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SEPT./OKTOBER 2007
Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

AARON
Artificial Animals Riding On Neverland
Discograph/Alive
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Ein Popalbum der Sonderklasse, mit unwegsamen Soundstrukturen, zart schmelzenden Melodien und intensiver Lyrik erreicht uns dieser Tage aus Frankreich. In ihrer Heimat hat das Duo bestehend aus Simon Buret und Oliver Cousier bereits Kultstatus, allein durch die DebĂŒt-Single „U Turn (Lili)“. Jetzt gibt es AaRON auch im deutschen Plattenladen, und man darf sich auf 13mal vertonte Poesie freuen. Ohne kopflastig zu werden, verstehen es die beiden Protagonisten ihren Songs einen intellektuellen Touch mitzugeben und dabei eine runde Sache mit viel Abwechslung zu prĂ€sentieren. Es gibt eine Menge Clubbeats, Folkanleihen, Alternative und Balladenfeeling zu hören...
Fabian Hauck


LAITH AL-DEEN
Die Liebe zum Detail
Columbia/Sony BMG
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Laith Al-Deen ist kĂŒnstlerisch erwachsen geworden. Das wird auf seinem neuen Album "Die Liebe zum Detail" mehr als deutlich. Nach lĂ€ngerer Pause und privaten VerĂ€nderungen (u.a. auch eine neue Liebe in seinem Privatleben) intoniert der Schmusepopper ein nachdenkliches, aber auch munter groovendes Album. Besonders gelungen sind StĂŒcke wie „Es wird nicht leicht sein“ und „Hinter Dir“. Mit diesem Album, das in der Enhanced-Version auch noch 3 Live-Videos beinhaltet ("Sag mir, dass du es bist", "Ich mag, wie du mich liebst", 2 Mit mir"), dĂŒrfte Laith Al-Deen seine Fans mehr als zufrieden stellen.
Simone Theobald


BAILA CONTRA POBREZA
V.A.
Al Dente/Alive
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„Baila Contra Pobreza“, zu deutsch „Tanz gegen Armut“, ist ein Projekt, das in Deutschland von vielen jungen aufstrebenden Bands und Einzelpersonen unterstĂŒtzt wird, um die Welt ein bisschen menschlicher zu gestalten. Grund genug fĂŒr Thomas Hirschlein, nicht nur einige Aktionen, Konzerte und Events zu organisieren, sondern auch mit der vorliegenden Scheibe eine Soundmixtur aus HipHop, Rap, Reggae und Ska einem breiten Publikum nĂ€herzubringen. Und natĂŒrlich mit dem Verkauf der Scheibe die Aktion gezielt zu unterstĂŒtzen. Also auf jeden Fall die Scheibe kaufen, denn neben Newcomern wie Pyranja, Kopfhörer, Greis und Callya, die einen coolen Street&Urban-Style aus den Amplifiern ziehen, macht man mit dem Kauf von „Baila Contra Pobreza“ auch noch echt was Gutes!
Fabian Hauck


TAB BENOIT
Power Of The Pontchartrain
Telarc Blues/in-akustik
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Ein heißer Tipp fĂŒr alle Bluesfreunde ist die neue Scheibe von Tab Benoit, die wie gewohnt zusammen mit seiner bewĂ€hrten Sidecrew Louisiana’s Leroux entstand.  Auf dem Spielplan stehen gnadenlos gute Blues-Gitarrenriffs aus dem Herzen Louisianas, tempomĂ€ĂŸig schön variiert, wobei auch die Vocalarbeit von Tab ĂŒber jeden Zweifel erhaben ist. Man höre hierzu nur die sehr emotional vorgetragene Uptempo-Nummer „Shelter Me“, die Mr. Benoit mit voller Emphasis rĂŒberbringt. Eine Scheibe, die jede gut sortierte Blues-Sammlung bereichert, sehr empfehlenswert!
Rainer Guérich


LUKA BLOOM
Tribe
Skip Records/Soulfood
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Tolles neues Album des irischen Singer & Songwriters Luka Bloom, der auf „Tribe“ mit dem Multiinstrumentalisten Simon O'Reilly zusammenarbeitet. Das Ergebnis kann sich hören lassen und dĂŒrfte allen Laidback-Folk-Freunden und JJ Cale Fans gefallen. Anspieltipps der Scheibe sind Titel wie "I Am River", "Early Morning" und "Homeless". Das warme Stimmtimbre von Luka Bloom kommt einfach gut rĂŒber...
Bernd Lorcher


JOE BONAMOSSA
Sloe Gin
Provogue/Rough Trade
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Erst vor kurzem wurde der New Yorker Bluesgitarrist und SĂ€nger Joe Bonamossa von den Lesern der Zeitschrift „Guitar Player“ zum „Besten Bluesgitarristen 2007“ gewĂ€hlt. Nicht zu Unrecht, wenn man sich seine neue Scheibe „Sloe Gin“ anhört, die kraftvollen Bluesrock mit traditionellem Style verbindet. Man höre hierzu nur den Opener „Ball Peen Hammer“, bei dem die Emphasis an und abschwillt und der das geniale Gitarrenspiel Bonamassa unterstreicht. Bluesrock-Freunde kommen bei Nummern wie „Dirt In My Pocket“ und „Another Kind Of Love“ auf ihre Kosten.
Rainer Guérich


JIM BYRNES
House of Refuge
Black Hen Music/in-akustik
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In Kanada wurde die Bluesscheibe von Jim Byrnes bereits mit dem Juno Award ausgezeichnet. Völlig zurecht, denn der aus St. Louis stammende KĂŒnstler huldigt auf den 12 Tracks seinen großen Vorbildern wie Muddy Waters und John Lee Hooker. Reinhörtipps des gelungenen Blues-Albums sind StĂŒcke wie "Big Bill's Blues" und "Be Ready When He Comes".
Duklas Frisch


PAUL CAMILLERI
Camilleri 4
Disques Office/Fenn Music
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Paul Camilleri bĂŒrgt fĂŒr musikalische QualitĂ€t, was sich einmal mehr auf seinem neuen Album zeigt, das schlicht „Camilleri 4“ betitelt wurde.  13 Tracks finden sich auf der Scheibe, die in London von Status Quo SĂ€nger Francis Rossi produziert wurde. Camilleris Stimme und Gitarrenspiel ist ĂŒber jeden Zeifel erhaben. Knackiger und leidenschaftlicher Bluesrock, von „Jealous Man“ findet sich zudem auch noch eine spezielle Radioversion als Bonustrack auf dem Album.
Bernd Lorcher


