inMusic | Bei Fußenkreuz 11 | D-66806 Ensdorf | Germany | Phone: ++49 6831-5095-30 | eMail

JUNI/JULI 2011
 | inMusic - da ist Musik drin!

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

ALIEN CAFÉ
Metropol Cinema
Royal Flame Music
@@@

Mit „Metropol Cinema“ legt der deutsche Komponist, Sound-Designer und Bassvirtuose U.F:O Walter bereits seine zweite Arbeit unter seinem neuen Pseudonym Alien CafĂ© vor. Ergebnis ist ein musikalischer Trip rund um den gesamten Erdball, der unter den Stroboskopen ebenso gut funktioniert wie auf der heimischen Couch. Eine entspannt-elegante Mixtur aus Urban-Style, Bossa Nova, chilligem Elektro, Ambient und groovenden Jazz&Ethno-Rhythmen .
Frank Zöllner

A SILENT EXPRESS
Now!
8 Ball Music
@@@@

A Silent Express kommen aus den Niederlanden und klingen in ihren besten Momenten wie eine musikalische Schnittmenge aus Duran Duran, Spandau Ballet und U2. Einige Nummern (u.a. Feel The Energy“, „Beggin’ For Love“) sind richtig gut, andere dagegen eher bescheiden („Come Baby Come“). Außerdem hat SĂ€nger Rik Annema manchmal doch arg mit seiner Stimme zu kĂ€mpfen („Who Are You“). Ein gewisser Reiz ist dem Songmaterial von „Now!“ allerdings nicht abzusprechen, ruhig mal reinhören!
Minky Stein

MARCIA BALL
Roadside Attractions
Alligator Records/in-akustik
@@@@@

Seit 40 Jahren ist BluessĂ€ngerin und Pianistin Marcia Ball schon im BluesgeschĂ€ft und bĂŒrgt fĂŒr einen  Reihe hervorragender Scheiben. Mit "Roadside Attractions" steht nun ihr neuester Release ins Haus, auf dem die Dame mit der unverkennbaren Stimme erstmals alle Songs selbst geschrieben bzw. mitkomponiert hat. Die 12 Titel entstanden wĂ€hrend zweier Sessions in Nashville/Tennessee und Austin/Exas und machen im Hördurchlauf einfach Spaß. Nur zu gerne hört man den Geschichten von Marcia zu, die mit einem Höchstmaß an AuthentizitĂ€t transportiert werden. Man höre nur in das tolle "Look Before You Leap" hinein, das musikalisch durch die schmissige Mingo Fishtrap Hornsection und die wunderbare Bluesgitarre von Mike Schermer unterstĂŒtzt wird.
Rainer Guérich

THE BLACK ATLANTIC
Reverence For Fallen Trees
Haldern Pop Recordings/Cargo
@@@@

Kaum zu glauben, dass Mastermind Geert van der Velde mal SĂ€nger einer amerikanischen Metalband war, denn bei The Black Atlantic schlĂ€gt er weitaus leisere Töne an. Im Vordergrund stehen dabei filigrane Pop-Kleinode, die mit ĂŒberaus spartanischer Instrumentierung auskommen und ihre IntensitĂ€t und StĂ€rke aus einer ergreifenden Roots-Romantik und zart gezupften Gitarrensaiten ziehen. Die vielschichtigen Vocals agieren dabei so entrĂŒckt als wĂ€ren sie nicht von dieser Welt. Die richtige Musik, um im Sommer auf dem RĂŒcken liegend die Wolken zu beobachten.
Frank Zöllner

BLANK & JONES
so80s 5
Relax Edition Six
Soundcolours/Soulfood
@@@@@

Gleich zwei Veröffentlichungen haben Blank & Jones am Start. Passend zum bevorstehenden Sommer gibt sich die Musikauswahl auf der 3er CD Deluxe-Box „so80s 5“, die den Geist der 1980er Jahre wiederauferstehen lĂ€sst. Titel wie „Hold Me Now“ (Thompson Twins), „Cruel Summer“ (Bananarama) und „Dolce Vita“ (Ryan Paris) lassen das GefĂŒhls-Thermometer in die Höhe schnellen. Insgesamt 25 Original-Maxi-Versionen finden sich auf 2 CDs, dazu gibt’s natĂŒrlich die obligatorische Blank & Jones-Mix-CD plus 36seitiges Booklet. - Ebenfalls am Start ist die Blank & Jones-Doppel-CD „RELAX Edition Six“ mit jeder Menge „Good Vibes“ fĂŒr die schönsten Momente im Leben. Tolle Stimmen treffen auf entspannte Sounds und wogende GrooveflĂ€chen wie etwa auf „Love Conquers All“ (mit ABC) und „Pura Vida“ (mit Jason Caesar).
Siggi Mayen

THE BLUESMASTERS
Bluesmasters
Hypertension Music/Soulfood
@@@@@

Eine bekannte Stimme in einem ungewohnten Stilbereich. Bei den Bluesmasters frönt Starship-SĂ€nger Mickey Thomas seiner Zwölftakt-Leidenschaft. Und das klingt im Verbund mit den beteiligten Musikern (u.a. Doug Lynn, Aynsley Dunbar, Magic Slim und Tim Tucker)  verdammt gut! Highlights der Scheibe sind fĂŒr mich „Fooled Around And Fell In Love“ und das inbrĂŒnstige, Harp-getrĂ€nkte „Sick And Tired“. Eine dicke Empfehlung fĂŒr die Blues-Gemeinde!
Bernd Lorcher

HANNE BOEL
The Shining Of Things
Stunt Records/edel kultur
@@@@@

Anfang der 1990iger Jahre wurde Hanne Boel als dĂ€nische „Tina Turner“ gefeiert. Mittlerweile gibt sie sich auf ihren Alben eher ruhiger und ist im jazzigen Fahrwasser unterwegs. So auch auf ihrer neuen Scheibe „The Shinig Of Things“, auf der sie u.a. StĂŒcke von David Sylvian („The Shining Of Things“) , Leonard Cohen („A Thousand Kisses Deep“), Randy Newman („Bad News From Home“) und Joni Mitchell („River“) interpretiert. Gesanglich unterstĂŒtzt wird Hanne auf 2 Titeln zusĂ€tzlich noch von dem bekannten italienischen SĂ€nger & Crooner Mario Biondi. Die ideale Scheibe fĂŒr die blaue Stunde...
Rainer Guérich

ELIN SYNNOVE BRATHEN
The Anchor And The Dream
Curling Legs/Galileo MC
@@@@@

Ein schönes Album kommt von der norwegischen SĂ€ngerin & Songschreiberin Elin Synnove Brathen, die mit ihrem engelsgleichen Gesang auf den 12 StĂŒcken ihrer CD einfach verzaubert. Musikalisch erwartet den Hörer ein wunderbar entspannender Ausflug zwischen Celtic-Folk, Singer/Songwriter, Jazz und Pop.
Duklas Frisch

BROZZO
Rock ‘n’ Roll Flegga
7Music/New Music Distribution
@@@@@

Aus dem kleinen schwĂ€bischen Ort Leutenbach („Leidabach“) kommen BROZZO, die es auf ihrer CD „Rock ‘n’ Roll Flegga“ richtig krachen lassen. Selbstbewusster und kraftvoller Rock mit schwĂ€bischen Texten steht auf dem Spielplan, wobei der Vierer um SĂ€nger und Bassist Bernd Klink auch mit den witzigen, derben und zum Teil selbstironischen Texten zu ĂŒberzeugen weiß. Man höre hierzu nur Songs wie „LĂ€berkĂ€s“, „Schbrudl“ oder den „Fischersong“, den augenzwinkernden Gotthilf Fischer-GedĂ€chtnis-Blues. Brozzo haben einfach Spaß an der Musik und transportieren dieses LebensgefĂŒhl reibungsfrei auf den Hörer. Wer kernige Texte und knackigen Rock auf Schwabenbasis mag, sollte sich die CD von Brozzo schleunigst besorgen.
Rainer Guérich

