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MÄRZ/APRIL 2012
 | inMusic - da ist Musik drin!

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

JENNIE ABRAHAMSON
The Sound Of Your Beating Heart
How Sweet The Sound/Cargo
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Nicht zu Unrecht wird die aus Stockholm stammende SĂ€ngerin JENNIE ABRAHAMSON immer wieder gerne mit der jungen Kate Bush verglichen. Man höre hierzu nur StĂŒcke wie „Wolf Hour“ oder „Hard To Come By“ ihres aktuellen dritten Albums „The Sound Of Your Beating Heart“. Nicht verwunderlich, dass sich die Kritiker mit Lobeshymnen auf Jennie ĂŒberschlagen. Originell ist zudem auch das Gimmix-Booklet.
Minky Stein

AGENT SIDE GRINDER
Hardware
Headstomp Productions/Cargo
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Die vorliegende Scheibe der Schweden um SĂ€nger Kristoffer Grip ist bereits ihr dritter Release. Die musikalischen Zeitlinien sind wieder einmal straight Richtung 80er Jahre eingestellt. Ihr Sound ist dabei ein hypnotischer Mix aus Industrial, EBM, Elektro und Darkwave, wobei hörbar  Bands wie Kraftwerk, Can oder Depeche Mode Pate standen. Mit ihren rhythmischen und melodischen Klangexperimenten schafft die Band einen weitgespannten und strukturierten Sound. Die Songs haben durchaus sphĂ€risches Potential, wobei vorbeischwebende Synthieschwaden im Verbund mit den Dark-Vocals von Frontmann Kristoffer mitunter an Joy Division erinnern.
Frank Zöllner

AMARAL
Hacia Lo Salvaje
Gatorama Music/Galileo MC
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In Spanien verfĂŒgt das Duo um SĂ€ngerin Eva Amaral und Gitarrist Juan Aguirre bereits ĂŒber Kultstatus. „Hacia Lo Salvaje“ stand lange auf Platz 1 der spanischen Albumcharts und wurde mit Platin dekoriert.  Die Beiden haben den Soundkosmos von KĂŒnstlern wie PJ Harvey, den Pretenders und U2 förmlich in sich aufgesogen und daraus eine mitreißende und packende Pop/Rock-Mischung mit spanischen Texten gemacht. Evas Gesang ist packend und die 12 Nummern gehen auch gut ins Ohr, man höre hierzu nur das tempovariierende „AntĂĄrtida“.
Minky Stein

FABIAN ANDERHUB
It’s A Blues Thing
Rock The Earth/Big Lake
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Immer schön, im Blues-Bereich noch Neuentdeckungen zu machen. Der Schweizer SĂ€nger & Gitarrist Fabian Anderhub mit Wahlheimat Kanada hat mit seinem Begleit-Trio einen roughen und glaubwĂŒrdigen Bluesrock eingespielt, der mal mit Harpphrasierungen, mal mit Wurlitzersound oder einer zweiten weiblichen Stimme (Layla Zoe auf „Midnight Train“) aus den Boxen zĂŒngelt. Wer auch nur etwas fĂŒr einen riffbetonten und schwelenden Bluesrock ĂŒbrig hat, zugreifen!
Rainer Guérich

ARSTIDIR
Svefns og vöku skil
Beste! Unterhaltung/Broken Silence
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Ganz nach meinem Geschmack ist dieses Akustik-Folk Sextett aus Island, bei dem die Bandmitglieder nicht nur akustische Instrumente wie Gitarre, Cello, Violine u.a. spielen, sondern auch allesamt singen. Ob nun solo, mehrstimmig oder im Chor. Die Texte in islĂ€ndischer Sprache werden mit traditionellen EinflĂŒssen, Folk, Pop und Kammermusik sehr genial gemischt. Die beiden englischen Songs hĂ€tte man sich sparen können.
Rainer Guérich

ERIC BIBB
Deeper In The Well
Dixiefrog/Fenn Music
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Auf eine Reise nach Louisiana lĂ€dt uns Eric Bibb auf seiner neuen CD ein, die 13 Tracks bereit hĂ€lt. Das Instrumentarium ist mit allen möglichen Gitarren, Mundharmonika, Fiddle, Tambourin, Dobro und Accoreon reichhaltig besetzt, was den Höreindruck von StĂŒcken wie „Bayou Belle“ und „Sinner Man“  positiv gestaltet. Besonderer Anspieltipp ist „In My Time“ mit Jerry Douglas an der Dobro.
Duklas Frisch

BLANK & JONES
So90s
Soundcolours
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Nach den 80er Jahren hat sich das DJ Team Blank & Jones nun also die 90er vorgeknöpft und dabei einige Perlen des Jahrzehnts zutage gefördert. Wie gewohnt finden sich in dem opulenten und schick aufgemachten  3 CD-Package eine Mix-CD von Blank & Jones sowie zwei weitere CDs, auf denen sich die Radio- und 12’’ Versionen von insgesamt 35 KĂŒnstlern finden, die das letzte Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends musikalisch geprĂ€gt haben. Etwa The Lightning Seeds („Licky You“), The Brand New Heavies („Never Stop“), Olive („You’re Not Alone“), Pulp („Disco 2000“), Enigma („Sadeness Part I“), Kosheen („Catch“), DNA feat. Suzanne Vega („Tom’s Diner“) u.v.a. Viel Spaß beim Neuentdecken der 90s!
Siggi Mayen