CLUB OF HIGH EYEBROWS
Older Now
Hazelwood/Indigo
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Mit der Urban Dance Squad favorisierte Patrick Tilon aka Rude Boy eine ungestĂŒme Mischung aus HipHop, Funk, Soul und Trash-Fragmenten.  Nun ist er scheinbar etwas Ă€lter geworden, was sich in einer weitaus ruhigeren Musik seines Club Of High Eyebrows niedergeschlagen hat. Eine zum grĂ¶ĂŸten Teil hörbare Scheibe mit gewöhnungsbedĂŒrftigem Gesang und gelegentlichen Noiserock-Zutaten, die sich mit Alternative- und Wave-Elementen  verbinden. Keine Scheibe, die man nun unbedingt haben mĂŒsste, vielleicht checkt ihr das Teil ja selbst mal an.
Tim Beldow


THE CORAL
Roots & Echoes
Deltasonic Records/Sony BMG
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Als im Jahre 2002 das erste Album der Briten erschien, waren sie allesamt noch relativ jung. Nun veröffentlichen sie ihr neues Album „Roots & Echoes“, das im Studio von Noel Gallagher (Oasis) recorded wurde. Die Songs sind in den 60er Jahren verwurzelt und erinnern insbesondere von den Gesangslinien und Keyboard-Arrangements mitunter deutlich an die legendĂ€ren Doors. Wer so etwas mag, sollte in die CD reinhören.
Fabian Hauck


DR. DAS
Emergency Basslines
VU Recordings/H’Art
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1993 war Bassist und Programmer Dr. Das einer der wesentlichen GrĂŒndungsmitglieder der Asian Dub Foundation, von der er sich schließlich im MĂ€rz vergangenen Jahres trennte. Seitdem hat er eifrig an seiner neuen und Bass-starken Scheibe gearbeitet, die nun in den Verkaufsregalen der CD-GeschĂ€fte steht. „Emergency Basslines“ ist ein Album voller Facetten, wobei das Spektrum von kraftvollen Dubs ĂŒber arabisch/indischer Percussion bis hin zu elektronischen Noise-Konstellationen reicht. Unbedingt reinhören sollte man in den gelungenen Opener „Emergeny Bass“ und „Dub Accelerator“.
Rainer Guérich


DR. LEKTROLUV
Live At Rock Werchter 2007
Lektroluv/ Rough Trade
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Dr. Lektroluv war im diesjĂ€hrigen Rock Werchter-Line Up der einzige DJ und legte sein Electro House-Set quasi im Anschluss an das Konzert der Beastie Boys auf einer separaten BĂŒhne auf. Das Ergebnis kann man auf diesem Set hören, das den Bogen zwischen Indie/Electronic und Old School Dancefloor schlĂ€gt. Mit dabei sind Acts wie Feist, Klaxons, Moby, Mason, LFO, Tiga, Mighty Dub Katz u.v.a.
Duklas Frisch


DR. WILL
Itching Again
Downhill Records/Elbtonal
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Eine abgefahrene und hörenswerte Blues-Mischung, die uns hier Dr. Will hier auftischt. Mit Fuzz Bass, Pedal Steel Guitar, Dobro, Banjo und reichhaltigem weiteren Instrumentarium gibt es Cotton-Blues („Steam Machine“), sumpfiges Cajun-Feeling („Gumbo French“), relaxt-charmanten Funk-Blues „The Truth Is“ oder auch mal ein eingeschobenes Double-Bass-Uptempo-Swing-StĂŒck wie „Good Times“ (Are Killing Me)“. Ein Geheimtipp fĂŒr alle stiloffenen Blues-Freunde, die ihre CD-Sammlung mal um eine außergewöhnliche Produktion bereichern wollen. Die CD hat auch textlich einiges zu bieten...
Rainer Guérich


THE ELECTRIC SOFT PARADE
No Need To Be Downhearted
Truck Records/Rough Trade
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The Electric Soft Parade kommen aus Brighton und liefern uns hier ein perfektes Album fĂŒr den Sommer ab. Ihre Songstrukturen sind ebenso intelligent wie charmant aufgebaut und bieten hörenswerten Brit-Pop-Rock mit progressiven Schlenkern und folkigen Zitaten. Hörenwert sind insbesondere das wunderbar melancholische "Shore Song Surfacing" und das psychedelische "Woken By A Kiss". Tolle Scheibe!
Duklas Frisch
 


TINSLEY ELLIS
Moment Of Truth
Alligator Rec./in-akustik
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Schon seit mehr als 20 Jahren begeistert Tinsley Ellis die Szene mit seinem ebenso kraftvollen wie souligen Bluesrock, von dem es auf „Moment Of Truth“ nun wieder eine neue Kostprobe gibt. Wah-Wah-Riffs und Hendrix-Zitate stehen im vollen Bluessaft und ĂŒberzeugen in Nummern wie „Say Too Much“ und „Get To The Bottom“. Diesem tierischen Groove kann man sich wirklich nur schwer entziehen. Zudem gibt es auch noch eine Neubearbeitung des Sam & Dave-Klassikers „I Take What I Want“. Der roughe und authentische Mix bringt die Urgewalt der Songs bestens rĂŒber. Starke Scheibe!
Rainer Guérich


ESKIMO VOLUME 5
Mixed By The Glimmers
Eskimo Rec./Rough Trade
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Auf dieser Mix-Compi kehren die belgischen Top-DJs The Glimmers zu ihren eigentlichen Wurzeln zurĂŒck. 19 Tracks haben sie durch den Konverter gezwirbelt und geben der Party-Crowd eine wohlschmeckende Mixtur aus Funk, Dub, House, Techno und Post-Punk Disco. Eröffnet wird die Scheibe von Primal Screams „Loaded“, gefolgt von Shirley Basseys „Slave To The Rhythm“ und der Disco-Funk-Nummer „Love To Fly“ von der Venus Gang. Ebenfalls mit verarbeitet wurden die Dissidenten mit „Fata Morgana“ und die NDW-Heroen Trio mit „Da Da Da“. Hier ist totale Abwechslung angesagt!
Siggi Mayen


ESSENTIAL DUB
V.A.
Roir/Cargo Records
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Mit diesem schmucken Sampler könnt ihr einmal testen, was die Bass-Chassis eurer Lautsprecherbox taugt. Das Label Roir fördert hier wahre Perlen des Dubs zutage, wobei auch Reggae-Freunde auf ihre Kosten kommen. Gnadenlos gut ist schon der Opener „Dub Out“ von Oku Onuora, der von dem Rastafri Dub von Ras Michael & The Sons Of Negus („Truth And Right“) gefolgt wird. Klar, dass auf einer solchen Zusammenstellung auch nicht Bill Laswell fehlen, der zusammen mit Jah Wobble sein ĂŒber sechsminĂŒtiges „Space-Time Paradox“ auf die andĂ€chtig staunende Bass-Gemeinde los lĂ€sst. Klasse!
Rainer Guérich


