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MÄRZ/APRIL 2010
Jazz & Weltmusik

 | inMusic - da ist Musik drin!

 

@@@@@@ ĂĽberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

 

BARRIO TANGO
The New Generation Of Nuevo Tango
Galileo MC
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Ein schöner Sampler, auf dem die „Neue Generation“ des Nuevo Tango versammelt ist. Mit von der Partie sind Künstler wie Tango Siempre, La Camorra, Tango Crash, La Chicana, Otros Aires u.v.a. Für alle Freunde des Nuevo Tango eine Empfehlung wert!
Ute Bahn

OSWIN CHIN BEHILIA
Liber
Otrabanda/New Music Distribution
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In seiner Heimat, den niederländischen Antillen, ist der Singer/Songwriter Oswin Chin Behilia so etwas wie eine lebende Legende. Seine sozial- und gesellschaftskritischen Lieder sind mittlerweile Bestandteil der Schullehrpläne. Seine neueste Arbeit heißt „Liber“ (Frei) und befasst sich wie nicht anders zu erwarten mit der Geschichte seiner Insel Curacao und den Beziehungen zu den Niederlanden. Mit unnachahmlichem Charme gelingt es ihm diese nicht immer einfachen Themen in luftig gestrickte karibische Arrangements zu verpacken.
Ute Bahn

DAN BERGLUND
Tonbruket
Act Music/edel kultur
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Als Bassist von E.S.T. wurde Bassist  Dan Berglund weltbekannt. Nun hat er mit „Tonbruket“ seine eigene Band am Start. Zusammen mit Johan Lindström (guitars), Martin Hederos (piano, keys) und Andreas Werliin (drums, percussion) fĂĽhrt er die e.s.t.-Tradition fort und blickt ĂĽber den Tellerand des Jazz weit hinaus. Kraftvolle Melodien treffen auf dynamische Schleifen, wobei es auf der Komposition „Sister Sad“ sogar in Richtung Artrock Ă  la Yes geht. Eine gelungene Scheibe!
Bernd Lorcher

BERN, BRODY & RODACH
Triophilia
Jazzwerkstatt
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Bemerkenswerte Trio-Einspielung von Paul Brody (trumpet, flugelhorn), Alan Bern (accordion, melodica, piano) und Michael Rodach (guitar). Ihre Band gegrĂĽndet haben die beiden Amerikaner und der aus Berlin stammende Rodach 2003 beim Jazzfest der Berliner Festspiele.
Bernd Lorcher

BEST OF NEW YORK SESSIONS
Volume Two
Chesky Records/in-akustik
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Als SACD Multichannel Hybrid Disc erscheint die zweite Kopplung mit Highlights, die zwischen 1991 bis 2006 in der St. Peter’s Episcopal Church in New York City für diverse Chesky-CDs entstanden. Musikalisch erwartet den Hörer ein Jazzgenuss und ein ebenso räumliches wie dynamisches Klangbild, das begeistern hat. Klarer Fall, dass zu den Chesky-Sessions, die im Übrigen ohne Overdubs oder sonstige Kompressoren eingespielt wurden, über die Jahre nur die besten Vertreter ihres Fachs eingeladen wurden: Ron Carter, Bob Belden, Al Foster, Joe Henderson, Christian McBride, McCoy Tyner u.v.a. Tolle Zusammenstellung!
Rainer Guérich

ROB BRUYNEN/BROWNIES COLOURS
Space For All
Mons Records/Sunny Moon
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Rob Bruynen, niederländischer Jazztrompeter mit Liebe zur Weltmusik, begibt sich mit seiner neuesten Arbeit „Space For All“ und seinem Projekt Brownies Colours auf musikalische Spurensuche in den Nahen und Mittleren Osten. Dabei hat sich der Ausnahmemusiker mit Kollegen wie Jens Neufang, Gero Körner, Alexander Boerner, Jeff Herr und als besonderen Gast Afra Mussawisade eine wirklich erstklassige Sidecrew ins Studio geholt. Hier lässt man abseits der Routine schon gleich mit dem Opener „Hamam“ den Alltag hinter sich und taucht ein in einen zupackenden und weltoffenen Stilmix, der begeistert. Genial gelingt die Melange aus orientalisch-arabischen Stilelementen mit elektronischen Versatzstücken, druckvoll-beschwingtem Lärm-Jazz und jeder Menge anderer artverwandter Derivate. Eine musikalische Achterbahnfahrt!
Ute Bahn