CALLMEKAT
Where The River Turns...
GIANA FACTORY
Save The Youth
Questions&Answers/Rough Trade
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2 Neuveröffentlichungen auf dem Label „Questions & Answers“. Hinter CALLmeKAT verbirgt sich die aus Kopenhagen stammende SĂ€ngerin Katrine Ottosen, die auf „Where The River Turns Black“ ihre intensiven Stimme in eine Mischung aus melancholischem Pop und Alternative-Fragmenten verpackt. - Auch GIANA FACTORY kommen aus Kopenhagen. Allerdings handelt es sich hier um ein Frauentrio, das schon Bands wie Glasvegas oder The Raveonettes supportete. Der Gesang von Frontfrau und Drummerin Loui Foo ist sehr variabel und passt zu Post Rock-Parts genauso gut wie zu pulsierendem Pop und hypnotischen Beats. Als Reinhörtipp empfiehlt sich „Rainbow Girl“.
Duklas Frisch

COEUR DE PIRATE
Blonde
Le Pop Musik/Groove Attack
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Mit Spannung erwartet wurde das zweite Album von BĂ©atrice Martin, der 22jĂ€hrigen Französin und Wahl-Quebecerin. Die 12 sehr abwechslungsreichen Songs, die vollkommen untypisch von einem französischen Kinderchor eingeleitet werden, verzaubern wie schon auf ihrem genialen DebĂŒt. Besonders stark wird es vor allem in den ruhigeren Nummern wie beispielsweise „Ava“, „Les amours dĂ©vouĂ©es“ und dem countryesken Duett „Loin d'ici“ (zusammen mit Jimmy Hunt). Hier kann BĂ©atrice ihren stimmlichen und kĂŒnstlerischen Charme voll und ganz ausspielen. Produziert wurde das Album ĂŒbrigens von Howard Bilerman (Arcade Fire, British Sea Power).
Rainer Guérich

COUNTING CROWS
Underwater Sunshine
Cooking Vinyl/Indigo
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Nach vier Jahren Pause melden sich die Counting Crows mit einem reinrassigen Cover-Album zurĂŒck. Interpretiert werden hauptsĂ€chlich Titel ihrer Helden wie Bob Dylan („You Ain’t Going Nowhere“), Gram Parsons („Return Of...“) und Travis („Coming Around“). Dazu gibts aber auch noch Neuinterpretationen von 2 StĂŒcken, die noch in der Pre-Counting Crows-Phase als Tender Mercies und Sordid Humour entstanden: „Four White Stallions“ und „Jumping Jesus“. Also ein musikalisches FĂŒllhorn fĂŒr alle Counting Crows-Fans.
Minky Stein

DICKES B!
B-Prominent
Beatpackers Records/Groove Attack
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Das neueste Destillat der Kölner Rap-Funk-Combo steht am Start und wartet mit einer Mischung aus Spoken Words, lautmalerischer Silben-Rhythmik und viel Happy Feeling auf. Seit gut 8 Jahren touren die Jungs durch die Republik, Österreich und die Schweiz und haben dabei so manchen Gig zum Kochen gebracht. Aber auch im Studio hat die Crew ihre QualitĂ€ten und liefert eine durchaus eingĂ€ngige HipHop-Kost, die mal verrĂŒckt-abgedreht, mal sozialkritisch oder augenzwinkernd aus den Boxen kommt. Keine Frage: Hier sind kompetente Feinmechaniker der deutschen Sprache am Werk!
Fabian Hauck

ESSENTIAL LEVITATION
20 years Of Ibiza Chillout Music
Whirlpool Records/Intergroove
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Seit 20 Jahren bĂŒrgen Levitation, das Produzenten-Team um Chris Gilcher, Ingmar HĂ€nsch und Marcell Meyer fĂŒr essentielle und feinste Chillout Music, die auf etlichen Compilations (u.a. CafĂ© Del Mar) zu finden ist. Mit dieser 3er CD Box gibt es nun einen RĂŒckblick und einen Neustart zugleich. Neben einer Auswahl ihrer besten Titel gibt es auch 10 neue, speziell fĂŒr diese Veröffentlichung aufgenommene Tracks, auf denen es tolle SĂ€ngerinnen zu hören gibt. Als Anspieltipps hierzu dienen „How Wonderful“ (mit Mocci Ryen, BackgroundsĂ€ngerin von Patti Labelle) und „These Thoughts“ (feat. Caro Barths). Highlight des Packages ist insbesondere aber auch das 14gĂ€ngige Bonus-Mix-Set von DJ Sweep, das auf der dritten CD zu finden ist.
Simone Theobald

