inMusic | Bei Fußenkreuz 11 | D-66806 Ensdorf | Germany | Phone: ++49 6831-5095-30 | Fax: ++49 6831-5095-32 | eMail

MÄRZ/APRIL 2008
 | inMusic - da ist Musik drin!

 

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

ALPCOLOGNE
Alpha
Westpark Music
@@@@


Das Feld ist klar umrissen, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag. Hier agieren drei Alphörner im Verbund mit einer fragilen Frauenstimme. Ok, bei Alphörner denkt jeder erstmal an AlpenglĂŒhn, Edelweiß und HĂŒttenzauber, aber Alpcologne belehren uns eines Besseren. Die Gruppe prĂ€sentiert einen musikalischen Mix, der tatsĂ€chlich mit Tango, Ska, Mambo und Bluegrass arbeitet. Dabei ist es vor allem der Reiz der tiefen Naturtöne, die diese gut vier Meter langen Instrumente produzieren, die in Bearbeitungen wie „These Boots Are Made For Walking“ oder dem Hank Williams-Klassiker „Jambalaya“ fĂŒr ein ganz besonderes BauchgefĂŒhl sorgen.
Simone Theobald


ATTACKE ROYAL
Ausverkauft
Royal Records/Sony BMG
@@@@@


Attacke Royal sind ein vielversprechender FĂŒnfer aus deutschen Landen, die auf dieser Scheibe ihrer Vorliebe fĂŒr handgemachten Rock frönen. Völlig unverkrampft und mit der nötigen Dosis Pop-Appeal handeln ihre Texte vom Stadtleben, der Liebe und allen möglichen SehnsĂŒchten. Musikalisch agiert die Band sehr ausgewogen zwischen balladeskem Feeling und zupackender Gitarrenfront. Unbedingt  hineinhören solltet ihr in Songs wie „Minderheit“, „RĂ€tsel der Jugend“ und „Ein Sack voll Engel“. Attacke Royal fĂŒllen mit diesem Album die LĂŒcke, die Selig nach ihrem Split vor vielen Jahren hinterlassen haben.
Simone Theobald


BABYBIRD
Between My Ears There‘s Nothing But Music
Popup Records
@@@@


Mehr als zwei Millionen verkaufter Silberscheiben und nicht weniger als acht UK-Top-40 Chartplatzierungen gehen auf das Konto von Stephan Jones, der hier endlich mal wieder ein Album zusammen mit seiner Band Babybird vorlegt. In den Jahren dazwischen war Stephan keineswegs „arbeitslos“, sondern hat an diversen Soloprojekten gearbeitet und einige Soundtrackkompositionen abgeliefert. Nun war also die Zeit reif zusammen mit alten WeggefĂ€hrten wie Luke Scott und Rob Gregory mal wieder ins Studio zu gehen und eine inspirierende Songsammlung im Spannungsfeld zwischen Garagenfeeling, Brit-Pop, College-Rock und Alternatve einzuspielen. Das Ganze wirkt angenehm sperrig und herrlich unverkrampft.  Das macht auch noch nach mehrmaligem Anhören Spaß!
Frank Zöllner


BASTIAN
IV
Supertracks Rec./Sunnymoon
@@@@


Nach Alben wie „Ready“ (2000) und „It‘s All Downhill From Here“ (2003) hat Bastian auf seinem 3. Longplayer seine rockigere Seite wiederentdeckt und unterfĂŒttert seinen funkig-groovenden Elektrosound dezent (aber unĂŒberhörbar) mit harten Rocklines. Das steht den elf neuen Tracks ĂŒberaus gut zu Gesicht und lĂ€sst auch die Stroboskope schneller ĂŒber die Tanzböden rotieren. Mit „IV“ ist dem Singer/Songwriter & Produzenten ein Album gelungen, das in seinen besten Momenten an Cracks wie Prince, George Clinton oder Daft Punk erinnert und dem groovig-beatigen Elektrofunk neues Leben einhaucht.
Frank Zöllner


BAUHAUS
Go Away White
Cooking Vinyl/Indigo
@@@@@


Bin mir im Moment nicht sicher, ob es 20 Jahre oder lĂ€nger her ist, dass Bauhaus zum letzten Mal ein Studio von innen gesehen haben. Fest steht aber, dass die Jungs ihr Handwerk nicht verlernt haben, das ist bereits nach den ersten Akkorden des Openers „Too Much 21st Century“ klar. Was folgt, sind zehn brandneue Songs, die ihre Inspiration aus einer geschmeidigen Mixtur aus Punk, Rock, Gothic und Wave beziehen und dabei sofort in den Ohren hĂ€ngen bleiben. Nach Aussage von SĂ€nger Peter Murphy ist dieses neue CD „auch gleichzeitig ihr letztes gemeinsames Album.“ Aber mal abwarten...
Jörg Eifel


B.B.&THE BLUES SHACKS
Unique Taste
Crosscut Records
@@@@@


Die aus Hildesheim stammenden B.B. & The Blues Shacks können auf eine mehr als 15jĂ€hrige Bandgeschichte und mehr als 1500 Liveauftritte verweisen. Waren ihre vorherigen Alben noch mehr dem traditionellen Blues und R&B zugewandt, markiert ihr neues Album „Unique Taste“ nun eine Hinwendung zu einem noch ohrgĂ€ngigeren und tanzbaren Blues’n’Groove Cocktail. Toll nach wie vor der Gesang von Michael Arlt. Anspieltipps sind StĂŒcke wie „Keep My Promises“ und „Three Handed Woman“.
Bernd Lorcher


THE BEAUTIFUL SOUTH/ THE HOUSEMARTINS
Soup
Mercury/Universal
@@@@


Paul Heaton ist ganz schön gewitzt. Mit „Soup“ legt er eine Best-Of-Kompilation vor, die die besten StĂŒcke seiner beiden Bands The Beautiful South und The Housemartins vereint.  Zudem hielt sich Heaton bei der Anordnung der 22 Tracks schön an die zeitliche Chronologie. Die CD beginnt mit der Housemartins-Nummer „Flag Day“ aus dem Jahre 1985 und endet mit „Just A Few Things That I Ain’t“ aus dem Jahre 2003.
Jörg Eifel



