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DEZ./JANUAR 2012
 | inMusic - da ist Musik drin!

@@@@@@ ĂŒberragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mĂ€ĂŸig
@ schlecht

 

BELLOWHEAD
HedonisNavigator Records/Rough Trade
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In der Folkszene nimmt die 11köpfige englische Bigband eine Ausnahmestellung ein. Davon kann man sich auch auf ihrem neuen Album „Hedonism“ ĂŒberzeugen. Eine schwungvolle und absolut unberechenbare Mixtur aus Folk,  BalkanklĂ€ngen, Brass-Sound, Ska u.v.m. Und Bellowhead können richtig Stimmung in die Bude bringen, was das ausgelassene „Little Sally Rocket“ beweist.
Ute Bahn

B-52S
With The Wild Crowd!
Eagle Records/edel
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Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Seit fast 35 Jahren tummeln sich die B-52s nun schon mit ihrem hemmungslosen Party-Rock’n’Roll in der Musikszene. Klarer Fall,  dass auch beim Livemitschnitt im Classic Center in Athens, Georgia (ĂŒbrigens der Heimatstadt der B-52s) der Funke schnell auf das Publikum ĂŒbersprang. Hits wie „Love Shack“, „Whammy Kiss“ und „Roam“ haben ĂŒber die Jahre nichts von ihrer magnetischen Anziehungskraft verloren.
Minky Stein

SON BLACK
What Dreams Are Made Of
7Music/New Music Distribution
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Souliger Rock-Pop, der unter die Haut geht, legt SON BLACK auf seinem DebĂŒtalbum „What Dreams Are Made Of“  vor. Hohes Wiedererkennungszeichen ist seine sonore Stimme, die zu den ansprechenden Kompositionen und dem Mix zwischen Soul und Blues sehr gut passt. Anspieltipp ist das stimmige TitelstĂŒck und die Mungo Jerry Interpretation „I Can’t Wait“. Hörenswert!
Rainer Guérich

RAY BONNEVILLE
Bad Man’s Blood
Red House Records/in-akustik
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SĂ€nger, Gitarrist und Harp-Spieler Ray Bonneville legt mit „Bad Man’s Blood“ ein knarziges und reduziertes Blues-Folk-Album vor. Großartige Songs wie „Good Times“ und „Mississippi“ rufen den Geist von Muddy Waters und John Lee Hooker. Bonnevilles starker Gesang vor einer magnetisch-magischen Akustik-AtmosphĂ€re - das erzeugt bei mir GĂ€nsehautschauer und ergibt unterm Strich eine dicke Empfehlung!
Bernd Lorcher

THE BRONSON BROTHERS
The Melody Bronson
Divine Records/Broken Silence
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Melancholischen Beat-Pop der spĂ€ten 60er Jahre haben sich die DĂ€nen bei ihrem DebĂŒt aufs Banner gepinselt und liegen damit voll im Trend. Geschmackvoll arrangiert und mit der Hilfe dreier französischer SĂ€ngerinnen in Szene gesetzt, verbreiten The Bronson Brothers einen tiefenwirkenden Sound voller Coolness und Eleganz. So entsteht eine verfĂŒhrerische Session, die mit punktgenauen Rhythmen und lupenreinen Pop-Juwelen eine fast zeitlose Stimmung verbreitet. „The Melody Bronson“ liefert so einen atmosphĂ€rischen Zustandsbericht der Szene, und das ganz ohne elektronische BlĂ€hungen, Schieflagen-Sound oder gekĂŒnstelten Frohsinn.
Frank Zöllner

PIETA BROWN
Mercury
Red House Records/in-akustik
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Nachdem mich Pieta Brown schon auf ihrer vorangegangenen CD und EP begeistern konnte, liegt mit „Mercury“ nun ihr neues Album in meinem Player. 13 Songs, die zwischen Americana, Folk und Blues  angesiedelt sind, hat die SĂ€ngerin mit der charismatischen Stimme eingespielt. Mit besonnener Ruhe und dem richtigen GespĂŒr fĂŒr die  Magie des Augenblicks intoniert Pieta ihre großartigen StĂŒcke. Der „Butterfly Blues“ ist fĂŒr mich eines der stĂ€rksten Nummern auf der Scheibe, dicht gefolgt von dem rhythmisch sehr interessanten Folk-Slepgroover „I’m Gone“. Pieta ist einfach eine tolle SĂ€ngerin und Songwriterin!
Rainer Guérich