EVA
Sky Wide Open
Honx Music/Eva Music
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Die dritte Scheibe der Wahl-Hamburgerin ist eine wahre Fundgrube an anspruchsvollen und inspirierenden Popsongs. DafĂŒr hat die in New York geborene Singer/Songwriterin fast die gleiche Truppe ins Studio geholt wie schon fĂŒr ihren VorgĂ€nger „Bittersweet Sessions“. Entstanden ist so ein Album voll vokaler Durchschlagskraft und musikalischer Bandbreite. Offensiv, energetisch und ĂŒberaus stimmungsvoll prĂ€sentiert uns Mrs. Eva einen bunten Strauß von Melodien ĂŒber die kleinen und großen Momente des Lebens, unaufgeregt und mit reichlich Laidback in der Rille.
Frank Zöllner

UWE FELCHLE PROJECT
Green Funk
7Jazz/New Music Distribution
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Leider sind CD-Veröffentlichungen von guten E-Bassisten ziemlich selten. Da kommt das neue Album des Wahl-Wieners Uwe Felchle wie gerufen. Der gefragte Studiobassist aus Wien hat sich mit seiner Soloscheibe „Green Funk“ einen lange gehegten Traum erfĂŒllt und lotet zwischen phatten Basslicks, Funk und Soul alle anregenden Groovekonstellationen aus. UnterstĂŒtzt wird er bei diesem Vorhaben von einer hochkarĂ€tigen Sidecrew um KĂŒnstler wie Adam Holzman, Dean Brown, Phunkyman Eaton und  Hubert Tubbs. Wer wie ich auf schnalzende Donnerdaumen-Kost mit motorischem VorwĂ€rtsdrang steht, sollte unbedingt mal das straight marschierende „Change Yourself“ und das Bass-temperierte, atmosphĂ€rische „The Streets Of Vienna“ anchecken. Stark!
Rainer Guérich

MICHAEL FITZ
Wenn i schaug...
Wolke Musik/Cargo
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Michael Fitz ist dem Publikum vor allem als ĂŒberzeugender Charakter-Schauspieler bekannt. Er ist aber auch ein VollblutsĂ€nger & Musiker. Dies beweist seine neue Doppel-CD, die in edler Digibook-Aufmachung erscheint und Fitz von seiner emotionalsten Seite zeigt. Die Texte der 21 Tracks sind durchgĂ€ngig auf Bayrisch. Die ideale Sprache, um die kantigen, rauen und glaubwĂŒrdigen Songs ĂŒber das Leben, GemĂŒtszustĂ€nden und Befindlichkeiten zu transportieren. Anspieltipps sind StĂŒcke wie „120 Kilo blau“ und „Bscheissn“.
Fabian Hauck

FREE BEARS
Canyons & Goodbyes
7Music/New Music Distribution
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Aus dem Ruhrpott kommt der Vierer Free Bears, der uns auf „Canyons & Goodbyes“ mit einer handgemachten Mischung aus Country, Hi-Energy Rock'n'Roll, Rockabilly und Folk ĂŒberrascht. 10 coole und abwechslungsreiche Songs sorgen fĂŒr gute Laune. Auf StĂŒcken wie „Blame It On The Boogie“ geben die Free Bears ordentlich Gas, lassen es bei „Shores Of The Rhine“ und „Honkyfied“ aber auch wunderbar relaxed angehen. Die Tempo- und Stil-Variationen auf der CD werden geschickt eingestreut und erhöhen den Unterhaltungsfaktor enorm! Wer auch nur etwas fĂŒr eine intelligente Country-Rockabilly ĂŒbrig hat, unbedingt zugreifen!
Rainer Guérich

ELIN FURUBOTN
Heilt Nye Vei
Ozella Music/Galileo MC
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Tolle Scheibe der aus Oslo stammenden SĂ€ngerin und Songwriterin Elin Furubotn, die fast alle Tracks auf dieser CD in ihrer Heimatsprache singt. Das passt ausgezeichnet zu dem audiophilen und luftigen Klangbild zwischen Jazz, Folk und Pop. ErwĂ€hnenswert ist zudem das sehr gefĂŒhlvolle Saxophonspiel von Karl Seglem, das der Stimme von Elin alle nötigen Freiheiten lĂ€sst. Zum Reinhören empfehlen sich das rhythmisch versierte „Slepp Tvilen Fri“ und das mit gringendem Gitarren-Groove unterlegte „Heilt Nye Vei“. Top!
Rainer Guérich

JAN HIRTE’s BLUE RIBBON
Singing The Blues
MORBLUS
Live At The Camploy Theatre
Stormy Monday/in-akustik
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Zweimal Live-Blues vom Feinsten: Der Gig von JAN HIRTE’s BLUE RIBBON wurde live im Yorkschlösschen Berlin aufgezeichnet und erinnert an den Soul und R&B der 70iger Jahre. Mit fetter BlĂ€sersection und GastsĂ€ngerin Nayeli, die stimmlich an Janis Joplin erinnert. - Das Live-Set der italienischen MORBLUS um ihren Mastermind, Gitarristen und SĂ€nger Roberto Morbioli wurde im Nov. 2006 im Teatro Camploy in Verona recorded. Auf dem Spielplan steht ein schmissiger und kraftvoller Grooveblues mit zĂŒngelnden Hammonds, tollem Gesang und der Prince-Coverversion „Purple Rain“ als genialem Schlusspunkt!
Rainer Guérich