CARMEN BROWN
It’s All For You
0-tone-BHM/ZYX Music
@@@@@

Wer auf weiblichen Soulgesang mit funkigen Sounds steht, sollte unbedingt in die neue Scheibe von Carmen Brown hineinhören. Die Afro-Kosmopolitin prĂ€sentiert uns auf „It’s All For You“ eine verdammt groovige Mischung aus Pop, Funk, Fusion und World Jazz. Als Anspieltipp empfehle ich mal das schweißtreibende „Dark City“. Mit dieser Nummer bringt Carmen sicherlich jeden Konzertsaal zum Überkochen. Funk-Soul-Jazz mit fetten BlĂ€sersounds und großartigem Gesang, energetisch und packend in Szene gesetzt!
Minky Stein

DAAN
Manhay
Heart Of Berlin/Universal Music
@@@@

In Sachen ausgefallener Musikexporte mischt Belgien nicht erst seit gestern in der europĂ€ischen Szene krĂ€ftig mit. Diesen Umstand stellt Daan Stuyven‘s neue Scheibe mit zwölf anspruchsvollen Adult-Pop-Songs unter Beweis. Obwohl die letzten seiner Alben in Deutschland leider nicht zu kaufen waren, erfreut sich der SĂ€nger mit der charismatischen Stimme einer stĂ€ndig wachsenden Fangemeinde. Ein wahres Sammelsurium der Stile hat Daan hier zusammengestellt. Man findet Britpop und New Wave-Anleihen ebenso selbstverstĂ€ndlich wie TexMex-Tremoli, Folk oder schrĂ€gen College-Sound. Empfehlenswert!
Fabian Hauck

SAMANTHA FISH
Runaway
LIGHTNIN’ MALCOLM
Renegade
Ruf Records/in-akustik
@@@@

Zwei empfehlenswerte Bluesveröffentlichungen auf Ruf Records. Die aus Kansas City stammende SAMANTHA FISH ist gerade mal 22 Jahre jung und legt mit „Runaway“ ein facettenreiches 12 Takt-Album vor. Der Opener „Down In The Swamp“ ist erdverbundener und schweißgetriebener Bluesrock, aber auch Boogie („Runaway“) und relaxten Slidegitarren-Blues („Today’s My Day“) hat die selbstbewusste Dame im GepĂ€ck. Ein Riesentalent! - Gitarrist & SĂ€nger LIGHTNIN’ MALCOLM lĂ€dt auf „Renegade“ zusammen mit Drummer Cameron Kimbrough (Enkel von Blueslegende Junior Kimbrough) und einigen GĂ€sten zur riffebtonten, rauen und authentischen Blues-Jam ein. GlaubwĂŒrdig und dem Geiste des Mississippi Deltas folgend kommen Songs wie der Opener „Ain’t Even Worried“ und das Gitarren-verzerrte, zĂŒngelnd zischende „Renegade“ aus den Boxen.
Rainer Guérich

MARLA GLEN
Humanology
0-tone-BHM/ZYX Music
@@@@

Nach lĂ€ngerer Zeit legt Marla Glen wieder mal ein neues Album vor, auf dem sie grĂ¶ĂŸtenteils ĂŒberzeugen kann. Klasse ist nach wie vor ihre bluesige und unverkennbar schwarze Stimme, beispielweise auf dem Opener „Garden Of Desire“ und „Maddy & Johnny“. Aber es gibt auch einige Kritikpunkte, die ich nicht unerwĂ€hnt lassen möchte. Beispielsweise die allzu dĂŒnnen synthetischen Grooves auf „Run & Hide“ und das unsĂ€gliche Gastspiel von Xavier Naidoo auf „Believer“. Macht 2 Punkte Abzug und die Feststellung, dass es bessere Alben von Marla Glen gibt...
Rainer Guérich

GRAZIA & JAY
Adesso
PiĂč Forte/Collectors Mine
@@@@@

Das Gesangsduo Gracia & Jay hat sich einen Herzenswunsch erfĂŒllt und auf „Adesso“ 10 ausgewĂ€hlte Welthits der 80er und 90er Jahre auf Italienisch und mit orchestralem Gewand neu interpretiert. Schon der Opener „Ti ChiamerĂČ“ (Original „I Come Undone“ von Jennifer Rush) ist ein echtes Highlight und an feurigem Temperament kaum zu ĂŒberbieten. Auf dem TitelstĂŒck „Adesso“   fĂŒhren Gracia & Jay den Hörer ins Reich der Sinne und wecken große Emotionen, wobei die orchestralen Arrangements der ursprĂŒnglich von Foreigner stammenden Nummer („I Want To Know What Love Is“) einen fast schon klassischen Anstrich verpassen. Ebenfalls auf dem erlesenen Speiseplan stehen Neufassungen von großen Duetten wie zum Beispiel von Joe Cocker & Jennifer Warnes („Ci Porterà“/ „Up Where We Belong“) und Kylie Minogue & Jason Donovan („Soltano Tu“/“Especially For You“). Unbedingt reinhören sollte man auch in meine beiden Favoriten „Dimmi Se" ("Say You Will" von Foreigner) und "Niente PuĂČ Fermarci" („Nothing Gonna Stop Us Now" von Starship). „Adesso“ ist der perfekte Soundtrack zum Cabrio Fahren, zum romatischen Dinner bei Kerzenlicht, vor dem Kamin oder einfach bei einem guten Glas Rotwein.
Rainer Guérich

RAPHAEL GUALAZZI
Reality And Fantasy
Sugar Music/Universal
@@@@

Der Mann hat mit einer unnachahmlichen Mischung aus Blues, Soul und Ragtime-Rhythmen beim diesjĂ€hrigen San Remo-Festival so richtig abgerĂ€umt und den Preis fĂŒr den besten NachwuchskĂŒnstler, den Medien&Kritiker-Award, den Publikumspreis und den Preis fĂŒr die beste Performance nach Hause getragen. Als Dankeschön durfte Raphael Gualazzi in DĂŒsseldorf beim European Song Contest sein Können unter Beweis stellen, worauf dieses phantastische DebĂŒtalbum folgt. Das stilistische Spektrum auf „Reality And Fantasy“ reicht von italienischem Chanson ĂŒber gepflegte Bazz-AtmosphĂ€re bis hin zu prickelndem Motown-Soul in bester Ray Charles-Manier.
Fabian Hauck

HORSE MEAT DISCO III
V.A.
Strut/Alive
@@@@

Das Londoner DJ-Kollektiv Horse Meat Disco hat die Fader mal wieder kreisen lassen und den Stroboskopen ein paar Umdrehungen mehr verpasst . Auf der vorliegenden Doppelrille Nr. 3 lassen die DJ‘s Hillard, Stanton, Severino und Howard die gute alte Disco-Ära wieder auferstehen. Auf Dreher Nr. 1 heißt es die John Travolta-GedĂ€chnishosen ausgepackt und die Plateausohlen angeschnallt und ab auf die FlĂ€chen. Hier tummelt sich mit Claudia Barry, Suzy Q. und First Choice bereits alles, was Rang und Namen hat und die Nacht zum Tag macht. CD2 lĂ€sst die Sache etwas gemĂŒtlicher angehen und steht ganz im Zeichen eines gut abgehangenen Mid-Tempo-Mixes mit reichlich souligen R&B-GrĂŒssen.
Siggi Mayen

