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SEPT./OKTOBER 2006
Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

THE AGGROLITES
The Aggrolites
Hellcat/SPV
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Ein Leckerli fĂŒr alle Ska- und Reggae-Freunde ist die Scheibe der Band um Brian Dixon und Jesse Wagner, die auf ihren 12 Songs den Spirit der 60iger Jahre wieder aufleben lassen. Anspieltipps sind „Mr. Misery“ und „The Volcano“.
Fabian Hauck


The Album Leaf
Into The Blue Again
City Slang
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Auf seinem 4. Soloprojekt fungiert Mastermind Jimmy LaValla mal wieder als Multi-Instrumentalist, Komponist und SĂ€nger in Personalunion. Nur einmal, bei der letzten Scheibe „In A Safe Place“, wurde The Album Leaf diesem Konzept untreu und erhielt dabei kĂŒnstlerische UnterstĂŒtzung von Freunden wie Sigor Ros, Jon Thor Birgisson u.a. So kann Jimmy sich auf der neuen Scheibe ganz auf weitgespannte Melodiebögen, atmosphĂ€rische Soundschleifen und wunderbar-entrĂŒckte Ambient-Rhythmen konzentrieren. Gelegentlich versucht sich Mr. LaValla - wie bereits auf dem VorgĂ€nger - nicht untalentiert als SĂ€nger und schafft so eine wohltuende Entkrampfung der sphĂ€rischen Psycho-Trips und elektronischen Loops.
Frank Zöllner


Amp Fiddler
Afro Strut
PIAS/WoS
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Sehr cool, diese neue Scheibe von Joseph ‘Amp’ Fiddler, der hier funkige und soulige Musik im Geiste der Motown-Ära mit zeitgemĂ€ĂŸen Grooves, Jazz und Easy Listening verbindet. Der Opener „Faith“ ist an Funkyness nicht zu ĂŒberbieten, glaubt man zumindest bis Track 4. Dann folgt nĂ€mlich der unterschwellige Funk-Stomper „Find My Way“. FĂŒr Funk- und Soul-Fans eine Offenbarung, Repeat-Taste programmieren!
Rainer Guérich


Basic Jazz Lounge
The Ride
Content Rec./edel VÖ: 29.09.
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Was fĂŒr eine geile Scheibe, die hier Trompeter Joo Kraus mit hochkarĂ€tigen GĂ€sten (u.a. Flötist Lutz HĂ€fner, Bassist Patrick Scales, Astrid North von Cultured Pearls, Peter Fessler) eingespielt hat.  Souliger HipHop-Funk’n Groovy Jazz, der schon gleich im Opener „My Ride“ mit der Cultured Pearls-SĂ€ngerin seinen ersten Höhepunkt hat. „Diskojazz“, „Jazzheaven“ und „Morning Song“ sind einfach klasse, wobei man auch die Coverversion von „Bolero“ gehört haben sollte. Rundum gut, volle Punktzahl!
Rainer Guérich


B.B. & The Blues Shacks
Live at Vier Linden (CD+DVD)
Crosscut Records/inakustik
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Im Oktober letzten Jahres traten B.B. & The Blues Shacks beim heimischen „Vier Linden“-Festival in Hildesheim auf. FĂŒr beste Stimmung war also gesorgt, und das kann man jetzt auf separat erhĂ€ltlicher DVD und Digipak-CD nacherleben. Von instrumentalen Blues-Shots ĂŒber rockige Nummern bis hin zu traditionellen Stompern reicht das Repertoire, das sowohl in Bild und Ton richtig gute Stimmung in die Bude bringt. Die DVD wartet mit einer KonzertlĂ€nge von  70 Minuten in Dolby Digital 5.1 auf und wurde durch 20minĂŒtiges Extramaterial (u.a. die B.B.’s privat) ergĂ€nzt. Die CD hat ĂŒbrigens nicht dasselbe Tracklisting, sondern featured zur HĂ€lfte Livematerial, das auf der DVD nicht zu finden ist.
Bernd Lorcher


Tab Benoit & Lousiana's LeRoux
Brother To The Blues
Telarc/in-akustik
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Ein Highlight fĂŒr alle Blues-Freunde ist diese Scheibe von Cajun-Blueser und Gitarrist Tab Benoit, der ganz im Geiste des CD-Titels eine Menge BluesbrĂŒder ins Studio gebeten hat. So sind neben Louisiana‘s Leroux auch die beiden hochkarĂ€tigen SĂ€nger Jim Lauderdale & Billy Joe Shaver sowie Waylon Thibodeaux mit von der Partie. Reinhörtipps sind „Bring It On Home To Me“ und „Moon Coming Over The Hill“.
Duklas Frisch


Bloomfield
French Connection
Black Flame/Rough Trade
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DebĂŒtalbum des Duos Christine Beaumont (Gesang) und Vanderstrass (Elektronik), die hier eine spannende Liebesgeschichte erzĂ€hlen, die mit Chillout-Musik, House und französischem Chanson sehr sexy umgesetzt wurde. Also eine sehr sinnliche Angelegenheit mit dem Reinhörtipp „Boulevard St. Germain“.
Bernd Lorcher


Blotch
Chewed To Bits By Flying Rodents
Normal Rec/Radar
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Ein Schlagzeug, Bass, zwei Gitarren und fertig ist der neue Dance-Sound! Da wird mich wohl erst mal jeder fĂŒr durchgeknallt halten, der noch nie etwas von Blotch gehört hat, der musikalischen Revolution der Floors. Aber im Ernst, Blotch gelingt es, mit oben genannter puristischer Instrumentierung und ganz ohne Samples oder Loops einen Sound zu kreieren, der das alte Holzbein wieder zum Zucken bringt. Zu ihrem Dance-Rock-Sound mixen Blotch zusĂ€tzlich noch eine Melange aus Jazz, Punk, Fusion und Ethno-Rhythmen.
David Comtesse