BLUE RODEO
Small Miracles
Rounder Records/in-akustik
@@@@@


"Small Miracles" heißt das bereits elfte Album der kanadischen Country-Folkrocker Blue Rodeo, die hier ein ebenso faszinierendes wie frisches Album vorlegen. Die Band um Jim Cuddy und Greg Keelor transportiert in ihren neuen Tracks staubigen Desertrock, Americana, rootsigen Country-Pop und balladeske Momente. Als Anspieltipps empfehlen sich Nummern wie "This Town", "It Makes Me Wonder" und "Mystic River".
Bernd Lorcher


BOPPIN’ B
Rock’n’Roll Radio
ASR/Soulfood
@@@@@


Die Herren von Boppin’B können zurecht auf eine große Fangemeinde verweisen. Schließlich geht ihr rasanter, kraftvoller und schwungvoller Rock’n’Roll mit ultracoolem Groove in die Tanzknochen. Ihre neue CD „Rock’n’Roll Radio“ startet furios mit dem flinken „Blitzkrieg Bop“. Ja, richtig, hier handelt es sich um eine sehr gelungene Coverversion der Ramones aus dem Jahre 1976. Der Rock’n’Roll-Motor lĂ€uft auf Hochtouren, was allerdings nur eine der vielen Facetten des Albums ist. Es gibt auch herzzereißende Slowwalker mit Countrytouch wie „Radio“. Da kann man so richtig dahinschmachten...
Minky Stein


BILLY BRAGG
Mr. Love & Justice
Cooking Vinyl/Indigo
@@@@@@


Sechs Jahre mussten die Fans von Billy Bragg auf ein neues Lebenszeichen ihres Helden warten. Nun liegt „Mr. Love & Justice“ in der Lade meines CD-Players und ich bin ganz hin und weg. 12 großartige Songs, instrumental sehr akzentreich und wirkungsvoll inszeniert, geben dem Genius von Bragg ein weites BetĂ€tigungsfeld. Countryeske Nummern („The Beach Is Free“) wechseln mit minimalakustischem großen Kino („M For Me“) und andĂ€chtigen Slowwalkern mit stimmigem Hammond-Appeal („Mr. Love & Justice“). Eine CD, die man sich auch nach 10 Jahren noch erfreut anhören wird.
Bernd Lorcher


BUSH TETRAS
Very Very Happy
RAZ MESINAI BADAWI
Unit Of Resistence
ROIR/Cargo
@@@@


Zwei Neuerscheinungen auf dem Label Roir Records. BUSH TETRAS haben mit „Very Very Happy“ ein neues Album am Start, das sich auf die Punk und New Wave-Wurzeln der Band in den 80er Jahren zurĂŒckbesinnt. – Sehr ambitioniert klingt „Unit Of Resistence, das neue Werk von RAZ MESINAI BADAWI. Das Material stammt aus einer Session im Jahre 2004 und wurde fĂŒr diese CD von KĂŒnstlern wie DJ Spooky, DJ Rapture u.v.a bearbeitet.
Minky Stein



JEANNE CHERHAL
L‘Eau
Le Pop Musik/Groove Attack
@@@@


Angenehm verspielte Gesangs-Harmonien, mal mit tiefschĂŒrfenden, politisch-brisantem Inhalt, mal einfach poppig-verrĂŒckt, serviert uns Frankreichs Nachwuchs-Heldin des neuen Chanson auf ihrer brandneuen Scheibe. Wie bereits auf ihren VorgĂ€ngeralben geht Jeanne Cherhal auch auf „L‘Eau“ einen musikalisch außergewöhnlichen Weg und stellt unter Beweis, dass die französische Kunst des Chanson noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört. Auch sind moderne Stilelemente wie Elektronik und groovige Beats durchaus in Einklang zu bringen mit der französischsten aller Musikarten.
Frank Zöllner


CLIMATIC
Incanto
4mpo/Intergroove
@@@@@


Volker Dorsch aka. Climatic stellt mit „Incanto“ sein zweites Album vor. Chill-House meets Loungemusik heißt das Motto der Scheibe, das zusĂ€tzlich auch mit diversen Vokalnummern aufwarten kann. Eine besondere ErwĂ€hnung verdient diesbezĂŒglich die gesangliche Leistung der italienischen SĂ€ngerin Antonella D’Orio.
Siggi Mayen

COSTA MUSIC
Lighter Subjects
COLORLIST
Lists
Stilll/Broken Silence
@@@@


Hinter
COSTA MUSIC verbirgt sich das L'Altra-Mitglied Joseph Desla Costa, der auf seinem DebĂŒtalbum elektronische Beats und verwobene Klanglandschaften mit Vocalharmonien und Indieflair kombiniert. Besondere ErwĂ€hnung verdient hierbei SĂ€ngerin Aleksandra Tomaszewska (Aleks and the Drummer). Durchaus hörenswert.- COLORLIST kommen aus Chicago und beziehen ihre Schaffenskraft durch die beiden Kreativköpfe Charles Rumback und Charles Gorzcynski, die auf ihrer Scheibe "Lists" jazzige Improvisationskunst mit Post-Rock und Avantgarde-Einschlag zum Besten geben. UnterstĂŒtzt wird das Duo durch diverse elektronische Musiker, einen Klarinettisten, zwei Cellistinnen, einen Bassisten und einen Gitarristen.
Duklas Frisch


Cryptacize
Dig That Treasure
Asthmatic Kitty/Cargo
@@@


Versponnene Ambient-KlÀnge in Verbindung mit filigranen Frauen-Vocals; akustisches Gitarrenfeeling trifft auf groovende Beats und handgemachte Sunshine-Melodien. So oder doch so Àhnlich klingen Cryptacize auf ihrer aktuellen Einspielung. Und genauso rÀtselhaft-kryptisch wie ihr Bandname prÀsentieren sich auch die Klanginstallationen der drei Kalifornier, die irgendwo zwischen poetischem Neurosen-Pop, folkigen Rockanleihen, unorthodoxen SphÀrenklÀngen und frei improvisierten GitarreneinsÀtzen angesiedelt sind. Keine einfache Kost, aber durchaus hörenswert.
Simone Theobald


