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JULI/AUGUST 2005
Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

Achillea
The Nine Worlds
Prudence/Rough Trade
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Für diese außergewöhnliche Ambient-Produktion haben sich zwei dänische Musiker getroffen, die seit Jahren nicht mehr in ihrer Heimat leben, deren Interesse am kulturellen Erbe Dänemarks aber gleich groß ist. Die Rede ist von Jens Gad, der als Komponist  für den Welterfolg von Enigma mitverantwortlich zeichnet und Sängerin Helene Horlyck, die bereits im Alter von 10 Jahren eine klassische Gesangsausbildung begann. Musikalisch erwartet den Hörer eine Reise zurück in die Zeit der skandinavischen Mythen mit Sehern, Elfen, Riesen, Runenmeistern und Göttern. Besonders bezaubernd ist hierbei die ätherisch-schwebende Stimme von Helene, die  die Texte in Lateinisch und Alt-Schwedisch intoniert.
Ute Bahn


AMON DÜÜL 2
Almost Alive
Only Human
Vortex
Revisited Records/SPV
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Revisited Records hat sich den Veröffentlichungen der Krautrocker Amon Düül 2 angenommen. Zum Auftakt gibt's in edel aufgemachter Digipack-Deluxe Edition (plus Bonustracks, Enhanced Photos, Liner Notes) die Neuauflagen "Almost Live" (1977), "Only Human" (1978) und "Vortex" (1981). Psychedelische Klangfarben treffen auf epische Momente, freie Improvisation und experimentellen Tatendrang. Die Gruppe um Mastermind Chris Karrer, die übrigens immer noch existiert, gefällt mir insbesondere auf der vielschichtigen "Almost Live"-CD ("We Are Machine", "Das Gestern ist das Heute von Morgen") am besten. Wer die Band kennenlernen möchte, erhält hier das stärkste der drei Alben.
Rainer Guérich


BELLE & SEBASTIAN
Push Barman To Open Old Wounds
Jeepster/Soulfood
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Die abgefahrenen Briten legen hier eine Doppel-CD ihrer Singles und EP's auf Jeepster Records vor. Zwischen 1996 bis 2001 wurden dort einige rare Teile veröffentlicht, die man hierzulande nur sehr schwer erhalten konnte. Unbedingt reinhören in "Dog On Wheels", "Lazy Line Painter Jane" und "Slow Graffiti“.
Duklas Frisch


Cabin Crew
Star To Fall
Data Records/Ministry Of Sound
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Nach dem gleichen Erfolgsrezept von Eric Prydz‘ Hit „Call On Me“, der im vergangenen Sommer allein in England in der ersten Woche 200.000 Einheiten verkaufte, geht Ministry Of Sound auch in diesem Sommer mit einem „aufgemotzten“ Hit aus den 80ern an den Start. Diesmal haben sich die Macher auf „Star To Fall“ mit Cabin Crew eingeschossen, einem Floorhit, der auf dem Song „Waiting For A Star To Fall“ von Boy Meets Girl basiert. Ruckzuck ist das Teil für die Floors grundüberholt und mit der nötigen BPM-Zahl ausgestattet. Die EP enthält insgesamt 5 Remix-Versionen, vom Radio Edit bis zur instrumentalen Bearbeitung. 
Siggi Mayen


Chris De Burgh
Live In Dortmund
SPV
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Ein weitgehend akustisch gehaltenes Doppel-Livealbum von Troubadour Chris DeBurgh. Stimmlich in erschreckend schlechter Form, lässt der „Ferryman“ seine altbekannten Hits nochmal vom Stapel. Höhepunkt des Gähnmarathons: Das ermüdende Medley seiner verquasteten Songs am Ende von CD1 (u.a. „Living On The Island“, „A Night On The River“, „Discovery“, „Missing You“). So wenig inspirativ wie meine morgendliche Zahnpasta...
Rainer Guérich


DJ T.
Boogie Playground
Get Physical/Intergroove
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Ob versierter Vinyl-Sammler, Resident-DJ in angesagten Clubs wie Dorian Gray und The Box, Club-Besitzer, Verleger oder Label-Chef, DJ T. aka Thomas Koch in ein Tausendsassa und in vielen Metiers zu Hause. Auf Physical-Music, seinem eigenen
Label, bringt der Turntabler und Remixer jetzt seinen Debüt-Dreher auf den Markt. Er überzeugt vom ersten Akkord an mit einer mitreißenden Mixtur aus Elektro-Funk, Disco, Detroit-Sound und Acid-House. Dabei greift der erfahrene DJ tief in die Trickkiste und fusioniert einen geilen Groove-Sound, der wie hypnotisch auf die Floors zieht. Das Teil hat enormes Party-Potential und prescht in bester Abgeh-Manier nach vorne!
Simone Theobald


