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SEPT./OKTOBER 2011
 | inMusic - da ist Musik drin!

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

ANDREAS ARLT
All-Time Favorites
Crosscut/in-akustik
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Andreas Arlt, Gitarrist von B.B. & The Blues Shacks, legt mit „All-Time Favorites“ sein ganz persönliches Soloalbum vor. Zusammen mit befreundeten Musikern (u.a. SĂ€nger Frank Peters) spielte er Coverversionen von Bluesern ein, die ihn wĂ€hrend der letzten zwei Jahrzehnten beeinflusst haben. Dazu zĂ€hlen neben Albert Collins auch KĂŒnstler wie Ivory Joe Hunter, Joseph Scott, Reuben Phillips, Goree Carter u.v.a.  Klar, dass bei den Interpretationen  genĂŒgend Platz fĂŒr das ausdrucksstarke Gitarrenspiel von Arlt bleibt, was den Hördurchlauf fĂŒr jeden Bluesfan zu einem Fest macht.
Bernd Lorcher

DAVID BROMBERG
Use Me
Appleseed/in-akustik
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SĂ€nger, Gitarrist und Dobro-Spieler David Bromberg ist ein Könner vor dem Herrn. Er hat zusammen mit Bob Dylan gespielt, mit Grateful Dead, Ringo Starr, Willie Nelson u.v.m. Deshalb war es fĂŒr Bromberg auch kein großes Problem, die GĂ€steliste fĂŒr das Allstar-Projekt „Use Me“ zusammen zu bekommen. Seine Freunde John Hiatt, Los Lobos, Dr. John, Keb’ Mo, Vince Gill u.v.a schrieben ihm kurzerhand jeweils ein StĂŒck und spielten dieses anschließend mit ihm im Studio gemeinsam ein. Ergebnis ist diese gelungene Roots-Music-Blues- und Folkscheibe, die an musikalischer Hingabe und FeingefĂŒhl praktisch ĂŒberbordert. Tipp!
Rainer Guérich

BULLMEISTER
Too Young To Die Old
Island/Universal
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„Wir wollten ein Album machen, das tanzbaren Clubsound und intelligenten Pop miteinander vereint, mit großen GefĂŒhlen und einem LĂ€cheln auf den Lippen.“ Das war die Zielsetzung von BULLMEISTER, den drei Jungs an den Fadern und Vocodern. Mit „Girls Beautiful“, dem Titelsong zu „Germany's Next Topmodel“,  ist ihnen ein entscheidender Schritt zu ihrem Ziel gelungen. Mit der Silberrille ist der nĂ€chste Schritt gemacht und zeigt Bullmeister mit einem 14teiligen Dancemania-Basement. Wer auf Partylaune abfĂ€hrt und unbeschwert bis in die frĂŒhen Morgenstunden abtanzen möchte, der ist mit „Too Young To Die Old“ bestens bedient.
Frank Zöllner

LINA BUTTON
Homesick
Jazzhaus Records/in-akustik
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Es gibt sie noch, die Perlen im Veröffentlichungs-Einerlei: Beispielsweise das grandiose Erstlingswerk der 28jĂ€hrigen Thurgauerin und WahlzĂŒrcherin Lina Button. Auf „Homesick“ intoniert sie ihre ausdrucksstarken Kompositionen aus eigener Feder, die von Heimweh, GefĂŒhlen und verloren gegngenen Beziehungen handeln und berĂŒhrt dabei das Herz des Hörers. Stimmlich erinnert sie mich mitunter an Norah Jones, der wohltuend reduzierte Sound reicht von Blues, Country bis zum Pop. Als Warm-Up-Vorschlag bietet sich der chasrmant kokette Opener „Chasing“ an. Geheimtipp!
Duklas Frisch

DAVID JUDSON CLEMMONS
Cold White Earth
MMS/Alive
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Ein sehr spartanisches und unglaublich emotionales Singer/Songwriter-Album hat David Judson Clemmons (Frontmann von JUD) mit „Cold White Earth“ eingespielt. Die 11 Tracks klingen wunderbar melancholisch und setzen ganz auf tiefgrĂŒndige und berĂŒhrende Ausdruckskraft, die hauptsĂ€chlich nur mit Akustikgitarre in Szene gesetzt wird. Zum Reinhören bieten sich gleich die ersten beiden Tracks „December’s Tree“ und „The Haunt“ an. Ganz stark!
Duklas Frisch

STEVE CROPPER
A Tribute To The Royals
BRUCE HORNSBY & THE NOISEMAKERS
Bride Of The Noisemakers
429 Records/Fontana International
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Gitarrist STEVE CROPPER huldigt auf „A Tribute To The Royals“ seinem Gitarristen-Kollegen Lowman „Pete“ Pauling und seiner wegbereitenden R&B-Gruppe The 5 Royales. Namhafte GĂ€ste bei der gelugenen Hommage sind Lucinda Williams, BB King, Steve Winwood, Shemekia Copeland u.v.a. - BRUCE HORNSBY & THE NOISEMAKERS veröffentlichen mit „Bride Of The Noisemakers“ eine Doppel-CD mit ausgewĂ€hlten Liveshows von 2007 bis 2009. Erstklassiges musikalisches Können und prĂ€chtiges Feeling zwischen Folk, Rock, Jazz und Blues.
Bernd Lorcher