MORGAN FINLAY
Shifting Through The Breakers
Sound Of Liberation/Radar
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„Shifting Through The Breakers“ ist das zweite Album des kanadischen Singer/ Songwriters Morgan Finlay, der schon seit geraumer Zeit in Berlin seine Zelte aufgeschlagen hat. Über einen hohen Wiedererkennungswert verfĂŒgt seine sonore Stimme, die zu den oftmals spartanischen Arrangements gut passt. Einfach Augen schließen und sich von der wohligen AtmosphĂ€re von Songs wie „Merge“ und „Night At The Mercury“ verzaubern lassen. Eine Platte, die man eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit auflegen kann und die man nicht so schnell leid wird...
Fabian Hauck


FOG
Ditherer
Lex Records/Rough Trade
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Andrew Broder, Mark Erickson und Tim Glenn eröffnen ihre neue Scheibe mit einem ungewohnten Zirp-GerĂ€usch, wobei man im ersten Moment meint, der CD-Player sei defekt. Danach geben sich Fog jedoch sehr kreativ und und setzen ihre Post-Rock-Bastarde mit Laut-Leise-Konstellationen in Bewegung, die teils bis zu 10 Minuten dauern. Ein flirrender Klangtripp, der beim Hörer auch durch die melodischen Gesangslinien („You Did What You Thought“) und die spĂŒrbare Elektronikkomponente („Ditherer“) zu gefallen weiß.
Bernd Lorcher


FREDDA
Toutes mes aventures
Le Pop Musik/Groove Attack
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In der französischen Musikszene ist Fredda, die mit bĂŒrgerlichem Namen FrĂ©dĂ©rique Dastrevigne heißt, keine unbekannte GrĂ¶ĂŸe. Zusammen mit ihrem langjĂ€hrigen Partner Pascal Parisot hat die charismatische SĂ€ngerin bereits auf zahlreichen Festivals fĂŒr BegeisterungsstĂŒrme gesorgt. Auch fĂŒr ihre erste Soloarbeit hat sich Fredda die Arbeit mit Partner Pascal gesichert, der die SĂ€ngerin in den zehn Chansons kongenial am Klavier begleitet. So ist eine abwechslungsreiche CD entstanden, die gekonnt zwischen französischem Chanson, modernen Poprhythmen, Folkideen und jazzigen Gefilden wechselt.
Frank Zöllner


GRAVENHURST
The Western Lands
Warp/Rough Trade
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Verwickelte Harmonien, abstrakte Beats und eine beseelte Hommage an eine nicht alltĂ€gliche Pop-Ästhetik legen Gravenhurst einer interessierten Hörerschaft zu FĂŒĂŸen und erwarten nicht weniger als ein gerĂŒttelt Maß an Fantasie und unvoreingenommener AufnahmefĂ€higkeit. DafĂŒr entschĂ€digen sie ihre Fans mit „The Western Land“, einem musikalisch-kreativen Rundumschlag in Sachen Lo-Fi-Pop, Garagenfeeling, Folk&Rock-Anleihen und Psycho-Elementen. HierfĂŒr greifen Gravenhurst auf eine Klangcollage aus rollenden Shuffle-Beats, sperrigen Hooks und smoothen Groove-Landschaften zurĂŒck, um ihren verzaubernd-entrĂŒckten Sound ins richtige Licht zu rĂŒcken. Außergewöhnlich, extravagant, intensiv!
Fabian Hauck


RAINALD GREBE
Das Robinson Crusoe Konzert
Versöhnungsr./BrokenSilence
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Nachdem Rainald Grebe erst kĂŒrzlich die CD „Volksmusik“ mit seiner Kapelle der Versöhnung veröffentlichte, erscheint nun seine Solo-CD „Das Robinson Crusoe Konzert“. Die 17 Songs des Liedermachers und Comedians aus Berlin wurden allerdings nicht nur live, sondern auch im Studio eingespielt. Das Ergebnis kann sich hören lassen und schwimmt erfolgreich gegen den Strom. Grebes skurrile Weltsichten paaren sich wie gewohnt mit einer Menge Humor und Augenzwinkern. Unbedingt reinhören in Lieder wie „Kontaktanzeigen“, „Mitte des Lebens“ und „ZivilisationsmĂŒdigkeit“.
Simone Theobald


GUSTER
Ganging Up On The Sun
Reprise Records/Rough Trade
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"Ganging Up On The Sun" ist bereits die fĂŒnfte Scheibe der aus Boston stammenden Band Guster, die hier einen melodiösen und energetischen Alternative Collegerock mit Brit-Pop verbindet. Ihre Songs gehen gut ins Ohr, wobei insbesondere das siebenminĂŒtige "Ruby Falls" und das ohrgĂ€ngige "C'mon" als Reinhörtipps herhalten sollen.
Duklas Frisch


JOHN WORT HANNAM
Two Bit Suit
Black Hen Music/in-akustik
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Folk-Freunde aufgepasst! Der kanadische Singer & Songwriter John Wort Hannam stellt mit "Two Bit Suit" ein absolut empfehlenswertes Album fĂŒr alle Genre-Freunde vor. 11 Tracks stehen auf dem Spielplan und werden von Mr. Hannam in bester Folk-Tradition dargeboten. In Kanada ehrte man den Folk-Barden vor zwei Jahren ĂŒbrigens zum besten  Contemporary Folk Singer.
Bernd Lorcher


COREY HARRIS
Zion Crossroads
Telarc/in-akustik
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FĂŒr seine einzigartige Verbindung von Blues, Reggae und Soul ist Corey Harris schon seit vielen Jahren in der einschlĂ€gigen Musikszene bekannt. Corey Harris ist zweifellos ein wichtiger Erneuerer des Blues und nimmt in seinen sozial-kritischen Texten auch kein Blatt vor den Mund. Seine neue Scheibe "Zion Crossroads" reflektiert Harris' charismatische Persönlichkeit und hat in Songs wie "Ark Of The Covenant", "Sweatshop" und dem kosmopolitischen "Keep Your Culture" ihre ganz besonderen Höhepunkte. Sehr empfehlenswert!
Bernd Lorcher


SARA INDRIO
Dark Clouds, Silver Linings
Divine Records/Cargo
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Den perfekten BrĂŒckenschlag zwischen unwiderstehlichem Pop-Appeal, Indie-Feeling und Folk serviert uns Sara Indrio auf ihrer DebĂŒtarbeit. In ihrer dĂ€nischen Heimat wird die Singer/Songwriterin bereits in einem Atemzug mit Norah Jones und Aimee Mann genannt und ihr oft etwas melancholischer Grundtenor als „Scandinavian Blues“ zur neuen Stilrichtung erhoben. Die elf Songs ĂŒberzeugen mit einer wunderbar versponnenen Melange aus unkomplizierter, handgemachter Musik, Blues&Folk-Reminiszenzen, Easy-Listening und auch mal einer DĂŒster-Ballade zum TrĂŒbsal blasen!
Jörg Eifel


