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SEPT./OKTOBER 2009
 | inMusic - da ist Musik drin!

 

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

ALBERTA CROSS
Broken Side Of Time
PIAS/Rough Trade
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Gelungen, ja fast schon beeindruckend ist das DebĂŒt der aus New York stammenden Combo Alberta Cross zu nennen, die mit Peter Ericson Stakee einen charismatischen SĂ€nger in ihren Reihen hat. Die 11 Songs auf „Broken Side Of Time“ werden mit glĂŒhender Leidenschaft intoniert, wobei die musikalische Ausrichtung irgendwo auf der großen Landkarte des Alternative Rock zu finden ist. Angereichert mit eigenen und unverkennbaren Trademarks, die StĂŒcke wie „Song 3Three Blues“ und „ATX“ zu lodernder GrĂ¶ĂŸe heranwachsen lassen. Die Band ist mit viel Herzblut bei der Sache, Respekt!
Frank Zöllner

THE ARABIAN CLUB NIGHT
#02
Lola's World/Soulfood
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Diese Doppel-CD wurde von DJ Ralph von Richthoven compiled und bietet einen exzellenten Überblick ĂŒber den derzeit angesagten Arabian House. CD 1 hat Clubcharakter und featured Acts wie DJ Antoine, Tristan Garnaer, DJ Disse und Lord Matteo. CD 2 zeigt die chillige Seite des Arabian House mit Acts wie Cosmic Rocker, DJ Jerome Hicks, Spiritual Brothers und Dzihan & Kamien.
Ute Bahn

A SOUND MIND
Harmonia
7us/H’Art
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Eine echte Entdeckung ist der australische Alternative Rock-Vierer A Sound Mind, der mit „Harmonia“ sein gelungenes DebĂŒtalbum vorstellt. Unverkennbare Trademark ist der wunderbare, sich in ungeahnte Höhen aufschwingende Leadgesang von Frontmann Anthony Kupinic, der auf langsamen StĂŒcken wie der wunderbaren Singleauskopplung „Grace“ die emotionale Seite von A Sound Mind unterstreicht und zu großer Form auflĂ€uft. Begleitet von melodiösen Pianoeinlagen und rockigen E-Gitarren. NatĂŒrlich gibt es aber auch munter nach vorne gehende Losrocker wie beispelsweise „The Power To Dream“ und „Enjoying The Pain“. Ein Album mit einer Vielzahl Hymnen fĂŒr die Ewigkeit, das man sicher gerne öfters aus dem CD-Regal ziehen wird.
Miny Stein

BEASTIE BOYS
Ill Communication
Capitol/EMI
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Eine edel aufgemachte Neuedition des Beastie Boys-Albums "III Communication", das mit seiner Mischung aus Old School Rap, Funk, Soul-Jazz und poppigen Elementen schon zur Zeit der Veröffentlichung zu ĂŒberzeugen wusste. Die SoundqualitĂ€t legt in der remasterten Version nochmal deutlich zu, aber alleine schon die Bonus-CD mit etlichen Remixen, Live-Tracks und raren B-Sides ist den Kauf wert.
Fabian Hauck

BERRY
Mademoiselle
Universal Jazz/Universal Music
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Die Kritik ist voll des Lobes ĂŒber die Musik der Französin Elise Portier aka Berry. Nicht zu Unrecht, wenn man ihr neues Album „Mademoiselle“ hört. Die Stimme von Berry hat kĂŒnstlerische Ausdruckskraft, klingt keck, zart und erotisch zugleich. Ob nun zusammen im Duett mit mĂ€nnlicher Stimme („Las Vegas“) oder kindlich gurrend zwischen GluckergerĂ€uschen und schöner Akustikgitarre („Le Bonheur“). Mademoiselle macht tierisch an, und das ist doch auch schon etwas wert.
Minky Stein

JULLY BLACK
Revival
Brown Sugar/ZYX Music
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Jully Black ist ein R&B und Soul-Import aus Kanada mit nicht enden wollenden, langen Beinen. Sie scheint sich ganz gerne zu prĂ€sentieren, was das Coverartwork mehr als deutlich macht. Musikalisch erwarten den Hörer bis zur Schmerzgrenze ĂŒberproduzierte Nummern wie „DJ Play My Song“, aber auch ganz nette Soul-Nummer mit Schmiss wie „Seven Day Fool“.  Dazu gibt es noch hier und da ein wenig HipHop-Garnitur. Die Scheibe wĂŒrde ich mir jetzt nicht unbedingt kaufen, aber wem’s gefĂ€llt...
Duklas Frisch

BLUMIO
Yellow Album
Japsensoul/Alive
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Endlich mal richtig gut gemachter Rap in deutscher Sprache. Mit viel Humor und außergewöhnlicher Frische zeigt Blumio der Konkurrenz, wo der Hammer hĂ€ngt. 20 Tracks, von denen ihr unbedingt "Rosenkrieg" feat. Zemine und "Lass mal ĂŒber Haie reden" antesten solltet. Sehr zu empfehlen die Scheibe!
Fabian Hauck

MATHIEU BOOGAERTS
I Love You
Le Pop Musik/Groove Attack
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Außergewöhnliches Album des Franzosen Mathieu Boogaerts, dessen kĂŒnstlerische KreativitĂ€t ungebrochen ist. Sein Gesang trifft auf rhythmisch interessant versponnene Songs zwischen Pop und Chanson. Und um die Ecke lauert so manche musikalische Überraschung. Man höre hierzu nur StĂŒcke wie "Chappe De BĂ©ton" und "Allez". Ein ganz ungewöhnlicher, ideenreicher und wegweisender KĂŒnstler aus Frankreich.
Bernd Lorcher

