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MÄRZ/APRIL 2006
Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

ACTION ACTION
An Army Of Shapes Between Wars
Victory/Soulfood
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Wenig einfallsreiche Retro-Elektro-Band, die Elemente von Bands wie Depeche Mode und Cure zu einem einfallslosen Klangcocktail mixt. Vor dem CD-Kauf wird an dieser Stelle ausdrĂŒcklich gewarnt!
Duklas Frisch


BRYAN ADAMS
Anthology (CD]
Live In Lisbon (DVD)
Polydor/Universal
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Bei Bryan Adams hat sich in den letzten 25 Jahren einiges an guten Songs angesammelt. Davon zeugt die Doppel-CD "Anthology", die gleich 34 Tracks auffĂ€hrt. Schön, dass die einzelnen Tracks chronologisch geordnet wurden. Als Schmankerl gibt es auch noch zwei neue Studioaufnahmen ("Not The Mna", "So Far So Good") sowie die bis dato unveröffentlichte Liveversion von "18 Til I Die". DVD- Freunde sollten sich unbedingt „Live In Lisbon“ zulegen, die parallel zur Doppel-CD erscheint. Das in Lissabon mitgeschnittene Konzert enthĂ€lt alle großen Hits in beeindruckenden BĂŒhnenversionen, optisch ungewöhnlich im Super8-Format von Dick Carruthers in Szene gesetzt.
Jörg Eifel


Ryan Adams
29
Universal
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Es ist noch gar nicht so lange her, da lag Ryan Adams fĂŒr jede seiner Veröffentlichungen mit seiner Plattenfirma im Clinch. Die Zeiten haben sich offenbar geĂ€ndert, plötzlich wird alles rausgehauen, was der Singer/Songwriter seinem Label liefert. Nach „Cold Roses“ und „Jacksonville City Nights“ ist „29“ sein 3. Album in nur zwölf Monaten. Seine Band The Cardinals hat Ryan diesmal zu Hause gelassen und ist nur mit Produzent Ethan Jones, seiner Akustik-Klampfe und Piano ins Studio gegangen. Herausgekommen sind dabei puristische WerkstĂŒcke, die alle möglichen Ecken seiner Songwriting-Kunst ausleuchten. Feine, sehr persönliche Momente eines sich im stĂ€ndigen Wandel befindenden Songpoeten.
Simone Theobald


Audiomatique Volume 1.0
Mixed by Martinez
Audiomatique Recordings
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Von House-Spezialist Steve Bug 2004 ins Leben gerufen, dient Audiomatique Recordings als musikalisches Experimentierfeld fĂŒr alles, was mit House, Club, Ambient, Dance oder genreverwandten Derivaten zu tun hat. Hier prĂ€sentieren Techno-Cracks wie Trenteoller‘s Physical Fraction und Martinez ihre ersten internationalen Erfolge. Letztgenannter konnte auch fĂŒr den vorliegenden Longplayer als Remixer gewonnen werden. Seinem HĂ€ndchen verdanken wir 80 Minuten sĂŒchtigmachende Groove-Attacken, Tieffrequenz-Forschung und noisige Elektro-Pop-Tupfer. Mit Acts wie Adultnapper, Rob Acid, Mark & John Huggotron u.v.a.
Siggi Mayen


Joan Baez
Bowery Songs
Proper Records/Rough Trade
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Mit „Bowery Songs“ legt Mrs. Baez ihr erstes Live-Album nach ĂŒber 10 Jahren vor und zeigt, dass sie immer noch zu den besten Singer/Songwriterinnen gehört. Mitgeschnitten wurden die Songs im New York‘s Bowery Ballroom in der Nacht nach der PrĂ€sidentenwahl im November 2004. Auf dem Spielplan standen Songs von Bob Dylan, Steve Earle, Greg Brown und Natalie Merchant. Wer also Spaß an amerikanischer Folkkost hat und auch gern mal wieder in „Erinnerungen“ schwelgen will, wird mit „Bowery Songs“ auf der ganzen Linie bestens bedient.
Ute Bahn


BiggaBush
Sound Sensation
Stereo Deluxe/edel
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Zusammen mit Rockers HiFi hat Mastermind Glyn „Bigga“ Bush in den 90ern mehr als einmal neue und prĂ€gende Trends gesetzt. Nicht wenige werden sich an seine Arbeit „BiggaBush“ fĂŒr Stereo Deluxe erinnern. Jetzt war Glyn fĂŒr viele Monate in seinem riesigen Soundarchiv verschwunden, wo er schrĂ€ge Tracks, obskure Singles und rare CD-Mixes sein Eigen nennt. Das kĂŒnstlerische Ergebnis seiner intensiven „Grabungen“ ist „Sound Sensation“, eine Compi-Scheibe, die diesen Namen eigentlich gar nicht verdient. Die 18 vorliegenden Tracks zwischen Dub, Reggae, Club, Fusion, Ethno-Pop und jazzig-souligen Anleihen sind viel mehr als eine Aneinanderreihung verschiedener, teils total unbekannter KĂŒnstler. „Sound Sensation“ ist ein Gesamtkunstwerk des relaxten Reggae-Dub.
Frank Zöllner


CARNIVAL OF DREAMS
My Heart So White
Phantasmagoria/Jaro
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Drittes Album des Electro-Pop-Duos Carnival Of Dreams, die fĂŒr ihre neue Scheibe nichts anbrennen ließen. Als Gitarrist und Produzent fungierte Rolf Kirschbaum (u.a. The Pachinko Fake, Witt) und das Schlagzeug bediente Achim FĂ€rber (Project Pitchfork, Wolfsheim). Auf dem StĂŒck „Turn Around“ sind ĂŒbrigens die Vocals von Zeraphine SĂ€nger Sven Friedrich zu hören.
Jörg Eifel


