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SEPT./OKTOBER 2012
 | inMusic - da ist Musik drin!

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

THE ABC & D OF BOOGIE WOOGIE
Live In Paris
Eagle Records/edel
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Hinter dieser Superband  (der Bandna me ergibt sich aus den Initialen der Vornamen) verbergen sich Axel Zwingenberger, Ben Waters, Charlie Watts und Dave Green, die hier ihrer Liebe fĂŒr Blues & Boogie Woogie fröhnen. Mitgeschnitten wurde die  11gĂ€ngige Setlist, die Titel wie „Evolution Blues“ und „Roll’ Em Pete“ beinhaltet, im September 2010 im Pariser Jazzclub „Duc Des Lombards“. Ein Festschmaus fĂŒr alle Boogie Woogie-Fans!
Bernd Lorcher

ARIK BAUER
Motschkern Is G‘sund
Sireena Records/Broken Silence
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Vorliegende Scheibe des österreichischen Universalgenies ist bereits 2000 im Eigenvertrieb erschienen. Der Maler, Grafiker, Architekt und Liedermacher erfreut den geneigten Hörer wieder einmal mit einem FĂŒllhorn aus kleinen, lustigen und oft bissigen Geschichten ĂŒber die Menschen, die Politik und das Leben im Besonderen. Vorgetragen mit großartigen Texten im besten Wiener SchmĂ€h und deshalb fĂŒr Nicht-Wiener nur zum Teil verstĂ€ndlich, aber trotzdem hörenswert.
Ute Bahn

B.B. & THE BLUES SHACKS
Come Along
Cross Cut
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Seit ihrer GrĂŒndung im Jahre 1989 veröffentlichen B.B. & The Blues Shacks, die Band um die beiden BrĂŒder Michael & Andreas Arlt, in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden exzellente Alben. Nun haben die Hildesheimer mit „Come Along“ ihren neuesten Longplayer mit 16 Tracks im GepĂ€ck, auf dem sie u.a. auch von der BlĂ€sersection „The Now Blow No Show Horns“ unterstĂŒtzt werden. Ergebnis ist eine geschmackvolle Scheibe, die gekonnt zwischen emotionalen Bluesparts und geschmeideigem Sixties Soul wechselt. Anspieltipp ist das schmachtende „If I Should Ever Lose Your Love“.
Tim Beldow

BLANK & JONES
Relax Edition Seven
Soundcolours
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Passend zur Sommerzeit legen Blank & Jones die siebte Ausgabe ihrer beliebten „Relax Edition“-Reihe vor. Auf dem Spielplan des Doppeldeckers steht eine feine Mischung aus Chill Out, Lounge und Beach House. NatĂŒrlich gibt es auch diesmal wieder eine Reihe von hochkarĂ€tigen GĂ€sten, u.a. Boy George („Generations Of Love“), Jason Caesar („Summertime“), Cathy Battistessa („Happiness“) und JosĂ© Padilla („Dragonflies“).
Siggi Mayen

BLUMENTOPF
B-Seiten & RaritÀten
BMG Rights
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Blumentopf schĂŒtteln ihre intelligenten Reime und HipHop-Grooves locker leicht aus dem Ärmel. Nun gibt’s insgesamt 21 „B-Seiten & RaritĂ€ten“ aus ihrem großen Fundus exklusiv als digitalen Download. Scheinbar hat man bei Blumentopf die CD-KĂ€ufer total vergessen. Das Songmaterial reicht von der 97er B-Seite „Zahlen Bitte!“ ĂŒber „Gestatten, Heinemann“ bis hin zu „Laut“, einem Track fĂŒr die Beilage-CD des HipHop Magazins „Juice“.
Rainer Guérich

PHIILLIP BOA AND THE VOODOO CLUB
Loyality
Cargo Records
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Mit „Loyality“ schickt Phillip Boa endlich wieder ein ĂŒberzeugendes Album ins Rennen, das gut ins Ohr geht, aber auch rockige HĂ€rte nicht vermissen lĂ€sst. Eröffnet wird die CD durch das rockige und komplexe „Black Symphony“, kompositorisch ein kleines Meisterwerk. Weitere Höhepunkte sind das unterschwellig-schöne „Ernest 2“, der dark schimmernde Ohrschmeichler „Sunny When It Rains“ und das elektronisch influenzierte „My Name Is Lemon“.  UnterstĂŒtzt wird Boa diesmal u.a. von Gitarrist Oli Klemm (Sankt Otten) und dem Electropunker Maik T. Hörenswert!
Duklas Frisch

KARI BREMNES
Og sa kom resten av livet
Strange Ways Records/Indigo
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Die Alben von Kari Bremnes sind eigentlich alle empfehlenswert, insbesondere wenn sie die Texte in norwegischer Sprache singt. Dies ist zum GlĂŒck auf ihrer neuen CD der Fall. Ergebnis sind 11 atmosphĂ€risch starke Nummern, in denen Kari ihrer Geschichten ĂŒber den nordischen Winter, die Liebe und das Leben erzĂ€hlt. Als Anspieltipps empfehlen sich „E du nord“ und das kokette „Mann pa rommet“ („Mann im Zimmer“), in dem es darum geht, dass „sich eine Frau einen Mann sucht, ihn im Zimmer einschließt und ihn dort zu ihrem idealen Partner umzuerziehen versucht.“
Simone Theobald

MICHAEL BURKS
Show Of Strength
Alligator Records/in-akustik
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Schon traurig, dass Bluesgitarrist Michael Burks kurz nach Fertigstellung dieses Albums mit gerade einmal 54 Jahren verstarb. Burks, der wegen seiner stundenlangen Live-Performances und seinem einzigartigen Gitarrenstil auch den Spitznamen „Iron Man“ trug, zeigt auf „Show Of Strength“ noch einmal die ganze Bandbreite seines Könnens. Schwelende Bluesgitarre, intensives Jamming und rauchiger Bluesgesang, der jeden BluesjĂŒnger niederknien lĂ€sst. Man höre hierzu das fast schon andĂ€chtige „Can You Read Between The Lines?“ mit zĂŒngelnder Hammondline und seinen Gospelartigen ChoreinwĂŒrfen.
Bernd Lorcher

CAROLINA CHOCOLATE DROPS
Leaving Eden
Nonesuch
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Dieses rĂŒhrige Quintett aus North Carolina hat es sich zum Ziel gesetzt, die Country- und Bluegrass-Tradition des letzten Jahrhunderts mit augenzwinkernder Experimentierfreudigkeit zu  neuem Leben zu erwecken. Das musikalische Ergebnis klingt höchst unterhaltend und zuweilen nostalgisch schön. Als Anspieltipp empfiehlt sich das sehr tanzbare „Country  Girl“, das von Cello, Beatbox und Banjo motorisch angetrieben wird und von SĂ€ngerin Rhiannons soulgetrĂ€nkter Stimme gekrönt wird. Bluegrass und  Folk- Fans sollten dieser Scheibe unbedingt eine Chance geben...
Rainer Guérich

PAUL CARRACK
Good Feeling
India/Rough Trade
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Der ehemalige SĂ€nger von Mike & The Mechanics legt mit „Good Feeling“ wieder einmal ein ĂŒberzeugendes Singer/ Songwriter-Album mit untrĂŒglicher Soulkomponente vor. 12 Tracks beinhaltet die neue Scheibe, darunter auch eine Neuversion von Nick Lowes „From Now On“ und das Bruce Springsteen-Cover „If I Should Fall Behind“. Ein ganz besonderes Highlight ist der smashige Crooner „Marmalade Moon“, den Carrack zusammen mit Chris Difford von Squeeze schrieb.
Simone Theobald