SHARON BRAUNER
GlĂŒcklich unperfekt
United Scape (
www.sharonbrauner.de )
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Popo, Lecker, Blond, So ein Tag und Ich will - so heißen einige Titel der CD von der SĂ€ngerin und Schauspielerin Sharon Brauner. Musikalisch erwartet den Hörer allerdings kein Emanzen-Pop, sondern augenzwinkernde Lebensbetrachtungen, manchmal schon ein bisschen Rosenstolzig, umgesetzt mit einer pittoresken, musikalischen Staffelei aus Chanson, Pop, Jazz und Lounge-Farben. Diese Anleitung zum „GlĂŒcklich unperfekt“-Sein sollte eigentlich einer breiten Hörerschaft gefallen. Ach ja, ich selbst bin ĂŒbrigens unglĂŒcklich perfekt, GrĂŒĂŸe.
Rainer Guérich

TOMMY CASTRO
Hard Believer
Alligator Records/in-akustik
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Schmissiger Blues mit BlĂ€serstarken Arrangements serviert uns SĂ€nger und Gitarrist Tommy Castro auf „Hard Believer“. Cooler Anspieltipp ist die Nummer „It Is What It Is“ mit exzellentem Bluesgesang, Gitarrenarrangements und blitzender Hornsection. Da hĂ€lt’s mich kaum noch auf dem Hocker!
Bernd Lorcher

THE CAT EMPIRE
Live On Earth
Blues Wrass /Harmonia Mundi
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Im heimischen Australien sind The Cat Empire schon eine feste GrĂ¶ĂŸe, die es im Laufe der Band-Historie auf insgesamt 5 Alben gebracht hat. Das unermĂŒdliche Touren hat sich natĂŒrlich auch auf das BandgefĂŒge ausgewirkt, denn on stage entflammt die Truppe schon eine beeindruckende Energie. Nachzuhören auf vorliegender Live-Doppel-CD mit Aufnahmen ihrer Konzerte zwischen 2006-2008 in Australien und Kanada.
Fabian Hauck

NICK CAVE & WARREN ELLIS
White Lunar
Mute/EMI
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Schöne Idee, einmal die besten Filmkompositionen von Nick Cave und Warren Ellis auf einer Doppel-CD zu vereinen. Schließlich arbeiten beide schon seit mehr als 15 Jahren zusammen (u.a. The Bad Seeds, The Dirty Three) und sind sehr kreativ, wenn es um die Vertonung von Filmstreifen geht. CD 1 featured einen Querschnitt mit Soundscores ihrer bekanntesten Filmvertonungen (u.a. „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“, „The Proposition), CD 2 widmet sich ihrer Arbeit fĂŒr eher unbekannte Filme.
Diego Barth

CLARK
Totems Flare
Warp Records/Rough Trade
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Drittes Album des Berliner Elektronik-KĂŒnstlers Chris Clark auf Warp. Harte Dancefloorbeats treffen auf Acid, Electro und Grunge. FĂŒr Freunde von Alec Empire & Konsorten sicherlich ein Must-Buy. Als Anspieltipps empfehlen sich Nummern wie "Outside Plume" und das großartige "Rainbow Voodoo".
Siggi Mayen

LEONARD COHEN
Greatest Hits
Columbia/Sony Music
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Wer noch keine Scheibe des kanadischen SĂ€ngers und Ausnahmekomponisten Leonard Cohen in seinem Regal stehen hat, fĂŒr den sollte diese „Greatest Hits“-Kopplung eine Empfehlung wert sein. Der gerade erst 75 Jahre alt gewordene KĂŒnstler prĂ€sentiert seine 17 grĂ¶ĂŸten Erfolge,. Und Titel wie „Suzanne“, „Sisters Of Mercy“ und „A Thousand Kisses Deep“ haben immer noch keinerlei Patina angesetzt.
Simone Theobald

DESTINATION ANYWHERE
You Won’t Bring Me Down
FNR/Radar
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HĂ€tte das mal Howard Carpendale gewusst: Ein Song kann „Hello Again“ heißen, ohne schleimig zu klingen. HĂ€tte er mal Destination Anywhere hören sollen. Die Band feuert ihren Ska-Sound gekonnt mit Punk- und Pop-Zutaten an. Ergebnis ist eine Scheibe, die relaxtes Ska-Feeling verbreitet, aber auch verdammt rasant  marschieren kann. Reinhörtipp zur Auflockerung der Ohrmuskulatur: „All Alone“.
Rainer Guerich

DUKE SPECIAL
I Never Thought This Day Would
Wrasse Records/Harmonia Mundi
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Auf der grĂŒnen Insel ist das irische Folk-Pop Duo Duke Special bereits sehr erfolgreich und konnte gleich mehrfach Platin-Auszeichnungen einheimsen. Ihre Musik ist geprĂ€gt von einer sehr einzigartigen Mischung aus Folkpop, romantischem Pianospiel und gefĂŒhlvollen Melodien. Anspieltipps sind StĂŒcke wie "Mockingbird Wish Me Luck" und "Sweet, Sweet Kisses".
Minky Stein

RICK ESTRIN & THE NIGHTCATS
Twisted
Alligator Records/in-akustik
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Nach dem Ausstieg von Little Charlie Batysich bei Little Charlie & The Nightcats hat nun der langjĂ€hrige SĂ€nger und Harp-Spieler Rick Estrin das Bandkommando ĂŒbernommen. Und der macht seine Sache auf "Twisted" wirklich gut. Rougher, ehrlicher und in die Beine gehender Harp-Jump-Blues, der seine Highlights nicht nur in StĂŒcken wie "Back From The Dead" und "U B U" hat.
Bernd Lorcher

FAT FREDDYS DROP
Dr Boondigga & The Big Bw
Drop/Rough Trade
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Gelungenes zweites Album des aus Neuseeland stammenden Septetts  Fat Freddy Drop. In ihrem Sound verbinden sich Elemente aus Funk, Electro, Techno, Rock, Reggae und Dub zu einer eigenstĂ€ndigen Musik. Tiefe BĂ€sse treffen auf Wah Wah-Gitarren, satte BlĂ€serparts, abgedrehte Soundideen, Dub-Parts u.v.m. Als Reinhörtipp bietet sich der Reggae-Schlenker "The Raft" an.
Simone Theobald