BUIKA
El Ăšltimo Trago
Warner Music
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In ihrer spanischen Heimat gilt die erst 33jährige Sängerin als legitime Nachfolgerin der legendären Chavela Vargas, der Königin des Flamenco. Ihre brandaktuelle Einspielung steht ganz im Zeichen der großen Sängerin, die im vergangenen Jahr ihren 90. Geburtstag feierte. Gemeinsam mit dem Jazz-Pianisten Chucho Valdés hat Senorina Buika einige der bekanntesten Lieder der „Grande Dame“ neu interpretiert. Dabei gelingt ihr fast so etwas wie ein musikalischer Spagat, indem sie die traditionellen Rhythmen und Melodien des Flamenco mit experimentellen und ausgetüftelten Spielfiguren des Jazz fusioniert.
Simone Theobald

BILLY COBHAM
Palindrome
BHM/ZYX Music
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Feine Fusion-Jazz-CD von Schlagzeug-Ass Billy Cobham, der sich hier auf 10 superlangen Kompositionen so richtig schön austoben kann. Unterstützt wird Cobham, der mittlerweile auf eine Meterlange Discographie zurückblicken kann, von solch renommierten Cracks wie Ernie Watts, Michael Rodriguez, Dean Brown u.v.a. Fein!
Rainer Guérich

JOSEFINE CRONHOLM
Songs Of The Falling Feather
Act Music/edel kultur
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Eigentlich schon eher ins Genre Singer/Songwriter passt das Erstlingswerk der schwedischen Sängerin Josefine Cronholm. Ihr Gesang erinnert mich mitunter an Rickie Lee Jones. Musikalisch ins rechte Licht gerĂĽckt wird ihre Stimme durch einen sparsam akzentuierten Basissound aus Strings, Piano, Gitarre und anderen Zutaten. Als Reinhörtipps empfehlen sich das wunderbare „Mermaids“ und   das mit Piano/Glockenspielprogrammings untermalte „Fountain“. Starker Gesang, starke Platte!
Rainer Guérich

MARK EGAN
Truth Be Told
BHM/ZYX Music
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So richtig nach meinem Geschmack: Bassist Mark Egan frönt auf seiner neuen CD seinem Faible für Funk-Fusion-Jazz. Im interaktiven Zusammenspiel mit Keyboarder Mitch Formann, Saxophonist Bill Evans und Drummer Vinnie Colaiuta wird der Fretless Bass schön durchgeknetet und nach Herzenslust drauflosgejammt. Gleich den knackigen Opener „Frog Legs“ anchecken!
Rainer Guérich

RIGMOR GUSTAFSSON
Calling You
Act Music/edel kultur
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Wenn eine Jazzsängerin wie Rigmor Gustafsson auf ein so auĂźergewöhnliches Ensemble wie das Radio String Quartet Vienna trifft, kann dabei eigentlich nur eine hochspannende und vielschichtige Aufnahme entstehen. Elegische, energetische und loderne Streicherparts   umschmeicheln und beflĂĽgeln die Stimme der Schwedin. Rigmor läuft zu groĂźer Form auf und nimmt das befruchtende Wechselspiel mit dem  Radio String Quartet Vienna nur zu gerne an. Als Anspieltipps bieten sich gleich der Opener „Still Crazy After All These Years“ und das sich durch seine changierenden Tempi  auszeichnende „Makin’ Whoopee“ an.
Rainer Guérich

ANNE HARTKAMP QUINTET
Momentum
JazzSick Records
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Nicht nur in der Kölner Musikszene ist die Sängerin und Komponistin Anne Hartkamp seit geraumer Zeit eine feste Größe. Auf der vorliegenden Scheibe arbeitet die vielseitige Künstlerin erstmals ausschießlich mit einer Jazz-Combo, was bei ihrer „musikalischen Vergangenheit“ eigentlich nicht verwundert. Wer sich auf „Momentum“ einlässt, muss mit allerlei verrückten Jazzphantasien und freestyligen Ausbrüchen rechnen. Glattgebürstete Klänge und vorprogrammierte Rhythmen waren noch nie das Aushängeschild von Anne Hartkamp, und warum sollte sich das auf ihrem Jazz-Debüt ändern? Die Tracks arbeiten perfekt mit einer atemberaubenden Mischung aus eingängig-swingenden Standards, nur um im nächsten Moment in unberechenbare Klangcluster und avantgardistische Soundorgien auszubrechen. Herausfordernd!
Ute Bahn

