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SEPT./OKTOBER 2004
Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

| Alessandroni, Paul & Honesty | All As One | Aphrodissimo | The Ashes Of Creation | ASIA | Bahramji & Maneesh De Moor | Bigg Jus | Clann Zú | Clinic | Clubbers Guide To Ibiza 2004 | Jean F. Cochois Aka The Timewriter | Das Weeth Experience | Willy DeVille | Diva | Ferris MC | Flokati | Donavon Frankenreiter | Gilbert Isbin | Jansen | Joke Jay | Kiki | Klee | Le Charmant Rouge | Gordon Lightfoot | Mars Mushrooms | Modena City Ramblers | MOOD-LOUNGE | Ornah-Mental | Nik Page | Patty Moon | Mauro Picotto | Ramesh | Raptile | Sandy Scofield | slamWejam | Sofaplanet | Tigerski | Trödelmarkt Der Träume | Victory Of The Better Man | Tuxedomoon | Twinset | Two Culture Clash | Z Prochek | David Bowie | Slightly Stoopid | Hecklah & Coch | The Stimulators | Lucia | Tom Liwa | Carl Carlton and The Songdogs | Carl Douglas | 2 Raumwohnung | Andreas Vollenweider | Joy Denalane | Clarence Bucaro | Lonestar | Die Falschen Freunde | The Silos | The Big Session- Vol.1 | Rinhia | Splatterdandy | Stina Nordenstam | Beige Mood- In The Mood Of Listening | Kyau vs Albert | Enno Palucca | Gordon Haskell | Basta-B | Bettina Schelker | Tom  Poisson | Mambo Kurt | Manuel ‘Guajiro’ Mirabal | Victor Davies | Stewart Copeland | Jimmy Buffett | John Stowell & Frank Haunschild

Alessandroni, Paul & Honesty
Tridem
Crippled Dick Hot Wax!
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Jeder der schon mal ‘nen Italo-Western gesehen hat, kennt auch die Musik von Ennio Morricone bzw. Alessandro Alessandroni, genauer gesagt seine weltberühmte Pfeiferei, ohne die  Genre-Filme eine Zeitlang gar nicht auskamen. So hat Alessandro bis heute auf über 1000 Soundtracks mitgewirkt und begibt sich nun zusammen mit Daniel Paul und DJ Honesty aka Slope erstmals auf Dancefloor-Terrain. Die exaltierten und weitgespannten „Pfeifereien“ von Senior Alessandroni verbinden sich mit Salsa-Rhythmen, Soul, Jazzanleihen und natürlich jeder Menge Grooves&Vibes.
Simone Theobald


All As One
Sonar Kollektiv 3
Sonar Kollektiv
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Sonar Kollektiv, die Kreativ-Schmiede aus deutschen Landen, betreiben mal wieder Nabelschau . Alles, was bei besagtem Label Rang und Namen hat (z.B. DJ Geh, Dimlite, Micatone, Umod u.v.a.) geben sich hier nicht nur das viel zitierte „Stell-Dich-Ein“, sondern bringen auch noch brandneues oder bisher unveröffentlichtes Material mit. So ist vorliegende Rille ein dampfender, blubbernder und wohl schmeckender Eintopf mit Zutaten wie Funk, Hip House, Lounge, Pop, Jazzy, Folk und Scratching-House. Eine unglaubliche Vielfalt!
Simone Theobald


Aphrodissimo
V.A.
Black Flame/Rough Trade
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Eine Compilation, die ihren Namen nicht von ungefähr trägt. „Aphrodissimo“ bettet afrikanische Klangtraditionen in ungewohnte Soundkontexte ein, verbindet afro-orientalische Grooves mit Electronics und Lounge-Music. M.O.C. PAOLI ließ sich bei der Auswahl der einzelnen Tracks intuitiv von den stimulierendsten Klängen leiten... Eigentlich ist M.O.C. Paoli, der kreative Musiker, DJ und „Master Of Ceremonies“ eher für guten Goa-Trance bekannt. Er lebte viele Jahre in Indien, gilt als einer der federführenden Gurus des Goa Trance und ist Mitbegründer des Kultprojekts Cosmic Tramp & Plasma Pleasure. Seit 6 Jahren ist er nun Resident DJ im Bambuddha Grove auf Ibiza, wo er genügend Zeit findet, sich auf die Suche nach hoffnungsvollen Kosmo-Acts im Dunstkreis elektronischer Musik zu machen. Das Ergebnis dieser eingehenden Klangforschungen hat sich nun auf „Aphrodissimo“ niedergeschlagen. M.O.C. Paoli nimmt den Hörer als kosmopolitischen Reisebegleiter an die Hand und präsentiert  Acts aus aller Herren Länder, die allesamt der gute Vibe, afro-orientalische Musikkultur und der Mut zu musikalischen Innovationen verbindet. Für die richtige Einstimmung sorgt der Fader selbst zu CD-Beginn mit dem funkigen „Benniras Mix“, einem wüsten-rasselnden Vocal-Flöten-Space-Trip, der vehement nach vorne treibt. Die Dissidenten und DJ Badmarsh steuern ihren Breakout Mix von „Love Supreme“ bei, der nach gut einer Minute das Tempo im Breakbeat-Shuffle steigert, um den Hörer kurze Zeit später im mystisch relaxten „Jogulen“ Gesang von General Maans wieder deutlich herunterzuholen. Besondere Erwähnung verdienen sich Taufiq’s Oriental-Electronic-Clash „Kamini“ und Red Buddhas unendlich weite Indien-Afro-Oase „Al Rashid“ mit authentischen Gesängen. Aphro war gestern, Aphrodissimo hört man heute!
Rainer Guérich


The Ashes Of Creation
The Porcelain Songs
Capitol-East Road Rec./CodeXPress
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Die 7köpfige Combo um die charismatische Frontfrau Diana Nawrath zelebriert melancholischen Pop-Noir in seiner besten Form. Diesem Sound, mit erstklassiger Instrumentierung und den umwerfenden Frauen-Vocals umgesetzt, kann man sich nur schwer entziehen. Die elegante Melodie steht eindeutig im Vordergrund, was den Songs absolut gut tut und dem Hörer auch!
Simone Theobald


