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JULIA HÜLSMANN TRIO Come Closer (Celebrating Randy Newman) ACT MUSIC/edel contraire @@@@
Pianistin und Fender Rhodes-Spielerin Julia Hülsmann
widmet dieses Album ganz dem Songbook von Randy Newman. Unterstützt von Sängerin Anna Lauvergnac (Vienna Art Orchestra) entstand eine sehr lyrische Aufnahme mit leichtem Folkrock-Einschlag und
ungeheurem Balladenfeeling. Eine schöne, genreübergreifende Vocal-Jazz-Platte mit echten Highlights wie "Let's Burn Down The Cornfield" und "I Think It's Going To Rain Today". (DF)
DESTINATION BRAZIL V.A. Ayia Napa/ZYX @@@@
Ein schöner Tribute-Sampler an den bekannten Baiao-Künstler Humberto Teixeira,
interpretiert von brasilianischen Größen wie Maria Bethania, Gilberto Gil, Chico Buarque, Caetano Veloso u.v.a. Die Aufnahmen erfolgten in Rio De Janeiro. (UB)
NORA BUSCHMANN-Suite Orientale VICKI GENFAN-Live Acoustic Music/Rough Trade @@@@
Zwei schöne Alben für Gitarrenfans. „Suite Orientale“ ist ein Konzeptalbum der
Gitarristin Nora Buschmann, die sich mit ihrer klassischen Akustikgitarre den Klängen des südöstlichen Europas annimmt. Die einzelnen Tracks strahlen ebenso
südländische Lebensfreude wie Melancholie aus. - Die US-Gitarristin Vicki Genfan legt ein tolles LIvealbum vor, das ganz in der Tradition von Größen wie James Taylor, Joni Mitchell und Michael Hedges steht. (BL)
Andreas BlümL Connected Mons Records/Sunny Moon @@@@
Der Name Andreas Blüml ist in der deutschen und auch internationalen Jazz-Szene
alles andere als unbekannt. Dafür hat der Ausnahme-Gitarrist einfach schon bei zu vielen Studio-Sessions mitgewirkt und seine ungeheure Vielschichtigkeit unter
Beweis gestellt. Neuestes Zeugnis hierfür ist seine Einspielung „Connected“, auf der Blüml zusammen mit Musikern wie Mitchel Forman, Wolfgang Haffner, Christian
Diener und Norbert Nagel alle Spektren des modernen Fusion-Jazz ausleuchtet. Dabei arbeitet der Gitarrist&Komponist ausschließlich mit Eigenkompositionen, die
er mit seiner erfahrenen Crew luftig und total relaxt in Szene setzt und dabei jede Menge flirrender Melodien erzeugt. Blüml spielt sich nie in den Vordergrund, sondern
agiert immer als Teil eines phantastisch aufeinander abgestimmten Ensembles. (FZ)
Mark Wyand Quartet Lucid Dream Mons Records/Sunny Moon @@@@
Der in Bishop Auckland/England geborene Saxophonist hat
seit einigen Jahren Deutschland zu seiner Wahlheimat erkoren und hier auch seine musikalische Karriere forciert. Für den knapp 30jährigen Musiker ist der Jazz eine „ernste
Sache“, die man nicht leichtfertig mit Elementen aus Rock&Pop „verwässern“ darf. So versteht sich auch die hier vorliegende Scheibe als wahres Füllhorn expressionistischer
Jazz-Dramaturgie, die mal ungeschliffen-spröde, fast atonal daherkommt, nur um im nächsten Moment einen Rhythmus aufzugreifen und diesen zu einer groovig-relaxten Harmonie zu verarbeiten. Mark und
seine Crew gehen in ihren musikalischen Ideen bis an die Grenze des modernen Jazz und dann noch einen Schritt darüber hinaus. (UB)
