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JUNI/JULI 2009
 | inMusic - da ist Musik drin!

 

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

PETE ALDERTON
Cover My Blues
Song Ways
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„Cover My Blues“ hat BluessĂ€nger und Harp-Spieler Pete Alderton seine neueste Einspielung genannt. Was neben seinen tollen Interpretationen von StĂŒcken wie „Walking Blues“, „Georgia On My Mind“ und „Little Red Rooster“ sofort ins Ohr fĂ€llt, ist Aldertons tiefe und warme Stimme und sein gelegentlicher Sprechgesang. Eine Blues-Harp-Scheibe mit hohem Wiedererkennungswert.
Bernd Lorcher

GÖTZ ALSMANN
Engel oder Teufel
Blue Note/EMI
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Sein VorgĂ€nger „Mein Geheimnis“ schaffte es als erstes deutschsprachiges Album beim legendĂ€ren Jazzlabel Blue Note aufgenommen zu werden. Auf „Engel oder Teufel“ gelingt Alsmann eine geniale Synthese aus Jazzschlagern, die geschickt zwischen Romantik, Bigband-Sound, Bossa Nova, Tango, Swing und Fifties-Feeling hin und her wechseln. Dieses liebevolle Kleinod, dass mit unzĂ€hligen Helfern fast zu 100% live eingespielt wurde, ist ein Muss fĂŒr alle 50er Jahre-Fans. Besonderer Anspieltip ist die geniale Bearbeitung von „Geisterreiter“ (Ghostriders In The Sky“) mit Bela B. von den Ärzten!
Frank Zöllner

ARIK & TIMNA BRAUER
Poesie mit Krallen
Sireena Records/Broken Silence
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Arik Brauer, gebĂŒrtiger Wiener, ist so etwas wie ein kĂŒnstlerisches Allround-Genie. Egal ob als Maler, Bildhauer, Baumeister, Dichter oder Musiker, dieser Mann hat die Menschen immer wieder begeistert, aber auch jede Menge Kontroversen ausgelöst. Kaum zu glauben, aber Arik feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und zu diesem großen Fest erscheint auch die vorliegende Scheibe. Die 13 darauf enthaltenen Songs wurden bereits vor 25 Jahren zusammen mit seiner Ă€ltesten Tochter Timna aufgenommen, kamen aber seinerzeit nie in den Handel, sondern wurden nur an gute Freunde verschenkt. Jetzt endlich wurde dieses kĂŒnstlerische Kleinod mit seiner Mischung aus Wiener SchmĂ€h und jĂŒdischer Musiktradition wieder entdeckt. FĂŒr alle Arik Brauer-Fans ein absolutes Muss!
Frank Zöllner

KRISTIN ASBJÖRNSEN
The Night Shines Like The Day
Emarcy/Universal
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Wer auf Norah Jones steht, sollte sich unbedingt das zweite Album der Norwegerin Kristin Asbjörnsen zulegen. 13 wunderbare StĂŒcke hat die 37jĂ€hrige mit der rauen und ausdrucksstarken Stimme eingesungen. Musikalisch ist das Speilfeld weit gesteckt. Fast schon mĂŒhelos wechselt Kristin zwischen Pop, Jazz, Blues, Folk, selbst afrikanische EinflĂŒsse sind zu vernehmen. Zu den stĂ€rksten Songs auf der Platte zĂ€hlen fĂŒr mich das melancholische „If This Is The Ending“ und das Gospel-influenzierte „Walk Around Me“ mit belebendem Akustiksound. Eine CD, die es sich zu entdecken lohnt!
Ute Bahn

BEGGAR’S BRIDE
Rockin’ The Pumpkin
A-Minor/Point Music
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Die Schweizer Truppe veröffentlicht mit „Rockin‘ The Pumpkin“ ihr gelungenes drittes Album. Die 11 Tracks werden durchströmt vom musikalischen Spirit der spĂ€ten 60er und frĂŒhen 70er Jahre. Beggar’s Bride verstehen es aber auch, ihre FĂŒhler deutlich in die musikalische Gegenwart auszustrecken. Die atmosphĂ€rische Klangvielfalt ist beeindruckend und wurde mit allerlei EffektgerĂ€ten, alten RöhrenverstĂ€rkern und einer Armada an Gitarren erzeugt. Anspieltipps sind „Sunset On My Shoulder“ und das wabernde, wuchtige und psychedelisch-spacige Instrumental „Beggar‘s Flight Tonight“.
Rainer Guérich

GORAN BREGOVIC
Alkohol, Slivovica & Champagne
Mercury/Universal
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Unter dem Titel "Alkohol, Slivovica & Champagne“ veröffentlicht der serbische Rockstar Goran Bregovic Liveaufnahmen, die 2007 in Skopje, Belgrad und Guca entstanden. Ergebnis ist eine explosive, musikalische Mischung, die zum Tanzen und Feiern bestens geeignet ist. Rasante Balkan Beats treffen auf osteuropĂ€ische Volksmusik. Eine CD mit hohem Unterhaltungswert!
Ute Bahn

THE BROKEN FAMILY BAND
Please And Thank You
Cooking Vinyl/Indigo
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Die neueste Scheibe von Steve Adams ist mal wieder eine musikalische Herausforderung, gespickt mit brillanten Sound-Passagen, zupackendem Rock und cleverem Gitarrendrive. „Please And Thank You“ klingt dabei abwechselnd heiter-folkig, straight-rockig oder hochdramatisch. Dabei aber immer gut sortiert und auf Dauer ziemlich ins Ohr gehend. In den zwölf Songs entwickelt sich dabei eine Kombination aus Inspiration, Message und Groove, wie man sie nur selten zu hören bekommt. Collagenhaft setzen Mr. Adams und seine Crew rumpelnde Gitarrenbeats, fingerflinke Verzierungen und College-Rock-Anleihen zu kecken Gassenhauern zusammen, bei denen man die Repeat-Taste nur zu gerne bedient.
Frank Zöllner