HIROMI
Place To Be
Telarc Jazz/in-akustik
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Die japanische Pianistin Hiromi Uehara dürfte einer größeren Hörerschaft bereits durch ihre Zusammenarbeit mit Chick Corea und dem Stanley Clarke Trio bekannt sein. Auf „Place To Be“ hat sie nun ihr ganz persönliches Reisetagebuch mit kraftvollem, sensiblem und energetischem Pianospiel vertont. Hiromi ist zuweilen ein regelrechter Wirbelwind auf der Klaviatur, verfügt aber auch über improvisatives Feingefühl, was sie in dem verträumten, achteinhalbminütigen „Sicilian Blue“ beweist.
Rainer Guérich

ICE BLUE ORCHESTRA
Awake
www.larks-tongues-music.de
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„Klassik meets Jazz and Rock“ heiĂźt das Motto der ersten Einspielung des Ice Blue Orchestras, hinter dem sich die drei Musiker Reiner Winters (keyboards), Holger Röder (cymbals & drums) und H.H. Babe (bass) verbergen. Dass die drei ihr kompositorisches Handwerk aus dem EffEff beherrschen, wird bei der klanglichen MelodiefĂĽhrung und aller rhythmischen Komplexität schon beim Opener „Marbles And Sanddunes“ statt.  Man kann diese Klassik-Jazz-Rock-Fusion dezent im Hintergrund laufen lassen (vielleicht bei romantischen Abenden am Kamin), aber auch ganz bewusst mit ganzer Aufmerksamkeit hören. Die Scheibe erinnert mich vom stilistischen Umsetzungsgedanken an meine Ekseption Doppel-LP „With Love From“, die ich erst kĂĽrzlich auf dem Plattenteller hatte.
Rainer Guérich

KEITH JARRETT
Paris/London-Testament
ECM/Universal
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3er CD-Box mit zwei empfehlenswerten Solokonzerten von Keith Jarrett, die am 26.12.2008 im Pariser "Salle Pleyel" (CD1) und am 01.12.2008 in der Londoner "Royal Festival Hall" (CD2+CD3) entstanden. Jarretts improvisatives FeingefĂĽhl bleibt unerreicht, das stilistische Spektrum reicht von Jazz ĂĽber bluesige Momente bis Klassik.
Bernd Lorcher

ANTONIO KOUDELE
Harp Guitar
A.C.S. Records
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Ich kann mich nicht erinnern, eine Harfengitarre schon einmal bewusst gehört zu haben. Antonio Koudele hat zu Ehren dieses Instrumentes (eine Kombination aus Harfe und Gitarre), welches auf eine bereits 200jährige Tradition zurückblicken kann, eine Solo-CD eingespielt. Musikalisch erwartet den Hörer ein Blumenstrauß aus instrumentalen Evergreens von Stevie Wonder („You Are The Sunshine Of My Life“), Van Morrison („Have I Told You Lately...“), Carlos Santana („Samba Pa Ti“) u.v.a. Unglaublich, welch fülliges, warmes und prägnantes Klangbild die Harfengitarre gegenüber einer normalen Akustikgitarre hat.
Rainer Guérich

THIERRY LANG
Lyoba Revisited
HEINZ SAUER
If (Blue) Then Blue
Act Music/edel kultur
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Der Schweizer Jazzpianist THIERRY LANG hat auf seinem neuen Werk „Lyoba Revisited“ Hirtenlieder bzw. Volksmelodien aus dem schweizerischen Kanton Fribourg zu einem sehr lyrischen und emotionalem Jazz-Eigenleben verholfen. Für das richtige Klangbild sorgen Bassist Heiri Känzig, Flügelhorn-Spieler Matthieu Michel und ein vierköpfiges Cello-Ensemble. - Auf den Spuren von Miles Davis’ „Kind Of Blue“ befindet sich Tenorsaxophonist HEINZ SAUER, der auf „If (Blue) Then (Blue)“ abwechselnd mit Pianist Michael Wollny und Joachim Kühn agiert. 3 Weltklassemusiker in spannenden und ausdrucksstarken Interaktionen. Anspieltipp ist gleich der Opener „All Blues“ aus der Feder von Miles Davis.
Ute Bahn

