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JUNI/JULI 2010
 | inMusic - da ist Musik drin!

 

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

BIG GEE
Retrologie
Ariola/Sony BMG
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BIG GEE bieten auf ihrer DebĂŒt-CD "Retrologie" Gute-Laune-Musik pur, der mit Funk-Style und Texten in deutscher Sprache versehen ist. Live auf der BĂŒhne wird das Big Gee-Trio um Marc Leymann (Multiinstrumentalist), Pasquale Aleardi (Gesang, Piano) und Greg Zimmermann (u.a. Posaune) von einer fĂŒnfköpfigen Liveformation unterstĂŒtzt, die den Groove-Faktor noch zusĂ€tzlich verstĂ€rken sollte. Anspieltipps sind StĂŒcke wie ""Mein rechtes Bein steckt fest" und "Braun wie James".
Minky Stein

SARAH BLACKWOOD
Wasting Time
Wolverine Records/Soulfood
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Unglaublich lĂ€ssig und entspannt prĂ€sentiert sich der Nachfolger von “Way Back Horne”. Sarah Blackwood huldigt auf insgesamt elf Songs der Country&Folk-Schiene in all ihren Facetten und Schattierungen. Dabei wagt sich die Singer/Songwriterin an die Fusion traditioneller Country-Rhythmen mit gefĂ€lligem Pop-Appeal und improvisiert drauf los, dass es eine wahre Freude ist. Thanks God, I‘m A Country-Girl...
Yasmin Schmidt

OLI BROWN
Heads I Win Tails You Lose
Ruf Records/in-akustik
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Blues-Freunde können sich ĂŒber das zweite Album des Blues-Youngsters Oli Brown freuen. Der Gitarrist und SĂ€nger hat im Zwölftaktschema eine eigene Handschrift entwickelt und zieht seine Riffs wie beispielsweise in „Makes Me Wonder“ verdammt cool von der Gitarre. In Verbindung mit seiner charismatischen Bluesröhre eine unschlagbare Mischung, die man gehört haben sollte. Unbedingt auch den wogenden Bluesstomper „Keeping My Options Open“ anchecken.
Rainer Guérich

PIETA BROWN
One And All
Red House Records/in-akustik
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Nach ihrer ausgezeichneten EP „Shimmer“ legt Pieta Brown nun ihren ersten Longplayer vor. Die zusammen mit Gitarrist Bo Ramsey produzierte Scheibe ist ein echtes musikalisches Juwel. Pietas dunkel gefĂ€rbte Folkstimme schafft in Verbindung mit den akustischen, folkigen, countryesken und rockigen Zutaten eine absolut relaxte AtmosphĂ€re, von der man sich nur zu gerne betören lĂ€sst. Unbedingt das charmant walkende „Other Way Around“ anhören. FĂŒr mich ist Pieta das weibliche Pendant zu J.J. Cale.
Rainer Guérich

METTE DAMM
Where‘s The Extravagance For Me...?
Divine Records/Cargo
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MajestĂ€tische Popmelodien mit einem Faible fĂŒr Mozart und Kate Busch serviert uns die junge DĂ€nin Mette Damm auf ihrer DebĂŒtarbeit. Fast kammermusikalisch anmutend, aber immer puristisch instrumentiert prĂ€sentieren sich die StĂŒcke der Singer/Songwriterin, die manchmal allzu glattgebĂŒgelt wirken.
Fabian Hauck

DESSOUS‘
Best Kept Secrets 2
Dessous Recordings
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Namen wie David Durango, Burnski, Claire Ripley und Ryo Murakami stehen auf dem ersten Dreher der Doppelausgabe parat, um ĂŒberdurchschnittlichen Kopfnicker-Sound unter die Stroboskope zu bringen. Herausgekommen ist eine klasse Afterhour-Platte, die harmonisch und unstressig zum gepflegten Abchillen einlĂ€dt. Und Silberdiskus No.2 schließlich steht ganz im Zeichen von Remix-Legende Steve Bug.
Siggi Mayen

DYNAMITE DAZE
Greatest Hits
Stormy Monday/in-akustik
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„Greatest Hits“ nennen The Dynamite Daze ihr Erstlingswerk, was wirklich nicht zu hoch gegriffen ist. Der Vierer um Dirty Didi (voc., harps), Professor psych. Martin Czemmel (guitar), Andrea Luigi Tognoli (bass) und Mahatma Colin Jamieson (drums) kann auf einen großen Erfahrungsschatz in Sachen Blues zurĂŒckgreifen. Die Bandmitglieder haben in den letzten 4 Jahrzehnten in unterschiedlichen Besetzungen (auch als The Fantastic Boogaloo Kings) und fĂŒr KĂŒnstler wie Luther Allison, Louisiana Red und Country Joe McDonald gespielt. Es wundert also nicht, dass The Dynamite Daze auf dieser CD ein richtig schönes Zwölftakt-Fass aufmachen. Wer auf eine ausgewogene Mischung zwischen Bluesrock („Lady Godiva Ride“) und geschmeidigen Harp-Blues mit Augenzwinkern („Pill Poppin Son Of A Bitch“)  steht, wird hier seine helle Freude haben.
Rainer Guérich