STEVE BUG
Collaboratory
Poker Flat Recordings
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Der Titel ist Programm. Auf seiner neuen Arbeit „Collaboratory“ hat sich Steve Bug seine Lieblingsproduzenten und SĂ€ngerinnen zwecks Zusammenarbeit ausgesucht. So ist beispielsweise auf „Strong Moment“ die Berlinerin Cassy mit ihrer souligen Stimme zu hören. In „Month Of Sip“ kooperiert Bug mit ClĂ© (Martini Brös). Unbedingt reinhören solltet ihr auch in „Still Music“, das zusammen mit der Techno-Legende Donnacha Costello entstand  sowie in „Trust In Me“, wo der ausdrucksstarke Gesang der brasilianischen SĂ€ngerin Virginia Nascimento den Bug’schen Eelktronik-Klangkosmos deutlich erweitert.
Siggi Mayen

BENJAMIN DIAMOND
Cruise Control
Diamond Traxx Records/Rough Trade
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Der Mann verkauft weltweit Millionen Scheiben, und sein Hit „Music Sounds Better With You“ gilt allgemein als der erfolgreichste House Music Track ĂŒberhaupt. Aber wo liegt das Geheimnis dieses Mannes? Das ist vom Prinzip her recht einfach. Man nehme eine Mixtur aus weichgepĂŒlten, zuckersĂŒĂŸen und nichtssagenden Disco-Rhythmen, paare sie mit jeder Menge Romantik, gefĂŒhlsduseligen Texten und drĂŒcke dabei hin und wieder auf die TrĂ€nendrĂŒse. Fertig ist ein pappig-klebriges Allerwelts-Album, das der Masse gefĂ€llt.
Siggi Mayen

CAPILLARY ACTION
So Embarrassing
Discorporate Records/Soulfood
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Was sich auf den ersten Blick nach Chaos anhört, besteht aus festen Strukturen. Durch das Verfolgen eines Riffs offenbart sich nach einer Weile ein melodischer Höhepunkt, der die musikalischen Kanten vereint, das Bild komplimentiert und von einem weiteren Geflecht aus schrammelnden Gitarren abgelöst wird. Doch nicht nur Trompeten und Gitarren bestimmen den Sound, es ist in ersten Linie Jonathan Pfeffers stimmliche PrĂ€senz, die einen in ihren Bann schlĂ€gt. Es braucht schon jede Menge Konzentration und viel Liebe fĂŒr den musikalischen Moment, um Capillary Action bis zum letzten Track „durchzuhalten“, aber wer Freude am Sound von Frank Zappa hat, wird hier seinen Ohren nicht trauen.
Fabian Hauck

MARIAH CAREY
The Ballads
Columbia/Sony Music
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Soul-Pop und R&B-Diva Mariah Carey veröffentlicht hier eine 18 gĂ€ngige Sammlung ihrer erfolgreichsten Love Songs. NatĂŒrlich inklusive Hits wie "Hero" und "Without You". Dazu gibt es auch noch ihre Duette mit Westlife ("Against All Odds") und Luther Vandross ("Endless Love") zu hören. Ideal fĂŒr romantische bzw. kuschelige Stunden zu zweit...
Simone Theobald

 

CASIOTONE FOR THE PAINFULLY ALONE
Vs. Children
Tomlab
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Hörenswertes fĂŒnftes Album von Owen Ashworth, der diesmal hauptsĂ€chlich auf Instrumente wie Klavier, Orgel, Schlagzeug und gesampelte Sounds setzt. Ein Großteil der Songs schrieb er aus der reumĂŒtigen Perspektive von Kriminellen.  Eine erstaunliche Entwicklung und einen guten Schritt nach vorne, den Owen hier gemacht hat.
Duklas Frisch

NICK CAVE SPECIAL
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Über MUTE/EMI erscheinen gleich vier liebevoll aufgemachte CD/DVD-Sets von NICK CAVE, die den Auftakt zu insgesamt 14 Re-Releases bilden. Jede CD ist digital remastered, auf der separaten Bonus-DVD finden sich jeweils der 5.1. Stereomix des Albums plus Bonustracks, Videos und Dokufilm zur CD.
Den Auftakt macht
"From Here To Eternity" aus dem Jahre 1984. Die Platte entstand kurz nachdem Nick Cave The Birthday Party verlassen hatte. Von vielen Fans wird diese Scheibe als das Meisterwerk von Cave verehrt, weil sie durch den harten und noisigen Sound die dĂŒstere Seite des SĂ€ngers sehr gut zum Ausdruck bringt. Cave zur Seite stehen auf dieser Scheibe u.a. Barry Adamson, Blixa Bargeld und Hugo Race. Anspieltipp ist das Leonard Cohen Cover "Avalanche". Die DVD hĂ€lt u.a. auch das Video "In The Ghetto" bereit. – Bereits ein Jahr spĂ€ter erschien „The First Born Is Dead“. New Wave-Zitate verbinden sich mit darken Vocal-Arrangements. Großes Highlight ist Dylans „Wanted Man“. – 1986 veröffentlicht Nick Cave mit den Bad Seeds das Coveralbum „Kicking Against The Pricks“, auf dem sich tolle Interpretationen von StĂŒcken wie "I'm Gonna Kill That Woman (John Lee Hooker) und "All Tomorrows Parties" (Lou Reed) finden. Auf der DVD gibt es auch das Video zu „The Singer“, im Dokuteil kommt u.a. Martin Gore zu Wort. – Den Abschluss der ersten vier Re-Releases bildet „Your Funeral
 My Trial“, auf dem Cave zu seinem spĂ€ter sehr erfolgreichen dramatischen und melodischen Sound findet. Zweifellos ein echter Meilenstein in der Karriere von Cave mit Songs wie „Stranger Than Kindness“ und „Sad Waters“.
Duklas Frisch

