SUPER PREACHERS
Ein Hallelujah auf die Stereophonie !

Die lasziven Glooby-Sound-Beat ers SUPER PREACHERS kommen aus Paris und haben ein wahrhaftiges und slazy Album eingespielt. “Stereophonic Sometimes” ist der etwas andere Lounge-Soundtrack : abgefahren, beatlesk, happiesk, funky und verdammt groovy. inMusic versuchte die Sound-Apokalypse zu ergründen und hakte bei den drei maßgeblichen Masterminds Reverend Stish, Father Buzz und The Bishop nach...

 

inMusic: Ihr selbst nennt euch die “Super Preachers”. Ein Name, der nicht nur von der klanglichen Seite her verpflichtet. Seht ihr euch selbst als eine Art “Prediger” bzw. wollt ihr jemanden bekehren?

SUPER PREACHERS: Wir praktizieren unseren Preachers-Sound schon seit einigen Jahren ganz im Geiste unserer lebenden und toten Freunde, allerdings angepasst an die Möglichkeiten neuzeitlicher Klangschöpfung. Die manchmal etwas gedrückte Stimmung, die sakrosankte Harmonie und die sich langsam beim Hörer einschleichenden Monstersounds in unseren Songs gleichen mitunter schon einer Predigt, was nicht unbeabsichtigt ist.  Wir als Super Preachers bringen nur zu gerne all jene schwarze Schafe, die sich im Kontext des nichtssagenden Musik-Mainstreams verirrt haben, zurück auf den rechten Weg. Wir nehmen den Hörer mit unseren Sound-Flows ein Stückweit an die Hand und geleiten ihn zurück zu den grünsten Tälern und den saftigsten Wiesen, die es im Reich der Stereophonie gibt. Wir sehen uns da ganz im Geiste eines Otis Redding, eines Elvis Presley und einer Janis Joplin. Halllleluuuuuujah!

inMusic: Was könnt ihr mir denn so alles über euer Debütalbum “Stereophonic Sometimes” erzählen?

SUPER PREACHERS: Nun, die Musik spricht eigentlich für sich. Manchmal klingt das Ganze ziemlich stereophonisch, aber - das wirst du sicherlich bemerkt haben - manchmal auch nicht. Und genau diese Unberechenbarkeit macht unsere Musik aus...

inMusic: Habt ihr denn lange an den Stücken im Studio gearbeitet?

SUPER PREACHERS: Nein, überhaupt nicht. Wir waren insgesamt 6 Tage im Studio (und am siebten feierten wir ‘ne richtige Orgie...).

inMusic: Was könnt ihr mir denn über die Arbeit im Studio erzählen?

SUPER PREACHERS: Wir hatten mit François Carles aka HYPERCRAD eine echte Produzenten-Koryphäe (u.a. Jon Spencer’ Blues Explosion) in den Pariser Wank-O-Teck Studios zur Seite. Das hat unserem Sound hörbar gut getan und uns dazu angestachelt, die wildesten Klänge aus unseren Klangmaschinen, zu denen unter anderem auch ein uralter Atari gehörte, hervorzuzaubern. Mein spezieller Dank gilt an dieser Stelle auch unseren kongenialen Glaubensbrüdern, die unsere Arbeit im Le Mont Saint-Michel zu einem echten Vergnügen werden ließen: Doktor Wenz (Mardi Gras.bb), Steven Gaeta (Kool Ade Acid Test), Lennart A. Salomon (Jerobeam/Sono) and many more. Ohne das hilfreiche Zutun aller Beteiligten  wäre es bestimmt nie gelungen, den transzendentalen Geist von Trouville, Deauville und Benny Hill so gut auf Tonspur zu bannen.  Halllleluuuuuujah!

inMusic: Von was handeln eure Texte? Könnt ihr mir darüber etwas erzählen?

SUPER PREACHERS: Im Großen und Ganzen beschreiben die Lyrics auf unserem Album die spirituelle Reise auf dem sehr dünnen Pfad zwischen  Gut und Böse. Die Songs handeln vom Glücklichsein, von Barracudas, guten Karmas und dem Geruch von Diesel...

inMusic: Wie würdet ihr euren Sound auf “Stereophonic Sometimes” selbst beschreiben?

SUPER PREACHERS: Das ist ziemlich schwierig. Auf jeden Fall machen wir einen new old school sound, der so garagig klingt, wie man ihn nur aus allen möglichen Maschinen herausholen kann. Man könnte unseren Stil aber auch Punk Lounge oder eine Art Hip-Jerk nennen. Wir selbst bezeichnen unseren Sound am liebsten aber als “Glooby Sound”. Das trifft unsere Musik von alledem noch am besten!

inMusic: Habt ihr einen speziellen Lieblingssong auf der Platte?

SUPER PREACHERS: Der Opener “Hands Up” ist unser absoluter Favorit, weil er den Leuten den Arsch wackeln lässt. Du kannst nicht predigen, wenn deine Zuhörer die Hände in den Taschen vergraben haben...

inMusic: Wie geht es mit den Super Preachers weiter? Was steht bei euch Dreien in nächster Zukunft an?

SUPER PREACHERS: Wir sind momentan damit beschäftigt, das Live-Programm für unsere bevorstehende European Pilgrimage-Tour vorzubereiten. Natürlich freuen wir uns besonders darauf, auch nach Deutschland zu kommen und eure “Seelen” zu retten. Und wer bis dahin nicht warten kann, sollte schon mal vorsorglich auf unsere neugestaltete Website www.superpreachers.com surfen. Dort werden euch nicht nur eure Sünden vergeben, sondern ihr könnt auch eine Menge sonstiger Infos  und Facts über uns runtersaugen. Daneben habt ihr zusätzlich noch die Möglichkeit, euch eine Menge MP3-Files downzuloaden oder die CD auch direkt online zu kaufen... Whatever: “Pray the lord, and buy the record!”

Duklas Frisch
CD: Stereophonic Sometimes (Hazelwood/Soulfood)

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