GANES
Rai De Soredl
Lawine/Sony Music
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Hinter den Ganes verbergen sich drei jungen Damen, die einen bunten Songstrauß aus Soul, Jazz, Pop, Rock und Folk zusammengesteckt haben, der es in sich hat. Die Melodien sind eingĂ€ngig und zugleich vielschichtig, die Arrangements durchstrukturiert ohne kopflastig zu wirken. Alles ist an seinem Platz und wirkt fĂŒr den Augenblick gemacht. Wer genauer hinhört, wird bald erkennen, dass die drei Damen weder deutsch noch französisch oder italienisch singen. Ihre Sprache ist das Ladinische, welche nur in SĂŒdtirol gesprochen wird.
Frank Zöllner

MARY GAUTHIER
The Foundling
Proper Records/Rough Trade
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Dass Mary Gauthier eine außergewöhnliche SĂ€ngerin und Songwriterin ist, dĂŒrfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Mit ihrer siebten Scheibe „The Foundling“ legt sie nun ein durchdachtes und emotionales Konzeptalbum vor, das die Geschichte eines Findelkindes erzĂ€hlt. Produziert wurde die CD von Michael Timmins von den Cowboy Junkies, der natĂŒrlich auch als Gast mitgewirkt hat.
Bernd Lorcher

JOHN ILLSLEY
Streets Of Heaven
Creek Rec./Broken Silence
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Als Bassist der unvergessenen Dire Straits schrieb Bassist John Illsley Musikgeschichte. Nun legt er mit „Streets Of Heaven“ sein neues Soloalbum vor, das von der musikalischen Ausrichtung her natĂŒrlich an  die glorreiche Dires Straits-zeit erinnert. Mit von der Partie ist ĂŒbrigens auch Mark Knopfler, der auf 2 StĂŒcken zu hören ist. Mein Anspieltipp ist gleich der Opener „Tow The Line“ und das coole, mit mexikanischem Trumpetsound versehene „Tell Me“. Absolute Pflichtplatte fĂŒr die große Dire Straits-Fangemeinde, die hier ein sehr hörenswertes Album geboten bekommt!
Rainer Guérich

KAHIRA
Augenblick
7us/H’Art
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Frischen und packenden Rockpop mit Texten in deutscher Sprache  servieren uns Kahira auf ihrer CD „Augenblick“. SĂ€ngerin Katja Juraschka (Katie) legt eine Menge Emotionen in ihren Gesang und beweist sowohl bei vertrĂ€umten als auch bei rockig zupackenden StĂŒcken ihr Können. Eine durchaus erfolgversprechende Band, die jeder, der auf Bands wie Juli oder Silbermond steht, unbedingt einmal angetestet bzw. gehört haben sollte. Sehr zu empfehlen und eine Scheibe, die sich in den GehörgĂ€ngen so richtig schön festkrallt!
Minky Stein

KELLNER
Hey Dude
SĂŒdpol Records/Alive
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Nach seinem tollen DebĂŒtalbum „This Ocean Life“ legt Singer/Songwriter Mathias Kellner nun den adĂ€quaten Nachfolger nach. Mit wechselnder Emphasis und akustischer bis rougher Songenergie gelingt Kellner wiederum ein glaubhafter und packender Seelenspagat, der auch vor autobiographischen StĂŒcken wie der melancholischen Ballade „Biographies“ nicht Halt macht. Ein authentischer Songschreiber, den man auch zukĂŒnftig auf der Rechnung haben muss.
Minky Stein

KINGS OF FORTH
The Outsiders Are Back
Luaka Bop
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Stilbindend, unverwechselbar und mit dem nötigen R&B-Feeling eingespielt, so prĂ€sentieren sich Kings Of Forth auf ihrer DebĂŒtarbeit. Dabei entfĂŒhren uns die Jungs in ihren ganz persönlichen Musik-Kosmos aus urbanem Soul, Swing&Blues-Elementen, Motown-Sound und aus dem Handgelenk geschĂŒttelter Vibes. Eine Scheibe mit viel Seele aus dem Bauch in Tradition von GrĂ¶ĂŸen wie Marvin Gaye, The Temptations und Bobby Womack.
Frank Zöllner

CLAUDIA KORECK
Barfuaß um die Welt - 2nd Edition
Ariola/Sony Music
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„Barfuaß um die Welt“, das zweite Album von CLAUDIA KORECK, kommt als luxuriös aufgemachte Neuauflage in die LĂ€den. Darauf zu finden ist u.a. ein englischsprachiges (!) Duett mit Donavon Frankenreiter und eine prall gefĂŒllte Live-DVD. Wundervolle Lieder im bayerischen Dialekt treffen auf handgemachte Singer/Songwriterkunst: Mit dieser einzigartigen Mischung  hat sich CLAUDIA KORECK im vergangenen Jahr deutschlandweit in die Herzen der Fans gespielt. 130 Konzerte spielte sie wĂ€hrend der Tournee zu dem Album, das es sogar auf Platz 8 der Media Control-Charts schaffte. Grund genug sich bei der immer grĂ¶ĂŸer werdenden Fangemeinde mit einer Neuedition ihres Erfolgsalbums zu bedanken. Darauf zu finden ist u.a. die wunderbare Gute Laune-Nummer „Beautiful“, die zusammen mit Profi-Surfer und Jack Johnson-Kumpane Donavon Frankenreiter auf der Hawaii-Insel Kauai entstand. Erstmals singt hier Claudia die Lyrics in englischer Sprache und zeigt, welches Potential in ihrer Stimme auch ohne bayerischen Dialekt steckt. Ganz großes Kino! Dazu gibt es natĂŒrlich die 12 Songs ihrer „Barfuaß um die Welt“-CD, musikalisch eigenstĂ€ndig angesiedelt zwischen Akustiksound, Blues, Soul und Rock. Abgerundet wird die CD durch das französisch-bayerische Duett „Chocolat“ mit Ania Jools, das im September 2009 live im Rahmen ihres „Friends“-Konzerts im MĂŒnchener Zirkus Krone mitgeschnitten wurde. Klasse ist auch die Bonus-DVD, die neben dem ungekĂŒrzten Livekonzert aus der MĂŒnchener Muffathalle vom 19.04.2009 auch noch zahlreiche Extras wie Behind The Scenes-Material, Making Of, Interview und die Viedeoclips „Barfuaß um die Welt“ und „Beautiful“ beinhaltet.  Fan-Herz, was willst du mehr?
Rainer Guérich