BILLY JOEL
All Time Best
PETER MAFFAY
All Time Best
Sony Music
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Zwei Neuerscheinungen aus der Reclam Musik Edition in quietschegelber Optik und mit informativem Booklet sind diesmal „Piano Man“ BILLY JOEL und dem deutschen Rock-Pop-Poeten PETER MAFFAY gewidmet. Billy Joel ist auf der 18gĂ€ngigen Kompilation mit seinen großen Hits wie „Uptown Girl“, „My Live“ und „Honesty“ vertreten - bei Peter Maffay gibt’s 15 seiner ganz großen Evergreens zu hören, u.a. „Samstag Abend in unserer Straße“, „Über sieben BrĂŒcken musst du geh’n“ und „Du“.
Duklas Frisch

GLOBAL KRYNER
Coverstories
Wildwechsel/Universal
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FĂŒr ihr neues Album haben sich die Global Kryner etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie haben bekannte deutschsprachige Pophits mit ihrem globalisierten Polka-Sound verkrynert. Auf dem Spielplan stehen u.a. Bearbeitungen von Falcos „Der Kommissar“, Karats „Über sieben BrĂŒcken musst du gehn“ und Klaus Lages „1000 und 1 Nacht (Zoom)“. Es ist schon erstaunlich, welch neues Eigenleben die bekannten Songs in den neuen Global Kryner-Versionen entwickeln. Meine beiden Favoriten auf der Scheibe sind Rammsteins „Engel“ und das bitterböse „Taubenvergiften“ des Österreichers Georg Kreisler. UneingeschrĂ€nkt empfehlenswert und höchst unterhaltend“!
Rainer Guérich

HEIDI HAPPY
Hiding With The Wolves
Silent Mode/Cargo
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Das dritte Album der Schweizerin Heidi Happy ist ein echter Volltreffer. Warmer Akustiksound, epischer Pop und sogar ein Streichorchester treffen auf Heidis zĂ€rtliche Stimme. Nur zu gerne lĂ€sst man sich von der poetischen Elfe verfĂŒhren und lauscht wundervollen Nummern wie dem Countryesken „Now“ oder dem mit klassischen Orchsterparts unterlegten „Stereo“, das einen noch tiefer in die Klangwelten von Heidi Happy hinabsteigen lĂ€sst.
Minky Stein

JUNIOR ELECTRONICS
Musostics
Bureau B/Indigo
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Mit „Musostics” fĂŒhren uns die Elektronik-Frickler der Firma Junior Electronics durch ihre aktuelle Werkschau und zeigen, was mit sparsamer Instrumentierung alles möglich ist. Der verschroben-skurrile Adult-Pop von Mastermind Joe Watson (im Hauptberuf Keyboarder bei Stereolab) war noch nie fĂŒr die Floors bestimmt. Minimalistischer Electro-Tech trifft in den neun Tracks auf geschrammeltes Allerlei, clubbige Trance-Anleihen, akustisch untermalten Harmoniegesang, softe Grooves und herrlich entspanntes Feeling zum Dahintreiben.
Simone Theobald

KAIZERS ORCHESTRA
Violeta Violeta Vol. II
Petroleum Records/Rough Trade
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Kaizers Orchestra beglĂŒckt anlĂ€sslich ihres 10jĂ€hrigen Bestehens eine stetig wachsende Fangemeinde mit dem 2.Teil einer locker gestrickten Trilogie. In den zehn brandneuen Songs steht natĂŒrlich eine abgefahrene Mischung aus straightem Rocksound, hartem Riffing und harter Mikrophonarbeit im Vordergrund. Dazu gesellen sich die unterschiedlichsten Spielarten zwischen Adult-Pop, Punk, Alternative und Folk dazu. Und dass die Jungs uns ihre Texte in Norwegisch um die Ohren hauen, gibt dem Ganzen den besonderen Kick.
Frank Zöllner

KONEA RA
Pray For Sun
Vienna Wildstyle/Broken Silence
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Angesiedelt ist der Sound von Konea Ra laut Presse-Info irgendwo zwischen Massive Attack und Portishead, was die beiden Protagonisten SĂ€ngerin Zamagna und Produzent & Turntabler Mangara mit der vorliegenden Scheibe unter Beweis stellen mĂŒssen. Das Ergebnis ist ein durchaus hörbares Konglomerat aus 11 Tracks mit reichlich Drums & Synthesizer-Einsatz, das aber im Ganzen zu sperrig, hölzern und uninspiriert aus den Amplifiern kommt.
Frank Zöllner

CHRIS KRAMER
Kramer Kommt!
Blow Till Midnight/Sony Music
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Nachdem Blues-Harper und SĂ€nger Crazy Chris Kramer auf seinem letzten Album dem traditionellen Chicago Blues fröhnte (zusammen mit Mitgliedern der Muddy Waters Band), schickt er nun ein rockiges Album mit 14 Tracks ins Rennen. Schon der Opener „Ich bin anders“ mit funky „Wah-Wah Gitarre“ und tollem Harp-Solo ist ein echtes Highlight, gefolgt von „Volle Kraft voraus“ und der Southernrock-Nummer „Abschied nehmen“. Zu den emotionalen Höhepunkten auf der CD zĂ€hlen „Bo“ (dem verstorbenen Bo Diddley gewidmet) und die sehr persönliche und unter die Haut gehende Ballade „Ein Teil von dir“, die Kramer fĂŒr seinen verstorbenen Vater schrieb.
Bernd Lorcher