MANUEL DE LA MARE
Club Around The World
Tiger Records/Soulfood
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Der italienische DJ Manuel De La Mare hat in den letzten Monaten fast alle bedeutenden Awards der Dance-Szene eingeheimst und mit Remixen fĂŒr Fedde Le Grand, Sander Van Doorn u.a. von sich reden gemacht. Jetzt steht sein erster Longplayer am Start und hĂ€lt eine pralle Ladung spritziger Remixe und eigener Produktionen parat. Ob echte Partystomper, Bassdrum-Gewitter, lockerer House-Sound oder heftige Techstepper - hier ist fĂŒr jeden etwas dabei . Eine heiße Scheibe, bei der keine Achselhöhle trocken bleibt.
Siggi Mayen

ELVIS
Einer von euch
3.Stock Records/NMD
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HSV forever! Auf diese Aussage kann man die HipHop-Songs des Hamburger Streetfighters Elvis reduzieren. Ansonsten sind die 15 Tracks einfach eine Sammlung angesagter Spoken-Words-Songs zum rhythmischen Mitnicken und Abtanzen. Hier und da gibt es mal einen kritischen Textbeitrag, aber das hĂ€lt sich in Grenzen, denn gleich steht wieder Elvis’ Lieblingsthema im Mittelpunkt. DarĂŒber hinaus streift unser Elvis viel zu oft um poppige GemeinplĂ€tze und fĂŒhlt sich bei Disco-Rhythmen und Schlager-Ähnlichem liedlich wohl. Wo bleibt da die Message des HipHop, wo der wilde, ungezĂŒgelte Angriff auf MissstĂ€nde und soziale Ungerechtigkeit? Fehlanzeige auf der ganzen Linie.
Fabian Hauck

GENERAL ELEKTRIKS
Parker Street
Discograph/Alive
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HervĂ© Salters aka. General Elektriks ist in seiner französischen Heimat ein fester Begriff in der Club- und Lounge Szene. Aber auch als Komponist und Produzent ist der Mann mit dem musikalischen Fundament irgendwo zwischen Soul, Pop und Jazz ein verlĂ€sslicher Lieferant von Hits. Mit „Parker Street“ stellt der Tausendsassa seine neueste Arbeit vor und ĂŒberzeugt mit einer perfekten Mischung aus Vintage-Sound, Funk, HipHop-Beats, gefĂ€lligen 60er-Jahre-Pop-Melodien und Film-Noir-Referenzen. Ein FĂŒllhorn von exaltierten Ideen, die sich einem erst beim wiederholten Anhören offenbaren.
Siggi Mayen

RAINALD GREBE
ZĂŒrĂŒck zur Natur
Versöhnungsrec./Brokensilence
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Endlich gibt es von Rainald Grebe die Songs aus seinen beiden TheaterstĂŒcken „Alle reden vom Wetter - Die Klimarevue“ und „ZurĂŒck zur Natur - Konzert fĂŒr StĂ€dtebewohner“ zusammen auf einer CD. Mit Grebes bissig-charmantem Humor eine Garant fĂŒr beste Unterhaltung!
Simone Theobald

TERRY HANCK
Look Out!
Delta Groove/in-akustik
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BluessĂ€nger und Saxophonist Terry Hanck serviert uns hier eine prickelnde und wunderbar rollende Jump Blues-Packung, die uns in die schwitzig-schwelende Club-AtmosphĂ€re von New Orleans fĂŒhrt. Bei StĂŒcken wie „Ain’t That Just Like A Woman“ und  dem ultra-coolen Bluesschlenker „Side Tracked“ fĂ€llt es wirklich schwer, ruhig sitzen zu bleiben. Als GĂ€ste mit im Studio waren u.a. auch Gitarrist Chris „Kid“ Andersen und Hammond B3-Spezialist Bob Welsh.
Bernd Lorcher

HANDS OF WHEEL
River Of Time
Analoghaus/New Music Distribution
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Singer/Songwriter Tom Ripphahn hat mit seiner Band HANDS ON THE WHEEL ein  Album leiser Poesie und zupackender Kraft eingespielt. Stilistisch angesiedelt irgendwo zwischen Americana, Rock, Blues, Country und Folk. UnterstĂŒtzt wurde Ripphahn im Studio von hochkarĂ€tigen Musikern wie Stephan Gade (Bass, u.a. Niels Frevert), Reiner Kallas (Schlagzeug, u.a. Kung Fu), Echi HĂŒdepohl (Piano) und Oli RĂŒger (Gitarre). Als Anspieltipp empfiehlt sich das Harpverzierte „Jenny & Johnny“.
Minky Stein