ASIA
Silent Nation
Insideout/SPV
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Die Gruppe um Gründungsmitglied Geoff Downes hat in den 20 Jahren ihres Bestehens eine „Rock-Patina“ angelegt, an der jede Art von Modeströmung abprallt. Das ist keineswegs negativ gemeint, ganz im Gegenteil! Wer sich „Silent Nation“ zulegt, weiß genau, was ihn erwartet: Progessive-Rock der Extraklasse! Und eines muss man ASIA lassen, sie waren und sind immer noch wahre Perfektionisten. Hier stimmt jeder Akkord und die Arrangements sind bis ins letzte Detail ausgefeilt. Nicht nur für Fans ein Muss!
Frank Zöllner


Bahramji & Maneesh De Moor
Call Of The Mystic
Blue Flame/Rough Trade
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Für alle Freunde eines ethnischen Ambients mit Sufi-Faktor und fließenden Keyboardklängen, die durch mystische Stimmen aufgelockert werden, ist diese CD ein ganz heißer Tipp. Der in Amsterdam lebende Maneesh De Moor steuert den intelligenten keyboard-getränkten Soundfloor bei und Bahramji sorgt für den meditativen Faktor mit seinen Texten (die auf Rumi’s mystischen Gedichten beruhen) und seiner persischen Santoor. „Call Of The Mystic“ trägt seinen Namen vollkommen zu recht, Das Inshallah, der Glaube an die Liebe und den Weltfrieden, kommt in Tracks wie „Crazy Heart“ und „Moment With You“ besonders ausdrucksstark zur Geltung.
Rainer Guérich


Bigg Jus
Black Mamba Serums v2.0
Ninja Tune/Rough Trade
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Wer auch immer die Behauptung aufstellt, Hip Hop sei tot, der hat wahrscheinlich noch nie etwas von Bigg Jus gehört, einem talentierten und engagierten Rapper aus dem Big Apple. Auf „Black Mamba Serums v2.0“ darf man sich auf einiges gefasst machen, denn Bigg Jus gehört nicht zu den 0815-Rappern, die über schnelle Autos, Street-Fights und Chicks singen. Dem Eastcoaster liegen soziale Brennpunkte, Ungerechtigkeiten, Rassismus und Gewalt am Herzen. Angesagter HipHop mit Message!
Fabian Hauck


Clann Zú
Black Coats & Bandages
G7 MMS/Alive
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Während ich mir die neue Scheibe von Clann Zú anhöre, dämmert draußen ein bereits herbstlich geprägter Spätsommertag. Es regnet und der Tag verspricht düster und depressiv zu werden, eine fast prophetische Allegorie auf “Black Coats & Bandages”. Die irischen Ausnahmemusiker heizen auf dieser CD ihren kreativen Schmelzofen aus Folk, Punk, Rock und Klassik mächtig an, dessen Destillat in den besten Momenten irgendwo zwischen John Cale und den Talking Heads angesiedelt ist. Fast schon eine symphonische Dichtung!
Yasmin Schmidt


Clinic
Winchester Cathedral
Domino/Rough Trade
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Willkommen bei einem neuen, facettenreichen Hörspiel der Liverpooler-Ausnahmeband Clinic. Der Grammy nominierte Vierer um Gitarrist und Leadsänger Ade Blackburn zieht mal wieder alle Register gängiger Rock, Pop, Punk und Folk-Anleihen und serviert uns einen inspirierenden Soundmix, der unter die Haut geht. Dabei greifen Clinic mal auf harmlos klingende Popmelodien zurück, um im nächsten Moment mit dumpf-polternden Noisestücken oder speedigen Punk-Reminiszenzen den Hörer aus der Fassung zu bringen. Keine gängige Hausmannskost zum „eben mal reinhören“, sondern ein Kaleidoskop der Emotionen.
Frank Zöllner


Clubbers Guide To Ibiza 2004
V.A.
Ministry Of Sound
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Der perfekte Ibiza-Guide durch die angesagtesten Clubs und mit den heißesten Sounds. Mit dabei sind u.a. Ian Pooley, DJ Gregory, Mousse T., Dinky, Hacienda und Steve Bug, die ihr brandneues Material frisch von den Floors beisteuern. Das beiliegende Booklet in Form eines bebilderten Reiseführers liefert einen tollen Einblick in die Ibiza-Nite-Scene und ist für alle Raver ein Muss!
Siggi Mayen


Jean F. Cochois Aka The Timewriter
Deep Train 3
Holophon/edel
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Jean F. Cochois, den meisten wohl unter seinem Pseudonym The Timewriter ein Begriff, geht mit der vorliegenden „Deep Train-Compi“ bereits in die 3. Runde und gibt uns seinen ganz persönlichen Einblick in die angesagte House&Tekk-Szene. Ein dynamischer Mix zwischen House, Club und Lounge, der unweigerlich in die Beine geht, aber genauso gut auf dem mit Plüsch bezogenen Chill-Out-Sofa funktioniert. Mit brandheißem Stoff von Kollegen wie Luis Novo, Morgan Page und Pascal FEOS.
Siggi Mayen


Das Weeth Experience
...The Accoustic Sounds Of...
Dian/Indigo
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Was mich bei den Scheiben von  Das Weeth Experience (ihre letzte liegt ja leider schon fast fünf Jahre zurück) immer am meisten freut, ist die Tatsache, dass bei ihrem besonderen Sound wirklich jede Genre-Schublade klemmt und ihre Tracks damit einen fast zeitlosen Touch bekommen. Eigentlich ist es egal, ob man ihren gitarren-orientierten Dark&Melancholie-Sound nun in die Rock, Folk, Gothic, Country oder wo auch immer hinstellen will. Ihr Sound zeichnet sich durch gespenstisch-schöne Tremoli-Akkorde, trashige Collagen, Tex-Mex und psychedelisches Gitarrengezwirbel aus. Das weetht!
Bernd Lorcher


