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DEZ./JANUAR 2011
 | inMusic - da ist Musik drin!

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

APOPTYGMA BERZERK
Imagine There's No Lennon
Hard:Drive/Soulfood
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Ein tolles Livekonzert der Elektro-Rocker APOPTYGMA BERZERK, das in der Kölner Live Music Hall im vergangenen Jahr mitgeschnitten wurde. Die Band um SĂ€nger Stephan Groth ließ bei diesem Auftritt noch einmal die großen Hits ihrer insgesamt 6 Studioalben Revue passieren. Klar war natĂŒrlich auch, dass Klassiker wie "Shine On", "Eclipse" und "Starsign" im Live-Set-Up nicht fehlen durften. Ein CD/DVD-Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Mit verĂ€nderter Bandbesetzung befinden sich Apoptygma Berzerk ĂŒbrigens gerade auf großer GAS-Tour mit "Unheilig"...
Duklas Frisch

APPART
DJ-Kicks
!K7/Alive
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Dass die lose gestrickte DJ-Kicks-Serie das Beste ist, was die deutsche Club & Dance-Szene zu bieten hat, mĂŒsste sich eigentlich mittlerweile herumgesprochen haben. Da steht auch die neueste Produktion aus dem Hause !K7 in keiner Weise zurĂŒck und zeigt uns Appart aka Sascha Ring von seiner kreativsten Seite. Der DJ, Remixer und Producer zeigt auf den insgesamt 24 Tracks einen beeindruckenden und einzigartigen Querschnitt seines Könnens. Der Turntabler arbeitet variabel mit ambienten HouseflĂ€chen, fettem Discoflair, aparten Beat-Rhythmen, chilligem Relaxt-Sound und acidverstrahlter Konzentrat-Energie. Kein Wunder bei Namen wie Oval, Scorn, Telefon Tel Aviv, Cosmin TRG u.v.a, die der Meister hier zu einem wahren Energy-Drink zusammengemixt hat.
Siggi Mayen

BEFORE THE SHOW
Hearts & Heads
Trak2r Records/Cargo
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Ein musikalisches Kleinod mit einer handvoll virtuoser StĂŒckchen servieren uns die DĂ€nen auf ihrem DebĂŒtsilberling und ĂŒberraschen mit zerbrechlich-sprödem Indie-Rock. FĂŒr ein Erstlingswerk ist den Jungs ein ĂŒberaus organisches und homogenes Album gelungen, das eigentlich an keiner Ecke langweilig oder eintönig klingt. Ganz im Gegenteil, "Hearts & Heads" arbeitet mit einer relaxten Mixtur aus Crossover-Lofi-Sound, lyrischem Sendungsbewusstsein und der Liebe zu unkomplizierten, handgemachten Rocksongs.
Yasmin Schmidt

BLAME SALLY
Live At Stern Grove Festival
Ninth Street Opus/Broken Silence
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In San Francisco und Umgebung sind die vier Damen bereits seit Jahren eine feste GrĂ¶ĂŸe in der Folk-Szene. Sie tourten bereits mit Acts wie Los Lobos, Ani DiFranco und Roseanne Cash. Mittlerweile ist ihr Ruf als "Bay Area PhĂ€nomen" auch bis ins ferne Germany vorgedrungen, wobei mit vorliegender Scheibe ihre Fangemeinde sicherlich noch steigen wird. Aufgenommen wurde die Live-CD beim gemeinnĂŒtzigen "Stern Grove Festival", wo die vier MĂ€dels als Vorgruppe von Joan Baez den Fans so richtig einheizten. Ihre Mischung aus Country-Feeling, Folk-Flair und anspruchsvoll politischem Protestsong ist einzigartig und bleibt sofort in den GehörgĂ€ngen hĂ€ngen.
Frank Zöllner

BLUES & BOOGIE
Vol.3
Stormy Monday Records/in-akustik
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Ich bin ein großer Fan des in Kornwestheim beheimateten Blues-Labels Stormy Monday Records, welches dem geneigten Zwölftaktfan eigentlich immer empfehlenswerte Scheiben auftischt. Wer diese rĂŒhrige Plattenfirma noch nicht kennt, hat  mit dem Kauf der dritten Ausgabe der "Blues & Boogie"-Reihe nun die Gelegenheit, dieses schleunigst nachzuholen. Tolle KĂŒnstler wie Peter Crow C., Christian Dozzler, Dynamite Daze, Crazy Hambones, Jan Preston u.v.a. warten nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Let it roll!
Rainer Guérich

DAVID BOWIE
Station To Station
EMI
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Als "Lift Off Top Box" erscheint David Bowie's legendĂ€res "Station To Station"-Album aus dem Jahre 1976 in der Collector's Edition-Reihe. Die wegweisende Scheibe, auf der auch schon elektronische EinflĂŒsse spĂŒrbar waren, hat bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. CD1 featured das Original Analog Master, wĂ€hrend CD2 und CD3 ein geniales und bis dato unveröffentlichtes Livekonzert beinhalten, welches am 23.03.1976 im New Yorker "Nassau Coliseum" mitgeschnitten wurde. Dazu gibt es noch allerlei Fanzugaben in der Box, ĂŒber die sich das Sammlerherz freuen kann.
Duklas Frisch

DAVID CELIA
I Tried
Proper/Rough Trade
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Gordon Lightfoot und Neil Hannon von The Divine Comedy sind große Fans des aus dem kanadischen Toronto stammenden Singer/Songwriter David Celia. Seine Mischung aus Roots-Rock, Country, Folk, Americana und einer satten Prise Popharmonien verfĂŒgt tatsĂ€chlich ĂŒber große EigenstĂ€ndigkeit, der man sich beim Hördurchlauf nur zu gerne hin gibt. Man höre hierzu nur das durchdachte und komplex arrangierte "SĂ©verine", die Countrynummer "I’m Not Texan" oder das mit stimmigen Hornarrangements abgeschmeckte "Wishful Thinking".  Und ein StĂŒck wie "Sergio" hĂ€tte sich mit Sicherheit auch auf einem Beatles-Album  gut gemacht...
Rainer Guérich

C’EST TOUT MARTINE
C’est Tout Martine
Divine Records/Broken Silence
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Erfrischender und bezaubernder Power-Pop kommt von den dĂ€nischen Newcomern "C’est tout Martine". SĂ€ngerin Martine Madsen singt die 10 Songs in dĂ€nischer Sprache, was insbesondere fĂŒr mich einen zusĂ€tzlichen Reiz ausĂŒbt. Und zwischendurch legt die Band mit einer Breitladung an Gitarren auch richtig schön los. Nicht schlecht, ruhig mal antesten!
Minky Stein

RAY CHARLES
Rare Genius - The Undiscovered Masters
Concord Music/Universal
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Nun ist der gute Ray auch schon sechs Jahre nicht mehr unter uns, und immer noch tauchen bisher unveröffentlichte StĂŒcke von ihm auf. So auch im Fall der vorliegenden Scheibe , die praktischerweise im Jahr von Rays 80stem Geburtstag auf den Markt kommt. An der AufnahmequalitĂ€t der 10 Tracks gibt es nix zu nörgeln, was allerdings den Repertoirewert angeht, scheiden sich die Geister. Hardcore-Sammler werden wahrscheinlich begeistert sein, endlich auch diese Tracks in ihre Sammlung aufnehmen zu können, fĂŒr mich allerdings gibt es weitaus bessere Ray Charles-Scheiben. Höhepunkt auf der CD ist fĂŒr mich auf jeden Fall das Duett mit dem unvergessenen Johnny Cash.
Fabian Hauck

COAL MINER'S DAUGHTER
A Tribute To Loretta Lynn
Columbia/Sony Music
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Ein Tribute Album zu Ehren des 40sten Jahrestags von Loetta Lynns großem Hit "Coal Miner's Daughter". KĂŒnstler wie Gretchen Wilson, Lee Ann Womack, Faith Hill, Steve Earle und Kid Rock interpretieren die großen Songs der CountrysĂ€ngerin. Da darf die Hauptakteurin natĂŒrlich nicht fehlen und steuert zusammen mit Sheryl Crow und Miranda Lambert auch eine Neuauflage von "Coal Miner's Daughter" bei.
Duklas Frisch