COMFORT
Sleep Talking Shared
Stilll-Off/Broken Silence
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Comfort ist das Elektronik-Jazz-Projekt um den italienischen Multiinstrumentalisten Alessandro Baris (guitars, keys, electronics, drums) und Leonardo Chirulli (keys). Auf dem Spielplan stehen atmosphĂ€rische, experimentelle und fließende Soundkaskaden, treibend, dark und mysteriös, irgendwo zwischen dem Cinematic Orchestra, Fred Frith und Tortoise. Empfehlenswerter Geheimtipp!
Diego Barth

DUBDIVER
Box Of Secrets
Black Flame/Rough Trade
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„Ich wollte Musik machen, die intensive Stimmungen erzeugt. Die Arbeit mit elektronischen Instrumenten ist fĂŒr mich die beste Art, meine musikalischen Ideen zu entwickeln“, gestand der Drummer und Dubdiver-Mastermind Stefan Korn unlĂ€ngst in einem Interview. Und schaut man sich seine bisherige Diskographie an, muss man sagen, der Mann hat seine Ideen konsequent umgesetzt. „Box Of Secrets“ ist ein wahres FĂŒllhorn chilliger Downbeats, quirrliger Vibes und Deephouse im Verbund mit orientalischer Soundkaskaden. Dazu webt Dubdiver einen intensiven Ambient-Sound aus clubbigen Grooves und schwebenden Klangteppichen .
Fabian Hauck

ABE DUQUE
Don‘t Be So Mean
Process Recordings/Discomania
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Drittes Album des New Yorker Techno-Produzenten Abe Duque, der auf „Don‘t Be So Mean“ wieder mal ein gutes GespĂŒr fĂŒr pumpende Beats und meditativ-flĂ€chige SoundflĂ€chen hat. FĂŒr zusĂ€tzliche Duftnoten sorgen SĂ€ngerInnen wie Blake Baxter, Virginia Nascimento und Tijana T.
Siggi Mayen

OMAR DYKES & JIMMIE VAUGHAN
Big Town Playboy
Ruf Records/in.akustik
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Tolle Blues-Kooperation von Omar Kent Dykes mit Jimmie Vaughan. Auf dem Spielplan stehen bemerkenswerte Interpretationen aus dem Songfundus von Eddie Taylor, Jimmy Reed und John Lee Hooker ("No More Doggin"). Zu den GastkĂŒnstlern zĂ€hlen u.a. noch Lou Ann Barton und James Cotton. Keine Frage: FĂŒr Blues-Fans ist "Big Town Playboy" eine uneingeschrĂ€nkt empfehlenswerte Pflichtscheibe.
Rainer Guérich

ERASURE
Total Pop! The First 40 Hits
Mute/EMI
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Unter dem Bandlogo Erasure verkauften Andy Bell und Vince Clarke seit 1985 mehr als 15 Millionen Alben. Ihre Hits schrieben Popgeschichte und wurden auf dieser prall gefĂŒllten Doppel-CD nun vereinigt. Mit dabei sind natĂŒrlich Klassiker wie "Who Need Love", "Victim Of Love", "Sunday Girl" und "Always", welches es zusĂ€tzlich auch noch in einer neuen Fassung gibt.
Simone Theobald

YOSHI HAMPL
Water Dealer
THE REDUNDANT ROCKER
Heart
UNSUNG Rec./Galileo MC
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Der österreichische Multiinstrumentalist YOSHI HAMPL legt mit „Water Dealer“ ein hörenswertes Soloalbum vor. Die Songs entstanden wĂ€hrend seiner ausschweifenden Sessions im Heimstudio und und beeindrucken durch ihre Spielfreude und ungezĂŒgelte Energie.  - In den Bereich Elektronik/Experimentelle Musik gehört das Projekt THE REDUNDANT ROCKER, hinter dem sich SoundtĂŒftler Bernhard Wöstheinrich verbirgt. Keine Elektronikkost von der Stange, sondern eine druckvolle und durchdachte Stilfusion.
Fabian Hauck

 

HOT CLUB OF COWTOWN
Wishful Thinking
Proper Records
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Willkommen im Countryclub! Das könnte man zumindest beim Opener „Can’t Go On This Way“ meinen. Das Trio um Elana James (Gesang, Fiddle), Whit Smith (Gitarre) und Jake Erwin (Bass) hat stilistisch jedoch weit mehr drauf und sein Können bei der Einspielung der 14 Songs im „Congress House Studio“ in Texas unter Beweis gestellt. In den Country-Sound des relaxt aufspielenden Trios mischen sich auch Gypsy und Western Swing. So was bekommt man nicht alle Tage zu hören, meine Empfehlung!
Ute Bahn

THE INSOMNIACS
At Least I'm Not With You
Delta Groove/in-akustik
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Wieder einmal in Sachen Blues unterwegs sind die vier Insomniacs, die sich hierzu auch gleich passend in AnzĂŒgen und mit Reisekoffern auf dem CD-Artwork prĂ€sentieren. Ihre Mixtur aus Blues, Harpattacken, Rockabilly und Swing ist einfach packend. Empfehlenswerte Reisestationen wĂ€hrend des CD-Durchlaufs sind das relaxte "Broke And Lonely", "Hoodoo Man Blues" und der smart rollende Bluesstomper "Directly From My Heart To You".
Bernd Lorcher