The Blues Band
Thank You Brother Ray
Pepper Eake/ZYX
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Auf ihrer neuen CD widmet sich die Band um SĂ€nger Paul Jones zu einem Großteil dem Schaffen des 2004 verstorbenen Ray Charles. So gibt es gleich 5 Bearbeitungen von ihm, wobei dem SchlussstĂŒck („Thank You Brother Ray“), das aus der Feder von Paul Jones und Tom McGuiness stammt, eine ganz besondere Stellung auf der Platte zukommt.
Simone Theobald


Body Language
Vol. 2 by DJ T.
Get Physical
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FĂŒr die zweite Ausgabe der “Body Language”-Reihe hat DJ T. eine Reihe von House und Techno-Tracks ausgesucht. So ist beispielsweise Thep Parrish mit „Falling Out“ (Carl Craig Remix) vertreten, aber auch DJ T.‘s Collaboration mit Booka Shade („Played Runner“) und Discemis „Tango Or Cash“. Ein Scheibchen, welches sich Mix-Freunde unbedingt zulegen sollten.
Siggi Mayen


Camouflage
Relocated
SPV
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Eine der erfolgreichsten Elektro-Pop Bands der 90er Jahre aus deutschen Gefilden melden sich nach langjĂ€hriger „Kreativpause“ in der Szene zurĂŒck und drehen die Uhren musikalisch um eine Dekade zurĂŒck. „Relocated“ steht ganz im Zeichen synthetischer BasslĂ€ufe, Vocoder-EinsĂ€tze und urbaner Coolness. Dazu gesellen sich routinierte Vocalparts der drei Protagonisten, gepaart mit groovenden Rhythmusteppichen und Arrangements, die ihren Ursprung nicht in diesem Jahrtausend haben. Ich bin sicher, dass einige der Songs ihren Weg unter die Stroboskope finden werden, aber wirklich zeitgemĂ€ĂŸ ist „Relocated“ ganz bestimmt nicht. - Wen es interessiert: Auf unserer Website www.inmusic2000.de gibt’s noch ein exklusives Camouflage-Interview, das Rainer gefĂŒhrt hat.
Frank Zöllner


CANNED HEAT
Instrumentals 1967-1996
Ruf Records/in-akustik
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15 Aufnahmen aus der musikalischen Schatzkiste der Blues-Urgesteine von Canned Heat. Inklusive Gastauftritten von John Mayall und John "Juke" Logan und dem bisher unveröffentlichten Track "Blues After Hours".
Bernd Lorcher
 


Pat Cash
Rien Ne Vas Plus
Wigwam Records/Sony BMG
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Seit gut zehn Jahren ist Pat Cash  in der Szene aktiv. FĂŒr den MC&Remixer standen schon immer Text&Message seiner Tracks im Vordergrund, die HipHop-Rhythmen dienten dem Youngster dabei „nur“ als Transportmittel. Mit „Rien Ne Vas Plus“ legt Pat nun seine neueste Spoken-Word-Scheibe vor und hat fĂŒr die 14 Songs Producer wie Sleepwalker und Phrequincy gewinnen können. Nur zu gern schauten Szene-Cracks wie Reno, Clueso, Franky Kubrick und Moqui Marbles im Studio vorbei, um den einen oder anderen Rap-Song die nötige Street-Credibility zu verabreichen.
Fabian Hauck


Cephas & Wiggins
Shoulder To Shoulder
Alligator Records/in-akustik
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Mit Augenzwinkern und Spielwitz intonieren Cephas & Wiggins hier einen absolut famosen Country-Blues. Die Bluesgeschichten aus dem Leben werden mit akustischer Gitarre, Mundharmonika und beseeltem Bluesgesang ins rechte Licht gerĂŒckt. Wer‘s nicht glaubt, sollte mal den Opener „Ain‘t Seen My Baby“ anchecken. Ein tolles Team!
Duklas Frisch


CENTRAL PARK
Unexpected
Transformer Records/Point Music
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Hat es die MĂŒnchener Progrock-Band Central Park also doch noch geschafft, 23 Jahre nach ihrer BandgrĂŒndung und zwischenzeitlichem Split ihr erstes, aufwĂ€ndiges Album fertigzustellen. Knapp 80 Minuten dauert die Audio-CD mit Aufnahmen zwischen 1985-2006, wobei es eine Menge Highlights gibt. Beispielsweise „Witness Of Today“ oder das epische, in 5 Parts unterteilte „Don‘t Look Back“, auf der auch die bekannte Musical-SĂ€ngerin Dagmar Hellberg zu hören ist. Ansonsten dominieren auf der CD KeyboardlĂ€ufe Ă  la ELP, progressive Parts und die exzellente Stimme von SĂ€nger Heiko Möckel, die ein weites BetĂ€tigungsfeld findet. Löblich ist auch die DVD mit Liveauftritten von Central Park aus diesem Jahr, TV und sonstigem raren Material. FĂŒr jeden Progrock-Fan ein sicherer Kauftipp!
Rainer Guérich


THE CHIEFTAINS
The Essential
Legacy/Sony BMG
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The Chieftains um ihren Bandleader Paddy Maloney können auf eine 4 Jahrzehnte wĂ€hrende Karriere mit 42 Alben zurĂŒckblicken. Grund genug fĂŒr diese Doppel-CD, bei der Paddy höchstpersönlich die Songauswahl getroffen hat. CD 1 beinhaltet Bandklassiker wie „Full Of Joy“ und „Chasing The Fox“, wĂ€hrend CD 2 ganz im Zeichen der Chieftains Kooperationen mit KĂŒnstlern wie Nanci Griffith, The Corrs, The Rolling Stones, Van Morrison, SinĂ©ad O‘ Connor u.v.a. steht.
Rainer Guérich



Collectors Series Vol.1
The Modernist-Popular Songs
Faith Recordings/Rough Trade
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Ganz im Stil der DJ Kicks-Serie funktioniert vorliegende Rille, die ebenfalls unter der Regie von Stefan StrĂŒvers entstand. FĂŒr die erste Mix-Ausgabe konnte der Kölner Produzent Jörg Burger aka The Modernist gewonnen werden, der dafĂŒr auch gleich gemĂ€ĂŸ des Mottos der neuen Reihe sein „geheimes Plattenarchiv“ geplĂŒndert hat. Ein gelungener Auftakt mit Namen wie Triola, Richard Davis, DJ Koze und Round 2.
Siggi Mayen