LEONARD COHEN
Songs From The Road
Columbia/Sony Music
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Auf dieser CD finden sich 12 Live-Tracks, die wĂ€hrend der Comeback-Welttour von Leonard Cohen in den Jahren 2008 und 2009 mitgeschnitten wurden. Aufgenommen wurde u.a. Israel ("Lover, Lover, Lover"), Schottland ("Bird On The Wire"), Deutschland ("Heart With No Companion"), USA  ("Hallelujah", "Waiting For The Miracle"), Finnland ("The Partisan") und natĂŒrlich in der kanadischen Heimat Cohens ("Closing Time"). Neben der CD-Version ist "Songs From The Road" auch noch als DVD und Blu-Ray erhĂ€ltlich.
Duklas Frisch

ELVIS COSTELLO
National Ransom
Hear Music/Universal
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Seine neue Scheibe "National Ransom" hat Elvis Costello wieder mit seinem alten Freund und WeggefĂ€hrten T Bone Burnett eingespielt. Die eigentlichen Studioarbeiten benötigten gerade mal 11 Tage, was den ungezwungenen Charakter der Aufnahme unterstreicht. Americana meets Rock'n'Roll und spielerische Leichtigkeit, was sich in dem lockeren mit Akustikinstrumentarium eingespielten "Jimmie Standing In The Rain" widerspiegelt. Auf dem inbrĂŒnstig intonierten "Church Underground" wird der Sound von Costellos Band mit einer vierköpfigen Blasersektion zusĂ€tzlich verstĂ€rkt. Empfehlenswert!
Minky Stein

JAMES COTTON
Giant
Alligator Records/in-akustik
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Nach 6jĂ€hriger Pause beglĂŒckt James Cotton seine Fans wieder mit authentisch rollendem Harp-Blues. Der mittlerweile 75jĂ€hrige Blues-Haudegen, der seine Spieltechnik bei Sonny Boy Williams und Howlin’ Wolf lernte, ist ein Garant fĂŒr packende Blues-Unterhaltung. Man höre hierzu nur das wunderbar ergreifende "Heard You’re Getting Married", das insbrĂŒnstige "How Blue Can You Get?" und das Koko Taylor gewidmete "Blues For Koko". So muss gelebter Blues klingen, ĂŒberzeugend!
Bernd Lorcher

CRASH: CONSPIRACY
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IME/Rough Trade
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LĂ€sst man die Info-Beilage der Plattenfirma beiseite, in der ĂŒber die Entstehungsgeschichte der Band, Verschwörungstheorien, den 11.September, Überwachungsstaat und Angstpropaganda schwadroniert wird, bleibt fĂŒr den interessierten Hörer ein Album zwischen EBM, Techno-Pop, Ambient und Electro ĂŒbrig. Und hier liefern Crash:Conspiracy einen konsequenten Sound, der in seinen besten Momenten einen hochenergetischen Sud aus Synthie, reinrassigem Pop, Electro-Rhythmen, Laser-Show und New Order-Reminiszenzen aus den Amplifiern entlĂ€sst.
Frank Zöllner

DANNY AND THE WONDERBRAS
It‘s Time To Rock‘n‘Roll
DMG Germany/Broken Silence
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Bewaffnet mit Gitarre, Schlagzeug, Kontrabass und Frisuren wie die Leningrad Cowboys haben sich Danny And The Wonderbras quirligen Rockabilly, Country der 50er und Rock ‘n‘ Roll aufs Banner gepinselt. Momentan sind die Drei auf großer "It‘s Time To Rock‘n‘Roll"-Tour durch deutsche Lande, um mit ihren heißen Rock-Rhythmen die Hallen zum Kochen und die Petticoats zum Drehen zu bringen. Auch die jetzt am Start stehende Silberscheibe steht ganz im Zeichen von sumpfigem SĂŒdstaaten-Sound, Highway-Feeling und Rockabilly. Die15 Eigenkompositionen zeigen das Songwriting-Potential der drei legitimen Erben von Jerry Lee Lewis, auch ohne dessen hĂ€mmerndes Klavier.
Frank Zöllner

BOO BOO DAVIS
Undercover Blues
Black & Tan Records
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SĂ€nger und Harp-Spieler Boo Boo Davis legt mit "Undercover Blues" seine neueste Einspielung vor. Die 12 Songs wurden in einer sechsstĂŒndigen Session im Schweizer NedRov-Studio eingespielt, was den  spontanen Charakter der einzelnen StĂŒcke unterstreicht. In lockerer StudioatmosphĂ€re wurde Boo Boo von Gitarrist Jan Mittendorp und Gitarrist John Gerritse kongenial begleitet. Herausgekommen sind dabei tolle Nummern wie der funky-groovende "Alligator Blues" und das fuzzige, Gitarrengetriebene TitelstĂŒck. Und weil es ja bald weihnachtet, gibt es auch noch einen Heils bringenden "Xmas Blues". So lasse ich mir das Fest gefallen!
Rainer Guérich

DEAR JOHN LETTER
Part & Fragment
Labelship/Broken Silence
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Nach dem hochgelobten VorgĂ€nger aus dem Jahre 2008 hatten sich Dear John Letter aus Augsburg genĂŒgend Zeit genommen, um ihren Sound fĂŒr den Nachfolger zu ĂŒberdenken. Ergebnis ist ein sehr einfĂŒhlsames und melancholisches Werk, das in erster Linie durch seine warmen Melodiebögen und großartigen Akustikmomente begeistert. DarĂŒber hinaus hat die Combo ihren ausgeprĂ€gt melancholischen Grundton mit reichlich Lebensfreude korrigiert, so dass ein buntes Patchwork aus GefĂŒhlstiefe, Einfachheit und Rockstatement entstanden ist.
Fabian Hauck

DEPEDRO
Nubes De Papel
Nat Geo Music/Warner
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Rhythmische Gitarrenarbeit, vermischt mit modernen Pop & Rockelementen, spanischem Liedgut und organischen Klanglandschaften, liefert uns Jairo Zavala mit seinem neuesten Projekt Depedro. Der umtriebige spanische AusnahmekĂŒnstler (Ex-Frontman von "Vacazul" und "3000 Hombres") wandelt auf "Nubes De Papel" mal wieder auf Solopfaden und demonstriert dabei seine QualitĂ€ten als Songschreiber. Mit sensiblen Kompositionen, sympathischen Grooves und einer gewaltigen Portion Latin-Flair, Calexico-Rhythmen und Mainstream-Pop weist uns Zavala eine der möglichen Richtungen zeitgenössischer, spanischer Musik.
Frank Zöllner

DURAN DURAN
Notorious
Big Thing
EMI
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Die Reihe von Wiederveröffentlichungen  alter Duran Duran-Scheiben wird bei EMI fortgesetzt. Diesmal  stehen die Alben "Notorious" (1986) und "Big Thing" (1988) auf dem Programm, die beide in opulenten und aufwĂ€ndigen Deluxe-Box-Sets mit 2CDs plus DVD erscheinen. "Notorious" mit dem gleichnamigen Smasher hat keinerlei Patina angesetzt und serviert uns auf CD1 das Digital Master der Originalscheibe, das zusĂ€tzlich noch mit 2 Mixes und dem Radio-Cut von "Skin Trade" ergĂ€nzt wurde. CD2 ist randvoll bepackt mit diversen Mixes und Livetracks. Dazu findet sich auf der DVD auch noch ein vielumjubeltes Livekonzert der Band, das wĂ€hrend der "Strange Behaviour"-Tour 1987-88 in Rio de Janeiro mitgeschnitten wurde. - In Anlehnung an den "Notorious"-Rerelease gibt’s auch bei "Big Thing" das remasterte Originalalbum auf CD1, wĂ€hrend CD2 mit allerlei Singles, B-Sides und Mixes  bestĂŒckt ist. Die DVD beinhaltet neben drei Videoclips (u.a. "All She Wants") auch gleich noch ein packendes Live-Konzert, welches am 12. Dezember 1988 im italienischen Milan festgehalten wurde.
Minky Stein

