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JUNI/JULI 2006
Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

Above & Beyond
Tri-Star
Euphonic/Sony BMG
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Hierzulande eher bekannt durch ihre Remix-Arbeiten fĂŒr Madonna, Dido oder Britney Spears, gehören Above&Beyond auf daer Insel bereits seit einiger Zeit zu den angesagtesten Acts der Club-Szene. Das Trio, bestehend aus Tony McGuiness, Jono Grant und Paavo SiljamĂ€ki, serviert seinen Fans eine druckvolle Dance-Rille mit Ambient-Grundierung, harten Downbeat-Passagen und groovendem RhythmusgerĂŒst! Genau der richtige Stoff zum powerfullen Abtanzen!
Siggi Mayen


Android Love Caravan
Android Love Caravan
Scream Records/Huge Music
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Mit Android Love Caravan hat der Salzburger SÀnger und Gitarrist Markus Weitgasser ein interessantes Bandprojekt ins Leben gerufen, bei dem jede Genre-Schublade klemmt. Seine exaltierte bis dark gefÀrbte Stimme agiert vor einem sehr psychdelischen und flirrenden Soundgeflecht, das nosige Gitarrenriffs ebenso beinhaltet wie Electronics, New Wave-Zitate oder auch schon mal ein Saxophon (zu hören auf dem Opener). Und damit sich der Hörer zu diesem Soundtrip auch seine eigenen Gedanken machen kann, haben die 8 Tracks allesamt keine Titel.
Rainer Guérich


James Apollo
Good Grief
Aquarium Records/Radar
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James Apollo kommt aus Libertyville/Arkansas und legt hier sein bereits drittes Soloalbum vor. „Good Grief“ ist ein sehr spartanisch gehaltenes Singer/Songwriter-Album, das ganz auf die große Stimme von James und seine Akustikgitarre setzt. Die KlangqualitĂ€t ist exzellent, fĂŒr Freunde eines emotionsgeladenen, roughen Folks eine echte Empfehlung!
Bernd Lorcher


Aroma
A Hole Called Rock‘n‘Roll
Silverstone Rec./H‘Art Musik-Vertrieb
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BeschĂ€ftigte sich ihre 2004 erschienene Scheibe „The Current Music Of...“ noch ausgiebig mit dem Sound der 60er, sind Aroma auf ihrer neuesten Einspielung deutlich im Jetzt und Hier angekommen. Auf „A Hole Called Rock‘n‘Roll“ beackern Markus Mehr und seine Crew vom ersten Akkord an rotzig-frechen Gitarrenrock im wohlgetunten Garagen-Sound, lassen aber hier und da auch entspannte Pop-Rhythmen und gutgelauntes Party-Feeling zu. Ein handgemachter , sperrig-schrĂ€ger bis minimalistisch-trockener Rocksound.
Yasmin Schmidt


Daniel Balthasar
Outlines
WPR Music/Alive
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Der Luxemburger Daniel Balthasar legt seine neueste Arbeit vor und etabliert sich endgĂŒltig in den obersten RĂ€ngen der Alternative-Szene. Es ist vor allem die Kombination aus griffigen, oft akustischen Gitarrenakkorden, melodischen Rock&Pop-Songs und der rauchig-zarten Stimme von Daniel Balthasar, die die Scheibe zu etwas Besonderem macht. Die Songs schöpfen ihren Charme aus einer angenehm unfertigen Art, die viel Raum fĂŒr persönliche Erfahrungen, angestaute Emotionen und handgemachten Sound lĂ€sst.
Fabian Hauck


Birke | Leykam | Panasenko
Bewitched Revelations
www.frank-mark-arts.com
CD ĂŒber:
www.cdbaby.com, www.amazon.com
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Der gelungene Nachfolger des 2002er Albums „Act On Impulse“. „Bewitched Revelations“ ist ein Meisterwerk in Sachen ambienter Soundscapes mit hypnotischer Sogwirkung.  Die Songs auf der Scheibe wirken mit ihrem reichhaltigen Instrumentarium (u.a. guitar synths, bass, percussions, midi trumpet, selbst gebaute Klangkörper) und der elektronischen Komponente sehr fließend und homogen. Es finden sich aber auch „bedrohlich obskure Klangmutanten“, wie beispielsweise die aufeinander folgenden StĂŒcke „Lose One‘s Head“ und „Past The Crisis“. „Hier wollten wir die Thematik ‘des Kopf verlierens’ und â€˜ĂŒber dem Berg sein“ musikalisch gegenĂŒberstellen“, erklĂ€rt Roman Birke. „Auf der einen  Seite ist man des öfteren in einer Lebenssituation, in der man einfach nicht mehr weiß, wo Vorne und Hinten ist – nach einiger Zeit löst sich das Problem, und man sieht wieder entspannter und freier in die Zukunft.“ Nur zwei Aspekte eines Bewusstseinsfördernden Klangtrips, Kopfhörer anschnallen und die Play-Taste fĂŒr „Bewitched Revelations“ starten!
Rainer Guérich