GUY DAVIS
Skunkmello
Red House Records/in-akustik
@@@@@


Der aus New York stammende Guy Davis wurde in der Vergangenheit bereits mit einem W.C. Handy Award ausgezeichnet und ist ein ĂŒberzeugter Verfechter eines Country-inspirierten Roots-Blues. Sein markantes Stimmorgan erinnert an Taj Mahal, seine Gitarren- und Banjo-Arbeit ist famos. Mit von der Partie sind auf seiner aktuellen Einspielung „Skunkmello“ auch T-Bone Wolk und John Platania (Van Morrison Band). Tipp!
Rainer Guérich


ARIELLE DOMBASLE
C'est si bon
Columbia/Sony BMG
@@@@


In ihrer französischen Wahlheimat ist Arielle Dombasle seit ihrer letzten CD "Amor Amor", auf der sie die Latin-Hits der 30er bis 50er Jahre interpretierte, bereits ein Star. Auf ihrer neuen CD "C'est si bon" lĂ€sst sie nun, vom großen Orchester begleitet, die 40er und 50er Jahre wiederauferstehen. Highlights auf dem Album sind u.a. Isham Jones' "I Had To Be You" und ihr Remake des Doris Day-Hits "Que sera sera".
Minky Stein


DEAD MAN‘S HAND
Poker Flat Volume 6
Poker Flat Records
@@@@


Willkommen mit Deep-Tech-Sound-Universum von Steve Bug, seines Zeichens DJ, Produzent und Labelchef von Poker Flat Records. Die beliebte Compi-Serie aus dem Hause Poker Flat geht mit „Dead Man‘s Hand“ bereits in die sechste Runde und zeigt wieder einmal einen interessanten Querschnitt durch das Label-Repertoire und bietet dabei einen internationalen Soundcheck. Der Doppelsilberling teilt sich auf in einen ungemixten und von Mr. Bug persönlich zusammengestellten Teil, der neben dem Meister selbst so illustre Namen wie Simon Flower, Dan Berkson und Aril Brikha featured. CD 2 steht ganz im Zeichen der großartigen Remix-Arbeit von ClĂ©, der „besseren HĂ€lfte“ von MĂ€rtini Brös. Hier hat sich der Berliner DJ in 14 Tracks so richtig ausgetobt und prĂ€sentiert uns einen hochkarĂ€tigen und homogenen Mix.
Fabian Hauck


CORINNE DOUARRE
Ciel XXL
KOOK/Broken Silence
@@@@


Ein tolles DebĂŒtalbum von Corinne Douarre, der Dame mit der ausdrucksstarken Stimme. Ihre Songs agieren zwischen luftig-leichtem Pop und heiterem Chanson. Es scheint, als hĂ€tte Corinne, die schon seit Jahren zwischen Paris und Berlin pendelt, die Lebensart von „zwei Welten“ in sich aufgesogen und ihre musikalischen Geschichten verpackt. Die StĂŒcke handeln von den alltĂ€glichen Begebenheiten in beiden Metropolen, von Liebe, Sehnsucht, von roten und grĂŒnen AmpelmĂ€nnchen und der typisch deutschen Frage im CafĂ© „Zusammen oder getrennt?“. Dazu wird das Ganze ansprechend gemixt, irgendwo zwischen Elektro, HipHop, poppigem Allerlei und einfĂŒhlsamem Chanson. Unbedingt eine Entdeckung wert!
Ute Bahn


LUKE DOUCET
Blood’s Too Rich
Rounder Records/in-akustik
@@@@


Ein stimmiges Singer/Songwriter-Album vom Kanadier Luke Doucet, der in seine Songs neben unverkennbarem Folk-Flair auch Zutaten wie Rock und Rockabilly einfließen lĂ€sst. Tracks wie „It’s Only Tuesday“ erinnern mitunter auch an Neil Young. Schöne Scheibe, die man ruhig mal anchecken sollte.
Yasmin Schmidt
 


ALEC EMPIRE
The Golden Foretaste Of Heaven
Eat Your Heart Out /Rough Trade
@@@@@


Auf seinem neuen Album "The Golden Foretaste Of Heaven" setzt Alec Empire im Gegensatz zu vorhergehenden Alben noch deutlicher auf die Elektronik-Komponente. Kraftvoll und treibend geht es nicht nur im Opener "New Man" zur Sache. Zu den Highlights zÀhlen auch Tracks wie "If You Live Or Die" und das atmosphÀrische "1000 Eyes". Eine gelungene Scheibe!
Fabian Hauck


THE FAMILY STAND
Super Sol Nova
Go Entertainment/in-akustik
@@@@


The Family Stand melden sich mit einem neuen Album zurĂŒck, das wieder mal eine siedendheiße Mischung aus Funk, Rock, Soul, Jazz, Dance beinhaltet. Überraschungen und ungeahnte Wendungen sind im Klangkosmos von GrĂŒnder V. Jeffrey Smith, Peter Lord und Sandra St. Victor an der Tagesordnung. Sly & The Family Stone lassen grĂŒĂŸen!
Duklas Frisch


THE FASHION
The Fashion
Red Ink//Sony BMG
@@@@


Die vier DĂ€nen versuchen auf ihrem zweiten Longplayer einen Dialog der Kulturen und ĂŒberzeugen dabei mit einer individuellen Melange aus New Wave, Hip Hop, Clubsound und Alternative Rock. Zehn Songs sind auf dem selbstbetitelten Dreher zu hören, die samt und sonders ohne lĂ€ngst ĂŒberholte Synthie-Spielereien auskommen und nur auf handgemachte Rockmucke und gefĂ€llige Melodien setzen. Gleichzeitig gelingt es The Fashion ihren leichtfĂŒĂŸigen Alternative-Sound mit gemĂŒtlichem Party-Feeling zu unterfĂŒttern, was den Songs eine beachtliche Floortauglichkeit mit auf den Weg gibt. Vollsaftig, trickreich und wohltuend unaufgeregt. Da lĂ€sst man sich gerne etwas lĂ€nger beschallen!
Frank Zöllner