EAV
Neue Helden braucht das Land (CD+DVD)
Sony Music
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Als CD und DVD erscheint der Livemitschnitt des aktuellen BĂŒhnenprogramms der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, der im Februar diesen Jahres in Graz aufgenommen wurde. Neben famosen Live-Interpretationen der "Neue Helden braucht das Land"-CD gibt es natĂŒrlich auch ein Wiederhören mit Bandklassikern wie "Ba-Ba BankĂŒberfall", "MĂ€rchenprinz" und "Burli". Die CD-Version kann gleich mit 4 bis dato unveröffentlichten Bonustracks (u.a. Maxi-Version von "Bitte Bier") aufwarten, auf der DVD gibt es neben dem 120minĂŒtigen Konzertmitschnitt als Bonus auch noch einen Blick hinter die Kulissen. Da sollten die EAV-Fans doch unbedingt zuschlagen!
Simone Theobald

THEA GILMORE
Strange Communion
Fullfill Records/Alive
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Thea Gilmore, Liedermacherin aus Oxford, ĂŒberrascht uns dieser Tage mit einem Weihnachtsalbum der etwas anderen Art. Die von der englischen Presse als "beste britische Wortschöpferin ihrer Generation" gefeierte KĂŒnstlerin zeigt auf "Strange Communion" ihr phantastisches Songwriter-Können und beeindruckt mit ihrer kristallklaren Stimme. Dabei setzt sie auf eine zauberhafte Mixtur aus vertrĂ€umten Melodien, Popballaden und traditonellem Liedgut. Im Vordergrund stehen dabei immer ihre außergewöhnlichen und geistreichen Lyrics, die nicht selten mit sozialkritischen Inhalten aufwarten.
Frank Zöllner

JENEE HALSTEAD
The River Grace
CRS/in-akustik
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Wer auf feinsten Country-Folk steht, liegt bei der aus Washington stammenden SĂ€ngerin, Songwriterin und Gitarristin Jenee Halstead goldrichtig. Ihre charismatische Stimme, die mitunter an Patty Griffin und Emmylou Harris erinnert, passt prĂ€chtig zu dem akustischen Basissound, der auch Instrumente wie Dobro, Mandoline und Upright Bass beinhaltet. Als Anspieltipp empfiehlt sich ihre aktuelle Single "River Grace", eine reinrassige Bluegrass-Nummer und das traurig schöne "Dusty Rose",  das zum Dahinschmelzen geeignet ist. Eine CD, die rundum von mir empfohlen werden kann.
Rainer Guérich

GORDON HASKELL
One Day Soon
Care Music/edel kultur
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Mit "One Day Soon" meldet sich GORDON HASKELL mit einem gelungenen neuen Album zurĂŒck. Der SĂ€nger mit der tiefen und charismatischen Stimme lebt mittlerweile auf einer kleinen griechischen Insel, wo er sich zu den jazzigen und poetischen Songs inspirieren ließ. Ab und wann fĂŒhlt man sich wĂ€hrend des Hördurchlaufs sogar an den großen Chet Baker erinnert. Als Reinhörempfehlungen bieten sich StĂŒcke wie "Ways Of The World" und "Good Man Down" an.
Bernd Lorcher

ASHLEY HICKLIN
Parrysland
Ferryhouse/Warner
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Aufgewachsen ist Ashley Hicklin in der kleinen englischen Hafenstadt Scarborough. FĂŒr sein erstes Soloalbum hat es den KĂŒnstler auch nahe ans Wasser in eine Hansestadt verschlagen, genauer gesagt nach Hamburg. Hier ist "Parrysland" entstanden, ein wunderbar verspieltes Popalbum, das auf 13 Songs die gesamte Bandbreite des KĂŒnstlers widerspiegelt. Dabei demonstriert Ashley nicht nur seine QualitĂ€ten als Songwriter, sondern kann zwischen ungestĂŒmer Popnummer, Akustik-Ballade, orchestralen Klanglandschaften und Rockfeeling seiner KreativitĂ€t freien Lauf lassen.
Frank Zöllner

THE HOTKNIVES
About Time
Sunny Bastards/Broken Silnece
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Wer auf Ska steht, liegt bei den aus Brighton stammenden The Hotknives richtig. Ihre neue Scheibe heißt "About Time" und erinnert an die großartigen alten Alben von Madness und den Specials. Unbedingt reinhören in den rasanten Opener "Harsh Reality" und in "Communication" (mit Dr. Ring Ding).
Fabian Hauck

JELLYBEAT
Don’t Let Us Be Misunderstood
Pate Records/edel
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FĂŒr ihr neues Album haben sich das österreichische Duo um DJ Y und Gottfried Schinagl mit der neuen SĂ€ngerin Katrin Navessi verstĂ€rkt, was ihrem Electro-Pop sehr gut bekommen ist. Schon gleich der Opener "Lily’s In The Kitchen" macht ordentlich Laune und verbindet den B52’s-Charme sehr genial mit der hookigen und zirpenden Klangwelt von Jellybeat. Doch auch in gemĂ€ĂŸigterem Tempo mit hervorgehobener Elektrokomponente macht die neue Dreierkonstellation eine ausgezeichnete Figur. Ein Anspieltipp hierzu ist "Kaleidosope", in das immer wieder zĂŒngelnde Syntielinien eingestreut werden. 
Minky Stein

NINA KINERT
Red Leader Dream
Ninkina Recordings/Cargo
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Die in Stockholm lebende KĂŒnstlerin ist nicht nur eine begnadete Singer/Songwriterin, sondern auch ein ausgewiesener Science Fiction-Fan. So verwundert es kaum, dass ihre neueste Produktion ganz im Zeichen der Star Wars-Triologie steht. Entstanden ist so ein zauberhaftes Pop-Szenario, das ganz von der wundervollen und voluminösen Stimme von Nina Kinert lebt. Mit reichlich ambienten FlĂ€chen, synthetischen Spielereien, Backbeat-Kontext und flĂŒssig-fließenden Grooves entfĂŒhrt die SĂ€ngerin in eine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit, weit entfernt von unserer Galaxie.
Fabian Hauck

GEORGE LEITENBERGER
Café Comercial
DMG Germany/Broken Silence
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Seine Scheiben sind eigentlich durchweg eine Empfehlung wert. Auch der neueste Silberling von George Leitenberger macht da keine Ausnahme. Er singt seine Kompositionen in drei Sprachen (Deutsch, Französisch und Englisch), was den ganz besonderen Charme seiner Veröffentlichungen ausmacht. Dazu kombiniert er seine verrauchte Stimme mit einer spartanischen Intrumentierung, die den Hörer auf Melodie und Texte achten lÀsst. So verschmelzen auf einfache und subtile Art sozialkritische Themen mit den kleinen, aber feinen Dingen des Alltags und machen jeden Song zu einer echten Entdeckung.
Fabian Hauck

THIERRY MASSOUBRE & JEFFERSON LOUVAT
A Walk With You
Acoustic Music/Rough Trade
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Wem der Weg bis nach Memphis zu weit ist, um gute Bluegrass-Musik zu hören, dem sei doch dieses wunderschöne Album in französische-belgischer Zusammenarbeit ans Herz gelegt. Denn was die beiden Protagonisten, unterstĂŒtzt von drei wackeren Mitstreitern, aus den Saiten zaubern, ist amerikanische Roots-Music par excellance. Auf 14 Eigenkompositionen wird dem geneigten Hörer die komplette Bandbreite von Country und Folk ĂŒber Western, Bluegrass, Swing bis zu Celtic-Elements geboten. Bei soviel Fingerpicking und Happy-Banjo-Feeling steht dem nĂ€chsten Scheunenfest mit Square-Dance eigentlich nichts mehr im Weg.
Frank Zöllner