JARABE DE PALO
Orquesta Reciclando
Skip Records/Soulfood
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Mit "La Flaca" landeten Jarabe De Palo 1997 einen weltweiten Hit, der sich millionenfach verkaufte und die Truppe um den SĂ€nger und Songwriter Pau DonĂ©s zur Latin-Rockband Nr. 1 adelte.Mit der neuen Scheibe wenden sie sich wieder an ihre große Fangemeinde und servieren einen Mix aus Rock, Blues und Latin-Flair, der vom ersten Akkord an in den Ohren hĂ€ngen bleibt und auch auf den TanzflĂ€chen bestens funktioniert.
Frank Zöllner

 

JASPER
Neidlos
Ariola/Sony BMG
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Jasper MĂ€rz ist gerade mal 22 Jahre jung  und schon ein bemerkenswerter SĂ€nger, Songwriter und Gitarrist. Nun legt er mit „Neidlos“ sein DebĂŒtalbum vor, auf dem er mit Augenzwinkern seine unterhaltenden Alltagsbeobachtungen zum Besten gibt. NatĂŒrlich findet sich der „HDL Song“ auf der Scheibe. Weitere Anspieltipps sind StĂŒcke wie „Nördlich“ und „Ein kleines Wunder“.
Simone Theobald

EILEN JEWELL
Sea Of Tears
Signature/in-akustik
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Ein echter Geheimtipp ist diese CD der amerikanischen SĂ€ngerin und Songwriterin Eilen Jewell. 12 StĂŒcke hat sie zusammen mit ihrer Band eingespielt, die deutlich ĂŒber den Tellerrand des ĂŒblichen Folk-Genres hinausschauen. Eilen's samtene Folkstimme harmoniert auch zu countryesken Momenten ("Nowhere In No Time"), zĂŒngelndem Blues ("Final Hour") und flirrendem Surf-Rockabilly ("Shakin' All Over"). Bei langsamen StĂŒcken ("Sweet Rose", "Fading Memory") setzt die Dame mit der ausdrucksstarken Stimme ganz auf AkustikatmosphĂ€re.  Großartige Musik, einfach nur schön!
Rainer Guérich

JOOL
Supernaturally
7us music/H’Art
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Verdammt coole Scheibe von Jewel Timo aka Jool. „Supernaturally“ ist die Vorabsingle seines demnĂ€chst erscheinenden Albums, auf dem er schon einmal eine Kostprobe seines einzigartigen und funkigen Houserocks zum Besten gibt. „Supernaturally“ ist eine sehr stimmige und auf einer warmen Laidback-Woge dahingleitende Nummer, garniert von langsamer Funky-Gitarre und der unvergleichlich coolen Stimme von Jool. „Crossroads“ unterstreicht Jools Faible fĂŒr rockige Konstellationen. Vorantreibend und rough schiebt sich das StĂŒck in die GehörgĂ€nge.  „Mulholland Drive“ ist ein reines Instrumental und wird sehr elegant von einer spanischen Gitarre umspielt. Hier setzt Jool ganz auf AtmosphĂ€re: Open Minded-Stoff, zu dem man seinen eigenen Film trĂ€umen kann...
Rainer Guérich

KAROSHI LOVERS
The Revolution Is Over
Riemu/Broken Silence
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In seiner finnischen Heimat zĂ€hlt das 2007 gegrĂŒndete Trio um die charismatische SĂ€ngerin und Keyboarderin Ms. Stress bereits zu den gefragtesten Live-Acts. Auch ihrer jetzt auf in deutschen LĂ€den zu habenden DebĂŒtrille gelingt Karoshi Lovers eine perfekte Performance zwischen Gothic, Glam und 80er Indie-Pop. Dazu die ausdrucksstarken Vocals von Ms. Stress, die gekonnt zwischen IntensitĂ€t, Pathos und Hysterie wechseln kann und das Konzept perfekt abrundet. Anspieltips wĂ€re dabei das gelungene Godfather-Cover „Birth, School, Work, Death!“, das nicht nur jede Menge Stil mitbringt, sondern auch perfekt zum Bandnamen passt. „Karoshi“ bedeutet im japanischen nĂ€mlich „Tod durch Überarbeitung“!
Yasmin Schmidt

KITSUNÉ MAISON
Compilation 7
Kitsuné France
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Bei KitsunĂ© handelt es sich nicht nur um Musik, sondern auch um ein Mode-Label. Auf die Compilations kommt genau das, was den Label-Ownern gerade Spaß macht. Achtzehn Tracks im einzelnen zu besprechen, das wĂ€re langatmig und langweilig, vielleicht nur soviel: Hier hat sich zwischen We Have Band, Beni, James Yiull und Tanlines alles versammelt, was auf KitsunĂ© zur Zeit angesagt ist und den musikalischen Trend zwischen Deephouse, Clubsound und Easy Listening setzt. Auf jeden Fall ĂŒberrascht die Compi wieder einmal bzgl. ihres breiten Scopes, der willkommen ist, um jegliche aufkommende Monotonie im Keim zu ersticken. KitsunĂ© rules, wenn auch nicht mit allen Tracks, zumindest mit einer hohen Prozentzahl der BeitrĂ€ge.
Siggi Mayen

FRAU KRAUSHAAR
Le Salon Is Very MorbidÀ
Labelship/Cargo
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Frau Kraushaar ist eine bayerische KĂŒnstlerin tunesischer Abstammung, die das Wechselspiel zwischen Kunst und Musik liebt und auf dieser Scheibe entsprechend umgesetzt hat. Sie intoniert ihre elektronisch aufgeladenen Chansons mit stimmlicher PrĂ€senz, ĂŒberraschenden Spontaneinlagen und ihrer ganz eigenen Note in Sachen "German Art". Ein ganz besonderes Erlebnis!
Bernd Lorcher