HABIB KOITÉ & ERIC BIBB
Brothers In Bamako
Contrejour/Broken Silence
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FĂŒr diese Einspielung haben sich zwei außergewöhnliche Musiker zusammen gefunden, denen der schwarze Kontinent und die Musik als Völkerverbindendes Element sehr wichtig sind. Habib KoitĂ© entstammt einer KassonkĂ© Griot Familie und lebt in Bamako, der Hauptstadt Malis. Eric Bibb ist ein herausragender amerikanischer Bluesmusiker, bekannt fĂŒr seinen einzigartigen Akustikblues. Auf „Brothers In Bamako“ werfen sie ihr kĂŒnstlerisches Erbe und ihre Spieltechniken in eine Waagschale, um einen ganz eigenen Afro-akustischen Folk- und Gospel-Blues zu entwerfen.
Ute Bahn

COLLAPSE UNDER THE EMPIRE
Fragments Of A Prayer
Finaltune Records/Broken Silence
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Collapse Under The Empire sind ein Electro & Producer-Projekt, das ganz im Zeichen instrumental beeinflusster und tiefdunkler Elektropop-Musik steht. Nach ihrem Double Concept Work „Shoulders & Giants“ (die Fortsetzung folgt 2013) kommt mit „Fragments Of A Prayer“ ein „Zwischenwerk“ heraus, das mit seiner verschachtelten Rhythmik und seinen sperrigen Vibes eine Fundgrube fĂŒr jeden Noise-Querdenker darstellt. Ein Elexier aus Electro-Sequenzen, rumpelnden Beats, deepen Echolot-Sounds und vertonten Großstadt-AlptrĂ€umen.
Fabian Hauck

RY COODER
Election Special
Nonesuch/Warner
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Mit „Election Special“ legt Ry Cooder sein bisher politischstes Album vor. PrĂ€sidentschaftskandidat Mitt Romney („Mutt Romney Blues“), die Finanzwelt („The Wall Street Part Of Town“) und das amerikaniosche Gefangenenlager („Guantanao“) bekommen in bester Folk- und Blues-Tradition ihr Fett weg. Nicht nur fĂŒr Amerikaner eine wichtige Scheibe.
Minky Stein

COOLOOLOOSH
Elements Of Sound
G-Records/Rough Trade
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In ihrer israelischen Heimat sind Coolooloosh lĂ€ngst zum festen Begriff fĂŒr Party machen geworden. Die sechs Musiker servieren bei ihren Live-Gigs einen groovig-schweißtreibenden Mix aus Hip Hop, Funk, Rap, Rock und Ethno-Elementen. 2003 ins Leben gerufen, hat die Truppe ihren Radius lĂ€ngst ĂŒber die Grenzen von Israel hinaus erweitert. Zeit, dass die Jungs mit ihrer neuen CD „Elements Of Sound“ auch in Europa ihre Spuren hinterlassen. Vom ersten Song an geht die Post ab. Ob Rap, Soul oder Funk, ob in englisch oder hebrĂ€isch gesungen, Coolooloosh haben‘s drauf und sorgen fĂŒr gute Laune.
Frank Zöllner

GREGORY DARLING
Coloured Life
F.O.D./H‘Art
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Einen bunten Strauß eingĂ€ngiger Pop & Soul-Melodien hat Gregory Darling fĂŒr seine bereits dritte Arbeit eingespielt, die vom ersten Akkord an zuckersĂŒĂŸ in den Ohren kleben bleibt. Rundgeschwungene Melodiebögen, eingĂ€ngige Rhythmen und sphĂ€rische Soundschleifen stehen auf dem Programm, die sich voller Artigkeit durch die gesamte Produktion ziehen. Ein bisschen weniger HarmoniesĂŒchtigkeit hĂ€tte nicht geschadet...
Frank Zöllner

DAZKARIEH
Eterno Retorno
Galileo MC
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Aus Portugal kommen Dazkarieh, die in ihrem einzigartigen Nu-Folk-Rolk die musikalische Vergangenheit und Gegenwart ihres Heimatlandes aufeinander prallen lassen. In ihrem Soundkosmos finden sich rockige Elemente genauso wie portugiesische Instrumente wie Cavaquinho, Bragues, Adufe, eine modizifizierte Bouzouki und Dudelsack. Dazu kommt die charismatische Stimme von SĂ€ngerin Joana NegrĂĄo, die  alle Texte in Portugiesisch erfasst hat.  Einen guten Einblick in die vielfĂ€ltigen Klangwelten von Dazkarieh geben der rockige Opener „(Ir)Real“ und das Dudelsack-getrĂ€nkte „Quatro Ciclos“.
Rainer Guérich

DE/VISION
Rockets & Swords
Popgefahr/Soulfood
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Auch nach 25 Jahren gibt es keinerlei ErmĂŒdungserscheinungen bei DE/VISION, die mit „Rockets & Swords“ ein gelungenes Album vorlegen. Schon das Elektronikzirpen zum Auftakt „Boy Toy“ ist verheißungsvoll und  mĂŒndet in einen maschinoiden Flow, ĂŒber den sich dann die melancholische Vocalline legt. Tolle Nummer im Retro-Stil! Gelungen ist auch das balladeske „Beauty Of Decay“ und das atmosphĂ€rische „Brotherhood Of Man“ mit stampfendem Beat, weiblichem Backgesang und eingestreuten Gitarrenriffs. Ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und dennoch kraftvolles Electropop-Werk!
Duklas Frisch

DIVA DIVER
Diva Diver
G/Rough Trade
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In einer nur drei Tage dauernden Session haben die beiden BrĂŒder Al und Emil Potamianos aka Diva Diver im Studio ihr vorliegendes DebĂŒt zusammengeschraubt. Das Ergebnis sind zehn Adult-Pop-Tracks zwischen Rockphasen, Alternative, Folk und Reggae. Hier wird mal nicht die Welt verbessert oder sonstige Inhalte transportiert, hier steht eingĂ€ngiger und pflegeleichter Rockpop auf dem Spielplan.
Simone Theobald

THE DUBLINERS
A Drop Of The Hard Stuff
More Of The Hard Stuff
Drinkin & Courtin’
At It Again!
Major Minor Records/EMI
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Seit 50 Jahren bĂŒrgen The Dubliners fĂŒr authentische und feine Folk- und Pubmusik, die fĂŒr Stimmung in der Bude sorgt . Grund genug fĂŒr EMI, sich dem Backkatalog der Band  aus Dublin anzunehmen und daraus remasterte Neueditionen mit Expanded Booklets, neuen Linernotes usw. zu veröffentlichen. Besonderer Augenmerk wurde auf die digitale Optimierung gelegt, wobei das Remastering in enger Zusammenarbeit mit der Band in den Londoner Abbey Road Studios erfolgte. So kann sich der Fan irischer Pubmusik auf vier entdeckungswerte SchĂ€tzchen freuen, die nebenbei bemerkt ĂŒbrigens erstmals in kompletter Version auf CD erscheinen. The Dubliners spielten seinerzeit in ihrem sehr erfolgreichen Line-Up mit Ronnie Drew, Luke Kelly, Barney McKenna, CiarĂĄn Bourke und John Sheahan. Zu hören gibt es auf den Scheiben natĂŒrlich auch große Hits wie „Seven Drunken Nights“, â€žBlack Velvet Band“ und „Dirty Old Twon“. Wer genĂŒgend Kleingeld hat, sollte sich unbedingt alle 4 CDs zulegen, zur Auswahl stehen „A Drop Of The Hard Stuff“ (1967), „More Of The Hard Stuff“ (1967), „Drinkin’ & Courtin“ (1968) und „As It Again!“ (1968). The Dubliners befinden sich derzeit ĂŒbrigens auch auf Tour, darauf ein Guiness!
Bernd Lorcher

