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MÄRZ/APRIL 2007
Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

Achillea
Amadas Estrallas
Prudence/Rough Trade
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FĂŒr den auf Ibiza wohnenden Multiinstrumentalisten und Producer ist die vorliegende Scheibe bereits seine zweite Arbeit mit seinem Projekt Achillea. Wie schon auf dem VorgĂ€nger stehen weitgespannte und sphĂ€rische Melodiebögen im Vordergrund, die ein filigranes RhythmusgerĂŒst mit coolen Deephouse-Cuts und relaxten Chill-Out-Vibes eingehen. Besonderheit der neuen Scheibe ist dabei die kongeniale Zusammenarbeit mit der spanischen Pop-Legende Luisa Fernandez, die ihre lyrischen Gedichte in viele der vorliegenden Songs integrierte.
Ute Bahn


Aeon Spoke
Aeon Spoke
Steamhammer/SPV
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Aeon Spoke ist die Band um Paul Masdival und Sean Reinert, die schon in ihrer ersten Band Cynic zusammen spielten. Nun erscheint das zweite Album von Aeon Spoke, das selbstbetitelt wurde. Auf dem Spielplan stehen eindringliche und atmosphĂ€rische Songs, die ganz auf Songwriting setzen und durch den melancholischen Gesang ebenso elegant wie eindringlich auf den Hörer wirken. Man höre hierzu mal das StĂŒck „No Answers“.
Fabian Hauck


The Afro Club Night
Compiled By DJ Ralph von Richthoven
Lola’s World/Clubstar
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Ziemlich angesagt in der Clubszene sind momentan afrikanische Sounds, welche diese von DJ Ralph von Richthoven kompilierte Doppel-CD sehr gut reprĂ€sentiert. CD1 (Mellow-Side) ist zum Entspannen in der Lounge-Bar gedacht und featured  Tracks wie „Nawella“ von Raw Aristic Soul, „Viaje Feliz“ von Buscemi und „Green Africa“ von Mysterious Traveller. Auf CD2 (Power-Side) darf dann richtig abgehottet werden. Den stimmungsvollen Sound dafĂŒr liefern Acts wie Dennis Ferrer, Julius Papp, Africanism und Major Boys („Sun Ritual“).
Duklas Frisch


Anajo
Hallo, wer kennt hier eigentlich een?
Tapete Records/Indigo
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Anajo steuern seit ihrer ‚99er DebĂŒtrille „Pop und die Welt“ ihre ganz persönliche Sicht der Dinge zum tĂ€glichen Einerlei musikalisch bei. An der Schnittstelle zwischen alternativem Gedankengut, harten Rocklicks und Balladenfeeling gedeihen die 13 neuen Songs von Anajo am besten und laden immer wieder zum genaueren Hinhören ein. Zum Erreichen seiner Ziele arbeitet das Trio aber auch schon mal mit verfĂŒhrerischen Tremoli-Gitarren oder staubigem Tex-Mex-Sound. FĂŒr Abwechslung ist also gesorgt.
Yasmin Schmidt


Bananafishbones
When You Pass By
SĂŒdpolmusic/Alive
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Nach 3 Jahren Pause wieder ein neues Lebenszeichen der Bananafishbones, die diesmal alle StĂŒcke des Albums selbst aufgenommen und abgemischt haben. Musikalisch gibt es Hymnen fĂŒr Underdogs („I Wake Up“), aber auch ein sehr engagiertes Antikriegslied („Falling Stars“).
Minky Stein


Eric Bibb
Diamond Days
Telarc/in-akustik
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Die neue CD von Eric Bibb sollte Freunden eines sparsam akzentuierten Acoustic-Blues gefallen. Das lÀsst viel Freiraum zur Entfaltung der warmen Stimme von Bibb, was seinen Songs sehr gut bekommt.
Tim Beldow


Brings
Hay! Hay! Hay!
Na klar!/Sony BMG
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Auch nach 15 Jahren zeigen Brings, dass die Verbindung aus Kölsche Mundart und Rockmusik immer noch gut funktioniert. Ihre neue CD beinhaltet 13 Tracks, die jedem Brings-Fan gefallen sollten. Unbedingt reinhören in das TitelstĂŒck und „Loß dir nix jefalle!
Minky Stein


Bromheads Jackets
Dits From The Commuter Belt
Pias
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Gerade mal zwei Jahre im GeschĂ€ft, gehören Bromheads Jackets aus Sheffield bereits zu den vielversprechendsten Newcomern. Ihr schweißtreibender Mix aus Energy-Rock, Punk, Crossover und Garage-Grunge ist erste Sahne. „Dits From The Commuter Belt“ zelebriert auf fast 60min einen aggressiven Rhythmus-Style, der mit knallharter Streetcredibility, erdigen Indie-Anleihen und akustischer Handarbeit funktioniert. Immer am Puls der Zeit legen Bromheads Jackets ein erstklassiges Rockalbum vor, das obendrein noch den ersten Preis fĂŒr das beste Design gewinnt.
Jörg Eifel


James Brown
Dynamite X
Couch Records/edel
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An diesem Tribute-Album hĂ€tte der jĂŒngst verstorbene „Godfather Of Soul“ mit Sicherheit seine helle Freude, denn Mr. James Brown war zu Lebzeiten immer ein musikalischer Freigeist. Was lag also nĂ€her, als dass sich Club-DJ‘s und Producer wie u.a. Readymade Jazz Defector, Funk Master, Mr. Drunk und Cay Taylan einige seiner grĂ¶ĂŸten Hits „zur Brust“ nahmen und mit einem groovig-dynamischen Stroboskop-Update versahen. Das Ergebnis geht vom ersten Vibe voll in die Beine und lĂ€sst fĂŒr fast 60min den Geist des „Soulfather Number One“ wieder auferstehen. Anspieltipp: „Give It Up Or Turnit A Loose“.
Frank Zöllner


DANNY BRYANT'S RED EYE BAND
Live
Rounder/in-akustik
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Danny Bryant ist gerade mal 26, zĂ€hlt aber zu dem Besten, was die Bluesrock-Szene derzeit zu bieten hat. Der Brite spielt mit seiner Band ĂŒberzeugenden Power-Blues-Rock, wobei aber auch schon mal eine Ballade eingestreut wird. Walter Trout ist ĂŒbrigens auch voll des Lobes ĂŒber ihn. Kein Wunder, wenn man sich diese famose Liveaufnahme mit Eigenkompositionen und Dylan‘s „Girl From The North Country“ anhört.
Bernd Lorcher