KRAZY BALDHEAD
The Noise In The Sky
Ed Banger/Alive
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Pierre-Antoine Grison aka Krazy Baldhead startet mit seinem neuen Werk genau dort, wo er mit seinem DebĂŒt „B-Suite“ endete. NĂ€mlich mit poptauglichen und verzerrten Vocoder-Stimmen, groovenden Downbeats und mixtechnischen Experimenten. Der Fader stellt Verschrobenheit, lĂ€rmende Synthie-Phasen und Freestyle vor einen durchgĂ€ngigen Rhythmus-Flow und FlĂ€chensound. Das wirkt auf Dauer anstrengend und ist gĂ€nzlich ungeeignet fĂŒr die Clubs. Wer allerdings auf verrĂŒckten Adult-Pop, Funk und Elektro mit Strange-Faktor abfĂ€hrt, dĂŒrfte hier sein zu Hause finden.
Siggi Mayen

TOM KRIMI
Why Don‘t We
Treat/Timezone
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Wer kann sich noch an das Duo Stereo De Luxe erinnern? Ein Teil davon war Tom Krimi, der jetzt mit „Why Don‘t We“ seine zweite Soloarbeit vorlegt. PrĂ€sentiert wird eine bunte Mischung aus charmanter LĂ€ssigkeit und beschwingtem Adultpop. Angenehm verspielt, entwaffnend einfach und ohne den Anspruch perfekt zu sein, serviert uns Mr. Krimi mit viel Wortwitz und Liebe zum Detail einen Folk & Pop-Mix moderner PrĂ€gung mit Sogwirkung.
Frank Zöllner

EAMONN McCORMACK
Heal My Faith
INAK/in-akustik
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Aus Irland kommt AusnahmesĂ€nger und Gitarrist Eamonn McCormack, der uns hier eine tolle Bluesrockscheibe vorstellt. Die 12 Songs auf „Heal My Faith“ hat Eamonn zusammen mit seinem Power-Trio um Bassist Marc-Inti und Drummer Josef Kirschgen in bester Live-Manier eingespielt. Ergebnis ist eine kraftvolle, lodernde und beseelte Scheibe mit tollen Gesangslinien, Gitarrenlicks und viel Verve. Man höre nur mal in das gefĂŒhlvoll-laszive „Self-Pity In New York City“ hinein

Bernd Lorcher

MEENA
Feel Me
Ruf Records/in-akustik
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Auf „Feel Me“ gibt Blueserin Meena Cryle, die mich vom Timbre immer ein wenig an Janis Joplin erinnert, eine erneute Kostprobe ihres Könnens. Klassischer, authentischer und zuweilen wunderbarer Slow-Blues hat die stimmgewaltige Dame mit ihrer Band um Gitarrist Chris Filmore eingespielt. Auf dem Spielplan stehen durchwegs EigengewĂ€chse, allen voran der geniale Opener „Movin’ On“ und „Stay Away From Me Baby“. Dazu gibt es noch zwei tolle Coverversionen von „I Was Made For Loving You“ und der Etta James-Nummer „Come To Mama“.
Rainer Guérich

THE MEGAPHONIC THRIFT
The Megaphonic Thrift
Club AC30/Broken Silence
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Das zweite Album der norwegischen Indie-Band steht am Start und serviert uns einen Elektro-Pop mit Noise-Elementen, Dissonanzen und vorpreschenden Gitarren. Lo-Fi, Unaufgeregtheit und verspielte Beats haben Hochkonjunktur und lassen einen verzerrt-poppigen Alternative-Sound aus den Boxen kriechen, der mit sanftem Flow und Minimalkrach die GehörgĂ€nge erobert. Wer sich beim kurzen Anchecken an Yo La Tengo oder Sonic Youth erinnert fĂŒhlt, liegt verdammt richtig.
Jörg Eifel

MICATONE
Wish I Was Here
Sonar Kollektiv/Alive
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Gut 7 Jahre liegen zwischen ihrem letzten Werk und der vorliegenden Scheibe „Wish I Was Here“. WĂ€hrend dieser Zeit waren Micatone allerdings nicht untĂ€tig, sondern unter dem Pseudonym Nylon in fast identischer Besetzung auf drei Alben aktiv. Desweiteren produzierte Frontfrau Lisa zusĂ€tzlich noch drei Soloalben. Alles in allem also eine spannende Zeit, die jetzt mit einer neuen Micatone-Einspielung gekrönt wird. Auf den 12 Tracks setzt die Truppe auf einen ungemein kurzweiligen und groovenden Sud aus Soul, Beat, Jazz, Blues und einen abgehangenen Surfsound mit reichlich Tremoli-Gitarren und 70er Jahre Flair. Soundtracks von Filmen wie Pulp Fiction oder Jackie Brown lassen grĂŒĂŸen, wobei die Stimme von Lisa Bassenge in ihren besten Momenten an die große Billie Holliday erinnert.
Frank Zöllner