Brazilution
Musica Electronica Com Sabor Do Brazil Edition 5.4
Stereo Deluxe/edel
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Das Konzept hast sich bewĂ€hrt! Und so hĂ€lt die neue Brazilectro-Compi von Erfinder Arndt Kielstropp, mal abgesehen von einem Labelwechsel von Ministry Of Sound zu Stereo Deluxe, eigentlich alle erfolgreichen Ingredienzen des VorgĂ€ngers parat. Auch hier setzt man gekonnt auf die Trennung in zwei Silberrillen mit Namen „Sol“ und „Luna“, wobei erstgenannte mehr die relaxten Chillout-Rhythmen parat hĂ€lt, wĂ€hrend „Luna“ mit voller Breitseite in durchtanzte, brasilianische NĂ€chte einlĂ€dt. Gastgeber dieser illustren Doppel-CD sind neben Szene-Cracks wie Ian Pooley, Janice oder Marcelinho auch einige „Lokalmatadore“, die mit jeder Menge Soul, Samba und Salsa sĂŒdamerikanisches Flair verbreiten.
Fabian Hauck


Steve Bug
Presents Bugnology 2
Poker Flat Recordings
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Steve Bug baut auf „Bugnology 2“ konsequent das Konzept des VorgĂ€ngers aus und serviert einen modernen House&Techno-Mix der Extraklasse. Hierbei bedient sich er sich angesagter Szene-Cracks wie z.B. Audiomontage, Carl Craig, Charles Webster oder Sammy Dee, deren Destillate er zu einem minimalistisch reduzierten Drum‘n‘Beat-Groove fusioniert. Ein spacig anmutender Cybertrip mit sanfter Downbeat-Coolness und hypnotischen Vibes.
Siggi Mayen


Johnny Cash
Personal File
Sony BMG
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Diese Doppel-CD ist fĂŒr den Johnny Cash-Fan ein absolutes Muss, beinhaltet sie doch 49 rare Homerecordings, die man auf den zahlreichen Tapes in seinem BĂŒro hinter den Aufnahmestudios des „House Of Cash“ gefunden hat. Zahlreiche Nummern stammen aus den 70ern und 80ern und sind von sehr privater Natur. Unbedingt zu empfehlen!
Duklas Frisch


Paolo Conte
Live Arena Di Verona (DVD+ 2CD)
Warner Music
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Seit fast 3 Jahrzehnten zĂ€hlt Paolo Conte zu den außergewöhnlichsten Singer/Songwritern, die Italien zu bieten hat. Am 18. Dezember 1976 gab er in einem alten Bahnhof in Verona vor unscheinbarem Publikum seinen allerersten Auftritt, dem schließlich seine bekannte Weltkarriere folgte. In Verona entstand auch dieser Livemitschnitt von Paolo Conte am 26. Juli vergangenen Jahres. Zwölftausend begeisterte Zuschauer feierten in der Arena Di Verona ihren bestens aufgelegten Barden, der nochmal seine Karriere Revue passieren ließ. So finden sich alte Songs wie „La Donna D‘Inverno“, aber auch aktuelles Material von seinem jĂŒngsten Album „Elegia“ („Sandwich Man“). Parallel zur DVD erscheint das Livematerial auch als Doppel-CD mit 24 Tracks.
Simone Theobald


Simphiwe Dana
Zandisile
Skip Records
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Klasse Album von SĂ€ngerin Simphiwe Dana, die mit ihrer tollen Soulstimme, den afrikanischen Texten und dem leicht funkigem Sound auf den Spuren der großen Erykah Badu wandelt. Etwas mehr traditionell afrikanischer Klangkontext vielleicht, aber sehr audiophil und charmant. Ein echter Geheimtipp mit meinen Reinhörempfehlungen „Vukani“ und „Ndize Mama Tata“.
Duklas Frisch


Peter Elkas
Party Of One
Tapete Records/Indigo
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Schön, dass es immer noch ungeschliffene Rohdiamanten wie Peter Elkas gibt, der bisher sein Auskommen als Frontmann der unbekannten (kanadischen) Indie-Band „Local Rabbits“ und EisverkĂ€ufer bestritt. Seit ĂŒber zehn Jahren ist der Multiinstrumentalist und Songwriter bereits aktiv, ohne dass er seine FĂŒhler je ĂŒber das verschlafene Montreal ausgestreckt hĂ€tte. Ein Umstand der sicht mit „Party Of One“ jetzt Ă€ndern wird, denn die Scheibe zeigt Elkas Ausnahmetalent in Sachen rockig-folkiger Songgeschichten ĂŒber die „Blues-Seiten“ des Lebens. Dicht, unprĂ€tentiös und voller Emotionen.
Yasmin Schmidt


Fantastic Freeriding
The Next Chapter
Switchstance/Our Distribution
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Mit diesem Sampler feiert das im Boardsport sehr aktive Label Switchstance Recordings das 5jĂ€hrige Bestehen. Das stilistische Programm der darauf vertretenen Acts ist breit gefĂ€chert und reicht von Dub, HipHop, Funk und Electro bis hin zu Afro-Sounds. Besonders hörenswert sind Protassov mit ihrem „Butterfly Dub“ und Ancient Astronauts mit „Until The Stars Go Out.
Duklas Frisch


Sue Foley
New Used Car
Ruf Records/inakustik
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Gewohnt gutes Album von der Blues- und Soulröhre Sue Foley, die mit „New Used Car“ ihr bereits zehntes Album vorlegt. Tempovariierend und kraftvoll kommen die Songs aus den Boxen, wobei ein Zwischenstop bei „Make It Real“ und „Do It Again“ lohnt.
Duklas Frisch