Coffeerotic
SPAmusic For Lovers
Happy Hour Records/MDM
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Nachdem es in der Vergangenheit schon CD-Sampler zum Thema „Tee“ gab, geht’s nun der schwarzen Kaffeebohne an den Kragen. „Coffeerotic“ featured 16 mir unbekannte KĂŒnstler zwischen New Age, World Beat und Klassik. Die etwas andere Entspannungsmusik mit samtweichen Stimmen, Harfe, Gitarre und sanfter Percussion.
Simone Theobald


Jason Collett
Idols Of Exile
Arts&Craft/City Sland
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Sehr relaxtes und charmantes DebĂŒtalbum des Broken Social Scene-Gitarristen Jason Collett, der uns hier mit wunderbaren Harmonien und genialem Songwriting beglĂŒckt. Wer auch nur ein bisschen auf guten Folk/Americana steht, wird die Scheibe zuhause in Heavy-Rotation nehmen. Anspieltipp ist das locker nach vorne trabende, mit Streichern unterstĂŒtzte „We All Lose One Another“.
Duklas Frisch


SAM COOKE
Best Of Sam Cooke
RAY CHARLES
Friendship
Sony BMG
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Zwei Empfehlungen fĂŒr alle Freunde klassischen Souls: Die Best Of-Scheibe von Sam Cooke erschien erstmals im Jahre 1962 und wurde nun von den OriginalbĂ€ndern digital remastered und mit drei Bonustracks (u.a „Nothing Can Change This Love“) ergĂ€nzt. Inklusive zeitloser Klassiker wie „Only Sixteen“ und „(What A) Wonderful World“. – Ebenfalls klanglich auf Hochglanz poliert ist Ray Charles 84er Album „Friendship“, auf dem es hochkarĂ€tige Duette mit vielen GĂ€sten (u.a. Johnny Cash) gibt.
Bernd Lorcher



CRANEBUILDERS
Sometimes You Hear Through Someone Else
Skinny Dog/Broken Silence
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Mehr als ein Geheimtipp sind die aus dem englischen Königreich stammenden Cranebuilders, die 2000 von Mastermind Tom Roberts ins Leben gerufen wurden und fortan die Kritiker mit einigen EP‘s begeisterten. Ihr neues Album macht auch schnell klar, wo die TrĂŒmpfe des Quintetts sind. Die Stimme von SĂ€nger Tom Roberts liegt in der Schnittmenge von Bands wie Smog und den Tindersticks; ihr bittersĂŒĂŸer Pop fußt auf genialem Songwriting und wird mit Folkelementen und Streicherarrangements exzellent ausstaffiert. Unbedingt mal das wunderbare „Fallen Arches“ hören!
Duklas Frisch


Cubanito 20.02
Tocame
Lusafrica/Rough Trade
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Cubanito 20.02 sind 3 junge MĂ€nner, die mit ihrem  Reggaeton ihre kubanische Heimat bereits erobert haben. Hierzulande kennt man sie noch nicht, was sich mit ihrem zweiten Album „Tocame“ nun Ă€ndern soll. Na ja, richtiger Reggae ist mir immer noch weitaus lieber, aber dem Latino-Rap-Kuba-Reggae kann man mit etwas gutem Willen schon was abgewinnen.
Fabian Hauck


Culture Club
Vol. 4
541/Rough Trade
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Tolle Doppel-Mix-CD aus dem belgischen Culture Club, zu deren Gelingen die Resident-DJ's Starski & Tonic (Disc1) und TLP aka Troubleman (Disc2) je eine Disc gemixt haben. Auf der ersten CD zeigen sich Starski & Tonic als eingespieltes Doppel und kurbeln ein flĂŒssiges Electro, House, Techno-Brett. TLP hat ein ganz klares Faible fĂŒr HipHop, Urban Grooves und Dancehall, was sich nicht zuletzt in Nummern wie "I'll House You" (Jungle Brothers) widerspiegelt.
Siggi Mayen


Dealers Of Nordic Music
Blueprints #01
DNM/Mconnexion-SIB VÖ: 03.04.
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Tolle Labelkopplung des schwedischen Labels „Dealers Of Nordic Music“, das hier einen Querschnitt seiner aktuellen Highlights vorstellt. Zwischen vielfĂ€ltigen Loungesounds gibt’s auch viel jazziges Zeug (u.a. Soular Sound), tolle Vocals und smoothe Dancefloorkost zu hören. Eine Entdeckungstour durch die skandinavischen Clubs mit vielen Highlights.
Rainer Guérich



DE/Vision
Subkutan
E-Wave/Sony BMG
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In sehr guter Form prĂ€sentieren sich DE/Vision auf ihrem neuen Album „Subkutan“. Die beiden Masterminds Steffen und Thomas injizieren dem Hörer eine ebenso vielschichtige wie ohrgĂ€ngige Elektronikkost, die problemlos in die Hirnwindungen schießt. Als Reinhörtipps empfehlen sich das smashige „The End“ , das vertrackt-noisige „Obey Your Heart“ und das spacige „No Tomorrow“. Mit „In dir“ gibt’s nach langer Zeit auch wieder einen DE/Vision Song mit deutschen Texten.
Jörg Eifel


DJ TOMEKK
Best Of
Supersonic/BMG
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Der HipHop-Produzent DJ Tomekk weiß sehr genau, wie man mit fetten HipHop-Beats in die Charts kommt. Die 13 Tracks auf seiner Best Of-Kompilation machen dies mehr als deutlich. Um die GlaubwĂŒrdigkeit des Players noch zu erhöhen, finden sich mit KRS One, Coolio, Kurupt und Tatwaffe von Die Firma auch einige namhafte KĂŒnstler zur UnterstĂŒtzung der „selbsternannten Nummer Eins" im deutschen HipHop-GeschĂ€ft ein. Wer’s mag...
Fabian Hauck