DURAN DURAN
Live 2011
Eagle Rock/edel
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Simon Le Bon & Co. waren auch im Jahre 2011 auf der BĂŒhne eine sichere Bank. Dies zeigt dieser Livemitschnitt vom 16.12.2011 in der „MEN Arena“ in Manchester. Auf dem Spielplan standen neben Titeln des aktuellen Albums „All You Need Is Now“ natĂŒrlich auch die alten Klassiker wie „Notorious“, „A View To A Kill“, „The Reflex“ und „Wild Boys/Reflex“, die von ihrer Anziehungskraft ĂŒber die Jahre nichts verloren haben. Abstriche muss ich bei der Wertung aber bezĂŒglich der etwas dĂŒrftigen KlangqualitĂ€t machen, was letztlich einen Punktabzug bedeutet. Trotzdem noch eine Empfehlung wert!
Duklas Frisch

ELECTROSPECTIVE
V.A.
Virgin/EMI
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Elektronische Musik erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Und das schon seit Ende der 1960er Jahre, wobei die ersten musikalischen Gehversuche in dieser Richtung schon um 1950 von Stockhausen und dem Pariser Pierre Schaeffer unternommen wurden. In den Archiven der EMI schlummern jedenfalls auch einige musikalische SchĂ€tze, denn die vorliegende „Electrospective“-Doppel-CD startet mit einer Aufnahme des BBC Radiophonic Workshop aus dem Jahre 1958. Die erste CD ist gespickt mit tollem Synthiestoff und Electropop von Acts wie Tangerine Dream, Can, OMD, Brian Eno, Ultravox, Human League und Nitzer Ebb. CD 2 fĂŒhrt die elektronische Musik in die Clubkultur und  featured KĂŒnstler wie Moby, Daft Punk, Adam F, Massive Attack, Goldfrapp und St. Germain. Ein schöner Streifzug ĂŒber das weite Feld elektronischer Klangerzeugung.
Simone Theobald

EVENING HYMNS
Spectral Dusk
Strange Ways/Indigo
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Lust auf melancholischen Indie-Pop zum Abtauchen? Dann ist vielleicht das zweite Album der kanadischen Evening Hymns um ihren Mastermind und SĂ€nger Jonas Bonetta das Richtige. Die CD beginnt mit einem Rauschen, meditativen KlĂ€ngen und GerĂ€uschfragmenten, die den Hörer in die richtige Stimmung fĂŒr das wie auf einer sanften Woge gleitende und mit Akustikgitarre angetriebene „Arrows“ vorbereitet, ĂŒber das sich schließlich die melancholisch zerbrechliche Stimme des Evening Hymns-SĂ€ngers legt. Eine Scheibe, in die man sich fallen lassen muss, um ihre ganze Schönheit zu erkennen.
Minky Stein

FIREWATER
International Orange
Noisolution/Indigo
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Tod A. aka Tod Ashley, Frontmann von Firewater, hat sein musikalisches Kreativzentrum von New York nach Istanbul verlegt und serviert uns nun mit „International Orange“ seine neueste Einspielung. Dabei greift der Tausendsassa wie bereits bei dem VorgĂ€nger „The Golden Hour“ auf eine ziemlich ungestĂŒme und verquere Mischung aus rockigen Phasen, Ska, Punkrock und Ethno-Rhythmen zurĂŒck. Immer unberechenbar und mit schwarzem Humor versehen. Anspieltipp ist der mit Scratches und Surfgitarre eingeleitete „The Monkey Song“.
Frank Zöllner

JESSICA GALL
Riviera
Herzog Records/edel kultur
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Ruhig, sanft und mit samtener Stimme intoniert die Berliner Pop/JazzsĂ€ngerin Jessica Gall die Songs auf ihrer neuen CD „Riviera“. Inspirationen zu ihren Songideen holt sich die hĂŒbsche SĂ€ngerin vorzugsweise aus der Natur und vertraut musikalisch auf eine sich nie in den Vordergrund spielende Sidecrew. Ergebnis ist eine wunderbar entspannte Einspielung mit Highlights wie dem vertrĂ€umten TitelstĂŒck „Riviera“ oder dem charmant treibenden „Same Sky“ mit seinem warm walkenden E-Bass Spiel und Jessicas smoother Stimme.   Unter klanglichen Aspekten genĂŒgt die Produkton audiophilen AnsprĂŒchen. Fein!
Rainer Guérich

ART GARFUNKEL
The Singer
Columbia-Legacy/Sony Music
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FĂŒr diese umfangreiche Doppel-CD Retrospektive hat Art Garfunkel insgesamt 34 Songs aus den Jahren 1964 bis 2007 persönlich ausgewĂ€hlt. Vertreten sind sowohl Nummern aus seiner Zeit mit Simon & Garfunkel als auch von seinen Soloalben. Aufschlussreich ist auch das informative Booklet, in dem Art Garfunkel handschriftliche Notizen zu den einzelnen StĂŒcken hinterlassen hat. Dazu gibt’s noch zwei brandneue Songs aus diesem Jahr: „Lena“ und Long Way Home“.
Simone Theobald

THE GHOST TRAINS
Jack + Sunshine
Beste! Unterhaltung/Broken Silence
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Aus England kommt das Trio The Ghost Trains, das von SĂ€nger und Mastermind Tim Ellis im April 2010 ins Leben gerufen wurde. Ergebnis sind 13 minmalakustische Songs, ganz auf den Gesang des Frontmannes zugeschnitten. Wer Americana und Folk Pop mit gelegentlichen beatlesken Melodien mag, kann ja vielleicht mal in „Elvis In A Daze“, einen der besten Songs der Scheibe, selbst hineinhören...
Minky Stein

COBY GRANT
Is In Full Colour
World Of Audio Records/Amazon
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Vielen dĂŒrfte „A Song About Me”, der Opener der CD, aus der Werbekampagne fĂŒr Bon Aqua im Ohr hĂ€ngen geblieben sein. Ein unbeschwerter und gut gelaunter Sommer-Song, so wie eigentlich das ganze Album von Coby Grant. Darauf zeigt die australische KĂŒnstlerin ihre enormen QualitĂ€ten als Songwriterin ebenso selbstbewusst wie als ausdrucksstarke SĂ€ngerin. Ein vertrĂ€umter Easy-Living-Pop mit akustischen Einlagen, leisem Soul und einer unwiderstehlichen Anziehungskraft.
Frank Zöllner

SOPHIE B. HAWKINS
The Crossing
in-akustik
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Nach 8 Jahren veröffentlicht Sophie B. Hawkins endlich mal wieder ein neues Studioalbum. Auf dem Songmaterial von „The Crossing“ zeigt sich die SĂ€ngerin kĂŒnstlerisch gereift und verarbeitet ihre Lebenserfahrungen in ausdrucksstarken Kompositionen mit kĂŒnstlerischem Anspruch und souliger Stimme. Nebenbei transportiert sie auch ein Höchstmaß an glaubwĂŒrdiger EmotionalitĂ€t, beispielsweise in dem mit voller Inbrunst vorgetragenen „Missing“. Auf der CD findet sich zudem auch noch eine sehr hörenswerte String-Akustikversion des Hits „Damn I Wish I Was Your Lover“.
Fabian Hauck

JENEE HALSTEAD
Raised By Wolves
Continental Song/in-akustik
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Ein Dark-Pop/Americana-Album der besonderen Art legt SĂ€ngerin, Songwriterin und Ukulele/Banjo-Spielerin Jenee Halstead hier vor. Die 11 Songs werden mal akustisch, dann mit Programming und anderen Soundingredenzien in Szene gesetzt. DarĂŒber legt Jenee ihren exaltiert unterkĂŒhlten bis weltentrĂŒckten Folkgesang. Das passt zu countreysken StĂŒcken („Garden Of Love“) genauso gut wie zu Momenten grĂ¶ĂŸter Melancholie („,Heart Song“).
Rainer Guérich