David Celia
This Isn’t Here
Finest Noise/Radar
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Zweites Album des Outstanding Singer/Songwriters aus dem kanadischen Toronto, der mit Fiddle, Harp und der Akustikgitarre auf dem Opener „Evidently True“ schon mal recht gut loslegt. Auch die ĂŒbrigen Songs sind instrumental zurĂŒckhaltend besetzt, wobei die Songbotschaft klar im Vordergrund steht. FĂŒr Folk- und Bob Dylan-Fans vielleicht eine Empfehlung wert.
Minky Stein


Boo Boo Davis
Drew, Mississippi
Black & Tan Records
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Neue CD des 63jĂ€hrigen in Drew, Mississippi geborenen Bluesgitarristen, Harp-Spielers und Gitarristen Boo Boo Davis. Im Gegensatz zu seinen frĂŒheren Veröffentlichungen arbeitet er auf dieser CD auch mit modernen Scratching-Sounds, die zusammen mit den rauen SĂŒdstaaten-Grooves eine einzigartige Mischung ergeben.
Bernd Lorcher


Deja-Move
Remember The Past
Audiopharm/SPV
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Andreas Bingel aka Aaron Bingle schickt den zweiten Deja-Move Longplayer ins Rennen, auf dem sich smoothe Downbeats mit HipHop und Rare Grooves verbinden. Ein besonderer Anspieltipp ist „Affected“, das in Zusammenarbeit mit SoulsĂ€ngerin Lizz Fields entstand.
Duklas Frisch


JAN DELAY
Searching-The Dubs
Echo Beach/Indigo
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Dub-Recycling von Jan Delay‘s 2001er Album "Searching for the Jan Soul Rebels".  Genre-Freunde werden an Tracks wie “Ragga Styler Dub”  und “Vergiftet Dub” ihre Freude haben. ZusĂ€tzlich gibt‘s noch den Video-Bonustrack "Ich möchte nicht, dass ihr meine Lieder singt“.
Fabian Hauck


Vincent Delerm
Les piqĂ»res d’araignĂ©e
Le Pop Musik/GrooveAttack
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Vincent Delerm ist der Sohn eines bekannten französischen Schriftstellers und seit seinem DebĂŒtalbum von 2002 in Frankreich ein Star. Mittlerweile hat er sich vom Neo-Chanson vergangener Tage weitgehend verabschiedet und sich wundervollen Popsongs zugewandt. Eine gute Kostprobe hierzu bietet „Sous les avalanches“, der schillernde und glitzernde Opener des Albums. Parfait!
Duklas Frisch


Fiddler‘s Green
Drive Me Mad
Deaf Shepherd Recording/Indigo
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Schon erstaunlich, dass der beste Sound in Sachen Irish Independent Speedfolk jetzt bereits seit 16 Jahren nicht von der GrĂŒnen Insel, sondern mit Fiddler‘s Green mitten aus Old Germany kommt. Und so ist auch ihr neuestes Studioalbum wieder ein treibender Powermix mit jeder Menge Party-Feeling und keiner Sekunde zum Relaxen. Nach ĂŒber 1200 absolvierten Live-Gigs sind die Jungs auf der BĂŒhne einfach nicht mehr zu schlagen, wobei ihre schweißtreibende Melange aus Irishfolk, Rock, Punk und Ska jeden Saal zum Kochen bringt. Auf „Drive Me Mad“ springt schon beim Opener „Irish Air“ der Funke ĂŒber und die berĂŒhmte Spiellaune der „Irish Boys“ ist im heimischen Wohnzimmer praktisch greifbar.
Frank Zöllner


Foley, Coleman & Potvin
Time Bomb
Ruf Records/in-akustik
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AnlĂ€sslich der diesjĂ€hrigen BluesCaravan-Tour hat Ruf Records hier drei Spitzen-Blueserinnen ins Studio gelotst. Sue Foley und Deborah Coleman dĂŒrften der Blues-Gemeinde hinlĂ€nglich bekannt sein, wobei die eigentliche Entdeckung im Trio die Kanadierin Roxanne Potvin ist. Musikalisch bieten die drei Grazien auf „Time Bomb“ ein ĂŒberzeugendes Repertoire, das von packendem Bluesrock ĂŒber Country Rock bis hin zu Funky Drive reicht. Man lausche  hierzu der James Brown Bearbeitung „Talking Loud“. Klasse!
Duklas Frisch


Fort Knox Five
Reminted
Fort Knox/Soulfood
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Fort Knox Five sind bekannt fĂŒr ihre eigenstĂ€ndigen Remixe, von denen es hier eine schöne Auswahl im partyrockigen Gewand gibt. Mit dabei sind Mix-Versionen von Nickodemus („Give The Drummer Some“), Skeeewiff („Now I’m Living For Me“) und Torpedo Boyz („Are You Talking To Me?“).
Duklas Frisch


Bernard Fowler
Friends With Privileges
Dude Records/Indigo
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Bernard Fowler ist mit Sicherheit eine der vielbeschĂ€ftigsten SĂ€nger der aktuellen Musikszene.  Er ist auf unzĂ€hligen Alben zu hören, u.a.  von Bootsy Collins, Duran Duran, Mick Jagger, Keith Richards und Ron Wood. Nebenbei ist er auch noch Songschreiber, Posaunist und Keyborder und hat solche tollen Projekte wie Peach Boys, Tackhead und Nicklebag ins Leben gerufen. Und nun tobt er sich mit Freunden wie Stevie Salas, Ron Wood, Steve Lukather, Doug Wimbish und Simon Phillips auf diesem funkbetonten R&B  und Rock-Album aus. Als Warm-Up-Vorschlag empfehle ich mal den Opener „Get Away“!
Tim Beldow


Goldrush
The Heart Is The Place
City Slang/Rough Trade
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Bei Goldrush sah es nach ihrem letzten Album „Ozona“ fast so aus, als ob die Tage der Band gezĂ€hlt wĂ€ren, aber irgendwie hat sich die Combo um SĂ€nger Robin Bennett wieder zusammengerauft. Die Indierocker aus Oxford setzten auf ihrem 3.Release ganz stark auf Detailverliebtheit, klare Melodiestrukturen und jede Menge Spielfreude. So entstehen eine Reihe spannender Songs, die mit bodenstĂ€ndigem Songwriting einen zĂŒndenden Soundmix zwischen schwelgerischen Momenten, handgemachter Rockmusik und relaxten Akustikphasen ergeben. Empfehlenswert!
Yasmin Schmidt