Gotan Project
Lunatico
Ya Basta/Universal
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Fast sechs Jahre ließ sich das Pariser Trio Gotan Project Zeit, um ihrem gefeierten DebĂŒt „La Revancha Del Tango“ ein neues Studioalbum folgen zu lassen. „Lunatico“ bietet zwölf emotionsgeladene Songs zwischen Tango, französischem Chanson, modernem Drum‘n‘Bass und folkloristischen Elementen. Die verdrehten Easy-Listening Harmonien begeistern durch elektronische Interaktionen, Alltags-Poesie, groovig-tragende BĂ€sse und dĂŒster-flĂ€chigen Tango-House-Sound. Ein gepflegter Dicso-Dance-Mix fĂŒr die unteren Körperregionen.
Siggi Mayen


Grandaddy
Just Like The Fambly Cat
V2 Records
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FĂŒr alle Indie-Fans kommt die schlechte Nachricht zuerst! Mit „Just Like The Fambly Cat“ legen die Sonderlinge aus Kalifornien definitiv ihren letzten Dreher in gewohntem Line-up vor. Gitarrist Jimmy Fairchild und Drummer Aaron Burtch sind schon weg, und so hat Mastermind Jason Lytle das Werk kurzerhand in Personalunion eingespielt. Was man der CD allerdings in keinem Akkord anhört! Im Gegenteil, der Grandaddy-Sound marschiert wie eine Eins und hĂ€lt jede Menge schrĂ€ger Gitarrenriffs, Soundcluster und emotionale Vokalarbeit bereit.
Frank Zöllner


Heather Greene
Five Dollar Dress
BHM/ZYX Music
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In der New Yorker Underground-Szene wird SĂ€ngerin Heather Greene bereits hoch gehandelt. Vergleiche mit Joni MItchell und Tori Amos sind denn auch nicht von der Hand zu weisen, wobei Heather schon ihr eigenes Ding macht. BittersĂŒĂŸe Songs voller Poesie und langsam wachsender StĂ€rke. Anspieltipps: „Just What I Needed“ und „Hold Me Down“.
Simone Theobald


Groove Collective
People People Music Music
BHM/ZYX Music
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Das Groove Collective ist ein Open Minded Projekt, das es schon seit Anfang der 90iger Jahre gibt. Ihre Jam-Musik ist ebenso groovy wie funky und beinhaltet die verschiedensten Stilzutaten. Mal geht es Richtung Latin („Forgotten Travellers“), mal wird GĂ€sten wie Fred Wesley („DFU“) oder SĂ€ngerin De Louie Avant grĂ¶ĂŸerer musikalischer Spielraum eröffnet. Hörenswert!
Bernd Lorcher


Herbert
Scale
!K7 Records
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Seit ĂŒber 10 Jahren nicht nur aus der englischen Musik-Szene mehr wegzudenken, entfĂŒhrt Mastermind Matthew Herbert den Hörer auf dieser Scheibe in einen Soundkosmos aus eingĂ€ngigen Popmelodien, entspannten Grooves, und sprunghaften Rhythmuswechsel. Die verfĂŒhrerische Vocalarbeit ĂŒbernahm wie gewohnt Herb’s Lebenspartnerin Dani Siciliano. Daneben entdeckt der geneigte Hörer nicht wenige, pop-untypische Soundstrukturen wie ein Kammerorchester, eine Gruppe HolzblĂ€ser oder Walhörner. FĂŒr Spannung ist also gesorgt...
Frank Zöllner


Jamaram
Ooku Chaka!
Soulfire/Rough Trade
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Seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 2000 sind Jamaram vom dezenten Trio zur 8köpfigen Combo angewachsen. Die Band ĂŒberzeugt wie bereits auf ihren VorgĂ€ngern mit einer locker-leichten Mixtur aus Reggae, Pop, Soul, Ska und Samba. Dieser Sound, der vom ersten Akkord an sofort in den GehörgĂ€ngen hĂ€ngen bleibt, funktioniert naturgemĂ€ĂŸ am besten live, schafft es aber auch als „Konserve“ so richtig aus dem Vollen zu schöpfen.
Frank Zöllner


Paul Joses
Roadstories
Ozella Music/inakustik
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Geboren ist der Singer/Songwriter Paul Joses eigentlich in Glasgow, in einer Gegend geprĂ€gt von den Docks und der Stahlindustrie. Einer Gegend, in der Not, Armut und Verzweiflung an der Tagesordnung waren, aber auch die Hoffnung auf den nĂ€chsten Tag, der alles Besser machen wird. Von hier hat Paul Jones seinen Grundstock mit auf seine „Wanderschaft“ genommen, sozusagen sein musikalisches RĂŒstzeug, das er auch heute noch in seine  feinen Melodien einbaut. Auf „Roadstories“  stehen verspielt-leichtfĂŒĂŸige Folkpop-Melodien im stĂ€ndigen Austausch mit zum Sterben schönen Balladen.
Jörg Eifel