D’Sound
My Today
Content Records/edel
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Gibt es in Deutschland wirklich keine Menschen mehr mit gutem Musikgeschmack? Oder wie ist es zu erklĂ€ren, dass die funky Acid-Dream-Pop-Band aus Norwegen mit ihrer aus Freiburg stammenden SĂ€ngerin Simone immer noch als Geheimtipp gehandelt wird?  Hoffentlich Ă€ndert sich das nun mit ihrem sechsten Album „My Today“ (ĂŒbrigens live im Studio eingespielt!). Groovy Hooks, tolle Stimme und ein schön fließender Sound, zu deren Gelingen u.a. auch  Jazztrompeter Till Brönner  („My Today“) und Tony Momrelle von Incognito („Birthday“) beigetragen haben. Eine CD, die man gar nicht oft genug hören kann.
Rainer Guérich


Dub Incorporation
Dans Le DĂ©cor
MDM
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1997 im französischen Saint Etienne als Trio gegrĂŒndet, hat sich die Dub Corporation nicht nur in ihrer Heimat als Dub&Reggae-Act etabliert. Mit „Dans Le DĂ©cor“ legt die Truppe ihren 2. Dreher vor und hat mit ihrem vielschichtigen Sound aus traditionellem Reggae, Dub-Elementen, Latin und Karibik-Flair lĂ€ngst den Stempel „französischer Reggae“ hinter sich gelassen. Dub Incorporation sind musikalisch echte Kosmopoliten.
Fabian Hauck



Duptribe
The 3rd Creation
Hilltribe/Intergroove
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Die beiden Duptribe-Macher Sasa und Felix haben sich entschlossen, die Songs ihres DebĂŒts „The 2nd Creation“ durch den Remix-Konverter drehen zu lassen. Das Ergebnis kann als geglĂŒckt bezeichnet werden. Kid Loco, Malente, DJ Friction und The Strike Boys remixten nach Herzenslust, so dass die Neuversionen den Hörer nun noch straighter Richtung Stroboskope ziehen. Anspieltipp: „Casino Royal“ im Malente Remix.
Siggi Mayen


Fila Brazilla
The Garden Compilation
Menart Records
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FĂŒr ihre neueste Arbeit haben sich die Jungs von Fila Brazilla mit Steve Cobby nicht nur einen Remixer ersten KajĂŒte ausgesucht, auch ihr Tracklisting liest sich wie ein Blick in die angesagte Club&House-Szene. Namen wie K-Tee Kennedy, J*S*T*A*R*S, Dub Specimen und Momma Gravy stehen fĂŒr einen relaxt-groovenden Sound.
Siggi Mayen



GABIN
Mr. Freedom
EMI
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Hinter dem Dance-Projekt Gabin stecken der italienische DJ Filippo Clary und der Jazz-Bassist Massimo Bottino, die sich fĂŒr ihren zweiten Streich im Chillout-, Jazz- und House-Breich wieder einiges haben einfallen lassen. So gibt‘s auf dem groovenden TitelstĂŒck „Mr. Freedom“ eine tolle Gesangseinlage von Edwyn Collins, auf „Into My Soul“ ist Jazz-Chanteuse Dee Dee Bridgewater zu hören. Der Sixties-Charme ist ĂŒberall zu spĂŒren, insbesondere wenn Herb Alpert in „Midnight Caffù“ die Trompete blĂ€st. Ein toller Stilmix fĂŒr das intelligente und anspruchsvolle Club-Publikum.
Duklas Frisch


Gregor Hilden
Golden Voice Blues
Acoustic Music/Rough Trade
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Gregor Hilden legt hier ein schmissiges Bluesalbum vor, bei dem einzig und alleine seine abgewetzte goldene Gibson „Les Paul“ die Singstimme ĂŒbernimmt. Doch das groovt im 12-Takt-Rhythmus irre gut, zumal der weitere Basissound mit Schlagzeug, Piano, Mundharmonika, Bass und Saxophon breitgefĂ€chert variiert. Die etwas andere Blues-CD mit den Reinhör-Empfehlungen „Shufflin’“ und „Golden Voice Blues“.
Bernd Lorcher


Chris Jagger‘s ATCHA!
Act Of Faith
SPV
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Mit „Act Of Faith“ stellt Chris Jagger, Bruder von Mick „The Stone“ Jagger, sein brandneues Album vor und kann neben erstklassigen Roots-Songs auch mit einer interessanten GĂ€steliste aufwarten. So singt Mrs. Sam Brown auf der Cajun-Feeling-Nummer „Got Me Where You Want“ und David Gilmour verziert „Junkman“ mit seiner lockeren Saitenarbeit. „DJ Blues“ schließlich steht ganz im Zeichen der Jagger-BrĂŒder, die hier erstmals zusammen zu hören sind. Ein groovendes Roots& Blues-Album, so wie es die Stones schon seit Jahren nicht mehr auf die Beine gestellt haben.
Duklas Frisch


JAH’ LICIOUS
Delayed Behaviour
Sugarlicks Recordings/Alive
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Tolles Reggaealbum von Jah'Licious aka Blaque Reign, die in ihrer neuseelĂ€ndischen Heimat schon ĂŒber einen großen Bekanntheitsgrad verfĂŒgt. Wer auch nur ein bisschen was fĂŒr Off-Beats und Roots-Sound ĂŒbrig hat, wird hier richtig gut bedient. Ihre Stimme klingt ein wenig nach Lauryn Hill und wird von fett rollenden BasslĂ€ufen und Gitarren untermalt. Unbedingt in Songs wie "Any Day" und "Tally me Down" reinhören.
Fabian Hauck