Dr. Lektroluv
Presents Elektrik Planet
N.E.W.S./Intergroove
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Was empfiehlt der Doktor bei trüben und verregneten Tagen, wenn der Sommer einfach noch nicht durchstarten will? Richtig, eine große Dosis „Elektrik Planet“ und damit einen Szene-mässigen Einblick in die europäischen Clubs. Dazu hat Dr. Lektroluv sein Stetoskop mal wieder am Puls der Zeit und mit Acts wie Mikkel Metal, In Flagranti, Alden Tyrell, Plastic Bertrand und den legendären Front 242 die Szene voll im Griff. Harte Elektro-Licks stehen neben ambienten Traumwelten und Downbeat-Poetry. Da werden Grenzbereiche angecheckt und gnadenlos in die Gehörgänge gebohrt, um schließlich unwiderstehlich in den Beinen hängenzubleiben. Nur schade, dass man diesen Sound nicht auf Krankenschein bekommt!
Frank Zöllner


Tiken Jah Fakoly
Coup De Gueule
Barclay/Universal
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Bob Marley wäre stolz auf Tiken Jah Fakoly, den Reggae-Sänger aus der Elfenbeinküste, der in seinen Songs die herrschende Regierung seiner Heimat anklagt und damit sein Leben aufs Spiel setzt. Seine Lieder handeln von Unterdrückung, politischer Korruption, Elend und Hunger, aber auch von Menschlichkeit und Zivilcourage. Alles Themengebiete, die den Musiker zum Staatsfeind erster Ordnung gemacht haben. Mittlerweile lebt Tiken Jah Fakoly im Nachbarland Mali, von wo aus er seine musikalischen Botschaften in die Welt sendet. Seine neueste Einspielung wurde in Paris und im jamaikanischen Kingston unter Mithilfe von Szene-Cracks (u.a. Sly&Robbie) eingespielt und kombiniert auf einfache, aber geniale Weise typische Reggae-Rhythmen mit afrikanischer Folklore und politischen Protest-Songs. Klasse!
Frank Zöllner


Cowboy Junkies
Early 21st Century Blues
Cooking Vinyl/Indigo VÖ: 01.08.
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Die Cowboy Junkies haben in den vergangenen Jahren viele schöne Alben veröffentlicht. Auf „Early 21st Century Blues“ covern sie nun auf ihre ganz eigene Weise Songs von Bob Dylan, Bruce Springsteen, George Harrison und John Lennon. Die Texte über Krieg, Gewalt, Angst , Habgier und Ignoranz sind aktueller denn je und gewinnen in der folkigen Neuinterpretation der Junkies deutlich an Aussagekraft. Ein Höhepunkt ist dabei zweifellos die Coverversion von „Handouts In The Rain“ (Richie Havens). Die zwei Eigenkompositionen der Band fügen sich übrigens sehr organisch in den Gesamtkontext ein.
Duklas Frisch


DER FALL BÖSE
Hochverrat
Rintintin Musik/Indigo
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Das vierte Album des Hamburger Klangkonglomerats groovt wie böse. Freunde von verrückten Beats, Funk, Rhythm'n'Blues, Soul und HipHop werden voll bedient. Die Texte sind wie immer voll ironischem Wortwitz, nicht nur auf "Beat im Schritt" und "Das letzte Fest". Ein klarer Fall für den nächsten CD-Einkauf.
Fabian Hauck


Fury In The SlaughterHouse
Fury Acoustic Grand Cru...
SPV Recordings VÖ: 11.07.
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Eine hübsch aufgemachte Live-Doppel-CD von Fury In The Slaughterhouse, die an zwei Tagen im Dezember letzten Jahres im
Pavillon zu Hannover eingespielt wurde.  Die Furys interpretieren auf der „Rotwein“-CD Tracks wie „Hello And Goodbye“ und „Fly, Sadness Fly“ in weitgehend akustischem Rahmen, während es dann auf der „Bier-CD“ mit Titeln wie „Dancing In The Sunshine Of The Dark“ und „Cry It Out“ eher herb frischer, ähm elektronisch verstärkter zugeht. Lustige Idee und für den Fury In The Slaughterhose-Fan eine echte Bereicherung seiner liebgewonnenen Sammlung.
Tim Beldow


GILES
Giles
Victory Records/Soulfood
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Sehr diffiziler Alleingang des BETWEEN THE BURIED AND ME - Sängers Tommy Giles Rogers, der hier zeigt, was man unter frickeligem Avantgarde Elektro (seiner heimlichen Liebe) zu verstehen hat.
Jörg Eifel