Willy DeVille
Crow Jane Alley
Eagle Rock/edel
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Darauf haben nicht wenige gewartet! Nach gut 5 Jahren legt Willy DeVille endlich sein brandneues Studioalbum vor. Wie nicht anders zu erwarten, serviert uns der in New Orleans lebende Ausnahmemusiker einen bunten Cocktail aus Rhythmn‘n‘Blues, Mardi-Gras-Feeling, Latinflair, straighten Rockanleihen und dem nötigen Pop-Appeal. Natürlich vorgetragen  mit seinem bärbeißigen Stimmorgan. Unbedingt anhören: den Muddy-Waters-Tribute-Song „Muddy Waters Rose Out Of The Mississippi Mud“.
Frank Zöllner


Diva
Diva
First Floor/Sony
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Äußerst kurzweilig und mit viel Liebe für eingängige Melodien haben Diva, ein Newcomer aus Neapel, ihr selbstbetiteltes Debüt in Szene gesetzt. Dass der Vierer um Frontfrau Daniela Del Core dabei ganz im Banne des New Wave der 80er steht, hört man ihren Songs bereits nach den ersten Akkorden an. So entsteht ein Soundkonstrukt, das zwischen New Wave-Erinnerungen, spannenden Modernparts und ergreifender Romantik hin und her pendelt. Sehr empfehlenswert!
Yasmin Schmidt


Ferris MC
Ferris MC
Yo Mama
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Ferris MC hat mit dieser Platte so etwas wie sein Meisterstück abgeliefert. Nie waren seine Texte abgerundeter und eingängiger, nie die Arrangements griffiger und trotzdem kompakt und intensiv. Zusammen mit Kollegen wie DJ Stylewarz, DJ Thomilla, Tobitob, Such A Surge, u.a. sind Ferris 13 kleine Songperlen gelungen, die in der deutschen HipHop&Rap-Szene ihresgleichen suchen.
Frank Zöllner


Flokati
He Will Be Dead
Gorillamusic (über
www.gorillamusic.de)
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Hinter dem Elektronic-Act Flokati steckt als Mastermind der Soundtüftler und Fader Alex Günther, der auf seinem Erstling eine Mischung aus abstrakten Elektro-Parts, Pop-Appeal, Clubsound und schleppenden Houserhythmen destilliert. Dazu kombinieren Flokati den verträumt-sphärischen Gesang von Frontfrau Audrey Regincos, die vielen Songs eine entrückt-surreale Atmosphäre verleiht.
Frank Zöllner


Donavon Frankenreiter
Donavon Frankenreiter
Universal
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Donavon Frankenreiter, ein 32jähriger Surfer aus Kalifornien, entführt uns auf seinem Debüt in den entspannten Westcoast-Pop der 60er&70er Jahre. Dabei setzt der ausgewiesene Wellen-Junkie, der nur ungern das Surfbrett mit der Akustischen vertauscht, auf eine Kollektion von relaxt-groovenden Eigenkompositionen, die ins Ohr gehen. Was nicht zuletzt an den gefälligen und einfach gestrickten Arrangements liegt, die ganz ohne Schnickschnack und sonstiges Beiwerk auskommen. So entsteht ein zutiefst ehrliches und handgemachtes Album, das mit blitzsauberen Melodiebögen und einem kernigen Schwung arbeitet. Eine gutgelaunte, stimmungsvolle Scheibe!
Bernd Lorcher


Gilbert Isbin
Red Wine
Traurige Tropen/Alive
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Der Belgier Gilbert Isbin, Jahrgang ‘53, ist bereits seit einigen Jahren eine feste Institution in der Liga akustischer Saitenzauberer. Auf „Red Wine“ demonstriert er seine Fingerfertigkeit und stilistische Vielseitigkeit. Er serviert uns eine gelungene Mischung aus akustischer Wandergitarre, lateinamerikanischen Anleihen, kurzen Jazz-Intermezzi und angedeuteten Ausflügen in Blues&Rock-Gefilde. So entsteht eine Aufnahme, die durch ihre Kurzweiligkeit und die ins Ohr gehenden Melodien begeistert.
Bernd Lorcher


Jansen
Iron John
Rent A Dog/Alive
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Vorliegende CD beinhaltet die Songs aus dem Musical „Iron John“, das Kay Voges und Markus Maria Jansen nach Motiven von „Eisenhans“, einem Märchen der Gebrüder Grimm, für das Staatstheater Darmstadt inszeniert haben. Aus dem Märchen „Eisenhans“ wurde eine in die heutige Zeit übertragene Parabel über Pubertät, das Erwachsenwerden und sonstige Probleme junger Menschen. Nun ist es gemeinhin so, dass man mit den meisten „Soundtracks“, losgelöst von der Spielhandlung, nur sehr wenig anfangen kann. Irgendwie fehlen die Bilder zu den Songs. Ganz anders bei den 14 Tracks von Janson, die in ihren besten Momenten, mit poetisch verspielten bis surreal überdrehten Texten oft an Inszenierungen von Weill&Brecht erinnern.
Ute Bahn


Joke Jay
Fiasko Deluxe
Wannsee Records/edel
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Mit „Fiasko Deluxe“ feiert Ex-And One Sänger Joke Jay seinen gelungenen Solo-CD Einstand. Die Stimme ist gewohnt gut, der elektronische Sound wird noch mehr als bei And One von Crossover-Schlenkern durchzogen. Unbedingt reinhören in das hymnische „Das letzte Boot“, das abgedreht spacige „In Frabe“ und die treibende Single-Auskopplung „Angefixxt“. Electro-Fans werden „Die Jugend Kraft“ feat. Funker Vogt/Mastertune lieben!
Rainer Guérich