THE FLOWERS FROM HELL
Come Hell Or High Water
Benbecula Rec./Broken Silence
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Etwas ganz Besonderes ist diese Aufnahme des 16köpfigen Space-Rock Orchesters The Flowers From Hell. Die Formation, die schon mit GrĂ¶ĂŸen wie Patti Smith, John Cale und British Sea Power auf der BĂŒhne gestanden hat, agiert irgendwo an der Schnittstelle zwischen Klassik, Pychedelic, experimetellen Rocksounds und Blues. Als Anspieltipp empfehle ich das fast schon eine bedrohliche AtmosphĂ€re aufbauende „Forest Of Noise“.
Simone Theobald

C.B. GREEN
Third
Artists & Acts/Da Music
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Schöne Singer/Songwriter-CD, die C.B. Green hier vorlegt. Den Hörer erwartet eine sehr geschmackvolle Mischung aus akustischen und kraftvolleren StĂŒcken, die von C.B.’s warmer und souliger Stimme ins rechte Licht gesetzt werden. Unbedingt reinhören in „Love Of My Life“  und das smoothe, sparsam instrumentierte „From A Distant Point Of View“. Eine Scheibe, so richtig zum Schmachten, Dahinschmelzen und Relaxen...
Ute Bahn

UWE GRONAU
Full Moon Forest
7us/H’Art
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Auf eine intensive, magische, geheimnisvolle und faszinierende Klangreise durch die Nacht lĂ€dt uns SĂ€nger, Songwriter und Keyboarder Uwe Gronau ein. Instrumentale und atmosphĂ€rische Songpassagen wechseln mit den leicht dark gefĂ€rbten Vocalpassagen, die auf Seiten des Hörers ein inneres Kopfkino starten. Eine emotionale und höchst hörenswerte Scheibe, in die man sich meilenweit fallen lassen kann. Die Songs auf Full Moon Forest“ könnten aber auch durchaus eine Entdeckung fĂŒr Progfreunde sein. Als Reinhörtip empfehle ich mal die auf einem monoton-pulsierenden Hook basierende Slow Mo-Nummer „Change“ mit ihrem fast schon flĂŒsternden und beschwörenden Gesang. Kommt gut!
Minky Stein 

JEFF HEALEY
Songs From The Road
Ruf Records/in-akustik
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Live auf der BĂŒhne war der leider viel zu frĂŒh verstorbene Gitarrist & SĂ€nger Jeff Healey immer am besten. Hier konnte er seinen musikalischen Genius frei entfalten und seinen Rock- und Bluesnummern die unverkennbare Note geben. In Bild und Ton noch einmal nach zu erleben auf diesem liebevoll aufgemachten CD und DVD-Set mit Liveauftritten zwischen 2006-2007 in London, Toronto und Norwegen. Anspieltipp ist das inbrĂŒnstige „I Think I Love You Too Much“, der Opener der Audio-CD.
Diego Barth

REINMAR HENSCHKE
On Air
Ozella Music/Galileo-MC
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Der CD-Titel „On Air“ ist auf diesem Album von Pianist und Komponist Reinmar Henschke Programm. Seinen gefĂŒhlvollen und geschmeidigen Lounge-Piano-Jazz könnte ich mir gut im Nachtprogramm eines Radiosenders vorstellen, aber auch wĂ€hrend einer langen Autofahrt oder beim Relaxen auf der Couch im Wohnzimmer. Und damit die Konserve nicht zu eintönig wird, gibt’s auch noch geschmackvolle Vocal-Einlagen und Saxophon-Parts (von Volker Schlott) zu hören.
Duklas Frisch

JAN HIRTE’s BLUE RIBBON
dto.
Stormy Monday/in-akustik
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In der Bluesszene ist Gitarrist und SĂ€nger Jan Hirte beileibe kein Unbekannter. Seit den 80iger Jahren hat er sich als Sideman von GrĂ¶ĂŸen wie Luther Allison, Johnny Copeland und Buddy Ace einen exzellenten Ruf als Musiker erspielt. Grund genug fĂŒr eine Scheibe unter eigenem Namen, die mit Hilfe zahlreicher Freunde entstand. Ergebnis ist eine Bluesscheibe mit allen Facetten, die das Zwölfttaktschema zu bieten hat. Als Reinhörtipps empfehlen sich „My Creole Belle“ (aus der Feder von Mississippi John Hurt) und „Have You Ever Loved A Woman“ (mit  Guitar Crusher).
Rainer Guérich

MICHAEL JACKSON
The Collection
Sony Music
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Eine prĂ€chtige und hochwertig aufgemachte 5CD-Box, die das Andenken des King Of Pop nachtrĂ€glich ehrt. Darin enthalten sind die fĂŒnf Top-Alben von Jacko: „Off The Wall“ (1979), Thriller“ (1983), „Bad“ (1987), „Dangerous“ (1991) und „Invincible“ (2001). Die CDs erscheinen im Mini-Vinyl-Look, dazu gibt’s noch ein umfangreiches Booklet mit allen wichtigen Informationen.
Simone Theobald

JOHN JONES
Rising Road
Westpark Music
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John Jones, der SĂ€nger der Oysterband, stellt mit „Ring Road“ sein erstes Soloalbum vor. Herausgekommen ist ein sehr persönliches und atmosphĂ€risches Album mit großer Tiefe. Die charismatische Stimme von Jones passt bestens zu akustischen Folktiteln wie „Rocks Of Bawn“ oder dem walisisch inspirierten „Walking Through Ithonside“. FĂŒr Folkfreunde und Oysterband-Fans ein Kauftipp.
Duklas Frisch

HELGI JONSSON
For The Rest Of My Childhood
Sevenahalf/Broken Silence
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Von seinen KĂŒnsten hat mich der islĂ€ndische Songschreiber und SĂ€nger Helgi Jonsson schon auf seinem DebĂŒtalbum ĂŒberzeugt. Nun folgt der zweite Streich, der wieder punkten kann. Helgis außergewöhnliche und berĂŒhrender Gesang wagt den emotionalen Seelenstriptease: ĂŒberzeugend, kraftvoll, zerbrechlich, verspielt, flĂŒsternd und von verzaubernder Schönheit. Gleich das erste StĂŒck „Ashes Away“ anhören.
Rainer Guérich

