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JUNI/JULI 2012
 | inMusic - da ist Musik drin!

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

ADVANCE BASE
A Shut-In‘s Prayer
Tomlab
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Vorliegende Rille ist die neueste Arbeit von Advance Base, vielleicht besser bekannt als Mastermind von Casiotone For The Painfully Alone. Mit dieser Formation hat Advance immerhin gut 10 Jahre gearbeitet und dabei im Bereich Indie, Electronica und Lo-Fi MaßstĂ€be gesetzt. Jetzt legt er nach fast 3jĂ€hriger Kreativ-Pause seine erste Soloscheibe vor und gibt in den 10 Songs dem Begriff Langeweile eine ganz neue Bedeutung. Ob ich das Ganze einfach nur als beschrĂ€nkt, eintönig, phantasielos oder armselig bezeichnen soll, bin ich mir noch nicht sicher. Es könnte aber auch sein, das Advance Base gerade die GenialitĂ€t der Einfachheit mit Spielzeug-Sound und gebastelten Elektronikwelten entdeckt hat und ich nur zu dumm bin, dies zu verstehen. Wie auch immer, fĂŒr mich ist „A Shut-In‘s Prayer“ jedenfalls ein kreativer Offenbarungseid...
Frank Zöllner

JOAN ARMATRADING
Starflight
Hypertension/Soulfood
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Oh mein Gott, wer hat denn dieses Cover ausgewĂ€hlt? Joan Armatrading lehnt sich an einen stark renovierungsbedĂŒrftigen Heizkörper. Na ja, musikalisch hat Joan im Laufe der Jahre jedenfalls nichts verlernt und prĂ€sentiert sich diesmal in einer gefĂŒhlvollen Mischung zwischen Jazz, Funk und Soul. Durchaus hörenswert!
Bernd Lorcher

TAB BENOIT
Legacy: The Best Of
Telarc/in-akustik
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Seit 2 Jahrzehnten ist Tab Benoit ein untrĂŒglicher Garant fĂŒr einen authentischen Swamp-Blues. Wer bis dato von dem in Louisiana geborenen KĂŒnstler noch nichts im Bluesregal stehen hat, kann sich mit dieser Legacy-Kopplung Appetit auf weitere Scheiben holen. Anspieltipp ist die knapp zehnminĂŒtige Liveversion von „Bayou Boogie“.
Bernd Lorcher

BLANK & JONES
So80s (so eighties) 7 Ibiza
Soundcolours
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Passend zum Sommerwetter veröffentlichen Blank & Jones die siebte Ausgabe der „so80s“-Reihe. Spannendes Thema ist diesmal die Clubmusik auf Ibiza wĂ€hrend der 80er Jahre. Auch schon damals war Ibiza der Schmelztiegel der Clubkultur, was beim Hördurchlauf der gewohnt opulent aufgemachten 3CD-Box deutlich wird. Und was hörte man damals so alles auf der Partyinsel? Sandy Marton („People From Ibiza“), Bandolero („Paris Latino“), Gazebo („Lunatic“), Desireless („Voyage Voyage“), Valerie Dore („Get Closer“) und etliches mehr.  Neben den zahlreichen Original 12’’ Versionen und Extended Mixen gibt es auf einer separaten CD natĂŒrlich auch wieder das ganz persönliche Mix-Set von Blank & Jones.
Siggi Mayen

LUKA BLOOM
This New Morning
Skip Records/Soulfood
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FĂŒr sein neues Album hat sich der irische Songbarde Luka Bloom eine Reihe befreundeter KĂŒnstler ins Studio eingeladen, u.a. Rita Connolly, Eimear Quinn, Steve Cooney und Robbie Harris. ZusĂ€tzlich ist auf einigen StĂŒcke (u.a. „A Seed Was Sown“) auch ein Orchester zu hören. Seine Texte sind politisch engagiert, u.a. geht es um die Wirtschaftskrise in Irland und den Fall-Out in Japan. Am besten gefĂ€llt mir Bloom aber auf akustischen FolkstĂŒcken wie „Heart Man“.
Ute Bahn

DAVID BOWIE
The Rise And Fall Of Ziggy Stardust... 40th Ann. Edit.
EMI
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Ich war gespannt, wie das von Ray Staff bearbeitete Remaster fĂŒr die 40th Anniversary Edition von Bowies Meisterwerk aus dem Jahre 1972 klingen wĂŒrde. Bin ehrlich gesagt begeistert, sehr dynamisch und lebendiges Klangbild. Da machen Klassiker wie „Starman“, „It Ain’t Easy“ und „Suffragette City“ gleich nochmal so viel Spaß. Löblich ist auch die  liebevoll gestaltete Aufmachung des Digipaks mit OIS als Klappfolder, ganz im Sinne der Originalausgabe. Höchstwertung!
Fabian Hauck

OLI BROWN
Here I Am
Ruf Records/in-akustik
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Um den Nachwuchs im BluesgeschĂ€ft braucht man sich keine Sorgen zu machen. Überall sprießen Talente aus dem Boden.  NatĂŒrlich auch im Vereinigten Königreich, wo Gitarrist & SĂ€nger Oli Brown im Jahre 2008 mit „Open Road“ eine beeindruckende DebĂŒt-CD vorstellte. Mit „Here I Am“ erscheint nun sein drittes und bis dato reifstes Werk. Eine ausgeklĂŒgeltes Geflecht zwischen Melodie und HĂ€rte, ausdrucksstarkem Gesang und genĂŒgend Ecken und Kanten. Highlight ist fĂŒr mich das wonnige und mĂ€chtig rollende „Manic Bloom“. Als GĂ€ste noch mit dabei: Dani Wilde und Paul Jones.
Rainer Guérich