Naoki Kenji
Versatile
4MPO/Intergroove
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Im Bereich Lounge/Elektronica ist der Name Naoki Kenji schon seit einigen Jahren ein Garant fĂŒr erstklassige Scheiben mit exzellentem Flow und außergewöhnlichen Soundideen. Davon gibt es auf „Versatile“ eine ganze Menge. So kreuzt Naoki im Opener „La Musique Japonaise“ lasziven Downbeat-Charme mit unterschwelligen Spoken Words seiner Schwester (siehe auch das Interview auf Seite 2), um den Hörer dann ganz sanft in das sehr stimmungsvolle „Haru“ gleiten zu lassen. Klasse sind auch der Jazz-Mix von „Let It Flow“ (Naokis Hommage an seine verstorbene musikalische Begleiterin Dany Beck), das von Pat Appleton (DE:Phazz) gesungene „Bedtime“ und die vokalen BeitrĂ€ge von Stimmwunder Christine Klaar („Endless“, „Rain On“). Und bei dem mĂ€chtig pluggenden „Tsunami“ werden alle Elektronik-Fans mit der Zunge schnalzen. Großes Kino!
Rainer Guérich


Sandrine Kiberlain
Manquait Plus Qu‘ Ça
Virgin/EMI
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Wie bereits viele ihrer Kolleginnen vor ihr, so hat sich nun auch die französische Schauspielerin Sandrine Kiberlain einen lange gehegten Wunsch erfĂŒllt und einmal die „Bretter, die die Welt bedeuten“ gegen ein Aufnahmestudio eingetauscht. Erstaunlich ist, dass hierbei alle Lieder (ausgenommen ein McCartney/Lennon-Cover) aus der Feder von Sandrine stammen. Sie ist tatsĂ€chlich eine talentierte Singer/Songwriterin mit einer betörend schönen Mischung aus typsch französischem Chanson und Folk&Pop-Gefilde.
Ute Bahn


ALANA LEVANDOSKI
Unsettled Down
APRIL VERCH
Take Me Back
Rounder/inakustik
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Schönes DebĂŒtalbum der kanadischen Singer/Songwriterin Alana Levandoski, die einen sehr emotionalen und hörenswerten Countryfolk in Szene setzt. Man hört der jungen SĂ€ngerin gerne zu, wenn sie von ihren persönlichen TrĂ€umen, WĂŒnschen und Erlebnissen singt. – Ebenfalls aus Kanada kommt SĂ€ngerin und Fiddle-Spielerin April Verch, die auf „Take Me Back“ eine Mischung aus filgranen Folk, Bluegrass, Texas-Swing und Country zum Besten gibt. Eine echte Entdeckung!
Duklas Frisch


Leya
Watch You Don‘t Take Off
Rubyworks/Rough Trade
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Nach ihrem Support fĂŒr Acts wie Kubb, Embrace und Franz Ferdinand haben die vier Iren um den SĂ€nger & Gitarristen Ciaran Gribbin ihren Insider-Status hinter sich gelassen. Und mit der Veröffentlichung ihres ersten Longplayers „Watch You Don‘t Take Off“ werden Leya endgĂŒltig auch einem breiteren Publikum bekannt werden. Ein Umstand, den ihr packender Sound zwischen Alternative, Folkrock, Noise und Crossover schon lĂ€ngst verdient hat. Ohne technische Spielereien, fast puristisch, verstehen es Leya mit melancholischem Flair, handgemachten Melodien und kratzbĂŒrstigem Charme vom ersten Akkord an zu begeistern. Intensive Momente und große Emotionen!
Yasmin Schmidt


ERIC LINDELL
Change In The Weather
Alligator Records/inakustik
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Eine echte Bereicherung des ruhmreichen Alligator Blues-Labels ist der aus New Orleans stammende Eric Lindell, der seinen vitalen Blues mit funkigen Elementen, Reggae, Groove, satten BlĂ€sern und einer tollen Stimme edelt. Als Reinhörempfehlung mal das relaxt groovende, mit Mundharmonika verzierte „Two Bit Town“ versuchen.
Bernd Lorcher


MADE IN TURKEY 2
The World Of Turkish Grooves
Clubstar
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Radiomoderatorin GĂŒlbahar KĂŒltĂŒr hat fĂŒr diese Doppel-CD wieder mal die feinsten Grooves aus der TĂŒrkei zusammengestellt und gemixt. 39 Tracks finden sich auf dem liebevoll gestalteten Digipack. Das musikalische Spektrum reicht von tanzbaren Clubsounds ĂŒber Pop bis hin zu sonstiger tĂŒrkischer Musik. Insbesondere die tanzbare zweite CD („Turcothek“) ist sehr gelungen.
Ute Bahn


Dave Maswick
All The Lies Of Spain
Bob-Media/Zyx
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In den Staaten ist Mr. Maswick bereits seit vielen Jahren feste im GeschĂ€ft, in Ol‘Germany allerdings bisher nur einem eingeweihten Publikum bekannt. Dies soll sich mit der vorliegenden Scheibe „All The Lies Of Spain“ Ă€ndern. In 10 Songs zeigt sich der Singer/Songwriter von seiner besten Seite und gibt einen gefĂŒhlvollen Einblick ĂŒber sein weitgespanntes Repertoire. Und das reicht ohne Probleme von stimmiger Country-Nummer ĂŒber Bluegrass&Hillbilly-Feeling und poppigen Rhythmen bis hin zu staubiger Lagerfeuer-Romantik. Ein wahres Kleinod also fĂŒr alle Fans der Country & Western-Steelgitarre.
Ute Bahn