Kiki
Run With Me
BPitch Control/Rough Trade
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Eigentlich ist Kiki Finne, lebt allerdings bereits seit einigen Jahren in Berlin, von wo er auch die internationale DJ-Szene mit seinem Sound bereichert. Auf seinem ersten Longplayer bietet er einen urban-geprägten Coolsound zwischen harten Dope-Beats, holprigen Achterbahnfahrten und soften Vibes. Kiki ist immer für eine Überraschung gut und scheut auch nicht den Einsatz exaltierter Elektro-Frickeleien, Vocoder-Stimmen oder Störgeräuschen. So entfalten Tracks wie „The Big Picture“ und „Up“ ihren vollen Hypnotik-Charakter auch erst nach mehrmaligem Anhören.
Siggi Mayen


Klee
Jelängerjelieber
V2 Records/edel
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Suzie, Tom und Sten sind seit Mitte der ‘90er Jahre in der deutschen Pop&Rock-Szene aktiv. Ihr neuestes Album „Jelängerjelieber“ zeigt Klee mit ungestümer Sogkraft, relaxt und mit luftig-kreativen Klangräumen. Die Drei legen Wert auf feingliedrige Texte, die von Suzie Kerstgens rauchig-sphärischer Stimme profitieren.Mitunter kann es durchaus mal rockiger zugehen, was der Abwechslung gut tut.
Simone Theobald


Le Charmant Rouge
Post No Bill
Karate Joe/Broken Silence
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Andreas Berger, Robert Pinzolits und Oliver Stotz, unterstützt durch John Norman und gut einem Dutzend befreundeter Gastmusiker, ist ein erstklassiges Instrumental-Album gelungen, das geschickt zwischen dezent eingesetztem elektronischem Equipment, modernen Pop&Rock-Rhythmen und etwas wie einer Krautrock-Reminiszenz pendelt. So finden sich in Tracks wie „Tucker“ und „Bender“ neue, ungewöhnliche Klangkonstellationen und spezifische Sounds, die „Post No Bill“ zu einer wirklich ungewöhnlichen Chillout-Scheibe machen.
Frank Zöllner


Gordon Lightfoot
Harmony
CNR Records
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Anfang September 2002 erlitt Gordon Lightfoot einen schweren Schlaganfall. Eigentlich dachte jeder, dass damit seine Karriere beendet sei. Aber falsch gedacht, knapp 2 Jahre später ist der Country&Folk-Barde mit einem neuen Album zurück. Gordon erzählt seine typischen Geschichten über das Landleben, die Einsamkeit des Highways und die verlassene Ehefrau.
Yasmin Schmidt


Mars Mushrooms
Throwdown
Bibi Africa/Fenn Music
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Anhänger der Nürnberger Jam-Rocker dürfen sich freuen, denn mit „Throwdown“ liegt erstmal ein Live-Dokument von Mars Mushrooms auf einem Silberling vor. Wie nicht anders zu erwarten, machen die Jungs auf der Bühne so richtig Stimmung und frönen ihrem groovenden Soundmix aus Reggae, Rock, Soul, HipHop, Folk und Funk. Dass dabei neben den gewohnten Groove-Bässen, süffigen Hammondorgeln und Funky-Wah-Wah-Gitarren auch ein ausgewachsenes Didgeridoo zum Einsatz kommt, macht den Mars Mushromm-Sound noch eine Ecke verrückter und abwechslungsreicher. Kultig!
Ute Bahn


Modena City Ramblers
Viva La Vida, Muera La Muerta!
Universal
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Vorliegende Scheibe ist bereits die achte Einspielung der italienischen Ausnahmeband, die sich als Rock&Folk-Band mit ihren klaren politischen Statements gegen soziale Ungerechtigkeit in der sogenannten „dritten Welt“ international einen Namen gemacht hat. Modena City Ramblers, die den Namen ihrer Heimatstadt in ihrem Bandnamen tragen, greifen oft auf das Liedgut der Verlierer zurück, um Mißstände anzuprangern. Diesen sozialen Sprengstoff verpacken sie  geschickt in eine Mischung aus Folk, Rock, Reggae, Latinflair und gelegentlich sogar Punk. Auf jeden Fall eine Entdeckung wert.
Frank Zöllner


MOOD-LOUNGE
pres. Pleasure One
Black Flame/Rough Trade
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Voll im Trend liegt die Doppel-CD „Mood-Lounge“, die an das Konzept des gleichnamigen Clubs in Karlsruhe angelehnt ist und von DJ SHAHROKH (gleichzeitig auch der Club-Inhaber) compiled und gemixt wurde. Wer den Club in Karlsruhe besucht, wird schon durch die warme Farbgebung des Interieurs in die richtige Relax-Stimmung gebracht. 60er Jahre Möbel harmonieren wunderbar mit der soulfulen Farbgebung in karamel, beige, schokobraun und orange. Musikalisch gibt’s in der Mood-Lounge dann vorwiegend swingende und soulige Klänge zu hören, die an die 60er Jahre erinnern, aber durchaus auch mit zeitgemäßen Klangzutaten den Bogen zur Gegenwart spannen. Nachzuhören auf CD1 (der Lounge-CD), die mit so hochkarätigen und charmanten Acts wie Jazzamor („Way Back“), Jazzanova („Fedtimes Flight“) und Mousse T („Pop Muzak“) bespickt ist. Natürlich hat Chief DJ Shahrokh auch ein gutes Händchen beim Auflegen, was CD 2 (die Club-CD) unterstreicht. Hier gibt’s dubbige und housige Klänge zu hören, die auch schon mal fett nach vorne marschieren. Unbedingt reinhören in „Hurry“, das Eigengewächs von Shahrokh und seine Mix-Bearbeitung von „Keep On Groovin’“ von Silversherrifs, beides unheimlich funky!.
Duklas Frisch