NICK HOWARD
When The Lights Go Up
Ferryhouse/Warner Music
@@@@

Nick Howard kommt ursprĂŒnglich aus dem britischen Brighton, lebt aber schon einige Zeit im New Yorker Stadtteil East Village. Hier findet er genau das richtige Umfeld fĂŒr seinen anspruchsvollen Singer/Songwriter Pop-Folk, den er auf seiner zweiten Scheibe „When The Lights Go Up“ zum Besten gibt. Schon der Opener „Tonight“ ist eine Klasse fĂŒr sich, dicht gefolgt vom stimmig atmosphĂ€rischen TitelstĂŒck, das unwillkĂŒrlich in die Lauscher kriecht. Kann man sehr gut hören, dieses Album!
Minky Stein

JACK BEAUREGARD
The Magazines You Read
Tapete Records/Indigo
@@@@@

Das Duo um PĂ€r Lammers und Daniel Schaub stellen mit „The Magazines You Read“ ihr zweites Album vor. Dass beide gute Songs schreiben können, haben sie bereits auf dem Erstling und als Hitlieferant fĂŒr andere KĂŒnstler (u.a. Lena Meyer-Landruth) bewiesen. Die 10 Songs ihrer eigenen CD behandeln die Themen des Alltags und zeichnen sich durch stimmige Vocalarrangements und ins Ohr gehende Melodien und Harmonien aus. Eigentlich ist jedes StĂŒck ein Ohrwurm, einer meiner Favoriten ist das smooth-schimmernde „Show  Me Your Love“.
Minky Stein

EILEN JEWELL
Queen Of The Minor Key
CRS/in-akustik
@@@@@@

Wieder mal ein absolut tolles Album, das die Folk-Songwriterin Eilen Jewell hier vorlegt. Einzigartig ist ihr dunkler und wunderschön trauriger Gesang, der zu Country-rockigen Rhythmen („Warning Signs“) ebenso passt wie zu reinrassigem Country-Sound mit Geige („Over Again“) oder zu unterschwellig laszivem Blues-Folk („I Remember You“). Zeitlos schöne Einspielung, sehr zu empfehlen!
Rainer Guérich

MANFRED LEUCHTER & IAN MELROSE
Kein schöner Land
Acoustic Music/Rouh Trade
@@@@

FĂŒr Freunde der entspannten Akustik-Momente wird diese Scheibe mit Sicherheit zu einem Liebling der CD-Sammlung werden, denn die beiden Protagonisten Manfred Leuchter und Ian Melrose liefern uns hier den Soundtrack zum TrĂ€umen. Selten hat man Gitarre und Akkordeon in solcher Perfektion und Symbiose gehört. Die liebevoll bearbeiteten Coverversionen von Bach ĂŒber Chris Jones bis hin zu alten deutschen oder schottischen Volksweisen leben von der puristischen Inszenierung. NatĂŒrlich haben die beiden Virtuosen auch einige Eigenkompositionen beizusteuern, was den klassisch improvisierten Akustik-Folk mit Klassik-Anleihen perfekt macht.
Frank Zöllner

MONTMORENSY
Writ In Water
Traumton/Indigo
@@@@@@

Mit dieser CD hat der australische Pianist und Singer/Songwriter Paul Hankinson ein höchst anspruchsvolles und theatralisch-episches Pop-Meisterwerk mit symphonischem Anstrich eingespielt. Seine 13 Kompositionen sind durchdacht, spannungsvoll inszeniert  und sprĂŒhen nur so vor ĂŒberraschender Wendungen und Ideen. Ein zeitloses, geniales Gesamtkunstwerk, an dem man sich einfach nicht satt hören kann. Als Anspieltipp zum Reinhören empfehle ich mal das wunderbare „Pluto“.
Rainer Guérich

TRACY NELSON
Victim Of The Blues
ELVIN BISHOP
Raisin’ Hell Revue
Delta Groove/in-akustik
@@@@@

Zwei empfehlenswerte Blues-Veröffentlichungen auf dem kalifornischen Delta Groove-Label: TRACY NELSON ist schon lange im GeschĂ€ft und vor allem durch ihre Zugehörigkeit zu den Bluesrockern Mother Earth Ende der 1960er Jahre bekannt. Mit „Victim Of Blues“ kehrt sie nun zu ihren eigentlichen Wurzeln zurĂŒck und intrepretiert tradionelle Bluesnummern. Auf der Jimmy Reed-Nummer „Shoot My Baby“ gibt’s ein gelungenes Duett mit Marcia Ball. -  Live on Stage prĂ€sentiert sich Slidegitarrist ELVIN BISHOP auf der CD „Raisin’ Hell Revue“, welches einen packenden Mitschnitts des Benefiz-Konzerts „Legendary Rhythm & Blues Cruise“ aus dem vergangenen Jahr beinhaltet. Zusammen mit hochkarĂ€tigen Freunden wie Finis Tasby, Kid Andersen, John NĂ©meth und Terry Hanck wechseln schwungvolle R&B-Nummern mit lĂ€ssigen Nummern, Up-Temp-Rock’n’Roll und erdigen  Bluesstompern. Macht großen Spaß!
Bernd Lorcher

HUBERT NEUNER
Bayern Reloaded
Herz7/New Music Distribution
@@@@

Mit dieser CD gibt Hubert Neuner der Schlager- und Volksmusik-Szene neue Impulse. Der "hoffnungslose Optimist und Glas-halb-voll-Denker" aus dem bayerischen Altötting  startet mit seinen 12 Songs auf "Bayern Reloaded" eine regelrechte Charme- und Gute Laune-Offensive, der man sich als Hörer nur schwer entziehen kann. Neben deftigen und frechen Texten ("d Susi", "Kathi von der Alm") gibt es Lieder mit englischsprachigen VersatzstĂŒcken ("I Prefer Bavaria", "Munich Is My Home"), beschwingte Stimmungsmacher ("I wui nur mit Dir tanzn") und nachdenkliche Balladen mit Herz ("Dei Duft"). Kurzum: Bayerische Musik fĂŒr alle Stimmungs- und Lebenslagen.
Rainer Guérich

AARON NEVILLE
I Know I’ve Changed
EMI
@@@@

Soul-Legende Aaron Neville kehrt mit einem neuen Album zurĂŒck, mit dem er zugleich sein 50jĂ€hriges JubilĂ€um als Musiker feiert. Die Songauswahl ist sehr Gospel- und Spiritual-beeinflusst und gewissermaßen eine Hommage an KĂŒnstler wie Brother Joe May, Sister Rosetta Tharpe und The Blind Boys Of Alabama, die Aaron schon als kleines Kind sehr beeinflusst haben.
Diego Barth

JOSEPH PARSONS
Hope For Centuries
Meer Music/Rough Trade
@@@@@

Ausgestattet mit einer erstklassigen Live-Band im Hintergrund, legt Joseph Parsons seine erste Einspielung fĂŒr sein vor kurzem gegrĂŒndetes eigenes Label Meer Music vor. Und vom ersten Akkord an bin ich auf seiner Seite und von der gelungenen Kombination aus griffigen Arrangements, gekonntem Songwriting und entspannt-relaxter Vocalarbeit begeistert. Bei dieser Einspielung stimmt einfach alles. Hier treffen leckerer Ohrenschmaus, handgemachte Akustikphasen und Songs mit Tiefenwirkung aufeinander ohne dabei die typischen BerĂŒhrungsĂ€ngste zwischen Unterhaltung und Message zu entwickeln.
Frank Zöllner

THE PATTERN THEORY
The Pattern Theory
Valeot Records
@@@@

Elektronisch-instrumentale Musikphasen, beeinflusst vom Synthie-Sound der 70er, prĂ€sentieren uns The Pattern Theory auf ihrem selbstbetitelten DebĂŒtalbum. Dabei wird von Beginn an die puristische Grundorientierung der Band deutlich, die nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ vorgeht und dabei stimmige Harmonien produziert. Man muss den Soundinstallationen von „The Pattern Theory“ schon etwas Zeit lassen, bis die Scheibe ihre volle Wirkung auf unser zentrales Nervensystem ausĂŒben kann . Dann erwarten den Hörer aber tiefgrĂŒndige und durchdachte Klangwelten mit tragendem Flow und sanften Vibes zum TrĂ€umen.
Fabian Hauck