Communication
This Monkey Is An Artist
Winged Skull/Cargo
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Im HauptgeschĂ€ft verdingt sich Eric Rosenfeld bei den Skate Punkern Rise Up und den Broken Stars. Hier maltrĂ€tiert er unsere Ohren mit akustischen ErgĂŒssen der Unterklasse, quasi als Kleinspur-Dylan mit nöligem Gesang.
Rainer Guérich


Coolio
The Return Of The Gangsta
Edel Records
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Der sechsfache Vater aus Compton/Kalifornien hat es auch nach ĂŒber 27 Millionen verkaufter Scheiben immer noch drauf und zieht einen West-Coast-Rap aus den Amplifiern, dass einem das Blut in den Adern gefriert.   Seine 16 Tracks umfassende Rap-Bibel versteht es einmal mehr, mit Gangsta-Motha-Fucka-Bitch-Rhythmen die Szene wachzurĂŒtteln. Der besondere Coolio-Charme wird diemal von Special Guests wie Snoop Dogg, Brasa, Gangsta-Lu und Artisha unterstĂŒtzt.
Jörg Eifel


Curse
Einblicke zurĂŒck
Subword/Sony BMG
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Sage und schreibe 41 Tracks hat der Mindener MC auf seine neueste Remix-Scheibe gebannt, bei der er auf gut zehn Jahre Rap, Remix und MC-Events zurĂŒckschaut. FĂŒr den richtigen Flow konnte er seine beiden langjĂ€hrigen WeggefĂ€hrten Kool DJ GQ und DJ Kitsune gewinnen, die dem Sammelsurium aus Mix-Tapes eine groovende Richtung geben. Und wer genau hinhört oder das Booklet unter die Lupe nimmt, trifft auf WeggefĂ€hrten von Curse wie Xavier Naidoo, Stieber Twins, GZA und Plattenpapzt.
Fabian Hauck


Dolcenera
Un Mondo Perfetto
Edel
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Vor knapp drei Jahren gewann sie den Nachwuchs-Wettbewerb beim legendĂ€ren San Remo-Festival, zwei Jahre spĂ€ter die Reality-Show „Music Farm 2005“ und hat in ihrer Heimat Italien bereits zwei ĂŒberaus erfolgreiche Alben veröffentlicht. Jetzt gibt es von der charismatischen SĂ€ngerin mit der unverkennbaren Rockröhre endlich auch einen Silberdreher in deutschen PlattenlĂ€den. „Un Mondo Perfetto“ enthĂ€lt Songs aus ihren beiden Alben „Un Mondo Perfetto“ und „Il Popolo Dei Sogni“. Wer auf harte Rockgitarren, dunkel-verrauchte Frauen-Vocals und die obligatorischen Feuerzeug-Balladen abfĂ€hrt, ist bei der rassigen Italienerin bestens aufgehoben.
Jörg Eifel



Eat No Fish
Make It Home
Artist Station Rec./Soulfood
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Eat No Fish sind erwachsen geworden und legen mit „Make It Home“ ihr bisher reifstes Album vor. 11 Songs wie sie nicht unterschiedlicher und leidenschaftlicher sein könnten. Vom rasant rockigen Opener „Step Inside“ ĂŒber die catchy gringenden Melodien von „Until You’re Mine“ bis hin zur vertrĂ€umten Pop-Ballade „Sweet“ reicht das musikalische Spannungsfeld, dem man sich nur schwer entziehen kann. Ein leidenschaftliches und kickendes Album, mit fesselnden Melodien, rockigem VorwĂ€rtsdrang und der unglaublichen Stimme von Eat No Fish-SĂ€ngerin Maria. Sehr zu empfehlen!
Rainer Guérich


Echophonic
Echophonic
Pink Ink Music/Broken Silence
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In Sachen Indie-Pop schon im achten Jahr unterwegs, legen die Österreicher von Echophonic mit ihrem selbstbetitelten Silberling bereits ihre 3. Arbeit vor. Zehn neue Songs sind entstanden, die in ersten Linie von den warm-souligen Vocals von Frontfrau Tina Bröhsners leben. Ansonsten ĂŒberwiegt eine stimmige Mixtur aus atmosphĂ€risch anmutenden Sounds, straighten Electroparts und schmatzender Bassline. Nicht selten entwickeln sich voll tanzbare Club-Rhythmen („PrĂ©s de moi“), um im nĂ€chsten Moment mit exzentrischen Beats und rocklastigen Breakern („Hardest Time To Lose“) zu ĂŒberraschen.
Frank Zöllner


HUBERT VON GOISERN
Derweil
Lawine/Sony BMG
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Das wurde ja aber auch mal Zeit. Aus der umfangreichen Schaffensperiode von Hubert von Goisern wurde jetzt mal eine Doppel-Best-Of CD kompiliert. Angefangen von seiner Alpinkatzen-Zeit bis zu seinen vielschichtigen Soloexkursionen hÀlt der Doppel-Decker so einiges bereit, was zwischen 1988 bis 2006 geschah. ErgÀnzt um eine unveröffentlichte Aufnahme und 4 Neumischungen.
Fabian Hauck
 


Memo Gonzales & The Bluescasters
Live In The UK
Crosscut Records/inakustik
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Blues ist immer dann am besten, wenn er live gespielt wird. Gute Voraussetzungen also fĂŒr diese Livescheibe des texanischen Memo Gonzales, die bei mehreren Konzerten wĂ€hrend seiner England-Tour entstand. Da fĂ€llt es einem schwer, ruhig auf dem Stuhl sitzen zu bleiben, denn was der SĂ€nger und Mundharmonika-Spieler mit der unverkennbaren Schmalztolle zum Besten gibt, ist eine packende und energetische Performance. „You Got Me Rollin’“ und „Angel In High Heels“ sind nur zwei Höhepunkte einer gelungenen Scheibe.
Bernd Lorcher