Alex Gopher
Alex Gopher
Go 4 Music/Rough Trade
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Einer der umtriebigsten Protagonisten der französischen Musikszene ist zweifellos Alex Gopher, der sich seit seinem DebĂŒt Mitte der 80er Jahre eigentlich noch nie in eine kreative Schublade stecken ließ. Ob als MitbegrĂŒnder der Pop-Formation Orange, als Labelproduzent oder Masterfader eines der angesehnsten Pariser Aufnahmestudios, immer standen neue musikalische Ideen und Rhythmusstrukturen im Vordergrund seiner Arbeit. Jetzt wandelt Monsieur Gopher mal wieder auf Solopfaden und prĂ€sentiert ein wahres FĂŒllhorn an partytauglichen Floorfillern, rotzigen Rockanleihen, Folk-Reminiszenzen und entspannten Popmelodien. Ein Stilmix, der auf den ersten Blick eigentlich ĂŒberhaupt nicht zusammen passt, unter den begnadeten Remix-HĂ€nden des Meisters aber zu einer kreativen Einheit verschmilzt.
Siggi Mayen


TONY HADLEY
Passing Strangers
Repertoire Music/Sony BMG
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Tony Hadley, der ehemalige SĂ€nger von Spandau Ballet, ĂŒberrascht seine große Fangemeinde mit einem tollen Swingalbum. Die 18 Tracks entstanden mit seiner Band und Orchester im legendĂ€ren Konk Studio. Auf dem Programm stehen zeitlose Klassiker wie „Just A Gigolo“, „Tender Is The Night“, „Sea Of Love“ und „Love For Sale“. Große Stimme, großes Album eines außergewöhnlichen KĂŒnstlers.
Fabian Hauck


Biber Herrmann
Rainbow Walker
Wonderland/Rough Trade
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Nette Scheibe fĂŒr alle Freunde eines akustischen Folk-Blues mit rauer Stimme. Biber Herrmann spielt beherzt Acoustic- und Slide-Guitar, greift mitunter aber auch schon mal zur Harp. Neben gelungenen Eigenkompositionen wie „Stuck In The Middle...“ finden sich auch spartanische Cotton-Blues-Interpretationen wie Robert Johnson’s „Come On In My Kitchen“.
Rainer Guérich


Hypnomen
Dreaming Of The New Dawn
Nordic Notes
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Die finnischen Hypnomen beglĂŒcken uns wieder mal mit einem instrumental-spacigen Garagen/Surf-Album, wie es nicht atmosphĂ€rischer und beschwingter sein könnte. Warme Hammonds, , Percussions, Saxophon-Takes und Gitarre setzen einen ĂŒberwiegend instrumentalen Psych-Sound mit Sixties-Flair in Szene, wie ihn Freunde gepflegter Lounge-Beats schon lange nicht gehört haben.
Duklas Frisch


Illicit
Cheap Propaganda
Pott People/Indigo
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Funky und smooth eröffnen Illicit aus dem hollĂ€ndischen Utrecht ihr DebĂŒtalbum. Der FĂŒnfer spielt seinen groovigen Sound mit echtem Instrumentarium ein und hat man mit ParAdox einen cool rappenden Mikromann am Start. Freunde von Funky Stuff mit phatten Beats sollten in das Teil unbedingt mal reinhören.
Fabian Hauck


JAPAN
Adolescent Sex
Obscure Alternatives
Quiet Life
Assemblage
Sony BMG
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Bei Sony BMG hat man sich erfreulicherweise an die Wiederveröffentlichung der Scheiben von Japan gemacht. Die Band von David Sylvian, Mick Karn, Steve Jansen, Richard Barbieri und Rob Dean begeisterte die Fans Ende der 1970er Jahre durch ihre eigene Mischung aus Glamrock, New Wave, Punk und Avantgarde-Sound. Ihre beiden ersten Alben „Adolescent Sex“ und „Obscure Alternatives“ (1978) gehören ebenso in jede gut sortierte CD-Sammlung wie auch ihr bestes Album „Quiet Life“ aus dem Jahre 1979. SĂ€mtliche Neueditionen stammen von den OriginalmasterbĂ€ndern und wurden mit zusĂ€tzlichen Bonustracks, neuen Fotos und Linernotes ergĂ€nzt. Empfehlenwert ist auch „Assemblage“ mit einer Retrospektive der frĂŒhen Japan Jahre.
Duklas Frisch


Joakim
Monsters & Silly Songs
K7 Records/Rough Trade
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Joakim ist ein musikalischer Freigeist, der der experimentierfreudigen House-Szene Frankreichs entsprungen ist. Er ist Musiker, Produzent, Remixer und Labelbetreiber in einer Person. Nebenbei ist er auch noch ein talentierter Illustrator, was man seinen Coverartworks ansehen kann. Die 16 Tracks seines Albums „Monsters & Silly Songs“ hat er mit einer richtigen Band eingespielt, mit der er das Genre der Club-Kultur auflockert. Blinkende Digitalsounds treffen auf Postrock, Newrock, improvisatives GespĂŒr, Schlagzeugcluster u.v.m. Ein hypnotisches, organisches und Ă€ußerst interessantes Opus!
Rainer Guérich


Billy Jones
My Hometown
Black & Tan Records
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Coole und zeitgemĂ€ĂŸe Blues& Soul-Scheibe von dem jungen SĂ€nger & Gitarristen aus Arkansas, der in Nummern wie „Here With You“ an Vorbilder wie Clarence Carter erinnert, aber auch stimmigen Slidegitarren-Blues wie in „Pull My 44“ ĂŒberzeugend aus dem Ärmel schĂŒttelt. Sehr abwechslungsreich, seine Mischung aus bluesigen StĂŒcken und emotionalem Black-Sound.
Bernd Lorcher


Kilimandscharo Dub & Riddim Society
Last Flight From Rwanda
Boomslang
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Die Kilimandscharo Dub & Riddim Society (kurz: KDR-Society) ist ein munter zusammengewĂŒrfelter Haufen von KĂŒnstlern aus Afrika, USA und Österreich.   Dub, Jazz, Funk und afrikanische Musik vermischen sich zu einer groovigen bis collagesken Soundmasse.
Bernd Lorcher