LEICHTMATROSE
Gestrandet
Ferryhouse//Warner Music
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Bevor Andreas Stitz aka Leichtmatrose sich dazu berufen fĂŒhlte, lyrischen Deutsch-Pop zum Besten zu geben, hat der Mann seine Brötchen als BewĂ€hrungshelfer und Drogenberater verdient. Doch diese Zeit liegt schon einge Jahre zurĂŒck, heute legt er als Leichtmatrose seine DebĂŒtarbeit vor und ĂŒberrascht mit sehr emotionalen und aufwĂŒhlenden Melodien. Dabei pendelt er bewusst zwischen großem Leid und Poesie. Oftmals sind seine Texte rabiat und schonungslos so wie in „In Wahrheit gelogen“, wo er ein Familiendrama beschreibt. Aber auch die leise, melancholische Liebesballade, untermalt mit filigranem Elektro-Pop, steht dem Leichtmatrosen gut zu Gesicht.
Simone Theobald

LINDSTROM & PRINS THOMAS
II
Eskimo/Rough Trade
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Die beiden Norweger Hans-Peter Lindstrom und Thomas M. Hermansen (Prins Thomas) melden sich mit einem verdammt spacigen Disco-Album zurĂŒck. Im Sound ihrer neuen CD verbinden sich psychedelische Elemente, Rock, Punk und Italo zu einem organischen Klangstoff, der wohl so ziemlich einzigartig ist. Anspieltipp ist gleich der Opener "Cisco".
Siggi Mayen

LOUDERBACH
Autumn
Minus/Wordandound-MDM
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Louderbach ist das Bandprojekt von dem in Berlin lebenden Amerikaner Troy Pierce und dem aus Los Angeles stammenden SĂ€nger Gibby Miller. Auf ihrem zweiten Album „Autumn“ frönen sie hypnotisch-minimalen Beats, Post-Punk und experimentellem Ambient, ganz im Geiste von Bands wie Bauhaus und Joy Division.
Fabian Hauck

LOUISIANA RED
Back To The Black Bayou
Ruf Records/in-akustik
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Von Bluesgitarrist und SĂ€nger Louisiana Red habe ich schon viele Jahre nichts mehr gehört. Nun meldet er sich mit einer neuen CD zurĂŒck, die authentischer und glaubwĂŒrdiger nicht hĂ€tte ausfallen können. Zur Session-Crew im Studio zĂ€hlten Little Victor (guitar + harp), Robert Pettersen (drums) und Bill Troiani (upright bass). Zu den zahlreichen Gastmusikern gehören u.a. Kim Wilson und Jostein Forsberg (Spoonful Of Blues). Highlights der CD sind das rollende "Alabama Train" und der inbrĂŒnstige Slow-Harp-Blues "Sweet Leg Girl". Tolle Platte!
Rainer Guérich

LUNIK
Lonely Letters
F.O.D. Records/Soulfood
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In ihrer Schweizer Heimat konnten Lunik, die Band um Gitarrist Luk Zimmermann und SĂ€ngerin Jael bereits große Erfolge feiern. Damit nun auch der Funke nach Deutschland ĂŒberspringt, gibt’s „Lonely Letters“, eine Scheibe mit ĂŒberarbeiteten Charthits ihrer ersten beiden Platin-veredelten Platten, natĂŒrlich inklusive ihrer neuen Single „Everybody Knows“.
Simone Theobald

 

ROMI MAYES
Achin In Yer Bones
Me & My Records/in-akustik
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Emotionaler und teils dĂŒster eingefĂ€rbter Country-Blues kommt von SĂ€ngerin Romi Mayes, die auf den Songs ihres neuen Albums "Achin In Yer Bones" ihr ganzes Talent offenbart. Ihre Songs handeln teils von TrĂ€umen und unerfĂŒllten Hoffnungen. UnterstĂŒtzt wird sie von einer erlesenen Schar von Musikern und  allerlei Instrumenten (u.a. elektrische/akustische Gitarre, Lap Steel, Bottleneck-Gitarre, Organ, E-Piano). 
Duklas Frisch

MITTEREGGER
Fandango
Manoscrito Music/edel kultur
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Wieder Spaß am Songschreiben hat der einstige Spliff-Drummer Herwig Mitteregger, der schon ein Jahr nach seinem Comeback-Album „Insolito“ neuen Klangstoff vorlegt. Die 11 Songs offenbaren einmal mehr den Genius des Multiinstrumentalisten, der seine Nummern gewohnt nölig mit seiner unverkennbaren Stimme intoniert. Als Anspieltipps empfehlen sich StĂŒcke wie „Alaska“ und „Ben“.
Duklas Frisch 

MOCKY
Saskamodie
Crammed Discs/Indigo
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Mocky ist in der Elektro&Club-Szene seit Jahren kein Unbekannter mehr. Ihm eilt der Ruf voraus, musikalisch immer wieder fĂŒr eine Überraschung gut zu sein. Hier macht auch seine erste Arbeit fĂŒr Crammed Discs keine Ausnahme und zeigt den KĂŒnstler als Meister der gereiften Pop-Arrangements. Die zwölf Songs von „Saskamodie“ lassen sich durchaus mit Retro-Pop-Klassikern eines Burt Bacharachs messen und zeigen Mocky als musikalisch kreativen Tausendsassa, der von Produktion ĂŒber Arrangements bis hin zur Umsetzung im Studio alles selbst in die Hand nimmt.
Frank Zöllner