MELOBAR
Sommer
FinestNoise/
www.amazon.de
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Na ja, der CD-Titel passt wohl nicht mehr so ganz in die Jahreszeit. Aber wir wollen dem aus Oldenburg stammenden Vierer mit ihrem "Sommer"-Minialbum trotzdem mal ‘ne Chance geben. Schließlich ist ja bald Weihnachten. Musikalisch wird eine durchaus ansprechende Mischung aus Punk, Pop, Alternative und Rock aufgetischt. Dazu gibt’s den sehr variablen, deutschsprachigen Gesang von Frontfrau Britta zu hören, der sowohl in ruhigeren Nummern ("Ich geb’ nicht auf") als auch in punkigen Abgehnummern ("Sommer") seine StĂ€rken ausspielen kann. Eine Scheibe, die durchaus GefĂŒhls- und DenkanstĂ¶ĂŸe geben kann.
Rainer Guérich

MORBLUS
On The Way Back
Stormy Monday/in-akustik
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Vielleicht noch nicht jedem Blues-Fan bekannt ist das italienische Quartett um SĂ€nger & Gitarrist Roberto Morbioli. Mit "On The Way Back" gibt’s hier eine feine Sammlung von Livemitschnitten, die wĂ€hrend der diesjĂ€hrigen Europatournee entstanden. Und die Band macht mit ihrer Mischung aus explosivem Blues, zĂŒngelndem Hammondsound und dem rauen Bluesorgan von Roberto ordentlich was los. Neben Eigenkompositionen (u.a. "Live It Up", "My Shoes") gibt es auch eine Vielzahl von gelungenen Coverversionen: das fett funkig-wabernde "Cissy Strut" (von The Meters), "Stormy Monday" (T-Bone Walker) und der tierisch groovende Rausschmeißer "Boom Boom", der das Publikum restlos von den StĂŒhlen reißt. Empfehlung!
Rainer Guérich

MORNING BOY
We Won‘t Crush
Waggle-Daggle Rec./Broken Silence
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Das Frankfurter Quartett serviert auf vorliegender Scheibe einen alternative angehauchten Indie-Pop, der stĂ€ndig zwischen innerster Zerrissenheit, aufrĂŒhrerischem Pathos und ungeheuren Energie-Entladungen wechselt. Dabei schĂŒtteln die Vier eine Melange aus punkigen Rhythmen, kraftvollem R‘n‘R und rootslastigem Urban-Pop aus dem Ärmel und setzen dabei alle gĂŒltigen Regeln außer Kraft. Respekt!
Fabian Hauck

THE MOYEN AGE
Patience And Trust
Peacific/Broken Silence
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DebĂŒt des Hamburger Duos The Moyen Age, das aus Andres KĂŒnnecke  (Ex-Boy Division) und Dirk Simmig (Ex-Guilty Feet) besteht. Auf dem Spielplan steht ein durchaus empfehlenswerter Indie-Folk-Pop mit melancholischer AusprĂ€gung, der mit Synthies und Streichern partiell aufgepeppt wird. Live On Stage sind The Moyen Age ĂŒbrigens in ViererstĂ€rke Ende des Jahres zu bewundern.
Fabian Hauck

OBACHT
Musik aus Bayern 2
Bayla Records/Galileo MC
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Volksmusik-Expertin und BR-Moderatorin Ulrike Zöller hat den zweiten Teil der "Obacht - Musik aus Bayern"-Reihe zusammen gestellt. Auf dem Spielplan steht authentische bayerische Musik, wie sie allenfalls dem Kenner der Szene bekannt sein dĂŒrfte. Wer also immer schon  mal hören wollte, wie vielfĂ€ltig und anspruchsvoll die Musik aus dem Freistaat sein kann, liegt hier genau richtig. Eine Fundgrube bayerischer Musikkultur mit KĂŒnstlern wie dem Luber Quartett, Kapelle Neger, Ab und Zu-Quartett, Monika Drasch, HĂŒrbener HolzblĂ€ser, Wirtshausmusik, Kofelgschroa, Ampertaler Kirtamusi u.v.m. Empfehlung!
Ute Bahn

ØL
The Merging
Art Developm./Kontor New Media
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Mit "The Merging" haben unsere Titelhelden ØL ein atmosphĂ€risch dichtes und musikalisch vielseitiges Album eingespielt. Stilistisch irgendwo im Spannungsfeld zwischen intensiv-emotionalem Alternativerock und schillerndem Indie-Pop angesiedelt, hat die Band um SĂ€nger und Gitarrist Sebastian Schimmer aber auch noch so manchen Überraschungseffekt in den Songs versteckt. Man höre hierzu nur einmal die StĂŒcke "Goodbye" und "Don’t Ask Why". Definitiver Anspieltipp und mit seinen hymnischen Hooks schon ein echter Ohrwurm ist das hochmelodische und rhythmisch sehr versierte "Fine". Geheimtipp!
Rainer Guérich

NILLA NIELSEN
Higher Ground
Gecko Music/Klicktrack
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Eine ebenso hĂŒbsche wie vielversprechende SĂ€ngerin und Songwriterin ist die im schwedischen Helsingborg geborene Nilla Nielsen. Die KĂŒnstlerin, die mittlerweile in DĂ€nemark lebt, hat bisweilen zwei LPs ("Redemption Sky", "Shellshocked") veröffentlicht und legt mit "Higher Ground" ihr bis dato   reifstes Album vor. Die Geschichten, die sie in ihren Songs erzĂ€hlt, handeln von TrĂ€umen, Hoffnung und Liebe. Oftmals sind ihre StĂŒcke nur sparsam instrumentiert, was ihre bluesgetrĂ€nkte Stimme noch deutlicher in den Vordergrund bringt. Anspieltipp ist das tief aus dem Herzen kommende "Higher Ground".
Duklas Frisch

HARRY PAYUTA & FRIENDS
Zacatecoluca
Tribal Stomp Records/Cargo
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Sitar-Spieler Harry Payuta ist bekannt fĂŒr seine gekonnte Melange aus indischer und westlicher Klangtradition. NatĂŒrlich auch auf seiner neunten CD "Zacatecoluca, die er zusammen mit Konstantin Danilova (perc.), Carlos Mendoza (guit.) und Melvin Hernandez (voc., p.) eingespielt hat. AtmosphĂ€rische, verwobene, rockige und sphĂ€risch-groovende KlĂ€nge, die natĂŒrlich ganz auf Payutas Sitarspiel zugeschnitten sind. Und in dem latingeprĂ€gten "Agua del Mar" verbeugen sich die Bandmitglieder auch gekonnt vor Carlos Santana.
Fabian Hauck

ELVIS PRESLEY
From Nashville To Memphis
RCA/Sony Music
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Die Fans von Elvis Presley können sich ĂŒber diese hochwertige 5 CD-Box des King Of Rock 'n' Roll freuen. "From Nashville To Memphis - The Essential 60's Masters" war lange Zeit vergriffen und dokumentiert in dieser schicken Neuedition die Schaffensphase von Elvis in den 1960er Jahren. Über 130 Studioaufnahmen finden sich in chronologischer Reihenfolge auf den insgesamt 5 CDs. Angefangen von "Make Me Know It" bis ""Who Am I ?" Dazu finden sich noch eine Vielzahl unveröffentlichter Titel und Alternate Takes, u.a. von "This Time/ I Can't Stop Loving You" und "I'm Yours". Klasse ist auch das umfangreiche Booklet mit zahlreichen Fotos und Infos zu allen Chartplatzierungen. Ein ideales Weihnachtsgeschenk fĂŒr alle AnhĂ€nger des King...
Minky Stein

MICHY REINCKE
Palais Salam
Rintintin Musik /Indigo
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Auf "Palais Salam" hat sich Michy Reincke die Muße genommen, eine Auswahl seiner eigenen Lieder mal in lĂ€ssigen Akustikversionen einzuspielen. In ruhigen Arrangements zwischen Jazz, Folk, Blues, Chanson und Pop umgesetzt, erstrahlen bekannte Reincke-Lieder wie "Taxi nach Paris" und "ValĂ©rie, ValĂ©rie" in völlig neuem Licht. Ein besonderer Anspieltipp ist gleich der Opener "Ich bin nicht dein Mann", eine gut ins Ohr gehende Prince-Coverversion (Original: "I Could Never Take The Place Of Man") mit mexikanisch, folkigem Anstrich. Gelungen!
Minky Stein