MAXIMILIAN HECKER
Mirage Of Bliss
Blue Soldier/Rough Trade
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Traurige Songs können  doch so schön sein! Das kommt mir jedenfalls bei Maximilian Heckers neuem Album „Mirage Of Bliss“ in den Sinn, das von niemand Geringerem als Youth (u.a. The Verve, Embrace) produziert wurde. Die Kombination von Maximilians melancholisch-er Stimme und den wunderbaren Melodie-Arrangements hat einfach etwas Magnetisches, dem man sich nur schwer entziehen kann. CD einlegen, sich auf die Couch legen und ins TrĂ€umen geraten. Songs wie „The Time We Shared In...“ und „If Olnly I Could See“ sind das ideale Romantikfutter, ob nun alleine oder zu zweit...
Simone Theobald

KLAUS HOFFMANN
Berliner Sonntag
Stille Music/Indigo
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Eigentlich konnte ich mit der Musik von Klaus Hoffmann nicht viel anfangen. Bis zu seiner letztjĂ€hrigen CD „Das sĂŒĂŸe Leben“, die mich restlos begeistert hatte. Nun holt der Grandseigneur des deutschsprachigen Songs zum nĂ€chsten Schlag aus. „Berliner Sonntag“ entstand im Studio mit freundlicher UnterstĂŒtzung der MĂŒnchener Philharmoniker und Hoffmanns Livemusikern.  Ebenfalls mit von der Partie sind Reinhard Mey („Meine Zeit“) und Till Brönner („Berliner Sonntag“). Kaufen und genießen!
Rainer Guérich

JULIO IGLESIAS
1
Sony Music
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„RekordverdĂ€chtig“ - so könnte man die Chartplatzierungen und Edelmetall-Auszeichnungen von Julio Iglesias in den vergangenen Jahrzehnten bezeichnen. Mehr als 2600 Platin- und Goldauszeichnungen hat der Spanier im Laufe seiner langen Karriere erhalten. Grund genug, den Fans mit dieser vollbepackten Doppel-Best-Of-CD einmal richtig zu danken. Darauf zu finden sind neben Fanfavoriten („Crazy“, „When I Need You“) auch tolle Duette mit KĂŒnstlern wie Sting („Fragile“), Lucio Dalla („Caruso“) und Frank Sinatra („Summer Wind“). Dazu gibt’s noch einige Neuaufnahmen seiner spanischen Titel wie „Me Va, Me Va“, „Un Canto A Galicia“ und „Voy A Perder La Cabeza Por Tu Amor“.
Simone Theobald

IKONS
Life Rhythm
Service/Broken Silence
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Die vorliegende Scheibe ist die zweite Veröffentlichung der sechs Musiker plus VideokĂŒnstler aus Göteborg, die hier kreativ und musikalisch fast nahtlos an ihr Debut anknĂŒpfen. Ergebnis ist dabei ein sphĂ€risch-entrĂŒckter Sound, der mit der rosarot gefĂ€rbten Brille aus den Boxen kommt. Wer hier irgendwelche Ecken und Kanten erwartet, ist an der falschen Adresse. Hier herrscht zuckersĂŒĂŸe Harmonie bis zum Erbrechen. Dazu gibt‘s flirrende AtmosphĂ€ren, psychedelischen Pop und gefĂŒhlsbetonten Kitsch der Extraklasse.
Frank Zöllner

IN STRICT CONFIDENCE
Utopia
Golden Core/ZYX Music
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Seit 20 Jahren sind die Beiden bereits ein eingespieltes Team, das mit einer Mischung aus Elektro-Pop, Darkwave und Gothic ganz neue Wege geht. Mit „Utopia“ steht das achte Studioalbum von Dennis Ostermann und Nina de Lianin am Start und sorgt von Beginn an fĂŒr richtig Power in der Rille. Zwischen anmutigen Melodien, berĂŒhrender AtmosphĂ€re und digitalem Ambiente durchkreuzen trancige EBM-Rhythmen den Luftraum und die Bass-Line macht Überstunden. Dazu gesellen sich immer wieder Sound-Metamorphosen mit kristallklaren Frauen-Vocals und Pop-Balladen reinsten Wassers.
Fabian Hauck

KAYA
Born Under The Star Of Change
in-akustik
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SĂ€nger, Songwriter, Bestsellerautor, Traumdeuter: Der Kanadier Kaya veröffentlicht sein neues Album „Born Under The Star Of Change“ gleichzeitig mit seinem neuen Buch „Die Deutung der TrĂ€ume & Zeichen“. Das Album ist stilistisch zwischen Rock und Pop angesiedelt und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem New Yorker Produzenten Russ DeSalvo, den Kaya schon seit vielen Jahren kennt. Anspieltipp ist die gut ins Ohr gehende Singleauskopplung „The Alchemist“.
Minky Stein

SCOTT KELLY, STEVE VON TILL & WINO
Songs Of Townes Van Zandt
My Proud Mountain/Cargo
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Na also, geht doch! Die beiden Neurosis-Hardcorer Scott Kelly & Steve von Till können auch anders. Hier interpretieren sie mit viel GefĂŒhl und vor minimalakustischer Soundkulisse mit sporadischer Stromgitarre das Songrepertoire von Townes van Zandt. Eine glaubwĂŒrdige, kantige und emotionale Folk/Country-Scheibe, an deren Gelingen auch Scott „Wino“ Winrich (u.a. The Obsessed, Saint Vitus) seinen Anteil hatte.
Minky Stein

CAROLE KING
The Living Room Tour
Rockingale Records/in-akustik
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Eine tolle Doppel-Live-CD von Carole King, die wĂ€hrend ihrer „The Living Room Tour“ im Jahre 2004 entstand. Mitgeschnitten wurde bei drei Konzertauftritten in Chicago, Los Angeles und Hyannis/Massachusetts. Die damals 62jĂ€hrige interpretierte vor begeistertem Publikum quasi im Alleingang am FlĂŒgel die ganze Bandbreite ihrer großen Hits & Evergreens. NatĂŒrlich inklusive „It’s Too Late“, „Jazzman“, „Where You Lead I Will Follow“, „I Feel The Earth Move“ u.v.a. Ein wirkliches Akustikhighlight ohne Verfallsdatum!
Duklas Frisch

CAROLE KING
Love Makes The World
Rockingale Records/in-akustik
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Als Deluxe Edition erscheint von Carole King auch das bis dato nur als Import erhĂ€ltliche 2001er Album „Love Makes The World“. Eine schöne und sehr persönliche Scheibe, auf dem Mrs. King mit allerlei stilistischen Richtungen und smoothen Grooves arbeitet. Zu den hochkarĂ€tigen GĂ€sten auf der CD zĂ€hlen neben Trompeter Wynton Marsalis („I Wasn’t Gonna Fall In Love“) u.a. auch CĂ©line Dion („The Reason“) und K.D. Lang („An Uncommon Love“). ZusĂ€tzliches Bonbon der Deluxe-Edition ist die beigefĂŒgte Bonus-CD mit 5 Extra-Songs (u.a. „Lo Que TĂș Eres Para Mi“) und Enhanced-Video-teil (2 Musikclips, Making Of + Interview).
Duklas Frisch