JOAKIM
Milky Ways
K7/Alive
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Ein abgefahrenes Konzentratgemisch aus Rockgitarren, Computersounds und improvisierter Urgewalt legen Joakim Bouaziz und seine Band auf „Milky Ways“ vor. Das Ergebnis beeindruckt nicht nur auf dem 8minĂŒtigen Opener “Back To Wilderness“, einem ebenso roughen und sich zu mĂ€chtiger GrĂ¶ĂŸe aufschwingenden Soundmonster. StĂŒcke wie „Ad Me“ stehen mit Dance-Beats und Vocoder-Stimme fĂŒr den tanzbaren Charakter der Scheibe. So unergrĂŒndlich und vielfĂ€ltig wie unsere Galaxie.
Siggi Mayen

CANDYE KANE
Superhero
Delta Groove/in-akustik
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Von SchicksalsschlĂ€gen blieb BluessĂ€ngerin Candye Kane in der Vergangenheit nicht verschont.Als bei ihr Krebs diagnostiziert wurde,  musste sich die SĂ€ngerin mit der Reibeisenstimme einer Chemotherapie unterziehen. Nun hat sie die Krankheit besiegt und demonstriert ihren neuen Lebenswillen auf "Superhero". Selbstbewusster, abwechslungsreicher und dynamischer Blues einer tollen Blueserin. Als Reinhörempfehlung gibt's natĂŒrlich das unbĂ€ndige TitelstĂŒck "Superhero", das die CD treffend eröffnet.
Bernd Lorcher

KASH
Feuermord
Wannsee Records/Sony Music
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3 Jahre hat Kash an seinem neuen Album gearbeitet, das den vielsagenden Titel „Feuermord“ trĂ€gt. Mit selbstbewussten deutschsprachigen Texten und mit aggressiv pumpenden Electronic-Beats prangert er Themengebiete wie das scheinheilige Spießertum und Religionswahn an. Electronic Body Music auf den Punkt gebracht mit den Anspieltipps „Glaubst du wirklich?“ und „Ich sah Gott“. Als GĂ€ste sind die klassisch ausgebildete SĂ€ngerin Victoria Valo und Danny Baldauf noch mit von der Partie.
Minky Stein

KING CRIMSON
Live In Warsaw, 2000 (2CD)
Eyes Wide Open (2 DVD-Set)
DGM/Galileo-MC
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In der „Collectable King Crimson“-Reihe erscheint hier eine Doppel-CD mit einem Livemitschnitt aus dem Roma in Warschau. Die SoundqualitĂ€t ist von sehr guter QualitĂ€t, so dass es ein VergnĂŒgen ist, den beiden Konzertteilen auf den beiden CDs zu folgen. Die legendĂ€re Band um Adrian Belew und Robert Fripp hat Songs wie „Dinosaur“, „Cage“, „Three Of A Perfect Pair“ und „Heroes“ im GepĂ€ck. - Ebenfalls im Handel erhĂ€ltlich ist „Eyes Wide Open“, eine opulente Doppel-DVD mit Live-Gigs in Tokio (DVD1, vom 16.04.2003) und im Londoner Shepherds Bush Empire (DVD2, 03.07.2000). Freunde der englischen Progressive-Rocker sollten also schon mal den Geldbeutel zĂŒcken und sich beide Teile besorgen. Es lohnt sich!
Diego Barth

CRAZY CHRIS KRAMER
... unterwegs
Fastball/Sony Music
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„Crazy“ Chris Kramer ist Vollblutmusiker und ein Meister der Blues-Harp.  Auf seiner neuen CD hat er sich nun den Wunsch erfĂŒllt, eine Scheibe mit namhaften nationalen und internationalen GrĂ¶ĂŸen einzuspielen. Die Aufnahmesessions fanden hauptsĂ€chlich in den USA und in London statt. Das Ergebnis wird den Blues-Fan begeistern, denn die Liste der beteiligten KĂŒnstler lĂ€sst einen die Zunge schnalzen: Mick Taylor, Pinetop Perkins, Mel Gaynor, Chuck Leavell, Willie Smith, sogar Helge Schneider ließ sich ein Mitwirken auf der CD nicht entgehen. Als Reinhörtipps empfehle ich die StĂŒcke „Es gibt gut, besser und es gibt mich“ und „Ich beiß mich da jetzt durch“, die wĂ€hrend einer zweitĂ€gigen Aufnahmesession mit dem 95jĂ€hrigen (!) Pianisten Pinetop Perkins und Muddy Waters-Schlagzeuger Willie Smith entstanden.
Bernd Lorcher

LABANA
White!
Timba/edel kultur
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"Das klingt ja unheimlich spannend“, meinte der Kollege in der Redaktion neulich, als ich den Opener „My Lady“ von dieser CD laufen ließ. Das StĂŒck ist ein tierischer Gute Laune machender Soundbastard mit satten Rockgitarren, Rap-Gesang und pumpender Hookline. Allerdings nur eine Facette des pittoresken Sounds, den der kubanische Gitarrist Dany „Labana“ Martinez und der russische Mikro-Mann Jake Voth hier vom Stapel lassen. Kuba meets Rap, Vocoder-Vocals treffen auf Turntable-Scratches und sĂŒdamerikanische Percussions. Kollege hast Recht, die CD ist wirklich spannend!
Rainer Guérich