CRAZY CHRIS KRAMER
Chicago Blues
BTM Records/Sony Music
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Seine neueste CD hat Blues-Harper und SĂ€nger „Crazy“ Chris Kramer grĂ¶ĂŸtenteils in den USA mit Musikern der legendĂ€ren Muddy Waters Band und Pinetop Perkins eingespielt. Unverkennbar und bei „Crazy“ Chris schon seit lĂ€ngerem obligatorisch, sind die „German Lyrics“, die das ehrliche und authentische GefĂŒhl seiner Songs zusĂ€tzlich verstĂ€rken. Das spĂŒrte auch Ex-Rolling Stones Gitarrist Mick Taylor, der in einem Londoner Studio sein Gitarrensolo zu der Nummer „Ich wach’ heut’ morgen auf“ beisteuerte.
Bernd Lorcher

LEYKAM/MARK
The Volume Of Silence
www.frank-mark-arts.com
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Sechstes Album von Gitarrist Roman Leykam und Midi/Sample-Spezialist Frank Mark. Wie man es bei den Beiden gewohnt ist, erwarten einen fließende, zirpende, mystische und atmosphĂ€rische Soundskulpturen mit ambientem Charakter, die mit großem improvisativem GespĂŒr aus der Magie des Augenblicks entstanden sind. „The Volume Of Silence“ schickt den Hörer auf eine spannende Entdeckungsreise ins Land der verfremdeten Guitar-Loops inmitten wabernder und unberechenbarer Klanglandschaften. Als Anspieltipp empfehle ich das leicht orientalisch anmutende „Sorrowful“ mit herrlich verfremdetem Sound-Rausch-Radio-Floor.
Rainer Guérich

JUAN MACLEAN
DJ-Kicks
K7/Alive
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Die pralle Ladung spritziger Andersartigkeit prĂ€sentiert uns Vorzeige-Remixer Juan MacLean in der locker gestrickten DJ-KiCKS-Serie. FĂŒr sine CD hat der Meister tief in die Trickkiste gegriffen und sich zwischen Glasgow, Berlin, Buenos Aires und Adelaide fast einmal um denGlobus bewegt, um die angesagtesten Soundkreationen zusammenzutragen.
Fabian Hauck

MARTI
Better Mistakes
F.O.D./Soulfood
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Zweites Album von Marti, der Gruppe um den italienischen SĂ€nger, Schauspieler und Komponisten Andrea Bruschi. Ganz im Geiste der Tindersticks oder Nick Cave erwartet den Hörer ein vielschichtiger und melancholischer Streifzug durch geheimnisvolle Stimmungen, Alltagsbeobachtungen und EindrĂŒcke. Ganz so wie es Marti wollte: „Jeder Song des Albums ist als Kurzfilm angelegt, verfolgt so seinen eigenen Kurs und segelt langsam in den nĂ€chsten.“ Ganz starkes Album!
Duklas Frisch

MY LITTLE TRAMP
World In My Pocket
Silver Sonic/H‘Art
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Selten klingt ein DebĂŒtalbum so wie aus einem Guss, abgerundet und gelungen wie die vorliegende Rille von My Little Tramp. Mit einer aufregenden Mischung aus Folk, Blues, Akustik und Soul erzĂ€hlen Anna-Lena, Nils und Marko ihre hinreißenden Geschichten zur musikalischen IdentitĂ€tsfindung. Rhythmisch vorangetrieben von einer spartanisch zu nennenden Instrumentierung in Verbindung mit verfĂŒhrerischen Frauen-Vocals.
Frank Zöllner

NIEDERFLUR
Bipolar
Niederflur Tracks/Kompakt
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Endlich haben die beiden Techno-Urgesteine Christopher Bleckmann und Hannes Wenner aka Niederflur ihr eigenes Label auf die Beine gestellt, um hier ungestört ihre minimalistischen Tekk-Vesuche auf die Spitze zu treiben. Frage: Wie reduziert kann ein Track sein, um dann immer noch einen Groove haben zu können? Die Antwort findet der interessierte Raver und FlÀcherkÀmpfer in den vorliegenden zehn Tracks und darf sich nebenbei auf einen straighten Deep-House-Sound und knochentrockene Hardcorebeats freuen.
Siggi Mayen