WILLIE SALOMON
Let Your Light Shine
Acoustic Music/Rough Trade
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Akustik Blues-Freunde können sich diesen Monat ĂŒber die neue Scheibe von Gitarrist, SĂ€nger und Harp-Spieler Willie Salomon freuen. Die 16 Songs von "Let Your Light Shine" atmen Delta Blues-Feeling  pur und beinhalten neben zahlreichen Eigenkompositionen auch Neuintrepretationen von Blind Willie Johnson ("By And By I’m Gonna See The King") und Buddy Boy Hawkins ("Awful Fix Blues"). Ein fesselndes Zwöftakt-Blues-Erlebnis auf hohem Niveau, authentisch und sparsam instrumentiert eingespielt.
Bernd Lorcher

JASON SIMON
Destroyer Of The Void
Sub Pop/Cargo
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Jason Simon ist der langjĂ€hrige Gitarrist und Frontmann der Psychedelic-Band Dead Meadow. Mit der vorliegenden Scheibe wandelt er erstmals auf Solopfaden. Dass Jason dabei in den besten Momenten seiner zehn Songs wie Leonard Cohen oder Townes Van Zandt klingt, ist nur ein Aspekt von "Destroyer Of The Void. Ein weiterer ist die doch recht dĂŒstere AtmosphĂ€re der Scheibe, die nur gelegentlich (beispielsweise in "Hollow Eyes & Howling" und "A House Up On The Hill") wohltuend durchbrochen wird. Ansonsten beherrschen puristische Gitarrenakkorde, Desperado-Feeling und sehr ursprĂŒngliche und erdverbundene Arrangements die Scheibe. Wie eine Expedition in wirre Gehirnwindungen!
Frank Zöllner

PATTI SMITH
Original Album Classics
Arista/Sony Music
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Unter dem Titel "Original Album Classics" erscheint von der amerikanischen SĂ€ngerin und Rockmusikerin Patti Smith eine hĂŒbsch aufgemachte 3 CD-Box. Darin zu finden sind drei ihrer Meisterwerke, die zwischen 1996 bis 2000 veröffentlicht wurden. Und die SĂ€ngerin mit der außergewöhnlichen Stimme und der frei assoziierenden Lyrik lief auch noch bei ihren SpĂ€twerken zu großer Form auf. Man höre hierzu nur das fesselnde "Gone Again" (1996) mit Titeln wie "Beneath The Southern Cross" und dem fast schon kammermusikalischen "Fireflies". Ebenfalls mit in der Box sind die Alben "Peace And Noise" (1997) und "Gung Ho" (2000). Die einzelnen Covers sind den Vinylreplikas nachempfunden und machen auch von der optischen Seite was her!
Rainer Guérich

STEINER
The Light
Echopark Music/Timezone
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Wer bei dem Begriff Synthie-Pop an eingĂ€ngige Rhythmen und maingestreamten Sound denkt, wird bei der DebĂŒtrille von Steiner angenehm ĂŒberrascht sein. Die österreichische Multi-Truppe setzt in den zehn Tracks von "The Light" auf einen facettenreichen Pop mit viel Folk & Songwriteranleihen, der vom ersten Akkord an eine ganz besondere Stimmung versprĂŒht. Dabei werden Chaos und wirre Ideen ebenso selbstverstĂ€ndlich zugelassen wie mĂ€rchenhaft-versponnene Melodien, sanft laufende Beats oder geschmiedete GitarrenlĂ€ufe. Immer im Vordergrund stehen dabei die getragenen und ausdrucksstarken Vocals von Frontfrau Daniela Lehner, die den Songs einen besonderen Touch verleiht.
Frank Zöllner

SWING‘S NOT DEAD
V.A.
Wolverine Records/Soulfood
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Einen Streifzug durch die internationale Swing-Szene wagt die vorliegende Scheibe. 20mal laden Bands wie Black Cat Zoot, Slick Fitty und Casino Rumblers zum schweißtreibenden Abtanzen auf die Floors und kennen dabei keine BerĂŒhrungsĂ€ngste. Ob harte Punkrhythmen, Boogie Woogie, Big Band-Sound, Ska oder Hill Billy-Feeling, hier wird alles zu einem energiestrotzenden Powersound verwurstet, dass einem die Nackenhaare zu Berge stehen. Mit Volldampf  geht‘s von Deutschland ĂŒber Frankreich, Österreich, den USA  bis nach Australien einmal um den Globus.
Yasmin Schmidt

JOANNE SHAW TAYLOR
Diamonds In The Dirt
Ruf Records/in-akustik
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Ein ganz heißer Bluestipp ist die neue Scheibe der englischen SĂ€ngerin und Gitarristin Joanne Shaw Taylor. Die Gewinnerin der diesjĂ€hrigen britischen Blues Awards hat 10 Songs im GepĂ€ck, die sie zusammen mit ihrem Trio eingespielt hat.  Die einzelnen Nummern setzen auf ausgereiftes Songwriting und lassen der charismatischen Bluesstimme von Joanne (erinnert mitunter an Janis Joplin) alle Freiheiten, die sie braucht. Anspieltipp ist gleich der gnadenlos gute Opener "Can’t Keep Living Like This".
Fabian Hauck

THE TEMPER TRAP
Conditions-Remixed
Infectious/PIAS
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Mit seinem DebĂŒtalbum "Conditions" begeisterte das Quartett aus dem australischen Melbourne die Kritik und legte eine Scheibe voller meisterhaften Hymnen vor. Logisch, dass diese Kompositionen auch in der Remixer-Szene begeisterten Anklang fanden. Deshalb gibt es auf dieser CD das ganze "Conditions"-Material in upgedateten Mixeversionen. Die raren und exklusiven Remixe stammen u.a. von Sister Bliss & Rollo von Faithless, HervĂ©, Adam Freeland, Penguin Prison und Rusko.
Siggi Mayen

RONNY TOUR
Ronny Tour
Haute Areal/Cargo
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Ein DebĂŒt ohne Ausfall prĂ€sentiert uns hier der ehemalige School Of Arts Student aus Liverpool, der bisher eigentlich noch nie musikalisch von sich reden gemacht hat. Vom Start weg zeigt uns Ronny Tour auf seinem selbstbetitelten Folk-Album auf eindrucksvolle Art wie Pop und Poesie zusammenpassen und auch noch Spaß machen können. Hier dominieren kleine, inspirierende Melodien, die der KĂŒnstler gekonnt mit Alltagsgeschichten unterfĂŒttert hat. So entsteht ein kurvenreiches Album voll grenzenloser Sinneserfahrungen und ohne nerviges Alternative-Gedudel. Hier drĂŒckt man gerne die Repeattaste, um Ronny und seiner Akustikklampfe zu lauschen. Und natĂŒrlich seiner Stimme, die mich mal an Leonard Cohen, mal an den jungen Bob Dylan erinnert...
Fabian Hauck

TV BUDDHAS
Dying At The Party
Trost/Cargo
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TV Buddhas kommen ursprĂŒnglich aus Tel Aviv, leben seit Jahren allerdings in Berlin und ziehen hier etwa 200 Gigs jĂ€hrlich vom Leder. Musikalisch ist das Trio irgendwo zwischen Grunge, Garagenrock, Punk, Rock, Alternative und Übungsbunker-Krachorgie angesiedelt. Man kann den 9 Songs vom Fleck weg attestieren, dass sie es nie in die aktuellen Charts schaffen werden. Ein Umstand, der die TV Buddhas auch gar nicht stört. Wie sagte doch unlĂ€ngst ein Bandmitglied in einem Interview: "Ich hoffe, bei uns wird es nie einen Glamour-Aspekt geben. Wir wollen auf ewig seltsame Typen bleiben. So wie Patti Smith..." Der Wunsch kann in ErfĂŒllung gehen!
Frank Zöllner