PAUL BUCHANAN
Mid Air
Newsroom Records/Alive
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GĂ€nsehaut pur garantiert Paul Buchanan auf seinem neuen Meisterwerk „Mid Air“. Eine sehr intime und akustisch auf das Wesentliche reduzierte Einspielung, die ganz auf eine emotional packende AtmosphĂ€re setzt. Die Stimme des Schotten driftet soulful & slow durch minmaleske Klanglandschaften, in den sich oftmals nur ein dezentes Pianospiel findet. Etwas opulenter ausstaffiert ist das mit Strings frequentierte „Newsroom“. Großer Singer/Songwriter, starke Platte!
Rainer Guérich

JOHNNY CASH
Bootleg Vol. 4
Columbia/Sony Music
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Vierte Bootleg-Ausgabe des Man in Black. Auf 2 CDs finden sich diesmal 51 Tracks, die Cashs Faible fĂŒr Gospel und spirituelle Musik unterstreichen. Schwerpunkt bildet hierbei das Album „A Believer Sings The Truth“, das 1979 fĂŒr das kleine Label „Cachet“ eingespielt wurde und keinen allzu großen Verbreitungsgrad fand. Dazu gesellen sich StĂŒcke von einem unveröffentlichten Set aus dem Jahre 1975, von der vergriffenen 83er „Johnny Cash-Gospel Singer“ LP und von zahlreichen bis dato unveröffentlichten Session-Outtakes, die im Rahmen dieser Einspielungen entstanden. FĂŒr Cash-Fans eine wichtige Komplettierung der Sammlung!
Bernd Lorcher

COMING HOME BY MO' HORIZONS
V.A.
Stereo Deluxe/Warner
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Es ist mal wieder soweit. Die nĂ€chste Ausgabe der locker gestrickten „Coming Home“-Reihe von Stereo Deluxe steht am Start und diesmal konnten die Mo’ Horizons fĂŒr die Remix & Fader-Arbeit gewonnen werden. Ralf Droesemeyer und Mark Wetzler aka Mo’ Horizons fĂŒhlten sich geehrt. Schließlich starteten die Beiden vor Jahren genau von diesem Plattenlabel aus ihre internationale Karriere. Also stöberte das Duo tief in seinem umfangreichen Musik-Archiv, um  seine Favourite Tracks  zutage zu fördern. So ist eine Compi entstanden, die sehr viel Latin-Flair atmet, aber auch Jazz, Funk, Gospel  und Soul zu Wort kommen lĂ€sst. So werden fast traumwandlerisch die Jahrzehnte ĂŒbersprungen, und bei soviel Groove und Global Vibes kann man die FĂŒĂŸe kaum still halten. Genial!
Frank Zöllner

CORNERSHOP
Uraban Turban - The Singles Club
Ample Play Rec./Cargo
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Wie man es bei Cornershop gewohnt ist, entstand auch auf derneuen Scheibe jeder Song mit einem anderen KĂŒnstler. So sind diesmal u.a. Lorraine, Popstar SoKo und Rapper Kay Kwong mit von der Partie. Der Opener „What Did The Hippie...“, der von einem Kinderchor unterstĂŒtzt wird, erinnert mich stark an Ian Dury. Ansonsten finden sich auf dem gelungenen und tanzbaren Longplayer jede Menge fette Electronics, Indierock-Charme, funky Grooves („Non-Stop Radio“ feat. Celeste) und treibende Percussions.
Bernd Lorcher

COWBOY JUNKIES
The Wilderness: The Nomad Series Volume 4
Proper/Rough Trade
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Mist, da hab ich wohl was verpasst. Dies ist bereits der vierte Teil der „Nomad Series“, den die Cowboy Junkies ĂŒber eine 18monatige Periode eingespielt haben. Großartiger akustisch bespickte Indie-Folk-Songwriterkunst mit der warm-beruhigenden Stimme von SĂ€ngerin Margo Timmins. Als Warm-Up Vorschlag mal das unvergleichliche „Idle Tales“ nehmen.
Rainer Guérich

CURFEW
Outside
Rotary Head Records/Rough Trade
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Curfew, ein Musikprojekt von Multiinstrumentalist & Producer Sönke Prigg sowie der SĂ€ngerin Sue Ballingall, wurde 2000 in London ins Leben gerufen. WĂ€hrend die beiden VorgĂ€nger „Curfew“ und „Inside“ in sich gekehrt, downbeat und dark waren, geben sich die beiden Protagonisten auf der dritten CD spacig, weltoffen und voller Tatendrang. Ihr elektronisch dominierter Sound ist ĂŒberaus wandlungsfĂ€hig, zauberhaft versponnen, harmonisch-warm und ideenreich.
Frank Zöllner

DELTA MOON
Black Cat Oil
Pepper Cake/ZYX Music
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Ehrlicher Slide Gitarren-Blues mit Mississippi-Feeling und einer Whiskey-getrĂ€nkten Leadstimme. Das erwartet den geneigten  Hörer auf der bereits siebten Einspielung von Tom Gray und seiner Band. Delta Moon ziehen den Hörer auf StĂŒcken wie „Walk Out In The River“ und „Black Cat Oil“  immer tiefer in ihr sumpfig-schwelendes und teils beschwörendes Klangdelta, in den sich auch wabernde Hammonds verirren. Nicht schlecht!
Bernd Lorcher