KLUSTER
Klopfzeichen
Zwei Osterei
Bureau B/Indigo
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Im Jahre 1970 nahmen Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Conrad Schnitzler zusammen mit Tonmeister Conny Plank zwei ebenso radikale wie bahnbrechende Klangwerke mit bedrohlichen Soundkulissen auf, die nun als Wiederveröffentlichung erhĂ€ltlich sind. „Klopfzeichen“ erschien 1970 auf Schwann/Ams Studio und schockierte die Hörer mit seinem anarchisch freien Umgang zwischen Kunst, rezitierten Texten und musikalischer Klangerzeugung. Über elektronische GerĂ€tschaften verfĂŒgten die drei Bandmitglieder aus KostengrĂŒnden noch nicht, was den besonderen Reiz dieser frĂŒhen Aufnahmen ausmachte. Das Trio experimentierte und improvisierte nach Herzenslust mit allen GerĂ€tschaften, die wĂ€hrend der Aufnahmesession zur VerfĂŒgung standen: diverse Trommeln, Gitarre, Bass, Cello, Flöte usw. Dazu gab es auch noch rezitierte politische und religiöse Texte, die den damaligen Zeitgeist wohl ganz gut wiedertrafen. - In Sachen GerĂ€uschlastigkeit und lĂ€rmender Klangattacken hat „Zwei Osterei“, das 1971 erschien, noch einiges mehr zu bieten. Bandechos, GerĂ€uschkaskaden, RĂŒckkopplungen und chaotische Improvisationen kreierten einen völlig neuen Stil, der viele Jahre spĂ€ter als Industrial in die Musikgeschichte eingehen sollte. Nach diesen beiden Alben war mit „Kluster“ allerdings schon Schluss. Roedelius und Moebius machten als „Cluster“ weiter, Schnitzler spielte kurzzeitig bei Tangerine Dream und veröffentlichte dann eigene Soloalben.
Duklas Frisch

LICHTMOND
Universe Of Light
Bluphase/Alive
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Im Sound von Lichtmond verbinden sich elektronische Klangsequenzen, poetische Texte, poppige GesĂ€nge und Ethnosounds zu einer faszinierenden Klangmelange, die einen vom Stress des Alltags entfließen lĂ€sst. Begeistert von Lichtmond war ĂŒbrigens auch Musiklegende Alan Parsons, der nur zu gerne auf dem Track „Precious Life“ als Gast auftritt.  Ebenfalls mit dabei sind die korsischen I Muvrini, die fĂŒr Lichtmond die World Ethno-Hymne „Moments Of Joy“ gesc hrieben haben. „Universe Of Light“ erscheint ĂŒbrigens noch in weiteren Formaten als Blu-Ray (2D und 3D), Special Edition und DVD.
Rainer Guérich

LIL’ ED And The BLUES IMPERIALS
Jump Start
Alligator Records/in-akustik
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Lil Ed & The Blues Imperials begeistern ihre Fans nun schon seit 26 Jahren mit ihrem leidenschaftlichen und roughen Chicao Blues. Da macht auch das neue Album „Jump Start“ keine Ausnahme. Mit Augenzwinkern, rasantem Tempo und   wild lodernder Slidegitarre zieht die Band auf Kompositionen wie „Musical Mechanical Electrcal Man“ gekonnt alle Register, rockt aber auch mit cool groovendem Blues  („Kick Me To The Curb“) das Haus... 
Duklas Frisch

SEBASTIAN LIND
I Will Follow
Columbia/Sony Music
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Eigentlich ist der DĂ€ne Sebastian Lind erst seit 2010 musikalisch unterwegs. Trotzdem startet seine zweite Scheibe bei einem der ganz großen Labels. Vielleicht hat man dort schon bei seinem DebĂŒt die wahren QualitĂ€ten dieses Ausnahme-Musikers erkannt. Schließlich spielte Sebastian alles in Personalunion ein und produzierte das Ganze auch noch im Alleingang. FĂŒr seine akustischen AusflĂŒge hat sich der Singer/Songwriter ein paar Loop-GerĂ€te zugelegt und versöhnt so auf ganz eigene Art Gitarren-Pop, Folk und elektronische Frickeleien miteinander. Dezente Rhythmusstrukturen, eine markante Stimme und eine nachdenkliche, aber nicht traurige Weltsicht sind die Ingredenzien seiner Songs.
Simone Theobald

LOOSEGOATS
Ideas For To Travel Down Death‘s Merry Road
Startracks/Tapete Records
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FĂŒr Nicht-Eingeweihte ist die Geschichte etwas kompliziert. Also, Christian Kjellvander, Frontmann und Mastermind der schwedischen Band Loosegoats, hat vor seiner SoloaktivitĂ€t in den Staaten mit seiner Band insgesamt 3 Alben und eine EP veröffentlicht. Dann war sozusagen fast 10 Jahre Sendepause, was die Loosegoats anging. Jetzt haben die Jungs die Zeit gefunden und im Studio eine Scheibe zusammengebastelt, die nahtlos an die „alten“ Zeiten anknĂŒpft. Entstanden ist ein Album voll inspirierenden Melodien und Harmonien, die wie aufeinander zugeschnitten ein musikalisches Konzept ergeben. Sehr eindringlich ist dabei die Vocalarbeit von Christian Kjellvander, der sehr intensive und schwelgerische Songs geschrieben hat, die zugleich locker-luftig, energiegeladen und ungemein frisch aus dem VerstĂ€rker kommen. Empfehlung!
Frank Zöllner

MARIE & THE RED CAT
Home
ZeitArt Records/New Music
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Aus Mannheim kommt die fĂŒnfköpfige Formation Marie & The Red Cat, die ihr Erstlingswerk schon von der Ă€ußeren Gestaltung mit Digibook und dickem Booklet sehr liebevoll gestaltet hat. Doch auch musikalisch hat die Band um SĂ€ngerin und Songwriterin Lisa Marie Neumann einiges zu bieten. Von stimmungsvollem Folk ĂŒber akustischem Indie-Pop bis hin zu dĂŒsterer Melancholie („If You Ever“, „The Flight Of The Robin“) reicht das musikalische Spannungsfeld, von dem sich nur zu gerne verzaubern lĂ€sst. Als Aufnahmeort wĂ€hlte die Gruppe ĂŒbrigens ein stimmungsvolles Waldhaus nahe der französischen Grenze.
Simone Theobald

MESHELL NDEGEOCELLO
Pour une ame souveraine-a dedication to Nina Simone
NaĂŻve/Indigo
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Die in Berlin geborene afroamerikanische Musikerin widmet ihre neueste Einspielung ganz dem Andenken an die große Nina Simone. DafĂŒr hat sich die Soul & Jazz-SĂ€ngerin eine illustre Truppe mit KĂŒnstlern wie SinĂ©ad O‘Connor, Lizz Wright, Valerie June und Cody Chesnutt ins Studio geholt, um hier eine phantastische Sammlung an Soul und R&B-Klassikern neu zu interpretieren. Dabei ging es natĂŒrlich in erster Linie um Songs, die Madame Simone entweder selbst komponiert hat oder wĂ€hrend ihrer Karriere einmal mit Leben erfĂŒllt hat. So hören wir Songs wie „House Of The Rising Sun“ und „Feeling Good“ in meisterlicher Bearbeitung, entstaubt und upgedatet. Entstanden ist ein sehr persönliches und zutiefst emotionales Album, auf dem natĂŒrlich Tracks wie „Real Real“ oder „Black Is The Colour Of My True Loves Hair“ nicht fehlen dĂŒrfen.
Frank Zöllner

MOEBIUS + TIETCHENS
Moebius + Tietchens
Bureau B/Indigo
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Dieter Moebius und Asmus Tietchens zĂ€hlen seit vielen Jahrzehnten zur Speerspitze der deutschen Elektronik-Avantgarde. Zusammen haben die beiden aber nur kurzzeitig bei dem Musikprojekt  „Liliental“ im Jahre 1976 gearbeitet. 35 Jahre spĂ€ter schmeißen die beiden Altmeister ihren kreativen Tatendrang noch einmal zusammen, um diese tolle Elektronikscheibe einzuspielen. Maschinoide Rhythmen treffen auf Industrial-walkende Klangmuster mit Vocoderfragmenten („Vincent“) und sich langsam im Raum bewegende Soundskulpturen („Lange Reihe“). Wer elektronische Musik mag, zugreifen!
Duklas Frisch