Viktoria Tolstoy Shining On You Act Music/edel contraire @@@@
In ihrer schwedischen Heimat ist die Sängerin bereits seit
Mitte der 90er in der Jazz-Szene ein fester Begriff . Spätestens seit ihrem Plattendeal mit dem legendären Label Blue Note hat sich die charismatische Vokalistin auch
außerhalb Schwedens einen guten Namen gemacht. Dazu trugen nicht nur Live-Konzerte u.a mit Ray Brown und McCoy Tyner bei, auch Alben wie „White Russian“ und „Too Loved“
brachten der Ur-Urenkelin des weltberühmten gleichnamigen russischen Dichters die verdienten Credits. Seit neuestem ist sie bei ACT unter Vertrag und legt mit „Shining On You“ ein Soloalbum vor, für das ihr
Esbjörn Svensson die Songs auf den Leib geschrieben hat. Mit der Unterstützung von Jazzern wie Wolfgang Haffner, Lars Danielsson und dem Special Guest Toots
Thielemans pendelt der jazzige Exkurs zwischen Barambiente, souliger Ballade und swingendem Groove. (FZ)
Gerardo Frisina Hi Note Schema/Soulfood @@@@
Gerardo Frisina ist nicht nur ein erstklassiger DJ, Remixer und Plattensammler,
sondern bereits seit vielen Jahren ein unentbehrlicher Ideengeber der italienischen Musikszene. Mit seinen zahlreichen Projekten wie Neosoder Ishtar hat er in der
Vergangenheit nicht nur der Jazz-Szene Italiens immer wieder neue Impulse gegeben. Mit „Ad Lib“ legte Frisina vor fast drei Jahren sein Debüt-Album vor und
erntete mit seiner Hommage an den Latin-Jazz Brasiliens auch international die besten Kritiken. Jetzt steht seine neueste Scheibe in den Startlöchern und zeigt
Gerardo Frisina als begnadeten Jazz-Komponisten, der mit Hilfe handverlesener Musiker wie Luigi Bonafede (piano), Marco Brioschi (trumpet) und Andrea Dulbecco
(vibes) einen stimmigen Soulcocktail gemixt hat. Feurige Beats, sanft groovendes Latinflair, konsequent puristischer Modernjazz und rundgeschwungene Melodiebögen zählen dabei zu den schmackhaften Zutaten. (BL)
René Pretschner & Gabriel Pérez Piano En Los Vientos Greenhouse/Sunny Moon @@@@
Obwohl sich die beiden Musiker René Pretschner und Gabriel Pérez seit vielen Jahren kennen und auch privat gute Freunde sind, ist die vorliegende Scheibe ihre
erste Duo-Arbeit. Umso spielfreudiger und kongenial gehen die beiden Vollblut-Jazzer ans Werk und zeigen in den zehn Songs eine Mischung aus aufgeschlossenem Jazz-Verstand und angewandtem Melodie-Optimismus. So
verharren ihre Tracks nie in eingefahrenen Jazz-Standards, sondern profitieren von den luftigen Flöten&Klarinettenklängen des Argentiniers Gabriel Pérez und von der
perlend-frischen Piano-Arbeit René Pretschners. Letztgenannter ist es auch, der mit seinem untrüglichen Gespür für Rhythmik und Harmonie für die nötige „Ruhe“ auf der
Scheibe sorgt und so „Piano En Los Vientos“ zu einer musikalischen Wohltat für die gestressten Ohren macht. (BL)
Zabriskie Point Mantra Zerozero/www.zerozero.de @@@
Rupert Stamm (Marimba) und Jochen Krämer (Percussion/Drums) sind schon seit
längerem musikalische Partner. Auf ihrer aktuellen Einspielung „Mantra“ entführen uns die beiden Musiker, zusammen mit Johannes Gunkel (bass) und Daniel Matter (voc.)