STEFAN DETTL
Summer Of Love
RCA/Sony Music
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Auch auf seiner neuen CD „Summer Of Love“ lĂ€sst es Stefan Dettl  wie schon auf „Rockstar“ krĂ€ftig rocken. 13 Tracks stehen auf dem Speiseplan, wobei die Auswahl von brachialen Brettern („Heavy Dettl“) ĂŒber muntere Skaschlenker („Des bassd ned“) bis hin zu coolem Funk („Neu2“) reicht. Das Songmaterial von „Sommer Of Love“ klingt ungeheuer vital, dynamisch und krĂ€ftig und sollte auf der BĂŒhne ganz schön mĂ€chtig rĂŒberkommen. Jo mei, der Dettl hat’s einfach drauf!
Duklas Frisch

TAIL DRAGGER & BOB CORRITORE
Longtime Friends In The Blues
Delta Groove/in-akustik
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Chicago-Blues meets Arizona Blues. So könnte man diese Zwölftakt-Gipfeltreffen von BluessĂ€nger Tail Dragger und Harp-Spezialist Bob Corritore bezeichnen. Ergebnis sind 10 authentische, voller Inbrunst vorgetragene und mĂ€chtig rollende Bluesstomper, die schon vom Opener „I’m Worried“ an großen Spaß machen. UnterstĂŒtzt werden die  Beiden ĂŒbrigens von einer erlesenen Schar an Bluescracks, allen voran Piano-Legende Henry Gray.
Bernd Lorcher

DR. WILL
Dirt
Pepper Cake/ZYX Music
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Dr. Will, der Zeremonienmeister des rootsigen Blues mit zĂŒngelndem Louisiana-Feeling hat wieder zugeschlagen. 13 Tracks umfasst seine neue Scheibe - ein FĂŒllhorn verschroben zusammengewĂŒrfelter Rhythmus-Konfigurationen, murmelnder Blues-Zauberfomeln und sumpfigem Allerlei. Bei Dr. Will ist man nie sicher, was einen als nĂ€chsten erwartet. Man höre hierzu nur mal in das tanzbare und roughe Slidegitarren-Monster „Another Fishing Song“ hinein.
Rainer Guérich

EKLIPSE
A Night In Strings
Mrs. Green Records/Soulfood
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Bei soviel Sexappeal, wie ihn die Damen des Streich-Quartetts ECLIPSE auf dem Artwork ihres Covers verströmen, schmilzt bestimmt jede „Saite“. Weit gefehlt, die vier schmucken, jungen und zart bekleideten Damen beherrschen ihre Violinen, Bratsche und Cello (sofern es denn kein Marketing-Gag ist). Ihre  Stringinterpretationen von bekannten StĂŒcken wie „Home“ (Depeche Mode), „Clocks“ (Coldplay) und „Cloudbusting“ (Kate Bush) sind allererste Sahne.
Duklas Frisch

FEHLFARBEN
Xenophonie
Tapete/Indigo
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„Unterm Rettungsschirm heizt der Gasbrenner Staat“ lautet eine Zeile aus „Herbstwind“, einem StĂŒck der neuen Fehlfarben-CD. Die Band versteht es immer noch, mit ihren politischen und sozialkritischen Texten den Hörer zum Nachdenken anzuregen und WachzurĂŒtteln. Die Botschaften mit Grips werden musikalisch variabel verpackt, mal rockt und ziept es ganz verschroben („Dekade 2“), dann zirpen Elektronikbeats um die Wette („The Flag Drops“. Eine „Xenophonie“, die den Zeitgeist im Jahre 2012 ganz gut pointiert...
Rainer Guérich

FREDDA
L’ Ancholie
Le Pop Musik/Groove Attack
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Ich entwickle mich immer mehr zum Liebhaber französischer Musik. Nach Coeur de Pirate hat es mir nun diese Veröffentlichung der Pariser SĂ€ngerin & Songwriterin Fredda Dastrevigne angetan. Ihre musikalische Karriere hatte sie einst als BackgroundsĂ€ngerin und Duettpartnerin ihres LebensgefĂ€hrten Pascal Parisot gestartet. Seit 2007 veröffentlicht sie ganz famose Soloalben, wie eben auch „L’Ancholie“. Ihr bezaubernder Gesang verströmt auf Kompositionen wie „Morin Heights“ und „Il ne me reste“ vor einem farbenreich gespickten Akustiksound mit allerlei instrumentalen Feinheiten ganz beodnere Reize. Superbe Songwriterkunst aus Frankreich von einer einzigartigen KĂŒnstlerin. Ich bin schwer begeistert!
Rainer Guérich

PAT FRITZ
Life Is Good
Hot Rock Records/New Music Distr.
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Wer auf handgemachte Singer/Songwriterkunst mit Country- und Blues-Einschlag steht, liegt bei Pat Fritz richtig. Auf seiner neuen Scheibe „Life Is Good“ prĂ€sentiert der Gitarrist & SĂ€nger 13 Songs in englischer Sprache, die mit einem Höchstmaß an AtmosphĂ€re und kĂŒnstlerischer Ausdruckskraft transportiert werden. Klasse sind vor allem langsame Nummern (u.a. „Try Not To Lose My Mind“), aber auch die Interpretation von „Ohopee River“ der 2010 verstorbenen Country-Ikone Larry Jon Wilson.
Duklas Frisch