Nic Knatterton
... Goes Popmusik
Al Dente Recordz/Alive
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Seinen Knickname hat Nic Knatterton von seinem knatternden Rap-Style, den er schon bei der Aachener Formation und der Anti-Alles-Aktion unter Beweis stellte. Auf seiner neuen Scheibe „Knatterton... Goes Popmusik“  wird er wie schon auf dem VorgĂ€nger „Jugendlicher Leichtsinn“ von seiner Ehefrau Johanna unterstĂŒtzt. Ergebnis ist eine sehr abwechslungsreiche Scheibe. Poppige Melodien wechseln sich munter mit derb gespitteten Lyrics. Als Anspieltipps empfehle ich euch das ebenso witzige wie dynamische „Doktor, Doktor“ (feat. Koljah) und das phat phunkige „Moove“ (feat. Doppeldecker).
Fabian Hauck


Knorkator
Das nÀchste Album aller Zeiten
Nuclear Blast
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Auch auf ihrem brandneuen Release schaffen es die Herren von Knorkator eine knisternde Spannung zwischen harten Rocklines, schroffen Soundlandschaften und zum Teil bitterbösen Songs aufzubauen. Auf ihre Art ist die Rock-Combo tatsĂ€chlich einzigartig, denn nur allzuselten achtet man bei Hardrock-Scheiben auf die Texte, die die Jungs da so ins Mikro brĂŒllen. Ganz anders bei Knorkator, hier zwingen Songs wie „Alter Mann“, „Lied vom Pferd“ oder „Nur mal angenommen“ dazu, die Lauscher aufzustellen und genauer hinzuhören. Dazu platziert „Deutschland‘s meiste Band der Welt“ gezielt eine Mixtur aus scharfen Gitarrenriffs, harten Drumattacken und einem raubeinigen Vocaleinsatz. Als Anspieltip nehmen wir mal das rotzig-freche „FĂŒr meine Fans“, das jedem Knorkatorianer eine Menge Humor abverlangt!
Frank Zöllner


KULTURKANTINE
Acoustic Lounge-Singer & Songwriter Session
Sony BMG
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Idee dieser Doppel-CD war es, die entspanntesten Songs bekannter Singer/Songwriter zusammenzustellen. Entstanden ist so eine akustische Kollektion von KĂŒnstlern wie Ryan Adams, Mark Eizel, Stina Nordenstam, Bob Dylan, Ben Kweller u.v.a. Empfehlenswert.
Minky Stein


Jonny Lang
Turn Around
A&M Records/Universal Music
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Überraschend poppiges und gospel-inspiriertes Album von Jonny Lang, der seinen Genius bei dem neuen Material aber natĂŒrlich immer noch aufblitzen lĂ€sst. Insbesondere bei der groovigen Up-Tempo-Nummer „One Person At A Time“ und dem rockigen „Don’t Stop“. UnterstĂŒtzt wird Lang auf der CD nicht nur von der Stimme seiner Frau, sondern auch von diversen ChorsĂ€ngerinnen und Michael McDonald (auf „Thankful“).
Bernd Lorcher


Tim „Love“ Lee
Coming Home
Stereo Deluxe/edel
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Tim „Love“ Lee,  DJ, Masterfader und Remixer, steuert die ersten Tracks zu der als Serie konzipierten „Coming Home“-Reihe aus dem Hause Stereo Deluxe bei. Serviert werden seine momentanen Lieblingssongs. NatĂŒrlich nicht ohne diesen vorher ein relaxtes „Love“-Update verpasst zu haben. So erleben wir Arbeiten von Incog, Stuntmen, As One und SJD irgendwo im entrĂŒckten Spannungsfeld zwischen homogenem Soul, Dub-Bass, Latin-Charme, Ambient-Beat und elegant-versponnenen Vibes. Eine Chillout-Arbeit, wie sie besser nicht sein könnte!
Minky Stein


Aynsley Lister
Upside Down
Ruf Records/in-akustik
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Ziemlich enttĂ€uschende Scheibe von Aynsley Lister, den ich vor Jahren wegen seines ungeschliffenen und rohen Bluesrock in höchsten Tönen gelobt habe. „Upside Down“ bietet hiervon leider viel zu wenig, etwa im Opener „Find My Way Home“ und in „With Me Tonight“. Ansonsten gibt’s viel Akustikgitarren-Klimperei, Singer/Songwriter-Kunst und poppige AnnĂ€herungsversuche. Zu viele Downs und zu wenige Ups fĂŒr Bluesfans, das kannst du besser Aynsley!
Rainer Guérich


LUCA
Sick Of Love
India Records/Rough Trade
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SĂ€nger, Komponist und Multiinstrumentalist Nick Luca kommt aus Tucson, Arizona und hat in der Vergangenheit schon mit Bands wie Giant Sand, Howe Gelb und Calexico auf der BĂŒhne gestanden. Sein Nick Luca Trio war jahrelang die Backingband fĂŒr John Doe und veröffentlichte die Alben „Slow Motion“ (2001) und „Little Town“ (2004).  Seit seinem letzten Album „You Win Again“ (2005) nennt Nick seine Band schlicht nur noch „Luca“ und favorisiert einen vielschichtigen Americana-Sound mit Country Rock. Als GĂ€ste schauten im Studio u.a. Howe Gelb, Chris Scruggs und Joey Burns von Calexico vorbei.
Duklas Frisch


Makossa + Megablast
Kunuaka
G-Stone/Soulfood
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Afro-Tech nennen der österreichische DJ Makossa und sein Kompagnon Megablast den Stil, den sie auf „Kunuaka“ kreiert haben und der nun auf dem Kruder & Dorfmeister-Label G-Stone erscheint. Ein bisschen kreativen Leerlauf gibt es in der angerĂŒhrten Mischung aus Afrobeats, Dub, House und Electro schon, was mich zu einer eher neutralen Wertung ohne Kaufbefehl bewegt.
Minky Stein


Mardi Gras. BB
The Exile Itch
Hazelwood/Indigo
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Doktor Wenz und seine Band melden sich mit einem CD/DVD-Package zurĂŒck, das zwischen allem Roots-Sound, Marschmusik und Mississippi-Groove so manche Überraschung bereit hĂ€lt. Die Kapelle ist  voller Tatendrang und beschrĂ€nkt sich beileibe nicht nur auf ihre bereits bekannten Swamp-Exkursionen. Davon kann man sich auch optisch auf der beigelegten 67minĂŒtigen Konzert-DVD ĂŒberzeugen.
Duklas Frisch