Montys Loco
Man Overboard
Nons/Soulfood
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Ein Album mit einer Laufzeit unter 30 Minuten zu veröffentlichen, ist eigentlich eine Frechheit. Das schwedische Damen-Duo Montys Loco schĂ€mt sich dessen wohl nicht und veröffentlicht mit „Man Overboard“ ein sehr (sehr) kurzweiliges Album, bei dem aussagestarker Frauengesang, spartanische Akustikinstrumentierung und MelodiengespĂŒr im Vordergrund stehen. Sehr hörenswert, aber die Spielzeit...
Duklas Frisch


PASCAL FEOS
Synaptic
Level Non Zero/ Intergroove
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Zu seinem dritten Album „Synaptic“ erklĂ€rt Pascal FEOS: "Man könnte die Scheibe vielleicht am besten als Hypnotic Mind Music umschreiben. Es war mir ungemein wichtig, allzu detaillierendes Gefrickel gar nicht erst zuzulassen." Pascal FEOS arbeitete also vorzugsweise mit reduzierten Bassimpulsen und perkussiven Subsonics. Heraus kam eine gelungene Techhouse-Scheibe mit echten Highlights wie "CanÂŽt Get Enough" und "Out Of My Head".
Jörg Eifel


Persepolis
Far From Home
Roach Motel/Intergroove
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Hinter dem Projekt Persepolis verbirgt sich der in Berlin lebende Iraner DJ Namito, der auf dieser Scheibe persische Sounds mit Elektro und Downbeat-Grooves verbindet. Ein farbenprĂ€chtiger und fließender Trip ins mystische Persien mit meinen Anspieltipps „Familiar Stranger“ und „Soraya“.
Ute Bahn


Gilles Peterson
Back In Brazil
Ether Records/Rough Trade
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Neues Doppelalbum des brasilianischen DJs. Auf der ersten CD legt er den Schwerpunkt auf brasilianische Interpreten vergangenen Jahre (u.a. Jorge Ben, Antonio Adolfo), wĂ€hrend Diskus Nr. 2 den Fokus auf die aktuelle brasilianische D’n’B- und House-Szene legt. Highlights sind hier insbesondere KĂŒnstler wie Rappin Hood und Zero DB.
Duklas Frisch


Lou Rhodes
Beloved One
Infinite Bloom Recordings/SPV
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Als Frontfrau der Formation Lamb hat Louise Rhodes einige der wichtigsten Scheiben der 90er Jahre veröffentlicht. Mit „Beloved One“ stellt die charismatische SĂ€ngerin jetzt ihre erste Soloscheibevor und ĂŒberrascht mit neuem Sound. Sie verzichtet auf computergesteuerte Drum‘n‘Beats und setzt statt dessen ganz auf die Kraft akustischer Instrumentierung und den zerbrechlich wirkenden Klang ihrer Stimme. So sind einige der stimmungsvollsten Folk & Pop-Songs entstanden, die ich seit langem gehört habe.
Jörg Eifel


Schorsch & De Bagasch
SekÀnd HÀnd Blues
Stormy Monday Records/Point Music
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Als Redakteur ist man immer beglĂŒckt, wenn man eine Scheibe in die HĂ€nde bekommt, die von ihre Idee schoah etwas Besonderes ist. Und das MĂŒnchener Urgestein Schorsch Hampel und seine vierköpfige Bagasch haben mit ihrem „SekĂ€nd HĂ€nd Blues“ so etwas geschaffen: Rollenden Rhythm‘n‘ Blues mit Harp, Orgel und prĂ€zisen Drums, der zu den boarischen und augenzwinkernden Texten vom Schorsch prĂ€chtig passt. Besonders gut gelungen in „Fesche Mama“, „Du woaßt ned wer I bin“ und „Bloß in mein Hirn“. Die Route 66 macht einen tollen Abstecher nach MĂŒnchen. SekĂ€nd HĂ€nd ist hier nix, außer dem Intro, Empfehlung fĂŒr alle Bluesfreunde!
Rainer Guérich


THOMAS SCHUMACHER
Home
Spiel-Zeug Schallplatten/Intergroove
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In der Elektro-Szene war man auf das neue Album von Thomas Schumacher sehr gespannt, ist es doch der erste Longplayer nach 6 Jahren. Bei den 11 Tracks legte er großen Wert auf eine Open MInded-Haltung, die sich in der emotionalen IntensitĂ€t der 11 Tracks niedergeschlagen hat. Höhepunkte sind das darke „Sleepy Holow“ und der starke Opener „Mad Robot“.
Jörg Eifel


J.P. Schwalm
Musikain
Musikain Records/MConnexion
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Unter dem Alter Ego „Slop Shop“ veröffentlichte J.P. Schwalm drei Alben. Nun legt er mit hochkarĂ€tigen GĂ€sten (u.a. Brian Eno, Imogen Heap) ein atmospĂ€risches, fast cineastisches Pop-Werk vor. Anspieltipp ist das von der erst 21jĂ€hrigen, norwegischen SĂ€ngerin Kari Kleib intonierte „Coloured Morning“.
Fabian Hauck


SHIN-EN
Stadtrand
STF Records/M-System
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Mit dieser Platte machen sich Shin-En daran, in die Fußstapfen eines Rio Reisers oder von Ton, Steine, Scherben zu treten. FĂŒr ein DebĂŒtalbum sind das zwar große Worte, aber das Potential der Songs auf „Stadtrand“ ist schon enorm. Aussagestarke deutschsprachige Texte mit sozialkritischem Touch verbinden sich mit nicht zu vordergrĂŒndigen Rockelementen. Nicht zu vergessen die tolle Stimme von Brian Posch (auch Gitarre und Mundharmonika), die nicht nur StĂŒcke wie „Vielleicht“ und „Am allerletzten Tag“ mit unverkennbarem Charisma adelt. Empfehlung!
Bernd Lorcher