IN THE MIND OF JAMIE CULLUM
V.A.
District 6/Rough Trade
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Der Mann ist ein musikalisches PhĂ€nomen und in den Bereichen Rock, HipHop, Folk und Dance ebenso zu Hause wie in Acid, Blues oder Jazz. Bis heute gehen gut und gerne 2,5 Millionen verkaufter Alben auf das Konto von Jamie Cullum. Seine Live-Auftritte haben die Hunderte auch schon lange hinter sich gelassen. Mit der vorliegenden Scheibe lĂ€sst uns Cullum mal wieder Anteil haben an seinem musikalischen Kosmos und hat eine ĂŒberaus interessante Mix-Scheibe zusammengestellt. So finden wir neben klassischen Jazz-Themen von Charles Mingus oder Nina Simone reinrassige Floorburner Marke Laurent Garnier, Latin-Flair Ă  la Luiz Bonfa sowie zwei bisher unveröffentlichte Arbeiten von Meister Jamie Cullum höchstpersönlich. Eine Top-Scheibe voller Abwechslung!
Frank Zöllner


KAVINA
U Got Sum Nerve!
Beat Cat/edel
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Die hĂŒbsche Kavina ist erst 22 Jahre jung und veröffentlicht mit „U Got Sum Nerve!“ ihr ohrgĂ€ngiges R&B-DebĂŒt mit unverkennbarem Club-Appeal. 12 Songs stehen auf dem Spielplan und geben einen sehr guten Einblick in die GefĂŒhlswelten und den Urban-Lifestyle der SĂ€ngerin. Wer auf die Musik von KĂŒnstlerinnen wie Mary J. Blige, Brandy und Lauren Hill steht, sollte an den Songs durchaus Gefallen finden. Besonders hörenswert sind Nummern wie das dezent treibende „Insecurities“ und  das auf einer soliden Bassline walkende „Shifty“. Chartkompatibler Pop kann durchaus auch unterhaltend sein.
Simone Theobald


OMAR KENT DYKES & JIMMIE VAUGHAN
Jimmy Reed Highway
Ruf Records/in-akustik
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Tolle Zusammenarbeit von Omar Kent Dykes und Jimmy Vaughan (dem Ă€lteren Bruder von Stevie Ray Vaughan), die auf dieser CD die sagenumwobene Jimmy Reed Highway im SĂŒden der Vereingten Staaten entlangfahren. Herausgekommen sind packende Zwölftakter wie „Big Boss Man“, „Baby What’s Wrong“ und „Hush Hush“. Veredelt wurde die Aufnahme zusĂ€tzlich durch hochkarĂ€tige GĂ€ste wie James Cotton, Kim Wilson, Delbert McClinton, Gary Clark Junior und Lou Ann Barton. Ein absoluter Pflichtkauf fĂŒr jeden ernstzunehmenden Bluesfan!
Bernd Lorcher


KULTURKANTINE
Electronic Lounge Session
Sony BMG
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Ein gefundenes Festessen fĂŒr alle Freunde eines exquisiten Electronic-Lounge-Sounds ist die dritte Doppel-CD, die in der Reihe „Kulturkantine“ erscheint. 28 HochkarĂ€ter finden sich auf den zwei Silberscheiben, angefangen von Trentemöller‘s „Moan“ ĂŒber DJ Krush feat. Sly & Robbie („The Lost Voices“) bis hin zu Guardner‘s „All Right“. Ein besonderer Anspieltipp ist die MDLA-Remix Version “Valldemossa” von Dorfmeister vs. Madrid De Los Austrias.
Siggi Mayen


LOPAZZ
Kook Kook
Get Physical/ Rough Trade
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Seit 1994 ist Stefan Eichinger aka Lopazz Teil des Heidelberger HD800 Teams, hat sich aber auch als Film-Composer mit ĂŒber 30 Soundtracks einen Namen gemacht. Nun veröffentlicht er unter seinem Alter Ego seinen ersten Full Length Player, auf dem er Contemporary House, Techno und Elektronica zu einem organisch pluggenden Sound vermischt. Analoger Discosound trifft auf Minimal Techno und electro-poppige Arrangements, dass es eine wahre Freude ist. Gut ins Ohr geht hierbei insbesondere auch das mit romantischer Vocalspur versehene „Wasted Days“.
Duklas Frisch


ANNETT LOUISAN
Das optimale Leben
105 music
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Nach knapp 2 Jahren Vorarbeit legt Annett Louisan nun den von ihrer Fangemeinde lange erwartete neuen Longplayer vor, auf dem sie ihr vielschichtiges Talent unterstreicht und 14 durchdachte Songs vorstellt. Hörenswert sind vor allem Songs wie das mit einem Augenzwinkern daherkommende „Er“ und das bittersĂŒĂŸe „Wenn man sich nicht mehr liebt“. Insgesamt betrachtet ist „Das optimale Leben“ ein  Album, das zeigt, dass Annett Louisan die Nische „Neuer deutscher Chanson“ mittlerweile erfolgreich besetzt hat. Sie verfĂŒgt ĂŒber eine große kĂŒnstlerische EigenstĂ€ndigkeit bzw. Wiedererkennungswert.
Duklas Frisch


CHRISTINA LUX
Pure & Live
Prudence/Rough Trade
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Dass ein Konzert von Chistina Lux ein Erlebnis ist, zeigt dieses in einem kleinen Club mitgeschnittene Konzert. Nur von der Gitarre begleitet, findet ihre soulige und samtweiche Stimme den Platz, den sie zum Improvisieren und Scatten braucht.  Die Songs ihres Live-Programms stammen grĂ¶ĂŸtenteils von ihrem letzten Album „Coming Home“, aber auch von „Little Luxuries“ (2002). Fast könnte man bei der Leidenschaft, mit der sie in der instrumental  reduzierten BĂŒhnenkonstellation zu Werke geht, von einem emotionalen Seelen-Striptease sprechen. Diese CD ist ein tolles Erlebnis!
Bernd Lorcher


M.A.N.D.Y.
12 Great Remixes For 11 Great Artists 2001-2007
SAMIM
Flow
Get Physical/Rough Trade
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Zwei Veröffentlichungen auf Get Physical Music: Bereits seit 6 Jahren haben sich M.A.N.D.Y. aka Patrick Bodmer and Philipp Jung als Remixer und DJs in der Szene einen Namen gemacht. „Auf 12 Great Remixes For 11 Great Artists 2001-2007“ wurden nun ihre besten Mix-Bearbeitungen vereint. Mit dabei sind Acts wie Tiefschwarz, Royksopp und Rex The Dog. – SAMIM Winiger ist bekannt fĂŒr seinen Arbeiten auf Labels wie Circus Company, Moonharbour und Tuningspork. Mit „Flow“ erscheint nun eine Scheibe unter seinem Namen, die – wie es der Titel schon andeutet – den Flow-Charakter seiner Tracks in den Vordergrund stellt. Anspieltipps sind StĂŒcke wie „Blackdeath“, „Heater“ und „Forcefeedback“.
Siggi Mayen