BUNT STATT BRAUN
Award 2011
7Music/New Music Distribution
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Am 28.10. fand in Waiblingen das Finale zum „Bunt statt braun“ Award statt. Alle Beteiligten waren dazu aufgerufen, mit ihren Songs gegen Hass und Gewalt ein deutliches Zeichen zu setzen, und es gab viele glĂŒckliche Gewinner. So rĂ€umten ‘Die Skamateure’ mit „Die Revolution muss tanzbar sein“ den Jurypreis ab, ‘Foreign System’ („Give Me Your Hand“) und ‘Chaostheorie’ („Gewalt zwischen Nationen“) teilten sich den Publikumspreis und die Frankfurter ‘VeTo’ setzten sich mit ihrem Song „Schau nicht weg“ beim Internet-Voting auf der Plattform „Nicht jugendfrei“ des Zeitungsverlags Waiblingen durch. Die 8 besten Songs finden sich auf der „Bunt statt braun“-CD, dazu gibt es auch noch 6 Bonustracks (u.a. von NoRMAhl, Hartmut Engler und Wendrson). Der Erlös geht an die Winnender „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“.
Simone Theobald

BURAKA SOM SISTEMA
Komba
Enchufada/Rough Trade
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Nicht umsonst wurden die Jungs mit dem MTV Award als „Best Portugese Act“ fĂŒr ihre DebĂŒtrille „Black Diamond“ ausgezeichnet . Auch auf dem Nachfolger „Komba“ ist ein schweißtreibender und stilprĂ€gender Mix aus Clubsound, Techno, Ambient und Ethno angesagt. Da kann vom ersten Track an wild durchgetanzt werden und die gute Laune ist vorprogrammiert. Beats und Grooves kommen phett aus den Amplifiern, wobei der gekonnt eingestreute African & Latin-Style die Scheibe einfach unwiderstehlich macht.
Simone Theobald

CAMILLE
Ilo Veyou
EMI France/EMI
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Die Französin Camille hat einen betörenden und ganz eigenen Gesangsstil, mit dem sie bereits auf ihren drei ersten Alben die Fans begeisterte. Nun stellt sie ihre anspruchsvolle, neue Scheibe „Ilo Veyou“ vor, die sie u.a. in 3 Kapellen und einem idylischen Kloster in Noirlac aufgenommen hat. Ergebnis sind minneartige Balladen mit zarten Vocalfragmente und theatreskem Gesangsstil („La France“). Kein Song klingt wie der andere, was die Vorliebe von Camille fĂŒr musikalische GegensĂ€tze widerspiegelt.  Als Reinhörtipp empfehle ich mal die a cappella vorgetragene „Bubble Lady“. Eine ganz und gar außergewöhnliche Französin!
Rainer Guérich

CHINESE MAN
Racing With The Sun
Chinese Man/Groove Attack
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Das französische Turntable-Kollektiv Chinese Man legt endlich sein lange erwartetes DebĂŒt-Album vor und die Community ist in großer Aufregung. Und das mit Recht, schließlich hat sich die letzte Ausgabe ihrer Chinese Man Mixtape Reihe ĂŒber 20.000mal verkauft. Die drei Vinyl-Freaks prĂ€sentieren eine erstklassige Mischung aus groovenden Vibes, deepen Bassattacken und sphĂ€rischen Klangkonstruktionen. Da hat sich die Suche durch meterweise Plattenregale nach den coolsten Samples & Sounds wirklich gelohnt. Der Mix aus angesagtem Dub-Style und traditioneller chinesischer Musik ist ein wahrer Ohrenschmaus.
Siggi Mayen

RY COODER
Pull Up Some Dust And Sit Down
Nonesuch/Warner
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Tolles neues Album von Ry Cooder, der auf den 13 Tracks von "Pull Up Some Dust And Sit Down" wieder mal seine ganze Klasse als Songwriter und Slidegitarrist zeigt. Gewohnt beeindruckend ist das musikalische Repertoire, das von Folk ĂŒber Country, Tex-Mex, Honky Tonk Blues bis hin zu Calypso reicht. UnterstĂŒtzt wird er auf seinen politisch engagierten Songs, die von der Bankenkrise, Rassendiskriminierung und der zunehmenden Verarmung unserer Gesellschaft handeln, von zahlreichen musikalischen Freunden wie beispielsweise Flaco Jimenez, Carlos Gonzales und Jim Keltner. Absolutes Highlight der Scheibe ist seine Hommage an Jesse James ("El Corrido de Jesse James").
Rainer Guérich

ALBIE DONNELLY’s SUPERCHARGE
Big Blow
The Thrill Has Not Gone
7Music/New Music Distribution
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Seit 1973 bĂŒrgen Albie Donnelly und seine Formation Supercharge fĂŒr einen schweißtreibenden Rhythm ‘n’ Blues mit messerscharfen SaxophonsĂ€tzen und einer fetten Prise souliger Power. Im Zuge einer Reihe von Wiederveröffentlichungen erscheinen auch zwei CDs, die ich an dieser Stelle besonders empfehlen möchte. „Big Blow“ setzt sich aus Live und Studiomaterial zusammen, das grĂ¶ĂŸtenteils in den 90er Jahren entstand. Die Livetracks sind bis dato unveröffentlicht. - „The Thrill Has Not Gone“ ist eine „Best Of“ Compilation mit den grĂ¶ĂŸten Supercharge-Hits der letzten 35 Jahre. Eine dicke Empfehlung!
Rainer Guérich