LOS DOS Y COMPANEROS
Kula sack!
Connector/in-akustik
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Nach boarischem Blues und Rock schicken die Bajuwaren nun ihre neueste Stilfusion ins Rennen: Kubayrisch oder Havanna meets Munich! Die zwölfköpfige Formation Los Dos Y Companeros macht’s möglich und kombiniert ihre in boarisch vorgetragenen Songtexte mit feuriger Rumba, Salsa und Latinorhythmen. Bayrische Mundart und kubanisches Lebensgefühl passen einfach prima zusammen. Das fand auch Kuba-Legende Luis Frank Arias, der zusammen mit den Los Dos Y Companeros auf „Gschwista“ zu hören ist. Prädikat: außergewöhnlich.
Rainer Guérich

THE MARCIANS
Traditional Greek Music
ARC Music/da Music
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The Marcians sind ein griechisches Ensemble, das sich bereits 1965 gegrĂĽndet hat und immer noch aktiv ist. Mikis Theodorakis war ein bekennender Fan der Band, insbesondere aus dem Grund, weil die Marcians die griechischen Weisen in unnachahmlicher, authentischer Weise spielen. Eine exzellente Kostprobe hierzu gibt es auf dieer CD mit einer gelungenen Auswahl traditioneller griechischer Songs. Vorgetragen mit typischem Gesang und gespielt auf Busukis, Baglama, Tzoura, Saz u.v.a.
Ute Bahn

MARIA MARKESINI
Kosmo
Etcetera Records/Codaex
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Wow, was fĂĽr eine Frau und was fĂĽr eine Stimme! Maria Markesini wurde auf einer kleinen griechischen Insel geboren und lebt mittlerweile in Holland. FĂĽr ihre neueste Produktion „Kosmo“ lieĂź sie sich u.a. durch den amerikanischen Maler und Bildhauer Geoffrey Myers inspirieren. Zu ganz groĂźer Form läuft die Jazzsängerin mit der unglaublich klaren und intensiven Stimme immer dann auf, wenn die instrumenten Zutaten aus Schlagwerk, Bass und Piano sie sanft umschmeicheln, beispielsweise in dem Opener „Man Gave Names To All The Animals (von Bob Dylan) oder in„Why Did I Choose You“, wo sie nur spartanisch von einem Piano begleitet wird.
Rainer Guérich

KATHARINA MASCHMEYER QUARTET
Synergy
Mons Records/Sunny Moon
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Moderner Jazz wie er heutzutage gespielt werden sollte, servieren uns Katharina Maschmeyer und ihre Combo auf „Synergy“. Was zunächst auffällt, ist das Fehlen des Bassisten. Ein Umstand allerdings, der den weitgespannten Energiebögen nicht im Geringsten die Substanz nimmt. Im Gegenteil, das Quartett arbeitet durch die Bank mit sich auftürmenden Improvisationen und findet doch den Weg zu leicht-beschwingten Melodien. Hierbei gibt es keine musikalischen Berührungsängste. Gediegene Lässigkeit, atonale Störmanöver und knarzige Schlichtheit geben sich ein Stelldichein. Der perfekte Entwurf urbaner Jazz-Geselligkeit.
Frank Zöllner

DOMINIC MILLER
November
Q-rious Music/edel kultur
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Die vorliegende Scheibe ist für den in Bueos Aires geborenen Gitarristen etwas ganz Besonderes, zeigt sie den „Akustik-Fan“ doch von einer ungewohnten Seite. Der heute in der Provence lebende Musiker, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Sting und Phil Collins bekannt wurde, legt mit „November“ ein rockiges Album vor, das seiner E-Gitarre nicht nur breiten Raum lässt, sondern auch sämtliche Spielarten von Soul über Funk bis Elektro und Jazz bedient. Dazu konnte Mr. Miller unter anderem die Level-42-Mitstreiter Mark King am Bass und Keyboarder Mike Lindup gewinnen, die mit feinfühliger Struktur und Fingerspitzengefühl ein hochenergetisches Gemisch aus den Amplifiern lockten. Entstanden ist so eine Scheibe, die unberechenbar, stiloffen, ungemein spannnend und immer wieder erfindungsreich daher kommt.
Frank Zöllner