Hacienda
Skip And His Elephant
Ministry Of Sound
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Jürgen Kadel und Marcus Finger aka Hacienda haben sich für ihren neuesten Dreher jede Menge Freunde &Kollegen ins Studio geladen und ihrem Sound ein digitales Update verpasst. Dafür stehen Acts wie Eva Padberg, MC Ronin und Caitlin Devlin, die mit viel Liebe zum Detail ans Werk gehen und dabei ein überaus kreatives und abwechslungsreiches Album entstehen lassen. Analoge Synthesizer wie der Yen SX 1000 oder Moog Prodigy verleihen den Songs zusätzlich einen weichen und vollen Sound. „Skip And His Elephant“ dürfte somit nicht nur eingefleischte Hacienda-Fans überzeugen, die Scheibe hat in ihrer Vielseitigkeit durchaus das Potential neue Elektro-Fans zu gewinnen. Übrigens funktioniert der Hacienda-Sound auf den Floors genauso gut wie im heimischen Wohnzimmer.
Siggi Mayen


Hardfloor
4 Out Of 5 Aliens Recommend This
Hardfloor/Intergroove
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Oliver Bondzio und Ramon Zenker aka Hardfloor sind seit über 10 Jahren in der Techno&Acid-House Szene ein bester Begriff und haben in dieser Zeit für reichlich Dampfstoff auf den Floors gesorgt. Nach jeder Menge Maxi-Releases steht jetzt der Nachfolger ihres 2000er Albums „So What“ in den Startlöchern. Geboten werden BMP-geschwängerte Hypes zwischen Tekkno, trippigem Clubsound, Acid und beatlastigem Eletronic-Pumpern. Genau der richtige Mix, um die Nacht zum Tag zu machen, die Plateausohlen kreisen zu lassen und im Morgengrauen relaxt auf dem Plüschsofa zu chillen. From Dusk Till Dawn!
Frank Zöllner


Tish Hinojosa
A Heart Wide Open
Corazong
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Die Songs von Tish Hinojosa sind dem einen oder anderen vielleicht schon in der Vergangenheit begegnet. Immerhin haben schon Größen wie Linda Ronstadt, Joan Baez und Nancy Griffith auf das profunde Schaffenswerk der spanischen Sängerin und Songwriterin zurückgegriffen. Mit dieser CD veröffentlicht sie nun selbst ein country- und folk-betontes Album mit spanischen und englischen Texten. Songs wie "Would You Love..." und "Whatever Happened To" sind Songpoesie in Reinkultur.
Duklas Frisch


Nicola Hitchcock
Passive Aggressive
Tempted/Rough Trade
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Klasse Debütalbum der einstigen Mandalay-Sängerin, die zwecks Veröffentlichung auch gleich noch ihr eigenes Label ins Leben gerufen hat. Größter Trumpf ist nachwievor ihre ultradeepe, manchmal fast brüchige Stimme, die im Niemandsland von chilligen Beats, sphärigen Synthies, Downbeats und Dance Pop agiert. Die 11 Tracks sind sehr vielschichtig, da sich Nicola zur Songveredelung Künstler wie Hector Zazou, Ryuchi Sakamoto, Echo und Chris Brann eingeladen hat. Ausfälle gibt es keine, wobei ich euch insbesondere die beiden mit Sounds From The Ground entstandenen Tracks ans Herz legen möchte.
Rainer Guérich


Klaus Hoffmann
Von dieser Welt
Stille-Music/Indigo
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Im dreißigsten Sängerjahr heißt es auch für den „Bühnenarbeiter“ Klaus Hoffman entweder in Melancholie auf die vergangenen
Jahre zurückzuschauen oder den Blick nach vorne zu neuen Ufern zu richten. Der „Junge mit der Gitarre“ hat sich für Letzteres entschieden und stellt sein erstes Studioalbum nach drei Jahren vor. Dabei herrscht die gewohnte Hoffmann‘sche Mixtur aus verträumter Liebesballade, Chanson und jazziger Reminiszenz vor, ohne dabei etwas nennenswert Neues abzuliefern. Das mag die meisten Fans zufriedenstellen, für einen Künstler ist es allerdings tödlich, wenn er sich zu kopieren beginnt.
Simone Theobald


Humane
Welcome To This Wonderland
edel
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In Finnland ist der Vierer um Sänger Kim Herold (Halbbruder von Ted Herold, war’n Witz!) recht erfolgreich. Nun versuchen’s Humane auch bei uns im Land des ausbleibenden Wirtschaftsaufschwungs. Eine schön melancholisch-gefärbte (mundfaule) Stimme agiert vor spartanischen Arrangements zwischen slowem Alternative-Sound, Pop, Reggae („In This Moment“) und pianeskem Ambiente („Wish God Was A Woman“). Das hat was, hört euch unbedingt auch mal „Nothing Gets Me Moving“ mit seinem kontrapunktierenden, motorischen Gitarrendrive an. Ideale Platte, um in wehmütigen Erinnerungen zu schwelgen. Der Aufschwung kann noch warten!
Rainer Guérich