NIELS FREVERT
Du kannst mich an der Ecke rauslassen
Tapete Records/Indigo
@@@


Gut vier Jahre mussten ins Land gehen, bevor der Singer/Songwriter Niels Frevert seine Fangemeinde mit einem neuen Album beschenkte. Aber Vorsicht, Frevert hat in den 9 brandneuen Songs sein Faible fĂŒr Akustik-Elemente entdeckt. So kommt die Scheibe fast zur GĂ€nze ohne VerstĂ€rker oder E-Gitarre aus. Alles konzentriert sich auf Akustik-Gitarre, Piano, Schlagzeug oder Bass, spartanisch und dezent in Szene gesetzt. Dazu dominiert Frevert‘s Suche nach dem Sinn des Lebens, Aussteigen, Trennung, Schmerz und der tĂ€gliche Wahnsinn. FĂŒr mich etwas zu viel Betroffenheits-Lyrik, und auf Dauer geht mir das Ganze echt aufs GemĂŒt.
Jörg Eifel


GHOST OF TOM JOAD
No Sleep Until Ostkreuz
Richard-Mohlmann-Records/Indigo
@@@


Ein Trio aus deutschen Landen mit einer sehr melodieverliebten Indie-Brit-Pop-Rock-Mixtur. Der Gesang von Mikromann & Gitarrist Henrik Roger klingt an mancher Stelle „verbesserungswĂŒrdig“, so dass der Gesamteindruck trotz respektabler Nummern wie „Unterwegs“ und „Is This What You Call A Fronterlebnis“ doch recht zwiegespalten bleibt. Checkt das Teil einfach mal an...
Duklas Frisch


G.O.D.
Tales Of Celtica
NiWo Music/Broken Silence
@@@@


Mit der vorliegenden Silberrille gehen Garden Of Delight mit ihrer 14. Einspielung an den Start und stellen einmal mehr unter Beweis, dass ihnen in Sachen keltisch-irisch beeinflusster Melodien so schnell keiner das Wasser reichen kann. Dabei steht „Tales Of Celtica“ nicht nur in der Tradition ihrer VorgĂ€ngeralben, sondern funktioniert mit einer Mischung aus Midtempo-Nummern zum Mitschunkeln und Mitsingen, den obligatorischen Balladen und dem G.O.D.-Klassiker „Whiskey Guns‘N‘Irish Beer“ auch als perfekte Einstiegs-Droge fĂŒr den Newcomer. Sicherlich eines ihrer abwechslungsreichsten Alben...
Frank Zöllner


DAVID GOGO
Vibe
Dixiefrog/Fenn Music
@@@@@


Das bereits siebte Album des Juno Award nominierten kanadischen Bluesgitarristen und SĂ€nger David Gogo ĂŒberzeugt auf voller LĂ€nge. Schon der kraftvolle Opener "She's Alright" mit Special Guest Jeff Healey ist ein Genuss, ebenso wie "Cry Harder" oder der Bluesrocker "Love In The City" mit den Gastvocals von Tom Wilson (Blackie & The Rodeo Kings). Dem "Vibe" von David Gogo's Scheibe kann sich der Bluesfan nur schwer entziehen.
Bernd Lorcher


HOOVERPHONIC
The President Of The LSD Golf Club
PIAS/Rough Trade
@@@@@


In ihrer Heimat Belgien hat die vorliegende Scheibe bereits seit Herbst letzten Jahres fĂŒr Furore gesorgt . Nun dĂŒrfen auch die deutschen Fans sich auf zehn ausgefallene TripHop-Pop-Perlen freuen. NatĂŒrlich stehen die Songs ganz im Zeichen der charismatischen Stimme von Frontfrau Geike Arnaert, die in ihrem ganz persönlichen Klangkosmos agiert. Hooverphonic arbeiten ganz bewusst ohne Computereinsatz, Syntheziser und OrchesterunterstĂŒtzung. Sie setzen auf die Ausdruckskraft der menschlichen Stimme und eine Psychedelic-geschwĂ€ngerte Instrumentierung. Echt cool!
Siggi Mayen


HUSH PUPPIES
Silence Is Golden
Faith Recordings/Rough Trade
@@@@


WĂ€hrend man auf dem DebĂŒtalbum noch ausgiebig einer Soundkollage aus The Who und The Kinks frönte und einen rauen, wilden Garagenrock aus den Amplifiern jagte, haben sich die fĂŒnf Franzosen auf „Silence Is Golden“ musikalisch hörbar weiterentwickelt. Sicher gibt es in den elf brandneuen Songs noch jede Menge Platz fĂŒr wabernde Hammondorgel-Exzesse und auch bitter-böse Gitarrenlicks packen Hush Puppies in ihren Sound. Aber im Ganzen genommen wirken die Arrangements ausbalancierter, weniger ungestĂŒm und in sich geschlossener. Aber keine Angst, wenn es sein muss und die obligate Ballade verklungen ist, lassen es die Jungs aus Perpignan immer noch krachen.
Simone Theobald


BRENDAN KEELEY
ReUnion... Dreams For Ireland
Rockbottom Records/edel
@@@@@


In Irland ist Songwriter und Barde Brendan Keeley seit vielen Jahren eine feste GrĂ¶ĂŸe. Mit dieser Scheibe schickt er sich nun an, auch die Herzen der deutschen Fans zu erobern. Seine StĂŒcke sind musikalisch eine sehr ohrgĂ€ngige Mischung aus poppigen Elementen, Folkrock, irischer Klangtradition und atmosphĂ€rischen KlangflĂ€chen. Zu den Highlights der Scheibe zĂ€hlen StĂŒcke wie „Danny Boy“ und „Lannegans Ball“. Einen exzellenten Eindruck in das MusikverstĂ€ndnis von Keeley bietet auch der stimmige Opener „Belfast Child“. FĂŒr Folk- und Pop-Freunde gleichermaßen geeignet.
Rainer Guérich
 


KITSUNÉ MAISON
Compilation 5
Kitsuné
@@@@@


Die französische KitsunĂ© Maison-Reihe geht in die bereits fĂŒnfte Runde und in das Herz aller Electro-Freunde. Mit dabei sind die Electro-Glam-Helden Fischerspooner („The Best Revenge“), Alan Braxe („Addicted“), Rex The Dog („Circulate“), Friendly Fires („On Board“) und viele andere HochkarĂ€ter. Der Name KitsunĂ© bĂŒrgt halt fĂŒr QualitĂ€t!
Siggi Mayen