SIGRID MOLDESTAD
Himlen Har Sove Bort Morkret
Heilo Records/Galileo MC
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Die Norwegerin Sigrid Moldestad legt mit „Himlen Har Sove Bort Morkret“ (dt. „Der Himmel hat die Dunkelheit weggeschlafen“) ihr drittes Album vor, bei dem sie wie schon auf den VorgĂ€ngern von einer hochkarĂ€tigen Crew aus Folk- und BlueskĂŒnstlern unterstĂŒtzt wird. Ergebnis ist eine ungemein frische und unterhaltende Scheibe, die durch die Texte in norwegischer Sprache ein ganz besonderes Flair verbreitet. Man höre nur in den gut gelaunten Fiddle-Folk „Dronninga i Resebakken“ oder die akustische Bearbeitung des Traditionals „Hinkje oppa o meir“. Das Klangbild ist audiophil!
Minky Stein

MONSTERS OF LIEDERMACHING
Schnaps & Kekse
Notolose/Soulfood
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Bei Monsters Of Liedermaching weiß man, was man bekommt, auch auf Album Nummer 5: ein Live-Happening der besonderen Art, mit Witz, Humor und skurilen Songideen. Anspieltipps: „Timing“, „Die Ballade vom Heißluftballon“ und „LebensmĂŒde“.
Simone Theobald

THE NIGHTHAWKS
Damn Good Time
Severn Records/in-akustik
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The Nighthawks, die Bluesband um Harp-Spieler Mark Wenner, sind seit drei Jahrzenten im Auftrage des „Zwölftakts“ unterwegs. Es dĂŒrfte wohl schwer sein, einen Club zu finden, in dem sie nicht aufgetreten sind. Mit „Damn Good Time“ steht nun ein neues Album ins Haus, das auf dem Dutzend Songs bestes Blues-Feeling versprĂŒht. Ob in cool groovenden Nummern mit authentischem Gesang. toller Bluesgitarre und atmosphĂ€rischer Harpverzierung  oder im inbrĂŒnstig intonierten Harpblues-Shuffle („Too Much“) - The Nighthawks haben eine Message, die sie mit grĂ¶ĂŸter GlaubwĂŒrdigleit transportieren.
Rainer Guérich

NORDIC WOMAN
V.A.
Heilo Records/Galileo MC
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Ein schöner Sampler, der uns die 18 Nordic Folk-SĂ€ngerinnen aus Norwegen, Schweden, DĂ€nemark und Island nĂ€her bringt. FĂŒr mich eine wahre Fundgrube, denn bis auf Mari Boine, Tuva Livsdatter Syvertsen (Valkyrien Allstars) und Garmarna habe ich von den auf der CD vertretenen KĂŒnstlerinnen noch nichts gehört. Augen schließen und sich von nordischen Frauenstimmen wie BĂĄra GrimsdĂłttir, Suden Aika, Unni Lovlid, Annbjorg Lien, Heida ÀrnadĂłttir und Tone Hulbaekmo verzaubern lassen...
Ute Bahn

NORMAN
Hay, Hay, Make A Wish And Turn Away
Songs & Whispers/Cargo
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Der FĂŒnfer aus dem amerikanischen FlĂ€chenstaat Oregon stellt mit der vorliegenden Rille seine 2. Arbeit auch in deutschen Landen vor und weiß mit einer hintergrĂŒndig-harmonischen Rhythmik zu begeistern. Das Presse-Info hat Recht, wenn es einige Songs mit Neil Youngs „Harvest“ vergleicht, denn da gibt es jede Menge Gezirpe, Geknarze, rustikale Folklines und so manchen Bluegrass-Akkord. Alles wirkt entspannt und aus der HĂŒfte gespielt. Die oft melancholischen Tracks wechseln sich ab mit rotzigen Gitarrenriffs, schleppenden Beats und unkompliziertem Bluesrock.
Frank Zöllner

THE ORB & LEE SCRATCH PERRY
The Observer In The Star House
Cooking Vinyl/Indigo
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Die britischen Elektro-TĂŒftler The Orb haben sich durch diese Zusammenarbeit mit dem mittlerweile 77jĂ€hrigen Reggae-Veteran Lee Scratch Perry einen großen Traum erfĂŒllt. Wenn auch nicht alles ĂŒberzeugen kann, was letztendlich im Studio rauskam, gibt es doch einige Highlights der Collaboration. Beispielsweise das abgrundtief dubbige „Man In The Moon“ mit Perrys unverkennbarer Stimme oder der erhabene Slow-Reggae-Groover „Police & Thieves“. Und auf Tracks wie „Golden Clouds“ und „Hold Me Upsetter“ beweisen dann The Orb, was sie drauf haben.
Fabian Hauck

OSCAR LOUISE
Empty House
Phenix Rec./New Music Distr.
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Subtilen Dark-Pop und Neo Folk serviert uns die aus Lausanne stammende SĂ€ngerin Rachel Hamel, die wie man unschwer hört, eine klassische Stimmausbildung genossen hat. Die bittersĂŒĂŸen Geschichten, die sie auf „Empty House“ intoniert, stammen allesamt aus der Feder von Michael Frei alias „Hemlock Smith“.  Es geht um Themen wie Einsamkeit, unglĂŒckliche Liebe und die Auslotung physischer und psychischer Grenzen. Als Reinhörtipp empfiehlt sich das leicht theatralische „Forever And A Week“ und „A Tale Of The Sea“, ein sehr aufrĂŒttelndes Duett mit Hemlock Smith. Empfehlenswerte Scheibe!
Minky Stein

PEE WEE BLUESGANG
Live im Jovel
Sireena/Broken Silence
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Es gibt doch immer wieder musikalische SchĂ€tze, die bis dato nicht auf CD veröffentlicht wurden. Beispielsweise dieses Livekonzert der Pee Wee Bluesgang aus dem Jahre 1980 in „Steffi Stephans Joel Cinema“ in MĂŒnster. Richard Hagel hatte kurz zuvor Reiner HĂ€nsch am Mikro abgelöst und prĂ€sentierte sich mit der Pee Wee Bluesgang dem begeisterten Publikum in Bestform. Highlights des Konzerts waren zweifellos die tolle Interpretation von „Rambling On My Mind“ und das Blues & Boogie rollende „John Lee Hooker“ aus der Feder von Gitarrist Thomas Hesse.
Rainer Guérich

KELLY JOE PHELPS
Brother Sinner & The Whale
Black Hen Music/in-akustik
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Weniger ist manchmal mehr. Dies sagte sich wohl auch Kelly Joe Phelps vor Einspielung seiner neuen CD „Brother Sinner & The Whale“, auf der er zu seinen Wurzeln zurĂŒck kehrt. Auf dem Spielplan stehen 12 Akustikgitarrennummern, die Phelps mit seiner ausdrucksstarken und emotionsgeladenen Stimme intoniert. Ergreifend, packend und auf das Wesentliche reduziert. Als Anspieltipp empfiehlt sich das fast schon andĂ€chtige „Pilgrim’s Reach“ mit seiner stimmiger Slidegitarre. Akustikblues-Freunde können mit dem Kauf dieser CD ganz gewiss nichts falsch machen
Bernd Lorcher