Imperial Crowns
Preachin’ The Blues-Live
Ruf/in-akustik
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In der Blues-Szene nehmen die abgedrehten Imperial Crowns einen Ausnahmestatus ein. Hier legen sie einen Live-Mitschnitt ihres Auftritts im WDR-Rockpalast aus dem letzten Jahr (gibt’s auch als DVD) vor, der ihre explosive Mischung aus Garagenfeeling, Rock’n’Roll, Blues mit bösen Texten („Lil Death“) sehr gut einfängt. Die Imperial Crowns stehen für die roughe, ungeschminkte Seite des Blues wie etwa auch die Jon Spencer Bluesexplosion.
Bernd Lorcher


JOHN Q IRRITATED
To Your Letter of June 29th
Hazelwood/Cargo
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Freunde von New Orleans Grooves werden an der Scheibe von John Q Irritated ihre helle Freude haben. Delta Blues meets Brass-Sounds, Voodoo-Stimmung, Rock'n'Roll und geniale Sample-Zutaten. Als Warm-Up-Vorschlag empfehle ich mal "Groove Operator" und "Get Da Hoodoo". Die Scheibe hat Saft und Kraft!
Bernd Lorcher


Joule
Glücksgriff
Stereoflex
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Wenn da mal das Album nicht zu vorschnell betitelt wurde. Die Kölner Formation macht laut eigenem Anspruch  deutschsprachigen Elektropop mit sinnlichen Texten. Hört sich gut an, klingt aber schlecht. Sängerin Juliane Pasternak nervt mit ihrer verqueren Lala-Stimme (nicht nur auf „Sommer Sonne“), „Du“ ist schlecht vorgetragene Songwriterkunst mit Akustikgitarre. Leere im Kopf, blöde Texte, der effekthaschende  Gesang stört sehr. Dann schon lieber richtigen Elektrosound mit sterilen, unterkühlten Texten. Klassenziel verfehlt!
Rainer Guérich


HUBERT KAH
Seelentaucher
DA Music
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Hubert Kah, das Urgestein der Neuen Deutschen Welle, veröffentlicht nach 9 Jahren mal wieder eine CD. Alte Kah-Fans werden enttäuscht sein, Hubert favorisiert auf seiner neuen Platte Dance & Synthipop wie etwa "No Rain“, das in Zusammenarbeit mit Blank & Jones entstand. Auch Wolfsheim-Produzent Oliver Pinelli hatte seine Finger mit im Spiel. Vielleicht so etwas wie ein musikalischer Neuanfang für Hubert Kah.
Simone Theobald


Keeping Living Music Alive
V.A.
Black&Tan Records
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Schöner Bluessampler des holländischen Labels Black& Tan Records mit den Highlights der letzten 7 Jahre. Mit dabei sind u.a. Byther Smith („Close To You Baby“), Sunset Travelers („I Got A Sure Thing“) und Roscoe Chenier („Rainin In My Heart“). 19 Bluesperlen, verteilt auf fast 70 Minuten, einzeln wohl schwerlich in den Geschäften zu bekommen. Für den Blues-Fan ein sicherer Tipp!
Tim Beldow


KING KHAN & BBQ SHOW
dto.
Hazelwood/Cargo
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King Khan & BBQ kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit bei den kanadischen Garage Punkern The Spaceshits. Nun haben sie sich für diese Einspielung zusammen gefunden, die 60er Soul, handgemachte Musik, Rhythm'n' Blues und Rock'n'Roll genial verbindet. Eine schweißtreibende Angelegenheit, bei der schon der Opener "Love You So" aus dem Stand zündet.
Duklas Frisch


Karl Larsson
Pale As Milk
Bad Taste Records/Soulfood
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Es ist wirklich kaum zu glauben, aber Karl Larsson hat es trotz einem wahren Tourmarathon von über 100 Gigs mit seiner Band Last Days Of April im Jahr 2004 noch geschafft, ein Solo-Album aufzunehmen. „Pale As Milk“ heißt die sehr persönliche und instrumental fast puristisch gehaltene Rille. Hier stehen vor allem folkorientierte Akustik-Songs im Vordergrund, die sich ohne Probleme ins Americana-Songbook einreihen könnten. Daneben setzt Karl auf eine geschickte Mischung aus gefälligen Rockelementen, Garagenfeeling und sperrigem Gitarren-Geschrubbe, die seinen Songs einen hohen Wiedererkennungswert verleiht.
Fabian Hauck


Neil Leyton
Blacklight Skies
Fading Ways/Alive
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Neil Leyton ist ein Tausendsassa! Der vormalige Frontmann der kanadischen Glamrock-Band The Conscience Pilate ist nicht nur Singer/Songwriter, sondern auch Gitarrist, Produzent und Chef der Plattenfirma Fading Ways. Und dort schafft er es ab und zu, mal ein Soloalbum rauszubringen. Wie „Blacklight Skies“, seine zweite Solorille, die eine ungewohnte Mischform aus eingängigen Pop/Rock-Rhythmen und schrägen Melodien kultiviert. Die Scheibe deckt ein weites Spektrum zwischen naiv-einfachen Hooks, expressiven Saitenverzierungen, Folk-Reminiszenzen und einem sanften Westcoast-Flow ab. Unbedingt eine Entdeckung wert!
Frank Zöllner