SILKE HAUCK
Light And Love
7Jazz/New Music Distribution
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Mit „Light And Love“ legt die Mannheimer SĂ€ngerin Silke Hauck gewissermaßen eine Best-Of Sammlung von balladesken Songs ihrer drei ersten Alben vor. Die KĂŒnstlerin, die sowohl im Jazz als auch im Soul und Pop zuhause ist, interpretiert ihre Songs aus eigener Feder mit einem Höchstmaß an EmotionalitĂ€t und musikalischer IntegritĂ€t. Die StĂŒcke, die von der Liebe und allen möglichen GefĂŒhlsschattierungen handeln, werden stimmlich gekonnt in Szene gesetzt und können durch die Bank ĂŒberzeugen. ErwĂ€hnenswert ist zudem die hervorragende klangliche Produktion, die auch audiophilen AnsprĂŒchen genĂŒgt. Neben der regulĂ€ren Handelsversion wird die CD zusĂ€tzlich noch in einer 24-Karat-Goldedition ĂŒber das Edel-Label „Zounds“ erscheinen. Als Anspieltipps empfehlen sich Titel wie „Good Turns To Bad“ und „Don't Ask For More“. Wer die Musik von Norah Jones und Rebekka Bakken mag, sollte unbedingt in die CD von Silke Hauck hineinhören.
Rainer Guérich

HEIMSPIEL
Hits aus der Allianz Arena
Sony Music
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Da lacht das Herz eines jeden Bayern MĂŒnchen Fans! Rechtzeitig zum Saisonstart ist nun die ultimative Fan-Song-Kollektion im Handel erhĂ€ltlich. Mit dabei ist natĂŒrlich „Stern des SĂŒdens“, „Mir san die Bayern“, „Tage voller Sonne“ und „Forever Number One“ (Andrew White). Na, mit solch einer musikalischen UnterstĂŒtzung mĂŒsste es ja schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Bayern nicht Deutscher Fußballmeister werden.
Fabian Hauck

JAZZANOVA
Coming Home
Stereo Deluxe/Warner
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Die neueste Kompilation von Jazzanova wartet mit spritziger Andersartigkeit und reichlich Breakfeeling auf. „Coming Home“ lautete die Devise fĂŒr das Produzenten und DJ-Kollektiv, und so ist eine weitgespannte und relaxte Mix-Scheibe entstanden, die man am besten auf dem heimischen Sofa genießen kann. Querbeet wird gesampelt, gemixt und geloopt. Namen wie Junip, Bodi Bell, Country Comfort und Tracy Ullman zeigen zwischen House-Ästhetik, Tech-Step, jazzigen Systemen und souligen Abstechern in die Echokammer, was so alles unter den Stroboskopen und auch sonst möglich ist.
Simone Theobald

HELGI JONSSON
Big Spring
Finest Gramophone
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Mit seinen bisherigen Alben hat der islĂ€ndische Singer/Songwriter Helgi Jonsson die Kritiker-Gemeinde verzĂŒckt. Zu recht, denn seine Mischung aus  atmosphĂ€rischen, schwelgerischen und dynamisch-kraftvollen Songs ist unverkennbar. NatĂŒrlich auch auf seiner neuen Scheibe „Big Spring“, die in Zusammenarbeit mit der dĂ€nischen Songwriterin Tina Dico entstand. Und die Kooperation hat hörbare FrĂŒchte getragen, u.a. in dem Duett „Careful People“ und dem eklektisch-verwobenen „Darkest Part Of Town“.
Minky Stein

JUKEBOX THE GHOST
Everything Under The Sun
Yep RocRecords/Cargo
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Gutgelaunten Indie-Pop mit hohem Wiedererkennungswert hat sich das Trio aus Philadelphia aufs Banner gepinselt. In den Staaten konnten Jukebox The Ghost bereits mit ihrem 2009er DebĂŒt „Let Live And Let Ghosts“ so richtig abrĂ€umen. Jetzt geht die Erfolgsgeschichte weiter und zeigt die drei Jungs voll sprĂŒhender Ideen. Ohne Schwierigkeiten gelingt der Truppe eine sympathische Mischung aus Alternative-Sound, Klavier-dominiertem Happy Hour-Adult-Pop und melancholischen Akustikphasen.
Fabian Hauck

KEEGAN
Keeping The Sparks
Sound Guerilla/DA Music
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Keegan wurden im Herbst 2000 von Ian Maxwell (vocals) und Massimo Peter (guitars) ins Leben gerufen und mit Björn BĂŒcker (bass) und Andreas Plappert (drums) komplettiert. Namensgeber der Band war das englische  Fußball-Idol Kevin Keegan, was sich zumindest in der britischen Ausrichtung der Musik niederschlug. Auf dem Spielplan ihres Zweitwerks „Keeping The Sparks“ stehen 13 hochmelodische und ins Ohr gehende Brit-Pop-Power-Nummern, die sehr charmant aus den Boxen kommen und fĂŒr gute Laune sorgen. Als Warm-Up-Vorschlag empfehlen sich „City Lights“ und die exaltiert theatralische Verbeugung vor „Benny Hill“.
Duklas Frisch

LAVA 303
The Goddess Rules
Burg Herzberg/edel
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Hinter Lava 303 verbirgt sich Conni Maly, die auf „The Goddess Rules“ elektronische KlĂ€nge mit rockigen Gitarren und unschuldig-girlesken NDW-Gesang vermischt. Das Ganze hat wie man auf dem wunderbar pluggenden  „Hier in dieser großen Stadt“ nachhören kann, durchaus seine Reize, soll die Zuhörer sogar in Trance versetzen. Die Nummer dauert fĂŒnfeinhalb Minuten und groovt wie Hölle. Ein ebenfalls sehr witziges Tanzmonster mit blitzendem Gitarrenhook ist „Die Mama muss mal tanzen gehen“.
Minky Stein