FRANK GOLDWASSER
Can’t Raise Me!
CRS/in-akustik
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Aus der kalifornischen Blues-Szene ist Gitarrist und SĂ€nger Frank Goldwasser seit fast 3 Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Er ist mit GrĂ¶ĂŸen wie Charlie Musselwhite, Elvin Bishop und Joe Louis Walker aufgetreten und hat zahlreiche Alben eingespielt. Seine neue Scheibe „Can’t Raise Me!“ hat er zum großen Teil mit seinen Freunden aus der Sultans Of Slide-Truppe  aufgenommen, allen voran Gitarrist Monti Amundson (klasse auf dem irren Gitarrenstomper „Chicken Heads“). Ebenfalls mit von der Partie ist Pianist Gene Taylor. Inspirierender Bluesrock, bei dem man sofort merkt, welchen Spaß alle Beteiligten im Studio hatten. Ein Highlight in Sachen hochkomprimiertem und unterschwellig groovendem Gitarrenblues.
Duklas Frisch

PETER GABRIEL
Live Blood
Eagle Records/edel
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Peter Gabriel befindet sich derzeit in absoluter Bestform. Nach dem genialen „Scratch My Back“-Album  gab’s im MĂ€rz 2011 im Londoner Hammersmith Apollo ein atemberaubendes Konzert mit seinem 46köpfigen New Blood Orchestra, das hier als Doppel-CD veröffentlicht wird. Die Wucht des klassischen Orchesters in Verbindung mit Gabriels markanter Stimme sind eine unschlagbare Kombination. Inkl. tollen Versionen von „Biko“, „Digging In The Dirt“, „Solsbury Hill“ u.v.m.
Minky Stein

MACY GRAY
Covered
429 Records/Universal
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Feine Sache! Macy Gray hat hier ein Album mit allen möglichen Coverversionen eingesungen. Gleich zu Anfang hören wir ihre Bearbeitung von Eurythmics „Here Comes The Rain Again“. Ebenfalls auf dem Spielplan stehen bemerkenswerte Neuinterpretationen  von Radiohead („Creep“), Arcade Fire („Wake Up“), Metallica („Nothing Else Matters“) u.v.a. Unbedingt hörenswert!
Duklas Frisch

NATE HALL
A Great River
Neurot Recordings/Cargo
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Großartige Americana-Songwriterkunst, vorgetragen mit elegisch-spröder Stimme. Der amerikanische SĂ€nger, Gitarrist und Banjospieler Nate Hall wurde kĂŒnstlerisch stark beeinflusst von Bob Dylan, Neil Young, Bruce Springsteen und Townes van Zandt. Von Letzterem findet sich mit „Kathleen“ auch eine Coverbearbeitung auf der Scheibe.  Empfehlenswerte CD, die sich mit jedem Hördurchlauf stĂ€rker in den GehörgĂ€ngen festsetzt.
Rainer Guérich

IMAGINARY WAR
Replacing The Ghosts
7Music/New Music Distribution
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Aus Ulm kommt der Vierer Imaginary War, der mit „Replacing The Ghosts“ ein bemerkenswertes DebĂŒt im Dunstkreis des Synthie Pop und Wave vorlegt. Die Band um SĂ€nger Joki Schaller hat im Laufe der Jahre in zahlreichen Rock, Metal und Punkbands Erfahrung sammeln können, die nun in dem mit viel Rock-Feeling umgesetzten Elektronik-Kontext verarbeitet wurden. Die persönlichen Texte ĂŒber Liebe, Erfahrungen, TrĂ€ume und fiktive GesprĂ€che fließen in den ebenso intensiven wie schönen Klangkontext ein und hieven den verstaubten 80er Jahre Synthie-Sound auf ein zeitgemĂ€ĂŸes Niveau. Wer nun neugierig geworden ist, sollte unbedingt die erste Single „The Tide Has Turned“ anchecken...
Rainer Guérich

JW-JONES
Seventh Hour
Crosscut Records
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Es gibt eine ganze Reihe von vorzĂŒglichen jungen BlueskĂŒnstlern, die einigen frischen Wind in die Szene pumpen. Der Kanadier JW-Jones zĂ€hlt zweifellos zu diesem erlauchten Kreis, was er auf seiner neuen Einspielung „Seventh Hour“ unter Beweis stellt. Seine Stimme klingt zuweilen fast schon soulig, was einen schönen Gegenpunkt zu dem immer wieder beherzten Bluesrock bildet (Anspieltipp: „Let It Go“). Völlig eigenstĂ€ndig ist auch „In A Song“ mit seinem immer wieder unterbrochenen Tempogroove, trotzdem kraftvoll und nach vorne gehend. FĂŒr Bluesfreunde eine sichere Empfehlung!
Rainer Guérich

LEDFOOT
Gothic Blues Volume One
Hypertension/Soulfood
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Interessante Stilfusion, die Ledfoot alias Tim Scott McConnell auf dieser CD gekreuzt hat. Gothic meets amerikanischen Blues. Die Songs zeichnen sich durch eine magisch-fesselnde AtmosphĂ€re, bluesige Gitarrenakkorde und Ledfoots dĂŒsteren Gesang aus. Als Anspieltipp empfiehlt sich gleich der Opener „I Don’t Want This Worry Anymore“.
Bernd Lorcher

COLIN LINDEN
Still Live
Crosscut Records
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Stimmungsvoller Livermitschnitt von Colin Linden, der 2010 im intimen „Douglas Corner CafĂ©â€œ in seiner Wahlheimatstadt Nashville entstand. Voller Hingabe und GefĂŒhl serviert uns Colin einen unspektakulĂ€ren, aber packenden Slidegitarren-Rootsblues mit seiner dreiköpfigen Begleitband. Besonders hervorzuheben ist hierbei Sideman The Great Spooner OLDHAM mit seinen immer wieder geschickt eingeworfenen zĂŒngelnden Hammonds. Als Anspieltipps möchte ich hierzu den wunderbaren Slowwalker „Who’s Bee Talking“ und „Between The Darkness And The Light Of Day“ empfehlen. Top!
Bernd Lorcher