PHRASENMÄHER
Sehr verstörte Damen und Herren
Flowfish.Records/Broken Silence
@@@@

Wer sich fĂŒr die neue Scheibe der PhrasenmĂ€her entscheidet, kriegt ‘ne Menge fĂŒr sein Geld. Denn neben der neuen Rille „Sehr verstörte Damen und Herren“ mit einer herrlichen Mixtur aus gutgelauntem deutschsprachigen Intelligent-Pop, gibt‘s die DVD „Ansehdings“ mit acht Video-Clips und Bonus-Doku. Endlich einmal eine Band aus deutschen Landen, die sich nicht dem HipHop verschrieben hat. TatsĂ€chlich haben sich Jannis, Lenne und Martin der AusdrucksfĂ€higkeit und Vielseitigkeit der deutschen Sprache erinnert und liefern einen skurril-verrĂŒckten und sprachgewaltigen Popsound, der in den Ohren hĂ€ngenbleibt.
Frank Zöllner

ROLF PRESSBURGER
Kloigeldblues ond Sonnaliedr
Herz 7/New Music Distribution
@@@@

Ein talentierter schwĂ€bischerLiedermacher, der von der Presse bereits als heißer Insidertipp gehandelt wird. ROLF PRESSBURGER steht in der Tradition von KĂŒnstlern wie Bob Dylan, Hannes Wader, Reinhard Mey und Ulrich Roski. Seine Lieder singt er allerdings auf SchwĂ€bisch, denn nur im Dialekt entwickeln seine Texte ihren hintersinnigen Witz und ihre wahre StĂ€rke. 20 Kostproben hierzu gibt es auf seiner aktuellen CD „Kloigeldblues ond Sonnaliedr“ . Pressburger interpretiert seine Geschichten aus dem Alltag mit nachdenklicher, rabenschwarzer, aber auch frecher Mundart. Dazu gibt es vorwiegend akustische Gitarrenmusik, aber auch Folk- und Bluesanleihen. Sehr hörenswert!
Rainer Guérich

KIMMIE RHODES
Dreams Of Flying
Sunbird/Brokensilence
@@@@

Kimmie Rhodes ist Texanerin und seit vielen Jahren eine feste GrĂ¶ĂŸe in der amerikanischen Country & Folk-Szene. 14 Alben gehen bereits auf das Konto der Singer/Songwriterin. Ihre neue Scheibe ist ein sehr leises und emotionales Album mit viel Raum in der Rille und jeder Menge Zeit um Nachdenken. Entspannt lauscht man der krĂ€ftigen und doch so zerbrechlichen Stimme von Mrs. Rhodes und erfreut sich an ihren Kompositonen zwischen Americana, Folk und zeitgemĂ€ssem Country. Wer genau hinhört, erkennt noch eine erstklassige Coverversion von Donovan‘s „Catch The Wind“, ein gelungenes Duett mit ihrem Kollegen Lubbockite Joe Ely.
Frank Zöllner

RACHAEL SAGE
Delancey Street
MPress Records/Warner
@@@@@

Mit etwas zeitlicher VerspĂ€tung erscheint das Album der amerikanischen SĂ€ngerin & Songwriterin Rachael Sage nun auch in Europa. Zum GlĂŒck muss man sagen, sonst wĂ€re den Musikfans hierzulande ein wirklich schönes Album verborgen geblieben. Rachael hat eine angenehm samtene Stimme, die in Songs wie „Hey Nah“ auch ein impulsiv zupackendes Timbre annehmen kann. ZusĂ€tzlich findet sich auf der CD auch noch eine gelungene Coverversion des Hall & Oates-Klassikers „Rich Girl“.
Diego Barth

SAWOFF SHOTGUN
For Our Sanity
Sevenahalf Records/Broken Silence
@@@@

Aus Österreich kommen die drei Schwestern von „Sawoff Shotgun“, die uns auf „For Our Sanity“ eine ganze Wagenladung anspringenden und quicklebendigen Elektronik-Pop mit allerlei Gitarren und Club-Komponente um die Ohren hauen. Und darĂŒber legt sich ihr straight marschierender Girliegesang, der einen spĂ€tstens bei „Go Commando“ gefangen nimmt.
Minky Stein

SCHNÉ ENSEMBLE
(M)ein Liebeslied
DMG Germany/Broken Silence
@@@@

Bereits auf den beiden VorgÀnger-Alben widmete sich die Hamburger Combo der Liebeslyrik von Rilke, Brecht, KÀstner und Co. . In Verbindung mit den filigran gesponnenen Vocals von Frontfrau und Band-Namensgeberin Schné ist auch die aktuelle Scheibe eine hochemotionale Sache. Diesmal hat man die liebevollen Vertonungen deutscher Dichter in die NÀhe elektronischer Verzierungen, cooler Vibes und rhythmischer Grooves positioniert. Ergebnis ist eine komplexe Songstruktur mit ungewohnten und wunderbaren Nuancen. Die sparsam instrumentierten Lieder leben ganz von der Energie der SÀngerin, die sich stilsicher zwischen Pop, Jazz, Soul und Chanson bewegt.
Ute Bahn

SMOOVE & TURRELL
Eccentric Audio
Jalapeno/Roughtrade
@@@@

Mit seinem zweiten Dreher „Eccentric Audio“ etabliert sich das Duo um Masterfader Smoove & John Turrell endgĂŒltig als Englands erster Export in Sachen R&B, Soul und Funk. Bereits das DebĂŒt „Antique Soul“ war eine wahre Ode an die gute alte Motown-Zeit. Jetzt gehen die beiden Groove-Meister erneut an den Start und geben vom ersten Track an Vollgas. Soullastige Slow-Beats wo man hinhört. Dazu gibt's phette Urban-Vibes, funkigen Blues, 70er Jahre Reminiszenzen, Hip Hop, Black Music und Jazz-Anleihen. Wer hier ruhig sitzen bleiben kann, muss taub oder bereits tod sein!
Fabian Hauck

SONS & DAUGHTERS
Mirror Mirror
Domino Recording
@@@@

Seit seinem letzten Album „The Gift“ (2008) hat sich das schottische Quartett hörbar in Richtung Dark-und DĂŒster-Sound entwickelt. Obwohl ihre Wurzeln klar im Folk liegen, servieren uns Sons & Daughters  auf „Mirror Mirror“ morbide und kleine Geschichten, die mit ihren schleppenden Holpergrooves und bösartigen KlĂ€ngen fast schon eine mystische Grundstimmung verbreiten. Eine Mischung, die ĂŒberaus interessant klingt, die Band stilistisch weiterbringt und neugierig auf die nĂ€chsten Projekte macht.
Fabian Hauck

THE SQUARE HIPPIES
The Square Hippies
Freibad Schallplatten/New Music Dist.
@@@@@

The Square Hippies haben den Soundgeist der spĂ€ten 60er und frĂŒhen 70iger Jahre scheinbar mit der Muttermilch aufgesogen. Gerade deshalb verbreitet ihre CD bei mir auf dem CD-Player gute Laune. EinflĂŒsse der Byrds, Beatles und frĂŒhe Pink Floyd sind spĂŒrbar und werden  von der mittlerweile fĂŒnfköpfigen Band (Neuzugang Bylle Baringer am Bass) zu einer ebenso faszinierenden wie psychedelisch-verwobenen Melange verarbeitet. Dazu gibt’s immer wieder eingeworfene Orgelparts. packenden Gesang und wabernde Gitarrenlinien. Als Anspieltipps empfehle ich das tempovariierende, drĂŒckende und verschachtelt aufgebaute „The Rebels“ und das funky gringende „Trapped“. Nicht zu vergessen die garantiert Querflötenfreie Coverversion von Jethro Tull’s „Locomotive Breath“. Empfehlenswert!
Rainer Guérich