LAXULA
In X-ile
Via Lactea/Broken Silence
@@@@


LaXuLa ist eine spanische Band um die charismatische SĂ€ngerin Monte Palafox. Musikalisch entwirft die Formation auf ihrem Erstlingswerk einen stilistisch offenen, aber dennoch bezaubernden Klangeintopf, der Flamencogitarren ebenso beinhaltet wie Bandoneon, Samplezutaten, arabische EinflĂŒsse, Rock u.v.m. Open Minded auf hohem Niveau.
Rainer Guérich


LEANDRA
Metamorphine
e-Wave/Sony BMG
@@@@


SĂ€ngerin und Pianistin Leandra beherrscht 5 Sprachen und gibt sich auf „Metamorphine“ einem emotionalen Seelenstriptease hin. Programmingbeats mit der nötigen Schwere werden in den darken Klangkosmos der SĂ€ngerin eingewoben. Viele ihrer Songs kreisen um Themengebiete wie Trennungsschmerz und Liebe . Auf „The Art Of Dreaming“ ist Dreadful Shadows-SĂ€nger Sven Friedrich vertreten.
Minky Stein


LEDISI
Lost & Found
Verve/Universal
@@@@@


Eine echte Entdeckung ist die aus New Orleans stammende SĂ€ngerin Ledisi, die ĂŒber Verve hier ein sehr schönes und smoothes Album veröffentlicht. Tanzbarer Jazz & Soul steht auf dem Spielplan, wobei als Reinhörtipps Songs wie „Joy“ und „You & Me“ empfohlen werden können. Black Music in seiner besten Form.
Bernd Lorcher



ERIC LINDELL
Low On Cash, Rich In Love
Alligator Records/in-akustik
@@@@@


Eric Lindell kommt aus New Orleans und legt mit "Low On Cash, Rich In Love" sein bereits zweites Album auf Alligator Records vor. 12 Nummern hat der Bluesgitarrist und SĂ€nger am Start, teilweise sehr funky und groovend. Wer auf die Scheiben von Buddy Guy steht, wird an dieser Scheibe bestimmt seine Freude haben.
Duklas Frisch


CROSBY LOGGINS AND THE LIGHT
We All Go Home
Provogue Records
@@@@


Crosby Loggins ist der Ă€lteste Sohn der amerikanischen Singer/Songwriter-Legende Kenny Loggins. Zusammen mit seiner Band legt Crosby hier ein ĂŒberaus stimmiges und melodisches Rock-Pop-Album vor, das mit sparsamer Instrumentierung und mit viel Liebe zum Detail ĂŒberzeugt. Dabei sind es vorallem die fein gesponnenen Arrangements im Spannungsfeld zwischen Rock, Folk, Country und Americana, die gefallen können. Ein ĂŒberzeugendes Konzept, das ohne Kraftmeierei oder kitschige Synthie-Idylle auskommt und bereits heute auf den nĂ€chsten Dreher neugierig macht.
Fabian Hauck


WOLF MAAHN
Deserteure
Libero/Rough Trade
@@@@


16 Jahre war das legendĂ€re DebĂŒtalbum von Wolf Maahn aus dem Jahre 1983 im Handel nicht erhĂ€ltlich. Nun erscheint diese liebevoll aufgemachte Digitally Remastered-Version auf Maahns eigenem Libero-Label. Songs wie "Königsdorf-Tango", "Herren" und "Ich bin German" sind nach wie vor hörenswert, zusĂ€tzlich gibt es mit "Der Elefant" auch einen Bonustrack, der 1983 lediglich als Single erschien. FĂŒr alle Maahn-Fans ein sicherer Must-Buy!
Tim Beldow



MARTI
Unmade Beds
Fod Records/Soulfood
@@@@@


Ein echter Geheimtipp ist diese Veröffentlichung der italienischen Band Marti, fĂŒr die der SĂ€nger, Schauspieler und Komponist Andrea Bruschi als Namensgeber und Mastermind fungiert. Ganz im Stile eines David Bowie, Nick Cave oder David Sylvian sorgt er mit seiner markanten und absolut unitalienischen Stimme fĂŒr prickelnde GĂ€nsehautschauer auf Seiten des Höreres. Fein aufgebaute Sounds irgendwo zwischen New Wave und Singer/Songwriter-Ambiente, vermengt mit instrumentalem Feinschliff (z.B. ein Saxophon) sorgen mit Martis Stimme fĂŒr ein nachhaltig wirkendes Kopfkino. Toll!
Fabian Hauck


WOLFGANG MICHELS
Zuhause
Ferryhouse/Warner
@@@@


Wolfgang Michels ist kein SchönsĂ€nger. Seine Songs in deutscher Sprache sind gelebtes Leben. BittersĂŒĂŸ und nachdenklich, aber auch druckvoll und fragil verpackt er seine musikalischen Botschaften. Michels ist zweifelsfrei ein Songschreiber, der das Ungeschliffene und Markige liebt. Und das unterscheidet ihn von seinen Genre-Kollegen und macht „Zuhause“ zu einer ganz besonderen Platte.
Simone Theobald
 


MILU
Longing Speaks With Many Tongues
Premium Records/Soulfood
@@@@@


Milu hat ihre Mila Mar Zeiten wohl endgĂŒltig hinter sich gelassen und prĂ€sentiert sich hier als erwachsene und gereifte KĂŒnstlerin. Im Vordergrund der einzelnen Kompositionen steht hierbei vor allem die unglaubliche Ausdruckskraft ihrer Stimme, die zu dem aufgerĂ€umten und fein gewobenen Soundteppich der Aufnahme bestens passt.
Fabian Hauck


THE MOOG
Sold For Tomorrow
India Records/Rough Trade
@


The Moog kommen aus Budapest und bieten hier eine wenig geistreiche Schrammelpop-Mischung, die von verschiedenen Kritikern bereits bejubelt wurde. Der SĂ€nger ist fĂŒr mich jedenfalls nicht der beste seines Fachs. Und das fast schon erlösende „Goodbye“ trĂ€llert er leider 9 Tracks zu spĂ€t.
Minky Stein