MICHAEL KATON
Mk
Provogue/Rough Trade
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FĂŒr Bluesrock-Freunde ist der aus Michigan stammende Michael Katon immer eine Empfehlung wert. Da macht auch sein schlicht „MK“ bezeichnetes zehntes Album keine Ausnahme. Traditioneller Blues („Need It Awful Bad“) meets harten Rocktreibstoff („Diabolo Boogie“). Der Opener “Back To Your Cages” ist Klasse! SchmuckstĂŒck fĂŒr die Blues-Sammlung!
Bernd Lorcher


Hildegard Knef
Ich bin den weiten Weg gegangen (4CD-Box)
Erinnerungen (DVD)
Universal
Ihre Lieder sind anders (CD)
Tapete/Indigo
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2 CDs und eine DVD fĂŒr den Hildegard Knef-Fan. „Ich bin den weiten Weg gegangen“ ist eine 4 CD-Box-Edition mit 40seitigem Booklet und allen wichtigen Aufnahmen von uns Hilde chronologisch schön geordnet. Parallel dazu erscheint unter dem Titel „Erinnerungen“ eine 140 minĂŒtige DVD inklusive der TV-Specials „Knef 73“ und „Hildegard Knef und ihre LIeder“ (1975). - Die interessanteste CD in dem munteren Dreierregen ist gar nicht von der Knef, sondern eine Scheibe mit bemerkenswerten Knef-Coverversionen. Auf „Ihre Lieder sind anders“ zeigen Bands wie Cobra Killer („Tage hĂ€ngen wie Trauerweiden“), Tom Liwa („Mein Zeitbegriff“) und Jan Plewka (FĂŒr mich soll’s rote Rosen regenen“), dass den Knef-Interpretationen auch elgischer Low-Fi-Pop sehr gut bekommt.
Jörg Eifel


GREGG KOFI BROWN
Together As One
Wrasse Records/Harmonia Mundi
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Gregg Kofi Brown war langjĂ€hriges Mitglied von Osibisa und legt hier ein gefĂ€lliges Afro-Jazz-Pop-Album ohne wirklich große Höhepunkte vor. Zur durchschnittlichen Wertung reicht es auch nur deshalb, weil die hochkarĂ€tigen GĂ€ste wie Sting, Billy Cobham, Stanley Jordan und Des‘ree die leicht funkigen Arrangements vor dem Totalabsturz bewahren und zumindest teilweise Freude aufkommen lassen.
Jörg Eifel


Kraan
Flyday
Dancing In The Shade
Live 2001
Revisited Records/SPV
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Von den legendĂ€ren deutschen Krautrockern Kraan gibt es ĂŒber Revisited Records nun den zweiten Teil von sorgfĂ€ltig remasterten Re-Issues im edel aufgemachten Digipack. „Flyday“ erschien erstmals 1978 und steht mit Kompositionen wie dem TitelstĂŒck und „Ausflug“ ganz im Zeichen der blĂŒhenden 70iger Jahre. Ein besonderes Bonbon ist hierbei die Live Version von „Gayu Gaya“ in einer fast zehnminĂŒtigen Liveversion. Klasse! „Dancing In The Shade“ (1991) zeigt, dass Kraan auch den BrĂŒckenschlag in die 90iger Jahre gut geschafft haben. Typischer Kraan-Sound vermischt mit funky Grooves gefallen insbesondere auf dem Titeltrack, „Banana Moon“ und „Kraan Mooloo“. Die Neuedition featured neben einer Demoversion von „Dancing In The Shade“ noch zwei weitere Demos („Good Enough“, „Polarity“). Last but not least gibt es vom Livealbum aus dem Jahre 2001 („Live 2001“) auch noch einen Re-Release. Zu hören sind Liveinterpretationen von „Let It Out“, „Vollgas Ahoi“ und „Andy Nogger“. „Nam Nam“ dauert in der BĂŒhnenversion satte 14:28 Minuten!
Rainer Guérich


LEFTFIELD
A Final Hit
Sony BMG
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AnlĂ€sslich des 10jĂ€hrigen JubilĂ€ums von Leftfield erscheint dieses wunderschöne CD/DVD-Set. NatĂŒrlich hat das britische Duo im Laufe der Jahre einiges zusammengetragen. So finden sich auf der CD neben bekannten Hits auch rare Tracks wie "More than I know" und "Not forgotten". Krönung des Doppeldeckers ist natĂŒrlich die DVD, die insgesamt 7 Promo-Videos auffĂ€hrt (u.a. "Open Up", "Afro Left").
Rainer Guérich
 


LOLA ANGST
The Council Of Love
Wannsee Records/edel
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Ein Tipp fĂŒr Freunde des Dark Electro sind Lola Angst, wohinter sich Alexander Goldmann (Kamikaze 52/Feeling B) und Reiner Schirner (Blind Passengers) verbergen. Ihr Album „The Council Of Love“ zeigt, dass man auch mittels analoger Technik einen tollen Elektrosound hinbekommen kann, der die Clubs im Sturm erobern wird. Man höre hierzu nur die Hammertracks „She's A Dark DJ", "Children Of The Dark" und das Depeche Mode Remake "Something To Do“. Sehr cool!
Duklas Frisch


Mesh
We Collide
SPV
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EingĂ€ngige Popkost mit reichlich Drum‘n‘Bass angereichert (wie es sich fĂŒr eine Band aus Bristol gehört) legen Mesh hier vor. „We Collide“ ist vom ersten bis zum letzten Track voll tanzbar und schafft es trotzdem eine sozial-politische Message rĂŒberzubringen. Ihre elektronisch infizierten Wave-Rhythmen zwingen einen geradezu unter die Stroboskope.
Simone Theobald