MEN AMONG ANIMALS
Bad Times, All Gone
Tapete Records
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FĂŒr ihre DebĂŒtscheibe haben sich Men Among Animals eine lebensfrohe Melange aus Hammond-Sound, 60er Jahre-Revival und A-Cappella-Gesangsnummern ausgedacht, die in den GehörgĂ€ngen hĂ€ngenbleibt. Dazu kombinieren die fĂŒnf Jungs mit fast babylonischer Vielfalt einen groovenden Sound zwischen unbeschwerten Folkeinlagen, Brit-Pop, Elektro-Gefrickel und locker-flockigen Computerbeats. Mit reichlich GefĂŒhl fĂŒr Dynamik und Melodie beweist die Band Liebe zum Detail und zimmert ein poppig-verspieltes Album als wĂ€re es die selbstverstĂ€ndlichste Sache der Welt. Ein Kleinod!
Frank Zöllner


WOLFGANG MÜLLER
In der Zwischenzeit
Rintintin/Indigo
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Wolfgang MĂŒller ist ein Songpoet aus Hamburg, der von  Michy Reincke bei einer Veranstaltung entdeckt wurde. Mit „In der Zwischenzeit“ erscheint nun sein DebĂŒtalbum, auf dem er seine intelligenten und durchdachten Geschichten ĂŒber die BanalitĂ€ten und Sichtweisen des Alltags vertont hat. MĂŒller, der in der Vergangenheit auch schon Lieder fĂŒr KĂŒnstler wie Gitte Haenning und Stefan Gwildis geschrieben hat, beschreibt seine GefĂŒhle zum Leben treffend in Songs wie „Zu hell fĂŒr die Nacht“ und „Leben wie Franzosen Auto fahren“. Bei dem Titel „StĂŒck von dir“ wird der Barde zusĂ€tzlich noch von Regy Clasen unterstĂŒtzt.
Duklas Frisch


NAMASTE CULTURES
Compiled By DJ Alok
Blue Flame/Rough Trade
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Auch die bereits 5. „Namaste“-Compi steht wieder ganz im Zeichen des wöchentlich auf der Insel Ibiza stattfinden Events im Club Las Dalias in San Carlos. Hier treffen sich Musiker, Maler, Fotografen und DJ‘s von der Insel um zu indisch-orientalischer Musik zu feiern, zu tanzen und zu essen. Ein populĂ€rer Event, der sich mittlerweile zu einem der angesagtesten Veranstaltungen der Insel entwickelt hat. Auch „Namaste Cultures“, unter dem fachmĂ€nnischen Blick von Mastermind DJ Alok, versucht mit Szene-DJ‘s&Masterfader wie Bahrmaji, Hilight Tribe und Dubdealers etwas von dieser folkloristischen Stimmung zwischen Dance-Delirium, Chillout-Lounge, Ambient-SphĂ€ren und Stroboskop-Gewittern einzufangen und ins heimische Wohnzimmer zu bringen.
Frank Zöllner


SALIM NOURALLAH
Snowing In My Hear
Tapete Records
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Der texanische Singer/Songwriter ist außerhalb seiner Heimat wohl am ehesten in Skandinavien ein Begriff, wo seine VorgĂ€ngeralben „Polaroid“ und „Beautiful Noise“ erstaunliche Verkaufszahlen erreichten. Hierzulande ist der Mann mit der filigran-sympathischen Stimme noch weitestgehend ein Geheimtipp, was sich mit der vorliegenden Scheibe hoffentlich Ă€ndern wird. Denn die entspannten, unkomplizierten und immer ehrlichen Folk/Pop/Rock-Songs von Salim Nourallah haben es verdient ein breiteres Publikum zu begeistern. Und tatsĂ€chlich haben Songs wie „Erased“ und„Don‘t Be Afraid“ mit ihrer Mischung aus gemurmelter Bizarr-Lyrik und beatlesker Melodien durchaus Ohrwurm-Potential.
Yasmin Schmidt


OLIVIER LIBAUX
Imbécile
Discograph/Alive
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Was der französische Gitarrist und Songschreiber hier mit Hilfe von Frankreichs Pop-Avantgarde ins Leben gerufen hat, sucht seinesgleichen. Entworfen als Konzeptchanson-Album entwickelt sich die Rille mit zunehmender Dauer immer mehr zu einem wahren Feuerwerk französischer Chansonkunst und wunderbarer Songzauberei. Dabei ist es die geniale Synthese aus puristischer Instrumentierung (sehr oft nur bestehend aus Olivier Libaux‘s Gitarrenspiel), wunderbar-versponnenen Melodien und lieblich-unterkĂŒhlten Stimmen, die einen in ihren Bann ziehen. Mehr wird nicht verraten, einfach kaufen!
Frank Zöllner


ON THE BEACH 3
Mix by Lorenzo Al Dino
Warner Music
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Ibiza-Experte Lorenzo Al Dino hat die dritte Ausgabe der "On The Beach" Reihe zusammengestellt und gemixt, um uns die Sonne und die Grooves der Insel ins heimische Wohnzimmer zu bringen. CD1 steht unter dem Thema "Sun-Loungers" und ist zum relaxten Chill-Out und Sonnenbraten gedacht. Mit dabei sind loungige Tracks von KĂŒnstlern wie Donati, Naoki Kenji, Roulito, Montfort und Goloko. CD2 ("Sun-Movers") ist zum Abhotten und prĂ€sentiert das von Al Dino live gemixte Club-Set. Mit dabei sind Raw Artistic Soul ft. Ursula Rucker, Carolyn Harding, Blaze, Austin Howard u.v.a.
Duklas Frisch


THE PIERCES
Thirteen Tales of Love and Revenge
Lizard King/Rough Trade
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Hinter den Pierces stecken die beiden Schwestern Allison und Catherine Pierce. UrsprĂŒnglich stammen sie aus dem SĂŒden Alabamas, leben nun aber in New York, wo auch die Songs fĂŒr dieses Album entstanden. Musikalisch haben die beiden Damen einiges an Abwechslung zu bieten. Ihr Song-Repertoire reicht von folkigen Nummern ("Three Wishes") ĂŒber das Cabaret der 20er Jahre ("Turn On Billie") bis zu poppigen GlanzstĂŒckchen ("Light On"). Auf jeden Fall verfĂŒgen die beiden Pierces ĂŒber eine extrem einzigartige musikalische Handschrift, und die ist absolut hörenswert!
Duklas Frisch