THE SULTANS OF SLIDE
Lightning Strikes
Me & My Records/in-akustik
@@@@@@

Eine brandheiße Empfehlung fĂŒr alle Slide-Gitarren-Blues Freunde ist   diese CD der Sultans Of Slide, hinter denen sich 3 ganz famose Gitarristen verbergen: Monti Amundson, Henry Cooper und Franck Gold. Zusammen mit dem Rhythmusduo David Kahl (bass) und Boyd Smal (drums) stehen 13 wunderbar rollende Bluesnummern mit viel Verve, unglaublichem RhythmusgefĂŒhl und wechselndem Bluesgesang (es gibt 4 SĂ€nger in der Band!) auf dem Spielplan. Angefangen vom starken Opener „Strange Angel“ bis zum SchlussstĂŒck „Going Upstairs“ macht die Aufnahme ungeheuren Spaß!
Bernd Lorcher

DAVID SYLVIAN
Died In The Wool
Samadhisound/Galileo MC
@@@@@

Auf seinem neuen Doppeldecker prĂ€sentiert David Sylvian Variationen seines 2009er Albums „Manafon“ (inkl. Remixen der beiden Elektroniker Jan Bang und Erik HonorĂ©) plus 6 weitere neue StĂŒcke, die zusammen mit Komponist Dai Fujikura entstanden. Die edel aufgemachte Doppel-CD in Schuberbox  prĂ€sentiert auf der zweiten CD zusĂ€tzlich noch die Klanginstallation „When We Return You Won’t Recognise Us“, die im Auftrag der „Biennial Of Canaries 2008-2009“ entstand.
Minky Stein

TIESTO
Club Live Volume One Las Vegas
Musical Freedom/PIAS
@@@@

Tiesto aka Tijs Verwest ist ein vielbeschĂ€ftigter und prĂ€mierter DJ, der zwischen Ibiza, Rio De Janeiro und Las Vegas die Massen unter die Stroboskope treibt. Mit der vorliegenden Scheibe darf man sich jetzt auch in den heimischen vier WĂ€nden von den Mix und Fader-QualitĂ€ten des jungen Mannes ĂŒberzeugen. Sehr gekonnt und extrem tanzbar hat Tiesto 15 Tracks zusammengestellt und dabei auf angesagte Szene-Werke von Tom Hangs, Cazzi Opeia, Moguai und Alex Sayz zurĂŒckgegriffen. GeschĂŒttelt nicht gerĂŒhrt lautet hier das Motto und Dank Beat-Update und Vocoder-SpĂŒlung geht das Teil ab wie ein ZĂ€pfchen...
Siggi Mayen

THE TOXIC AVENGER
Angst
Roy Music/Rough Trade
@@@@

The Toxic Avenger aka Simon Delacroix ist nicht nur in der französischen Club & Lounge-Szene eine feste Institution. Auch international hat sich der exaltiert-exzentrische DJ&Fader einen exzellenten Ruf erarbeitet. Und nun folgt seine erste eigene Full-Length-Rille „Angst“, die uns mit ihrem phetten DĂŒster-Beat die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Ausgefranste BĂ€sse,saugende Schleifen, gefĂ€hrlich packender FlĂ€chensound und verzerrte Technoslammer. Dazu gibt’s hochkarĂ€tige SĂ€nger/innen wie Annie aus Norwegen, Robert Bruce (South Central), Simon Elle Est Bonne, Lexicon u.v.a.
Siggi Mayen

BERGITTA VICTOR
So Happy
Jazzhaus Records/in-akustik
@@@@

Stilistische BerĂŒhrungsĂ€ngste hat die auf den Seychellen geborene  Wahl-Berlinerin Bergitta Victor auch auf ihrem zweiten Album „So Happy“ nicht. In ihrem „Gute Laune Easy Going-Sound“ auf akustisch pulsierender Basis vermischen sich wie selbstverstĂ€ndlich Reggae, Soul, Jazz, Pop und karibische KlĂ€nge. Ihre Texte handeln von allen möglichen Lebenslagen und sind diesmal glĂŒcklicherweise ganz in Englisch gehalten, was mir mehr zusagt.
Minky Stein

VINCENZO
Wherever I Lay My Head
Dessous Recordings
@@@@

Ganze neun Jahre mussten ins Land gehen, bevor der Berliner Produzent Vincenzo mal wieder den Weg ins Studio fand, um brandneuen Stoff fĂŒr die Floors und Lounges zu liefern. Das Ergebnis kann sich hören lassen und ist ein Beweis fĂŒr die Vielseitigkeit und KreativitĂ€t des Masterfaders. Zwischen breaklastigen Brechern, Ambient-TrĂ€umen, psychedelischen FlĂ€chen, housigen Pop-Songs und groovendem Electro-Style fĂ€hrt Vincenzo fast alles auf, um die Crowd unter die Stroboskope zu treiben. Mit ihren atmosphĂ€rischen Melodien und harmonischen Klangfolgen kann die Rille auch durchaus als Chillout-Mahlzeit durchgehen...
Frank Zöllner

THE WEBB SISTERS
Savages
Proper Records/Rough Trade
@@@@@@

Ein audiophiles Highlight legen die beiden hĂŒbschen Schwestern Charley und Hattie Webb mit dieser CD vor. 12 Songs haben die Beiden auf „Savages“ eingespielt, auf dem ihr kristallklarer Folkgesang, mal solo, mal mehrstimmig bestens zu dem akustischen Instrumentarium aus Harfe, Mandoline, Tambourine und Akustikgitarre passt. Als hochkarĂ€tige GĂ€ste können die beiden Folk-Beauties u.a. auch Leonard Cohen (Spoken Words auf „If It Be Your Will“) und Bassist Leland Sklar („Burn“, „In Your Father’s Eyes“) begrĂŒĂŸen. Das leicht verschrobene TitelstĂŒck „Savages“ entwickelt ĂŒbrigens eine ganz famose Dynamik. Geheimtipp!
Rainer Guérich

WELCOME TO EUROPE
Best Of - Bonjour L’Europe
7Music/New Music Distribution
@@@@

Schon eine feste Institution ist der  jĂ€hrliche Wettbewerb „Bonjour L’Europe - Welcome To Europe“, der bereits zum vierten Male statt findet und von der Aktionsgemeinschaft „Artists For Europe“, der 7us Media Group, dem Europa-Park Rust und dem Ministerium fĂŒr Kultus, Jugend und Sport Baden-WĂŒrttemberg initiert wird. Nachwuchsbands und KĂŒnstler aus Deutschland und dem europĂ€ischen Ausland haben mit diesem Contest die Möglichkeit, eine Karriere im Musik-Biz zu starten. Die besten Acts werden von einer Jury ausgewĂ€hlt und dĂŒrfen dann vor einem großen Publikum wĂ€hrend des internationalen Musikfestes „Euromusique“ im Europa-Park auftreten. ZusĂ€tzlich wird der Auftritts-Titel auf einem speziellen Sampler veröffentlicht. Zur Einstimmung auf das Event erscheint eine 22 gĂ€ngige Best-Of-Kopplung mit den Highlights der letzten 4 Jahre plus dem Bonustrack „Noch einmal Kind sein“ vom HipHop-Act Mawuli. Weitere Infos gibt’s auf: www.welcometoeurope.de.
Simone Theobald