Lika
Come Closer
Merging Records/WES2 Distribution
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Eine intelligent gestrickte CD von Sängerin Alexandra Muschalowski und Producer Paul Brtschitsch, die ihren Songs zwischen Electro, Triphop und Avantgarde souliges Eigenleben einhauchen. Die Stimme von Alexandra legt sich ein ums andere Mal sehr charmant/ beseelt über den groovigen Soundfloor, becirct den Hörer und fesselt ihn. Unbedingt in den Opener und das dritte Stück der Platte reinhören. Großes Downbeat-Kino!
Duklas Frisch


M.A.N.D.Y.
Body Language 1
Get Physical/Intergroove
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Hinter dem Pseudonym M.A.N.D.Y. stecken die beiden DJ‘s& Remixer Patrick Bodmer und Philipp Jung, die bereits seit 1982 in der deutschen und internationalen Elektro,EMB&Club-Szene aktiv sind. Mit „Body Language“ stellen die Beiden den ersten Teil einer lose gestrickten Compi-Serie vor, die befreundeten Künstlern und Kollegen Gelegenheit geben soll, sich kreativ auszutoben. Teil 1 geht hier mit gutem Beispiel voran und hält bisher unveröffentliche Tracks von Szene-Cracks wie Sunsetpeople, Booka Shade, Dub Kult, Luciano, u.v.a parat. Total eigenwillige Sichtweisen von Elektro-Sound.
Simone Theobald


Manau
On Peut Tous Rêver
Polydor/Universal
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Mit „On Peut Tous Rever“ steht bereits die 3.Scheibe der beiden französischen Ausnahme-Rapper am Start. In der Instrumentierung liegt das Geheimnis des Sounds von MC Martial Tricoche und DJ Cedric Soubiron aka Manau, die neben virtuosen Raps auf traditionelle Instrumente wie Akkordeon, Geige und Kornett setzen. So verleihen sie ihren oft romantisch-verträumten Songs einen ganz persönlichen und unverwechselbaren Sound. Nicht nur für Rap-Fans eine Bereicherung!
Fabian Hauck


Marlowe
A Day In July
Probe Plus/Rough Trade
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Frontshouter&Gitarrist Simon Bradshaw und seine Crew frönen auch auf ihrem neuesten Output einer frischen Mixtur aus angerautem Brit-Pop in bester Indie-Manier. Eine schlüssige Fortsetzung des Debüt-Longplayers „Darksparlecorner“, allerdings ist auch eine musikalische Weiterentwicklung hörbar. Die Texte sind aussagekräftig, dazu gesellen sich schmissige Gitarrensoli, Simon‘s unverwechselbare Subtil-Vocals und diabolisch-lässige Versatzstücke mit Violinen, Trompete, Cello und Klavier. Eindrucksvoll, markig und ein wahrer Erlebniszünder!
Frank Zöllner


MARMALADE
The Ultimate Collection
Sanctuary Records
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Marmalade ist leider eine Band, die oftmals übergangen wird, wenn man von den großen Bands der britischen Pop-Szene in den 60er Jahren spricht. Dabei waren sie neben den Kinks, Small Faces und den Beatles wichtige Impulsgeber dieser Epoche. Diese aufwendig gemachte 3 CD-Box beleuchtet nun die Schaffenszeit von Marmalade zwischen 1966 bis 1972. Zu den Highlights zählen Songs wie "I See the Rain," "Wait a Minute Baby" und "Mr. Lion". Eine Entdeckung wert!
Fabian Hauck


Roger Matura
Time Traveller
Ozella Music/inakustik
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Der Ruhrpott-Poet Roger Matura setzt bei seiner neuesten Arbeit ganz auf die Ausdruckskraft seiner Akustik-Gitarre und legt ein Album vor, das (abgesehen von 2 Bonustracks) vollständig auf die Vocals verzichtet. Ein schwieriges und zugleich ambitioniertes Unterfangen. Eine emotionale wie aufwühlende Reise quer durch Stile wie Rock, Blues, Folk und Worldmusic. Unterm Strich ein sehr stilles und nachdenkliches Album, bei dem es sich lohnt, auch mal etwas genauer hinzuhören.
Bernd Lorcher


John Mayall & The Bluesbreakers
Road Dogs
Eagle Records/del
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Nach diesem Album wird sich die Blues-Gemeinde wie gewohnt die Finger lecken. Mit "Road Dogs" zeigen John Mayall und seine Bluesbreakers, dass sie von ihrem Handwerk nichts verlernt haben. Die 15 Tracks stehen im besten Bluesaft und leben von der unvergleichlichen Stimme Mayalls plus relaxte Gitarrenlicks und Hammondsound. Unbedingt reinhören in "So Glad", eine der stärksten Nummern auf dem Album. Über 70 Minuten beste Blues-Unterhaltung!
Bernd Lorcher