JULIA A. NOACK
69.9
Timezone
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Eindringliche Klangbilder, kreativer, zeitgenössischer Adult-Pop und intellektuelles Songwriting sind die Attribute der brandneuen Scheibe der Berlinerin Julia A. Noack. EntdeckungswĂŒrdig sind ihre Songs vom ersten Akkord an und arbeiten geschickt mit einer ausgesuchten Mixtur aus Akustik-Folk, seelenvollen Balladen, Alternative, Gitarrenrock und Pop. Ein unterhaltsamer Streifzug durch ein schmissiges und markantes Album, das mit delikaten Arrangements und wundervollen Melodien aufwarten kann.
Fabian Hauck

THE PARLOTONES
Stardust Galaxies
Sovereign Entert./Soufood
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Fast zeitgleich mit dem Start der Fußballweltmeisterschaft in SĂŒdafrika legen die SĂŒdafrikaner von The Parlotones ihren neuesten Dreher vor. Die Jungs aus Johannisburg haben einen kunterbunten Strauß von locker aus der HĂŒfte geschossenen Gute-Laune-Nummern im GepĂ€ck. “Stardust Galaxies” zieht einen vom ersten Akkord an in seinen Bann.
Frank Zöllner

SAVAS PASCALIDIS
Nuclear Rawmance
Sweatshop/Intergroove
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Fader&Producer Legende Savas Pascalidis stellt seine neuesten musikalischen Kreationen vor und macht damit die Welt etwas ertrĂ€glicher. Obwohl sich Savas etwas von seinem gewohnten Soundmuster entfernt, dominieren doch schwere Cutout-BasslĂ€ufe und perfekt gesetzte Acid-Loops. Dabei setzt der Meister ganz bewusst auf  Mixtur aus Beat-Vercuttungen, Hardstepper und Trance.
Siggi Mayen

BRENDAN PERRY
Ark
Cooking Vinyl/Indigo
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Ein vorsichtig artikuliertes Statement schickt Mastermind Brendan Perry mit seinem zweiten Soloalbum auf den Weg und ĂŒberrascht mit der Erfindung einer neuen musikalischen Sprache. Zwischen poppigen SoundflĂ€chen, raffinierten Arrangements und New Wave-Reminiszenzen entwickelt sich ein intelligent aufbereiteter Adult-Pop. Dazwischen kombiniert der Multiinstrumentalist eine fast treibend zu nennende Ambient-AtmosphĂ€re mit echter Eleganz. So entsteht ein Album voller IntensitĂ€t und cool-urbanem Style.
Yasmin Schmidt

THE SEER
Heading For The Sun
F.A.M.E. Recordings/edel
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Die Folkrocker The Seer legen hier ein ungemein frisches und positiv gestimmtes neues Album vor. „Heading For The Sun“ bietet eine Menge Folk-Rock-Hymnen, Pop-EinflĂŒsse, keltische KlĂ€nge, erdiges Rockriffing und natĂŒrlich auch irische Folkzutaten. Zum Reinhören empfehlen sich das atmosphĂ€risch treibende und im langsamen Tempo gehaltene „Setting Sails“ und „Wasted“ mit seinen interessant verschachtelten Programmings und seinem treibenden Grooves, ĂŒber die sich die charismatische Stimme von SĂ€nger Shook legt. Eine richtig starke Nummer!
Rainer Guérich

ELIN RUTH SIGVARDSSON
Cookatoo Friends
Diverse Avenue Music/Cargo Records
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In ihrer schwedischen Heimat ist die junge Dame bereits in aller Munde. Mich jedenfalls hat die Singer/Songwriterin und Multiinstrumentalistin bereits auf ihrer Seite. Ihre Mischung aus puristischem Akustiksound, souligem Hippie-Pop, Motown und Alternative ist einfach eine Entdeckung wert und macht sĂŒchtig. Die Dame hat‘s drauf und geht ihren musikalischen Weg zwischen folkigen und romantisch-forschen Momenten. Empfehlenswert!
Frank Zöllner

SUTCLIFFE
Mom, Where Are The Seahorses?
Beste! Unterhaltung/Broken Silence
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Nach ihrem selbstbetitelten DebĂŒt legen Sutcliffe gleich noch einen nach und gehen mit “Mom, Where Are The Seahorses?” in die Vollen. Dabei bleiben sie ihrem Grundkonzept immer wieder “Gastmusiker” ins Studio einzuladen treu (diesmal ist es der MĂŒnchner Singer/Songwriter Phil Vetter) und kombinieren das Ganze mit einem kaum zu ĂŒbertreffenden Mut am Experimentieren. Eine musikalische Achterbahnfahrt zwischen Kaschemmenromantik, Akustik-Flair, Garagenrock, Synthie-Elementen und tranciger Ambientkost. So was nennt man kreative Vielfalt.
Frank Zöllner

ULTRAVOX
Return To Eden
Chrysalis/EMI
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Ein toller Livemitschnitt von der elektronischen Elektro-Poprock-Formation Ultravox, der wĂ€hrend ihrer Reunion-Tour am 30.04.2009 im Londoner „Roundhouse“ mitgeschnitten wurde. Die Band, die in der 1980er Originalbesetzung mit Midge Ure (Gesang), Billy Currie (keys), Chris Cross (bass) und Warren Cann (drums) auftrat, legte ein fettes, dynamisches und Bass-starkes Live-Set hin. NatĂŒrlich inklusive famosen BĂŒhnenversionen von Hits wie „Rage In Eden“,  „Dancing With Tears In My Eyes“, „Lament“, „One Small Day“ und „Hymn“. Ultravox sind einfach Klasse!
Rainer Guérich