Ornah-Mental
Testimony
Quixote Music/ZYX
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Ornah-Mental ist das Psychedelic-Dub Projekt von Gitarrist und Keyboarder Dirk Schlömer (Ex-Ton, Steine Scherben, Das Ich). Musikalisch folgt das zweite Album dieses bemerkenswerten Projekts dem Credo, hypnotische Musik mit Ethnofärbungen und bassigem Tiefgang zu machen. Downbeat, langsames Tempo, exotische Instrumente wie Sitar, Djembe und Darabouka machen die 9gängige Scheibe zu einem transzendentalen Erlebnis der besonderen Art. Der ideale Soundfloor zum Arbeiten, Auto fahren, Relaxen, Abschalten, Kraft tanken, bewusstem Hören, Lesen, Anlage testen u.v.m. Wer die Kastrierten Philosophen in den 90ern mochte, findet hier das improvisative, zeitgemäße Adäquat.
Rainer Guérich


Nik Page
Sinmachine
Wannsee Records/edel
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Ein facettenreiches und starkes Album von  Ex-Blind Passengers Nik Page, der mit seiner „Sacrifight Army“ zur Hochform aufläuft. Erstmals sind die Texte auf einer CD des SciFi-Romanautors und Sängers nicht nur in englischer, sondern auch in deutscher Sprache gehalten. Eine gelungene Ergänzung, wie das emotionale und direkte „Dein Kuss“ (feat. Dara Pain & Joachim Witt) und das hypnotisch suggestive „Seelenfänger“ beweisen. Weitere tatkräftige Unterstützung erhielt Nik von Tanzwut/Corvus Corax, Dirk Scheuber (Project Pitchfork) und Eva Poelzing (Blutengel). Für Freunde ohrgängiger Pop-Electro-Kost ein Muss. Im inHard-Teil dieses Heftes könnt ihr übrigens das Interview zur neuen Platte lesen.
Rainer Guérich


Patty Moon
Clouds Inside
Traumton/Indigo
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Keine Country-Sängerin aus Texas, sondern ein echtes Stimmwunder aus der Gegend um Freiburg. Patty Moon erkannte erst ziemlich spät, was für eine unnachahmliche Stimme sie hat. Sie beherrscht so ziemlich alle Facetten des Gesangs und intoniert ihre Songs lasziv, melodramatisch („Second Winter“), zart-juvenil („Me And The Moon“), flüsternd-flehend („Humming“). Musikalisch in Szene gesetzt vor einer  allumfassenden Soundkulisse, die von kammermusikalischem Ambiente über fließende Electronics bis hin zu wärmenden String-Arrangements reicht. Eine schöne Platte, die das Herz in der bevorstehenden, kühlen Jahreszeit erwärmt.
Rainer Guérich


Mauro Picotto
Presents Meganite
Bakerloo/edel
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Der Event „Meganite“ wurde 2002 aus der Taufe gehoben und hat bereits von New York bis London rund um den Globus jede Menge Dance-Freaks unter die Stroboskope gezogen. Vorliegende Doppelscheibe steht ganz im Zeichen dieser Session. Top-DJ-Mauro Picotto hat sich die besten Tracks herausgesucht und seinem ganz persönlichen Mixing unterworfen. Herausgekommen ist ein über einstündiger Endlos-Track, bei dem du dir die Schuhsohlen durchtanzen kannst. CD Nr. 2 fungiert sozusagen als Bonus-Scheibe und hält insgesamt 9 Tracks parat, in Szene gesetzt von dem italienischen Producer Riccardo Ferri.
Siggi Mayen


Ramesh
Re-Visited
Jubilee Records/Sony
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Ramesh B. Weeratunga kommt ursprünglich aus Sri Lanka, wohnt allerdings seit den 70er Jahren in Europa, wo er für Leute wie Moody Blues oder Sally Oldfield Songs komponierte. Bei „Re-Visited“ handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung von Ramesh‘s „The Visitor“, das seinerzeit auf Laika-Records erschienen ist und hier mit jeder Menge Gastmusiker ein zeitgemäßes Update erfährt. Hierfür hat Ramesh 30 internationale Künstler ins Studio gebeten, wie u.a. Joo Kraus (Tab Two) und einige Stars aus Sri Lankas Musikszene. Ein Ambiente zwischen modernen Jazzelementen, Club&Lounge-Sound und indischen Sphären-Klängen.
Bernd Lorcher


Raptile
Classic Material
BMG
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Neues Material für den überquellenden Rap&HipHop-Markt. Diesmal aus deutschen Landen, allerdings mit englischen Vocals und von dem Münchner Rapper Raptile, der es geschafft hat, in den Staaten bereits als angesagter Act zu gelten, bevor er auch in Ol‘Germany seine Performance zum Besten gab. Musikalisch hat Raptile aber nicht allzu viel zu bieten. Bis zur Unkenntlichkeit sind seine Vibes maingestreamt, ohne Ecken und Kanten kommen seine Texte daher. Nur nicht auffallen heißt seine Devise.
Frank Zöllner


Sandy Scofield
Nitsiwakun Ketwan
Be1two/Fenn Music
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Sandy Scofield ist Metis-Indianerin und lebt im kanadischen  Vancouver. In der Vergangenheit hat sie sich vor allem als Künstlerin und Komponistin für diverse Filmsoundtracks und Theaterstücke einen Namen gemacht. Doch Sandy ist auch eine äußerst talentierte Sängerin, die ihre spirituellen Roots mit zeitgemäßen Stilen mischt. So finden sich auf „Nitsiwakun Ketwan“ (bedeutet „Gute Freunde auf Wiedersehen“) neben traditionellen Kompositionen (u.a. „Wedding Song“) auch poppige Nummern, die sogar über Country-Flair verfügen („Indian Orchard“, „River Song“). Für diese ungewöhnliche Stilmixtur, die sich von sonstigen CDs mit Indianergesängen wohltuend abhebt, erhielt Sandy 2003 in Kanada mehrere Awards und wurde 2004 sogar für den „Juno“, den kanadischen Grammy nominiert.
Rainer Guérich


slamWejam
Talking To Different Creatures
Gorillamusic (über
www.gorillamusic.de)
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Hier geht es ganz um wohlgeformte Akustikgitarren-Klänge. Hinter slamWejam stecken die beiden Musiker Falko Semrau und Dennis Walker (seines Zeichens auch Gorillamusic-Labelchef), die sich für ihre Debütscheibe einige befreundete Musikkollegen ins Studio geholt haben. Auf den 12 Songs huldigt die Jam-Crew dem gepflegten Akustik-Sound bzw. Fingerpicking und legt dabei besonderen Wert auf eingängige, einfache Melodien, die sofort ins Ohr gehen. Ob folkgetränkt, rockig oder doch eher mit Popanleihen.
Frank Zöllner