Maria McKee
Peddlin‘ Dreams
Cooking Vinyl/Indigo
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Dank der Renaissance von „Americana“ erfreuen sich die Alben von Maria McKee, die bereits seit ‘83 ihre persönliche Sichtweise aus Folkrock, Country, Gospel und Rootsrock zelebriert, heute einer nie dagewesenen Beliebtheit. Auch ihre neueste Arbeit, die Maria zusammen mit ihrem Ehemann&Produzenten Jim Akin eingespielt hat, steht in ihrer seit vielen Jahren gepflegten Musiktradition. Maria kam es bei „Peddlin‘ Dreams“ darauf an, eine möglichst puristische Produktion hinzubekommen, ausgestattet nur mit den notwendigsten Instrumenten und natürlich ihrer phantastischen Stimme. Das Ergebnis ist ein naturbelassenes Folkalbum, das mit seinen gefühlsintensiven und harmonischen Songs zum Träumen einlädt.
Simone Theobald


Maximo Park
A Certain Trigger
Warp/Rough Trade
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Was mich immer wieder erstaunt ist die Tatsache, dass die von der Industrie mitgelieferten Infos über eine Band umso umfangreicher ausfallen, je unbekannter der Act ist. So auch im Falle von Maximo Park, die vor gut einem halben Jahr noch kein Schwanz außerhalb ihrer Heimatstadt Newcastle kannte. Und trotzdem bringt es die Plattenfirma fertig, über diese Jungs sage und schreibe vier Seiten eng bedruckte Infos dem Dreher beizulegen. Dabei ist die Sache doch denkbar einfach. Maximo Park machen knallharten Crossover mit einer Prise Brit-Pop, schnuppern dabei auch etwas Garagenfeeling und geben ihren Texten einen sozialkritischen Touch. Das war’s, nicht schlecht aber auch nicht weltbewegend und schon mehr als einmal gehört.
Frank Zöllner


Micatone
Nomad Songs
Sonar Kollektiv/Rough Trade
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Auf ihrem dritten Album versucht die Berliner Band Micatone, ihr Image als elektronisch-infizierte Club& Lounge-Band
abzuschütteln und stärker auf Songwriting und „wirkliche“ Instrumente zu setzen. Wer „Nomad Songs“ zum ersten Mal hört, wird diese Vorsätze als erledigt abhaken können und dabei ein erstklassig durchproduziertes und arrangiertes Album vorfinden. Micatone setzen zwar wie bereits erwähnt stärker auf Songwriting& Vocalparts, haben aber ihren besonderen Urban-Club-Style nicht verloren, sonden servieren uns einen deep-coolen Soundmix zwischen Easy-Pop, Club, Reggae, Dance und folkigen Elementen.
Siggi Mayen


Milu
No Future In Gold
Drakkar/e-wave
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miLu, den meisten wohl besser bekannt als Frontsängerin von Mila Mar und Schiller, legt mit „No Future In Gold“ ihre erste Solo-Scheibe vor und erweitert dabei die deutsche Pop-Szene gleich um mehrere Stilfacetten. Düster, schwarz, ja fast morbide präsentiert die Ausnahme-Sängerin/Texterin ihre melancholischen Songs, die zwischen Völkermord, Rassismus und Unterdrückung kein politisches Statement scheuen. Das Ganze wird dabei aber in durchaus hörbare und keineswegs kopflastige Rocksongs verpackt, die authentischer und ehrlicher klingen also so mancher Möchtegern-Weltverbesserer. Das auf ihrer ersten Scheibe auch noch Platz für persönliche und überaus sinnliche Sichtweisen bleibt, beweist miLu in Songs wie „Lustschmerz“ und „Unter meiner Haut“ überaus eindrucksvoll.
Frank Zöllner


Mon)tag
Sender
Tapete Records/Indigo
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Mit ihrem Debütalbum „Gefallen“ brachten Mon)tag frischen Wind in die deutsche Pop/Rock-Szene. Nun haben sie ihr zweites Album „Sender“ fertiggestellt und zeigen uns, dass es in Deutschland doch noch so etwas wie einen hoffnungsvollen Nachwuchs gibt. Alle 10 Songs wurden in Eigenregie aufgenommen und produziert. Die Texte sind wie beim Erstlingswerk doppeldeutig und offenbaren manchmal erst nach dem zweiten oder dritten Hördurchlauf ihre wahre Botschaft. Die Schönheiten der Platte sind zweifellos der Alternativrocker „Für Bitte“ und „Wie der Tag bricht“, eine Nuss zum Knacken.
Simone Theobald