MOLOTOV JIVE
Songs For The Fallen Apart
Strange Ways/Indigo
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Wer den Sound ihres DebĂŒtalbums „When It‘s Over I‘ll Come Back Again“ vielleicht noch im Ohr hat, der wird ihren Nachfolger lieben. Denn hier haben die Jungs um Frontmann Anton Annersand konsequent ihren popverliebten Gute-Laune-Mix weiterentwickelt. Irgendwie scheint auf „Songs For The Fallen Apart“ alles an seinem Platz zu sein. Ob nun spacige Popnummer, folkige Nashville-Gattung oder College-Alternative-Rock, hier stimmen selbst nuancierte Zwischentöne. Auch ihre ausgiebige Tour-Erfahrung, die die Jungs in den letzten Monaten in Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien sammeln konnten, spiegeln sich in den hart pumpenden Songs wider. Ein Album mit viel Phantasie und EinfĂŒhlungsvermögen.
Fabian Hauck

MOON HARBOUR INHOUSE
VOL.3
Moon Harbour/Intergroove
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Die dritte Ausgabe der Moon Harbour Inhouse Compilation spannt den Bogen von klassischem House bis hin zu Techno und Minimal House. Mit dabei sind u.a. Acts wie Matthias Tanzmann, Seuil, Gregor Teshner und Martinez, der auch fĂŒr den Mix der CD verantwortlich war. FĂŒr alle Club-Freunde eine empfehlenswerte Scheibe!
Siggi Mayen

MORRISSEY
Southpaw Grammar
Legacy/Sony Music
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Morrisseys fĂŒnftes Soloalbum aus dem Jahre 1995 erscheint als Deluxe-Neuedition mit neuem Artwork, 32seitigem Booklet, ausfĂŒhrlichen Linernotes, Fotos und vier bis dato unveröffentlichten Songs. Eine runde Sache und ein Kauftipp fĂŒr alle Fans des ehemaligen The Smiths-SĂ€nger.
Duklas Frisch

 

PAUL MOSS
Paul Moss
Clou Disque/Radar Music
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Der einstige Mitstreiter der amerikanischen The Immigration Office Band ist bereits seit einigen Jahren als Solist unterwegs und hat in Italien seine neue Heimat gefunden. Als vielbeschĂ€ftigter Studio- und Livemusiker fehlte dem guten Paul oft die Zeit, an seiner eigenen CD zu arbeiten. Doch nun kommt sein selbstbetiteltes DebĂŒt-Album endlich auf den Markt und zeigt den Gitarristen als intelligenten Singer/Songwriter. Gekonnt wechselt Mr. Moss in den zehn Songs zwischen rustikalem Old School-Rock, Folkanleihen, Blues-Feeling und Pop-Appeal. Und die Scheibe ist immer dann besonders stark, wenn Paul wie in „One World“ eine gefĂŒhlvolle Ballade anstimmt.
Frank Zöllner

NETWORK!
Monolectric
Timezone/Rough Trade
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Aus der Schweiz kommen Network!, die auf ihrer vierten CD "Monolectric" tanzbaren Elektropop im Stile der 80er Jahre in Szene setzen. Ihr Sound beruht grĂ¶ĂŸtenteils auf analogem Synthi-Equipment und wird durch klassische Instrumente wie Geige oder Cello auch schon mal aufgelockert. Highlight der Scheibe ist das StĂŒck "Cockpit Rider".
Duklas Frisch

NEW FUNK VOICES
New Funk Voices
Lola‘s World
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Ein Sampler mit den besten Funknummern und Stimmen der letzten Jahre. Mit dabei sind KĂŒnstler wie Nils Landgren, The Brand New Heavies, RAD, Candy Dulfer, Club Des Belugas, The Herbaliser feat. Jessica Darling u.v.a.. Ideal fĂŒr den Auto-CD-Player!
Fabian Hauck

NIGHTMARES ON WAX PRESENTS
Wax On Records Vol. 2
Wax On Records/Nova MD
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Nach dem weltweiten Erfolg der Label-Compi im vergangenen Sommer war es eigentlich schon fast klar, dass auch dieses Jahr die schönste Jahreszeit wieder mit einem Sampler aus dem Hause „Wax On“ begrĂŒĂŸt wird. So geben sich die Herren und Damen in Sachen Funk, Elektronica, Soul, HipHop und Downbeat mal wieder die Klinke in die Hand, um besten Klangstoff  in die Amplifier zu blasen. Namen wie Guts, Krts, Mozez und Negghead zelebrieren einen weitgefĂ€cherten Dancefloorsound, der von der besseren Seite des Lebens zu berichten weiß.
Siggi Mayen

NIOBE
Blackbird‘s Echo
Tomlab
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Das neue Album von Yvonne Cornelius, besser bekannt unter dem Namen Niobe, hĂ€lt, was der poetische Titel „Blackbird‘s Echo“ verspricht. Der wunderschöne Opener beginnt mit leisem sphĂ€rischen Gesang und endet mit raumergreifendem Soul. Dazwischen liegt ein ganzes Universum verschiedenster KlĂ€nge aus waberndem Elektro, Psychedelic und Harfenspiel. Dazu gibt es bluesigen Gesang, gesampelte Beats und TripHop-Elemente. Dann wird experimenteller Katzenjammer von quietschenden BlĂ€sern und Streichern begleitet. Mal ist Folk, mal Jazz und dann mal wieder Blues angesagt. Eine musikalische Reise voller Abwechslung.
Yasmin Schmidt