Mathilda
M wie Mord
PlÀne Records
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Spannend, geheimnisvoll, lasziv -  das zweite Mathilda-Album gibt dem Hörer einige RĂ€tsel auf und begeistert mit einer Mischung zwischen Jazz, Pop und Chanson. Als Anspieltipps empfehlen sich Songs wie „Die Kuh frisst Gras“ und das klasse intonierte „M wie Mord“. Sehr originell, und SĂ€ngerin Anika Mauer hat eine wirklich tolle Stimme!
Simone Theobald


MAX MIN
Bright Is The Silence
Kalinkaland/Broken Silence
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Hinter Max Min verbirgt sich der österreichische Songwriter MAX TERTINEGG , der mit "Bright Is The Silence" ein tolles DebĂŒtalbum eingespielt hat. EinflĂŒsse von den Beatles sind spĂŒrbar, stimmlich erinnert Max mitunter an Elliott Smith. Als Anspieltipps empfehlen sich der Opener "Easy Song" und das hymnische "I Don't Let You Go".
Fabian Hauck


Melotron
Propaganda
SPV
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Die deutschen Synthpopper von Melotron schicken ihr neues Album „Propaganda“ ins Rennen. Softe bis harte Elektronikbeats treffen auf deutschsprachige Texte ĂŒber zwischenmenschliche Beziehungen und GefĂŒhle. Es gibt weitaus besere E-Bands...
Tim Beldow


Mira Calix
Eyes Set Against The Sun
Warp/Rough Trade
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Drittes Album von Chantal Passamonte auf Warp. Mysteriös, geheimnisvoll und spannend verbinden sich elektronische Fragmente mit einem Jugendchor, Violine, FlĂŒgel und organischen Soundcluster. Ein ungewöhnliches Klangabenteuer, bei dem es viel zu entdecken gibt.
Siggi Mayen


Coco Montoya
Dirty Deal
Alligator Records/inakustik
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Auf das neue Album von Coco Montoya musste die Blues-Gemeinde lange Warten. Nun ist es endlich da und ĂŒberzeugt auf ganzer Linie. Produziert wurde die Scheibe von Paul Barrere (Little Feat), der auch gleich auf 7 Tracks Gitarre spielt. Als Reinhörtipps empfehlen sich der Opener „Last Dirty Deal“ und „Three Sides To Every Story“ von John Mooney. Die Vocalarbeit von Coco Montoya ist einfach einzigartig und die beherzten Gitarrenriffs  sowieso eine Wucht. FĂŒr mich ist „Dirty Deal“ schon jetzt einer der ersten Blues-Highlights des noch jungen Jahres und ein absolutes Kaufmuss fĂŒr jeden Bluesianer!
Rainer Guérich


Nitro 17
Nitro 17
BFS Records/Grover
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In der Berliner Clubszene schon seit Jahren bekannt, liefern Nitro 17 auf ihrer DebĂŒtrille ein verdammt scharfes Rock‘n‘Roll-SĂŒppchen. Was eigentlich als Einsteiger-7‘‘-EP geplant war, entpuppt sich schließlich als „vollwertiger“ Longplayer mit einem spannenden Mix aus Rockabilly, Punk, Ska und kraftvollem Pop. Einige der Songs atmen jede Menge Rock-Melancholie und Pomadenfeeling. Am liebsten will man die alte, nietenbesetzte Lederjacke aus dem Schrank holen und die HĂŒften kreisen lassen.
Fabian Hauck


Ian Parker
Where I Belong
Ruf Records/in-akustik
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Nach seiner Zusammenarbeit mit Aynsley Lister und Erja Lyyinen auf dem „Pilgrimage“ Album im Jahre 2005, hat sich der Brite Ian Parker nun wieder stĂ€rker auf seine Blues-Wurzeln besonnen. Heraus kam „Where I Belong“, eine Scheibe mit tollem Bluesrock („You Could Say“), einfĂŒhlsamen Balladen („Coming Home“) und zeitgenössischen Nummern („u.a. „Don’t Hold Back“). Eine Scheibe, die sich der Blues-Fan also schnellstens einverleiben sollte.
Bernd Lorcher


Wolfgang Parker
Room Nineteen
Roadstar/SPV
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Wolfgang Parker aus Ohio ist ein echter Underdog, der sich um keine Konventionen schert. Seit 12 Jahren ist er  in den USA nun schon mit seiner Band unterwegs, um seine ganz persönliche Botschaft des Punk-Swings zu verbreiten. Er kombiniert den Swing der 30er und 40er Jahre mit schmissigem Rock’n’Roll, ganz ohne BlĂ€ser, dafĂŒr aber mit Gitarre. Und jetzt kann man diese wunderbare Musik auch in Deutschland hören, denn seine neue Scheibe „Room 19“ wird europaweit veröffentlicht. Eine elektrisierende Swing-Injektion fĂŒr Kopf und Beine mit den Anspieltipps „Mata Hari“ und „Half Way Around The World“.
Tim Beldow


Peter von Poehl
Going To Where The Tea Trees Are
Herzog Records/edel
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Peter von Poehl zĂ€hlt 33 Lenze. Er ist in Schweden aufgewachsen, hat in Österreich, Venezuela und Frankreich gelebt, bis es ihn 2004 nach Berlin verschlagen hat. Nun erscheint sein DebĂŒtalbum, das viele musikalische Facetten offenbart: exaltierter Pop mit ausgefallenen Arrangements, fragiler Gitarre, Folk-Zitaten und Von Poehls unverkennbarer, hoher Stimme. Zweifellos eine ganz eigene musikalische Handschrift...
Fabian Hauck


POPA CHUBBY
Electric Chubbyland
Dixiefrog/Fenn Music
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Was fĂŒr eine tolle 3er CD-Box! Popa Chubby interpretiert Hendrix. Auf dem Programm stehen natĂŒrlich Kompositionen wie „Foxy Lady“, „Purple Haze“ und „Hey Joe“. Die beiden ersten CDs wurden live in einem kleinen New Yorker Club im Februar letzten Jahres mitgeschnitten. Dazu gibt‘s noch eine Studio-Bonus-CD, auf der sich die Hendrix-Titel finden, die Popa nicht live spielen konnte (u.a. „Bold As Love“, Up From The Skies“).
Bernd Lorcher


Profilistix
Nu Phonk Order
Al Dente Recordz/Alive
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15 Jahre hat’s gebraucht, bis Squeeza Rock und Palmero dieses Album auf die HipHop-Gemeinde loslassen konnten. „Nu Phonk Order“   ist ein musikalischer Rundumschlag mit intelligenten  Lyrics, fetten Beats, Rare Grooves, Jazz, Funk und Rock-Zutaten. „Ready Fi Dance“ zielt knĂŒppeldick gen Dancefloor, auf „Love Song“ gibt’s ein gelungenes Gastspiel von Lecker Sachen. Originell und witzig ist auch „Arschgesicht“. Tja, und am Ende der CD wird’s mit „Jazzit“ richtig schön jazzig. Die beiden Profilitix kennen keine BerĂŒhrungsĂ€ngste, was den Hördurchlauf der Scheibe Ă€ußerst spannend macht.
Rainer Guérich