Moodorama
Mystery In A Cup Of Tea
Audiopharm/SPV
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Die Regensburger Moodorama gehören sicherlich zu den interessantesten Acts der deutschen Nujazz-Club-Electronic-Szene. So sind Martin Senneborgen und Crew nicht nur im Studio aktiv, um Scheiben wie „Mystery In A Cup Of Tea“ vorzulegen, sondern arbeiten auch als DJ‘s in Clubs von Düsseldorf bis Istanbul und remixen nebenbei noch Tracks für Czech, Marschmellow oder Telepopmusic. Alles in allem also ein vielbeschäftigtes und angesagtes Projekt, das auch auf seiner brandneuen Scheibe die Floor-Society mit einer groovenden Mixtur aus TripHop, Ambient, Electro und souligen Jazzintermezzi unter die Stroboskope treibt.
Siggi Mayen


Orbient
Re-Entry
Jubilee Records/SIB Distribution
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Ambiente Soundscoops, angereichert mit sphärischen Flächen, Hipes und jeder Menge urbaner Grooves stehen im Mittelpunkt der neuen Rille von Orbient, die nach ihrem wahrhaft kosmischen Ausflug zur internationalen Raumstation ISS auf ihrem Heimatplaneten zurückgekehrt sind. Nach „Kompositionen für die Schwerelosigkeit“ sind nun wieder „bodenständigere“ Rhythmen angesagt, die mit weichem Flow und jeder Menge Elektro-Frickeleien auf den Floors zum Träumen einladen. Mit melodischen Spannungsbögen, exzellenten Breaks, gelegentlich eingestreuten Frauen-Vocals und Beats im mittleren Drehzahlbereich eignet sich“Re-Entry“ auch bestens fürs gemütliche Chillout-Programm.
Siggi Mayen
 

Ana Popovic
Ana!
Ruf Records/inakustik
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Die begnadete Sängerin und Gitarristin aus Belgrad hatte im Januar diesen Jahres in ihrer holländischen Wahlheimat beim Gig in Melkweg alle Trümpfe in der Hand: klasse Stimme, was für Gitarrenriffs, eine bestens aufgelegte Sidecrew um Bassist Fabrice Ach (Bass) & Denis Palatin (Drums) plus Special Guest DominiqueVantomme an der Hammond. Schon das Live-Intro ist unglaublich und hätte auch von einem Maceo Parker nicht fetter inszeniert worden sein können. Irre sägende Gitarrenriffs, exzellenter Gesang und die hübsche Erscheinung von Ana sind einfach eine brandgefährliche Mischung. Wow!
Rainer Guérich


KLAUS SCHULZE
Picture Music
Dig It
En=Trance
In Blue
Revisited Records/SPV
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Von Klaus Schulze, dem deutschen Vordenker in Sachen elektronischer Musik, erscheint über Revisted Records der nächste Schwung von Wiederveröffentlichungen seines umfangreichen Schaffens. Alle vier Reissues sind natürlich remastered und erscheinen im edel aufgemachten Digipack, inklusive Bonus Tracks, Enhanced Booklet und Liner Notes. "Picture Music" ist ein Frühwerk aus dem Jahre 1975 und gliederte sich auf LP in die ausschweifende A und B-Seite ("Totem" bzw. "Mental Door"). Die CD bringt es mit dem 33minütigen Bonustrack "C'est pas la même chose" auf eine stattliche Spielzeit von 80 Minuten! "Dig It" wurde 1981 das erste Mal released und hält nicht nur den klasse Bonustrack "Esoteric Goody" bereit, sondern auch gleich noch eine einstündige Bonus-DVD, auf der Schulze im Jahre 1980 mit seiner "Linzer Stahlsinfonie“ die österreichische Ars Electronica eröffnete. Weiter geht's mit der Neuauflage des 88er Albums "En=Trance" mit dem Bonusstück "Elvish Sequencer". Krönender Höhepunkt der Schulze-Wiederveröffentlichungen bildet die 3er CD "In Blue" (Erstveröffentlichung 1995), komplettiert mit einem Live-Konzert auf CD3 (u.a. „Return Of The Tempel 2"). Danach dürften sich alle Electro- und Synthi-Fans die Finger lecken!
Rainer Guérich


Stars
Set Yourself On Fire
City Slang VÖ: 15.08.
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Stars kommen aus dem kanadischen Montreal und haben sich um Ex-Mitglieder von Broken Social Scene (waren dort ehemals eine recht bekannte Indierock-Größe) formiert. Musikalisch bietet die Band abwechslungsreiche, emotional-schwelgerische Indie-Popmusik mit instrumentalen Kabinettstückchen und zwei großartigen Stimmen (Torquil Campbell und Stimmengel Amy Millan). Highlights gibt es ohne Ende, beispielsweise das melancholische auf breiten Gitarren gringende „Ageless Beauty“, das minimaleske „The Big Fight“ und das unterdrehte, gegen den Strich gebürstete „Sleep Tonight“.
Bernd Lorcher