Sofaplanet
Power To The Poeble
Wannsee Rec. edel
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Mit dieser CD kämpfen die drei Berliner gegen das Schubladendenken an, das ihnen nach dem Erfolg ihrer Hitsingle „Liebficken“ anhaftete. Mit Erfolg, wie  die Songs dieses Albums zeigen. Intelligente deutsche Texte, zuweilen melancholisch elegischer Gesang und glaubwürdiger Indie-Rock-Appeal halten die Ohrmuskulatur im Hördurchlauf straff. Als Ohrenputzer empfehlen sich der fiebrige Opener „Das Ultimative“ und das straight nach vorne marschierende „Nichts und Niemand“.
Rainer Guérich


Tigerski
Back In The Days
Resopal/Rough Trade
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Mit Tigerskin aka Dub Taylor aka Alex Krüger konnte Resopal-Schallware einen der angesagtesten Berliner Elektro-Frickler an Land ziehen, der bereits seit Jahren die Clubs in seiner Heimatstadt zum Abgrooven bringt. Sein Sound präsentiert sich vom ersten Ton an absolut dynamisch-kickend und voll in die Beine gehend. „Wenn ich clubbig produziere und dann noch live auftrete, dann können die Leute tanzen und grooven, sie können abgehen und von mir aus headbangen“, erklärt der Masterfader.  Genau das richtige Motto für „Back In The Days“, die Scheibe zum Abheben!
Siggi Mayen


Trödelmarkt Der Träume
Szenische Miniaturen
Traurige Tropen/Alive
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Als sich der Komponist & Musiker Wilfried Hiller und der bekannte Schriftsteller &Jugendbuchautor Michael Ende zum ersten Mal 1978 beim Villa Massimo-Aufenthalt in Rom trafen, war dies nicht nur der Beginn einer großen Freundschaft, sondern auch der Anfang einer überaus kreativen Zusammenarbeit, die bis zu dem Tod von Michael Ende 1995 andauerte. Zusammen inszenierten sie so manche Erzählungen, arbeiteten mit szenischen Reflektionen, Balladen und Moritaten für die Bühne ihres „Traumtheaters“. „Die Musik verselbstständigt sich und ist am Ende wieder eine Szene!“, erklärt Hiller. Doch dank der  stimmlichen Kraft der Schauspielerin Elisabeth Woska entfalten Lieder wie „Das Rezept“ und „Das Mädchen Einsamkeit“ ihre emotionale Intensität...
Simone Theobald


Victory Of The Better Man
Citizens
Rent A Dog/Alive
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Nicht von dem Bandnamen abschrecken lassen! Mit „Citizens“ erwartet euch eine klasse Doppel-CD mit echtem Songwritercharme (wobei das eigentlich gar nicht stimmt, siehe Interview!). Großes Lob gebührt Sänger Harald Bernhard, dessen unterkühlt relaxte Rauchstimme sehr an John Martyn erinnert und dem die vierköpfige Band gekonnt die Spielbälle zum Smoothen zuwirft. Mal ist es elektronischer Lounge-Groove-Stoff, mal sind es die geschickt von UK Rattay eingestreuten Gitarrenlicks, die den Gesang des markanten Sängers charmant einbetten. Rund 45 Minuten unheimlich relaxtes Wip & Go mit keinerlei Ermüdungsstrecken. Die ideale CD für alle Nachtfalken, entspannte Autofahrer, Freunde guter Musik, Vocals & Groove - Ganz groß! Ach ja, als Anspieltipps empfehle ich den Scat-Funker „Liar“ und das wonnige (aus der Tiefe des Pluggings herauflodernde) „The One Who Got Praise“
Rainer Guérich


Noch mehr CDs:

Tuxedomoon
, die große Experimental-Band der 80er Jahre aus Frisco, zeigt, dass sie musikalisch immer noch zu den Querdenkern und Vorreitern gehören. „Cabin In The Sky“ (Crammed Discs/ZYX) brilliert mit sphärischen, fast psychedelisch angehauchten Ausflügen,  um im nächsten Moment mit verzerrten Jazz-Intermezzi und Latinflair das totale Gegenteil zu präsentieren. Es lebe der Gegensatz! Es lebe Tuxedomoon! (BL) @@@@


Mit „Mystical Soul“ (SPV) gehen die Neuseeländer von Twinset ihre Linie aus groovendem Soul, modernen Dancerhythmen und gefälligen Jazzanleihen konsequent weiter. In einer Art musikalischem Kaleidoskop fusionieren die Zwillingsbrüder Chris & Dan Yeabsley zusammen mit Paul Hoskin ihren jazzigen Mix diesmal noch mit einer Reihe von Lounge&Dub-Elementen. (FZ) @@@@


Das wohl verrückteste All-Star-Album ist mir mit Two Culture Clash (V2 Records) in den Player geflogen, denn liest man sich die Liner Notes mal etwas genauer durch, stellt man fest, dass hier nicht nur die Creme der internationalen Clubhouse, Dub&Hiphop-Dance-Szene angetreten ist, sondern gleich noch die angesagtesten Producer&Remixer dazu. So ist es kaum verwunderlich, wenn Namen wie Jon Carter, Kid 606, Switch und Soulchild an den Mixknöpfen drehen, ein abgefahrener Groove-Sound aus den Amplifiern kommt, der vom ersten Vibe an die Floors füllt. (FZ) @@@@