POLKAHOLIX
The Great Polka Swindle
Westpark Music
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Wer bei dem Begriff Polka bisher an Bierseeligkeit, langweilige Dorffeste oder 50er Jahre-Heimatfilme dachte, der darf sich bei der neuen Scheibe der Berliner Spaß-Combo auf einiges gefasst machen. Wie der Name schon erahnen lĂ€sst, steht bei den Polkaholix tatsĂ€chlich alles im Zeichen herziger Polka-Rhythmen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Acht-Mann-Crew um LeadsĂ€nger&Saxophonist Andreas Wieczorek es zusĂ€tzlich mit reichlich Punk-AttitĂŒden, Rockeinlagen und einer Mischung aus Klezmer&Cajun-Feeling ordentlich krachen lĂ€sst. Hier kommt vom ersten Akkord an volle Partystimmung auf. Ob abgedrehte Eigenkomposition oder verrĂŒckte Bearbeitung von Bands wie Ideal, Trio oder Kraftwerk, hier steht Fun und Gute Laune auf Platz Eins!
Simone Theobald


ELVIS PRESLEY
Viva Las Vegas
RCA/Sony BMG
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AnlĂ€sslich des 30. Todestags des King‘s erscheint eine limitierte Doppel-CD-Deluxe-Edition aus den Las Vegas-Jahren. WĂ€hrend auf der ersten CD Hits wie „See See Rider“ und „Prod Mary zu finden sind, lohnt insbesondere die zweite CD den Kauf dieser Edition. Hier gibt es nĂ€mlich ein bisher unveröffentlichtes Konzert von Elvis Presley zu hören, das am 21. August 1969 im International Hotel in Las Vegas mitgeschnitten wurde. Ein hochkarĂ€tiges, 18gĂ€ngiges Set mit Titeln wie „Blue Suede Shoes“, „Love Me Tender“ und „Heartbreak Hotel“. Die hervorragende Band, die Elvis seinerzeit begleitete, nannte sich spĂ€ter ĂŒbrigens TCB (Taking Care Of Business).
Duklas Frisch


HERMAN RAREBELL, PETE YORK & CHARLY ANTOLINI
Live 2005
Skinfire/in-akustik
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2005 standen drei absolute Top-Schlagzeuger zum ersten Mal gemeinsam auf der BĂŒhne: Herman Rarebell, ehemaliger Scorpions-Drummer, Pete York (Ex-Spencer Davis Group) und Schlagzeug- und Swing-Guru Charly Antolini. Das spektakulĂ€re Ergebnis kann man auf dieser Live-CD nachhören, auf der sich die drei Vollblutmusiker quer durch alle Musikstile trommeln. Auf dem Programm stehen Nummern wie "Rock You LIke A Hurricane", "Keep On Running", "Still Loving You" und "Paint It Black". Der Bonustrack "Dance With The Devil" ist eine Coverversion und Huldigung an Cozy Powell.
Duklas Frisch


GABRIEL RIOS
Angelhead
PIAS
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FĂŒr sein zweites Album hat Singer/Songwriter Gabriel Rios seine Latin-Wurzeln hörbar ausgebaut und prĂ€sentiert uns seinen quirligen Gute-Laune-Mix aus Rock, Pop, Latin, Reggae und HipHop. DafĂŒr greift der Mastermind tief in die Trickkiste und gruppiert flĂ€chig aufgebaute Elektro-Musik neben kantige Sound-Cluster, Ska-Core und schrĂ€ge HipHop-Rhythmen. Dazu kommt wohldosiert ein cool-urbaner Latin-Charme, der die Songs groovend-rhythmisch fast aus den Boxen tropfen lĂ€sst. Ein Album zum relaxten Chillen auf der Couch oder um, begleitet von BlĂ€sersections, ĂŒber die TanzflĂ€chen zu federn!
Simone Theobald


ROSE
Rose
EMI Music
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In ihrer französischen Heimat ist man schon auf das Talent der 28 jĂ€hrigen SĂ€ngerin und Songwriterin Rose aufmerksam geworden. Ihr selbstbetiteltes DebĂŒt wurde dort bereits mit Gold ausgezeichnet und wird nun auch hierzulande veröffentlicht. Geboten wird eine Ă€ußerst reizvolle Mischung aus französischem Chanson-Feeling und Nu-Folk-Touch. Unbedingt reinhören in das wunderbare "Cia Bella", eines der vielen Highlights auf der Scheibe. FĂŒr Freunde französischer Popkunst ein absolutes Muss!
Ute Bahn


WILLIE SALOMON
Just In Time
Acoustic Music/Rough Trade
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Eine wahre Akustik-Blues-Perle legt der aus Straubing stammende Willie Salomon hier vor. Staubtrocken perlen seine minimalistischen und authentischen Bluesnummern aus den Boxen, die ganz in der Tradition von  Robert Johnson und Mississippi John Hurt stehen. Salomons Stimme passt gut zu lĂ€ssigen Nummern wie „Mountain Jack Blues“ und Muddy Waters’ „Country Boy“. Eine Scheibe, die fĂŒr den Freund amerikanischer Roots& Blues Music zu einem echten Highlight in der Sammlung werden könnte. Salomon spielt ĂŒberigens ausschließlich alte Gibson- und Resonator-Gitarren.
Bernd Lorcher


SABRINA SETLUR
Rot
3P/Intergroove
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Sabrina Setlur hat die Farbe „Rot“ entdeckt. Das könnte man bei der grellroten Farbe des Coverartworks und des CD-Titels jedenfalls denken. „Rot“ ist fĂŒr Sabrina eine positive bzw. lebensbejahende Farbe, was sich natĂŒrlich auch in sehr emotionalen Nummern niederschlagen musste. 14 Tracks finden sich auf dem Alben, das durch seine Elektronikkomponente auch tanzbar ist. Man höre hierzu nur „Discolampen“ und die erste Singleauskopplung „Lauta“.
Simone Theobald


SIXTOO
Jackals And Vipers In The Envy Of Man
Ninja Tune/Rough Trade
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Bereits die sechste Veröffentlichung von Sixtoo auf Ninja Tune, fĂŒr die er seine Drum Machine mit jeder Menge dĂŒsterer Elektronik zu einem sehr faszinierenden Film-Noir-Style kombiniert hat. Sein Thema „Jackals And Vipers In Envy Of Man“ gliedert sich in 13 Parts und entwickelt im Laufe des Hördurchlaufs ein sehr komplexes und ultradeepes Eigenleben. FĂŒr die Freunde des Ninja Tune-Labels eine Empfehlung!
Siggi Mayen