WENDRSONN
S’ LĂ€ba isch koin Schlotzer
Music/New Music Distribution
@@@@@

Eine der erfolgreichsten Mundartbands SĂŒddeutschlands sind WENDRSONN, die schon im Vorprogramm von Joe Cocker und Roger Hodgson spielten. Das sechsköpfige Ensemble ist bekannt fĂŒr seine zart gewobenen Arrangements und sinnlich poetischen Texte in schwĂ€bischer Sprache. Eine gute Kostprobe hierzu gibt es auf ihrem dritten Album  „S’ LĂ€ba isch koin Schlotzer“, was soviel wie „Das Leben ist kein Zuckerschlecken“ bedeutet. Ganz bewusst haben Wendrsonn den Sound der CD zurĂŒckhaltend und mit aller instrumentalen Luftigkeit (u.a., Flöten, Violine, Mandoline, Maultrommel) umgesetzt, um so den stimmungsvollen alten Volksliedern den passenden musikalischen Rahmen zu geben. Das hörbare Ergebnis ist ebenso betörend wie fesselnd. Nur zu gerne steigt man in die Klangwelt von Wendrsonn hinab, um sich ganz in ihr fallen zu lassen. Als Anspieltipps hierzu empfehle ich mal die beiden atmosphĂ€rischen Lieder „Armer Konrad“ und „TiefkĂŒhlorda“ (mit wunderbarer „Quetsche“). Ein musikalisches Kleinod fĂŒrs CD-Regal!
Rainer Guérich

BIG DADDY WILSON
Thumb A Ride
Ruf Records/in-akustik
@@@@@

Bisher hat mich noch keine Blues-Scheibe von Big Daddy Wilson enttĂ€uscht. Dies ist auch nicht bei „Thumb A Ride“ der Fall, die er zusammen mit seinem Trio um Jochen Bens (acoustic guitar, banjo, manolin) und Michael van Merwyk (acoustic guitar) eingespielt hat. Herausgekommen ist ein 100% akustisch eingespieltes Album, das audiophilen AnsprĂŒchen genĂŒgt und das ganz von dem warmen, tiefen und beseelten Bluesgesang von Big Daddy Wilson lebt.
Rainer Guérich

WIRFÜRWEN
Soweit alles gut
Timezone
@@@@

WirFĂŒrWen sind vier Jungs aus Bremen, die auf ihrer CD „Soweit alles gut“ einen vielseitigen und frischen Indierock mit deutschen Texten vom Stapel lassen. Ihre Texte handeln von Zwischenmenschlichkeit, dem digitalen Zeitalter und sonstigen Geschichten aus dem Leben. Als Anspieltipp empfehle ich mal das schön mit Gitarren bratende „Immer mehr“ und die Piano-Ballade „Du denkst zuviel“.
Diego Barth

THE WISHING WELL
Fire In The Valley
The Wishing Well/MMS/Alive
@@@@@

Bevor sich Mastermind Jai Larkan mit The Wishing Well „on the Road“ begab, war der umtriebige Musiker u.a. fĂŒr KĂŒnstler wie Bob Geldorf, Andy White und Tim Finn aktiv. Jetzt ist er wie gesagt in Eigenregie unterwegs und legt nach einer ausgiebigen zehn Monate langen Tour quer durch Europa und Australien seine neueste Einspielung „Fire In The Valley“ vor. Ein ĂŒberquellendes FĂŒllhorn an kurzweiligen Melodien mit Rhythmus und Tiefe. Am Rande sei noch bemerkt, Die siebenköpfige Band kommt aus aller Herren LĂ€nder (u.a. USA, England, Australien, Irland, Spanien), was sich auf die verzaubernde Mischung aus Folk, Rock und Pop positiv ausgewirkt hat.
Frank Zöllner

NEUE CDs

Aus Kopenhagen kommen DREAMJOCKEY, die mit „Earthquakes, Religion And Heartaches“ (Divine Records/Brokensilence) ihre neue Scheibe vorstellen. Auf dem Spielplan steht ein abwechslungsreicher Ausflug durch Folk-Pop-Gefilde, die mit Psychedelic-Elementen und Afro-Beats ergĂ€nzt werden. Anspieltipp ist gleich der Opener „Earthquakes“, auf dem es um die Macht des Schicksals geht. +++ Mit „Live aus Johannesburg“ (Sovereign Entertainment) veröffentlichen THE PARLOTONES ein packendes CD+DVD-Konzert-Package, das wĂ€hrend des ausverkauften Konzerts im Coca Cola-Dome in Johannesburg im Jahre 2009 mitgeschnitten wurde. 18 Titel standen auf dem Live-Setup, das vom Opener „Life Design“ bis zum SchlussstĂŒck „Baby Be Mine“ keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. +++ Mit eigener Band und erstem Soloalbum meldet sich JOHANNES STANKOWSKI nach der Trennung von Werle & Stankowski zurĂŒck. „Torres Vol.1“ (Haute Areal/Cargo) ist ein ebenso ausdrucksstarkes wie emotonales Album, instrumental sehr feinsinnig in Szene gesetzt. +++

JOHN RENBOURN, als Gitarrist von der Folkrock-Formation Pentangle einem grĂ¶ĂŸeren Publikum bekannt, legt mit „Palermo Snow“ (Shanachie/ in-akustik) ein betont ruhiges und sehr filigranes Akustikalbum vor. FĂŒr farbliche Klangtupfer sorgt zusĂ€tzlich das Klarinettenspiel von Dick Lee. Ein schöner Reinhörtipp hierzu ist die Nummer „Ugly James“. +++ Aus Mississippi kommt Bluesgitarrist & SĂ€nger JOHN PRIMER, der sein neues Album „All Original“ (Blues House-CRS/in-akustik) auf seinem eigenen Label „Blues House Productions“ veröffentlicht. Den Hörer erwarten 12 wunderbar groovende Bluessongs mit zĂŒngelnder Hammondorgel/rollenden PianoeinwĂŒrfen, Harp-Attacken, prĂ€chtiger Bluesgitarre und dem unverkennbar geschmeidigen Bluesgesang von John Primer. Schon der Opener „Add A Little Touch“ marschiert wie Teufel und lĂ€sst einen nicht mehr los. High Class Blues der höchsten GĂŒteklasse! +++ Bleiben wir in Mississippi, allerdings haben sich  der slowakische Gitarrist LUBOS BENA und der tschechische Harp-Spieler und SĂ€nger MATEJ PTASZEK dem traditionellen Mississippi-Blues gewidmet. Die Beiden transportieren auf ihrer CD „Music Of The Misssissippi River“ (Stormy Monday/in-akustik) ihren authentischen und handgemachten Blues glaubwĂŒrdig und mit großem GefĂŒhl, sehr zu empfehlen! +++

Indie-Pop Made In Australia könnte als Untertitel auf dem Cover von „Bliss Release“ (Infectious/Rough Trade), der brandneuen Scheibe von CLOUD CONTROL stehen. Denn der Vierer kommt von Down Under, genauer gesagt aus der Blue Mountain-Region, einer wunderbaren Naturlandschaft. Ich war zwar noch nie dort, aber das sagt man so ĂŒber diese Gegend. Trotzdem ist „Bliss Release“ keine Country-Scheibe geworden, sondern eine abgestimmte Mischung aus Pop, Folk, Indie und College-Sound. +++ Stark elektronisch basierte Musik, die ihre Wurzeln eindeutig in den Tiefen der 1980er Jahre hat, prĂ€sentiert uns ION JAVELIN auf seiner brandneuen Scheibe „Time For Change“ (www.worldmusiccafe.net). Javelin, ehemaliger FrontsĂ€nger der Techno-Formation Moskwa TV, kann und will auf den 10 Synthie lastigen Tracks seine Roots nicht verleugnen. Stilsicher fĂŒhrt er uns durch eine poppig-jazzige New Wave-Werkschau mit allerlei Anleihen aus Ambient, Elektro, Techno, Experimental und charttauglichem Urban-Pop. Ein Album, das nicht nur auf den Floors eine gute Figur macht. +++ HELM VAN HAHN, ein international bekannter Fingerstyle-Gitarrist, verarbeitet in den 14 Songs von „La Isla“ (Instyle Guitar/New Music Distribution) seinen persönlichen Umgang mit der Erkrankung Akromegalie. Akromegalie ist eine eher seltene Erkrankung, die auf eine Überfunktion der Hypophyse zurĂŒckgeht und eine ausgeprĂ€gte VergrĂ¶ĂŸerung der Körperendglieder, wie z.B. der HĂ€nde, FĂŒĂŸe, Kinn oder Ohren zur Folge hat. „Ja,man kann mit diesen großen HĂ€nden Gitarre spielen“, anwortet van Hahn oft einem erstaunten Publikum. Wer sich davon selbst ĂŒberzeugen will, dem sei „La Isla“ ans Herz gelegt, auf dem der Saitenderwisch sein Können zum Besten gibt.