...DIE LIEBE BLEIBT!
Various Artists
7us/H’Art
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Am 11.MĂ€rz diesen Jahres fand in Winnenden ein tragischer Amoklauf statt, der fĂŒr traurige Schlagzeilen in den Medien gesorgt hat. Mit der Benefiz-CD „...die Liebe bleibt“ (7us/H’Art) kommt nun die Musik zu Wort: Lokale KĂŒnstler aus der Gegend um Winnenden, aber auch bekannte GrĂ¶ĂŸen wie Die Fantastischen Vier, Ken Hensley (ex-Uriah Heep) und Chris Thompson (Ex-Manfred Mann’s Earthband) setzen sich fĂŒr das von den Eltern der getöteten SchĂŒler ins Leben gerufene „AktionsbĂŒndnis Amoklauf Winnenden“ ein. Alle beteiligten KĂŒnstler haben auf ihre Einnahmen verzichtet, so dass 5 EUR pro verkaufter CD der Stiftung „Gegen Gewalt an Schulen“ zugute kommt! Lieder des Trostes und der Anteilnahme finden sich auf der CD, aber auch StĂŒcke, die Mut machen und zeigen, welch positive Energie Musik gerade in schlimmen Zeiten auszulösen vermag. „Der musikalische Trost und Zuspruch, die engagierten Texte und die EmotionalitĂ€t der BeitrĂ€ge sorgen fĂŒr ein durch und durch berĂŒhrendes Hörerlebnis“, so Hardy Schober, der Vater der erschossenen Jana und gleichzeitig der Vorsitzender des AktionsbĂŒndnisses. Musikalisch erwartet den Hörer ein stilistisch breitgefĂ€chertes Repertoire, das von Pop, HipHop ĂŒber Klassik-OuvertĂŒre bis hin zur ergreifenden Rockballade reicht. Eine Ausnahmestellung auf der CD nimmt natĂŒrlich das poetische TitelstĂŒck „...die Liebe bleibt“ ein, das von dem in Winnenden lebenden Gitarristen Uwe Metzler (u.a. Ray Wilson) verfasst wurde und der damit gleichzeitig sein Deutschpop-Projekt Leander + Nina startet. Die 17jĂ€hrige RealschĂŒlerin Julia Doubrava aka. Jule intoniert mit tiefer Samtstimme die Nummer „It’s So Cold“ und fĂ€ngt damit die Stimmung in der Stadt am Tage danach ergreifend ein. Oliver DĂŒrr, ehemaliger RealschĂŒler aus Winnenden, verarbeitet in „1000 Candles“ seine EindrĂŒcke nach der Lichterkette in einer Popnummer von amerikanischem Format. In „Ich seh’ neu auf“ nehmen uns die HipHopper 4MICZ auf einen atmosphĂ€rischen Streifzug durch die verĂ€nderten Straßen Winnendens mit. Die Fantastischen Vier, Deutschlands erfolgreichste HipHop-Band, schickt ihr ambitionertes Werk „Krieger“ in den Kampf gegen die Gewalt in Schulen. Ebenfalls mit dabei fĂŒr die gute Sache sind Xavier Naidoo („Ein Leben“, im Duett mit Danny Fresh), Patricia Kelly („Put On The Light“), der irische Barde Brendan Keeley („Heart And Soul“), Chris Thompson („Zu Leben“, zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester) und Ken Hensley („There Comes A Time“). Eine Benefiz-CD, die UnterstĂŒtzung verdient hat, denn: Musik ist die universelle Sprache der Seele und ein wirkungsvolles Mittel gegen Gewalt, Hass und GleichgĂŒltigkeit.
Rainer Guérich

LITTLE WILLIE LITTLEFIELD
Old Time Feeling
Stormy Monday Records/in-akustik
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Neue Scheibe des 78jĂ€hrigen Blues- & Boogie-Pianisten Little Willie Littlefield, der auf dieser Einspielung sehr geschmackvoll von seiner Begleitgruppe The Jivin’ Jewels begleitet wird. Littlefield, der in den Niederlanden lebt, intoniert mit Whiskey-gefĂ€rbter Stimme seine Songs und lĂ€sst die Pianotasten munter rollen. Als Bonus gibt’s zusĂ€tzlich noch 3 Livenummern. Weiß gar nicht, ob Littlefield auf der BĂŒhne immer noch die Tasten seines Pianos mit dem Schuh in der Hand maltrĂ€tiert, war von jeher sein Markenzeichen...
Rainer Guérich

MATT BIANCO
Hifi Bossanova
Ear Music/edel
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11 neue Songs im typischen Matt Bianco-Sound. Latin-EinflĂŒsse treffen auf groovigen Jazz und smoothe Beats. Gesangliche UnterstĂŒtzung erhĂ€lt Mark Reilly von der tollen Stimme von SĂ€ngerin Hazel Jayne Sim. Ein schönes und relaxtes Album mit Reinhörtipps wie "Ba-De-Ah" und "Someone Else's Dream".
Simone Theobald

KAREN MUKUPA
Dreamer
Cope Records/edel kultur
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Pumpenden und Bassstarken Reggae mit HipHop- und Soul-Einschlag tischt uns Karen Mukupa aus DĂ€nemark hier auf. Die in Sambia geborene KĂŒnstlerin hat das Reggae-Herz an der richtigen Stelle, kann mich aber nicht  auf allen StĂŒcken ĂŒberzeugen. Belanglose Disco-Tralala-Nummern wie „Let It Play“ stehen im krassen Gegensatz zu echten HochkarĂ€tern wie dem Reggaeschlenker „Good Things“ und dem deepen Dancehall-Kracher „Cold Chain“. Ach ja, Kid Creole versprĂŒht als Gast auf „I’m Not Your Papa“ auch noch seinen Latin-Charme.
Simone Theobald

ANDY NARELL & RELATOR
University Of Calypso
Heads Up/in-akustik
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Jazz, Funk, Soul und Calypso-Sound in einer ungewöhnlichen, aber sehr ansprechenden Mischung, haben Steel Drummer Andy Narell und Gitarrist Relator (auch vocals) auf ihrem gemeinsamen Album "University Of Calypso" eingespielt. UnterstĂŒtzt werden die Beiden von hochkarĂ€tigen Musikern wie Gregory Jones (bass), Paquito D'Rivera (clarinet, alto sax), Pedro Martinez (congas, bongos), Mark Walker (drums) und Dario Eskenazi (piano). Sehr schöne Scheibe mit sonnengetrĂ€nktem Feeling und Laidback-Stimmung. Anspieltipp ist das gelungene "Steel Band Music" - herrlich!
Bernd Lorcher