LIEDFETT
Kochbuch
Plattenmonster/Broken Silence
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Manchmal ist weniger eben doch mehr. Unter diesem Motto macht sich das Hamburger Trio mit Akustikgitarre, Schlagzeug und verrĂŒckt abgedrehten Texten in deutscher Sprache an die Arbeit. Fertig ist nicht nur ein „Kochbuch“ sondern ein wĂŒrzig-deftiger Musikeintopf, der sich sofort in den GehörgĂ€ngen festsetzt und voll in die Tanzbeine fĂ€hrt. Liedfett schaffen es mit einer Mischung aus textlicher SchĂ€rfe (zwischen Sarkasmus, Selbstironie und totalem Blödsinn), Stimmgewalt und hart-scheppernder Akustik-Klampfe ein „Gericht“ fĂŒr jeden Anlass aus den Amplifiern zu ziehen.
Frank Zöllner

LARS-LUIS LINEK
Vulle Fohrt Vöruut
Membran
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Mal was anderes fĂŒr Bluesfans: eine Blues-Scheibe auf Hamburger Plattdeutsch mit Slidegitarre und Harpattacken. Lars-Luis Linek hat sie eingespielt. Mein persönlicher Anspieltipp: „Lachen“.
Rainer Guérich

LOANNE
Le Lendemain
Opendisc/Galileo MC
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Das zweite Album der hĂŒbschen Französin Loanne hat sich in Frankreich bereits in die Herzen der Fans gespielt. Nun stellt Loanne ihre ansprechende Mischung aus Chanson, Pop und elektronischen Klangzutaten auch dem deutschen Publikum vor.. Durchaus gefĂ€llig mit meinem Anspieltipp „Adieu Tristes Sourires“.
Simone Theobald

LIZZY LOEB
The One
C.A.R.E./edel kultur
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Der Apfel fĂ€llt nicht weit vom Stamm. Lizzy Loeb ist die hĂŒbsche Tochter der spanischen SĂ€ngerin Carmen Cuesta Loeb und dem US-Gitarristen Chuck Loeb. Auf ihrem DebĂŒt „The One“ beweist sie, dass sie sowohl von dem Vater als auch von der Mutter eine Menge Talent geerbt hat. Lizzy hat eine soulfule, leicht raue Stimme und großes Songwritertalent. Alle 15 Songs stammen aus ihrer Feder. Klar, dass Papa auch auf einigen Songs zu hören ist. Aber Lizzy hat diese Hilfe eigentlich gar nicht nötig, denn wie sie gekonnt zwischen Songwriter-Anspruch, akustischen Parts und jazzigem Flair wechselt, ist schon beeindruckend. Die Aufnahme genĂŒgt audiophilen AnsprĂŒchen, unbedingt gleich den tollen Opener „Living At All“ anchecken!
Rainer Guérich

JULIA MARCELL
June
Haldern Pop/Cargo
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Vor 3 Jahren veröffentlichte die Polin Julia Marcell ihr DebĂŒtalbum „It Might Like You“ und sorgte in der Musikszene fĂŒr Aufsehen. Nicht zuletzt wegen ihrer packenden, mitreißenden und emotionalen Stimme, die natĂŒrlich auch auf dem Zweitwerk „June“ im Mittelpunkt steht. Aber Julia, die mittlerweile in Berlin lebt, kokettiert auf der Platte mit ihrer einzigartigen StimmbĂ€ndern auch mit allen möglichen elektronischen Beats und Rhythmuskonfigurationen. Ein tolles Album, das mit jedem Hördurchlauf wĂ€chst.
Rainer Guérich

ROGER MATURA
World Gone Wrong
Songways/Galileo MC
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Gut 10 Jahre sind ins Land gegangen, bevor der „heisere Barde“ aus Gelsenkirchen endlich wieder den Weg ins Studio fand, um eine neue Scheibe einzuspielen. Das Ergebnis liegt nun vor und zeigt den Weltenbummler als erstklassigen Singer und Songwriter, der seine Folkwurzeln nur schwer verleugnen kann. Die Karriere von Roger Matura lĂ€sst sich bis in die frĂŒhen 60er Jahre des letzten Jahrhunderts zurĂŒckverfolgen, als er mit seiner Akustikgitarre auszog, um im New Yorker Greenwich Village seine ersten Songs einzuspielen. Seitdem ist viel Zeit vergangen, aber die unverkennbar kratzige Stimme ist immer noch die gleiche und auch seine musikalische Ausdruckskraft und seine Art alltĂ€gliche Geschichten in kleine Songs zu verpacken, haben nichts von ihrem Charme verloren.
Simone Theobald

JANINE MAUNDER
Blink
T3 Records/Galileo MC
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Janine Maunder, die SĂ€ngerin von Naked Raven, veröffentlicht mit „Blink“ ein neues Soloalbum, um die Kreativpause ihrer Band sinnvoll zu nutzen. 13 fein inszenierte Folk-Pop-Nummern mit Songwriter-Anspruch sind entstanden, die ganz auf den ausdrucksstarken Gesang von Janine zugeschnitten sind. Zum Reinhören empfehlen sich gleich der Opener „Starlight“ und „Three Voices“.
Minky Stein