LITTLE FEAT
American Cutie
Leftfield/in-akustik
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Tolles Live-FundstĂŒck von Little Feat aus den 1970er Jahren. „American Cutie“ beinhaltet zwei rare Radiomitschnitte von KCUV, die am 19.07.1973 in Denver Colorado mitgeschnitten wurden. Klasse Blues, Boogie & Countryrock-Stoff inkl. famosen Liveversionen von „Cat Fever“, „Sailin’ Shoes“ und „Dixie Chicken“.
Duklas Frisch

LUDWIG TWO
Heads Under Water
Magic Mango Music/Cargo
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Indie-Rock made in Bavaria lautet das inoffizielle Motto von Ludwig Two. Mit „Heads Under Water“ steht jetzt das DebĂŒt der Jungs am Start, die sich von Bands wie Coldplay oder Radiohead beeinflusst fĂŒhlen. Musikalisch liefern uns die Vier eine Indie-Scheibe mit allem drum und dran. Verzerrte Stromgitarren treffen auf Underground-Feeling, poppige Kurzweile und puristischen Akustik-Sound. Da drĂŒckt man doch gerne noch einmal die Repeattaste des CD-Players...
Frank Zöllner

JANIVA MAGNESS
Stronger For It
Alligator Rec./in-akustik
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Man kann verstehen, warum Janiva Magness bereits zweimal den Blues Award als „Femme Artist Of The Year“ erhalten hat. Ihre Bluesröhre ist der Hammer! Janiva legt unglaublich viel Verve und  Emphasis in ihren Gesang. Schon der Opener „There It Is“ ist klasse und erinnert mich ein wenig an Janis Joplin. Doch auch zu langsamem Slowgroove passt ihr Gesang, der auch richtig schön samtig klingen kann. Man höre hierzu nur das großartige „I Won’t Cry“. Super Scheibe fĂŒr den Bluesfan, unbedingt besorgen!
Rainer Guérich

THE MANNISH BOYS
Double Dynamite
Delta Groove/in-akustik
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The Mannish Boys sind eine unermĂŒdliche All Star-Truppe, die im Auftrag des Westcoast Blues unterwegs sind und die KonzertbĂŒhnen der Welt mit ihren elektrisierenden Nummern zum GlĂŒhen bringen. Sechs Alben haben die Mannish Boys bisher veröffentlicht, nun verwöhnen sie die Fans erstmals mit einer Doppel-CD: „Double Dynamite“! Und auf den 26 Tracks schafft die Formation genĂŒgend FreirĂ€ume, in denen nicht nur die Bandmitglieder ihren Genius aufblitzen lassen können, sondern auch eine riesige Special Guests-Liste zum Einsatz kommt. Ein Blues-Happening der besonderen Art mit Cracks wie Mud Morganfield, Jackie Payne, Bob Corritore, Elvin Bishop, Rob Rio u.v.m.
Rainer Guérich

JEANNE MAS
Made In France
Rock&Movies/Codaex
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Brandneues Album von Jeanne Mas, auf dem sie stark mit elektronischen und tanzbaren Beats arbeitet. Das Ergebnis kommt sehr spannend und fesselnd aus den Lautsprechern. Man höre hierzu nur „Fais Moi de la Peine“ und „Un Peu De“.
Bernd Lorcher

KYLIE MINOGUE
The Best Of
Parlphone/EMI
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Als Kylie Minogue vor 25 Jahren mit „The Locomotion“ die Charts stĂŒrmte, konnte man noch glauben, dass es sich um ein „One Hit Wonder“ handelt. Weit gefehlt, Kylie zĂ€hlt seitdem zu den bestĂ€ndigsten Popikonen. „The Best Of“ beinhaltet ihre 21 grĂ¶ĂŸten Hits und enthĂ€lt zusĂ€tzlich noch eine Bonus-DVD, auf dem sich die entsprechenden Musikvideos befinden. Und optisch war Kylie schon immer eine Augenweide...
Bernd Lorcher

RJ MISCHO
Make It Good
Delta Groove/in-akustik
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Eine schöne Variante der Zwölftakt-Spielart ist der Harpblues, dem RJ Mischo auf „Make It Good“ in all seinen Facetten fröhnt. BedĂ€chtig nach vorne rollend wie ein Nahverkehrszug („The Frozen Pickle“) oder mit erhöhter Dampfkraft wie in „Papa’s St. Special“. Bitte einsteigen, hier ist beste Blueslaune garantiert!
Rainer Guérich

MUD MORGANFIELD
Son Of The Seventh Son
Severn Records/in-akustik
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Schöne Chicago Bluesscheibe von Mud Morganfield, dem Ă€ltesten Sohn von Muddy Waters. Mit einer erlesenen Studio-Crew (u.a. Gitarrist Billy Flynn und Harper Bob Corritore) gibt es entsprechend des Zwölftaktthemas auch gleich ein Dutzend Songs. Und die machen eine Menge Spaß. Man höre hierzu nur das ĂŒber sechsminĂŒtige „Health“ mit Muds inbrĂŒnstiger Vocalleistung und den mĂ€chtig zĂŒngelnden Hammond-Grooves von Barrelhouse Chuck. Kommt gut!
Rainer Guérich