Michael Messer
Lucky Charms
Cooking Vinyl/Indigo
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Auf seinem neuen Album wandelt der englische Slide-Bluesgitarrist Michael Messer ganz in der Tradition des unlĂ€ngst verstorbenen R.L. Burnside, der dem Blues-Genre wichtige Impulse gab. „Lucky Charme“ gefĂ€llt insbesondere durch seine pulsierende, fast tĂ€nzelnde Slide-Gitarren-Grooves, den roughen Gesang von Michael Messer und der Hinzunahme von diversen Samples/Loops. Man höre hierzu nur mal das trippelige „Sad Side Of The Note“! Große Platte!
Bernd Lorcher


Microsillon
Some Flavoured Pearls
Ausfahrt/Soulfood
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Wer bei „Some Flavoured Pearls“ das GefĂŒhl hat, in den Soundtrack eines James Bond oder Blake Edwards-Film aus den 60er oder 70er Jahren geraten zu sein, liegt absolut richtig. Genau das war die kĂŒnstlerische Intention von Microsillon aka Mr. Wong und LePouple, zwei französischen DJ‘s mit Liebe zu Pop, Jazz, Bossa Nova und Groove. Die Beiden haben in ihrem Studio einen groovend-hypnotisierenden Soundteppich aus den Rippen geschwitzt und zudem noch einige illustre GĂ€ste begrĂŒĂŸt. So hören wir Mona Soyoc vom Kas Duet mit ihrer unverkennbaren Vocalarbeit auf dem Opener „Lucky“, einer Art Hommage an James Bonds „Goldfinger“. Hörenswert ist auch Anne Lysbeth Tolede, die mit skandinavischer Anmut „The Werewolf“ in ambiente SphĂ€ren fĂŒhrt. Ein perfektes Chillout-Album.
Siggi Mayen


Miedzy Nami Café
V.A.
Audiopharm/SPV
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In Warschau ist das Miedzy Nami CafĂ© schon so etwas wie eine kĂŒnstlerisch-kulinarische Institution. Das Konzept der GrĂŒnderin Ewa Moison aus ausgezeichneter KĂŒche in Verbindung mit anspruchsvollem Rahmenprogramm zwischen Vernissagen, Live-Events und familiĂ€rer AtmosphĂ€re ist lĂ€ngst zu einem festen Bestandteil der Warschauer Kulturszene geworden. Der typische „Miedzy Nami-Sound“ ist inzwischen so populĂ€r, dass er bereits auf drei hauseigenen Samplern festgehalten wurde. Seit 2004 gibt es auch das erste Miedzy Nami CafĂ© in der deutschen Hauptstadt und mit der vorliegenden Compi auch den ersten Sampler in deutschen LĂ€den. Den geneigten Hörer erwartet zwischen bekannten Acts wie Thievery Corporation oder Under Pressure jede Menge hipper Szene-Cracks, die einen gepflegt urbanen Cool-Style und jazzigen Lounge-Sound  aus dem Ärmel schĂŒtteln. Empfehlenswert!
Siggi Mayen


Mikeyla
The Lie
B Factory/DA Music
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HĂŒbsches schwedisches MĂ€del, netter Poprock, einige Dancezitate. Mikeyla und ihre Band (!) machen Musik, wie man sie schon Tausendmal im Radio gehört hat: in ein Ohr rein, ins andere raus. Also ideale Voraussetzungen, um auf die kommerzielle Chart-Maschinerie aufzuspringen. Und weg...
Rainer Guérich


The Minus 5
The Minus 5
Cooking Vinyl/Indigo
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Tja, große Namen garantieren halt nicht zwangslĂ€ufig eine gute Platte. Scott McCaughey (REM) wandelt hier zusammen mit Bandkollegen von Wilco, The Decemberists u.a. vornehmlich auf den Spuren der Beatles. HarmoniegetrĂ€nkte Vocals und beatleske Melodien im Überfluss, das punkige „Aw Shit Man“ zeigt, dass es auch ‘ne gute Platte hĂ€tte werden können. So ist die Scheibe allenfalls was fĂŒr Sixties-Fans. ÜberflĂŒssig!
Duklas Frisch


Moca
Tempomat
Black Flame/Rough Trade
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Moca geben auf ihrem zweiten Album so etwas wie eine musikalische Gebrauchsanweisung fĂŒr den gepflegten Chill-Out. Dazu benutzt die 5köpfige Combo einen relaxt-groovenden Mix aus Electro, Pop, NuJazz und Downbeats, der mal stimmungsvolle Stille, mal spannende Geschichten oder zĂŒndende Popmusik aus dem Handgelenk zaubert. Erstmals kombinieren Moca hierbei ihren urbanen Club-Style mit der Stimme der australischen SĂ€ngerin Ingrid Campbell, die die komplexe Harmonik der FĂŒnf mit ihrer verfĂŒhrerischen Soulstimme aufbricht und so eine knisternde AtmosphĂ€re schafft.
Frank Zöllner


North Mississippi Allstars
Electric Blue Watermelon
Cooking Vinyl/Indigo
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Die North Mississippi Allstars versuchen auf dieser Scheibe, moderne HipHop-Strömungen mit der alten Blues-Tradition des Mississippi-Deltas zu verbinden. Ein musikalisches Experiment, das die NMA bereits seit ihrer GrĂŒndung 1996 Ă€ußert erfolgreich betreiben. Interpretiert werden u.a. Songs von Cracks wie Charley Pattons, Odetta Gordon und Otha Turner plus obligatorische Eigenkompositionen. Hinzu kommen Gastauftritte von den Rising Star Fife and Drum Band und dem Rapper Al Kapone. Ein klassischer Fall fĂŒr die Repeattaste!
Frank Zöllner