THE MIGRANT
Amerika
Divine Records/Broken Silence
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Die dĂ€nischen The Migrant veröffentlichen ihr zweites Album. Wieder hat es die Band um den ehemaligen „Elephants“ SĂ€nger Bjarke Bendtsen geschafft, ein kleines Pop-Folk Meisterwerk einzuspielen.   Mit unterschiedlicher Emphasis und weitgehend akustischer Instrumentierung, die aber auch sehr vehement aus den Boxen kommen kann, ist der kĂŒnstlerische NĂ€hrboden geradezu ideal fĂŒr Bjarkes raue Stimme und seine Texte ĂŒber die unendliche Weite der amerikanischen Landschaft.
Minky Stein

ZED MITCHELL
Game Is On
Acoustic Music/Rough Trade
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Der jugoslawische SĂ€nger & Bluesgitarrist Zlatko Manojlovic steht fĂŒr einen technisch versierten Bluesrock mit Message und exzellentem Groove-GefĂŒhl. Seine Texte gewinnen den kleinen Problemen des Alltags positive Seiten ab und schĂ€rfen den Blick fĂŒrs Wesentliche. Als Reinhörtipps unbedingt mal „The Lady Lives The Blues“ und „Money For My Blues“ anchecken. FĂŒr jeden Bluesfreund einen dicken Reinhörer wert!
Bernd Lorcher.

MOEBIUS & RENZIEHAUSEN
Ersatz
Ersatz II
Bureau B/Indigo
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Zwei Wiederveröffentlichungen von sehr fruchtbaren Zusammenarbeiten zwischen dem Elektronik-KĂŒnstler Dieter Moebius (u.a. Cluster, Harmonia) und dem Computer/SoundkĂŒnstler Karl Renziehausen. „Ersatz“ erschien ursprĂŒnglich im Jahre 1990 und macht schon gleich mit dem wabernd maschinoiden Opener „Hydrator“ richtig Spaß. Im weiteren Verlauf experimentieren die beiden Klangarchitekten ohne jegliche BeschrĂ€nkung und ziehen so manches Elektronik-Loop aus der Anlage. - 1992 folgte mit „Ersatz II“ die zweite Kollaboration von Moebius & Renziehausen. Die Tracks sind deutlich kĂŒrzer als auf dem VorgĂ€nger und mitunter sogar fast tanzbar. Beide LPs sind durchaus entdeckenswert!
Rainer Guérich

LUCIE NIEMELÄ
Doses
Zeitart Records/New Music Distrib.
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Verdammt hĂŒbsch ist die geborene Tschechin und Wahlfinnin Lucie NiemelĂ€, die mit „Doses“ ein romantisches, fast schon trĂ€umerisches Album eingespielt hat. Ihre sehr fragile und zarte Stimme  erzeugt eine sehr fesselnde AtmosphĂ€re, von der man sich nur zu gerne gefangen nehmen lĂ€sst. Doch auch dramatische Momente mit Streicherparts kommen auf den 12 StĂŒcken nicht zu kurz, was mit „Apologies Pending“ bewiesen wird.
Minky Stein

SALIM NOURALLAH
Hit Parade
Tapete Records/Indigo
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Wunderbar versponnene Popsongs, irgendwo zwischen Folk, Indie, Alternative und Brit hat der gebĂŒrtige Texaner mit einer handverlesenen Studiocrew in nur fĂŒnf Tagen eingespielt. „Hit Parade“ verzaubert uns vom ersten Akkord an. Dabei arbeitet der Singer/Songwriter mit einer sĂŒchtig machenden Mischung aus einfach gestrickten Arrangements, dezenter Instrumentierung und einer unaufdringlichen Stimme, die uns die Geschichten des Alltags nĂ€her bringt. Ich will nicht soweit gehen und der Scheibe einen Ausnahmestatus attestieren, aber die akustisch reduzierten und tief inspirierten Songs sind schon etwas Besonderes.
Fabian Hauck

GRETCHEN PETERS
Hello Cruel World
NANCY GRIFFITH
Intersection
Proper Records/Rough Trade
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Zwei heiße Empfehlugen fĂŒr Country-Freunde auf dem feinen Label „Proper Records“: Die aus Nashville stammende Grammy dekorierte GRETCHEN PETERS hat mit „Hello Cruel World“ ein erstaunlich unspektakulĂ€res, feinsinniges Akustikalbum eingespielt. Zwischen Folk und Country sind ihre melancholisch intensiven Kompositonen angesiedelt, von denen man unbedingt mal in das emotionale „Five Minutes“ hineinhören sollte. Zu der erlesenen Studiocrew zĂ€hlten u.a. Viktor Krauss, Will Kimbrough und Barry Walsh. - In Nashville im Studio war auch Country-Ikone NANCI GRIFFITH, deren neues Werk den Titel „Intersection“ trĂ€gt. Zu meinen Favoriten zĂ€hlt insbesondere das von einem sehr sanften Slowgroove getragen „Never Going Back“. Stimmiger Akustik-Country mit viel GefĂŒhl - schön!
Rainer Guérich