WILLEM VAN EKEREN
Back-Bukowski/Walking And Living Through This
Etcetera Records/Codaex
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Wer bisher dachte, dass der barocke Komponist Johann Sebastian Bach und der amerikanische Schriftsteller Charles Bukowski nichts gemeinsam haben, sollte einmal diese CD antesten. Der hollĂ€ndische Pianist und Singer/Songwriter Willem Van Ekeren hat auf dieser Einspielung versucht, die Musik von Bach mit der direkten Lyrik von Mr. Buwoski zu fusionieren. Keine leichte Kost zwar, aber vom kĂŒnstlerischen Anspruch ein einzigartiges Projekt.
Ute Bahn

THE WICHITA
Songlines
Lindo/Broken Silence
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Country-Songs Made in Austria! Was JĂŒrgen Plank und seine Crew auf “Songlines” zum Besten geben, ist kurzweilige Country, Folk und Americana. Mit viel Liebe zum Detail, Raffinesse und einem Augenzwinkern im Gesicht bringen uns die 13 Songs eine Hommage an die zeitgemĂ€ĂŸe Heimatmusik vom Land jenseits des großen Teiches nĂ€her.
Fabian Hauck

WINTERLAND
Alles geht
7us/H’Art
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„Alles geht“ heißt der neue Longplayer der aus Kaiserslautern stammenden Formation Winterland. Den Hörer erwartet ein abwechslungsreicher und packender Soundmix aus 80iger Jahre Flair, Gothic-Elementen und griffiger Rock-Komponente. Unverkennbares Trademark der Gruppe ist zweifellos die charismatische Baritonstimme von SĂ€nger Thorsten Fries, der mitunter an den Frontmann von Unheilig erinnert und den StĂŒcken hohen Wiedererkennungswert verleiht. Highlights der wirklich empfehlenswerten Scheibe sind neben dem ohrgĂ€ngigen TitelstĂŒck insbesondere das rockige und Gitarren-getrĂ€nkte „Warte bis es dunkel ist“ und die Ballade „StrĂ€nde der Einsamkeit“, zu dem Winterland gerade ein Video abgedreht haben.
Duklas Frisch

KURZ & KNAPP

Von DURAN DURAN erscheinen gleich zwei legendĂ€re Alben in aufwĂ€ndigen Neueditionen mit 2CDs. "Duran Duran" (EMI) erschien im Jahre 1981 und fĂ€hrt auf CD1 neben den remasterten Originalsongs auch noch 4 rare B-Seiten (u.a. Late Bar", "Fame") auf. CD 2 ist vollbepackt mit diversen Mixen, Demos und unveröffentlichten Aufnahmen, u.a. auch einer BBC Radio Session mit Tracks wie "Night Boat" und "Like An Angel". - "Seven And The Ragged Tiger" (EMI)  stammt aus dem Jahre 1983 und erscheint ebenfalls mit 2 CDs. Die erste CD featured das remasterte Originalalbum, CD2 wartet mit insgesamt 13 Titeln auf, darunter zahlreiche Liveversionen, Mixe und B-Seiten. - Neben den normalen Special-Editionen erscheint im Handel zusĂ€tzlich von den beiden Alben auch noch eine Limited Edition mit Bonus-DVD. +++ Nachdem JENNIFER RUSH im MĂ€rz diesen Jahres ihre Fangemeinde mit einem neuen Studioalbum ĂŒberrascht hat, gibt es auf der Doppel-CD "The Very Best Of"  (EMI) nun eine ultimative Sammlung ihrer grĂ¶ĂŸten Hits. Mit dabei sind natĂŒrlich Top-Nummern wie "Never Say Never", "The Power Of Love" und "Tears In The Rain", aber auch das tolle Duett "Who Wants To Live Forever" mit Brian May plus zahlreiche Bonustitel in spanischer Version.

Bereits ihr siebtes Album legt die Formation LYAMBIKO vor. „Something Like Reality“ (Sony Music) erscheint rechtzeitig zum 10jĂ€hrigen BĂŒhnenjubilĂ€um der Band und klingt weitaus groovebetonter als die VorgĂ€nger und geht auch verstĂ€rkt in Richtung Soul und Pop. Neben eigenen Kompositionen gibt es auch einige bemerkenswerte Coverversionen zu hören, u.a. „Crossroads“ von Tracy Chapman und „Black Hole Sun“ von der amerikanischen Rockband Soundgarden. +++ Eine Vorliebe fĂŒr Soul, Rock und Disco hat zweifellos GEORGE LEVIN, der mit „Everything Must Change“ (BBE Music/Alive) sein neues Soloalbum vorstellt. Als Reinhörtipps empfehlen sich das funkige „Runaway“ und das Reggae-inspirierte „The Scent Of Hay“. +++ Seit dem Jahre 2000 ist die Relax-Serie mit ihrer gefĂŒhlvollen Mischung aus Downbeat, Chillout und House sehr erfolgreich  unterwegs. Nun erscheint von BLANK & JONES die mittlerweile fĂŒnfte Ausgabe aus der Reihe „Relax Edition Five“ (Soundcolours). Wie auch schon bei den VorgĂ€ngern sind natĂŒrlich auch diesmal wieder hochkarĂ€tige GastsĂ€nger auf den beiden CDs mit von der Partie. Besondere ErwĂ€hnung verdienen sich hierbei Cathy Battistessa auf „Miracle Man“, die französische Chanson-SĂ€ngerin Coralie Clement auf „J’en reste là“ und die amerikanische Gesangsentdeckung Jason Caesar auf „Lazy Life“. +++ Passend zur Fußball-WM in SĂŒdafrika erscheint von JOHNNY CLEGG, Mr. „White Zulu“, eine Best Of-Doppel-CD seiner besten Titel. „Spirit Is The Journey - The Best Of“ (EMI) besteht fast komplett aus Juluka-Songs und lĂ€sst das musikalische Schaffen von Johnny Clegg wĂ€hrend den letzten 3 Jahrzehnte noch einmal Revue passieren.