MOUNTAIN DE LUXE
Selected And Mixed By Lorenzo Al Dino
Warner Music
@@@@


Eine Doppel-CD als idealer Soundfloor einer stylischen AprĂšs Ski-Party. Darum geht es beim 2nd Issue der „Mountain De Luxe“-Reihe, die DJ Lorenzo Al Dino hier auf zwei CDs in Szene gesetzt hat. Praktisch genau die Mischung aus Ambient, Lounge und Deep House, welche die „Snow Breaks“-Partys von Al Dino in den AprĂšs-Ski-Clubs im Zillertal zu legendĂ€ren Events machten. Die Doppel-CD im edlen Digipack unterteilt sich in eine Luxury (CD1) und Clubbing-Side (CD2). „HĂŒttenclubzauber mit Acts wie Waldeck, Eve St. Jones, Turntable Orchestra, DJ Circle ft. Nicole Tyler u.v.a.
Duklas Frisch



OPERATOR PLEASE
Yes Yes Vindictive
Brille Records/PIAS
@@@@


Entspannte Slow-Mo-Phasen, bei denen man verzĂŒckt mit den Augen rollt, unkomplizierte Reime und in Teilen eine fast zwingende Tanzbarkeit. Das sind die Ingredienzen der brandneuen australischen Indierock-Formation Operator Please. In Down Under haben die FĂŒnf bereits so richtig eingeschlagen und mit Pop-Ikonen wie Modest Mouse oder Kaiser Chiefs die BĂŒhne geteilt. Jetzt wollen sie mit ihrer aktuellen Scheibe auch in Old Europe nach dem Rechten sehen, natĂŒrlich nicht ohne ihre erste Singleauskopplung „Just A Song About Ping Pong“. Einfach nur gute Laune Musik zum ZurĂŒcklehnen und Genießen!
Frank Zöllner


THE ORB
The Dream
Stereo Deluxe/edel
@@@@@


Ohne Übertreibung kann man behaupten, dass The Orb das Elektronik-Genre Ambient House und die entspannten Chillout-Lounges sozusagen im Alleingang erfunden haben. 15 Jahre liegen bereits zwischen ihrer ersten wegweisenden, 23minĂŒtigen Veröffentlichung „A Huge Ever Growing Pulsating...“ und ihrer aktuellen Einspielung. Eine Silberscheibe, die nicht wenige Club-Fans zu wahren BegeisterungsstĂŒrmen hinreißen wird, denn auf „The Dream“ arbeiten Dr. Alex Paterson und sein alter Kumpel Youth seit Jahren endlich wieder zusammen. Wie nicht anders zu erwarten, ist eine Synthese aus angesagter Klangkunst, breitreifigem Ambientsound und Breakbeat-Style entstanden. 15mal servieren uns The Orb den sicheren Griff fĂŒr alle Freunde des Stroboskop-Nebels mit wunderbar smashenden Trancetracks . NatĂŒrlich ist auch genug Stoff fĂŒr die plĂŒschige Chillout-Couch vorhanden. Perfekt!
Frank Zöllner


PARAMOUNT STYLES
Failure American Style
Cycle/Cargo
@@@@


In den letzten fĂŒnf Jahren hat sich der einstige Girls Against Boys-Frontman Scott McCloud mehr im Hintergrund gehalten und nur hier und da mal mit Courtney Love oder mit dem DJ&Electro-Kid BT an einem Soundtrack gearbeitet. Nun meldet sich der Singer/Songwriter mit einem sehr harmonischen und von Balladen dominierten Album zurĂŒck. Das melodische Konzept der Scheibe ist dezent gehalten; die Instrumentierung aus Akustik-Gitarre, Cello und kaum Overdubs in Verbindung mit McClouds gefĂ€lligen Vocals darf als gelungen bezeichnet werden. Ein ĂŒberaus homogenes Album!
Fabian Hauck


JACKIE PAYNE & STEVE EDMONSON BAND
Master Of The Game
PHILLIP WALKER
Going Back Home
Delta Groove/in-akustik
@@@@


Zwei empfehlenswerte Neuheiten fĂŒr den Texas-Blues-Freund. „Master Of The Game“ heißt die famose Zusammenarbeit von Mr. Soul Jackie Payne und Bluesgitarrist Steve Edmonson. Eine sehr relaxte und soulige Scheibe mit tollen Nummern wie dem rollenden „Cabranito“ und „Warm Rain Fallin’“. Das hat Schmiss! - PHILIPP WALKER ist schon seit den 50er jahren im BluesgeschĂ€ft und wirft seinen gesamten musikalischen Erfahrungsschatz auf „Going Back Home“ in die Wagschale. Auf dem Programm stehen u.a. Nummern von Lightnin’ Hopkins, Lowell Fulson und Ray Charles. Tolle, knorrige Vocals und coole Grooves!
Bernd Lorcher



PLANLOS
Feuer und Flamme
Goldene Zeiten/edel
@@@@


"Feuer und Flamme" ist das bereits fĂŒnfte Album von Planlos und bedeutet fĂŒr die Band einen großen Schritt nach vorne. NatĂŒrlich gibt es noch punkige Nummern wie "Music Is My Girlfriend"zu hören , der Vierer nascht aber auch bewusst öfter aus anderen Stiltöpfen. Beispielsweise in dem gefĂŒhl-poppigen "Neben dir" und der munteren Ska-Nummer "Alles super". In dieser Band steckt sehr viel Potential!
Minky Stein


CHRIS REA
The Return Of The Fabulous Hofner Bluenotes‘
edel
@@@@


Neues earBook von Chris Rea, das gleich mit 3 CDs aufwarten kann und Musik und Bild sehr genial verbindet. Musikalisch wird es sehr bluesig. CD1 („The Delmonts“) ist rein instrumental gehalten, CD 2+ CD 3 laufen unter dem Titel „Hofner Bluenotes“. Auf den 80 Buchseiten werden Chris Rea & Band, alte Fotos der 50er und 60er Jahre sowie die legendĂ€ren Hofner Gitarren gezeigt.
Fabian Hauck