Guillemots
From The Cliffs
Naive/Indigo
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Keine Platte zum Nebenbeihören ist „From The Cliffs“ der Briten Guillemots. Adult Pop mit melancholischer Grundstimmung, leisen Untertönen, aber auch verqueren Soundwendungen, die oftmals störend wirken. Beispielsweise in „Over The Stairs“, bei dem man im wonnigen Schwelgen von allerlei GlockengelĂ€ute einfach nur mal so durchgeschĂŒttelt wird. Da wĂ€re mehr drin gewesen...
Duklas Frisch


Sebastian HĂ€mer
Der fliegende Mann
3P
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Zweifellos verfĂŒgt Sebastian HĂ€mer ĂŒber eine beeindruckende Soulstimme, die er in einigen Songs auf „Der fliegende Mann“ auch erstklassig rĂŒberbringt. Doch warum zum Teufel mĂŒssen alle Songs klingen, als ob Xavier Naidoo hinter dem Mikro Platz genommen hĂ€tte? Es gehört wahrscheinlich zu den ewigen Geheimnissen der Musikszene, dass alle Scheiben aus dem Hause „Pelheim Power Productions“ sich gleichen wie ein Ei dem anderen.
Frank Zöllner


JAMES HUNTER
People Gonna Talk
Rounder/in-akustik
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Tolles drittes Album des englischen Soul-SĂ€ngers und Gitarristen James Hunter, zu dessen grĂ¶ĂŸten Fans Van Morrison gehört. Seine warme Soulstimme harmoniert prĂ€chtig zu dem klassischen R&B-Sound der 60er Jahre. Songs wie "No Smoke Without Fire" und "I'll Walk Away" sind wahre Highlights.
Bernd Lorcher


Hush Puppies
The Trap
Faith Records/Rough Trade
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Unter dem Namen Likyds spielten die Jungs vor 5 Jahren noch einen Mix aus Garagenfeeling und Psychedelic-Sound. Als Hush Puppies haben die FĂŒnf ihren Sound nun um elektronische Elemente und beschauliche Melodie-Passagen erweitert. Das Faible fĂŒr harte, ĂŒbersteuerte Gitarrenlicks, rebellische Noise-Attacken und allgemein schroffe Soundlandschaften ist allerdings geblieben. So gesehen ist „The Trap“ ein Retro-lastiger Psychedelic-Rock in bester Übungskeller-Manier.
Jörg Eifel


Janita
Seasons Of Life
Lightyear/in-akustik
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Ein echter Geheimtipp ist die aus Finnland stammende Janita, die seit ihrem 18. Lebensjahr in New York lebt. Auf „Seasons Of Life“ zeigt sie, dass sie mit ihrer Stimme in Sachen Soul & Jazz KĂŒnstlerinnen wie Sade oder India.Arie in nichts nachsteht. Ein wunderbares Album mit den Anspieltipps „No Words“ und „That‘s How Life Goes“.
Bernd Lorcher


Jazzamor
Travel...
Blue Flame/Rough Trade
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Bei ihrem dritten Album sind Jazzamor um Bettina Mischke und Roland Grosch angelangt. Zeit, um den Hörer auf ihrer neuen Scheibe mal zu einer abwechslungsreichen und kurzweiligen imaginĂ€ren Reise rund um den Globus mitzunehmen. Haltestationen sind hierbei die Antarktis („Icy“), aber auch das sonnige Martiniques („Nuit magique“) und das mysteriöse „Tibet“. Als Bonus gibt es zudem noch die beiden deutschsprachigen StĂŒcke „Wann ist es Liebe?“ und „Einfach Leben“.
Simone Theobald


Kolkhorst
Wir sind grĂ¶ĂŸer
Tapete Records/Indigo
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Aus dem kleinen StĂ€dtchen LĂŒneburg, kurz vor Hamburg gelegen, kommt ein kurzweiliger und in deutscher Sprache gesungener Elektro-Pop mit hohem Wiedererkennungswert. Die Rede ist von dem neuesten Album von Kai-Uwe Kolkhorst. Zwölf brandneue Elektro-Frickeleien, irgendwo zwischen Rock, Pop, melodischer Ballade und Folkanleihe hat der AusnahmekĂŒnstler und Eigenbrötler auf „Wir sind grĂ¶ĂŸer“ zusammengeknödelt. Groovende Klangbilder werden mit Ă€ußerst intelligenten und sinnigen Texten wie in „So lang allein“ und „EinzelkĂ€mpfer“ kombiniert. Kolkhorst hat Charme und Esprit!
Frank Zöllner


Kopfhörer
Zwischen den StĂŒhlen
Al Dente Recordz/Alive
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Kopfhörer sind eine der wenigen deutschen HipHop-Acts, die mit intelligenten Lyrics und außergewöhnlicher, musikalischer Verpackung Botschaften transportieren, ohne dabei platt den Zeigefinger zu heben. Das fĂ€ngt schon mit dem sympathischen von Badesalz gesprochenen Intro an, das den Weg bereitet fĂŒr den fetten Slow von „Die schon wieder“. Doch Kopfhörer lassen ihre „Beatz“ auch schon mal mit Akustikgitarre und anderen „feingespinten“ Soundzutaten auf den Hörer los. Alles sehr charmant und oftmals mit zweideutigen Botschaften, die den Grips des Hörers fordern. „Zwischen den StĂŒhlen“ agiert zwischen wacher Lebensbetrachtung, unterschwelligem Zynismus, Humor und politischem Sendungsbewusstsein. Eine Kopfpille, die nachhaltig wirkt.
Rainer Guérich


Lil Ed & The Blues Imperials
Rattleshake
Alligator Records/in-akustik
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Lil' Ed & The Blues Imperials sind fĂŒr ihren zĂŒgellosen und leidenschaftlichen Chicago Blues bekannt. Auf ihrer neuen Scheibe „Rattleshake“ finden sich alle Zutaten, die man von einer schweißtreibenden Blues-Platte erwartet: famose Gitarrenarbeit, roughe Vocals und unbĂ€ndige 12-Takt-Kraft. „Broken Promises“ und „Golden Rule“ möchte ich als Anspieltipps empfehlen.
Bernd Lorcher