ELVIN BISHOP ist ein Meister des Blues’nRoll. Dies beweist er auf den 11 StĂŒcken seiner neuen Einspielung „Red Dog Speaks“ (Delta Groove/in-akustik) wieder einaml sehr deutlich. +++ PINETOP PERKINS und WILLIE ‘BIG EYES’ SMITH spielten einst zusammen in der Muddy Waters Band.  Nun haben sich beide in einer eigenen Band formiert. Auf „Joined At The Hip“ (Telarc/in-akustik) heißt das Motto „geniales Blues-Piano meets besten Harp-Blues.“ +++ „Live At Coventry Cathedral“ (Panegyric/Galileo MC) ist die bereits zweite Zusammenarbeit von Gitarrist ROBERT FRIPP (King Crimson) und Saxophonst/Flötist THEO TRAVIS. Ergebnis ist eine sehr atmosphĂ€rische und schwebende Einspielung mit ausschweifenden Improvisationen und KlangflĂ€chen. Absolut empfehlenswert!

Beste KlangqualitĂ€t ist man bei Chesky Records ja gewohnt. Nun erscheint das Livealbum „Blues & Grass“ (Chesky Records/in-akustik) des 52nd Street Blues Projects aus dem Jahre 2004 auch als Hybrid SACD. Ein echtes Erlebnis, die 5köpfige Formation um James „Blood“ Ulmer, Charlie Burnham, Aubrey Dayle, Queen Esther und Mark Peterson auf ihrer Reise zurĂŒck zu den Wurzeln der amerikanischen Musik begleiten zu dĂŒrfen. Und die Stimme von SĂ€ngerin Queen Esther ist auf dem Finger schnippenden „You Lied“ an Luftigkeit und PrĂ€gnanz kaum zu ĂŒberbieten. +++ Janiva Magness hat eine wirklich tolle Bluesstimme, die mich mitunter an Janis Joplin erinnert. Im vergangenen Jahr gewann sie nicht zuletzt wegen ihrer kraftvollen und emotionalen Stimme einen der begehrten Blues Music Awards. Auf "The Devil Is An Angel Too"  (Alligator Records/in-akustik) interpretiert Janiva mit der ganzen Bandbreite ihres Könnens Songs von Joe Tex, Nick Lowe, Julie Miller u.v.a. Ergebnis ist eine Bluesscheibe mit jeder Menge Verve und einer stimmlichen Ausdruckskraft, die man gehört haben sollte. Als Anspieltipp empfehle ich das atmosphĂ€rische "I’m Feelin' Good". +++ Bereits seit 1961 sind die Persuasions in Sachen A-Capella-Gesang unterwegs. „Sing The Beatles“ (Chesky Records/in-akustik), ihre unvergleichlichen Interpretationen der Fab Four aus dem Jahre 2002, erscheinen nun in bester KlangqualitĂ€t als Hybrid Multichannel-Super Audio-CD. Inklusive "Come Together", "Yesterday" und "With A Little Help From My Friends".  No instruments, nothing than the human voice... +++ Auf seinem neuen Album „Clovis People Vol.3“ (Telarc/in-akustik)  begibt sich OTIS TAYLOR zusammen mit Gary Moore und Pedal Steel-Spezi Chuck Campbell auf musikalische Spurensuche. Auf dem Spielplan stehen Neubearbeitungen von unveröffentlcihten Songs aus Otis’ frĂŒhen Tagen, die mit neuem Material kongenial ergĂ€nzt werden. FĂŒr jedes Blues-CD-Regal eine echte Bereicherung!