SINÉAD O' CONNOR
Do Not Want What I Haven't Got
Chrysalis/EMI
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Fast 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint Sinéad O' Connors Meisterwerk von 1990 in einer aufwÀndigen Neuedition. SelbstverstÀndlich ist der Sound digital remastered, wobei insbesondere schon alleine die Bonus-CD den Kauf lohnt. Hier finden sich u.a. 2 Liveaufnahmen, rare Singles und die beiden von Daniel Lanois produzierten und bisher unveröffentlichten Tracks "No Nurse" und "Mind Games".
Simone Theobald

LISA PAPINEAU
Red Trees
Yellobird/edel
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Eine bemerkenswerte Scheibe von der aus Los Angeles stammenden SĂ€ngerin Lisa Papineau, die von der Kritik bereits zurecht mit Tori Amos verglichen wird. Zusammen mit ihren musikalischen Mitstreitern hat sie die 12 Songs auf „Red Trees“ quasi in Live-AtmosphĂ€re im Studio eingespielt. Ergebnis sind aufwĂŒhlende und fesselnde Vocalperformances von ihr, die vor den grĂ¶ĂŸtenteils akustisch reduzierten Arrangements ihr ganzes Charisma entfalten können. Anspieltipps sind StĂŒcke wie das flammende „Annette Tessier“ und das von Computerbeats/Handclapping angetriebene „White Leather Pants“.
Duklas Frisch

GORDON REEVES
The Rising Tide
Tonetoaster/Alive
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Gordon Reeves ist ein irischer Singer/Songwriter aus Dublin, der hier sehr emotionale Songs mit bluesiger Stimme zum Besten gibt. Sehr ausdrucksstark, manchmal nur mit akustischer Gitarre, dann aber auch mit rougherem Sound, erzĂ€hlen die StĂŒcke von Gordons Beobachtungen des Alltags und seinen Erlebnissen.
Diego Barth

JASON RICCI & NEW BLOOD
Done With The Devil
Electro Groove/in-akustik
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Exzellente Einspielung von Blues-Harper und SĂ€nger Jason Ricci, der zusammen mit seiner Begleitband "New Blood"  zu ĂŒberzeugen weiß. Der Opener und Titelsong "Done With The Devil" legt tempomĂ€ĂŸig mĂ€chtig los, ist aber beileibe nicht richtungsweisend fĂŒr die Scheibe. Schön wabernde Hammonds, fette Basslicks, flinke Harpattacken und der coole Gesang von Ray sorgen immer wieder fĂŒr ein absolut relaxtes Bluesfeeling, wobei als Anspieltipp das fast sechseinhalbminĂŒtige "Holler For Craig Lawler" empfohlen werden kann. Dampfender und grooviger Harp-Blues!
Rainer Guérich

RINGO SKA
Betolzkahitoparat
Pork Pie
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Schon mal darĂŒber nachgedacht, wie die Songs der Beatles in rasanten Ska-Versionen klingen? Ringo Ska geben die Antwort darauf und schicken Songs wie „Can’t Buy Me Love“, „Hey Jude“ und „Ticket To Ride“ durch den Ska-Converter. Da bleibt garantiert niemand ruhig sitzen, das geht in die Beine!
Fabian Hauck

 

ALICE ROSE
Mora With The Golden Gun
White+Red/Rakete Axtrack Music
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Alice Rose prÀsentiert uns auf ihrer dritten Einspielung eine Mixtur aus Hard-Pop und Existentialismus. Dabei hat sie ihre griffig-kompakten Songstrukturen und Geradeaus-Rock mit den textlichen Codes des Rap fusioniert. So ensteht ein organischer Sound, der nicht selten an die gute alte Björk auf Ekstasy erinnert. Ansonsten bietet die Reise zum Planeten Pop wenig Neues. Gelegentliche Hardstepper laufen auf der Halbfettstufe, trippige FlÀchen werden nur angedeutet und die Vocoder verzerrten Frauenvocals gehen einem nach ein paar Songs ziemlich auf die Nerven.
Frank Zöllner

JIMMY SOMERVILLE
Suddenly Last Summer
Jess E Musique Ltd.
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Somerville wurde in den 80er Jahren als Mitglied der Bands Bronski Beat (1984-1985) und The Communards (1985-1988) bekannt. Besonders sein außergewöhnlicher Falsett-Gesang gab dem Dance-und Synthie-Pop der Gruppen ein besonderes Markenzeichen. Jetzt ist der außergewöhnliche SĂ€nger zurĂŒck und prĂ€sentiert mit der vorliegenden Rille eine Sammlung von cool interpretierten Klassikern von Nina Simone ĂŒber Blondie bis hin zu den Doors. Eine Scheibe voller Emotionen und Lebenserfahrung!
Simone Theobald

STUCK IN THE SOUND
Shoegazin Kids
Discograph/Alive
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In der französischen Indie-Szene sind "Stuck In The Sound" zur Zeit recht angesagt. Von ihrem 2007er DebĂŒtalbum "Nevermind The Living Dead" gingen in ihrer Heimat ĂŒber 10.000 Ex. ĂŒber die Ladentische. Dazu kam unermĂŒdliches Touren, was die Band noch mehr zusammen schweißte. Die Songs des Zweitwerks "Shoegazin Kids" sollten auch bei deutschen Hörern auf offene Ohren stoßen. Textlich geht es um die Liebe und das Leben, um den unbeschwerten Augenblick. Musikalisch umgesetzt mit Pop-Hymnen wie "Shoot Shoot" und atmosphĂ€rischen Nummern zum Dahinschmelzen wie "Playback A.L.".
Fabian Hauck

SWAYZAK
Snowboarding In Argentina
Swayzak/Kompakt
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Remasterte Neuauflage von Swayzaks 1999er Album "Snowboarding In Argentina“. Die Scheibe war lange Zeit vergriffen, ist absolut clubtauglich und durch ihre experimentelle Mischung aus Detroit, Deep House, Minimal Techno und dubbigen Parts ziemlich einzigartig.
Siggi Mayen