THE NATIONAL ANTHEMS
The National Anthems
Leon Music/Rough Trade
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The National Anthems kommen aus dem schwedischen Karstad und servieren hier eine ganze Wagenladung an hymnischen und epischen Indiepop/rock , der ganz auf schwelgerische Momente und den Super-Gesang von SĂ€nger Robert  Stalbro setzt. Das nervt doch auf die Dauer? Keineswegs, die beiden Songs „Halfway Home“ und „Lost Within Her“ sind der Knaller, ideal um sich fallen zu lassen, aber auch um gut drauf zu kommen. Die CD leg’ ich mir mal in schnelle Griffweite...
Rainer Guérich

OEZLEM
Reflections
Sophistic Records/MConnexion
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Seelen-Striptease einer KĂŒnstlerin. Genau das ist es, was den Hörer auf „Reflections“ erwartet. Die in Hamburg lebende TĂŒrkin Oezlem lĂ€sst uns auf den 16 StĂŒcken ihrer neuen Scheibe an ihren GefĂŒhlen teil haben. Ihre wunderbare Soulstimme passt hervorragend zu den langsam fließenden TripHop, House und Dance-Beats. Eine der besten Nummern ist fĂŒr mich  der geschmeidige Opener „Amazing“.
Frank Zöllner

OHM GURU
Cinema
Irma Records/Nova MD
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Schon lange in der Szene aktiv ist Ohm Guru aka Riccardo Rinaldi. Er zĂ€hlt zu den wichtigsten GrĂŒndungsvĂ€tern elektronischer Klangkultur und hat seinen Soundfloor natĂŒrlich im Laufe der Zeit upgedatet. Sein neues Album „Cinema“ ist in erster Linie fĂŒr die Lounge- und Club-AnhĂ€nger gedacht und featured mit SĂ€ngerin Agrado eine sehr ausdrucksstarke Soulstimme. Zu den weiteren GĂ€sten zĂ€hlen KĂŒnstler wie Ninfa, Georgeanne Kalweit, Ask und T Mike.
Siggi Mayen

THE PARLOTONES
A World Next Door To Yours
East Zone Music/Soulfood
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The Parlotones kommen aus SĂŒdafrika und haben sehr schönen Indierock im GepĂ€ck. Zu großer Form lĂ€uft die Formation um Frontmann Kahn Morbee immer dann auf, wenn die StĂŒcke eine langsamere Gangart einschlagen. Man höre hierzu nur das wunderbare und sich in entspannte Höhen aufschwingende „I‘ll Be There“.
Fabian Hauck

ROD PIAZZA & MIGHTY FLYERS BLUES QUARTET
Soul Monster
Delta Groove/in-akustik
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Man darf Rod Piazza wirklich als einen Meister der Blues Harp bezeichnen. Seit nun gut vier Jahrzehnten bereichert er mit seinem eigenen Stil, der Tradition und Moderne, verbindet, die Bluesszene. Auf "Soul Monster" gibt er nun wieder eine Kostprobe seines Könnens. Rollender Harp-Blues mit pointierendem Gesang und sehr viel GefĂŒhl. Als Warm-Up-Vorschlag empfiehlt sich die Jimmy Reed Nummer "Can't Stand To See You Go". Ideal fĂŒr den Autoplayer und dann ab auf den Blues-Highway!
Rainer Guérich

PILOMOTOR
The Magic Hour
N-Gage Productions
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Melodischer und atmosphĂ€rischer Indie-Pop legt dieser Vierer aus der Schweiz vor. TatsĂ€chlich beschert die Scheibe dem Hörer „magische Momnete“, wenn der SĂ€nger mit seiner Stimme zum Höhenflug ansetzt, beispielsweise im wunderbaren „Closer To The Sky“. Auch akustische und balladeske StĂŒcke wie „In The End“ wissen zu gefallen.
Diego Barth

ANA POPOVIC
Blind For Love
Eclecto Groove/in-akustik
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Ana Popovic zĂ€hlt fĂŒr mich zu den besten Blueserinnen: Sie hat eine umwerfende Stimme und spielt exzellent Gitarre. Auf ihrer neuen Einspielung "Blind For Love" gibt sie nun wieder eine Kostprobe ihres Könnens. Sie ĂŒberzeugt mit schmissigem Bluesrock ( "Wrong Woman"), pumpendem Slidegitarren-Blues ("Steal Me Away") und fĂ€hrt in "Steal Me Away" ihre Krallen ein, Ă€hm zeigt sich von ihrer sanften Seite. Tolle Frau, tolle Scheibe, ein sicherer Kaufbefehl!
Rainer Guérich

RAMONA FALLS
Intuit
Souterrain Transm./Rough Trade
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Erstes Soloalbum von Brent Knopf, der sonst sein Brot als Bandmitglied bei der aus Portland stammenden Truppe Menomena verdient. Entstanden ist ein elfgĂ€ngiges Album mit einer Menge bittersĂŒĂŸer Melodien, abgeschmeckt mit akustischen und elektronischen Elementen und so mancher anderen Überraschung. Ein vertrĂ€umtes und bezauberndes Album, das man bestimmt desöfteren gerne wieder aus dem CD-Regal ziehen wird.
Frank Zöllner

ROME
Flowers From Exile
Trisol/Soulfood
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Jerome Reuter und seine Band Rome sind bekannt fĂŒr ihre dĂŒstere Mischung aus Pop, Chanson und Neofolk. Die gibt's natĂŒrlich auch auf dem neuen Album "Flowers From Exile", welches Perlen wie "Flight In Formation" und "Swords To Rust - Hearts To Dust" fĂŒr den geneigten Hörer bereit hĂ€lt. Die komplexen, muskalischen Arrangements wurden mit einem Höchstmaß an emotionaler Kraft ausgestattet.
Duklas Frisch