MARK MORAGHAN
Moonlight's Back In Style
Linn Records/Codaex
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Toller und relaxter Vocal-Jazz mit swingendem Bigband-Sound von Mark Moraghan, der hier Songs von Nicky Campbell interpretiert. Zu seinen größten Fans zählt übrigens niemand Geringeres als Stewart Copeland von "The Police", der über ihn meinte: "He is relaxed, easy and cool".
Rainer Guérich

ODDJOBB
Clint
Act Music/edel kultur
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Das schwedische Jazz-Kollektiv Oddjob extrahiert hier einen atmosphärischen und vielschichtigen Soundscore zu Ehren der Filmstreifen von Clint Eastwood. Hauptaugenmerk lag hierbei bei den frühen Filmwerken von Eastwood aus den 60er und 70er Jahren. Ergebnis ist ein vielschichtiger, teils düsterer, improvisationsfreudiger und packender Soundtrip für Trompete, Saxophon, Percussion, Fender Rhodes, Bass und Schlagwerk. Als Gast ist zusätzlich noch Johan Lindström an der Pedal Steel Gitarre zu hören. Reinhörtipp ist das mystisch-bedrohliche und vom beschwörenden Bassklarinetten-Spiel getragene „Magnum Force Theme“.
Rainer Guérich

PORTICO QUARTET
Isla
Real World Records/Indigo
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Etwas überbewertet in der Kritik wird meiner Meinung nach das Londoner Portico Quartet. Ihr nordischer, melancholisch gefärbter Postjazz mit führender Saxophonlinie ist wirklich nichts Weltbewegendes. Das habe ich auf den Scheiben von Jan Garbarek ohne die manchmal doch etwas ermüdenden ruhigeren Zwischenparts schon weitaus besser gehört.
Rainer Guérich

RUSCONI
It’s A Sonic Life
Sony Classical
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Ein bemerkenswertes Unterfangen: Das Schweizer Trio um Pianist Stefan Rusconi, Bassist Fabian Gisler und Drummer Claudio Strüby hat das Songmaterial von Sonic Youth in den Bereich des improvisationsfreudigen Bebop-Jazzes transportiert. Großformatige Klangskizzen, perlende bis energetische Pianosprengsel - jazzige Interaktionen auf höchstem Niveau.
Duklas Frisch

ANDREAS SCHAERERS HILDEGARD LERNT FLIEGEN
...vom fernen Kern der Sache
Unit Records/Alive
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Wem der CD-Erstling aus dem Jahre 2007 gefallen hat oder wer das Glück hatte, „Hildegard lernt fliegen“ live zu erleben, darf sich jetzt auf den Nachfolger freuen. Alle Novizen seien gewarnt, denn bei Andreas Schaerer und seiner Crew ist der musikalische Wahnsinn Programm und wie der Tages-Anzeiger so treffend schrieb „eine theatralisch-musikalische Gesamtleistung“. Tatsache ist, dass die Jungs eine Jazzpunk-Akrobatik mit Klezmerelementen, Zirkusatmosphäre und explosiven Scat-Rhythmen aus dem Hut zaubern, wie man sie vorher noch nicht gehört bzw. gesehen hat.
Frank Zöllner

SOLVEIG SLETTAHJELL
Tarpan Seasons
Emarcy/Universal
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Neues und gelungenes Album von der norwegischen Sängerin Solveig Slettahjell, die zusammen mit dem Slow Motion Orchestra zu großer Form aufläuft. Ihre Stimme sorgt mit ihrem samtenen und lasziven Timbre für regelrechte Gänsehautschauer und macht in den musikalischen Exkursen zwischen Jazz, Pop, Folk und Blues immer eine gute Figur.
Ute Bahn