DER WAHRE JAKOB
Used Look
Acoustic Music/Rough Trade
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Handgemachte, deutschsprachige  Singer/Songwriterkunst mit Pop-Appeal aus OsnabrĂŒck: Das neunköpfige Ensemble um Gitarrist, SĂ€nger und Pianist Jakob Volz veröffentlicht mit "Used Look" sein zweites Album, auf dem es neben geistreichem Wortwitz und intelligenten Texten auch so manche musikalische Feinheiten zu entdecken gibt. Als Anspieltipps empfehlen sich gleich der Opener "Used-Look" und das rhythmisch sehr versierte "Älter werden".
Duklas Frisch

RONNIE WOOD
I Feel Like Playing
Eagle Records/edel
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Rolling Stones-Gitarrist Ronnie Wood hat endlich wieder mal die Zeit gefunden, ein neues Soloalbum in Angriff zu nehmen, nachdem sein letzter Alleingang "Not For Beginners" bereits aus dem Jahre 2001 datiert. Das musikalische Ergebnis ist erwartet gut, nicht zuletzt deshalb, weil Ronnie eine Schar von hochkarĂ€tigen GĂ€sten (u.a. Bernard Fowler, Eddie Vedder, Bobby Womack) auf der Scheibe begrĂŒĂŸen konnte. Das stilistische Spektrum ist breit gefĂ€chert und reicht von Rock ĂŒber Blues bis hin zu souligen StĂŒcken ("I Gotta See") und dem Reggae-Schlenker "Sweetness My Weakness".
Rainer Guérich

NOCH MEHR NEUE CDs

Leider viel zu frĂŒh verstorben ist der kalifornische FolksĂ€nger und Songwriter JEFF BUCKLEY. In der Zeit zwischen 1993 bis zu seinem Tod im Mai 1997 veröffentlichte er gerade mal ein Studioalbum, war aber permanent am Touren. So wundert es auch nicht, dass in der 3 CD-Box "Original Album Classics" (Columbia/ Sony Music) ausschließlich Livealben zu finden sind. Doch gerade auf der BĂŒhne lief Jeff Buckley zu großer Form auf, was man auf "Live At Sin-Ă©" (1993), seinem denkwĂŒrdigen Auftritt im Pariser "Olympia" 1995 ("Live At L’Olympia) und "Mystery White Boy" (eine Sammlung verschiedener Konzertmitschnitte) nachhören kann. Das definitive VermĂ€chtnis eines außergewöhnlichen KĂŒnstlers! +++ Ebenfalls in der "Original Album Classics"-Reihe (Columbia/ Sony Music) erscheint auch eine 3er Box mit 3 Werken von BOB DYLAN aus den spĂ€ten 1980er Jahren. Musikalisch gefiel mir Dylan in dieser kĂŒnstlerischen Epoche sehr gut, wobei die Platten "Empire Burlesque" (1985) und "Down In The Groove" (1988) in keiner Sammlung fehlen sollten. Noch mit dabei ist das von der Kritik vollkommen zu Unrecht unterschĂ€tzte "Under The Red Sky"  aus dem Jahre 1990. +++ Nach dem Ende der Smiths startete MORRISSEY 1987 eine sehr erfolgreiche Solokarriere. Von seinem DebĂŒtalbum "Viva Hate" (1988) wurde nicht nur das StĂŒck "Suedehead", sondern insbesondere auch "Everyday Is Like Sunday" ausgekoppelt. Rund 20 Jahre nach dem Erstrelease gibt es diese Single nun als Special Edition Single (Major Minor Records/EMI), bei der mit "November The Second" auch gleich noch ein unveröffentlichter Titel draufgepackt wurde. Dazu gibt es in der Enhanced-Section der CD auch noch das Original Promotion Video plus eine Top Of The Tops-Performance des Titels vom 09.06.1988 zu sehen.

"Essential Mixes" heißt eine neue und interessante Serie, mit der Sony Music Remixes, Rarities und Extended Mixes von Superstars und ChartstĂŒrmern prĂ€sentiert. Besonders interessant an dieser Reihe ist die Tatsache, dass neben den bekannten 12‘‘ Mixes auch diverse DJ-Versionen erstmals im Handel erhĂ€ltlich sind. Empfehlenswert aus dieser Reihe sind vor allem die 12‘‘ Masters-Veröffentlichungen von JUSTIN TIMBERLAKE (u.a. Sebastien Leger Remix von "What Goes Around
") und KYLIE MINOGUE ("Confide In Me" im Justin Warfield Mix). Die "Essential Mixes" von R&B-Queen TONI BRAXTON gliedern sich hingegen in eine Smooth- und Dance-Abteilung, wobei es einen Dancehall Mix von "You‘reMakin‘ Me High" und eine ganz famose Frankie Knuckles-Mixversion von "Un-Break My Heart" zu hören gibt. Last but not least erscheint auch von der kanadischen SĂ€ngerin AVRIL LAVIGNE eine "Essential Mixes"-CD. Hier finden sich neben packenden Remixes auch gleich 6 Live-Akustikversionen von Hits wie "When You‘re Gone", "SK8ER BOI" und "Nobody‘s Home".

Skarock, der Spaß macht, halten LAX ALEX CONTRAX auf ihrem vierten Studioalbum "Feierabend" (Valve Records/Alive) bereit. Wenn die neunköpfige und blĂ€serstarke Truppe mit ihren augenzwinkernden Texten und knackigen Offbeats loslegt, gibt's kein Halten mehr auf den StĂŒhlen. +++ Obwohl die Truppe um Frontmann Neil Pennycook sich auf der BĂŒhne am wohlsten fĂŒhlt, haben MEURSAULT doch die Zeit gefunden, um im Studio ein paar wunderschön-vertrĂ€umte Songs einzuspielen. "Pissing On Bonfires/Kissing With Tongues" (Popup-Records/Cargo ) besticht mit einer exaltierten Mixtur, die sich gekonnt zwischen den Genres bewegt. Herkömmliche Strukturen haben hier keine Bedeutung mehr, werden aufgebrochen und ĂŒber Bord geworfen und GerĂ€usche nach allen Richtungen ausgelotet. Ergebnis ist ein musikalisches Kaleidoskop zwischen Folk, Brit-Pop, Garagenfeeling, Electro-Sound und sparsamer Akustik. +++ "St. Pauli Tanzmusik" (Lacrima Records) heißt die CD von LE FLY, die das LebensgefĂŒhl und den Esprit St. Paulis prima und mit aller VitalitĂ€t eingefangen hat. Musikalisch umgesetzt mit einem breiten Spektrum zwischen Rock, Reggae, Rap, Funk, Punk u.v.m. Hier ist alles möglich, wie auf der Reeperbahn... 

BADLY DRAWN BOY legt mit "It's What I'm Thinking Pt.1" (Twisted Nerve/ edel) den ersten Teil seiner Trilogie vor. Musikalisch eine schwer fassbare, aber interessante Mischung aus Blues, Folk, TripHop und Drum'n' Bass. +++ Unter dem Titel "The Very Best Of" (Virgin/EMI) erscheint eine reprĂ€sentative Zusammenstellung von ANNE CLARK. Auf der CD sind natĂŒrlich ihre wichtigsten Songs wie "The Sitting Room", "Killing Time" und "Heaven" vertreten. ZusĂ€tzlich kann die Kompilation noch mit vier Bonustracks aufwarten, darunter eine famose, im kanadischen Montreal mitgeschnittene LIverversion von "Heaven" und "Self Destruct" in einer Extended Version. +++ Apple Records, die Plattenfirma der Beatles, öffnet ihre Archive und bringt verschollene Perlen in remastertem Sound unter die Leute. Einen reprĂ€sentativen Querschnitt hierzu bietet "COME AND GET IT - The Best Of Apple Records" (Apple Records/EMI). Darauf zu finden sind zahlreiche StĂŒcke, an denen die Beatles beteiligt oder mitgewirkt haben. So spielt auf "Carolina In My Mind" von James Taylor Beatle Paul McCartney den Bass und auf "Sour Milk Sea" von Soulrocker Jackie Lomax sind Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr und Eric Clapton vertreten. Eine musikalische Schatztruhe, die es zu entdecken gilt!