Lunik
Preparing To Leave
Silversonic/H’Art Musik-Vertrieb
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Das Land der Eidgenossen hat die Berner Formation um Frontfrau Jael mit ihrem ohrgĂ€ngigen, leicht hakigen Alternate-Dream-Pop bereits erobert. Nun versuchen es Lunik auch in Deutschland. Das Potential ist jedenfalls da, insbesondere die lasziv-girleske Stimme von Jael strahlt in Songs wie dem schön-sanften „The Rest Is Silence“ wie ein farbenprĂ€chtiger Regenbogen.
Rainer Guérich


Mafuba
Mafuba
Parodise Rec./edel contraire
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Mafuba kommen aus Kiel und servieren uns hier eine Rock-Pille, die erfreulich abwechslungsreich und auf unterschiedlichen Energie-Levels agiert. Der Opener „In The End“ kombiniert Heavyriffs mit den hymnischen Gesangslinien von Fronter Wessi, „Before“ setzt die Segel mehr in Richtung Alternativerock mit changierenden Gitarrenlinien. Langsamer wird’s in „All“ und in dem mit Urgewalt schlurfenden „Stay“. Bei Mafuba kann man eigentlich nie vor Überraschungen sicher sein. Bezeichnend ist deshalb auch, dass diese unbedingt hörenswerte Rockscheibe mit einem gefĂŒhlvollen Piano endet.
Rainer Guérich


Malente
How Can You Still Stand To Stand Still?
Unique/ Groove Attack
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In Sachen Electro-Funk ist der deutsche DJ Malente immer eine exzellente Hausnummer. Dies beweist auch seine neue CD „How Can You Still...“, die auch hervorragende SĂ€nger wie Moritz Love, Jabwai und Richard Kim featured. Malentes Mischung aus höchst vitalem Electro-Funk und fetten Breaks zĂŒndet ohne Ende. Und dies nicht nur auf Stompern wie „Like A Freek“ und „In The Shy“. Volle Empfehlung!
Siggi Mayen


Mantis
Love Take Control
Pyramid
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Ein flachbrĂŒstiger Mix aus zurĂŒckgenommenem Reggae, etwas HipHop und grottigen Vocals. Mantis heißt mit bĂŒrgerlichem Namen George Hillman und nennt das, was er hier fabriziert hat „Hi-Brid Reggae“. FĂŒr einen Newcomer leider viel zu wenig...
Rainer Guérich


Masta Killa
Made In Brooklyn
Nature Sounds/Sony BMG
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Masta Killa, GrĂŒndungsmitglied des Wu-Tang-Clans, legt sein zweites Soloalbum vor. „Made In Brooklyn“ ist ein durchdachtes und vielschichtiges Rap-Statement, gekonnt in Szene gesetzt mit tatkrĂ€ftiger UnterstĂŒtzung von hochkarĂ€tigen Cracks wie Pete Rock, Bronze Nazareth, RZA, Method Man u.v.a.
Fabian Hauck


Maria McKee
Live-Acoustic Tour 2006
Cooking Vinyl/Indigo
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Maria McKee, das eingetragene Warenzeichen fĂŒr ambitionierten Akustik-Sound, stellt sich ihrem Publikum immer nur mit ihrer akustischen Gitarre und ihrer außergewöhnlichen Stimme „bewaffnet“ entgegen. Auch vorliegende Scheibe, ein Live-Mitschnitt ihrer letzten Tour, zeigt die große Folk-SĂ€ngerin mal wieder in ihrem Element. Nur ganz selten lĂ€sst sie sich in den 14 Songs von lockeren Piano-Akkorden oder auch mal einer zweiten Gitarre begleiten.
Simone Theobald


Microphone Mafia
Testa Nera
Al Dente/Alive
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Auf ihrem neuen Album erweisen sich ASIA, Signore Rossi und DJ RA als aufrechte Schwarzköpfe, als gereifte Rapper, die ihrer Meinung freien Lauf lassen. Von dieser gesunden Einstellung zeugen der Opener „Immer noch!“ und natĂŒrlich das von einem orientalischen Hook durchtrĂ€nkte „Testa Nera“. Auf der Neuinterpretation des italienischen Partisanenliedes „Bella Ciao“ sorgen Signore Rossis Geschwister Maria und Salvatore fĂŒr geschmeidige Vocals, die den Reimflow ihres Bruders kongenial unterstĂŒtzen. Nicht zu vergesen das großartige „Tscherkessenlied“ feat. Shana, zu dem ihr NĂ€heres im Interview in diesem Heft erfahren könnt. Deutsch-tĂŒrkisch-italienische Reimkunst auf extrem hohen Niveau. Beide Daumen hoch!
Rainer Guérich


Mishka
One Tree
Cornerstone R.A.S./Cargo Records
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Mit „One Tree“ legt Mishka, der Bruder von Heather Nova, seine erste Scheibe vor und serviert einen cool-groovenden Mix im musikalischen Spannungsfeld zwischen Dylan und Marley. Auf recht simple Art kombiniert Mishka eingĂ€ngige Reggae&Dub-Rhythmen mit Folk-Flavour und reduziertem Underground-Charme und zaubert so melodisch-feinsinnige WohlfĂŒhl-Songs aus dem Ärmel, die einen vom ersten Akkord an begeistern.
Frank Zöllner


Montefiori Cocktail
Montefiori Appetizer Vol.1
EMI
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In ihrer italienischen Heimat sind die ZwillingsbrĂŒder Francesco und Federico Montefiori bereits seit mehr als zehn Jahren mit ihrer Mischung aus Happy-Hour-Partymusic gut im GeschĂ€ft. Dabei ist es in erster Linie die unkonventionelle Bearbeitung von Klassikern aus Pop, Rock, Jazz, Latin und Soul, mit dem sich die Montefiori-BrĂŒder einen Namen gemacht haben. Wer wollte nicht immer schon wissen wie ein Song von Madonna als Tijuana-Brass-Nummer klingt oder wie die Doors in italienisch gesungen im 60er Jahre Hammond-Sound rĂŒberkommen. Das Ergebnis gibt’s hier...
Ute Bahn