BO RAMSEY
Stranger Blues
Rounder/in-akustik
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Franklin ‚Bo‘ Ramsey stammt aus der Mississippi-Stadt Burlington, wo er 1951 das Tageslicht der Welt erblickte. Hier legt er ein tolles Bluesalbum vor, auf dem StĂŒcke von Elmore James („Stranger Blues“), Sonny Boy Williamson („Unseeing Eye“) und neu arrangierte Traditionals wie beispielsweise „Sitting On Top Of The World“ auf dem Spielplan stehen.
Bernd Lorcher


Raw Artistic Soul
You Got Rhythm Too
Gogo Music/Soulfood
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Geniales zweites Album von Raw Artistic Soul, hinter dem sich Percussionist, Remixer und Producer Phil Kullmann aus Köln verbirgt. Das jazzig treibende „Miami Theme“ ist erste Sahne, „Zaab“ wunderbar funky und das perkussiv getrĂ€nkte „The Light“ wird von den Spoken Words und dem Gesang von Ursula Rucker gekrönt. Erste Sahne!
Siggi Mayen


Redondo Beat
When The Day Turns In Tonight
TV Eye Records/Rough Trade
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FrĂŒher trommelte Roman Aul als Schlagzeuger bei der Garagen-Kapelle Mucus 2, mittlerweile hat er den Sound der Sixties fĂŒr sich entdeckt. Sein praktisch im Alleingang eingespieltes zweites Album erinnert nicht nur von den Gesangsharmonien an The Seeds und T. Rex. Sein Sixties-Songwriting mĂŒndet in griffige Kompositionen mit flirrenden Gitarrenlinien, stimmigen Gesangsharmonien, gelegentlicher Punk-Gangart, Tambourine- und Orgel-Sound. Mutet wie eine musikalische Zeitreise an.
Tim Beldow


Relish
Relish Compilation
Four Music/Sony BMG
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Allen, die jedes Weekend bis in die frĂŒhen Morgenstunden unter den Stroboskopen rumhampeln und die Woche ĂŒber keine Zeit haben die angesagtesten Clubscheiben im nĂ€chsten Store zu kaufen, kann ich den vorliegenden Doppelsilberling nur ans Herz legen. Hier geben sich Relish-Cracks wie David Gilmour Girls, Manhead, Yuksek, Dennis Young und Nemesis die Ehre. Zusammengekleistert hat den gut 2stĂŒndigen Ambient-Club-Lounge-Mix niemand Geringerer als Headman himself, der hier sein Ausnahmetalent als kreativer Fader& Mastermind zum Tragen bringt. Das Teil zeigt mit abgehangenen Deep-Beats und temporeichen Vibes klar Richtung Floors, funktioniert aber auch bestens auf der heimischen Couch. Selbst abgecheckt!
Frank Zöllner


Kate Ryan
Alive
Ministry Of Sound/Edel Music
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Neues Album von Belgiens neuer Pop-Diva, bekannt auch als letztjĂ€hriger Beitrag zum Eurovision Song Contest. Nach den ersten Akkorden entpuppt sich die CD als Power-Pop-Scheibe mit allem drum und dran. 17 knallige Floor-Stomper hat die blonde Schönheit eingespielt und ĂŒberzeugt einmal mehr als Singer&Songwriterin mit Ambitionen. Neben einem Pflichtprogramm aus deepen Drum&Bass-Rhythmen und elektronischen Pop-Beats sind es vor allem die in französischer Sprache gesungenen Songs, die „Alive“ zu einer facettenreichen Einspielung machen.
Minky Stein


SCHORSCH & DE BAGASCH
Mit offene Knia
Mundart Ageh/Rough Trade
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Nach dem DebĂŒtalbum „SekĂ€nd HĂ€nd Blues“ aus dem vergangenen Jahr geht der bairische Blues von Schorsch und seiner Bagasch in die zweite Runde. Fast hat man den Eindruck, die Isar wĂ€re im Mississippi-Delta gelegen („Isardelta“). So intensiv und mit so viel GefĂŒhl setzen Schorsch & Co. ihren Blues aus Bavaria in Szene. NatĂŒrlich auch mit einer deftigen Prise Humor (u.a. in „Fensterln im Chat“). UnterstĂŒtzt wird der Schorsch ziemlich genial von Ferdl Eichner an der Harp und Dominik Schindlbeck am Kontrabass. Ein echtes Leckerli fĂŒr den Bluesfreund, der das Besondere mag.
Bernd Lorcher

 
KLAUS SCHULZE
Timewind
Trancefer
Drums ‘n‘ Balls
Ballett 2
Revisited Records/SPV
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Das Schaffenswerk von KLAUS SCHULZE, dem Godfather der Elektronik, ist schier unerschöpflich. So erscheint ĂŒber Revisited Records wieder einmal eine sehr empfehlenswerte Runde von Schulze Wiederveröffentlichungen, die nun sogar  mit Hochglanzdruck auf der Frontseite der Deluxe-Digipacks ausgestattet sind. Ein Highlight ist hierbei die Neuedition von „Timewind“ (1975), die nun mit einer knapp 60minĂŒtigen Bonus-CD mit Sessions zu dem Album erscheint. Auf 75 Minuten LĂ€nge bringt es nun auch Schulzes 81er Release „Trancefer“, der als Bonustracks je eine „Version 33 Halfspeed“ und „Version 45“ der beiden StĂŒcke beinhaltet. Ein interessanter Quercheck! Klanglich Up To date und ebenfalls mit BonusstĂŒcken ausstaffiert sind Schulzes neuzeitliche Meisterleistungen „Drums‘n‘Balls“ und „Ballett 2“. Empfehlung!
Rainer Guérich


Skinny Puppy
Mythmaker
Synthetic Symphony/SPV
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Das Warten hat ein Ende! Skinny Puppy melden sich mit einem ebenso vielschichtigen wie abgedrehten Album zurĂŒck. Schön dunkel, mysteriös und verspielt entfaltet sich ihr unberechenbarer Industrial und Techno-Sound, der den Hörer auf eine Reise in einen weltentrĂŒckten Soundkosmos mitnimmt. Unbedingt in Tracks wie „daL“ und „haZe“ reinhören.
Duklas Frisch
 