The Superimposers
The Superimposers
Stereo De Luxe/edel VÖ: 22.08.
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Mit den Superimposers stellt sich hier ein britisches Duo vor, das seinen entspannten Easy Listening Psychdelica Sound mit beatlesken Vocalharmonien unterfüttert. Das hätten Lennon& McCartney in den 60er Jahren auch nicht besser hingekriegt. Sänger Dan Ward, der auch für die Lyrics verantwortlich zeichnete, scheint ein echt genialer Songschreiber zu sein. Und damit der Hördurchlauf auch nicht langweilig wird, ist der musikalische Basissound mit allerlei modernen Soundscapes gespickt. Unbedingt in das Highlight „Seeing Is Believing“ reinhören. The Superimposers sind die Beatles der Neuzeit!
Simone Theobald


Swan Christy
A Decent Album
Black Lotus/Twilight
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Bereits auf Vorgänger-Alben wie „Today Died Yesterday“und„Julian“ entwickelten Swan Christy ihren besonderen Sound aus minimalistischer Leichtfüßigkeit, progressiven Momenten, elektronischen Verzierungen und melancholischen Pop-Reminiszenzen. Dabei bauen die Fünf um Sänger Kostas Makris mal auf vielschichtigen E-Pop, dezent unterfüttert mit sinfonischen Klängen, mal auf avantgardistisch anmutende Elemente aus dynamischen Melodien und poetischen Rockphasen. So entsteht eine fast magische Allianz aus vocaler Präsenz und instrumentalem Feinschliff, der unsere gesamte Aufmerksamkeit verlangt. Keine ganz einfache Hörangelegenheit also, aber die Platte entwickelt schon ein sehr markantes Eigenleben.
Frank Zöllner


The Tears
Here Comes The Tears
V2 Records
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Die britische Fachpresse hat die Reunion von The Tears wie eine kleine Sensation gefeiert und ihren brandneuen Dreher „Here Comes The Tears“ mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht. Fest steht, dass Brett Anderson und Bernard Butler musikalisch wieder zusammengefunden haben und sich alle Freunde verspielter Pop&Rock-Songs auf einen bunten Strauß weichgespülter Melodien freuen dürfen. Für Freunde der etwas härteren Gangart, die auch gerne mal einen straighten Gitarrenakkord und schweißtreibende Mikrofon-Arbeit bevorzugen, heißt es Finger weg! Mir persönlich ist das Teil, selbst für britische Pop-Verhältnisse, einfach zu seicht, ausdruckslos und zuckersüß!
Frank Zöllner


T.O.K.
Unknown Language
VP Records/Groove Attack
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Dieser Sommer steht ganz im Zeichen der jamaikanischen Formation T.O.K. Ihr cooler Dancehall-Style,der Hardcore Raggamuffin, Pop und R&B zu Doo-Wop synthetisiert, ist in ihrer jamaikanischen Heimat schon lange mehr als ein Geheimtipp. Ihre Single „Footprints“ ist bereits seit 2 Monaten die Nr. 1 der jamaikanischen Radio-Charts. Jetzt ist die Rhythmn-Section auch in deutschen Läden mit ihrem Longplayer erhältlich und hat mit Mastermind Shaggy („Déjà Vu“) und Pittbull („She’s Hotter!) aus Miami zwei Features erster Kajüte. Coole Vibes und abgehangene Grooves bringen die Plateausohlen zum Rauchen...
Simone Theobald


Two Tone Club
Turn Off
Grover Records/SPV
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Nicht nur in ihrer französischen Heimat sind die Jungs von Two Tone Club ein angesagter Tipp, auch im restlichen Europa haben sie bereits ihre speedigen Ska&Reggae-Rhythmen bei ungezählten Live-Gigs zum Besten gegeben. Mit „Turn Off“ ist ihr 2. Longplayer am Start und outet die Crew als zwanghafte Gute-Laune-Musiker mit der Lizenz zum Abtanzen. Ihre Mixtur aus Ska, Rocksteady, Jazz und Rock geht voll in die Beine. Dazu gibt es dynamische Bläsersätze, die eine oder andere Dub-Version und jede Menge positives Lebensgefühl.
Fabian Hauck


Chris Whitley
Soft Dangerous Shores
Cooking Vinyl/Indigo VÖ: 25.07.
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Chris Whitley ist ein Songwriter ohne musikalische Scheuklappen, großem Erfahrungsschatz und Outlaw-Standing. Die 11 Songs seines neuen Albums „Soft Dagerous Shores“ bieten eine verdammt coole, spannende und abwechslungsreiche
Mischung aus Folk-Blues, souligen Elementen („Her Furious Angels“) und Texas-Feeling. Ein echtes Juwel auf der Platte ist im Übrigen der trippelige Flow des Titelstücks, auf der Whitley seine relaxt fordernden Lyrics legt. Ein ganz großes Album mit einer Vielzahl von Klangnuancen, das nachhaltig wirkt und dem reifen Hörer bedenkenlos empfohlen werden kann.
Tim Beldow


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