HANS REFFERT
Westlich Bb9
Wonderland/Rough Trade
@@@@@


Mit dieser CD hat sich der Gitarrist von Guru Guru einen Wunsch erfĂŒllt und eine extrem coole Scheibe auf seiner Lap Steel Guitar (auch Hawaii-Gitarre genannt) eingespielt. Besonders stimmig und atmosphĂ€risch ist das TitelstĂŒck geraten, das gleichzeitig auch der Opener ist. Ansonsten kann man nur staunen, welche KlĂ€nge Hans Reffert seiner Gitarre entlockt. Nicht nur fĂŒr den Gitarrenfreund eine echte Entdeckung! Aloha!
Rainer Guérich


BRISA ROCHE
Takes
Discograph/Alive
@@@@


Begnadeten Retro-Pop mit Anleihen der kalifornischen Hippie-Ära prĂ€sentiert uns Brisa RochĂ© auf ihrem  Album „Takes“. Sie setzt dabei den Sound ihrer DebĂŒtarbeit „The Chase“ (2005) konsequent fort. Ihre einschmeichelnde Stimme steht im Mittelpunkt der 15 Songs, die sie gekonnt mit spartanischer Instrumentierung in Szene setzt. Normalerweise trennt sich beim 3. Album die Spreu vom Weizen, bei Miss RochĂ© kann man dies getrost schon nach der 2. Einspielung feststellen. Ihre zauberhaften Pop-Perlen, teils mĂ€rchenhaft-versponnen und mit gelegentlichen Psychedelic-Elementen versehen, gehören zum Besten, was die internationale Musikszene derzeit zu bieten hat.
Simone Theobald


ROOMFUL OF BLUES
Raisin' A Ruckus
Alligator Records/in-akustik
@@@@@


Bereits seit 40 Jahren versorgen Roomful Of Blues ihre Fangemeinde mit einer ĂŒberzeugenden Mischung aus Blues, R'n'B, Swing und Jazz. Mit "Raisin' A Ruckus" steht nun ihr neuestes Werk ins Haus, das vom Start weg Stimmung in die Bude bringt. Duke Robillard & Co. haben tolle Songs im Schlepptau wie "Big Mamou", "Boogie Woogie Country Girl" und "New Orleans". Eine Scheibe, die man so schnell nicht wieder zur Seite legt

Bernd Lorcher


RUSSKAJA
Kasatchok Superstar
Chat Chapeau/Soulfood
@@@@@


RUSSKAJA sind eine absolut einzigartige Russian-Balkan-Ska-Formation in AchterstĂ€rke, die mit Sicherheit Schwung in jede Party bringt. Vor allem SĂ€nger Georgij Makazaria sorgt mit seinem Gesang in russischer Sprache fĂŒr einen hohen Wiedererkennungswert bei den munteren Songs, welche die Band mit ungebremster Spielfreude vom Stapel lĂ€sst. Die BlĂ€ser-Fraktion ist doppelt besetzt und sorgt dafĂŒr, dass das Tanzbein zum russischen Polka-Ska zuckt. Anspieltipps sind Titel wie „Bojko-Bojko“ und „Dawai“. ZusĂ€tzlich gibt es noch eine DVD mit einem Liveauftritt von Russkaja auf dem Wiener Donauinselfest.
Simone Theobald


THE SINGLES
Start Again
Fading Aways/Alive
@@@


The Singles kommen zwar aus der Autostadt Detroit, huldigen auf ihrem zweiten Album „Start Again“ aber unverblĂŒmt den Beatles. Poppige Hooks, beatleske Harmonien und Songaufbau muten streckenweise wie eine Zeitreise in die Sechziger Jahre an. Den Beatles Fan dĂŒrfte es aber freuen...
Duklas Frisch



SON OF DAVE
03
Kartel/Rough Trade
@@@@


Der Mann ist ein musikalischer Tausendsassa, ein Alleskönner und eine One-Man-Band, der innerhalb kĂŒrzester Zeit jede Halle im Griff hat. Seit fast 22 Jahren auf Achse hat sich Benjamin Darvill, so heißt Son Of Dave mit bĂŒrgerlichem Namen, spĂ€testens seit seinen Supports fĂŒr Supergrass, Grace Jones oder Seeed einen beachtlichen Ruf erspielt. Dabei ist seine musikalische Bandbreite unverschĂ€mt weit gespannt und reicht vom folkigen Ur-Rhythmus ĂŒber Blues, Country, Rock bis zu gewitzten Improvisationen. Bei seiner dritten Soloeinspielung, sinnigerweise mit „03“ betitelt, heißt es erst einmal die Luft anhalten und genau hinhören. Denn auch in den elf neuen Tracks (u.a. mit einer absolut geilen Bearbeitung des Klassikers „Low Rider“) schöpft Mr. Darvill aus den verschiedensten Quellen und vermischt das Ganze zu einem groovig-fingerschnippenden Rhythmus-Cocktail.
Frank Zöllner


BILL STAINES
Old Dogs
Red House Records/in-akustik
@@@@@


Nanci Griffith zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Fans von Bill Staines, der seit vielen Jahrzehnten zu den besten Songwritern der Folkszene zĂ€hlt. Nachdem seine Fans drei Jahre auf ein neues Album warten mussten, ist die Freude ĂŒber seinen neuen Longplayer „Old Dogs“ groß. Songs wie das TitelstĂŒck, „Sweet Wyoming Home“ und „Cotten Pickin’“ sind glaubhafte Bekenntnisse von einem der ĂŒberzeugendsten Troubadore, die Amerika zu bieten hat.
Minky Stein


OTIS TAYLOR
Recapturing The Banjo
Telarc/in-akustik
@@@@@@


Bluesfreunde aufgepasst, diese Scheibe mĂŒsst ihr euch unbdeingt besorgen! Otis Taylor hat hier zusammen mit befreundeten KĂŒnstlern wie Guy Davis, Corey Harris, Alvin Youngblood Hart, Keb’ Mo und Don Vappie ein tolles Banjo-Roots-Blues-Album eingespielt. Auf dem Spielplan stehen viele alte Traditionals (u.a. „Les Ognons“, „Deep Blue Sea“), aber natĂŒrlich auch Kompositionen aller Beteiligten. Die einzelnen Tracks sind mit Banjo und Lap Steel akustisch wunderbar instrumentiert. Als Reinhörtipps empfehlen sich „Live Your Life“ und „Hey Joe“, das durch Jimi Hendrix zu Weltruhm kam. Klasse!
Rainer Guérich



