegriffen. Die ganze CD ist gespickt mit musikalischen Gegensätzen. Kein Tag ist gleich. Ich bin halt ganz “normal verrückt”. Mal wache ich glücklich auf, mal geht es mir nicht so gut. Es ist klar, dass sich diese Gefühlsschwankungen, die wohl jeder durchlebt, auch in meinen Songs niederschlagen mussten...

inMusic: Und dennoch finden sich mit “Tossed” und “Walking On The Moon” auch zwei Titel auf der CD, die du nicht alleine geschrieben hast?

Vaile: Ja, die entstanden zusammen mit den beiden Produzenten. Wenn ich ganz ehrlich bin, sind diese Nummern auch die beiden schwächsten Songs des Albums. Ganz einfach deshalb, weil es nicht mein Herzblut ist. Ich bin schon sehr eigen bei der Songauswahl. Ich hab’ das Stück “Walking On The Moon” von Oliver Fahrenheit nur deshalb auf die Platte genommen, weil es ein Stück ist, das mich sehr berührt hat, und das ich auch selbst in dieser Form hätte schreiben können. Das waren wirklich zwei Ausnahmen. Ich nehme jetzt nicht jedes Stück von einem Songschreiber auf eine Platte, nur weil es gut ist...

Bernd Lorcher
CD: Vaile (EPark Music/Zomba)

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