Ocker
Public Transport
Popup Records
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Tja, mit den vier Hamburger Jungs von Ocker ist das so ‘ne Sache. Irgendwie hat die Scheibe schon große Momente, jedenfalls was die musikalischen Basics (Pop, Space, Rock, Elektro) angeht. Aber ansonsten geht mir ihr harmoniesĂŒchtiger  Gesang aus dem WeichspĂŒler ziemlich schnell auf die Glocke. Wohl eine Platte, zu der es unterschiedliche Meinungen gibt. Mal selbst anhören!
Bernd Lorcher


Perspectives
Perspectives
Al Dente/Alive
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Eine EP, die es in sich hat, zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven im Kopf des Hörers reifen lĂ€sst. NatĂŒrlich verbergen sich hinter Perspectives keine unbeschriebenen BlĂ€tter: Die drei Mcees der Reggae-Hiphop-Formation Irie RĂ©voltĂ©s, ihr Produzent Tabou und der Karlsruher Rapper Chaoze One haben fĂŒr dieses Projekt ihre Köpfe zusammengesteckt und einen Open-Minded-Nenner gefunden. Der KreativitĂ€t waren keine Grenzen gesetzt. So wechseln französische Lyrics mit deutschen Raps oder verbinden sich zu einem eigenen Synthax-Konglomerat („En face du fossĂ©â€œ). Angetrieben von melodischen Flows, Riddims und geschmeidigen bis kickenden Raps. Den Opener „WortschĂ€tze“ sollte man mal fĂŒr eine Weile im Hirn wirken lassen: Klare Sicht und Vorfahrt fĂŒr neue Perspektiven im HipHop-GeschĂ€ft!
Rainer Guérich


Pilgrimage
Mississippi To Memphis
Ruf Records/inakustik
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Um den Nachwuchs im Blues braucht man sich keine Sorgen zu machen. Jedenfalls gibt diese CD zu dieser Annahme eine gehörige Portion Hoffnung. Die neue Generation im Blues vertreten hier Aynley Lister (hat selbst einige hochkarĂ€tige Alben am Start), Erja Lyytinen und Ian Parker. Die drei haben sich fĂŒr "Pilgrimage" zusammengetan, um auf Spurensuche in Memphis und Mississippi zu gehen. Herausgekommen sind dabei eine Vielzahl zeitloser und dennoch auch zeitgemĂ€ĂŸer 12-Takter, von denen ich euch unbedingt die Tracks "All The Time" und "Funky Mama" ans Herz legen möchte.
Bernd Lorcher


PINK FLOYD
London 1966/1967 (CD)
Pucka Records
Pink Floyd & Syd Barrett Story
The Definitive Edition (DVD)
Direct Video/Sony
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Zum ersten Mal als CD erhĂ€ltlich sind auf „London 1966/67“ die Mark I-Aufnahmen der Pink-Floyd-Ära in der Besetzung Syd Barrett, Nick Mason, Roger Waters und Rick Wright. Psychedelic Rock vom Feinsten mit 2 superlangen StĂŒcken ("Interstellar Overdrive" + "Nick's Boogie". Dazu gibt's auf der CD noch eine Enhanced-Section mit dem Full Length Film "Interstellar Overdrive", Interviews aus den 60igern und mehr. - In die FrĂŒhphase der Pink Floyd-Zeit passt auch die DVD „The Pink Floyd & Syd Barrett Story-The Definitive Edition“. Hier haben die Macher mehr als 3 1/2 Stunden Material zusammengetragen, um die kurze, aber fruchtbare Zusammenarbeit von Syd mit Pink Floyd nĂ€her zu beleuchten. Inklusive rarer Archivaufnahmen und Interviews mit den Pink Floyd-Mitgliedern.
Jörg Eifel
 


Elvis Presley
Love, Elvis
Shakin Stevens
The Collection (CD+DVD)
beide: Sony BMG
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Zwei CD’s fĂŒr den Liebhaber des Rock’n’Roll: einmal das Original, einmal die Kopie. „Love Elvis“ vereint die 24 beliebtesten Schmusesongs des Kings, allen voran natĂŒrlich „Love Me Tender“. - Shakin Stevens fĂ€hrt eine 25gĂ€ngige Kollektion seiner Top-Hits auf (u.a. „This Ole House“, „Oh Julie“).  Auf der DVD gibt’s zusĂ€tzlich noch seine 12 Top-Videos im 5.1. Surround Sound.
Bernd Lorcher



Rosenstolz
Das große Leben
Universal Music
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Passend zum 15jĂ€hrigen JubilĂ€um begeistern Rosenstolz ihre Fangemeinde mit zwölf wunderschönen Songs. „Ich glaube,das ist unser privatestes Album“, sagt dazu Peter Plate von Rosenstolz. „Denn in diesem Jahr konnten wir zu uns selbst zurĂŒckfinden und in den neuen Liedern das erste Mal formulieren, was uns so wichtig ist.“ So sind Songs entstanden wie „Auch im Regen“, „Nichts von alledem (tut mir leid)“ und die erste Singleauskopplung „Ich bin ich (Wir sind wir)“. Die Mischung aus feindosierter Melancholie, akustisch dominierten Balladen, leicht konsumierbarem Pop-Appeal und wunderbaren Lovesongs mit aussagestarken Texten ist einfach toll.
Simone Theobald