Donnie Munro
Heart Of America
Greentrax/Fenn Music
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Ein sehr anspruchsvolles Album des ehemaligen Runrig-SĂ€ngers Donnie Munro, der sich zu diesen 12 Songs  durch eine Reise durch den Nordosten der USA inspirieren ließ: „Die in Amerika hĂ€ufig vorzufindenden Spuren von Migrantentum erinnerten mich stark an die soziale Geschichte meines schottischen Heimatlandes. Also reifte in mir die Idee zu diesem Album, auf dem ich mich mit Vertreibung, Verlust der Heimat und der Schaffung einer neuen beschĂ€ftige.“ GĂ€ste wie Duncan Chrisholm (Wolfstone) und Richard Macintyre (Stereoglo) halfen Munro bei der Umsetzung eines ergreifenden Folk-Rock-Albums.
Bernd Lorcher


Northern Lite
Unisex
Island/Universal
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Auf „Unisex“ machen Northern Lite ohrgĂ€ngigen Alternate Pop mit krĂ€ftiger Electro-Basis, und gutem Gesang. Dass die Jungs aus Erfurt kommen, hört man der Scheibe nicht an, denn Songs wie „Out Of My Head“ und „What You Want“ haben durchaus internationales Format. Ein beachtenswerter Geheimtipp!
Simone Theobald


Para One
Epiphanie
Institubes/Naive
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Der französische DJ, Produzent und Filmemacher Jean-Baptiste de Laubier aka Para One macht seinem Ruf als AusnahmekĂŒnstler und Enfant terrible mal wieder alle Ehre. Er legt mit „Epiphanie“ eine Clubscheibe vor, an der sich die Geister scheiden. Dabei erwartet den geneigten Hörer eine musikalische Achterbahnfahrt zwischen harten Elektro-Techno-Strings, coolen Bassdrum-FeuerstĂ¶ĂŸen und ekstatischen Floorburnern. Alles Ingredienzen, auf die man in den Clubs gewartet hat. Aber dann haut einem Para One im nĂ€chsten Augenblick verdrehte Elektro-Frickeleien, disharmonische MelodielĂ€ufe und knarzige Acidbretter aus seinem perversen Klangarchiv um die Ohren.
Frank Zöllner



PLAYA AZUL
Flamenco Chill 3
TANGOMOTION
Neo Tango Chill
Black Flame/Rough Trade
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Zwei von DJ Red Buddha gemixte Compilations zum Thema Flamenco und Tango. „Playa Azul-Flamenco Chill Vol.3“ extrahiert groovigen Flamenco- und Electrosound und featured Acts wie Chambao, Agua Loca, Moca und Spiral feat. Dana. - „Tangomotion“ fusioniert die AtmosphĂ€re argentinischer Bars und Clubs mit zeitgemĂ€ĂŸen Downbeats und elektronischen FlĂ€chen. Besonders interessant sind hier die von Hi Perspective, Koop und Nuspirit Helsinki gemixten Astor Piazzolla-Kompositionen.
Ute Bahn



Rossenbach/Van Volxem
Dominik Graf Filmmusik
Rattay Music/Alive
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Dominik Graf gehört seit zwei Dekaden zu den besten Filmemachern in Deutschland. Seine außergewöhnlichen Streifen werden in schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit mit Preisen wie dem Grimme Preis, dem TV Movie Award oder dem deutschen Filmpreis ĂŒberhĂ€uft. Da Herr Graf von Hause aus nicht nur Filmemacher, sondern auch Musiker ist, legte er schon immer besonderen Wert auf die musikalische Ausgestaltung seiner Werke. Vorliegende Scheibe enthĂ€lt auf 27 Tracks verteilt die Zusammenarbeit der DĂŒsseldorfer Sven Rossenbach und Florian Van Volxem. Das Ergebnis ist ein pulsierend-sonniger Soundtrip mit Computer-Beats, und luftiger Club& Ambient-Kost.
Jörg Eifel


SANTANA
III
Legacy/Sony BMG
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Ein echtes SchmuckstĂŒck fĂŒr Sammler ist die Legacy-Edition des Santana Klassiker-Albums „III“. Die Scheibe aus dem Jahre 1971 wurde remastered und mit drei unveröffentlichten Bonustracks ergĂ€nzt („Gumbo“, „Folsom Street One“, „Banbeye“). Dazu gibt es noch die Single Version von „No One To Depend On“. Besonderer Clou ist die zweite Bonus-CD mit einem famosen Live-Konzert im „Fillmore West“ vom 4.7.1971.
Fabian Hauck


THURSTON SEATON & URBAN DERVISH
Fan Dancer
EMG/edel contraire
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"Filmmusik ohne Film" nennt die Aschaffenburger Gruppe Urban Dervish ihre Scheibe „Fan Dancer“, auf der sich Keyboard-KlĂ€nge, kreisende E-Gitarre, Saxophon & Blues-Harp mit den gesprochenen Gedichten des 85jĂ€hrigen Schriftstellers, Magiers und Malers Ralph Thurston Seaton verbinden. Der in Kalifornien lebende Poet ist der Schwiegervater von Urban Dervish Keyboarder Hans Georg „Hammond“ Schneider, womit sich diese ungewöhnliche musikalische Liaison erklĂ€rt. Ein schwebendes, verwobenes und subtiles Klangerlebnis, fĂŒr den Liebhaber gesprochener Lyrics und atmosphĂ€rischer Beats.
Rainer Guérich


Stromberg
Carte Blanche For Chaos
Gorilla Music/Cargo
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Stromberg ist ein hoffnungsvolles Rocktrio, das sich 2003 aus Bandmitgliedern von Yacht, Peer Gynt und Shard zusammen gefunden hat. Musikalisch haben sie auf dieser CD ihre Visionen von moderner Rockmusik umgesetzt. Irgendwo im weitgespannten Alternative-Rock-Umfeld hinterlassen Songs wie „Everlasting Yeah“ und „Cosmic Parade“ ihre ganz markanten Duftnoten.
Bernd Lorcher