POETS OF THE FALL
Temple Of Thought
Remote/Broken Silence
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In der finnischen Indie-Szene sind die Jungs spĂ€testens seit ihrem musikalischen Beitrag „Late Goodbye“ fĂŒr einen Videogame-Buster eine feste GrĂ¶ĂŸe. Danach fanden ihre Songs auch den Weg in die Charts, wobei Poets Of The Fall mit vier Longplayern auf vier No. 1 Platzierungen verweisen können. Und wer ihren neuesten Dreher „Temple Of Thought“ in den Player schmeißt, weiß, warum die Jungs in ihrer Heimat diesen Hype erleben. Ihr Sound aus gefĂ€lligen Popeinlagen, harten Crossover-Passagen und Indie-Style geht vom ersten Akkord in die Ohren. Das macht Lust auf mehr, entdeckenswert!
Frank Zöllner

ELVIS PRESLEY
I Am An Elvis Fan
RCA-Legacy/Sony Music
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Am 16. August 2012 jĂ€hrte sich der Todestag des King Of Rock’n’Roll zum 35mal. Aus diesem Grunde durften im Vorfeld in einer großen Voting-Aktion mehr als 250.000 Elvis-Fans auf der ganzen Welt ihre persönlichen Lieblinge aus  den Bereichen „50’s“, „60’s“, „Country“, „Movies“, „Love Songs“, „Gospel“ und „In Concert“ wĂ€hlen. Ergebnis ist dieses 21gĂ€ngige „Biggest Hits“-Album, das der Fanseele aus dem Herz spricht und von „Don’t Be Cruel“ bis „If I Can Dream“ die beliebtesten Elvis-Nummern bereithĂ€lt. Man kann es auf dem Coverartwork zwar schwer erkennen, aber das Elvis-Mosaikcover wurde aus 8.000 im Internet hochgeladenen Fanfotos zusammen gesetzt.
Simone Theobald

PUNCH BROTHERS
Who's Feeling Young Now?
Nonesuch
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Nicht umsonst wurde das letzte Album der amerikanischen Punch Brothers fĂŒr einen Grammy nominiert. Ihre Stilfusion aus Bluegrass, Indierock, Folk, Songwriterkunst und akustischen Momenten ist schon ziemlich einzigartig in der Musikszene. SelbstverstĂ€ndlich auch auf dem tollen neuen Album „Who's Feeling Young Now?“, das neben packenden und atmosphĂ€rischen Eigenkompositionen u.a. auch eine Coverversion von Radioheads „Kid A“ enthĂ€lt. FĂŒr die Produktion war Jacquire King (u.a. Kings of Leon, Tom Waits) in den Nashviller Blackbird Studios verantwortlich.
Bernd Lorcher

RAMONA ROTSTICH
Ramona Rotstich
Global Records/Rough Trade
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Deutschsprachiger Glamour-Pop mit platten Texten und dĂŒdelnder Konservenkost im wild-unertrĂ€glichen Stilmischmasch serviert uns die Dame mit der Pumuckl-Farbe in den Haaren. Textliches Highlight ist fĂŒr mich dabei schon gleich der Opener „Lemminge“ mit dieser formidablen Zeile: „Ich glaub’ deine Augen sind tot, deine Ohren sind taub. Ich möchte so gern ein Lemming sein.“ Nein danke, ab in die gelbe Tonne!
Rainer Guérich

CONRAD SCHNITZLER
(Rot)
(Blau)
Bureau B/Indigo
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Reissues der ersten beiden Soloveröffentlichungen des deutschen Elektronikpioniers Conrad Schnitzler (u.a. Kluster, Tangerine Dream).  „(Rot)“ stammt aus dem Jahre 1973 und manifestierte mit den beiden weitschweifenden Kompositionen „Meditation“ und „Krautrock“ das elektronische KlangverstĂ€ndnis des ehemaligen SchĂŒlers von ObjektkĂŒnstler Joseph Beuys. Entscheidend war dabei die „gezĂŒgelte Regellosigkeit“ bzw. der „eingeschrĂ€nkte Zufall“, der in Schnitzlers elektronischen Klangskulpturen zum Kunstkonzept erhoben wurde. Als besonderes Bonbon wurde der Neuedition auch noch der 20 Minuten-Track „Red Dream“ draufgepackt. - „(Blau)“ aus dem Jahre 1974 knĂŒpft mit seinen phantastischen Klangmustern und elektronisch ziependen Facetten nahtlos an die GenialitĂ€t des Erstlingswerk an. Es macht Spaß, sich auf den schier unerschöpflichen elektronischen Sequenzen treiben zu lassen. Überraschend, bedrohlich und teils voller berstender Elektronikkunst fließen auch die 6 „Wild Space“-Bonustracks aus den Boxen.
Fabian Hauck

SECRET LOVE 6
V.A.
Sonar Kollektiv/Alive
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Es war nur eine Frage der Zeit bis diese Scheibe auf meinem Tisch landen wĂŒrde, denn nach dem Erfolg von Vol.5 der Secret Love Serie war die Fortsetzung geradezu vorprogrammiert. Und so setzt Vol.6 genau dort an, wo die letzte Scheibe aufgehört hat. Ein intelligenter und zeitloser Adult-Pop steht auf dem Spielplan, vorgetragen von Szene-KĂŒnstlern wie Caribou, Jori Hulkkonen, Tim Knol, Trembling Blue Stars und Princeton. DafĂŒr hat der A&R von Sonar Kollektiv und Jazzanova-Mitglied Alex Barck tief in die Plattenkiste gegriffen und dabei auch einige RaritĂ€ten wie „La Premiere Fois“ von Luc Cousineau aus dem Jahre 1976 zutage gefördert. Ein wahrer Hörgenuss!
Siggi Mayen

SHARYHAN
My Year
Sony Music
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Wer die Vorauswahl fĂŒr „Unser Star fĂŒr Oslo” verfolgt hat, wird vielleicht auf die junge SĂ€ngerin aufmerksam geworden sein. Denn dort schaffte sie aus dem Stand den Sprung unter die ersten FĂŒnf und zwar mit eigenen Songs. Jetzt ist die sympathische Songwriterin mit Ă€gyptischen Wurzeln zurĂŒck und legt mit „My Year“ ein Album mit 14 neuen Eigenkompositionen vor. Dabei steht eine Mischung aus Pop, Folk, leichten Ethno-Anleihen, Balladenfeeling und Akustikphasen auf dem Programm. Immer mit FeingefĂŒhl auf den Punkt gespielt und mit der ausdrucksstarken Stimme von Sharyhan Osman in Szene gesetzt.
Simone Theobald

JODI SHAW
In Waterland
Continental Song/in-akustik
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Ein ganz tolles Singer/Songwriter-Album, das die Kanadierin Jodi Shaw mit „In Waterland“ hier vorgelegt hat.  Ihr musikalisch fragiler, poetischer und sensibler Folkgesang verzaubert einen schon gleich vom betörenden Opener „Swim“ an.  Jodi hat aber auch ein feines HĂ€ndchen fĂŒr melancholische Momente, was sich im anschließenden „The Witch“ zeigt, getragen nur von ihrer großen Stimme, Piano und einigen Streichinstrumenten. Kokett und etwas verspielt strömt „Mystery Of Love“ aus den Boxen. Dieses Album ist einfach traumhaft schön und so poetisch klar wie das kristallklare Wasser eines Bergsees.
Rainer Guérich

CHRIS SMITHER
Hundred Dollar Valentine
Signature Sounds/in-akustik
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Mit „Hundred Dollar Valentine“ legt Chris Smither sein bereits 12. Album vor, bei dem er erstmals alle Kompositionen selbst geschrieben hat. Songs ĂŒber Leben und Tod, mit Smithers unverkennbar bĂ€rbeißiger Stimme vorgetragen. Dazu  verwobene Soundtexturen und Fingerpicking-Guitar plus gelegentlich eingestreutes Mundharmonika-Spiel (Jimmy Fitting) und Fiddle (Ian Kennedy). So geht Blues!
Bernd Lorcher