SOLAL
The Moonshine Sessions
iYA BASTA!/Universal Music
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In einem Interview machte der französische Songschreiber, DJ&Produzent unlĂ€ngst klar, dass seine neueste Arbeit „The Moonshine Session“ musikalisch eigentlich gar nicht so weit von seinem Projekt, dem Millionen-Seller, „Gotan Project“ entfernt sei. Schließlich hĂ€tte man schon vor Jahren mit den Country-Experimentalisten von Calexico zusammengearbeitet. Seine neueste Arbeit, die Philippe Cohen-Solal zusammen mit Bucky Baxter unter Dach und Fach gebracht hat, kommt also ganz ohne Big-Beats, Vibes, Dance-Rhythmen oder Electronika-Sound aus. Hier steht der pure Nashville-Sound mit Steelguitar, Mundharmonika, Lagerfeuer-Romantik und staubigem Desert-Feeling auf dem Spielplan. So ist eine sehr stimmige und in sich geschlossene Aufnahme entstanden, die gekonnt mit eingĂ€ngigen Country-Elementen, Folk-Akustik und Pop-Rhythmen arbeitet. Und selbst der Abba-Gassenhauer „Dancing Queen“ atmet hier die ungestĂŒme Weite des Wilden Westens.
Simone Theobald


STEREOPHONICS
Pull The Pin
V2 Records/Universal
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FĂŒr die Auszeit, die sich die Jungs von Stereophonics 2006 gegönnt haben, kann man im nachhinein nur dankbar sein, denn Kelly Jones und Gesellen legen eine Scheibe vor, die in ihrer IntensitĂ€t und BodenstĂ€ndigkeit an die toughen AnfĂ€nge der Band erinnert. Gleich mit dem Opener „Soldiers Make Good Targets“ knallen die Jungs einen wahren Rockklassiker aus den Amplifiern, der mit einer Mischung aus begnadetem Retro-Rock und Alternative-Sound arbeitet. Hörenswert sind auch die bezaubernde Akustik-Ballade „Bright Red Star“ und die gelungenen AusflĂŒge in Britpop-Gefilde. Erstklassig!
Fabian Hauck


SUMMERTIME BLUES
V.A.
Ruf Records/in-akustik
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Wer im Schwimmbad oder am Strand nicht auf zeitlos guten Blues verzichten möchte oder einfach nur die passende CD fĂŒr den Autoplayer sucht, liegt mit dieser Kollektion richtig. 12 mal abwechslungsreicher Blues mit solchen HochkarĂ€tern wie Ana Popovic („The Hustle Is On“), Luther Allison („I Wanna Be With You“), Walter Trout with John Mayall („Highway Song“), Aynsley Lister („Wherever I Am“), Eric Bibb („Livin’ Lovin’ An’ Doin“) u.v.m. Da lĂ€sst sich die Repeattaste am Player problemlos drĂŒcken!
Rainer Guérich


SWAYZAK
Some Other Country
!K7 Records /Rough Trade
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Auf ihrem 5. Album haben die Briten um James Taylor und David „Brun“ Brown den Psycho-Anteil ihrer Tracks deutlich erhöht und unterfĂŒttern einen unterschwellig immer vorhandenen Tanzbarkeitsfaktor mit jeder Menge Dark-Deephouse-Feeling. So ensteht eines der interessantesten Dub-Techno-Alben der letzten Jahre, das ganz ohne harte Bretter, GanzkörperkrĂ€mpfe und Nasenbluten auskommt. Statt dessen servieren uns Swayzak einen entspannten und gleichzeitig hoch anregenden Stilmix aus dubbigem Electro-Ambient, intellektueller Straightness und bis in die Gehirnwindungen gehenden Hardsteps.
Frank Zöllner


THE TACTICIANS
Some Kind Of Urban Fulfilment
Setanta/Rough Trade
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Recht enttĂ€uschend, was die beiden Tacticians BrĂŒder Ollie (Gesang) und Joe (Gitarre) uns hier mit ihren beiden Mitstreitern Al Begg (Bass) und Mark Thorby (Schlagzeug) auftischen: eine schlechte Reinkarnation der Kinks, gesanglich recht dĂŒrftig und musikalisch total einfallslos.
Duklas Frisch


CHRIS WHITLEY & JEFF LANG
Dislocation Blues
Rounder Records/in-akustik
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Im November 2005 verstarb Chris Whitley leider tragischerweise an Lungenkrebs. Mit Jeff Lang spielte er kurz vor seinem Tod noch dieses hochkarÀtige Album im australischen Melbourne ein. Herausgekommen ist eine sehr vielschichtige Bluesscheibe, groovig, minimalistisch und im Delta Blues verwurzelt. Und Whitley's Stimme klingt wie immer sehr emotional, eine Empfehlung!
Duklas Frisch



SHARRIE WILLIAMS & WISEGUYS
Live At The Bay-Car
Crosscut Records/in-akustik
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Eine Empfehlung fĂŒr alle Freunde eines soul-getrĂ€nkten Rock-Blues ist diese CD der aus Detroit stammenden Sharrie Williams, die parallel auch als DVD-Ausgabe erscheint. Mitgeschnitten wurden die Tracks auf dem französischen „Bay-Car Blues Festival“ im April 2006. Sharrie und ihre vierköpfige Begleitband The Wiseguys laufen auf der BĂŒhne zu großer Form auf, wobei schnell klar wird, warum Sharrie auch als „Princess Of Rockin‘ Blues“ bezeichnet wird. Ihr Timbre ist soulig und kraftvoll und hĂ€lt Vergleichen mit GrĂ¶ĂŸen wie Etta James oder Aretha Franklin mĂŒhelos stand. Anspieltipps sind StĂŒcke wie „Tell Mam a“ und „Hard Drivin‘ Woman“. Als Gast ist auf 2 Tracks auch noch Mundharmonika-Spieler & SĂ€nger Robin Rogers mit von der Partie.
Bernd Lorcher


THE WORLD DOMINATION
Heat
1st Decade Records/SPV
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Nachdem sie mit ihrem Dancefloor-Knaller „Galactic Lover“ bereits auf der Kitsune Maison Kompilation vertreten waren, legen 666Val und RingoFire aka The World Domination nun ihr DebĂŒtalbum vor, das ĂŒber 1st Deacde Records erscheint. Ihr Electro-Pop-Rock ist zweifelos in den 80er Jahren verwurzelt, beinhaltet aber auch Techno und Glamrock-Zutaten. Nummern wie das fette „FXXK Machine 2007“ und das dĂŒster verwobene „Duplex Knockout“ zeigen, dass The World Domination auch ĂŒber den Tellerrand gewöhnlicher Genre-Veröffentlichungen hinausblicken können.
Simone Theobald


NOCH MEHR NEUE CDs:


BZN
The Last Concert
Koch Universal
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Am 16. Juni 2007 gab die Band aus dem hollĂ€ndischen Volendam im Rotterdamer „Ahoy“ ihr Abschiedskonzert vor ĂŒber 250.000 Fans, das auch im hollĂ€ndischen Fernsehen ĂŒbertragen wurde. In Holland ist die Band seit mehr als 40 Jahren einen Attraktion und kann auf ĂŒber 55 Hits verweisen. Klar, dass auf diesem Abschlusskonzert, das sowohl als Doppel-CD als auch als DVD erscheint, nochmal ihre großen Hits zu hören sind. BZN bedeutet auf hollĂ€ndisch ĂŒbrigens soviel wie „Band ohne Namen“. FĂŒr die Fans sicherlich ein Must-Buy!
Ute Bahn


NEW YORK CITY BAND
With Luther Vandross
Douglas Records/H’Art
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ZĂŒrĂŒck in die Zeit der Soul-Funk-Disco-Ära fĂŒhrt diese Neuauflage des  Soundscores zu dem Film „Sunnyside“ aus dem Jahre 1979. Die hochkarĂ€tig unter der FederfĂŒhrung von Harold Wheeler besetzte New York City Band (u.a. Will Lee, Hiriam Bullock) hatte seinerzeit den jungen Luther Vandross als Soul-Crooner in ihren Reihen. FĂŒr den Freund eines groove-orientierten Soul-Disco-Fusion-Sounds eine Entdeckung wert!
Bernd Lorcher


FALCO
Einzelhaft 25th Anniversary Edition
Sony BMG
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Ein Must-Buy fĂŒr alle Falco-Fans ist diese liebevoll aufgemachte 2CD Version von Falcos DebĂŒtalbum „Einzelhaft“ aus dem Jahre 1982. AnlĂ€sslich des 25jĂ€hrigen JubilĂ€ums der Scheibe gibt es neben dem remasterten Originalalbum auf CD1 auch noch eine spezielle Bonus-CD im Package. Darauf zu finden sind der „Anniversary Mix 2007“ von „Nie mehr Schule“ und die rare englische Version von „Ganz Wien“ („That Scene“). Dazu gibt’s noch ein 36 minĂŒtiges Interview, das mit Falco im Jahre 1993 gefĂŒhrt wurde.
Simone Theobald


ACHILIFUNK
Gipsy Soul 69-79
Lovemonk/Soulfood
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Als superedel aufgemachte CD&Book-Edition erscheint diese von dem spanischen Black Grooves-Sammler Txarly Brown zusammengestellte Sammlung von afrokubanischer Rumba, Funk, Soul und Finia Sound zwischen 1969 bis 1979. Auf der CD vertreten sind musikalische SchĂ€tze wie „Caramelos“ (Rabbit Rumba), „Anana Hip“ (Dolores Varga), „Sones Del Chicharro“ (Los Charbos) und natĂŒrlich „Achili Funk“ (Mantecao y su Combo). Im 112 Seiten starken Book-Booklet findet sich alles Wissenswerte ĂŒber die „Achilifunk Story“, also welchen Einfluss die afroamerikanische Musik im Rumba und Flamenco-Sound innerhalb der spanischen Musik hatte.
Ute Bahn


NEUE ECOPAC-Serie bei Universal:


Universal Music hat eine neue Reihe von Wiederveröffentlichungen gestartet, bei der die CDs in der umweltfreundlichen Verpackung Ecopac erscheinen. Eröffnet wird die Serie mit sechs empfehlenswerten Kopplungen der unterschiedlichsten KĂŒnstler. Fans von
ABBA sollten zu „18 Hits“ (Polar Music/Universal) greifen. Neben den bekannten Hits wie „The Winner Takes It All“ und „Super Trouper“ finden sich auf dem Silberdiskus auch kuriose Versionen verschiedener Abba-Hits, u.a. eine französische Version von „Waterloo“ und eine German Version von „Ring Ring“. – Über eine große Fangemeinde verfĂŒgt LIONEL RICHIE, der auf „Back To Front“ (Universal Music) seine besten Balladen („Hello“, There Times A Lady“) und Uptemponummern (u.a. „All Night Long“) prĂ€sentiert. -  Das musikalische VermĂ€chtnis des tief-sonoren Crooners BARRY WHITE findet sich auf der Best Of-Sammlung „Greatest Hits“ (Mercury/Universal Music). Der bekannte SĂ€nger und Komponist, der 2003 leider viel zu frĂŒh verstarb, gibt hier tolle Soul-Nummern wie „You‘re My First, My Last, My Everything“ und „Love Serenade“ zum Besten. Sehr empfehlenswert! – Die britischen SUGABABES zĂ€hlen zweifellos zu den erfolgreichsten Girl-Groups. Von dem Talent der drei Grazien kann man sich auf „Overloaded“ (Universal Music) ĂŒberzeugen. Die CD vereint ihre grĂ¶ĂŸten Single-Hits und beinhaltet natĂŒrlich auch ihren letzten großen Smasher „Push The Botton“. – Von NO DOUBT gibt es unter dem Namen „The Singles“ (Universal Music) ebenfalls ein Re-Release. Musikalisch beleuchtet wird die sehr erfolgreiche Phase der Band von Gwen Stefani zwischen 1992 bis 2003. Auf dem Spielplan stehen Hits wie „Don‘t Speak“, „Hey Baby“ und „Just A Girl“. Als Bonustrack gibt‘s zusĂ€tzlich noch das StĂŒck „Girls Get The Bass In The Back“. - Last but not least gibt‘s von Schockrocker MARILYN MANSON auch noch eine Retrospektive seiner bekanntesten Songs. „Lest We Forget-Best Of“ (Universal Music) bietet neben Hits wie „Lunchbox“ und „The Dope Show“ aber auch geniale Coverversionen von “Tainted Love” und “Personal Jesus”.
Rainer Guérich


LOU REED
Berlin
RCA/Sony BMG
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Bei Sony BMG hat man sich hier an eine liebevoll aufgemachte Neuedition von Lou Reeds zweitem Soloalbum aus dem Jahre 1973 gemacht. Die 10 Songs wurden sorgfĂ€ltig remastered, als GĂ€ste im Studio waren seinerzeit KĂŒnstler wie Jack Bruce, Steve Winwood und Tony Levin dabei. Zweifellos ein wichtiger Meilenstein in der langen Karriere von Lou Reed.
Bernd Lorcher


RITUAL
The Hemulic Voluntary Band
Insideout/SPV
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Die Schweden Ritual nehmen in der Progressive-Rock-Szene zweifellos einen Ausnahmestatus ein. Das macht auch ihr neues Album deutlich, auf dem auch wieder weltmusikalische und folkige Elemente in den progressiven Klangkontext einfließne. Großartig ist auch das 26minĂŒtige Finale „A Dangerous Journey“.
David Comtesse




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