Z Prochek schicken mit „Viewers“ (Re:Pop/Sony) ihren zweiten Dreher an den Start. Wie bereits auf ihrem Debüt präsentiert das Schweden-Duo eine ungemein Rhythmus-betonte und dynamische Mixtur aus Electro-Sound, New Wave, EBM und Pop. Ihre Computer-Beats und Vocoder-Einsätze lassen immer noch genügend Platz für eine eingängige Melodie. (ST) @@@@


David Bowie Fans aufgepasst! Ab sofort gibt es im Handel 3 edel aufgemachte Deluxe-Doppel-CD-Digibooks (über Columbia/Sony) . Selbstverständlich in klanglicher Bestform, wobei insbesondere die 2-te CD den eigentlichen Clou darstellt. Hier gibt’s jede Menge rarer Edits und schwer zu bekommener Mixversionen von den jeweiligen Albenklassikern. Zur Auswahl stehen folgende Bowie-CDs: „Outside“, „Earthling“ und „Hours“. Mein Favorit ist ja die „Earthling“, aber vielleicht könnt ihr euch gleich alle 3 Digibooks leisten. (RG) @@@@@@


Oi, das groovt ganz gut. Schunkelfieber ist angesagt bei Slightly Stoopid, die auf „Everything You Need“ (Surfdog/Sony Neo) irgendsowas wie einen Dope-Reggae-HipHop-influenzierten Rock machen. Mal switched es megalangsam („Runnin With A Gun“), mal geht es heftig punkig nach vorne („Questionable“). (DF) @@@@


The Stimulators stehen für einen hochtanzbaren Sound, der in den 60er und 70er Jahren verwurzelt ist und live besonders authentisch rüberkommt. Insbesondere auf der Live-CD „Live& Direct“ (United Sounds). Im Repertoire zu hören sind beipielsweise Fats Domino’s „I’m In Love Again“ und eine sehr gelungene Bearbeitung von George Bensons „Return Of The Prodigal Son“. Die perkussiven Elemente lassen schon ein gewisses Copacabana-Feeling aufkommen. (UB) @@@@


„Über alles in der Welt“ (Rawzone/ Neo Sony) heißt das zweite Album der Berliner Rapper Hecklah & Coch . Die Tracks zeichnen sich durch einen direkten und schnellen Flow aus, dazu gibt es credits von Rhymez & Prok, Sido und BK & JAS. (FH) @@@@


Ein spaciges Pop-Album mit Alternative Flair hat Lucia, die Frontfrau von KMFDM eingespielt. „From The Land Of Volcanos“ (Cultural Minority/Soulfood) beinhaltet neben einer variablen Stimme eine Menge Überraschungen. Unbedingt den Opener „So Clever“ und das ausdrucksstarke „Northern Star“ anhören. (ST) @@@@


Tom Liwa ist einer der wenigen deutschsprachigen Interpreten, die ich  wirklich mag. Deswegen ist auch „Dudajim“ (Normal/Indigo) ein sicherer Kauftipp. Ganz starke Songtexte, die zum Nachdenken anregen und jenseits aller Banalität agieren. Mein Lieblingssong ist übrigens die gefühlvolle Liebesode „Katzenfell“, die mit der wunderbaren  Tierart textlich allerdings nichts zu tun hat. (RG) @@@@@@


Die Quarks sind im „Quarksland“ (Sony) angekommen, quak! Elegische Tracks wechseln mit recht passablen Nummern wie beispielsweise dem wieselflinken „Best When I A Not“. Auffällig ist, dass der Elektronikteil stark zurückgefahren wurde. Das Wechseln zwischen deutschen und englischen Texten finde ich unpassend. (DF) @@@


Bluesrock-Fans sollten ruhig mal in die Doppel-CD „Cahoots & Roots“ (SPV) von Carl Carlton and The Songdogs reinhören. Die 21 Tracks stellen die Essenz der beiden bisherigen Studioplatten plus Livematerial dar und beinhalten zudem noch ein gelungenes Remake des Lennon Klassikers „Instant Karma“. Besonders gut ist übrigens der funky Hammond-Schlenker „Kingston“. (BL) @@@@


Von Carl Douglas bekanntem „Kung Fu Fighting“ gibt’s nun eine Remix-CD (Echo Beach/Indigo) mit insgesamt 16 Versionen. Den Fader bedient haben u.a. Noiseshaper, Dreadzone, Kid Loco, Pole und Salz. Für Kung Fu-Enthusiasten und Schattenkämpfer ein Muss! (DF) @@@@


Neues aus der 2 Raumwohnung. „Es wird morgen“ (BMG) heißt das neue Album von Inga Humpe und Tommi Eckart. Musikalisch ein Schlängelritt durch Clubbing, Pop, Balladen und Anzüglichkeiten. (BL) @@@


Joy Denalane ist live auf jeden Fall besser als auf Studioplatte. Deshalb kann man sich den Livemitschnitt ihres gewöhnungsbedürftigen Deutsch-Souls auf „Manani Live“ (Four Music/Sony) auch ruhig mal antun. (BL) @@@


Man kann’ s nicht glauben. Andreas Vollenweider spielt auf seiner neuen CD „Vox“ (Universal) auch noch Harfe (!), allerdings nur, wenn er nicht gerade singt oder sonst irgendeinen Unfug tut. Und das macht er jetzt scheinbar leidenschaftlich gerne. Die Harfe ist zum verkümmerten Instrument geworden, die CD sprudelt über vor belanglosen Peinlichkeiten. Absolut daneben, Thema verfehlt! (RG) @


„Second Nature“ (Alligator Records/ inakustik) präsentiert Blues-Harp-Legende Carey Bell zusammen mit seinem Sohn Lurrie an der Gitarre und als Sänger. Auf dem Spielplan steht ein absolut intimer und akustischer Chicago-Blues, der der Bluesgemeinde wärmstens empfohlen werden kann. (BL) @@@@@