SABANOVA
Lila.
Fuchsmusik/Toca Records
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Sabanova sind ein KĂŒnstler-Kollektiv aus Berlin, das mit „Lila.“ sein bereits drittes Album vorlegt. Musikalisch erwarten den Hörer einige Überraschungen, denn die Bandmitglieder verbinden in ihrem musikalischen Basissound völlig unkompliziert Klezmer-Klarinette, Reggae-Sounds, wild zirpende Basslinien, wogende Grooves, Pop, elektronische Fragmente u.v.m. Dazu gibt es dann die manchmal etwas elegisch wirkenden deutschsprachigen Texte, die zwar etwas gewöhnungsbedĂŒrftig sind, aber ĂŒber einen hohen Wiedererkennungswert verfĂŒgen. Hört euch einfach mal die „Intergalaktische Odyssee“ an, die die Sabanova-GenialitĂ€t recht treffend einfĂ€ngt.
Ute Bahn

IRMIN SCHMIDT
Filmmusik Anthology Vol.4&5
Spoon Records/Warner Music
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Irmin Schmdt, der Keyboarder der legendĂ€ren „Can“, schreibt schon seit vielen Jahren die verschiedensten Soundtracks. Dabei hat man seine Filmmusik bestimmt schon mal unbewusst im Fernsehen gehört, beispielsweise in der Serie „Bloch“. Auch die Musik zu Wim Wenders letztem Film „Palermo Shooting“ stammt von Schmidt. Diese Doppel-CD gibt einen prĂ€chtigen Überblick ĂŒber Schmidts Soundtrack-Schaffen in letzter Zeit. Orchestral, bedrohlich, romantisch, versponnen, mysteriös, was auch immer: Irmin Schmidt ist ein absoluter Genius!
Bernd Lorcher

IAN SIMMONDS
The Burgenland Dubs
Musik Krause/Kompakt
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Neue Scheibe des britischen Downbeat-Profis Ian Simmonds. Die Recordings entstanden auf einer abgelegenen Burg im Burgenland. Herausgekommen ist ein hochinteressantes Album mit einer großen Portion Bigbeat, abgeschmeckt mit Zutaten wie Electro, Dubstep und einem Schuss Ethno.
Siggi Mayen

NAOMI SOMMERS
Gentle As The Sun
CRS/in-akustik
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Naomi Sommers ist eine vielversprechende Singer/Songwriterin aus Nashville, die mit „Gentle As The Sun“ ein wunderbar entspanntes und von akustischer AtmosphĂ€re geprĂ€gtes Album eingespielt hat. Naomis leicht dunkles Stimmtimbre harmoniert bestens zu den folkigen und countryesken Stilelementen. Unbedingt gleich die beiden starken Nummern am Anfang („Two Sparrows“, „Hypnotizing“) anchecken!
Bernd Lorcher

STEELEYE SPAN
Live At A Distance
Park/Broken Silence
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Mit opulent aufgemachter Doppel-CD plus Bonus-DVD feiern die britischen Folkrocker Steeleye Span ihr 40jĂ€hriges Bestehen. Die beiden CDs halten fĂŒr den Fan eine Sammlung von diversen Konzerten zwischen 2002 bis 2008 bereit. ZusĂ€tzlich gibt es noch eine prall gefĂŒllte DVD mit einem Konzertauftritt, der 2006 in Hove festgehalten wurde.
Simone Theobald 

DIE STROTTERN
I gabat ois
Cracked Anegg/Sunny Moon
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PrĂ€dikat: außergewöhnliche Einspielung. Die Strottern bringen uns auf „I gabat ois“ die Tradition des Wienerlieds nĂ€her. GewĂŒrzt mit einer Prise schwarzen Humors  sind die beiden Strottern Klemens Lendl und David MĂŒller von zu erwartender Weinseligkeit weit entfernt. Ihr musikalischer Akustik-Kontext (Gitarre, Violine) wird gewĂŒrzt mit allerlei Dissonanzen, Harmonium, Fender Rhodes und sogar einem Altsaxophon. Dazu natĂŒrlich die Milieustarken Wiener Texte, die diese Aufnahme so einzigartig machen.
Frank Zöllner

OTIS TAYLOR
Pentatonic Wars And Love Songs
Telarc/in-akustik
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Tolle Scheibe von BluessĂ€nger und Gitarrist Otis Taylor, der auf „Pentatonic Wars And Love Songs“ bei einigen StĂŒcken wieder von Gary Moore unterstĂŒtzt wird. Wie es der CD-Titel schon erahnen lĂ€sst, hat sich Taylor dieses Mal dem unendlichen Thema Liebe verschrieben. Die musikalische Umsetzung darf als gelungen bezeichnet werden, wobei insbesondere die Gesangsparts von Cassie Taylor (Tochter von Otis) erwĂ€hnt werden sollten. Ein toller Kontrast zur markanten Stimme des Vaters, man höre hierzu nur das wunderbare „Sunday Morning“. Top-Tip fĂŒr Bluesfreunde!
Rainer Guérich

THE TEMPER TRAP
Conditions
Infectious/PIAS
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The Temper Trap sind eine vielversprechende Band aus Australien, die vielleicht mal in die Fußspuren von U2 treten könnte. Das Potential in Form des charismatischen SĂ€ngers Dougy Mandagi ist jedenfalls da. Wer’s nicht glauben möchte, sollte sich unbedingt mal das  episch theatralische „Rest“ auf diesem Album anhören. GroßflĂ€chiger Gitarrenrock trifft auf eine ganz außergewöhnliche Stimme: Ganz großes Kino! Man darf gespannt sein, welchen Weg diese Band noch nehmen wird.
Frank Zöllner

TOWER OF POWER
Great American Soulbook
Care/edel kultur
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Mein Gott, was hab’ ich mich ĂŒber diese CD gefreut: die neue Tower Of Power! Diesmal hat die legendĂ€re Soul- und Funk-Formation sich berĂŒhmten Soulklassikern angenommen. Der Hördurchlauf wird zum Genuss, nicht zuletzt durch die hochkarĂ€tige Liste an GastsĂ€ngern: Tom Jones, Joss Stone, Huey Lewis, Sam Moore u.v.a. Anspieltipps des BlĂ€serstarken Reigens sind das gefĂŒhlvolle „Me&Mrs. Jones“ und „I Thank You“ mit einem bestens aufgelegten Tom Jones.
Rainer Guérich