MEKONS
Ancient & Modern
Westpark Music
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1977 im englischen Leeds gegrĂŒndet, gehören die Mekons zu den sogenannten „Ur-Punks“. Ihre Besetzung ist seit Mitte der 80er Jahre unverĂ€ndert geblieben. Was sich dagegen weiterentwickelt hat, ist ihre musikalische Ausrichtung, die lĂ€ngst die Grenzen zwischen Punk, Rock, Pop, Jazz, Soul und Chanson hinter sich gelassen hat. „Ancient & Modern“ ist ihre erste Arbeit seit 4 Jahren und zeigt das kreative Spektrum dieser Ausnahmeband. Sehr leise und melancholische Töne ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Produktion. Zwischendurch haben es die Jungs allerdings immer noch drauf wilde Punkfolk Akkorde anzustimmen und mit ihren bissigen Texten dem Establishment den Spiegel vorzuhalten.
Yasmin Schmidt

MILCHSTRASSE 42
Auf und ab
7Music/New Music Distribution
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Der Vierer aus dem beschaulichen StĂ€dtchen DinkelsbĂŒhl legt mit „Auf und ab“ eine bemerkenswerte DebĂŒtscheibe vor. Die 10 Tracks auf dem Album decken ein weites stilistisches Spektrum ab und klingen dynamisch, poetisch, swingend, funky, groovy und cool. Dazu gibt's den facettenreichen Gesang von Frontmann Webster zu hören, der in der schillernden Klangwelt der Milchstrasse 42 ein weites BetĂ€tigungsfeld findet. Besonders gelungen finde ich von den Songs insbesondere das funky groovende „Dich“ und den atmosphĂ€risch rockigen „Seemannspunk“. Keine Frage: Die Band hat großes Potential!
Rainer Guérich

MUNGO JERRY
Cool Jesus
7Music/New Music Distribution
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Mungo Jerry alias Ray Dorset meldet sich hier mit einer verdammt coolen und relaxten Scheibe zurĂŒck. 18 Tracks entstanden zusammen mit seiner Studio-Crew um Winnie Martin (b), Torsten Luederwaldt  (keys) und Martin Troike (dr). Ergebnis ist eine zeitlos frische Mischung aus Skiffle, Blues, Jug und Rock, die spĂŒrbar den Geist der 70iger Jahre atmet. Ray Dorsets Stimme hat ĂŒber die Jahre nichts von ihrem Charisma eingebĂŒĂŸt. Dazu gibt es jede Menge zĂŒngelnder Harp-Attacken, Gitarrenshuffles, Banjo, Mandoline, Washbrettsounds u.v.m. Als Anspieltipps empfehlen sich das ergreifende „Going Up The River“ und das stimmig-gringende Country-Brett „Far Away“.
Rainer Guérich

NEW LOOK
New Look
!K7/Alive
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Seit ihrer 2008 EP „How‘s My Hair?“ wartete die internationale Crown-Community auf die musikalische Fortsetzung der kreativen Ideen von Sarah Ruba und Adam Pavao. Nun ist es endlich soweit und ihr selbstbetiteltes DebĂŒtalbum steht in den Startlöchern. Ergebnis ist ein musikalischer Szene-Trip von Berlin bis Brooklyn, der mit verfĂŒhrerischen Vocals, noisy Vibes und cool-urbanen House-Smashern unter die Stroboskope treibt. Hier kann bei Nummern wie „Numbers“ oder „Teen Need“ bis in die frĂŒhen Morgenstunden gepflegt abgetanzt werden. Danach geht‘s beim Chillout weiter, denn New Look bieten auch besten Stoff zum Relaxen.
Siggi Mayen

CANDICE NIGHT
Reflections
Ministrel Hall/Soulfood
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Ein ungewohnt poppiges und gefĂ€lliges Album legt Candice Night (bekannt von Blackmore’s Night) mit ihrem ersten Soloalbum „Reflections“ vor. 10 Songs, die sehr stilsicher zwischen Pop, Folk und epischer Breite wechseln und ganz auf die Stimme von Candice zugeschnitten sind. Und zwischendrin sind einige hitverdĂ€chtige Nummern wie beispielsweise „Gone Gone Gone“.
Simone Theobald

OKU & THE REGGAEROCKERS
Highlife
Musopia Music/New Music
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Fragt man Oku und seine Reggaerockers nach ihren musikalischen Vorbildern, so verweist die Truppe auf „Beatsteaks” und „Jan Delay“. Bekanntermaßen haben diese GrĂ¶ĂŸen mit Reggae oder Rock recht wenig am Hut. Und so hat sich auch das aktuelle Oku-Album „Highlife“ immer weiter von den eigentlichen Band-Wurzeln entfernt. Auf dem Spielplan steht eine ziemlich glatte  Mischung aus Chillout-Lounge, HipHop und gelegentlichen AusflĂŒgen ins Reggae-Genre. Das Ganze wirkt sehr weichgespĂŒlt, ohne frische Ideen und OriginalitĂ€t.
Frank Zöllner

PIERRE FERDINAND ET LES CHARMEURS
Moulin Groove
Warner Music
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Deutschsprachiger Chansonrock mit französischem Akzent und dĂŒmmlichen Texten (Zitate: „Ich war jung und unerfahren, als sie in mein Leben kam“, „Wenn wir uns französisch kĂŒssen“). Grottig schlecht und ein ganz heißer Favorit auf den letzten Platz beim demnĂ€chst anstehenden Bundesvision Song Contest.
Duklas Frisch