Wer gerne in die Kirche geht oder Bibel-TV anschaut, liegt bei DAS PSALMENPROJEKT genau richtig. "Das Wasser des Lebens" (SCM HĂ€nssler/ Rough Trade) heißt die CD mit biblischen Psalmen, die von prominenten KĂŒnstlern wie Moses Pelham, Xavier Naidoo, Patrick Nuo u.a. vorgelesen werden. Musikalisch umrahmt von passenden Arrangements zwischen Klassik, Pop und Jazz. Vielleicht auch ganz passend fĂŒr die besinnliche Weihnachtszeit
 +++ BLANK & JONES legen mit ihrer CD "Chilltronica No.2" (Soundcolours) eine schöne Chillout-Scheibe fĂŒr die besinnliche Jahreszeit vor. Neben atmosphĂ€risch ambienten Parts sorgen die eingestreuten Vokalnummern fĂŒr Auflockerung. Mit von der Partie sind Acts wie Bliss, Antonymes, Harold Budd/Brian Eno, Moist, Depeche Mode u.a. Die ideale Scheibe zum Relaxen... +++ "Human" (EMI) heißt das neue Album von JOHNNY CLEGG. Der sĂŒdafrikanische KĂŒnstler, der mit seinem Ensemble auf der BĂŒhne eine unglaublich ekstatische Show in Gang setzt, hat 12 neue Songs eingespielt. Latino-BlĂ€ser mischen sich mit feuriger Latino-Salsa, Zulu-Beats und U2 AnklĂ€ngen.  Als Anspieltipps bieten sich StĂŒcke wie "Asilazi" und "Here Comes That Feeling Again" an. Eine Scheibe, die rundum empfohlen werden kann +++

BARBRA STREISAND ist zweifellos eine auïŹ‚ergewöhnliche Schauspielerin und auch eine exzellente SĂ€ngerin. Deshalb war es mal an der Zeit mit "The Ultimate Collection"  (Sony Music) eine Sammlung ihrer grĂ¶ĂŸten Hits zu veröffentlichen. 18 Titel haben den Weg auf diese empfehlenswerte Kopplung gefunden, darunter natĂŒrlich Klassiker wie "Woman In Love", "Guilty" und "Papa, Can You Hear Me?" +++ Von BOB DYLAN erscheinen unter dem Namen "The Witmark Demos: 1962-1964 - The Bootleg Series Vol. 9" (Legacy/Sony Music) seine ersten Demoaufnahmen, wobei 15 Tracks bis dato gar nicht veröffentlicht wurden. Die insgesamt 27 Songs spielte Dylan seinerzeit fĂŒr seine beiden ersten Musikverlage "Leeds Music" und "M. Witmark & Sons" ein. Eine erstklassige Möglichkeit, das Talent des frĂŒhen Dylan zu erleben und sein GespĂŒr fĂŒr traditionell folkige Songs. Inklusive StĂŒcken wie "Rambling, Gambling Willie", "Blowin' In The Wind" und "Ballad Of Hollis Brown". ZusĂ€tzlich wurde die opulente Ausgabe mit einem dicken Booklet mit hochinteressanten Fotos aus der frĂŒhen Dylan-Ära ergĂ€nzt. +++ Gewissermaßen die Essenz des bereits veröffentlichten 8 CD-Box-Sets bietet die "Best Of The Original Mono Recording"-CD (Legacy/Sony Music) von BOB DYLAN. Darauf zu finden sind 14 Mono-Tracks im besten Sound plus die Single "Positively 4th Street". Schon erstaunlich, dass StĂŒcke wie "Like A Rolling Stone" und "Just Like A Woman" in der sorgfĂ€ltig reproduzierten Original-Mono-Abmischung so gut klingen können...

Rechtzeitig zum 25jĂ€hrigen JubilĂ€um veröffentlicht Sony Music FALCO's drittes Album "3" in einer aufwĂ€ndigen Deluxe-Edition mit CD und DVD. Die Audio-CD wartet nicht nur mit remastertem Sound auf, sondern wurde auch zusĂ€tzlich noch mit 5 Bonustiteln (u.a. ein brandneuer "Jeanny"-Remix, "Rock Me Amadeus" als Extended Version) versehen. Die Bonus-DVD ist mit diversen Videoclips, Interviews und Making Of's bestĂŒckt. FĂŒr den Falco-Fan also ein absoluter Must-Buy! +++ Die DIXIE CHICKS haben sich mit ihrer Mischung aus Country und Pop weltweit eine große Fangemeinde erarbeitet. Bekannt sind die Schwestern Emily Robison & Martie Maguire sowie Natalie Maines aber auch fĂŒr ihre engagierten und sozialkritischen Texte. Auf der Doppel-CD "The Essential" (Legacy/Sony Music ) gibt es nun einen reprĂ€sentativen Querschnitt durch ihr großes Song-Repertoire. 30 Songs finden sich auf den beiden Silberlingen, inkl. Hits wie "I Can Love You Better", "Goodbye Earl" und "Long Time Gone". Ein Blick in das umfangreiche Booklet mit vielen Fotos und Linernotes von Bob Mehr ist ebenfalls lohnend. +++

Eine umfangreiche WerkĂŒbersicht ĂŒber das Schaffen der amerikanischen SĂ€ngerin und Songwriterin CAROLE KING bietet die Doppel-CD "The Essential" (Legacy/Sony Music). CD 1 beinhaltet 18 ihrer grĂ¶ĂŸten Hits, darunter natĂŒrlich Songs wie "It's Too Late", "I Feel The Earth Move" und "You've Got A Friend". CD2 featured Interpretationen ihrer Songs von KĂŒnstlern wie The Everly Brothers ("Crying In The Rain"), Dusty Springfield ("No Easy Way Down"), Billy Joel ("Hey Girl") u.v.a. Die Doppel-CD ist eine exzellente Möglichkeit, sich ĂŒber das Schaffen von Carole King einen Überblick zu verschaffen. +++ Mit "A Thousand Faces" (Rain Records/ Broken Silence) stellen YELLOW UMBRELLA ihr neues Album vor. Die Band ließ sich bei dem neuen Songmaterial von einem Buch des amerikanischen Philosophen Joseph Campbell inspirieren und bricht aus  dem gewohnten Reggae, Dancehall und Ska-Kontext gekonnt aus. Ihr tanzbarer Sound wird immer wieder gewĂŒrzt von arabischen Stilelementen, jazzigen Zutaten, Zigeunermusik, Rock, Klezmer u.v.m. Keine Frage, dass bei diesem munteren Treiben auch Dr. Ring Ding sich ein Gastspiel auf "Time Time Time" nicht verkneifen konnte. +++ Blues Freunde kommen bei der neuen Einspielung von JIM BYRNES auf ihre Kosten. "Everywhere West" (Black Hem Music/in-akustik) bietet 12 Nummern, die zwischen elektrisch influenziertem Blues und Country-Einschlag pendeln. Anspieltipp ist das ohrgĂ€ngige "Yield Not To Temptation". Gesanglich erinnert Jim Byrnes bei diesem StĂŒck sehr an Joe Cocker. Nicht schlecht! +++ Die MARC SCHÖNBERGER BAND ist das erste Signing auf dem hollĂ€ndischen Corazong-Label. Dort ist die fĂŒnfköpfige Truppe um Mastermind, SĂ€nger und Songwriter Marc Schönberger auch gut aufgehoben, was der Hördurchlauf ihres neuen Albums "Walk On Water" (Corazong/Fenn Music) beweist. Eine gelungene Mischung aus Country-Elementen, Westcoast-Sound, Pop und Americana-EinflĂŒssen. +++

Nachdem JENNIFER RUSH im MĂ€rz diesen Jahres ihr Comeback-Album vorlegte, gibt es unter dem Titel  "Best Of 1983-2010" (Ariola/Sony Music) nun die ultimative Hitkopplung der Lady mit der charismatischen Stimme. Das muntere Potpourri beinhaltet 18 Tracks und reicht von "Destiny" ĂŒber "Ring Of Ice", "The Power Of Love" bis hin zu "Before The Dawn". Im Enhanced-Part der CD gibt es auch noch einen Videotrack zu sehen, auf dem Mrs. Rush ĂŒber ihre brandaktuellen Songs spricht. FĂŒr die Fans sicherlich sehr aufschlussreich... +++ Laut Info der Plattenfirma soll die neue Scheibe der PRINZEN keine Best-Of-Scheibe sein, obwohl sie punktgenau zum 20jĂ€hrigen JubilĂ€um der fĂŒnf Leipziger in den CD-Regalen stehen wird. Dabei ist die Mischung auf "Es war nicht alles schlecht" (Ariola/Sony Music) so einfach wie genial ausgefallen. Neben den grĂ¶ĂŸten Hits der einstigen Chorknaben (u.a. "MillionĂ€r", "Du musst ein Schwein sein", "Alles nur geklaut") schicken die Prinzen noch vier brandneue Songs auf die Reise. Mit insgesamt 23 Tracks erhĂ€lt so der versierte Prinzen-Fan nicht nur   eine ĂŒppig ausgefallene Retrospektive, sondern kann selbst entscheiden, ob tatsĂ€chlich "nicht alles schlecht war!"