PET SHOP BOYS
Format
Parlophone/EMI
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Seit 25 Jahren bĂŒrgt das Electro Pop-Duo Pet Shop Boys nun schon fĂŒr nicht enden wollende Hiterfolge. Mit „Format“ erscheint nun eine edel aufgemachte Doppel-CD-Box, die insgesamt 38 B-Sides und Bonustitel enthĂ€lt, die zwischen 1996 bis 2009 entstanden. Alle Songs wurden sorgfĂ€ltig remastered, und es gibt fĂŒr die Fans einiges zu entdecken, u.a. den Hit „Discoteca“ in einer neuen Version, „Confidential“ (ein Demo fĂŒr Tina Turner) und die Elton John Kooperation „In Private“ im 7-inch Mix.
Simone Theobald

PYROLATOR
Inland
Ausland
Ata Tak-Bureau B/Indigo
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Zwei mit zahlreichen Bonustracks versehen Wiederveröffentlichungen von PYROLATOR, dem Solo-Protest-Punk -Elektronik Projekt von Kurt Dahlke, der nicht nur LabelgrĂŒnder von Ata Tak war, sondern auch in Bands wie DAF und Der Plan spielte. „Inland“ erschien 1979, also kurz bevor die NDW so richtig ins Rollen  war und ist sehr Synthesizer-geprĂ€gt und experimentierfreudig, manchmal sogar bedrohlich. - „Ausland“ wurde 2 Jahre spĂ€ter inmitten der BlĂŒtezeit der Neuen Deutsche Welle released. Klar, dass sich das auch auf die Tanzbarkeit, den Gesang  und die ClubkompatibilitĂ€t der StĂŒcke niederschlug. 2 sehr interessante Musikdokumente!
Duklas Frisch

QLUSTER
Antworten
ROEDELIUS
Plays Piano
Bureau B/Indigo
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„Antworten“ ist der dritte Teil von QLUSTER Musik, den Hans-Joachim Rodelius und Onnen Bock auf improvisativer und intuitiver Basis eingespielt haben. Entstanden sind die Takes wĂ€hrend einer nĂ€chtlichen Session in Berlin im Jahre 2007. Man höre und staune, welche Sounds die beiden KreativkĂŒnstler ihren beiden Steinway Pianos und additiven Soundbowls entlockten. - Von ROEDELIUS erscheint mit „Plays Piano“ ein Konzert, das bereits 1985 in London aufgezeichnet wurde und jetzt erstmals veröffentlicht wird. Im Londoner Bloomsbury-Theater zeigte Roedelius auf den 21 Klavier-Partituren sein Können auf dem Steinway-FlĂŒgel. Ein Erlebnis!
Minky Stein

RAGGABUND
Mehr Sound
Chusma Records/Alive
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Zweites Album von Raggabund, der Band um die MĂŒnchner BrĂŒder Paco Mendoza und Don Caramelo (Ex-Blumentopf). Mit ihrem Mix aus Dancehall-Ragga, Roots Reggae, HipHop und positiven Vibes waren sie schon mit KĂŒnstlern wie Seeed und Gentleman on tour. Die sozialen Themen werden sehr gekonnt mit einer Menge „Good Vibrations“ verpackt. Mit zahlreichen GĂ€sten wie Dr. Ring Ding, Macka B., Cajus & Roger (Blumentopf), DJ Vadim u.v.a.
Fabian Hauck

SIMPLE MINDS
X5
Virgin/EMI
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Mit ihrem ohrgĂ€ngigen und variabel gestrickten New Wave- und Rocksound avancierten die aus dem schottischen Glasgow stammenden Simple Minds zu den erfolgreichsten Bands der 80er und 90er Jahre. Ihren großen Durchbruch hatte die Band um SĂ€nger Jim Kerr mit der Hitsingle „Don’t You“ im Jahre 1985. Doch  schon zwischen 1979 bis 1982 hatten die Simple Minds 5 sehr beachtenswerte Alben am Start, die in dem 6CD-Box-Set „X5“ plus zahlreicher, unveröffentlichter Bonustracks versammelt sind. Der Klang des DebĂŒts „Life In A Day“ (1979) war noch sehr deutlich vom Punk  beeinflusst. Auf dem im gleichen Jahr veröffentlichten Album „Real To Real Cacophony“ experimentierte die Gruppe noch deutlicher mit elektronischen und dĂŒsteren Sounds, um auf „Empires And Dance“ (1980) schließlich mit tanzbaren New Wave-Zitaten aufzutrumpfen. FĂŒr die Doppel-LP „Sons And Fascination/Sister Feelings Call“ (ursprĂŒnglich separat 1981 veröffentlicht) holten sich die Simple Minds mit Steve Hillage einen erfahrenen Produzenten an Bord. Auf „New Gold Dream (81-82-83-84)“ (1982)  hatten Simple Minds dann ihren chartkompatiblen Stilmix weitgehend gefunden. Die Platte enthielt Singlehits wie „Promised You A Miracle“ und „Glittering Prize“ und etablierte die Simple Minds endgĂŒltig in den britischen Charts. Tipp fĂŒr alle Fans der Band: Die Simple Minds werden auf der bevorstehenden „5X5“-Livetour jeweils 5 Songs dieser 5 LP’s live auf der BĂŒhne prĂ€sentieren!
Duklas Frisch