PIESKA
Euphoria
Finest Noise Releases/Radar
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Wie bereits das DebĂŒt „Pimiki” ist auch „Euphoria” in der Kreuzberger Wohnung von Bernhard Piesk aka Pieska in Personalunion eingespielt worden. Ob Gitarre, Cello, Bass, Schlagzeug, Akkordeon oder Vocalparts, alles hat der 1978 in MĂŒnchen geborene Multi-Instrumentalist im Alleingang eingespielt, komponiert, abgemischt und arrangiert. Ergebnis ist eine Sammlung ohrwurmartiger Indie-Pop-Songs, die sich in den GehörgĂ€ngen festsetzten. Herr Piesk verzichtet dabei auf lĂ€ngst ĂŒberholte Synthie-Spielereien und setzt statt dessen auf eine Melange aus stimmlicher PrĂ€senz, unbekĂŒmmerten Arrangements und der Leichtigkeit des Seins. Genial einfach oder einfach genial!
Yasmin Schmidt

ANA POPOVIC
Unconditional
Eclecto Groove/in-akustik
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Ana Popovic ist nicht nur eine der schönsten, sondern auch besten SĂ€ngerinnen und Bluesgitarristinnen. Dies unterstreicht sie auf ihrer neuen Scheibe „Unconditional“, die von John Porter in New Orleans produziert wurde. Eines der vielen Highlights auf der Blues-getrĂ€nkten Scheibe ist Anas Kooperation mit Sonny Landreth auf der „Slideshow“. Ein Fest fĂŒr alle Slidegitarren-Liebhaber.
Bernd Lorcher

HOSSAM RAMZY & SPECIAL GUESTS
Rock The Tabla
ARC Music
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Mit vorliegender Scheibe hat sich Tabla- & Percussion-Experte Hossam Ramzy einen lange gehegten Traum erfĂŒllt und mit musikalischen Freunden ein Orient-Rock-Album eingespielt. Zusammen mit KĂŒnstlern wie Manu KatchĂ©, Billy Cobham, Phil Thornton und A.R. Rahman entstand eine brandheiße Fusion zwischen rockigen Parts und orientalischer, afrikanischer und indischer Klangtradition. Im Verlaufe des Hördurchgangs beweist Hossam Ramzy immer wieder, warum er als einer der versiertesten und besten Percussion-Spieler der Welt gilt. Als Anspieltipp empfiehlt sich die Klangreise „Cairo To India“.
Ute Bahn

ROBERT RANDOLPH & THE FAMILY BAND
We Walk This Road
Dare Records/EMI
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Schönes neues Album des Pedal Steel-Gitarristen Robert Randolph zusammen mit der Family Band. â€žWe Walk This Road“ wurde von T Bone Burnett produziert und hĂ€lt eine ausgewogene Mischung zwischen R&B, Rock, Funk und Soul bereit. Neben Gastauftritten von Ben Harper („If I Had My Way“) und Leon Russell („Salvation“) hĂ€lt die CD auch eine gelungene Coverversion von Bob Dylan’s „Shot Of Love“ bereit.
Fabian Hauck

LOUISIANA RED
Memphis Mojo
Ruf Records/in-akustik
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SĂ€nger und Bluesgitarrist Louisina Red ist ein alter Haudegen, der schon sehr lange im GeschĂ€ft ist. Zusammen mit Gitarrist Little Victor und seiner Begleittruppe Juke Joint hat er die 12 Songs von „Memphis Mojo“ eingespielt. Ehrlicher und raubeiniger Blues mit dem unnachahmlichen Gesang von Louisiana Red und einer bestens aufgelebten Rhythmusgruppe. Das macht Spaß, unbedingt in das langsam rollende „I Had Troubles All My Life“ und das sumpfig zischelnde „See That My Grave...“ hineinhören.
Bernd Lorcher

GREY REVEREND
Of The Days
Motion Audio/Rough Trade
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Grey Reverend aka L.D. Brown dĂŒrfte einigen durch seine Mitwirkung beim Cinematic Orchestra bekannt sein.  Mit „Of The Days“ veröffentlicht Grey nun eine Scheibe unter eigenem Namen, auf dem er sein Singer/Songwriter-Talent unterstreicht. Der spartanisch gehaltene Akustiksound setzt seine ausdrucksstarke Stimme ins rechte Licht.
Yasmin Schmidt

ROACHFORD
Addictive
India Media Group/Rough Trade
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Andrew Roachford, treibende Kraft und Mastermind der englischen Band Roachford, gilt als einer der bekanntesten Pop&Soul-SĂ€nger der 90er Jahre. Seit 2010 ist er auch noch der neue SĂ€nger von Mike & The Mechanics und ersetzt dort Paul Carrack. Mit „Addictive“ wandelt Roachford mal wieder auf Solopfaden, um seine außergewöhnlichen Songwriter-FĂ€higkeiten unter Beweis zu stellen. Seine Mixtur aus gefĂ€lligem Pop, emotionalem Soul und Funk & Reggae-Einlagen ist wie immer ein Erlebnis. Eine Scheibe mit jeder Menge Groove!
Frank Zöllner