in eine ambiente Klangwelt aus Worldbeats, Nu-Jazz und polyrhythmischen Sidesteps. Der improvisatorische Gedanke steht zwischen Loungesound, Ambient,
Ethno und Jazz stärker im Vordergrund als auf älteren Aufnahmen und bildet so eine Art Brücke zwischen den Floors, der World-Szene und dem modernen Jazz. Die
fernöstlichen Bassgrooves und die jazzige Dramaturgie werden von der besänftigenden Entspanntheit des Vibraphons zusammengehalten. (UB)
Forum West Various Artists Sonar Kollektiv/Rough Trade @@@@
Bereits die beiden Vorgänger „Formation 60“ und „Polish
Jazz“ waren für alle Jazz-Fans ein Muss und gruben bisher unveröffentlichte Jazzperlen aus den Archiven des ostdeutschen Labels Amiga hervor bzw. beschäftigten sich
mit der polnischen Jazz-Szene. Jetzt liegt folgerichtig die 3. Rille vor und steht ganz im Zeichen des „Wessi-Jazz“! Nur das Label hat man gewechselt und arbeitet jetzt statt mit JCR mit
Sonar Kollektiv zusammen. Für die 17 bisher unveröffentlichten Kleinode hat man die Archive des Verlegers Hans Wewerka geplündert und ist dabei auf Namen wie Wolfgang Dauner, Hans
Koller, Fritz Pauner, Die Kühns u.v.a gestoßen. Alles fast vergessene Aufnahmen, die es nicht verdient haben, in irgendeinem Kellerregal vor sich hinzustauben! (FZ)
Ed Motta Poptical Trama @@@@
Gemeinsame Events mit Incognito und Mondo Grosso und zuletzt auch seine Gastauftritte auf den gefeierten Alben von Jair Oliveira und Paula Lima machten Ed
Motta auch bei deutschen Fans bekannt. In Brasilien ist der Singer/Songwriter schon seit Jahren eine feste Institution und wird nicht selten, was stimmliche Ausdruckskraft
und die Fähigkeit mit seiner Stimme Instrumente zu imitieren anbelangt, mit dem US-Künstler Al Jarreau verglichen. Nach Ausflügen in Bereiche des Jazz und des
traditionellen brasilianischen Liedes, hat sich Ed auf seiner aktuellen Einspielung der melodischen Pop/Soul-Ballade verschrieben. Dass dabei genreübergreifende
Rhythmusfragmente aus Jazz, Funk oder R‘n‘B immer wieder auftauchen, liegt an dem enormen künstlerischen Spektrum von Ed Motta. (UB)
Marty Ehrlich Line On Love Palmetto/Sunny Moon @@@@
Für „Line On Love“ hat sich der New Yorker Saxophonist & Klarinettist mit dem
Bassisten Michael Formanek und dem Drummer Billy Drummond zusammengetan. Dass es sich um zwei „alte“ Weggefährten handelt, merkt man sofort. Vom ersten
Ton an ist die Vertrautheit und das perfekte Ensemblespiel der Protagonisten hörbar und zieht sich wie ein schwungvoller Spannungsfaden durch die gesamte Produktion.
Dabei setzen Marty und Crew ganz bewusst auf eine abwechslungsreiche Mixtur aus balladesker, fast puristischer Soundkost und abstrakten Freejazz-Elementen, die sich
trotz ihrer Gegensätzlichkeit sofort verbinden. (UB)
Larry Coryell Tricycles In&Out Records/in-akustik @@@@
Gitarrist Larry Coryell zusammen mit Paul Wertico (drums)
und Marc Egan (bass) auf einer Aufnahme, die kurz nach einer gemeinsamen Herbst-Tournee im Jahre 2002 entstanden ist. Das Trio präsentiert sich in bester Spiellaune
und überzeugt mit entspannter Balladenatmosphäre und gutgelaunter Fusion. Auf dem Spielplan stehen Eigenkompositionen von Coryell, Interpretationen von Thelonius Monk und das herrliche Beatles-Cover „She‘s
Leaving Home“. Nicht nur für ausgewiesene Gitarrenfans eine musikalische Fundgrube. (FZ)
Georgie Fame Anthology Go Jazz/Alive @@@@@
Wer auf guten Jazz-Blues steht, ist bei Georgie Fame an der richtigen Adresse, der
schon seit vielen Jahren exzellente Platten veröffentlicht. Nun gibt’s von diesem außergewöhnlichen Künstler eine Musik2DVD, die sein Schaffen beleuchtet.
Highlights sind darauf „Cool Cat Blues“, „The Blues And Me“ und „I Want To Know“. Als Bonus gibt’s noch eine Extra-Audio-CD mit allen Tracks. (BL)
Strings Of Fire II V.A. Warner Classics @@@@
Am 19./20. März fand im Leipziger Tempel der Musik bereits zum vierten Mal das Festival der Steichmusik, „Strings Of Fire“ statt. Dem Event sind keine Grenzen
auferlegt, zwischen Kammermusik, Jazz, Pop, Rock, afrikanischer oder orientalischer Musik ist alles erlaubt. Vorliegende CD-Edition beinhaltet eine gelungene
Zusammenstellung der Höhepunkte des Festivals in den letzten Jahren 2002 und 2003. Hörenswert sind insbesondere das Ahn Trio aus New York („Ziggy Stardust“,
„Riders on The Storm“ von den Doors!), Wolfgang Muthspiel („My Sweet Lord“) und die bestens aufgelegten G-Strings, dem Streichquintett aus Sinfonikern des NDR. Für
weltmusikalische Klänge sorgen der holländische Ernst Reijseger und der senegalesische Perkussionist Mola Sylla mit Tracks wie „Doxandéem“ und „Societé“. (UB)

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