Unter dem Titel „Reclam Musik Edition“ startet Sony Music eine neue CD-Reihe, die Klassiker der Rock- und Popgeschichte prĂ€sentiert. Neben der quietschegelben Reclam-Optik ist vor allem auch das 16seitige Booklet mit ausfĂŒhrlicher Biographie, Zeitstrahl, Fotos, Tracklisting usw. fĂŒr den Musikfan sehr lohnenswert. Zum Start erscheinen gleich 6 CD-Ausgaben, die von folgenden KĂŒnstlern einen reprĂ€senativen „All Time Best“-Schaffensquerschnitt bieten: BOB DYLAN, JOHNNY CASH, SANTANA, ELVIS PRESLEY, SIMON & GARFUNKEL und MILES DAVIS. Sowohl musikalisch als auch von der Optik her haben die CDs das Zeug zu echten Kultobjekten - zugreifen! +++ Die hĂŒbsche Portugiesin SILVIA DIAS hat mit „Yesterday A Dreamer“ (Themes Of Music/Sony Music) ihr zweites Album eingespielt. Herausgekommen sind 12 schillernde Popnummern mit Verve, Groove und Silvias unverkennbarem Gesang. ZusĂ€tzlich gibt’s noch den Bonustrack „Thank You ‘Live’“ in einer  Piano-Version zu hören. +++

Na Klasse! Der Berliner Singer/Songwriter LENZ veröffentlicht unter dem Namen „Etwas Poesie“ (Noteworks/Alive) seine EP als 180 Gramm-Vinyl. Keine Ahnung, wie das schwarze Gold klingt, bedauernswerter Weise hat man dem Redakteur nur einen gebrannten CD-Rohling vorgesetzt. Das Allerletzte und Arbeitsverweigerung von meiner Seite! +++NUR FRANZ, dahinter steckt die aus Berlin stammende SĂ€ngerin, Musikerin und Filmemacherin Franziska-Maria Apprich, die nun mit „Baden auf dem Mond“ (Zett Records/DA Music) ihr DebĂŒtalbum vorstellt. Hörenswerter deutschsprachiger Singer/Songwiter-Pop. +++ Der TV-Sender ARTE behandelt in diesem Sommer mit seiner Reihe „Summer of Girls“ die weiblichen Idole der vergangenen fĂŒnf Jahrzehnte. Dazu prĂ€sentiert Arte auch die Dokureihe „Queens Of Pop“, zu der die 3 CDs umfassende Compilation „ARTE -“SUMMER OF GIRLS“ (EMI) veröffentlicht wird. Auf insgesamt 60 Titeln gibt's eine erlesene musikalische Auswahl mit Popqueens wie Kate Bush, Norah Jones, Patti Smith, Annie Lennox, Tina Turner, Nina Hagen u.v.m. Als ganz besonderes musikalisches Bonbon gibt es auch noch eine Coverversion des Madonna Titels „Material Girl“ von der englischen Newcomerin Eliza Doolittle. +++ Zweifellos sind AND ONE eine der einflussreichsten Synthiepop-Bands Deutschlands. Mit der Doppel-CD „Naghavi's Selection 97 - 03“ (Virgin/EMI) werden nun ihre besten StĂŒcke zwischen 1997-2003 auf einer prall gefĂŒllten Doppel-CD zusammen gefasst. Mit dabei sind Kracher wie „Nachtschicht in der Hassfabrik“, „Wasted“ und „Panzermensch“. +++ Als WILLY DEVILLE am 06.08.2009 verstarb, verlor die Rock- und Blues-Szene einen ihrer talentiertesten Songwriter und SĂ€nger. Insbesondere live on stage war DeVille unschlagbar, weswegen die gerade veröffentlichte Live-Kollektion „Come A Little Bit Closer - The Best Of Willy DeVille Live“ (eagle rock/edel) besonders großen Spaß macht. Die 17 Tracks stammen aus dem Zeitraum zwischen 1977 bis 2005 und wurden bei Konzerten in Amsterdam, Montreux, Berlin und Nijmegen mitgeschnitten. Inklusive einer ganz famosen Version von „Hey Joe“. +++ Die MĂŒnchener Schauspielerin, SĂ€ngerin & Songwriterin ALISA PALMER veröffentlicht mit „Nur ein Wimpernschlag“ (INAK/in-akustik) ihr Soloalbum, auf dem sie auch den Tod ihrer geliebten Tochter Julia (im TitelstĂŒck) verarbeitet. Das musikalische Repertoire ist aber nicht nur ergreifend und berĂŒhrend, sondern reicht von munter groovigen StĂŒcken („Ich bin ich“) ĂŒber smoothe Midtempo-Nummern („Mondin“) bis zu Flamenco-Rhythmen („Bla Bla“). Hörenswerter Adult-Pop in deutscher Sprache!

Von HANS-JOACHIM ROEDELIUS, einem der UrvĂ€ter deutscher Elektronik/Krautrockkunst, erscheinen zwei weitere Wiederveröffentlichungen: „Momenti Felici“ (Bureau B/Indigo) wurde 1987 erstmals veröffentlicht und zeigt den einstigen Cluster/Harmonia-KĂŒnstler unermĂŒdlich auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen.  Synthesizer werden wie auf dem StĂŒck „Anima Mundi“ hauptsĂ€chlich zur Erzeugung von AtmosphĂ€re eingesetzt. Im Vordergrund stehen die komplex-experimentellen Klavierfiguren von Roedelius, die u.a. auch auf das Saxophonspiel von Alexander Czjzek treffen. Inkl. 3 bis dato unveröffentlichter Bonustracks! - „Piano Piano“ (Bureau B/Indigo) erschien 1991 und war das erste reine Klavieralbum von ROEDELIUS. Ein Werk der behutsamen und phantastischen Klanglandschaften. +++ Nach Kluster und Cluster haben nun HANS-JOACHIM ROEDELIUS und ONNEN BOCK unter dem Logo QLUSTER einen musikalischen Neuanfang gewagt. Herausgekommen ist unter Verwendung ausschließlich analoger Keyboards und improvisativer Hingabe die brandneue Scheibe „Fragen“ (Bureau B/Indigo) mit insgesamt 7 Tracks. Hörenswert! +++ KAI UWE KOLKHORST stellt mit „Das bisschen Hollywood“ (Tapete/Indigo) sein neues Album vor. Entstanden sind 11 leidenschaftliche und intensive Songs, die das große Talent von Kolkhorst einmal mehr unterstreichen. Als Anspieltipps empfehlen sich Songs wie „Alles verrĂŒckt“ und „Die Spitze“. +++  Von DAVID BOWIE erscheint unter dem Namen „Golden Years“ (EMI) eine 5 Track-CD mit Remixen der gleichnamigen Single. Initiert hatte dies der US-WestkĂŒstensender „KCRW“, der befreundete DJs zu Remix-Bearbeitungen aufgerufen hatte. Inkl. der Original Single Version im „2002 Master“. +++ AnlĂ€sslich des 40sten Jahrestag erscheint „Bridge Over Troubled Water“ (Legacy/Sony Music) von SIMON & GARFUNKEL als Doppel-CD. Neben dem Originalalbum finden sich auf CD2 unter dem Titel „Live 69“ insgesamt 17 Livetitel & RaritĂ€ten. +++  In der „Original Album Classics“-Reihe  von Legacy/ Sony Music erscheint ein 3er CD-Set von der kanadischen SĂ€ngerin & Songwriterin SARAH MCLACHLAN. Darin enthalten sind ihre 3 Alben „Solace“ (1991), „Fumbling Towards Ecstasy“ (1993) und „The Freedom Sessions“ (1994). +++