SIGGI SCHWARZ & FRIENDS
Still Got The Blues
Membran/Sony Music
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Gitarrist Siggi Schwarz erweist auf diesem Tribute-Album dem Anfang des Jahres verstorbenen Gary Moore seine ganz persönliche Referenz. Dazu hat er 14 der bekanntesten Blues-Songs von Moore neu eingespielt. UnterstĂŒtzt wird er bei diesem gelungenen Streifzug von SĂ€nger Tom Croel, Bassist Neil Murray, Steve Lukather (Toto) u.v.a.
Bernd Lorcher

SLOW CLUB
Paradise
Moshi Moshi/Rough Trade
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Auf der vorliegenden Scheibe demonstriert das Duo aus Sheffield sehr eindringlich die Power von zeitgenössischem Adult-Pop. Wie bereits auf dem VorgĂ€nger „Yeah So“ liegt das Hauptaugenmerk auf einer exaltierten Mischung aus ungestĂŒmen Rock- und Pop-Phasen, die mit allerlei Perkussion-Instrumenten und vielen romantischen Akustikphasen gemixt werden. So gelingt Rebecca Taylor und Charles Watson ein sehr persönliches und intensives Album, das mit einer facettenreichen Mischung aus Folkelementen, unprĂ€tentiösen Vocals und einer spartanischen Instumentierung aufwarten kann.
Simone Theobald

PATTI SMITH
Outside Society
Legacy/Sony Music
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Von PATTI SMITH erscheint unter dem Titel „Outside Society“ erstmals eine LabelĂŒbergreifende Kompilation mit 18 ihrer grĂ¶ĂŸten Singlehits. Mit dabei sind natĂŒrlich Meilensteine wie „Gloria“, „Because The Night“ und „Frederick“. Alle Songs wurden neu remastered, dazu gibt Patti im CD-Booklet noch einige ihre Erinnerungen zu den jeweiligen Titeln Preis.
Simone Theobald

SOCALLED
Ghettoblaster
Haldern Pop Recordings/Cargo
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Die vorliegende Scheibe von Josh Dolgin aka Socalled ist in seiner kanadischen Heimat bereits 2006 erschienen und hat dort fĂŒr Aufsehen gesorgt. Kaum zu glauben, dass fast 5 Jahre vergehen mussten, bevor „Ghettoblaster“ auch in deutschen CD-Regalen zu finden ist. Dabei ist die musikalische Mixtur von Josh so ausgefallen wie genial. Ich habe bisher noch nie eine Melange aus klassischer jĂŒdischer Klezmermusik mit modernen HipHop-Rhythmen gehört. Aber fĂŒr die kanadischen Genre-Jumper ist dies kein Problem. Als GĂ€ste mit dabei sind so unterschiedliche KĂŒnstler wie Funk-Posaunist Fred Wesley, die Alternative-CountrysĂ€ngerin Katie Moore und der 90jĂ€hrige jiddische SĂ€nger Theodore Bikel. Ein außergewöhnliches Album mit viel Kreativ-Potential.
Simone Theobald

JÜRGEN SOLIS
Healing Piano - eVol.1
7Music/New Music Dstribution
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Keyboarder und Pianist JĂŒrgen Solis hat mit „Healing Piano - eVol.1“ eine Wellness-CD fĂŒr die Seele eingespielt. Musik ist Schwingung und Schwingung ist Energie. Mit seinem „Healing Piano“ schafft er es auf den kanpp 75 Minuten der CD heilsam auf die Seele des Hörers zu wirken. Sein „Healing Piano“ moduliert dabei ganz spezielle Frequenzbereiche, die auf das Energiefeld des Hörers wirken und so blockierte Bereiche im Innern des Körpers entspannen. Ergebnis ist ein WohlfĂŒhleffekt, der nebenbei auch noch natĂŒrliche Heilungsprozesse anstoßen kann. Musik als Medizin und das auch noch mit positiven Nebenwirkungen!
Rainer Guérich

SÖLYST
Sölyst
Bureau B/Indigo
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Thomas Klein, der Drummer von Kreidler, veröffentlicht unter dem Pseudonym Sölyst sein erstes Soloalbum. Wer die Scheiben von Kreidler mag, wird seine helle Freude an der Rille haben, denn auf den 11 Tracks nimmt Klein den Hörer mit auf Reise in die Welt der pulsierenden Drums, rhythmischen Energien und elektronischen Patterns. Trance-artige Klangkonzepte („Melville“) treffen auf dubbige Sound-fĂ€chen („Optimyst“) und wild tuckernde Afrobeats („Hoorn Of Plenty“). Manchmal fĂŒhlt man sich gar an die Platten von Jaki Liebezeit erinnert - auf jeden Fall ein hörenswerter Klangtrip!
Rainer Guérich

THE SONS
The Prime Words Committee
Popup-Records/Cargo Records
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Nach ihrem DebĂŒt „Visiting Hours”, das durch die Bank gute Kritiken einfahren konnte, hat sich die amerikanische Band fĂŒr ihre neueste Scheibe zum Quintett gemausert und zelebriert weiterhin einen psychedelischen Ausnahmerock mit reichlich Ecken und Kanten. Ansonsten dominieren mainstreamige Tanzbarkeiten, schrĂ€ge Riffattacken oder geniale Pop-Reminiszenzen. Ein kunterbunter Strauß aus musikalischen Ideen, der eigentlich nie Langeweile aufkommen lĂ€sst und sich an keine Genrebegrenzungen hĂ€lt.
Frank Zöllner