Sinbeats
Sinbeats
Fuego/SX Distribution
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Eine tolle Scheibe, die die Sinbeats hier eingespielt haben. Die Band aus Frankfurt verabscheut jegliche Trendanbiederei und serviert uns hier  einen ohrgĂ€ngigen und melodischen Darkcocktail, der mitunter an Sisters Of Mercy und The Mission erinnert, aber trotzdem sehr eigenstĂ€ndig klingt. Das liegt nicht zuletzt an den beiden SĂ€ngern Wolfgang Huth und Harry Wolf, die fĂŒr vokale Abwechslung auf den 13 Tracks sorgen. Instrumental ist der Sinbeats-Sound reichhaltig gespickt: Allerlei Percussions und andere Soundelemente mischen sich unter die nach vorne treibenden Gitarrenlinien, Waverock-Elemente und Keyboardzutaten. Als Anspieltipps empfehle ich unbedingt das hymnische „Down The Line“ und das wunderbar melancholische „All Your Sundays“, das schon ĂŒber einen gewissen U2-Touch verfĂŒgt. Ein echter Geheimtipp!
Rainer Guérich


Skeewiff
Private Funktion
Jalapeno Records/Intergroove
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Zwischen Northern Soul und klassicehem Mod-Sound sind die Briten Skeewiff angesiedelt, die auf ihrem Album „Private Funktion“ einen sehr charmanten Old Fashioned Easy Listening-Sound aus den Rillen schwitzen. Lasziver Sixties-Sound mit girlesker Frauenstimme trifft auf swingende Beats. Besonders gelungen in „Love Power“ und dem Quincy Jones Remake „Soul Bossanova“.
Fabian Hauck


Sumatic
Dreiklangsdimensionen
Chips Records/edel
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Hinter Sumatic verbirgt sich Susanne Kemmler, die einstige Ehefrau von Hubert Kah. Musikalisch bietet sie auf ihrer CD Coverversionen von NDW-Klassikern wie „Fred vom Jupiter“, „EisbĂ€r“, „Sternenhimmel“, Monotonie“ u.v.a. Interessanter Aspekt dabei ist, dass sie den NDW-Sound mit Lounge-Elementen zu verbinden versucht. War ‘ne schöne Zeit Anfang der 80iger!
Duklas Frisch


Sumo
The Danceband
Heya Hifi/MConnexion
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Das DebĂŒtalbum des schwedischen Producer/Remixer-Duo SUMO um die beiden Szene-Cracks Combo und Alf Tumble.   Die Beiden verbinden hier afrikanische Rhythmus-Strukturen mit Nu-House, Afroelectro und Latin-Soul, wie sie es schon auf der Remix-Compi „Rebounces“ demonstrierten. Ein unkomplizierter Sound.
Frank Zöllner


SWEET COFFEE
Perfect Storm
N.E.W.S./Neuton/Rough Trade
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Wunderschönes zweites Album der belgischen Sweet Coffee, die auf ihrem zweiten Album Nu Jazz-Elemente mit Dance, Funk und Soul verbinden. Die soulige Stimme von Raffaele Brescia, die Erykah Badu und Jill Scott als wichtige EinflĂŒsse nennt, ist einfach klasse. Unbedingt in den tanzbaren Opener “Is This Love” und das elektronisch zirkulierende “Keep On Running“ reinhören.
Siggi Mayen


Livingston Taylor
There You Are Again
Chesky/inakustik
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Livingston Taylor hat eigentlich immer zu Unrecht im Schatten seines Ă€lteren Bruders James Taylor gestanden. Er ist ein begnadeter Songwriter, was auf diesem Album deutlich wird. TatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung erhĂ€lt er auf der Scheibe u.a. von Carly Simon, James Taylor, Gary Burton und David Sanborn. Unbedingt reinhören in „My Baby Don‘t Mind“ und „Blame It On Me“.
Duklas Frisch


Pete Townshend
Who Came First
Empty Glass
Rough Mix
Revisited Records/SPV
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Drei remasterte Neuausgaben mit Enhanced-Booklet und jeder Menge Bonustracks erscheinen diesen Monat von The Who-Mastermind Pete Townshend. Neben dem Klassiker „Who Came First“ /1972) und „Empty Glass“ (1980) lohnt vor allem auch der Kauf von Townshends Zusammenarbeit mit Ronnie Lane aus dem Jahre 1977.
Jörg Eifel


Ricky Warwick
Love Many Trust Few
Sleazy Rider/EMI
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Wer hĂ€tte gedacht, dass Ricky Warwick (The Almity) auch ein richtig schön folkiges Singer/Songwriter-Album einspielen kann? “Love Many Trust Few“ liefert den Beweis und stimmt mitunter sogar quicklendigen Country an, was beispielsweise in „Rich Kids“ zu hören ist.
Bernd Lorcher