Stuart Staples & Dave Boulter
Songs Of The Young At Heart
City Slang/Rough Trade
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Es ist manchmal schon erstaunlich, auf welche Idee so mancher KĂŒnstler kommt, wenn ihm mal wieder langweilig ist. Im vorliegenden Fall geht es um den SĂ€nger und den Keyboarder der TINDERSTICKS, Stuart Staples und Dave Boulter. Die erinnerten sich in einem melancholischen Moment an die Melodien ihrer Kindheit, was fĂŒr sich genommen ja noch kein Verbrechen darstellt. Geht man dann aber hin und interpretiert Kinderlied-Klassiker neu oder greift auf Titelmelodien aus Radioshows und Fernsehserien zurĂŒck, so kann das Ergebnis mehr als peinlich werden. „Songs Of The Young At Heart“ ist eine Sammlung langweiliger, melancholisch-infantiler Melodien, die einfach nur nerven.
Jörg Eifel


Swinger Club
Jazz Sells
Supermusic/Alive
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Drittes Album der Swinger Club Profis. Wieder gilt es die ausgefallene Idee umzusetzen, drei Orgeln sozusagen „hintereinander zu schalten“ und damit bekannten Pop-Songs ein trashig-verrĂŒcktes „Swinger“-Outfit zu verpassen. So muss man dann auch genau hinhören, um den Hit der Kölner Band BAP „Verdamp lang her“ herauszuhören und auch Monsieur Jarre‘s „Oxygene“ klingt verdammt speedy und rockig. Aber mein absoluter Liebling ist der NDW-Hit „Hurra Hurra die Schule brennt“ als Hammond-geschwĂ€ngerter Freejazz-Ausbruch.
Minky Stein


Team Blender
Erstmal fĂŒr immer
Burning Heart
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Knackig-frischer Indie-Pop mit zart schmelzenden Melodien und krachenden Gitarren ist das AushĂ€ngeschild von Team Blender, die hier ihr DebĂŒt vorlegen. Seit 2002 im GeschĂ€ft hat die Truppe um LeadsĂ€ngerin Barbara Hanff so manchen Livegig absolviert und auch einige Höhen und Tiefen erlebt, wie etwa die von Simpson-GrĂŒnder Matt Groening erzwungene NamensĂ€nderung von ursprĂŒnglich Team Bender in Team Blender. DafĂŒr ziehen die FĂŒnf heute einen echt entspannenden Rock-Pop mit punkigen Anleihen und vertonter Alltags-Poesie aus den VerstĂ€rkern, der sich schon nach den ersten Akkorden einen hohen Wiedererkennungswert erspielt. Eine Empfehlung wert!
Minky Stein


John Watts
It Has To Be
Silversonic Rec./H‘Art Musik-Verlag
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Allein die Idee quer durch Europa zu reisen, fremde Menschen in GesprĂ€che zu verwickeln, ihren Geschichten zu lauschen und spĂ€ter daraus eine Sammlung von Songs zu entwickeln, ist genial. Der Ex-Mastermind von Fischer-Z zeigt sich auf „It Has To Be“ mal wieder als kreativer Ideenlieferant in Sachen nachdenklicher Melodien, Gute-Laune-Nummern, Folk-Songs und hĂ€rteren Rocklines. Ohne prĂ€tentiös oder kopflastig zu wirken, entwickelt Watts aus den kleinen Geschichten seiner Interview-Partner eine Sammlung ohrgĂ€ngiger Melodien, die Lust auf Reisen machen und mehr fĂŒr die „Einheit Europas“ tun als die grĂ¶ĂŸte politische Konferenz. Klasse!
Frank Zöllner


WOLFUNKIND
L'Album de la Maturite
Discograph/Rough Trade
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Eine abgefahrene Mischung aus Funk, Rap, Punk, Blues, Rock, Metal oder was auch immer legen Wolfunkind auf einem prall gefĂŒllten Box-Set im dicken Digipack mit 2 CDs und DVD vor. Verdammt groovig das Ganze und schwer in Worte zu fassen. Also am besten mal anhören.
Fabian Hauck


Wumpscut:
Body Census
Betonkopfmedia/Soulfood
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Als Limited Luxus Edition mit Download Code, Sticker und XL-Booklet kommt die mir vorliegende Version  des neuen Wumpscut: Werkes entgegen. Geboten wird der bekannte Mix aus dĂŒster-verzerrtenen Vocals und vielschichtig-packendem Electrosound. Besonders gelungen finde ich die fast schon hymnisch verspielte Synth-Hookline als Kontrapunkt zur Vocalspur auf „Remember One Thing“ und „We Believe, We Believe“.
Minky Stein


Yendri
Malfunction
Mental Ulcer Forges/Soulfood
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DĂŒsterprinzessin Yendri beglĂŒckt die Dark-Gemeinde mit ihrem sechsten Album, das mal wieder ein echter Volltreffer geworden ist. Filigran, pumpend und kraftvoll funktioniert die elektronische Basis der einzelnen Songkonstellationen, ĂŒber denen sich Yendris Gesang mal engelsgleich, mal mysteriös und unnahbar legt. Scheinbare GegensĂ€tze ergeben im Laufe des Hördurchlaufes, bei dem man gerne die Repeat-Taste drĂŒckt, ein homogenes Ganzes. Man lausche nur solch klasse Tracks wie „Just Hurt Me“ und dem mit schneidigem Electrosound auftrumpfenden „I Will Find You“.
Duklas Frisch



NOCH MEHR NEUE CDs


Joan Baez
Ring Them Bells
Proper Records/Rough Trade
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Die vorliegende Doppel-CD fĂŒhrt uns gut zehn Jahre in die Vergangenheit, genauer gesagt in den April 1995, als Mrs. Baez zusammen mit einigen guten Freunden und Musikerkollegen/innen im Bottom Live Cabaret im Herzen von Brooklyn diese Songs einspielte. Auch fĂŒr eingefleischte Baez-Fans dĂŒrften diese 21 Songs einen gewissen Reiz haben, denn die Ausnahme-SĂ€ngerin interpretiert Klassiker wie „The Lily Of The West“ und „The Night They Drove Old Dixie Down“ auf ihre ganz persönliche Art. Besonders haben mir dabei das Cohen-Cover „Suzanne“  und einige in spanischer Sprache gesungene Songs gefallen.
Frank Zöllner