SOFA SURFERS
Superluminal
Monoscope Product./Rough Trade
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Das sechste Album der Sofa Surfers steht am Start und zeigt die Jungs mit einem Kollektiv aus versponnenen Melodien, treibender Bassline und clubbigen Harmonien. Hervorgegangen ist die Band in den 90ern aus der umtriebigen Club & House-Kultur . Auch heute, viele Jahre spĂ€ter, kann die Truppe ihre Wurzeln nur schwer verleugnen. Obwohl herbe Two-Step-Licks oder knĂŒppelharter Dancestoff fehlen, sind doch groovige Akkordfolgen und hypnotische Floormuster zu erkennen. Ansonsten dominiert eine ultimative Coolness mit Tiefenwirkung, soulige Soundpassagen und eine gekonnt-minimal gezeichnete Chillout-Line fĂŒr den ambitionierten Techno-Rentner.
Frank Zöllner

SPARKS
Extended: The 12 Inch Mixes (1979-1984)
Repertoire Records
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Eine schöne Idee ist diese Doppel-CD mit Extended Versionen von Sparks aus dem Zeitraum zwischen 1979 bis 1984. Die Elektro-Poprock-Band um die beiden BrĂŒder Ron und Russell Mael hatte eine Menge genialer Soundideen, die schließlich auch als spezielle Extended Versionen den Weg in die Clubs und auf die TanzflĂ€chen fanden. Mit dabei sind Langversionen von u.a. „Tryouts For The Human Race“, „La Dolce Vita“ und „Kiss Me Quick“ (New Mix). Der VollstĂ€ndigkeit halber sei auch noch erwĂ€hnt, dass sich auf der zweiten CD als Bonustrack noch die Neuaufnahme von „The Number One Song In Heaven“ mit Jimmy Somerville aus dem Jahre 1997 befindet.
Yasmin Schmidt

THE SPECIALS
More... Or Less. The Specials Live
EMI
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Die legendĂ€re englische 2-Tone Ska-Band The Specials feierte im Jahre 2010 mit einer großen Live-Tournee das 30jĂ€hrige BĂŒhnenjubilĂ€um. Die Höhepunkte dieser Konzerte gibt es nun auf dieser Doppel-Live-CD, die an unterschiedlichen Aufnahmeorten, u.a. in Bournemouth, Manchester, Paris, Coventry und Glasgow entstanden. Die Band versteht es immer noch, mit ihrer Show die Fans zu begeistern. NatĂŒrlich inklusive toller BĂŒhnenversionen von „A Message To You Rudy“, „Rat Race“, „Do Nothing“ und „Ghost Town“.
Fabian Hauck

SYLVESTER
Shadows
Divine Records/Broken Silence
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DĂ€nemarks Vorzeige-Singer/Songwriter war mal wieder im Studio und legt mit der vorliegenden Rille seine vierte Einspielung vor. Erstmals singt der Pop-Barde alle Tracks in englischer Sprache ein und verliert sich dabei in zuckersĂŒĂŸen Pop-GefĂ€lligkeiten, angedachten Rockmomenten, Pianoakkorden oder einer Reminiszenz an die Zeiten des Stummfilms. Alles gut gemeint und von der Pike auf astrein produziert, aber auf Dauer doch recht eintönig, um nicht zu sagen langweilig. Bei dieser Einspielung von Sylvester wĂ€re mehr drin gewesen, denn das Potential ist vorhanden.
Frank Zöllner

LES TAMBOURS DU BRONX
Fukushima Mon Amour
XIII Bis Records/Soulfood
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Les Tambours du Bronx sind ein außergewöhnliches Percussion-Ensemble, das aus 17 Musikern besteht und auf der BĂŒhne einen absolut wilden Rhythmus-Mix serviert. Von Industrial, Afrobeat, Rap, Drum’n’Bass, Techno bis Metal und Hardcore wird so ziemlich alles musikalisch Mögliche geboten. Und da dieses Spektakel live auf der BĂŒhne am besten rĂŒberkommt, gibt es mit „Fukushima Mon Amour“ ein CD/DVD-Set, das uns diese Live-Magie etwas nĂ€her bringt.
Ute Bahn

JOANNE SHAW TAYLOR
Almost Always Never
Ruf Records/in-akustik
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Zu den grĂ¶ĂŸten Fans der jungen englischen Bluesgitarristin und SĂ€ngerin Joanne Shaw Taylor zĂ€hlt kein Geringerer als Joe Bonamassa, der ĂŒber sie sagt: „Joanne ist nicht nur eine Killer-Gitarristin und SĂ€ngerin. Sie hat auch die FĂ€higkeit, einen großartigen Song zu schreiben.“ Und großartige Songs gibt es auf „Almost Always Never“ eine ganze Menge, beispielsweise der rough nach vorne stĂŒrmende Opener „Soul Station“ mit seinem anziehenden Tempo,  den gringenden Gitarrenriffs und der inbrĂŒnstigen Stimme von Joanne. Überhaupt erinnert mich Mrs. Taylor mitunter an Janis Joplin. Top-Bluesrock!
Rainer Guérich

HANS THEESSINK & TERRY EVANS
Delta Time
Blue Groove/in-akustik
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Darauf haben die Fans von guter Blues- und Roots-Musik seit vier Jahren gewartet: Hans Theessink und Terry Evans legen mit „Delta Time“ ihre zweite Zusammenarbeit vor. Auf dem Programm steht eine ausgewogene Mischung aus Traditionals und neuen Songs, die im Studio in Los Angeles eingespielt wurden. Veredelt wurde das ganz besondere Happening des Delta Blues durch Special-Guest Ry Cooder, der auf 3 StĂŒcken (u.a. „Blues Stay Away From Me“ und „How Come People Act Like That“) zu hören ist. Grandioser Schlusspunkt bildet das 10minĂŒtige Schlussfinale „Mississippi“.
Bernd Lorcher

VLADIWOODSTOK
Blockfish
Beste! Unterh./Broken Silence
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Nach dem ersten Anhören der DebĂŒtscheibe von Vladiwoodstock weiß man zumindest, was es mit dem ominösen „Ompa Twang“ auf sich hat. Ska-Polka, angereichert mit einer Prise Rock, Punk, Folk und Chanson steht auf dem Spielplan und macht garantiert jede Bottle-Fete zum Kracher. Mit Gitarre, Tuba, Pauke und Akkordeon wird auf den 12 Songs so richtig vom Leder gezogen, und das Tanzbein muss Überstunden machen. Wer an einigen Stellen die Leningrad Cowboys heraushört, liegt musikalisch zwar richtig, geographisch aber total falsch. Deshalb von meiner Seite eine klare Kaufempfehlung!
Fabian Hauck

JOACHIM WITT
Dom
Columbia/Sony Music
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In sein neues Werk hat Joachim Witt seine ganze, ĂŒber viele Jahre gereifte musikalische Erfahrung eingebracht. Im Alter von Ende 50 kam ihm der Geadanke „eine Kathedrale der Popmusik“ zu schaffen, was er nun auf dem wohldurchdachten Opus „Dom“ umgesetzt hat. Mit einer fast sakralen AtmosphĂ€re wird die Scheibe mit „Gloria“ eröffnet, gewissermaßen das persönliche „Vater Unser“ von Herrn Witt. Ebenfalls stark ist „Jetzt geh“ mit seinem groovigen Flow und seinen klassichen Zutaten. Keine Frage: Joachim Witt ist auf dem kreativen Höhepunkt seiner Schaffensphase angekommen.
Duklas Frisch

 

 

 

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