TEITUR
The Singer
edel records
@@@@


Teitur kommt von den Faröer Inseln   und genießt dort einen Singer/Songwriter-Status wie hierzulande vielleicht Herbert Grönemeyer. Seine Songs sind vertonte Kurzgeschichten oder Erlebnisse, die bei Teitur ihre Spuren hinterlassen haben. FĂŒr den Freund einer melancholisch und nordisch geprĂ€gten Soundkulisse sicher eine Empfehlung wert.
Simone Theobald


TOO HOT CLUB Vol.1
Hip Hop Electro Tsunamy Party
Alarm/Intergroove 2008
@@@@@


Ziemlich angesagt sind momentan die HipHop meets Electro-Parties, die in diversen Clubs stattfinden. BerĂŒchtigt sind auch die Berliner "Too Hot Club"-Parties, die einen regelrechten Trend angestoßen haben, zu dem es passenderweise hier die erste Compi gibt. Die Grenzen zwischen HipHop, Techno und Electro zerfließen. Mit dabei sind Acts wie She-Raw und Zwang, KIZ, Defcon und Khan u.v.a.
Siggi Mayen


TRITE RADIO
Here‘s To The Moment
Your Life Rec./Alive
@@@@


Einen Mix aus US-College-Sound, Alternative und Brit-Pop servieren uns die vier MĂŒnsteraner Musiker auf ihrem brandneuen Dreher und haben dabei tatsĂ€chlich den einen oder anderen Ohrwurm im GepĂ€ck. Im Mittelpunkt ihres Schaffens steht dabei eine Synthese aus dezent-unaufdringlicher Instrumentierung und anspruchsvollen Texten, wobei Markus, Mareike, Jan Malte und Philipp zwischen tiefer Depression, VerlustĂ€ngsten, Euphorie, Liebe und ZĂ€rtlichkeit jede Menge persönlicher Erlebnisse verarbeiten. Ein gelungenes DebĂŒt mit gefĂ€lligen Sound-Stories, GitarrengeplĂ€nkel und noisiger Verzweiflung.
Frank Zöllner


UN KUARTITO
Cerca Del Mar
Übersee Records/Alive
@@@@


Un Kuartito kommen aus dem argentinischen Buenos Aires und ĂŒberzeugen auf "Cerca Del Mar" mit gekonnten Ska- und Reggae-Tunes. Als GĂ€ste sind u.a. auch noch Buju Banton, Fermin Muguruza (Negua Gorriak) und Che Sudaka mit von der Partie. Als Bonustrack gibt's zudem noch eine auf Spanisch gesungene Coverversion von Sublime's StĂŒck "Santeria".
Fabian Hauck


STEVIE RAY VAUGHAN
Solos, Sessions & Encores
Legacy/Sony BMG
@@@@@


18 Jahre nach dem tragischen Tod von Stevie Ray Vaughan hat seine Plattenfirma hier eine beachtenswerte Kollektion diverser Live-Jams zusammengestellt. Der Titel „Solos, Sessions & Encores“ ist korrekt gewĂ€hlt, denn auf jeder Nummer ist Stevies Bluesgitarre unverkennbar. Ob nun bei David Bowies Superhit „Let’s Dance“ oder Collaborations mit KĂŒnstlern wie Jeff Beck („Goin Down“), Albert Collins („Albert’s Shuffle“) oder der hĂŒbschen Blueserin Lou Ann Barton („You Can Have My Husband“). Sehr aufschlussreich das Ganze und als Bereicherung einer Stevie Ray Vaughan-Sammlung nicht schlecht!
Bernd Lorcher


VELVETONE
Yip-Yip!
Crosscut Records
@@@@@


Ein sehr vielschichtiges und atmosphĂ€risch flirrendes Album, das Velvetone aus dem hohen Norden von Deutschland an dieser Stelle vorlegen. Das Quartett um SĂ€nger Ray Devaryo  und Gitarrist Tammo LĂŒers favorisiert eine unberechenbare und dĂŒstere Mischung aus Rockabilly, Soul, Desertrock, Country und Blues-Anleihen. Man könnte sich ihren absolut eigenstĂ€ndigen Soundfloor auch als Beschallung eines Quentin Tarantino-Streifens vorstellen. Hört euch mal Songs wie „Desperate Heart“, „Go On Home“ und „The Kooler“ an, um in die Groove-Philosophie von Velvetone einzusteigen.
Duklas Frisch


RHONDA VINCENT
Good Thing Going
Rounder Records/in-akustik
@@@@


FĂŒr alle Bluegrass-Freunde lohnt sich der Kauf von Rhonda Vincents neuer CD "Good Thing Going". Mrs. Vincent ist schon seit 40 Jahren im MusikgeschĂ€ft und konnte fĂŒr diese Einspielung solch hochkarĂ€tige GĂ€ste wie Russell Moore ("I Give All My Love To You") und Keith Urban ("The Water Is Wide") gewinnen.
Simone Theobald


DANI WILDE
Heal My Blues
Ruf Records/in-akustik
@@@@@


Die Frauen-Riege im Blues-Zirkus hat einen vielversprechenden Zugang bekommen: Dani Wilde. Die hĂŒbsche SĂ€ngerin & Gitarristin kommt aus England und hat bereits mit Gary Moore auf der BĂŒhne gestanden. Musikalisch serviert sie auf „Heal My Blues“ einen sehr atmosphĂ€rischen, authentisch-packenden Chicago-Blues mit wunderbar wabernden Hammonds (‘Morg’ Morgan). Kompositionen wie „I Love You More Than I Hate Myself“ kommen aus dem tiefsten Herzen. Zusammen mit Candye Kane und Deborah Coleman wird Dani ĂŒbrigens im Rahmen der Blues Caravan-Tour 2008 durch Europa touren.
Duklas Frisch
 

 

 

 inMusic | Bei Fußenkreuz 11 | D-66806 Ensdorf | Germany | Phone: ++49 6831-5095-30 | Fax: ++49 6831-5095-32 | eMail
© 2008 inMusic - alle Rechte vorbehalten!