Ballads On Acoustic Guitar
Various Artists
Acoustic Music/Rough Trade
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Ein Sampler, der die akustische Gitarre von ihrer langsameren Spielseite prÀsentiert. Die Kompositionen von Fingerpicking-Spezialisten wie Jacques Stotzem, Peter Finger, Duck Baker und Franco Morone laden zum entspannten Hörgenuss auf musikalisch hohem Niveau ein.
Rainer Guérich


Bandabardo
Fuori Orario
On The Road Music/H‘Art Music
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In Italien genießt die 6köpfige Combo schon so etwas wie Kultstatus. Gut 10 Jahre sind die verrĂŒckten Ausnahmemusiker jetzt bereits aktiv und haben sich schon immer an keine Genrebegrenzungen gehalten oder irgendwelche Trends mitgemacht. So ist heute ihr Stilmix eine Art Patchwork, der irgendwo zwischen Gitarrenrock, Folk, jazzigen Elementen, Chanson und Pop vor allem live seine ganzen QualitĂ€ten zeigt. So wie Bandabardo ĂŒberhaupt erst on stage zu ihrer Höchstform auflaufen und eine beeindruckende BĂŒhnenshow aus dem Ärmel zaubern. Die jetzt vorliegende Doppel-CD ist eine Art „Best-Of-Album“ und kombiniert auf den beiden Silberlingen eine Mixtur ihrer bekanntesten Hits, Live-Mitschnitte sowie vier brandneue Titel, die sofort die italienischen Verkaufscharts eroberten. VerrĂŒckt-abgedrehte Musik, die nie langweilig wird.
Frank Zöllner


E.L.O.
Out Of The Blue
Balance Of Power
Sony BMG
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Zwei legendĂ€re Scheiben des Electric Light Orchestras, die digital remastered und mit Bonustracks erscheinen.  „Out Of The Blue“ wird als 30th Anniversary Edition re-released und featured drei bisher unveröffentlichte Bonustracks: „Wild West Hero“ (Alternate Bridge: Home Demo), „The Quick And The Daft“ und „Latitude 88 North“. - „Balance Of Power“ aus dem Jahre 1986 bietet in der Special Edition die Tracks „Opening“ und „In For The Kill“ sowie 3 Album-Alternativ-Versionen („Heaven Only Knows“, „Secret Lives“, „Sorrow About To Fall“) sowie die beiden U.K. B-Sides „Caught In A Trap“ und „Destination Unknown“. Bleibt noch zu erwĂ€hnen, dass beide Editionen mit raren Fotos und exklusiven Liner Notes von Jeff Lynne bestĂŒckt wurden.
Jörg Eifel


Summer Of Love And Peace
V.A.
Sony BMG
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Eine kleine Zeitreise zurĂŒck in die Siebziger Jahre. Fleetwood Mac haben „Black Magic Woman“ am Start, Donovan gibt „Universal Soldier“ zum Besten und Albert Hammond sĂ€uselt „It Never Rains In Southern California“. Ja, ja, schön war die Zeit...
Minky Stein


Frank Zander
Wahnsinn/Zander’s Zorn
Zett Records/DA Music
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Zweifellos hat Frank Zander Kultcharakter. So passt es auch, dass nun ein schickes Doppel-CD-Digipack von ihm erscheint, auf dem seine ersten beiden Longplayer „Wahnsinn“ und „Zander’s Zorn“ plus etlicher Bonustracks zu finden sind. Inkl. Smashern wie „Ich trink auf dein Wohl, Marie“, „Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein“, „Dann Prost, mein Freund“ u.v.a.
Bernd Lorcher


Unter dem Titel
„Hautnah-die Geschichten meiner Stars“ startet SONY BMG eine liebevoll aufgemachte Schlager-CD-Serie unter FederfĂŒhrung von Dieter Thomas Heck. Der einstige Hitparadenmoderator prĂ€sentiert zu jedem Schlagerstar eine Doppel-CD, die sich aus einer Best-Of-CD des KĂŒnstlers und einer speziellen Hörbuch-CD zusammensetzt. Und diese Bonus-CD macht auch den ganz besonderen Reiz dieser noblen Schlagerserie aus. Denn Heck erzĂ€hlt zu Stars wie Marianne Rosenberg, Juliane Werding und Drafi Deutscher ebenso anrĂŒhrende wie spannende Geschichten, gibt aber auch aufschlussreiche Hintergrundfacts zu den einzelnen Songs. Insgesamt erscheinen zehn „Hautnah“-Doppel-CDs von: Michael Holm, Juliane Werding, Roland Kaiser, Marianne Rosenberg, Rex Gildo, Vicky Leandros, Drafi Deutscher, Katja Ebstein, G.G. Anderson und Hanne Haller. Nicht nur fĂŒr ehemalige Hitparadenfans sicherlich eine Entdeckung wert.
Simone Theobald


Ebenfalls neu bei SONY BMG ist eine ebenso gĂŒnstige wie elegant gestylte Reihe von verschiedenen
Best-Of-Alben in flacher Slider Schuber Disc Box. Den Auftakt machen KĂŒnstler wie Bruce Springsteen („Greatest Hits“), Anastacia („Pieces Of A Dream“), Toni Braxton („Ultimate: Toni Braxton“), Wu Tang Clan („Wu-Tang Clan‘s Greatest Hits“), Britney Spears („My Prerogative: The Greatest Hits“) und R. Kelly („The R in R&B-Greatest Hits“).
Simone Theobald


Von
JOURNEY erscheinen ĂŒber SONY BMG vier remasterte Alben in Deluxe-Digipack-Editionen. ZusĂ€tzlich gibt es auf den Scheiben auch Bonustracks zu finden, was einen zusĂ€tzlichen Kaufanreiz ausmachen dĂŒrfte. Zur Wiederveröffentlichung kommen das geniale Live-Album „Captured“, die beiden Studioalben „Frontiers“ (1983) und „Raised On Radio“ sowie das gefeierte Comeback-Album „Trial By Fire“ aus dem Jahre 1996. - Interessante Wiederveröffentlichungen stehen auch beim ALAN PARSONS PROJECT (Arista/Sony BMG) an. Auch hier gibt’s zusĂ€tzliche Bonustracks und neu gestaltete Booklets mit raren Line Notes und zusĂ€tzlichen Fotos. Unerreicht sind immer noch „I Robot“ und „Eye In The Sky“, wobei auch „Vulture Culture“ immer noch eine heiße Empfehlung wert ist.
Simone Theobald
 


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