Freunde von exzellenter Akustikgitarren-Musik kommen bei dem hĂŒbsch -aufgemachten CD/DVD-Set von ANDY McKEE auf ihre Kosten. „Joyland“ (Proper Records/Rough Trade) zeigt die ganze Klasse des außergewöhnlichen Gitarristen und genĂŒgt auch audiophilen AnsprĂŒchen. Luftig-dynamisches Fingerpickung vom Feinsten, auch eine Harp-Guitar ist zu hören. Die Bonus-DVD bietet auf 75min. alle möglichen Performances, Dokumaterial u.v.m. +++ Der irische Folkmusiker PAUL BRADY stellt mit „Hooba Dooba“ (Proper Records/Rough Trade) sein neues Album vor, dass er zusammen mit seiner Band in Dublin eingespielt hat. Das musikalische Spektrum reicht von Roots-Rock, akustischen Nummern (u.a. das Beatles Cover „You Won‘t See Me“), Folk, Pop bis hin zu dem atmosphĂ€rischen mit Streichern in Szene gesetzten „One More Day“. Als GĂ€ste mit dabei sind u.a. Jerry Douglas an der Lap Steel und Colm Brady an der Mundharmonika. +++ Als hĂŒbsch aufgemachtes Live-2CD-Set mit dem Titel „Love Is Strange“ (Inside Recordings/Warner) erscheint die außergewöhnliche Kolloboration von JACKSON BROWNE und DAVID LINDLEY, die wĂ€hrend ihrer gemeinsamen Tour in Spanien im Jahre 2006 mitgeschnitten wurde. Begleitet wurden die Beiden von Browne’s langjĂ€hriger Begleitband. Als GĂ€ste sind noch KĂŒnstler wie Carlos Nunez und Luz Casal mit von der Partie. +++

„Kissing Strangers“ (Dessous Recordings) heißt das dritte Album von Michael Vater aka PHONIQUE. Der Berliner DJ und House-Experte hat sich diemal die tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung von Acts wie Tigerskin, Kiloo, Abyss und Georg Levin gesichert. Highlight der Scheibe ist das StĂŒck „Our Time Our Change“. +++ Wunderbare Popmusik mit eindringlichen Melodien und kĂŒnstlerischer Tiefe bietet das zweite Album des amerikanischen SĂ€ngers und Songwriters GREGORY DARLING. UnterstĂŒtzt wird der KĂŒnstler, der gerne die großartige Popmusik der 70iger Jahre zitiert, auf „Stew Americano“ (F.O.D. Records/ Soulfood) von solch namhaften KĂŒnstlern wie Clive Dreamer (Portishead), Joe Puerta (Alan Parsons Project) und Dani Robinson (Gregorys WeggefĂ€hrte aus alten „Darling Cruel“-Tagen). +++

Man kann es gar nicht glauben, aber CLIFF RICHARD hatte in den 1960er Jahren und Anfang der 1970er Jahre weit mehr als 50 Songs in deutscher Sprache aufgenommen. Die Doppel-CD "Rote Lippen soll man kĂŒssen/Das Beste auf Deutsch" (EMI) erweist sich mit ihren insgesamt 58 Tracks als wahre Fundgrube fĂŒr den Fan, inkl. "Das ist die Frage aller Fragen" (Spanish Harlem) und "Ein Sonntag mit Marie" (The Day I Met Marie). +++ Von der 1980er New Romantic-Gruppe SPANDAU BALLET erscheinen gleich zwei Alben als Special-Editionen. „True“ (EMI) wurde im Jahre 1983 erstmals veröffentlicht und hatte Tophits wie „True“ und „Gold“ vorzuweisen. Die Neuedition erscheint als 2 CD+DVD-Set im schicken Digipack mit Poster-Booklet. Neben dem remasterten Originalalbum (CD1) finden sich auf dem zweiten Diskus etliche Maxiversionen plus 4 bis dato unveröffentlichte Livetracks aus einer Show im Londoner „Sadlers Wells“ vom 1. Mai 1983. Die DVD ist vollbepackt mit Fernsehauftritten der Band, u.a. bei der BBC und bei der Sendung “Top Of The Pops”. - Ebenfalls als Neuedition erscheint „Parade“ (EMI) aus dem Jahre 1984. Das 2 CD-Set bietet neben den remasterten Originalsongs auf der zweiten Silberscheibe gleich das komplette 15gĂ€ngige Konzert aus der Londoner „Wembley Arena“, welches im Februar 1985 mitgeschnitten wurde. +++ Rechtzeitig zu ihrer Europatournee erscheint von Soul-Diva WHITNEY HOUSTON unter dem Titel "The Collection" (Arista/Sony Music) eine edel aufgemachte 5 CD-Box ihrer erfolgreichsten Alben. Mit dabei sind "Whitney Houston" (1985), "Whitney" (1987), "I'm Your Baby Tonight" (1990), der Soundtrack "The Bodyguard" (1992) und "My Love Is Your Love" (1998). Die geballte Whitney-Hit-Sammlung, natĂŒrlich auch mit solchen Smashern wie "I Wanna Dance With Somebody", "Greatest Love Of All" und "I Will Always Love You". +++ Gerade rechtzeitig zur heißen Sommerzeit kommen die drei CAMPARI Lounge-Doppel-CDs, die ĂŒber Sony Music veröffentlicht werden: Auf „Campari - Red Passion Lounge“ (Sony Music) prĂ€sentiert sich eine erlesene Auswahl an feinen Downbeat - und Lounge-KĂŒnstlern. Die tanzbaren und dennoch entspannten Tracks featuren KĂŒnstler wie Dr. Rubberfunk feat. Roachford, Mo’ Horizons, Sola Rosa und Club Des Belugas. - Auf „Campari - Sunset Chillout“ (Sony Music) finden sich 34 Titel zum entspannten Chillen im Strandkorb oder am Swimmingpool. Mit dabei sind Acts wie Naomi, Alphawezen, Jens Buchert und Lemongrass. - Last but not least gibt es mit „Campari - Sunset House Club“ (Sony Music) den richtigen Deep- und Vocal-House zum Abfeiern. Die Setlist bestĂŒckt hat niemand Geringeres als DJ Sinan Mercenk, bekannt durch seine Remixe fĂŒr Blank & Jones und De-Phazz. +++ „Hot & New Country Music“ (Sony Music) kann allen Country-Freunden nur wĂ€rmstens ans Herz gelegt werden.  Darauf zu finden sind grĂ¶ĂŸenteils Titel, die Platz 1 der Country Charts eroberten. Mit dabei ist nicht nur Carrie Underwoods „Temporary Home“, sondern auch Kevin Costner & Modern West mit „Let Me Be The One“. Eine dicke Empfehlung wert!