NEUE CD’s

Bleckmann& Yasuda
Las Vegas Rhapsody
Winter & Winter
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Außergewöhnliches Projekt von Jazz-SĂ€nger Theo Bleckmann und dem japanischen Komponisten/Pianisten Fumio Yasuda, die auf der CD „Las Vegas Rhapsody“ beste Entertainmusik bieten. Das Kammerorchester Basel ĂŒbernimmt die Rolle des großen Salon-Ensembles, das die vokalen Einlagen von Theo Bleckmann unterstĂŒtzt und zum Gelingen von Tracks wie „You Go To My Head“ und „You Make Me Feel So Young“ beitrĂ€gt.
Ute Bahn


Blues Company
The Quiet Side Of...
inakustik
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Die Blues Company um Bandleader „Toscho“ Todorovic feiert ihr 30jĂ€hriges Bandbestehen mit dem ersten akustischen Album. Auf dem Spielplan stehen nicht nur Klassiker von Robert Johnson und Muddy Waters, sondern natĂŒrlich auch eigene Kompositionen, die im reduzierten Klanggewand Ă€ußerst gut funktionieren. DarĂŒber hinaus erscheint die limitierte Edition noch mit einer 11 gĂ€ngigen Bonus-CD als Retrospektive der vergangenen Jahrzehnte.
Duklas Frisch


KARI BREMNES
Over En By
Strange Ways/Indigo
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Tolles neues Album von Kari Bremnes, die nun zum GlĂŒck ihre Songs wieder in ihrer norwegischen Muttersprache singt, was den eigentlichen Reiz ihrer Musik ausmacht. Große Stimme, große Poesie und von der AufnahmequalitĂ€t natĂŒrlich erste Sahne. Diese CD gehört in jede ernstzunehmende Sammlung!
Duklas Frisch


Buddha-Bar
Vol. 8
George V/SPV
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Die legendÀre Buddha-Bar Reihe geht in die 8. Runde. Als neuer DJ konnte mit dem New Yorker DJ Sam Popat ein echter Kenner der Materie gewonnen werden. CD1 widmet sich eher ambienter World-Lounge, wÀhrend CD2 die Sache tanzbarer angehen lÀsst und mir persönlich eigentlich am besten gefÀllt.
Siggi Mayen


Billy Burnette
Memphis In Manhattan
Chesky/inakustik
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Schönes Album von Gitarrist Billy Burnette (Ex-Fleetwood Mac), der hier den Sound seiner Heimatstadt Memphis zum GlĂŒhen bringt. Auf dem Spielplan stehen schwungvoller Rockabilly-Sound und tolle BluesrockgewĂ€chse. Anspieltipp: „My Love Will Not Change“.
Fabian Hauck


CAN
Flow Motion (Remastered)
Saw Delight (Remastered)
Can (Remastered)
Delay (Remastered)
Rite Time (Remastered)
Spoon Records/Warner
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Auf diesen Schwung remasterter Neuausgaben hat die Can-Gemeinde sehnlichst gewartet, denn nun sind alle offiziellen Can-Alben (bis auf die Can-Live-CD) als SACD-Edition erhĂ€ltlich. Den Auftakt macht „Flow Motion“ aus dem Jahre 1976, das mit seiner stilistischen Offenheit (u.a. Reggae, Tango) und seinem hypnotischem Flow zu gefallen weiß. Und die ultracoole GenialitĂ€t des ĂŒber 10minĂŒtigen TitelstĂŒcks ist bis heute immer noch unerreicht. „Saw Delight“ (1977) markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Discographie von Can, weil sich Holger Czukay ab diesem Zeitpunkt von seinem angestammten Instrument, dem Bass, verabschiedete und sich fortan auf ideenreiche Elektronikeffekte konzentrierte. Das bekam den 5 weitschweifenden Kompositionen des Albums sehr gut: Improvisatives GespĂŒr trifft auf perkussiv-elektronische Klangkonstellationen, die sich wunderbar leicht mit gelegentlichen Widerhaken ins Gehör frĂ€sen. Das schwĂ€chste der 5 Alben aus dieser Reihe ist „Can“ aus dem Jahre 1978, mit bescheidenem Spielwitz eingespielt, sehr Keyboard-lastig und nur mit gelegentlichen HöhenflĂŒgen (u.a. in „Sunday Jam“). „Delay“ erschien 1982 als verspĂ€tete RaritĂ€tensammlung mit Aufnahmen aus dem Jahre 1968. Ein interessanter Einblick in die FrĂŒhphase von Can! „Rite Time“, das letzte offizielle Studioalbum von Can aus dem Jahre 1989, ist mir nach wie vor das liebste in meiner Sammlung. Eingespielt in derselben Besetzung wie „Delay“ (also mit SĂ€nger Malcolm Mooney) ist die Platte ein echtes Meisterwerk. Angefangen vom unterdreht funkigen Opener „On The Beautiful Side...“, dem spaßigen „Below This Level“ bis zum abgedrehten „Hoolah Hoolah“. Wortwitz trifft Can‘sche Soundmagie, immer zu genau der richtigen Zeit. Klasse!
Rainer Guérich


FEIDMAN & The Georgian String Quartet
Crossing Borders
PlÀne Records
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Am 25. MĂ€rz diesen Jahres ist Klarinettist Giora Feidman 70 Jahre alt geworden. Grund genug, um sich mit dem Georgischen Streichquartett an eine außergewöhnliche, grenzĂŒberschreitende Aufnahme zu wagen. Auf dem Spielplan stehen neben dem Klarinettenquintett in A-Dur KV 581 von Wolfgang Amadeus Mozart auch zwei Werke von Ora Bat Chaim. Mit der Dichterin, Malerin und Komponistin verbindet Feidman schon seit vielen Jahren eine innige Seelenverwandtschaft. Grandioser Schlusspunkt bildet Gioras Klarinetten-Adaption von Astor Piazzollas „Tango Etude No. 4“.
Bernd Lorcher