Sambass
Vol. 3
IRMA Records/mconnexion
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Limitierte, dritte und edel aufgemachte Doppel-CD Box auf IRMA Records, die uns insgesamt 26 (davon 11 bisher unveröffentlichte Tracks) der brasilianischen Drum‘n‘Bass-Szene prĂ€sentiert. CD1 ist ungemixed und featured tolle Grooves von DJ Patife feat. Cleveland Watkiss, Karla Sabah, Drumagick, BID und Max DE Castro. Auf CD 2 hat der aus Sao Paulo stammende DJ Ramilson Maia die Fader bedient und heiße D‘n‘B-Beats von Acts wie Funk Como Le Gusta, Syndicate und Cosmonautics zu einem flĂŒssigen Tanzbrett zusammengekurbelt.
Siggi Mayen


SAVAGE GARDEN
Truly, Madly, Completely
CURTIS STIGERS
Best of 1991-1999
Sony BMG
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Die Best Of von Savage Garden  ist mit Sicherheit etwas fĂŒr alle Savage Garden Fans, enthĂ€lt sie doch alle Hits der Band plus 5 rare Single-B-Seiten.Dazu gibt es aber auch noch 2 neue Songs, u.a. „So Beautiful“ mit dem alten SĂ€nger Darren Hayes. - Auch Schmusecrooner Curtis Stigers legt eine Best Of mit seinen Hits zwischen 1991 bis 1999 vor. Top-Hits wie „I Wonder Why“ und „You‘Re All That Matters To Me“ bringen romantische Stimmung in die Bude!
Duklas Frisch



Klaus Schulze
Moondawn
Angst-Soundtrack
Das Wagner Desaster-Live
Vanity Of Sounds
Revisited Records/SPV
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Ein neuer Schwung sorgfĂ€ltig remasterter Re-Releases mit Bonustracks und Enhanced-Booklet vom deutschen Elektronik-Guru Klaus Schulze. „Moondawn“ aus dem Jahre 1976 ist mit seinen beiden fast halbstĂŒndigen StĂŒcken „Floating“ und „Mindphaser“ ein transzendentales Meisterwerk. Tolle Idee, mit „Floating Sequence“ (21:11min) als Bonustrack die Originalversion zu ergĂ€nzen. Etwas unterbewertet im Schaffen von Schulze ist der Soundtrack zum Film „Angst“ aus dem Jahre 1984. Ein emotionsgeladener Soundscore mit mĂ€chtigen Electronicvibes Ă  la Tangerine Dream („Pain“!) und dem Extratrack „Silent Survivor“. Klasse! Etwas anspruchsvoller geht’s bei der Doppel-CD „Das Wagner Desaster - Live“ (Erstrelease: 1994) zu. Klingt nicht schlecht, wenn chorale GesĂ€nge & Klassikfragmente auf flinke, avantgardistische Elektronik treffen (Hörtipp: „Entfremdung“). Als Bonustrack gibt’s auf CD 2 das knapp 20minĂŒtige „Encore Sevilla“. Dass Schulze sein Handwerk immer noch gut versteht, zeigt „Vanity Of Sounds“ aus dem Jahre 2000, ein fast bedrohlich dĂŒsteres Meisterwerk, ein elektronischer Klangmutant mit fetten Beats, unterschiedlichem Tempo und Überraschungsmomenten.
Rainer Guérich


The Skatalites
In Orbit Vol. 1
Grover/SPV
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Wahrscheinlich wussten nur eingefleischte Ska-Fans, dass die Godfather des Ska, The Skatalites, noch immer ihre Runden drehen, wenn auch mit einigen erheblichen Line up-VerĂ€nderungen. Bestes Beispiel fĂŒr ihre enorme PrĂ€senz ist der vorliegende Livemitschnitt, der erst vor einigen Monaten in Buenos Aires an zwei Abenden eingespielt wurde. Hier darf sich nicht nur der langjĂ€hrige Fan auf einige ihrer grĂ¶ĂŸten Hits wie „Guns Of Navarone“ oder „Freedom Sounds“ freuen. Es ist vor allem ihr pulsierender Live-Sound mit jeder Menge Funky-Feeling und Reggae-Anleihen, der die Scheibe auszeichnet.
Frank Zöllner


Steamy Nights
Unknown
Marycurry Records/M-System
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Steamy Nights sind eine hoffnungsvolle Band, die die ganze menschliche GefĂŒhlspalette musikalisch sehr ansprechend transportieren. Unverkennbare Trademark von Steamy Nights ist hierbei zweifelsfrei SĂ€ngerin Jeanette Scherff, die mit ihrer Soul- und Rockröhre den Hördurchlauf zu einer unterhaltenden Angelegenheit macht. Die Texte handeln von Liebe, Wut und Trauer; musikalisch verbinden sich treibende Rock-Pop Elemente auch schon mal mit Saxophon oder klassischen Elementen. Der Titelsong ist geradezu ideal fĂŒr lange Autofahrten, „Simple Me“ ein prima Song zum AbhĂ€ngen in der Kneipe...
Rainer Guérich


THE TANGO CLUBNIGHT
by DJ RALPH RICHTHOVEN
Lola's World/Clubstar
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Toller Tango-TripHop, Downbeat und Lounge Stoff, den hier DJ Ralph "von" Richthoven zusammengestellt hat. Disc 1 (Lounge Side) legt den Schwerpunkt auf Electro-Tango-Stars wie Daniel Melingo. Carlos Libedinsky und G-Spliff, Disc 2 (Club Side) zeigt die housige Seite des Tango (u.a. Grace Jones "I've Seen That Face Before" Libertango).
Rainer Guérich