 

TELE
Jedes Tier
Tapete Records
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Mit neuem Songmaterial im GepĂ€ck melden sich TELE in der Szene zurĂŒck und servieren Deutsch-Rock der gehobenen Art. Hier wird von Bacardi-Seligkeit ĂŒber Sightseeing-Seelen-Tour bis hin zu rockigen Grooves die ganze Palette der musikalischen AusdrucksfĂ€higkeit dargeboten. Dabei kommen auch Melodie-verliebte Weltschnulzen oder totgezuckerte LiebeserklĂ€rungen nicht zu kurz. Umso mehr freut man sich, wenn TELE dann mal wieder fester in die Saiten greifen und mit Alternative, Folk und Kantigkeit aufwarten. Ein gelungener Spagat zwischen EmotionalitĂ€t und ausgelassener Vitalmusik.
Fabian Hauck

MARTIN TETZLAFF
Von der Bereitschaft ein Wolkenschloss zu bauen
Popup/Cargo
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Martin Tetzlaff, SĂ€nger und Songwriter aus Berlin, war Mitglied bei Indiebands wie Paul Is Dead, Software und Phonetic. Mit "Von der Bereitschaft ein Wolkenschloss zu bauen" legt er sein bereits viertes Soloalbum vor. Tetzlaff singt mit eindringlicher und ausdrucksstarker Stimme und lĂ€sst in den einzelnen StĂŒcken seinen GefĂŒhlen freien Lauf. Musikalisch ist die Platte zwischen Indie-Songwriter-Pop, New Wave-Zitaten und Britpop angesiedelt. Anspieltipps: "Eine Hand wĂ€scht die andere" und "Die Totgeburt macht Sendeschluss".
Fabian Hauck

VARIETY LAB
Team Up!
Pschent Records/SPV
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VARIETY LAB ist das KĂŒnstlerkollektiv um den Franzosen Thierry Bellia, der auf "Team Up!" gleich eine Reihe von namhaften GĂ€sten begrĂŒĂŸen konnte: Donovan, Yael Naim, D. BartholomĂ©, Lily Frost, L. Kekaula (The Bellrays) u.v.a. Musikalisches Ergebnis ist ein schrĂ€ger bis sinnlicher Elektropop, der jenseits des gewohnten Mainstreams funktioniert.
Diego Barth

THE SNOWY WHITE BLUES PROJECT
In Our Time Of Living
Soulfood
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Mit "In Our Time Of Living" legt Snowy White nicht nur ein neues Album vor, sondern kehrt auch zu seinen Blues-Wurzeln zurĂŒck. Bei seinem Blues Project stehen ihm dabei gestandene Musiker wie Matt Taylor (guitar) und Ruud Weber Jr. (bass) zur Seite, die Snowy auch bei der Vocalarbeit unterstĂŒtzen. Am Schlagzeug sitzt mit Juan van Emmerloot auch ein Könner seines Fachs. Die Songs sind ganz getragen von Snowys perfektem Spiel auf seiner alten Gibson. Highlights des Blues-Ausflugs sind StĂŒcke wie "Good Morning Blues" und das sehr atmosphĂ€rische "I Still See You".
Bernd Lorcher

XÓCHIL
Perlenkind
Content Records/edel kultur
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XĂłchil A. SchĂŒtz gilt als der Star der deutschen Slam Poetry Szene. Die Presse lobte in der Vergangenheit ihre einzigartige Art der Verbindung von dichtender Lyrik und Musik und bezeichnete sie als "Poesiegöttin" und lobte ihre "Ă€sthetisch poetische Sprache. Mit "Perlenkind" veröffentlicht XĂłchil nun ihr DebĂŒtalbum, an dem sie rund drei Jahre gearbeitet hat. Das stilistische Spektrum reicht von Pop ĂŒber Jazz bis hin zu melancholischer AtmosphĂ€re. Als GĂ€ste sind u.a. Jazztrompeter Nils WĂŒlker, Harfinist Andreas Vollenweider und Pit Baumgartner von DE PHAZZ mit dabei.
Ute Bahn

YAN CAILLASSE
Un chien de ma chienne
Caillasse Théùtre/Broken Silence
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Yan Caillasse sind eine französische Band um den charismatischen SĂ€nger und BandgrĂŒnder Yann Siptrott, die hier ihr hörenswertes DebĂŒtalbum "Un Chien De Ma Chienne" ("Dir zahle ich es heim") vorstellen. Auf dem Spielplan steht eine energetische Mixtur aus Rock, Folk, Ska, Punk und Chanson. In den Sound von Yan Caillasse gehören harte Gitarrenlicks ebenso wie schrĂ€ge Akkordeonakkorde und Geigen. Eine Scheibe, die von Produzent Mazarin (u.a. BĂ©nabar, Olivia Ruiz) packend in Szene gesetzt wurde und zeigt, wie innovativ frankophile Musik klingen kann.
Ute Bahn

EDO ZANKI
... alles was zÀhlt
Brother Records/edel kultur
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Auf seinem zwölften Album weiß Edo Zanki wieder einmal zu ĂŒberzeugen. 11 Songs hat der SoulsĂ€nger dabei geschmackvoll in Szene gesetzt und ein HĂ€ndchen fĂŒr die Verbindung aus Groove, GefĂŒhl und deutscher Sprache bewiesen. Reinhörtipps sind Nummern wie „Wir zĂŒnden die Nacht an“, „Heimkommen“ und „Weit ĂŒber’s Meer“.
Simone Theobald

 

 

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