JOSCHO STEPHAN
Django Nuevo
Acoustic Music/Rough Trade
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Ohne Zweifel ist der Mönchengladbacher Gitarrist in Sachen Gypsy Swing eine Nummer fĂĽr sich. Seine ausgefeilte Solotechnik, sein Fingerpicking und sein rhythmisches FeingefĂĽhl sind absolut hörenswert. Seine neueste Einspielung ist gleichzeitig eine musikalische Verbeugung zum 100.Geburtstag von Django Reinhardt. Was die Scheibe auszeichnet, sind in erster Linie die fĂĽnf Eigenkompositionen von Joscho Stephan und der bewusste Verzicht darauf,  Djangos Klassiker  zum xtenmal nachzuspielen. Was allerdings gar nicht geht, sind swingmäßige Bearbeitungen von Wolfgang Amadeus Mozart oder den Beatles. Das tut einfach nur weh.
Fabian Hauck

RANDI TYTINGVAG
Let Go
Ozella Music/Galileo MC
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Die norwegische Sängerin Randi Tytingvag kann mich auch auf ihrem zweiten Album „Let Go“ begeistern. Ihr unvergleichlicher Gesang findet im Zusammenspiel mit ihren musikalischen Mitstreitern ein weites Betätigungsfeld, womit sie einmal mehr unterstreicht, dass sie sich durch keine stilistischen Scheuklappen begrenzen lassen möchte. Ob Jazz, Tango,  Pop, Klezmer oder Avantgarde - Randi macht quer durch sämtliche Stilistiken eine gute Figur. Die CD kann ich nur wärmstens empfehlen!
Bernd Lorcher

HINDI ZAHRA
Handmade
Blue Note/EMI
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Die in Paris & London lebende Ausnahmekünstlerin mit marokkanischen Wurzeln widmet sich auf ihrer neuesten Einspielung einer gekonnt-groovigen Mixtur aus weltmusikalischen Versatzstücken, Jazz, Soul, Pop und Crossover. Dabei legt die 30jährige Hindi Zahra besonderen Wert auf Authentizität und Erdverbundenheit ihrer fast ausschließlich akustisch eingespielten Songs. So entsteht eine überaus intensive Atmosphäre zwischen Django Reinhardt und Billie Holiday, wie unlängst das britische Magazin „The Wire“ ihre perfekte Synthese beschrieb. „Handmade“ ist dies alles und noch viel mehr. Hier treffen Blues-Bissigkeit auf urbane Gelassenheit und gesellschaftliche Fallstudien. Indierock gibt sich ein Stelldichein mit hintergründigen Pop-Rhythmen, vollmundigem Soul und jazzigen Elektrotupfern!
Ute Bahn

KURZ & KNAPP

Der holländische Pianist FRANZ VON CHOSSY stellt mit seinem Trio sein neues Album „Pendulum“ (Etcetera Records/Codaex) vor. Begleitet wird er bei seinem sehr gefĂĽhlvollen und lyrischen Streifzug durch einen klassich influenzierten Modern Jazz von seinem Landsmann Clemens van der Feen am Bass und dem luxemburgischen Schlagzeuger Paul Wiltgen. -  Eine unglaublich dynamische und prägnante Einspielung legt der kanadische Tenor- und Sopransaxophonist ANDRÉ LEROUX mit „Corpus Callosum“ (Effendi Records/Codaex) vor. Mit seinen 3 Mitstreitern FrĂ©dĂ©ric Alarie (bass), Normand Deveault (piano) und Christian Lajoie (drums) entstand eine Sternstunde von improvisationsfreudigem und dennoch melodischem Saxophon-Jazz. Das Klangbild und die Aufnahmequalität sind hervorragend! - Ebenfalls aus Kanada kommt Gitarrist SYLVAIN PROVOST, der schon seit mehr als 25 Jahren in der heimischen und internationalen Jazzszene aktiv ist. Seine neue CD heiĂźt „DĂ©sirs DĂ©modès“ (Effendi Records/Codaex) und stellt gleichzeitig seine neues Trio um Bassist Guy Boisvert und Schlagzeuger Alain Boyer vor. Vielschichtiger und sensitiver Gitarrenjazz der höchsten GĂĽteklasse. - 15 Solopianisten auf einer CD, das hat man auch nicht aller Tage! Die Aufnahmen zu „Berceuses Pour Piano“ (Effendi Records/Codaex)  entstanden größtenteils im Montrealer „Studio 12“ am 29.08.2008 und sollten dazu dienen, mit den Verkaufserlösen das Kinderhilfswerk „Centre de RĂ©pit PHILOU“ zu unterstĂĽtzen. Die Crème der kanadischen Jazzpianisten gab sich zu diesem Anlass ein Stelldichein: AndrĂ© Gagnon, Coral Egan, Florence K., Francois Bourassa, Stephan Moccio, Olivier Jones u.v.a. - Und noch eine  schwungvolle Bebop-Jazzeinspielung fĂĽr zwei Altsaxophonisten, Piano, Bass und Schlagzeug. BENJAMIN KOPPEL (altsax), BOBBY WATSON (altsax), KENNY WERNER (piano), PIERRE BOUSSAGUET (bass) und ALEX RIEL (drums) swingen und improvisieren auf „At Ease“ (Cowbell Music/Codaex), dass es eine Freude ist. Man höre hierzu nur den flammenden und vor Energie ĂĽbersprĂĽhenden Opener „Groovin’ Altos“, der es auf eine beachtliche Länge von zehneinhalb Minuten bringt. Klasse!

