JP-JUICE
Dancefloor mit seelischer Tiefe

Der Japaner JP-JUICE dürfte vielen Clubbern besser unter dem Namen Naoki Kenji bekannt sein. Doch bevor auf Elektrolux im Herbst diesen Jahres sein fünftes Album ansteht, gibt es über Black Flame Records seine zweite CD unter dem Alter Ego JP-JUICE.

 

inMusic: Im Gegensatz zu deinen KENJI-Releases kann man dein JP-JUICE Projekt wohl eher in den Bereich Lounge zuordnen!

JP-JUICE: Ja, das würde ich auch sagen.KENJI ist durchaus elektronischer und dringt nicht so oft wie JP-JUICE in den Downbeat und Lounge-Bereich vor. Das erste JP-JUICE Album erschien noch auf dem Offenbacher Techhouse-Label Neutron und hat vor allem im Fernsehen des Hessischen Rundfunks in der “Flowmotion” und in der “Spacenight” des Bayerischen Rundfunks für Aufsehen gesorgt.

inMusic: Wobei die aktuelle JP-JUICE CD wohl auch mehr ein audio-visuelles Ding ist. Fast parallel zur CD-Veröffentlichung erscheint “Fukai” auch als Chillout-DVD...

JP-JUICE: Das hat sich geradezu angeboten, da ich seit knapp einem dreiviertel Jahr die Videos zu meinen Tracks, die im Fernsehen des HR auf der “Flowmotion” zu sehen sind, selbst anfertige.  Und da die DVD momentan tierisch boomt und sich die Videos zu dieser Art von Musik geradezu anbieten, war das nur logisch und konsequent.

inMusic: Laut PR-Info wird auf der DVD auch eine Dance Performance von der japanischen Sängerin und Tänzerin Yuko Matsuyama zu sehen sein. Vielleicht kannst du mal darüber etwas erzählen?

JP-JUICE: Ja, und zwar gibt es auf CD und DVD einen Track namens “Fukai”, was übersetzt soviel wie “tief” oder “seelische Tiefe” heißt.    Und als ich Yuko in Berlin kennenlernte, wollten wir diesen Titel gemeinsam umsetzen. Ich hab’ sie eingeladen und dann haben wir ein Video gedreht, das auf der DVD zu sehen sein wird. Sie führt die traditionellen japanischen “Buyo”-Tänze vor, die sie 13 Jahre lang in Japan performt hat.

inMusic: Erscheinen deine Veröffentlichungen eigentlich auch in Japan?

JP-JUICE: Ja, alle. Ausnahmslos! Naoki Kenji und JP-Juice sind weltweit erhältlich.

inMusic: Wird derzeit in Japan denn viel Elektronik/Lounge-Musik gehört?

JP-JUICE: Diese Art von Musik ist in Japan - ähnlich wie in Amerika - eher ein Spartenmarkt. In Europa kannst du von solcher Musik nach wie vor die meisten CDs absetzen.

inMusic: Wie lange hast du an dieser doch sehr aufwendigen CD+DVD-Produktion gearbeitet?

JP-JUICE: Für das Schneiden der Videos und der Musik ungefähr 2-3 Monate. Am zeitaufwendigsten waren die Dreharbeiten für die einzelnen Videos, die schon lange im Vorfeld stattgefunden haben. So war ich beispielsweise im letzten Jahr innerhalb weniger Monate in Burma, Kambodscha, New York und Island. Ich bin praktisch rund um die Welt gejettet, um das Bildmaterial für die DVD zusammenzutragen. Das war eine spannende Angelegenheit, die mir große Freude bereitet hat...

Duklas Frisch
CD+DVD: Fukai (Black Flame/Zomba)

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