Marvin Gaye
The Love Collection (CD)
The Real Thing In Performance 1964-1981 (DVD)
beides: Universal Music
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„The Love Collection“ ist eine schöne Schmuse--Kopplung vom unvergessenen Marvin Gaye. 21 Titel finden sich auf der CD, natĂŒrlich auch „Sexual Heeling“ sowie allerlei Duette (u.a. mit Diana Ross und Tammi Terrell). - „The Real Thing...“ ist ein CD/DVD-Set aus diversen Film- und Fernsehauftritten zwischen 1964 bis 1981. Angefangen von „Hitch Hike“ aus dem Jahre 1964 ĂŒber Marvin‘s Duett mit Tammi Terrel („Ain‘t No Mountain High Enough“, 1967) bis „Heavy Love Affair“ (1981). Reichhaltig sind auch die Bonusfeatures wie ein 50minĂŒtiges Konzert, das 1981 in Belgien mitgeschnitten wurde, Marvins original only-vocal tracks sowie die 70minĂŒtige Bonus Audio-CD mit unveröffentlichtem Livematerial aus dem Jahre 1976.
Bernd Lorcher


Roy Orbison
The Very Best Of
Black & White Night
beide CDs: Sony BMG
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Gleich zwei CDs erscheinen diesen Monat zu Ehren von Roy Orbison. „The Very Best Of“ ist eine 24gĂ€ngige Sammlung seiner grĂ¶ĂŸten Hits, inkl. „Oh, Pretty Woman“, „You Got It It‘s Over“ und „Love Hurts“. “Black & White Night” beinhaltet die 87er Live Session von Orbison mit seiner Allstar-Band um Jackson Browne, Bruce Springsteen, Bonnie Raitt und Tom Waits und lĂ€utete sein furioses, aber kurzzeitiges Comeback ein.
Simone Theobald


Randale
Kinderparty am Wackelpeter
Randale Musik/Newtone
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Drei gestandene Rockmusiker machen hier eine sehr gelungene Kinderscheibe, die auch bei den Erwachsenen keine Kopfschmerzen verursacht. Die vorwiegend eigenen Kompositionen bewegen sich zwischen Rock („Radio“), Pop („Guten Tag, Herr KapitĂ€n“) und tanzbaren Beats („Disco“). Spaß ist garantiert.
Simone Theobald


Ska...Ska...Skandal No.5
V.A.
Pork Pie/Soulfood
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Ein Ska-Sampler, der anlĂ€sslich der bevorstehenden Fußball WM in Deutschland erscheint. Darauf vertreten sind 18 Bands aus allen möglichen LĂ€ndern (Holland, Argentinien, Frankreich), die Stadionhymnen wie „Football Paradise“ und „You‘ll Never Walk Alone“ im munteren Ska-Groove schmettern.
Fabian Hauck


SLY & FAMILY STONE
Different Strokes By Different Folks
Sony BMG
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Ein Tribute und Remix-Album zu Ehren der Funk- & Soul-Heroen Sly & The Family Stone. Das Ergebnis ist aller Ehren Wert, denn KĂŒnstler wie Moby, Buddy Guy, John Mayer, Janet Jackson & DJ Reset, Chuck D und Isaac Hayes haben die OriginalbĂ€nder von Sly & The Family Stone mit ihrer eigenen, musikalischen Handschrift versehen und so ins neue Jahrtausend transportiert.
Fabian Hauck


BRUCE SPRINGSTEEN & THE E STREET BAND
Hammersmith Odeon, London '75
Sony BMG
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Auf DVD ist das legendĂ€re Konzert vom Boss aus dem Jahre 1975 bereits erscheinen, nun gibt‘s den Auftritt komplett auf 2 CDs zu hören. Sehr energetisch und rough klingen Kompositionen wie "Backstreets", "Kitty's Back" und "Rosalita (come out tonight)". Ein ungeschliffenes Juwel.
Bernd Lorcher


JASMIN WAGNER
Die Versuchung
Polydor/Universal
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Jasmin Wagner, die in den 90igern als „BlĂŒmchen“ die Hitparaden unsicher machte, ist zur erwachsenen KĂŒnstlerin herangereift. Dies beweist sie mit viel Ehrlichkeit und Charme (u.a. auf „Entschuldigen Sie“) auf ihrem ersten Album unter eigenem Namen. So gesehen ist „Die Versuchung“ ein repektabler musikalischer Neuanfang, der eine breite Hörerschaft ansprechen sollte.
Simone Theobald


Otto Walkes
100 Jahre Otto
RĂŒssl RĂ€ckords/Universal
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Neue CD des Urvaters der deutschen Comedy, die live wĂ€hrend seiner Herbst Tournee im vergangenen Jahr mitgeschnitten wurde. Und Otto weiß immer noch, wie man das Zwerchfell zum Jucken bringt. Man höre sich hierzu nur seine musikalischen Adaptionen von aktuellen Hits an wie „Lass die Finger von HĂ€nsel und Gretel“ oder „Durch den Monsun“.
Jörg Eifel


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