Wer noch nach dem richtigen Weihnachtsgeschenk fĂŒr Freund/in sucht, ist mit "Das Beste" (Homegrown Records/Universal) von CULCHA CANDELA garantiert auf der richtigen Seite. Die Jungs haben sozusagen pĂŒnktlich zum Platinstatus ihres letzten Studioalbums "Schöne neue Welt" eine Best-Of-Compi vorgelegt, die es in sich hat. Klar mĂŒssen Hits wie "Hamma!", "Chica", "Monsta" und "Schöne neue Welt" mit auf den Dreher. Ultracoole Schweine-Grooves! +++ Jede Menge Lounge, Downbeat und Chillout-Sounds mit ethno-infizierten Klangaspekten finden sich auf dem Sampler "Fresh Global Tunes 02" (Global Flame/Rough Trade). Genau die richtige Musik zum gepflegten AbhĂ€ngen und Relaxen. Das Tracklisting featured KĂŒnstler   wie Dubdiver, Bloomfield & Lenny Mac Dowell, Red Buddha, Orientation u.v.a. +++

Zum 40jĂ€hrigen BandjubilĂ€um von E.L.O. erscheint die lange vergriffene "Flashback"-Box (Legacy/ Epic) aus dem Jahre 2000 in einer aufwĂ€ndigen Neudedition. Auf insgesamt dreieinhalb Stunden mit 53 Tracks gibt es alle Hits und Klassiker der Band von Jeff Lynne zwischen 1970-1986, natĂŒrlich inklusive "Showdown", "Roll Over Beethoven", "Eldorado", "Don't Bring Me Down" u.v.a. Obligatorisch ist natĂŒrlich auch das 44seitige Booklet mit vielen Fotos und Infos ĂŒber die Songs. +++ Eine vollgepackte Retrospektive von den deutschen Rockern SPLIFF erscheint unter dem Titel "Kult- 30 Jahre Spliff" (Sony Music). Die Band, die mit "The Spliff Radio Show" ihr englischsprachiges DebĂŒtalbum veröffentlichte, erlangte in den darauffolgenden Jahren mit deutschsprachigen Titeln wie "Herzlichen GlĂŒckwunsch", "Carbonara" und "Das Blech" Kultstatus. Eine gelungene Auswahl ihrer grĂ¶ĂŸten Hits findet sich auf CD1. Auf CD 2 gibt's zahlreiche Remixe und RaritĂ€ten (u.a. "Die Ruhrratten" aus dem Tatort-Krimi "Zweierlei Blut").

Die PET SHOP BOYS veröffentlichen mit "Ultimate" (Parlophone/EMI) eine Deluxe-Best Of ihrer grĂ¶ĂŸten Hits. 19 Tracks finden sich auf der CD, darunter auch der kĂŒrzlich erst eingespielte Song "Together". Die DVD wartet mit 3 Stunden unveröffentlichten Auftritten von Neil Tennant und Chris Lowe auf, u.a. auch beim Glastonbury Festival 2010. +++ Von "Bona Drag" (EMI Records), dem 1990 veröffentlichten zweiten Soloalbum von MORRISSEY, ercheint eine aufwĂ€ndige 20th Anniversary-Neuedition, die neben den remasterten Originaltracks auch sechs unveröffentlichte Songs zu bieten hat. Ein erweitertes und mit zahlreichen Fotos bestĂŒcktes Booklet ist natĂŒrlich inklusive.

HANS-JOACHIM ROEDELIUS ist zweifellos einer der Protagonisten deutscher Elektronikmusik und des Krautrock. Er spielte mit Bands wie Cluster und Harmonia, veröffentlichte aber auch unter eigenem Namen Richtungsweisende Alben, die nun als Re-Releases wieder im Handel erhĂ€ltlich sind. Den Auftakt macht sein drittes Soloalbum "Selbstportrait I" (Bureau B./Indigo) aus dem Jahre 1979, auf dem Roedelius sphĂ€rische und ambiente Elektronik-Miniaturen auf der heimischen Revox-Bandmaschine entwarf. - "Selbstportrait II" (Bureau B./Indigo) wurde im Jahre 1980 erstmals veröffentlicht und trĂ€gt den Untertitel "Freundliche Musik". Der elektronische Flow der 12 StĂŒcke klingt im Vergleich zu Teil I noch schlĂŒssiger und erinnert mich mitunter schon etwas an Tangerine Dream - Die dritte Wiederveröffentlichung von Roedelius heißt "Geschenk des Augenblicks/Gift Of The Moment" (Bureau B./Indigo). Sie stammt aus dem Jahre 1984 und markiert eine stilistische Richtungskorrektur. Der Synthesizer-Sound wird nun sparsamer als bisher eingesetzt und von Instrumenten wie einem FlĂŒgel, Cello, Violine und Gitarre begeleitet. Roedelius definierte mit dieser Platte praktisch den zukĂŒnftigen New Age-Sound. +++ Auf Vinyl nur zu Sammlerpreisen erhĂ€ltlich war das DebĂŒtalbum von CLUSTER aus dem Jahre 1971. Nun wird die epochale, experimentell-verschrobene Musik von "Cluster 71" (Bureau B./Indigo) wiederveröffentlicht. Keine leichte Kost, was Dieter Moebius und Hans-Joachim Roedelius hier eingespielt hattten. Man muss schon etwas Zeit und Muße mitbringen, um die drei unbetitelten, teilweise bis zu 22minĂŒtigen Sound/GerĂ€uschkulissen auf sich wirken zu lassen. Aber dennoch interessant! +++ Ein rares SchĂ€tzchen ist der Soundtrack zu dem Film "Blue Moon" (Bureau B./Indigo), den Elektroniker DIETER MOEBIUS im Jahre 1986 vertonte. Die Wiederveröffentlichung dieser raren Scheibe begeistert durch die völlig unaufdringliche Eleganz seiner elektronischen Rhythmuskonfigurationen.

HOT PANDA kommen aus dem kanadischen Edmonton und legen mit "How Come I’m Dead?" (Mint Records/Broken Silence) ein durchaus spannendes Werk vor. In ihrem Sound finden sich kreischende Gitarrensoli ebenso wie wunderschöne Pop-Harmonien, Psychedelic-EinflĂŒsse und geradliniger Rock. +++ STEFAN SCHULTZE und sein LARGE ENSEMBLE stehen fĂŒr einen modernen und vielschichtigen Big Band-Sound, der sich vor allem durch seinen Detailreichtum und seine feingliedrigen Songstrukturen und Arrangements auszeichnet. FĂŒr den Jazzfan bedeutet dies eine Herausforderung fĂŒr die Ohren, denn bei jedem Hördurchlauf kann er immer wieder neue Details entdecken. Nachzuhören auf der CD "The Run" (Double Moon), eingespielt mit einem hochkarĂ€tigen 18köpfigen Orchester (feat. JĂŒrgen Friedrich, Claudius Falk) +++ 

 

 

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