Auf Rounder Records (inakustik) erscheint das neue Album des Singer/Songwriters Clarence Bucaro. „Sense Of Light“ lebt von der akzentuierten instrumentalen Ausstattung (Saxophon, Trompete, Hand Percussion) und dem Gespür von Clarence für romantische Texte. Stilistisch irgendwo zwischen Jazz, Country und Blues angesiedelt. (BL) @@@@


Lonestar bieten auf „Let’s Be Us Again“ (BMG) astreinen New Country, der einfach Spaß macht. Unbedingt reinhören in die Countryrocknummer „Summertime“ und den feinfühligen, überwiegend akustischen Schlusssong „Somebody’s Someone“, der allen gefallenen Soldaten gewidmet ist. (BL) @@@@



RAINERs Krabbelkiste:

Die Falschen Freunde - „Alles ist Pop“ (Supermusic): deutschsprachiger Pop, mag ich nicht, da hör’ ich ungerne rein +++ The Silos - When The Telephone Rings (Blue Rose): das ist doch die Band von Walter Salas Humara. Hab’ ich in bester Erinnerung. Ja, sind immer noch gut mit ihrem Alternative Folk, könnt ihr euch besorgen. +++ The Big Session- Vol.1 (Westpark): muss ein Sampler-Teil sein, sind jedenfalls viele Folkbands drauf, Namen wie Oysterband und June Tabor sagen dem Fachmann schon was +++ Rinhia - b-ständig (Bigger Fish/Sony): Olala, tolle Frau auf dem Cover, schaut einladend aus, die schmeiß’ ich jetzt mal in den Player. Oh Gott, ist was für Söhne Mannheims Fans, wurde von deren DJ Billy produziert. Ist was für Fabian (Haucki), ist momentan aber gerade auf der Uni +++ Splatterdandy - Terrorista (Popup/edel contraire): wird im Info mit „Der Sound, den Deutschland verdient“ angekündigt. Das macht mich neugierig, geht’s uns wirklich allen schon so schlecht, dass wir Splatterdandy verdient haben? Jo, düster in der Republik, schneidige Electronics und ein Sänger, der über Politessen, Fritten und Bier singt. Habe fertig! +++ Kaffeepause +++ Stina Nordenstam - The World Is Saved (V2 Records): hat eine irre Stimme, was sie schon auf anderen Platten bewiesen hat, sehr gefühlvoll, ausdrucksstark. Die hör’ ich mir glaube ich heute Abend mal in aller Ruhe an +++ Beige Mood- In The Mood Of Listening (audiolotion): Lounge, Listening Music. Highlights sind wohl die Tracks von Karl Frierson und Deep Dive Corp. Die anderen Acts sagen mir nicht viel, sind wohl zweite Garnitur +++ Kyau vs Albert - Here We Are Now (Euphonic): gebrannte Promo, nimmt mein CD-Player nicht an +++ Enno Palucca: Na endlich Rock (Micropal Records): Soloalbum des Schlagzeugers der Goldenen Zitronen, nach 15 Jahren der erste Alleingang. Lustiges Zitat im Booklet: „Punk ist man im Kopf, Rock ist, wenn es rockt und Disco, wenn man dazu tanzen kann.“ Enno weiß Bescheid! Schenkt dem Lesen Faszination! +++  Gordon Haskell - The Lady Wants To Know (Hypertension): Ja, der einstige Sänger von King Crimson, bedient jetzt gemäß seines ergrauten Erscheinungsbilds die swingende Jazz& Soul-Hörerschaft +++ Basta-B (BMG): die CD hat noch ein unfreundliches Arbeitscover. Das turnt mich nicht so an. Die Jungs sind zu fünft und machen A-Cappella-Gesang, klingt übel! +++ Bettina Schelker - Willkommen (Netmusiczone/ Rough Trade): wird im Info als die deutsche Tori Amos und Ani Di Franco angepriesen. Einfach lächerlich, Vorsicht sonst hagelt es Verleumdungsklagen +++ Tom  Poisson - Fait Des Chansons (Axel Record/Alive): eigentlich mehr ein Liedermacher aus Frankreich, der auf seine Stimme und Gitarre setzt. Kann man gut hören, auch wenn der Belichtungsmesser auf dem Cover scheinbar Schweierigkeiten mit Poisson’s Halbglatze hat +++ Mambo Kurt - Sun Of A Beach (Indigo): der miese Alleinunterhalter covert in gewohnt schlechter Form Metallicas „Enter Sandman“ und „Thunderstruck“ von AC/DC auf seiner Bontempiorgel (klingt jedenfalls so) Die Fans sind bei den scheinbar live aufgenommenen Songs aus dem Häuschen. Unterste Schublade deutscher Musikkultur +++  Manuel ‘Guajiro’ Mirabal (World Circuit/Indigo): wird vom Buena Social Club präsentiert und stellt einen der bedeutendsten Trompeter Kubas vor. Sehr gefühlvoller, geschmeidiger Stil mit schönen Percussions und stimmungsvollem Gesang +++ Victor Davies - Hoxton Popstars (SPV): lauer Opener, dann wird’s besser. Wer an schönem Soulgesang und prägnanter Instrumentierung Gefallen hat, liegt bei dem Londoner Crooner richtig +++ Stewart Copeland - Orchestrali (Ponderosa/edel contraire): edel aufgemachter CD+DVD Digipack des einstigen Police-Drummers, der in der Vergangenheit schon zahlreiche Soundtracks geschrieben hat. Hier kann man ihn live erleben während seiner Konzerttournee 2002 mit dem brit. Percussion-Quartett Bash plus Orchester +++ Jimmy Buffett - License To Chill (Mailboat/Neo Sony): super Country, unheimlich relaxed und groovy. Schon der Opener „Hey Good Lookin’“ ist eine Pracht. Mit zahlreichen Gästen wie Kenny Chesney, Martina McBride, Bill Withers und Nanci Griffith +++ John Stowell & Frank Haunschild - Listen To This (Acoustic Music/Rough Trade): tolles Jazzgitarrenduo mit Interpretationen von Miles Davis, Abercrombie, John Coltrane +++

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