ALEX NIGGEMANN
Paranoid Funk
Poker Flat Records
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Neuester Zugang auf Steve Bugs Vorzeige-Label Poker Flat ist der 26jĂ€hrige Berliner Producer & Fader Alex Niggemann. Auf seinem DebĂŒt-Silberling zeigt ers eine DJ-QualitĂ€ten. Außerordentlich reaktionsfreudig ist dabei seine Mischung aus groovigen Feel-House-Rhythmen, hypnotischen Vibes, Dark-Moments und funkigem Chicago-Style. Das Teil ist dabei vielfach verwendbar, denn Dank dubbiger Bassline und auch einigen geschickt platzierten Acid-Loops funktioniert „Paranoid Funk“ innerhalb und außerhalb der ClubtĂŒr.
Siggi Mayen

PARA ONE
Passion
Because Music/Alive
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Seit Anfang des neuen Jahrtausends entwickelte sich Jean-Baptiste de Laubier aka Para One vom einstigen Vorzeige-Underground-Rap-Produzent immer stĂ€rker in Richtung IDM und Techno. NatĂŒrlich kann Para One auf seiner zweiten Soloscheibe seine Wurzeln nicht verleugnen. Warum auch, so entsteht ein abwechslungsreicher Mix, der vom ersten Akkord an in die Beine schießt. Ob Deep House, Intelligence Dance Music (IDM), 2-Step, Funk-Boogie oder Techno. Hier wird die große Schiene gefahren, weiter so!
Frank Zöllner

NICK PARKER
The King Of False Alarms
Tometoaster/Alive
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Nick Parker ist ein Singer/Songwriter aus der NĂ€he von Glastonbury, England. Er ist zweifellos der New Folk-Richtung zuzuordnen, was schon gleich im Opener „Comfort Of Convenience“ zu hören ist. Ansonsten wĂŒrde ich seine Kompositionen vorsichtig ausgedrĂŒckt als ausbaufĂ€hig bezeichnen. Schon ein bisschen fad’ das Ganze...
Fabian Hauck

DAVID PETRAS
Heute halten wir die Welt an
7Music/New Music Distribution
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„Denke positiv und gib niemals auf!“ Das ist das Lebensmotto, aber auch die musikalische Devise von David Petras auf seinem DebĂŒtalbum „Heute halten wir die Welt an“. Mit einer geschmackvollen Mischung aus HipHop-Elementen und eingĂ€ngigen Popmelodien kann der in Offenbach geborene KĂŒnstler ĂŒberzeugen. Highlights der Scheibe sind insbesondere StĂŒcke wie  „Königin“ und „Ich will raus“. Den Namen David Petras sollte man sich also merken!
Rainer Guérich

BONNIE RAITT
Slipstream
Proper Records/Rough Trade
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So gut habe ich Bonnie Raitt schon lange nicht mehr gehört. Mit dem cool groovenden, leicht funkigen „Used To Rule The World“ eröffnet sie ihr neues Album. Das nĂ€chste StĂŒck „Right Down The Line“ stammt aus der Feder und walked irgendwie im Reggae-Groove, aber auch nicht wirklich. Dazu gibt’s Bonnies rauchige Bluesstimme. Sehr genial. Von Bob Dylan hat Mrs. Raitt auch zwei Kompositionen adaptiert: „Million Miles“ und „Standing In The Doorway“. Als Gast ist auch noch Gitarrist Bill Frisell mit von der Partie. Das exzellente Mastering besorgte Bob Ludwig. Ich komme aus dem SchwĂ€rmen gar nicht mehr raus. PrĂ€dikat: Meisterwerk!
Rainer Guérich

TARRUS RILEY
Mecoustic
Soulbeat Records/Brokensilence
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Tarrus Riley ist der Sohn des Reggae-Veteranen Jimmy Riley. Seit seinem 2004er DebĂŒt rĂ€umt er auf Jamaika alle angesagten Awards ab und ĂŒberzeugt mit klassischer Reggae und Dancehall-Kost. Auf „Mecoustic“ geht es der Barde weitaus ruhiger an und zeigt sich mit Roots-Riddim und Klavierbegleitung als ein Mann, der singen kann. Ok, so neu ist die Scheibe dann nicht, denn die Songs gab es alle schon mal. Sie wurden nur neu aufgenommen, aber das hat sich gelohnt. Die einstigen Roots-Hymnen klingen nun sehr atmosphĂ€risch, romantisch und persönlich.
Frank Zöllner

XAVIER RUDD
Spirit Bird
Sideonedummy/Cargo
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Aus Australien kommt der SĂ€nger, Songwriter und Multiinstrumentalist Xavier Rudd, der mit „Spirit Bird“ ein ganz außergewöhnliches Album vorlegt. Schon der geheimnisvolle Opener „Lioness Eye“ mit seinen Percussions und Didgeridoo-Sounds ist ein echtes Erlebnis. Seine Songs können aber ganz einfach auch nur folkige Akustikblues-AtmosphĂ€re verbreiten, was in „Comfortable In My Skin“ unschwer zu hören ist. Ein vielseitiger und facettenreicher KĂŒnstler.
Fabian Hauck

SANDRINA SEDONA
Songs For The Y-Lien
Sound Of Sedona/Cargo
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Die Stimme von Sandrina Sedona hat bestimmt schon jeder einmal gehört. Sie ist als ChorsĂ€ngerin und Duett-Partnerin auf etlichen CDs zu hören und hat schon mit alllen GrĂ¶ĂŸen auf der BĂŒhne gestanden. So wussten bereits Bobby Kimball, Jimi Jamison, Midge Ure, Tony Hadley und Chris Thompson den Gesang von Sandrina zu schĂ€tzen. Da war ihr erstes Soloalbum lĂ€ngst einmal ĂŒberfĂ€llig. Die „Songs For The Y-Lien“ sind kein Konfektionspop von der Stange, sondern emotionale und ausdruckstarke Arrangements mit einer großen Stimme.
Duklas Frisch