STEINKIND
Etappe 011
Fubak/Danse Macabre
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Steinkind stellen mit „Etappe 011“ ihr drittes Album vor. 12 Songs haben den Weg auf die Platte geschafft, welche die unterschiedlichsten Spannungsbögen aufbauen. Es gibt stampfende Synthielines und harte Gitarren, aber auch hochtanzbare Elektronummern („Es muss“) und punkigen Charme. Kurzum: Die Band zeigt sich einmal mehr von ihrer kreativen und unberechenbaren Seite, was den Hördurchlauf der CD zu einer echten Entdeckungstour macht.
Duklas Frisch

JOSS STONE
LP1
Membran
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SĂ€ngerin und Gitarristin Joss Stone ist jung, hĂŒbsch und singt mit einer bluesigen und souligen Stimmgewalt, wie ich sie seit Janis Joplin nicht mehr gehört habe. Produziert wurde das wirklich starke Album von Dave Stewart (Eurythmics), der auch an dem Songmaterial mitgeschrieben hat und an der Gitarre zu hören ist. Reinhörtipp ist die funkige Up-Tempo-Nummer „Karma“.
Rainer Guérich

GEORGE THOROGOOD
2120 South Michigan Ave.
Capitol/EMI
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Auf seinem 17 Studioalbum erweist George Thorogood den Helden des ruhmreichen „Chess-Labels“ (beheimatet in der 2120 South Michigan Ave. in Chicago) seine Referenz. Bluesfreunde können sich ĂŒber Neuinterpretationen von Chess-Klassikern wie „Two Trains Running (Still A Fool)“ (Muddy Waters) und „Let It Rock“ (Chuck Berry) freuen. ZusĂ€tzlich featured die Scheibe auch  noch Gastauftritte von  Buddy Guy und Charlie Musselwhite. Ein Festschmaus!
Bernd Lorcher

THE VALKYRIANS
Punkrocksteady
Pork Pie/Broken Silence
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Punkrock goes Ska! So heißt das Motto der Valkyrians auf dieser CD.  Die fĂŒnfköpfige Ska-Formation hat 14 Punknummern in pumpende und zĂŒngelnd-treibende Ska- und Rocksteady-Versionen gekleidet. Angefangen von Blondie’s „Heart Of Glass“ ĂŒber „Disorder“ von Joy Division bis hin zum cool groovenden „Watching The Detectives“ von Elvis Costello. Die Ska-Transformation funktioniert prĂ€chtig! Und beim The Adverts-Klassiker „Gary Gilmore’s Eyes“ lĂ€sst es sich TV Smith nicht nehmen, höchstpersönlich als Gast vors Mikro zu treten.
Fabian Hauck

MARIE VELL
Es kommt eine Zeit
Herz7/New Music Distribution
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Marie Vell ist ein echtes Multitalent: Sie singt, tanzt und hat als Schauspielerin schon in vielen TV-Produktionen mitgewirkt. Mit „Es kommt eine Zeit“ prĂ€sentiert die hĂŒbsche KĂŒnstlerin nun ihr erstes eigenes Album, welches eine Vielzahl hochkarĂ€tiger Song-Pop-Perlen beinhaltet. Die meisten StĂŒcke stammen dabei aus ihrer eigenen Feder, was ihr Songwriter-Talent unterstreicht. Eines der vielen Highlights auf der CD ist der Titel „Denn es kommt eine Zeit“, der in Zusammenarbeit mit Produzent Joschi Dinier (u.a. Flippers, die SchĂ€fer) entstand.
Simone Theobald

THE YES WAVE
The Yes Wave
Divine Records
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Der neueste Musik-Export der DĂ€nen heißt The Yes Wave. Im Vordergrund steht der Mann am Mikro, FrontsĂ€nger Jeppe Cornelius, der mit seiner charismatischen Stimme den gefĂŒhlvollen Songs eine ganz besondere Note gibt. Musikalisch bewegt sich das Quartett in der amerikanischen Folk & Rock-Szene der 60er und 70er Jahre, wobei der eine oder andere Abstecher in puristische Akustikphasen ebenso erlaubt ist wie wildes Punkgehabe. Unaufgeregt und ohne PlattitĂŒden ist das The Yes Wave-DebĂŒt ein Album zwischen Ironie, Sehnsucht und dezenter Selbstdarstellung.
Yasmin Schmidt

ZIEHGÄUNER
Negl mit Kepf
Wildwechsel/Universal
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SpĂ€testens mit der Erfolgsstory von LaBrassBanda gehört partytaugliche Worldmusik in die Charts. Mit ZiehGĂ€uner betritt nun eine weitere Band aus dem Bayerischen Wald die BĂŒhne, um uns einen wilden und schnellen Mix aus Ska, Funk und Punkelementen um die Ohren zu hauen. Dabei ziehen die Jungs vom Leder, dass es eine wahre Freude ist. Ob Balkan-Style, Jamaika-Reggae oder Chicago-Funk, hier ist alles erlaubt und wird mit bajuwarischer Sprachgewalt zusammen gehalten.
Frank Zöllner

 

 

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