TROGLAUER BUAM
Heavy Volxmusic die 2te
Ariola/Sony Music
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Das hat die Welt noch gebraucht: Die Troglauer Buam rocken mit ihrer „Heavy Volxmusic“ die BĂŒhne. Volksmusikfreunde und bierselige Trunkenbolde bzw. die Besucher des demnĂ€chst wieder anstehenden MĂŒnchener Oktoberfests wird’s freuen, wenn das Festzelt wackelt und die Menge gröhlt: „Alles wird gut“. Definitiv nicht mein Fall, aber einen Bonuspunkt wegen dem Mut des Versuchs, die verstaubte Volksmusik-Szene mit innovativen Ideen zu erneuern.
Rainer Guérich

TUOMO
Reaches Out For You
Texicalli /Our Distribution
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Der Finne Tuomo PrĂ€ttĂ€lĂ€ ist ein wirklicher Geheimtipp und dĂŒrfte allen Soul & Funk-AnhĂ€ngern mit Sicherheit gefallen. Auf „Firsts“, dem starken Opener, beschwört er den Geist von Jamiroquai, aber auch Retro-Soul Ă  la Simply Red („Reach Out For You“) und jazzige AtmosphĂ€re („Sweet With Me“) finden sich im Repertoire des talentierten SĂ€ngers und Multiinstrumentalisten. Der 30jĂ€hrige hat einfach den Dreh raus und hĂ€lt den Hörer bei der Stange, Ă€hm vom DrĂŒcken auf die Stop-Taste des CD-Players fern. Ja, auch in Sachen Soul gibt es in Finnland hochkarĂ€tige KĂŒnstler zu entdecken.
Rainer Guérich

PAUL VAN DYK
The Best Of Volume
Island/Universal
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2 CD's mit einer GesamtlÀnge von gut zweieinhalb Stunden! Paul van Dyk, Meister der Elektro-Szene, serviert hier die besten Tracks aus seiner 15jÀhrigen Karriere. Zahlreiche Mixe, aber auch teils unveröffentlichtes Material machen den Kauf lohnenswert.
Simone Theobald

BERGITTA VICTOR
Sesel
Jazzhaus Records/in-akustik
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Bergitta Victor ist eine SĂ€ngerin aus  Berlin mit einer wirklich guten Soul-Stimme. Allerdings ist das, was sie auf „Sesel“ musikalisch bietet, weder Fisch noch Fleisch. Calypso, Funk, Jazz, R&B werden ziemlich planlos gemischt. Und dann noch die unsĂ€glichen deutschsprachigen Titel (u.a. „BerĂŒhr mich jetzt“). Weniger ist manchmal mehr, Bergitta, konzentrier’ dich mal aufs Wesentliche! Das Potential ist jedenfalls da!
Rainer Guérich

VOICST
A Tale Of Two Devils
Goodbusy Records/Alive
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Aus Amsterdam kommt mit Voicst ein Indie-Trio zu uns herĂŒber, das bei aller EingĂ€ngigkeit des Songmaterials ĂŒber eine eigene musikalische Handschrift verfĂŒgt. So begegnen uns in „Feel Like A Rocket“ fast schon Ska-BlĂ€ser, die fĂŒr den gewissen klanglichen Anstrich sorgen. Schönklang trifft auf den atonalen Klangaspekt heißt es in „Feelings Explode“, doch die melodische Hookline verströmt eine Menge Wohlklang, so dass man Voicst auch gerne weiter folgt. Zum Beispiel zu dem Klezmer-Artigen Intro des „Aha Erlebnis“, im weiteren Verlauf eine griffige Indie-Pop-Perle mit allerlei Wendungen. Hut ab, diese drei HollĂ€nder haben’s drauf!
Diego Barth

GENE WATSON
A Taste Of The Truth
Shanachie/in-akustik
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Ab und an lege ich gerne auch mal eine Country-Scheibe ein. Gene Watson gehört zweifellos zu den bekannten GrĂ¶ĂŸen des Genres und sorgt auf dieser CD fĂŒr Country-Feeling pur. Die Ballade „Taste Of The Truth“ ist wunderbar zum Schmachten geeignet, in „Staying Together“ gibt’s ein schönes Duett mit Rhonda Vincent. FĂŒr den Country-Fan ein Kauftipp!
Duklas Frisch

KRISTEEN YOUNG
Music For Strippers, Hookers, And The Odd-Onlooker
Galileo MC
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Kate Bush trifft auf brachiale Piano-Cluster und Drums? Diese Scheibe ist ein echter Hammer, ein explosives Gewitter eines wild drauf los knĂŒppelnden Pinaos, ĂŒber den sich die Sirenhafte Stimme von Kristeen legt. Dazu noch Drums bzw. Percusssions, aber dennoch ein verdammt fetter Basissound. Absolut einzigartig, was fĂŒr eine emotionale SĂ€ngerin Kristeen ist, was fĂŒr ein wuseliger Sound. Unbedingt mal in „The Depression Contest“ und „Stop Thinking“ hineinhören. Geheimtipp!
Rainer Guérich

JULI ZEH UND SLUT
Corpus Delicti
Strange Ways/Indigo
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Ein außergewöhnliche Projekt, das auf dieser CD umgesetzt wurde. Die Romanautorin Juli Zeh und die Band Slut haben mit „Corpus Delicti“ eine Art „Schallnovelle“ geschaffen. Ausgangspunkt ist Juli Zehs mehrfach ausgezeichneter Science-Fiction-Thriller â€žCorpus Delicti“, in dem es um die Vision einer Gesundheitsdiktatur geht. Diverse Sprecher (u.a. Christian Neuburger, auch Juli Zeh) und die Songarrangements von Slut sorgen fĂŒr ein packendes Hörerlebnis. PrĂ€dikat. außergewöhnlich und vielleicht doch gar nicht so utopisch.
Minky Stein

 

 

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