CHARLENE SORAIA
Moonchild
Peacefrog/Rough Trade
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Weniger ist manchmal mehr. Diese einfache Erkenntnis zeigt sich auf dem tollen Erstlingswerk von SĂ€ngerin & Gitarristin Charlene Soraia. Eröffnet wird die CD von dem unterschwelligen, fast schon schwebenden „When We Were Five“, gesanglich sehr zurĂŒckhaltend intoniert und mit fragilen Gitarrenkonfigurationen und elektronischen Klanginstallationen durchflutet. Große Klasse, ebenso wie das folgende „Daffodils“, auf dem Charlene ihr Songwritertalent offenbart. Tolle Scheibe mit einem GespĂŒr fĂŒr nicht alltĂ€gliche Kompositionen mit hohem Wiedererkennungswert.
Rainer Guérich

SWAMP CABBAGE
Squeal
Zoha/Membran
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Sumpfiger Swamp-Bluesrock mit allen möglichen Ecken und Kanten. Das Trio um Walter Parks (voc., guitar), Matt Lindsey (string bass) und Jagoda (drums) serviert einen authentisch zischenden und klapperdenden Louisiana-Cocktail, der nicht zuletzt durch Parks degeneriert rauer Stimme einem wahre GĂ€nsehautschauer ĂŒber den RĂŒcken jagt. Genialer Klangeintopf!
Bernd Lorcher

DAVID SYLVIAN
A Victim Of Stars 1982-2012
Virgin/EMI
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Eine Doppel-CD, die das Schaffen von David Sylvian zwischen 1982 bis 2012 beleuchtet. Sylvian ist ein echter Genius, seine musikalischen Entdeckungsreisen immer ein Genuss. Zwischen elektronischen StreifzĂŒgen, ambienten Klangwelten, Rockfusion bis hin zum Remix von „Ghosts“, dem Remix des Japan Klassikers, hĂ€lt die liebevoll aufgemachte Zusammenstellung so manche Überraschung bereit.
Duklas Frisch

TOMMY TORNADO
Cool Down
Pork Pie/Broken Silence
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Nach seiner genialen „Sunrise“-Scheibe kommt nun neuer Reggae- und Ska-Nachschub von Tommy Tornado, dem genialen Saxophonisten mit dem untrĂŒglichen Jamaika-Faible. Zu den Highlights der Scheibe zĂ€hlen das dubbig groovende „Weather Report“ und der wonnige Roots Reggae-Schlenker „Nitt Nitt Moye Garabbaam“ mit Ebou Gaya Mada am Mikro und zĂŒngelndem Wurlitzer-Sound. Feine CD fĂŒr alle Freunde des satten Reggae-Grooves mit cooler BlĂ€serkomponente!
Rainer Guérich

VERONICA VITALE
Nel Mio Bosco Reale
7Music/New Music Distribution
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Frischen, modernen und unverbrauchten Italo-Pop serviert uns die gerade mal 23jĂ€hrige italienische SĂ€ngerin und Songwriterin Veronica Vitale auf ihrem Erstlingswerk „Nel Mio Bosco Reale“. In ihrer italienischen Heimat  konnte die ebenso hĂŒbsche wie stimmgewaltige SĂ€ngerin mit Songs wie „Teorie Che Sfuggono...“ und „Intoccabile“ schon fĂŒr Aufsehen sorgen, nun liegt es am deutschen Publikum, dem Charme von Veronica Vitale zu erliegen. Da einige ihrer Nummern mit treibenden Elektronikbeats unterlegt sind (man höre nur „Turn Off“), sollte die Scheibe durchaus auch in der Clubszene funktionieren.
Simone Theobald

JOE LOUIS WALKER
Hellfire
Alligator Records/in-akustik
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Dass Joe Louis Walker ein vorzĂŒglicher Blues-Gitarrist, SĂ€nger & Songwriter ist, dĂŒrfte sich in der Szene lĂ€ngst rum gesprochen haben. Nun erscheint „Hellfire“, sein bisher vielleicht leidenschaftlichstes und emotionalste Werk auf Alligator Records. Im verschworenen Teamgeist mit Produzent & Drummer Tom Hambridge (u.a. Buddy Guy, Susan Tedeschi) entstanden 11 Bluesgranaten, von denen alleine schon das TitelstĂŒck mit seinen zĂŒngelnden Hammondsounds, den diabiolisch-sĂ€genden Bluesgitarrenriffs und Walkers leidenschaftlichem Gesang den Kauf der CD wert ist.
Duklas Frisch

DANI WILDE
Juice Me Up
Ruf Records/in-akustik
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Tolle neue CD von BluessĂ€ngerin Dani Wilde, die auf dem Coverartwork ihrer neuen CD verdammt sexy im roten und schwarzen Minikleid mit ihrer Gitarre posiert. NatĂŒrlich kann Mrs. Wilde auch musikalisch  und stimmlich ĂŒberzeugen. Auf den 13 Songs wechselt sie munter das Tempo und die Spielart und serviert einen unterhaltenden und liebevollen Mix aus Soul, Funk und Bluesrock. Unwiderstehlicher Anspieltipp ist der funkige Groover „Call On Me“ mit seiner ins Ohr gehenden Hookline.
Bernd Lorcher 

 

 

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