Superskank
Radio Trottoir
Skank/Al Dente/Alive
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Zweites Album der vielseitigen Superskank, die auf „Radio Trottoir“ wieder in allen Stiltöpfen plĂŒndern. Ska, Punk, nordlĂ€ndische Folklore und Funk  schaffen einen ebenso psychedelischen wie abgefahrenen Sound, der einen einfach begeistern muss. Highlights sind hierbei unbedingt „Friss dich beliebt“ und das ironische „Politikelite“. Als GĂ€ste sind auf der Platte zudem AxWax (synthie) und Peter Riedl (percussions) vertreten.
Bernd Lorcher


MATTHEW SWEET
Girlfriend
Legacy Edition/Sony BMG
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Als hochwertige Deluxe-Doppel-CD erscheint auch Matthew Sweet‘s Ausnahmealbum “Girlfriend” aus dem Jahre 1991. Neben remastertem Sound, 24seitigem Booklet und 3 Bonustracks gibt‘s zusĂ€tzlich auf der Bonus-CD noch jede Menge Demo- und Live-Material zu hören, u.a. auch Coverversionen von John Lennon und Neil Young.
Fabian Hauck


GEORGE THOROGOOD
The Hard Stuff
Eagle Records/edel
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Endlich wieder mal was Neues von George Thorogood & The Destroyers, der hier alle Bluesfreunde bestens bedient. Auf dem Spielplan stehen tolle Bluesnummern wie "Little Rain" und Dynaflow Blues", aber auch zĂŒndender Rock‘n‘Roll (u.a. „Rock Party“). Eine CD, die von Anfang bis Ende Spaß macht.
Duklas Frisch


Trentmoller
The Last Resort
Poker Flat/Rough Trade VÖ: 06.10.
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Neue Doppel-CD vom dĂ€nischen Vorzeige-Produzent & Remixer. Dabei ist „The Last Resort“ in weiten Teilen experimenteller und elektronischer ausgefallen als die VorgĂ€ngerscheiben. Hier zeigt sich wieder einmal die ungeheure KreativitĂ€t von Trentmoller und seine musikalische Vielseitigkeit, die es schafft, aus skurrilen Soundschleifen und eckig-spröden Beats eingĂ€ngig-groovendes Dancefloor-Futter zu destillieren. WĂ€hrend Dreher Nr.1 mit phunky Deephouse-Tracks aufwartet, hĂ€lt Silberling Nr. 2 einige Vocal-Versionen von Songs wie „Physical Fraction“ und„Polar Shift“ parat. Minimal-Techno fĂŒr den harten Teil der Nacht!
Siggi Mayen


WALTER TROUT
Full Circle
Ruf Records/in-akustik
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Tolles neues Studioalbum von Walter Trout, zu dem er diesmal GĂ€ste und alte WeggefĂ€hrten wie John Mayall, Jeff Healey, Coco Montoya, Bernard Allison und Eric Sardinas eingeladen hat. Dementsprechend offen klingt das musikalische Ergebnis, das jeden Bluesfreund restlos begeistern dĂŒrfte. Von Bluesrock bis Country-Blues reicht das Programm, das in Nummern wie "Workin' Overtime" und "Who's Listenin' In" seine Höhepunkte hat. Diese Scheibe gehört in jedes Blues-Regal!
Bernd Lorcher