PAUL SIMON
Graceland - 25th Anniv. Edit.
Legacy/Sony Music
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Audiophiler Weltmusikklassiker - So könnte man Paul Simons Meisterwerk aus dem Jahre 1987 umschreiben. Da ist klanglich bei der JubilĂ€umsausgabe zum 25sten schwer etwas zu toppen. Deshalb gibt es auch bei der CD/DVD-Ausgabe, die mir vorliegt, etliches Bonusmaterial. So finden sich auf der CD neben den OriginalstĂŒcken des Albums gleich 7 Bonustracks, darunter unveröffentlichte Demos und Alternate-Versionen. Die Bonus-DVD featured Joe Berlingers 140minĂŒtige Doku „Under African Skies“, diverse Musikvideos und ausfĂŒhrliche Interviews, u.a. mit Whoopi Goldberg und Harry Belafonte. Wer noch etwas tiefer in den Geldbeutel greifen möchte, kann sich auch die 2 CD+2 DVD-Box zulegen. Außerdem erscheint das Album auch als einfache CD, LP und Blu-ray.
Rainer Guérich

SIYOU’n’HELL
Two2One
Bassball Recordings/Brokensilence
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Tolles neues Duo-Projekt von Bassist Helmut Hattler (u.a. Kraan, Tab Two), der zusammen mit Blues- und GospelsÀngerin Isabelle Siyou Ngnoubamdjum neue Klangmöglichkeiten auslotet. Donnernde und schnalzende Basslines treffen auf eine elektrisiernde und ausdrucksstarke Stimme. Empfehlenswert!
Rainer Guérich

BARBRA STREISAND
A Woman In Love
Columbia/Sony Music
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AnlĂ€sslich ihres 70. Geburtstags hat  Schauspielerin & SĂ€ngerin Barbra Streisand 18 ihrer liebsten Songs fĂŒr diese „Greatest Gits“-Kopplung ausgewĂ€hlt. Mit dabei sind auch einige Duette, u.a. „Guilty“ (mit Barry Gibb), „Tell Him“ (mit CĂ©line Dion), und „You Don’t Bring Me Flowers“ (mit Neil Diamond). Vielleicht auch ein schönes Geschenk fĂŒr Verliebte...
Simone Theobald

TALK TALK
The Party’s Over
It’s My Life
The Colour Of Spring
Spirit Of Eden
EMI
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Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Synthie-Pops in den 1980er Jahren hatte die Band von Mark Hollis. UrsprĂŒnglich als New Romantic-Vertreter gestartet, mutierten Talk Talk im Laufe der Jahre zu einer Ă€ußerst innovativen und kreativen Truppe, die auch mit JazzgrĂ¶ĂŸen wie Henry Lowther, Danny Thompson und Violinist Nigel Kennedy zusammenarbeitete. Nachzuhören auf den nun mit ĂŒberarbeiteten Artwork und superbem Sound re-releasten ersten vier Alben der Band: „The Party’s Over“ (1982), „It’s My Life“ (1984, inkl. „Such A Shame), „The Colour Of Spring“ (1986, inkl. „Life’s What You Make It“) und „Spirit Of Eden“ (1988). Die beiden letzgenannten erscheinen ĂŒbrigens auch noch als exklusives 180g LP+DVD-Audio-Set, fein fein...
Bernd Lorcher

BIBI TANGA & THE SELENITES
40° Of Sunshine
National Geographic/Warner
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Der Pariser Ausnahmemusiker mit afrikanischen Wurzeln und seine Truppe legen einen gutgelaunten Cocktail voll ansprechender und in die Beine gehender Melodien vor. Hier wird Vielfalt groß geschrieben, und so reicht das dargebotene Spektrum von coolem Urbanstyle ĂŒber Reggae, Pop, Rap bis hin zu afrikanisch inspirierten Rhythmen. Irgendwie hört man es den 12 Tracks an, dass sie unmittelbar nach einer ausgiebigen Tour durch 12 afrikanische LĂ€nder entstanden sind. Die Truppe wirkt total entspannt und locker, was sich auf den Sound ĂŒbertrĂ€gt.
Frank Zöllner

OTIS TAYLOR
Contraband
Telarc/in-akustik
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Otis Taylor hat im Laufe der Jahre dem Blues viele richtungsweisende, innovative Impulse gegeben. Nun stellt er sein mittlerweile zwölftes Album vor, das er zusammen mit seiner „Contraband“ (inkl. Tochter Cassie Taylor) eingespielt hat. Klasse ist der herrlich unterschwellig groovende Opener „The Devil’s Gonna Line“, der so cool aus den Boxen hĂŒpft wie Otis’ Sonnenbrille auf dem Cover ausschaut. NatĂŒrlich gibt es auch einige Nummern, die mehr in Richtung archaischer/ Trance-Blues gehen (u.a. „Yell  Your Name“. Empfehlenswert!
Bernd Lorcher