Tosca
Souvenirs
G-Stone/Soulfood
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Wenn Richard Dorfmeister & Rupert Huber aka. Tosca zum gemĂŒtlichen Remix-Abend einladen, darf man sicher sein, dass die Creme der Club&House-Szene sich ein Stelldichein gibt. Es ist also klar, dass „Souvenirs“ ein kreativer und trendsetzender Trip tief in die hippigsten und angesagtesten Sounds ist. Acts wie Frost & Wagner, DJ DSL, Rodney Hunter und Stereotyp hinterlassen nicht nur ihre musikalischen Duftmarken, sondern entfĂŒhren uns in einen Soundkosmos, der jenseits der typischen House&Club-Kost zu suchen ist. Halt feinste Ohrennahrung fĂŒr den klangverwöhnten Gourmet.
Frank Zöllner


DAN TYMINSKI
Carry Me Across the Mountain
Rounder/inakustik
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Bluegrass, Country- und Folk-Freunde kommen bei dem ersten Alleingang von Dan Tyminski auf ihre Kosten. Der Mandolinen-Virtuose und SĂ€nger versteht sein Handwerk und wird bei den Kompositionen u.a. von Alison Krauss und Dobro-Spieler Jerry Douglas unterstĂŒtzt. Anspieltipp: „Carry Me Across The Mountain“.
Bernd Lorcher



Unter Wortverdacht
Aufstand der Aufrechten
3 P
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DebĂŒt der vierköpfigen Rap Crew aus dem Hessischen auf dem Moses Pelham-Label, der den Nachwuchs zusammen mit Cassandra Steen, Illmat!c und Mainbrand auch tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt. Musikalisch sehr ansprechend und abwechslungsreich produziert, haben UWVD tatsĂ€chlich einige Messages mit Hintersinn loszuwerden. Homo Sapiens-Rap mit dem Reinhörtipp „Aufstand der Aufrechten“ feat. Moses Pelham.
Fabian Hauck


Up Bustle & Out
City Breakers
Collision/Groove Attack
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Der siebte Longplayer der Sound-Experten fĂŒr HipHop, Reggae und Latingroove. Wie nicht anders zu erwarten, ist „City Breakers“ ein Almanach in Sachen cooler Grooves, verrĂŒckter Vibes, Jazz-Rhythmen, Urban-Style und 70er Jahre Jamaica-Sound. HierfĂŒr haben sich UBO  ein entsprechendes Studio-Equipment besorgt, um dem originalen Reggae-Feeling möglichst authentisch nachzuspĂŒren. Die Vocalarbeit ĂŒbernahmen handverlesene GĂ€ste wie Black Roots-Ras Jabulani, DJ Mexican und die SĂ€ngerin MC Nicky Blaze.
Fabian Hauck


USCB ALLSTARS
Plug It in-the Best....
Grover/SPV
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Hat man auch nicht so hĂ€ufig, dass eine gute Ska-Band aus Schweden kommt. Die USCB Allstars machen jedenfalls schon seit 10 Jahren eine ins Bein gehende Mischung aus Reggae, Ska und Dub und legen mit dieser CD nun eine Kollektion ihrer besten Songs zwischen 1999 bis 2003 vor. Unbedingt Tracks wie „Heartattack“ und „Plug It In“ anchecken! Da kommt Freude auf!
Fabian Hauck


HOLLY WILLIAMS
The Ones We Never Knew
Universal South Records
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Ein schönes, folk-geprĂ€gtes DebĂŒtalbum, welches die Enkeltochter von Country-Legende Hank Williams hier vorlegt. „The Ones We Never Knew“ ist eine runde Scheibe, die das Talent von Holly fĂŒr selbst geschriebene Kompositionen unterstreicht. Emotionale und ehrliche Musik, unbedingt in den starken Opener „Sometimes“ hineinhören.
Yasmin Schmidt


Winston
Frag die richtigen Leute
V2/Rough Trade
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Winston, mit bĂŒrgerlichem Namen Markus Daniel JĂŒrgen Winston, stellt nach seinem ĂŒberaus beachteten DebĂŒt „So sah die Zukunft aus“ seinen neuesten Dreher vor. Anscheinend hat Winston fĂŒr die 13 neuen Tracks tatsĂ€chlich die „richtigen Leute gefragt“, denn die Scheibe wirkt kompakter und in sich schlĂŒssiger arrangiert als der VorgĂ€nger. Musikalisch umgesetzt mit einem verrĂŒckten Stilmix aus elektronisch infiziertem Terror-Pop, verdrehten Quatsch-Songs, Computer-Gefriemel und jeder Menge Sprachwitz.  Ein gewagter Stilspagat, dem Winston mit gewohnt unorthodoxer Mundart entgegentritt.
Fabian Hauck


Yara
Stylescapes
PlÀne/Aris
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Yara sind ein vollkommen unkonventionelles 7er Ensemble, das mit reichhaltigem Instrumentarium (u.a. Cello, Akkordeon, Gitarre, Drums, Bass) moderne Kammermusik mit gelegentlichem Scatgesang macht. Das Ergebnis ist beeindruckend, nicht nur beim druckvollen, fast funkigen Opener „17er“. Ein FĂŒllhorn an changierenden Klangmustern!
Ute Bahn



Zombi Squad
Appointment With The Underground
Al Dente/Alive
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Auf das neue Album der hollĂ€ndischen Rap-Legende Zombi Squad hat die HipHop-Crowd sehnsĂŒchtig gewartet, nun wird sie voll bedient. „Appointment With The Underground“ ist ein fettes Edelteil, bespickt mit irren Scratches/Samples  („The Art“), coolen Hooks, schonungsloser Message (u.a. Suckers Skit“, „Fuck You“) und verdammt boomigen Grooves. Klar, dass die 4 Gesellen von Zombi Squad ihre Credibility immer noch klar im Auge haben. Hier wird nichts geschönt, sondern Message mit der richtigen Bodenhaftung und gelegentlichen Augenzwinkern glaubwĂŒrdig verbraten.
Rainer Guérich



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