NOCH MEHR NEUE CDs


Der Kanadier MARK BRAGG stellt mit „Bear Songs“ (Bellwether/H‘Art) ein schönes Songwriteralbum vor. Hausnummern sind hier Tom Waits, Neil Young und Violent Femmes. +++ EMMANUEL SANTARROMANA covert auf „Fab 4 Ever“ (Pschent/SPV) die berĂŒhmten Londoner Pilzköpfe. ZeitgemĂ€ĂŸe Elektro-Pop und Waveversionen von „Back In The USSR“ und „Come Together“. Wem‘s gefĂ€llt. +++ „Wes Kind ich ess, des Fahrrad ich klau“ (Fam/Alive“) heißt die neue Scheibe von STAKEOUT. Wie unschwer zu erraten, erwartet den Hörer intelligenter Fun-Punk-Rock fĂŒr die Birne mit Offbeat-Schlenkern. +++ Ein sicherer Tip fĂŒr Ska-Freunde ist  MARK FOGGO, der mit seinen Skasters auf „You Shot Me“ (Skanky‘ Lil Rec./Cargo) fĂŒr Zuckung im Tanzbein und fĂŒr gute Laune sorgt. Highlights sind hier „Doobeedoo“ und „Deadbeat“. +++ ON THE LAST DAY sind die neuen Screamo-Helden aus Seattle. “Meaning In The Static” (Victory/Soulfood) klingt ungemein frisch, verfĂŒgt ĂŒber gute Hooks und satte Gitarrenarbeit. +++ THE NEW STORY aus Italien bieten auf „Untold Story“ (Rude Records/Cargo) Emorock, der sich hören lassen kann. Die Melodien-Arrangements sind ausgesprochen ausgefeilt und lassen keine WĂŒnsche offen. +++ Großartigen Punkrock lassen die DUCKY BOYS auf „The War Back Home“ (I Scream/Cargo) vom Stapel. Das Trio aus Boston lĂ€sst es auf Songs wie „Tortured Soul“ und „Bomby Away“ richtig schön krachen. +++ Apropos Ducky Boys, da gibt‘s ja auch noch das Soloalbum von Bandchef MARK LIND . „Death Or Jail“ (I Scream/Cargo) zeigt, dass Mark das Songschreiben ganz gut beherrscht. +++ FĂŒr Freunde eines romantisch vertrĂ€umten Indierocks sind die aus Manchester stammenden INDIGO JONES vielleicht eine ganz gute Empfehlung. Fragile Kompositionen und ergreifende AtmosphĂ€re sind garantiert.
NICE BOY MUSIC-Twist (Virgin):Ein Hamburger Vierer, der erstaunlich hörenswerten Britpop macht. EinflĂŒsse von Bands wie Travis, Radiohead und Blur sind spĂŒrbar. Das Repertoire wechselt von ruhigeren Nummern bis Gitarrenrock.
Zwei empfehlenswerte Scheiben fĂŒr den Bluesfreund erscheinen auf dem Label Black & Tan Records (New Music Distribution): DOUG MACLEOD extrahiert auf „Where I Been“ gefĂŒhlvollen Slow-Blues, der mal mit Akustik-Bass, mal mit streichelndem Schalgzeug begleitet wird. Reinhörtipp ist hier der leidenschaftlich gesungene Slow-Walker „A Broken Dream In A Broken Room“. - Richtig swingend und rollend geht’s bei ROSCOE CHENIER und seinem Album „Waiting For My Tomorrow“ zu. Unglaublich, welche Leidenschaft und Vokalakrobatik Roscoe in seinen Gesang legt. Eine prĂ€chtige Kostprobe gibt’s auf „Ain’t Got No Home“, sehr charmant von perlendem Piano und E-Gitarre begleitet.
FĂŒr den Bluegrass-Fan erscheinen diesen Monat zwei tolle Neuveröffentlichungen. CLAIRE LYNCH zĂ€hlt seit 30 Jahren zu den erfolgreichsten Bluegrass-Interpretinnen. Auf „New Day“ (Rounder/in-akustik) gibt sie uns mit ihrer Band um Gitarrist Jim Hurst, Mandolinen-Spieler David Harvey und Bassistin Missy Raines eine gelungene Kostprobe ihres Könnens. Emotionelle melodische Songs auf hohem Niveau mit zahlreichen GĂ€sten wie Stuart Duncan und Rob Ickes. +++ „All American Bluegrass Girl“ (Rounder/in-akustik) nennt RHONDA VINCENT , die vom Wall Street Journal als „The New Queen Of Bluegrass“ bezeichnet wurde, ihre autobiographisch getrĂ€nkte Scheibe, die auch zwei wunderschöne Duette mit Dolly Parton („Heartbreaker‘s Alibi“) und Bobby Osborne („Midnight Angel“) featured.
Von PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUB werden ĂŒber Universal Music die Alben „Copperfield“, „Hair“ und „Hispanola“ in remasterten Neueditionen wiederveröffentlicht. Alle Alben verfĂŒgen ĂŒber jeweils 2 Bonussongs, was fĂŒr Sammler besonders interessant sein könnte.
SAO PARIS sind das brasilianisch-französische Duo um LETICIA MAURA und THOMAS FERRIÈRE. Musikalisch bieten die Beiden auf „Lá“ (F Com/Rough Trade) eine sehr geschmackvolle Mischung aus brasilianischen Grooves und Elektronika. Faszinierende Klanglandschaften.
Pianist DON FRIEDMAN hat auf "From A To Z" (Act Music/edel contraire)  eine sehr gefĂŒhlvolle Solo-Piano-Hommage an den Gitarristen Attila Zoller eingespielt. Dazu gibt's noch StĂŒcke von Cole Porter, Thelonious Monk sowie Eigenkompositionen.
Mit „Your Mom’s Favorite DJ“ (Ninja Tune/Rough Trade) legt KID KOALA eine abgefahrene Scheibe vor, die zwar ein bisschen nach Katzenmusik klingt, aber bei nĂ€herem Hinhören bezĂŒglich Scratchings, Loops und Breaks einiges zu bieten hat. Interessantes Teil! - FĂŒr Labelfans von Ninja Tune interessant sein dĂŒrfte auch der Sampler „Zentertainment 2006“, der auch die dazugehörigen Sublabels Big Dada & Counter Records berĂŒcksichtigt. Mit dabei sind Acts wie Coldcut, Zero db, Roots Manuva, Daedelus, Bonobo und Pop Levi.
Was fĂŒr ein fett groovendes Album: MAX SEDGLEY aus Edinburgh verbindet auf seinem DebĂŒt „From The Roots To The Shoots“ (Sunday Best/Rough Trade) die Disco-Magie der 80iger Jahre mit wuchtigem Funk und exzellenten Frauenstimmen. Anspieltipps gibt es etliche, meine Favoriten sind momentan „Happy“ und „Set It Free“. Klasse!
DR. LEKTROLUV PRESENTS LEKTROLUV 007 (Neuton/ Rough Trade VÖ: 15.09): Dr. Lektroluv hat sich wieder an das Remixen einiger Old School Klassiker der spĂ€ten 70iger und frĂŒhen 80iger Jahre gemacht und sie mit einem elektronischen Update aufgemotzt. Das Spektrum reicht vom trancigen Intro „Ghouls“ (by Bozzwell) ĂŒber Future Electro bis hin zu Disco-Funk und House. Nicht schlecht! +++. Von NEWCLEUS gibt’s unter dem Titel „Destination: Earth“ (Soultec/Intergroove) eine geschmackvolle Kollektion rarer und teils unveröffentlichter Tracks und Mixe. FĂŒr Freunde der legendĂ€ren Soul-HipHop &Disco-Electro-Formation sicherlich ein Muss!
SĂ€ngerin KIRA veröffentlicht auf Herbert Grönemeyers Label „Grönland“ (Virgin) ihre zweite Scheibe „Goldfisch“. Die Songs  tragen Titel wie „Deine Leine“, „Wenn du den Himmel nicht aufmachst“ und „Fast wie Sommer“. Musikalisch nicht die große Offenbarung, aber im Vergleich zu dem, was man sonst in Sachen deutsprachiger Musik vorgesetzt bekommt, noch relativ gut. Hat pahsenweise schon ein wenig Songwriter-Charme...
Wer auf ausgefeilte Arrangements, tolle Vocalmelodien und rockigen Charme steht, sollte sich „Brother.Sister.Bores“ (Grand Hotel/Indigo) von PALE zulegen. Die Aachener Band hat hier wirklich ganz großes Material geschrieben, wobei der Opener „Take Me Out, Bouncers“ einfach nur genial ist. Poppige Melodien mit einfallsreichem Alternative- und Britpop-Flair.
 



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