GURDAN THOMAS
This Beautiful World Of Ugliness
Beste Unterhaltung/Broken Silence
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Was passiert, wenn ein englischer Musiker die deutschen Lande besucht, diese so toll findet, dass er hier wohnen bleibt und dabei auch noch ausgerechnet in Bayern, erzĂ€hlt die vorliegende Scheibe von Gurdan Thomas. Der ist nicht nur ein Fan von Bayern, sondern speziell von der bayerischen Folklore. Selbige hat er auf vorliegender Scheibe in lustige, gut gelaunte und eingĂ€ngige Popmelodien verpackt. So treffen in den 13 Songs so ungewöhnliche Instrumente wie Tuba, Banjo, Ukulele und Glockenspiel aufeinander und erzĂ€hlen kleine Anekdoten und Alltagserlebnisse. Sehr unterhaltend! 
Frank Zöllner

TIMBERWOLF
Timberwolf
7Music/New Music Distribution
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Normalerweise sind Dominik Dezius (Gitarre) und Ali Saadat (Gesang) in verschiedenen Rock/Metal-Bands aktiv. In ihrem eigenen Duo Timberwolf fröhnen die beiden aber ihrer Liebe zu instrumental abgespeckten Songversionen, zur „Unplugged Rock Music“, die ganz auf AtmosphĂ€re setzt. Nur mit Gitarre und Gesang bewaffnet reduzieren die Beiden die Songkompositionen auf das Wesentliche und erzeugen dadurch eine AtmosphĂ€re, der man sich als Hörer nur schwer entziehen kann.
Rainer Guérich

MARCO TSCHIRPKE
Lapsuslieder 4
Reptiphon/Broken Silence
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„Lapsuslieder 4” heißt die neueste Einspielung des Musik-Kabarettisten Marco Tschirpke, der uns mit 31 kleinen Geschichten und Anekdoten aus dem alltĂ€glichen Leben beglĂŒckt. Mal urkomisch, mal nachdenklich, mal verrĂŒckt oder einfach nur banal, lĂ€sst er in unserem Kopf knackig kurze Comic-Strips ablaufen, die mit seiner getragenen Stimme und dezenter Klavieruntermalung vertont werden. Die lustigen, schrĂ€gen, bösen und tragischen Kleinode entfalten oft erst nach mehrmaligem Anhören ihr volles Potential.
Frank Zöllner

LOUDON WAINWRIGHT III
Older Than My Old Man Now
Proper Records/Rough Trade
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Nachdenklich und verschmitzt lĂ€chelnd sieht man Loudon Wainwright III im inneren Artwork des aufklappbaren Digipacks. Der renommierte Singer & Songwriter ist zurecht ein wenig stolz auf dieses Werk, hat er doch gleich 5 Generationen aus dem musikalischen Wainwright-Clan zu gesanglichen Duetten ĂŒberreden können: Rufus, Martha, Lucy Wainwright Roche, Lexie Kelly Wainwright und Suzzy Roche. Zwar nicht zur Familie, aber zum profunden Kreis der GĂ€ste zĂ€hlten u.a. auch noch John Scofield und Sexexpertin Dame Edna („I Remember Sex“). Ein familienĂŒbergreifendes Folk-Album mit viel Witz und Charme.
Bernd Lorcher

JD WOOD
World Of Emotions
7Music/New Music Distribution
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Wer auf gefĂŒhlvollen und ins Ohr gehenden Singer/Songwriter-Pop steht, ist bei JD Wood an der richtigen Adresse. Der SĂ€nger und Produzent stellt mit „World Of Emotions“ sein zweites Album vor und gibt uns dabei auch ein StĂŒckweit Einblicke in sein persönliches Seelenleben. Reinhörtipps sind neben dem TitelstĂŒck insbesondere auch das Contest-erprobte „Like Wild Horses“. Besondere ErwĂ€hnung verdient die Nummer  „God Can You Spare A Moment“, die in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Songwriterin Tammy Beal entstand und dem Kinderhospiz Bethel gewidmet ist. „Die Geschichte des Songs und auch die Arbeit des Kinderhospiz' haben mich sehr bewegt“, erzĂ€hlt JD Wood. „Daher hoffe ich natĂŒrlich auch, dass sich noch der eine oder andere Spender fĂŒr dieses Projekt interessiert oder hierdurch darauf aufmerksam wird. Einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf des Albums werden wir dem Kinderhospiz spenden .“
Rainer Guérich

YASSIR
Wenn der Schmerz spricht
7Skillz/New Music Distribution
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Die Frankfurter Rap-Legende Yassir steht fĂŒr einen authentischen und glaubwĂŒrdigen HipHop, der zum Nachdenken anregt und ein Höchstmaß an Emotionen auf Seiten des Hörers weckt. Nicht ohne Grund wurde sein neuer Longplayer „Wenn der Schmerz spricht“ auch als Auftaktveröffentlichung des neuen HipHop-Labels „7Skillz gewĂ€hlt. Yassir nimmt in seinen Lyrics kein Blatt vor den Mund und richtet seine Botschaften direkt an die Jugend, indem er u.a. auch seine kriminelle und drogenlastige Vergangenheit thematisiert. Deutschsprachiger HipHop mit essentieller Message!
Fabian Hauck

WISE GUYS
Zwei Welten
Universal Music
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Es gibt ganz exzellente a-cappella Formationen wie die Persuasions zum Beispiel (CD Tipp: „The Persuasions Sing Grateful Dead“). Was die Wise Guys aus Germania hier fabriziert haben, ist „Die Prinzen-Leichtmatrosen-a cappella“: krude Texte, wildes Gemisch zwischen deutschen und englischen Texten („Deutsche Bahn“), sĂŒĂŸlich glibberige Melodien. Und dieses dĂŒmmliche „Yo Yo-jetzt gibt’s was auf die Ohren“ aus „Ich bin aus HĂŒrth“ tut den Ohren richtig weh. Furchtbar!
Rainer Guérich

 

 

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