Harp-Blues-Freunde kommen auf der neuen CD der DAVE MORETTI BLUES REVUE auf ihre Kosten. Auf „Bluesjob“ (Stormy Monday Records/in-akustik) zeigt sich der Mundharmonikaspieler und BluessĂ€nger zusammen mit seinem eingespielten Begleittrio in exzellenter Form. „Jump Tha Blues“ und „Baby You’re Rich“ sind nur zwei Höhepunkte einer tollen Bluesscheibe. Empfehlenswert! +++ FĂŒr sein neues Album „You Can’t Keep A Big Man Down“ (Severn Records/ in-akustik) ist Blueser BIG JOE MAHER wieder zu seinem alten Label zurĂŒckgekehrt. Der Bluesveteran ĂŒberzeugt auf den 12 StĂŒcken mit seiner Begleittruppe „Dynaflows“ und seinem unverkennbar swingenen Gesangsstil. Eine gelungene Mischung aus Chicago, Texas und Kansas City Jump-Blues („Confessin’ The Blues“). +++ ERIC BIBB ist mit seiner Mischung aus Blues, Gospel und Folk ein moderner Troubador, der seine Geschichten „on the road“ unter die Leute bringt. Nachzuhören auf der intimen und authentischen Akustik-Live-CD „Troubadour Live“ (Telarc/in-akustik), auf der er zusĂ€tzlich von dem schwedischen Gitarristen Staffan Astner begleitet wird. Inklusive einem Duett mit Troy Cassar-Daley. +++ Mit „The (R)evolution Continues - Chicago Blues A Living History“ (CRS/in-akustik) geht die Tribute-Reihe an den Chicago Blues in die zweite Runde. Auf der liebevoll aufgemachten Doppel-CD geben Blueser wie Billy Boy Arnold, John Primer, Billy Branch, Lurrie Bell & Carlos Johnson Klassiker des Chicago-Blues zwischen 1942-1998 zum Besten. Klar, dass auch eine Vielzahl hochkarĂ€tiger GĂ€ste wie Buddy Guy, James Cotton und Magic Slim zu begrĂŒĂŸen sind. +++ Stimmlich erinnert mich BluessĂ€ngerin ROMI MAYES auf „Lucky Tonight“ (CRS/in-akustik) immer wieder an die unvergessene Janis Joplin. Die 10 Tracks wurden live im „West End Cultural Centre“ in Winnipeg/Kanada mitgeschnitten und setzen ganz auf emotionale AtmosphĂ€re. Anspieltipp ist das packende TitelstĂŒck mit zusĂ€tzlichen Backing Vocals von Jaxon Haldane und dem kongenialen Gitarrenspiel von Jason Nowicki. +++ BluessĂ€nger und Gitarrist SHAWN PITTMAN hat auf seiner neuen Scheibe „Edge Of The World“ (Delta Groove/in-akustik) versucht, den warmen Sound der Bluessessions der 50er und 60er Jahre festzuhalten. Dementsprechend ungeschminkt, spontan und ehrlich klingen seine 13Tracks, die voller Verve und lebendiger Energie aus den Boxen strömen. Die meisten Instrumente hat Shawn selbst eingespielt, fĂŒr prickelnde Saxophon-Parts sorgte zusĂ€tzlich Jonathan Doyle. +++ Nach einer Pause von 16 Jahren veröffentlicht GAVIN FRIDAY mit „Catholic“ (Rubyworks) wieder ein neues Album. Herausgekommen sind dabei 11 persönliche, dunkel-schimmernde und höchst emotionale Songs. Gavins Gesang weiß in den atmosphĂ€rischen und spannungsvollen Arrangements zu begeistern. +++

In Norwegen wird SĂ€ngerin & Songwriterin UNNI WILHELMSEN schon wie ein Star gefeiert. Nun erscheint „7“ (edel content/edel kultur), ihr mit zahlreichen GrĂ¶ĂŸen der norwegischen Musikszene eingespieltes Album (u.a. Lars Danielsson) auch hierzulande. Sensibe elektronische Programmings verbinden sich mit gezupfter Gitarre und Trumpet-Arrangements. Sehr schön zu hören, als Anspieltipp empfiehlt sich die Neuinterpretation des Joni Mitchell-Titels „Both Sides Now“. +++ „Wunderbar Allein“ (Ideedeluxe Records) heißt das erste Album von NIKOLA MATERNE & BOSSANOIRE. Nikola singt ihre melancholisch-ironischen Lieder in deutscher Sprache und mit sanfter. Dazu gibt’s einen sehr ansprechenden musikalischen Mix aus Bossa Nova, Samba, Jazz und Walzer-EinflĂŒssen. Ganz besonders tief unter die Haut gehen das TitelstĂŒck „Wunderbar allein“ und „Wie konnte das passieren?“+++ +++ Die Remaster-Reihe von NICK CAVE geht in eine neue Runde, wobei diesmal zwei Meilensteine der 1990er Jahre in aufwĂ€ndigen CD/DVD Collectors-Editionen re-released werden. Den Auftakt macht „Murder Ballads“ (Mute/EMI), das ĂŒberaus erfolgreiche 1996er Album, bei dem sich alles um „Mörder“ dreht und auf dem wunderbare Duette mit Kylie Minogue und PJ Harvey zu hören sind. Die Bonus DVD featured das komplette Album nochmal im 5.1.Mix. Dazu gibt es zahlreiche Bonustracks plus 4 Videoclips (u.a. „Stagger Lee“, „Henry Lee“.). - Ebenfalls als aufwĂ€ndiges CD/DVD-Set erscheint „The Boatman's Call“ (Mute/EMI), das 1997 veröffentlicht wurde. Nick Cave setzte auf den 12 Songs auf eine weitaus sparsamere Instrumentierung, was den einzelnen Nummern noch eine grĂ¶ĂŸere Ausdruckskraft verlieh. Auch hier gibt es auf der DVD neben 5.1. Mix noch zahlreiche Bonustracks (u.a. „Black Hair“ als Band-Version) und Videoclips zu sehen. +++ MIGUEL IVEN  gilt als einer der besten Flamenco-Gitarristen Deutschlands. FĂŒr seine neue Einspielung „Flamenco Entre Amigos“ (Galileo MC) hat er sich zur musikalischen UnterstĂŒtzung das Leipziger Gewandhausorchester und Perkussionist Conny Sommer ins Studio geholt. +++ Pop-Trash Queen KRISTEEN YOUNG schlĂŒpft auf ihrer 7gĂ€ngigen EP „V The Volcanic“ (Galileo MC) in jedem Song in eine Nebenrolle aus einem ihrer Lieblingsfilme. U.a. verkörpert sie Cleopatra als Ersatz fĂŒr Elizabeth Taylor und Angry Apple Tree aus dem Filmklassiker „Der Zauberer von Oz“. Die Mischung aus Piano-Punk und Elektro Funk wurde von Tony Visconti produziert.

 

 

 inMusic | Bei Fußenkreuz 11 | D-66806 Ensdorf | Germany | Phone: ++49 6831-5095-30 | eMail
© 2011 inMusic - alle Rechte vorbehalten!