Bluesrock satt gibt es auf der neusten Einspielung der Finnin ERJA LYYTINEN . „Voracious Love“ (Ruf Records/in-akustik) bezieht seine besondere Spannungskraft aus Hendrix-Riffs, wild zirkulierenden Sledegitarren und dem emotionalen Gesang von Erja, der auch in akustisch geprĂ€gten Nummern wie „Crowes At Your Door“ und „Bed Of Roses“ eine gute Figur macht. Die kĂŒnstlerische Ausstrahlungskraft von Erja ist so groß, dass selbst Nightwish-SĂ€nger Marco Hietala zu einem Gastauftritt im Studio vorbeischaute. +++ Eigentlich völlig zu Unrecht stand LIVINGSTON TAYLOR lange Zeit im Schatten seines bekannten Bruders James Taylor. Verkanntes Genie kann man nach dem Hördurchlauf von „Last Alaska Moon“ (Chesky/in-akustik) da nur sagen. Ein warmes und sehr entspanntes Singer/Songriteralbum mit charmanten Abstechern ins Folk, Country, Blues und Jazz-Genre. UnterstĂŒtzt wurde Livingston im Studio u.a. von Gruppenmitgliedern der „Union Station“, der Begleitband von Alison Krauss. +++ „Hole In The Roll“ (Stormy Monday Records/in-akustik) heißt die neue Scheibe des Bluestrios CRAZYHAMBONES, hinter dem sich die beiden Amerikaner Henry Heggen (vocals, harp) und Ryan Donohue (guitar) sowie der Berliner Michael Maass (drums) verbergen. Ergebnis ist ein ryhthmisch versierter, groovebetonter und vor EmotionalitĂ€t ĂŒberschĂ€umender Harp-Blues mit einer Menge gelungenen Interaktionen aller drei Beteiligten. Anspieltipp ist der motorisch galoppierende „Pony Blues“. +++ Eigentlich hatte ich mich  bei „Soul Of The January Hills“ (Appleseed/in-akustik)  von TIM ERIKSEN auf eine schön instrumentierte Folkscheibe gefreut. Geboten wird eine komplette CD-LĂ€nge nur mit Gesang ĂŒber Gott, Frieden und die heile Welt. ErmĂŒdend! +++  BlutsbrĂŒder im Geiste des Blues sind auf „Have Blues Will Travel“ (Alligator/in-akustik) bereits zum zweiten Mal auf CD die beiden Gitarristen SMOKIN’ JOE KUBEK und BNOIS KING. Zusammen mit ihrer Band um Bassist John Morris und Schlagzeuger Adrian Marchi steht authentischer und hangemachter Blues auf dem Programm, der nicht nur auf StĂŒcken wie „Out Of Body, Out Of Mind“ und „Payday In America“ Spaß macht. Mit diesen Bluescracks ist man musikalisch nur zu gerne unterwegs...

Auf „Compositions pour guitare(s)“ (Acoustic Music/Rough Trade) hat sich der französische Gitarrist MICHEL HAUMONT befreundete Saitenvirtuosen als Duettpartner ins Studio geladen. Ergebnis ist eine unterhaltsame  und kurzweilige Akustikpicking-Scheibe mit GĂ€sten wie Peter Finger, Pierre Bensusan, Roland Dyens, Jacques Stotzem u.v.a. +++ Die Reihe der „Kicking Mule Re-Releases“ aus den 70er Jahren wird bei Acoustic Music Records mit 3 Veröffentlichungen fortgesetzt. Den Anfang  macht Folkblues-Gitarrist DAVE EVANS mit „Sad Pig Dance“, das im Jahre 1974 erstmals erschien. Ein akustisches Kleinod voller sensitiver Momenteund ausdrucksstarker Gitarrenkunst. - Weiter geht’s mit dem hollĂ€ndischen Gitarristen TON VAN BERGEYK und seinen hörenswerten „Famous Ragtime Guitar Solos“, die bereits im Jahre 1973 eingespielt wurden. Zweifellos ein Meister seines Fachs. - Der dritte Re-Release schließlich featured den Kicking Mule-Labelchef STEFAN GROSSMANN höchstpersönlich, der auf auf einer Duo-Einspielung aus dem Jahre 1978 zusammen mit dem englischen Folkgitarristen JOHN RENBOURN zu hören ist. Vielleicht noch interessant fĂŒr Gitarristen: Bei den Kicking Mule Re-Releases finden sich alle Noten/Tabulatorhefte zum Nachspielen auf einem separatem PDF-File, das ĂŒber Computer ausgedruckt werden kann. 

 

 

 

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