Sänger, Gitarrist und Sänger PETER FESSLER stellt mit „Das mit Dir“ (Minor Music/in-akustik) seine neue Scheibe vor. Eine nachdenkliche und behutsam intonierte CD mit 11 Songs in deutscher Sprache, darunter auch eine Erich Kästner-Interpretation. - INCOGNITO veröffentlichen mit „Live In London“ (in-akustik) eine Doppel-DVD anlässlich ihres 30jährigen Bestehens. Mastermind „Bluey“ lud zum schweiĂźtreibenden Geburtstagsfest auf der BĂĽhne des Londoner indig02 im Sommer des letzten Jahres eine Vielzahl von Gästen ein, u.a. Jocelyn Brown, Maysa und Vanessa Haynes. Ein Fusion-Jazz und Soul-Feuerwerk  mit einer Länge von ĂĽber 170 Minuten!

Der Ă–sterreicher DAVID LINDORFER ist ein äuĂźerst versierter Nylonstring-Gitarrist mit einem GespĂĽr fĂĽr sensitive Stimmungen zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik. Dies beweist er auf den 14 Songs seiner CD „Between Places“ (Acoustic Music/Rough Trade). Bis auf auf ein Neuarrangement der Ralph Towner Komposition „If“ stammen alle StĂĽcke aus seiner Feder. - Bei DOUBLE ZZ und ihrem Silberdiskus „Melting Pot“ (Acoustic Music/Rough Trade) heiĂźt das Motto Gitarre meets Vibraphon. Die beiden Masterminds sind der erst 17jährige Saitenvirtuose Alexander Kilian und Vibraphonist und Marimba-Spieler Gerald Dorsch. Spannende Interaktionen mit groĂźem ImprovisationsgefĂĽhl. - Als Multitasking-KĂĽnstler könnte man den Kanadier RYAN LEBLANC wohl am treffendsten bezeichnen. Auf „Speechless“ (Acoustic Music/ Rough Trade) spielt er Gitarre oder Banjo und trommelt gleichzeitig auf Cajon und Djembe. Beeinflusst wurde LeBlanc u.a. von Michael Hedges, hat im Laufe der zeit aber seinen ganz eigenen Stil im Spannungsfeld zwischen Folk, Blues und Jazz gefunden. - PETER FINGER, zweifellos einer der besten deutschen Gitarristen, re-released mit „Acoustic Rock Guitar“ (Acoustic Music/Rough Trade) sein FrĂĽhwerk aus dem Jahre 1977. Akustikinterpretationen auf hohem Niveau. - Auf „While My Gentle Weeps“ (Acoustic Music/Rough Trade) haben sich die besten Gitarristen  (u.a. Peter Finger, Michael Fix, Lex van Amsterdam) zusammen gefunden, um den Songs der Beatles ein neues Klangleben zu geben. Auf dem Spielplan stehen Songs wie „Can’t Buy My Love“, „Yesterday“, „Come Together“ u.v.a. 

TANIA MARIA & die HR-BIGBAND trafen auf einem Konzert im Februar 2007 aufeinander. Der Funke sprang sofort ĂĽber und den sĂĽdamerikanischen Kompositionen bekamen die orchestralen Arrangements ausgesprochen gut. Das alles kann man auf dem nun als CD veröffentlichten Livemitschnitt „It’s Only Love“ (BHM/ZYX Music) nachhören.

 

 

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