ECHOREV
Find North
Monkey Records
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Echorev sind ein international besetztes Trio um den SĂ€nger, Songwriter und Multiinstrumentalisten Johnny Nicholson. Den Hörer erwartet auf „Find North“ großartiger und atmosphĂ€rischer Indie-Pop mit organischen Electro-VersatzstĂŒcken, gekonnter Dramaturgie und intelligentem Songwriting. Als Anspieltipp bitte „Explosions“ nehmen.
Fabian Hauck

EUZEN
Sequel
Westpark Music
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In der dĂ€nischen Indie-Szene sind Euzen bereits mit ihrem DebĂŒt „Eudaimonia“ (2009) angenehm aufgefallen. Jetzt steht der Nachfolger „Sequel“ am Start und setzt die musikalische Arbeit des Quintetts konsequent fort. Euzen bedienen sich dabei einer intelligenten Mischung aus konturenreichem Adult-Pop, dĂŒster wirkenden Elektro-Elementen und der wunderbar versponnenen Stimme von Frontfrau Maria Franz. So entwickelt sich ein ambitioniertes Album, das kunstbeflissene Konsumenten ebenso anspricht wie Freunde gut gemachter Popmusik.
Simone Theobald

TOM FREUND
The Edge Of Vernice
CRS/in-akustik
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Singer/Songwriter-Kunst im Stile von Tom Petty und John Cougar Mellencamp erwartet den Hörer auf der neuen Scheibe von Tom Freund. Musikalisch erfreut den Hörer ein handgemachter Akustiksound, der den erstklassigen Kompositionen genĂŒgend Freiraum lĂ€sst, um sich in ihrer ganzen Pracht zu entfalten. Als Anspieltipps empfehlen sich Songs wie „Waunded Surfer Boy“ und „Show Me The Love“.
Duklas Frisch

NIELS FREVERT
Zettel auf dem Boden
Tapete Records
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Geschichten aus dem Leben gegriffen, den Alltag erleben, Dinge mit anderen Augen sehen, den Augenblick genießen. Das sind alles Themen, die uns Niels Frevert auf seiner neuesten Einspielung nĂ€her bringen möchte. Dezent arrangiert und im akustischen Gewand prĂ€sentieren sich Songs wie „Schlangenlinien“, „Blinken am Horizont“ oder das geniale „Ich wĂŒrde dir helfen, eine Leiche zu verscharren, wenn‘s nicht meine ist“. Niels wirkt in seiner Arbeit gereifter als auf den VorgĂ€ngern, die Texte sind durchdacht und die Instrumentierung stimmt. Einfach ein gutes Album,  das Lust auf mehr macht...
Frank Zöllner

THE GOSPEL HOUSE
Looking For You
7Music/New Music Distribution
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Hinter The Gospel House verbergen sich 26 VollblutsĂ€nger, Musiker und TĂ€nzerinnen, die sich bereits im Jahre 2000 in Winnenden als Verein grĂŒndeten. Ihre Botschaft war von Anfang an, bekannte Gospelsongs in neu arrangierten Versionen einem grĂ¶ĂŸeren Hörerkreis nĂ€her zu bringen. Die Auftritte von The Gospel House sind unnachahmliche und packende Performances, die von der rhythmischen Vielseitigkeit und der Interpretationskraft der SĂ€nger leben. Auf ihrer neuen CD „Looking For You“ hat die Formation nicht nur klassische Spirituals und einfĂŒhlsame Gospelballaden neu interpretiert, in den musikalischen Kontext fließen diesmal auch verstĂ€rkt Rap- und Funk-Passagen ein. Der Gospel ist damit endgĂŒltig im Hier und Jetzt angekommen.
Simone Theobald

KINA GRANNIS
Stairwells
One Heaven/The Orchard
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Die amerikanische SĂ€ngerin & Songwriterin Kina Grannis sieht nicht nur sehr hĂŒbsch aus, sondern hat auf „Stairwells“ auch musikalisch einiges zu bieten: Toller Country-Folk-Pop mit einer himmlischen Stimme und geschmackvollen, nicht ĂŒberladenen Akustik-Arrangements. Einfach mal in Nummern wie  „World In Front Of Me“ und „Message From Your Heart“ hineinhören und sich verzaubern lassen!
Duklas Frisch

HELL’S KITCHEN
Dress To Dig
Dixiefrog/Fenn
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Das Schweizer Trio Hell’s Kitchen serviert uns auf seinem neuen Werk eine ganze Menge surrealistischen und unangepassten Spielspaß. Roots-Rock trifft auf Blues, Postrock, Tribal Dance und hypnotische Energie. So muss unangepasste Mucke klingen, wenn sie aus dem Underground kommt und in den Niederungen des Blues wildert.
Fabian Hauck

THE HORRIBLE CROWES
Elsie
Side One Dummy Records/Cargo
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Tolles Sideproject von Gaslight Anthem Frontman Brian Fallon und seinem langjĂ€hrigen Freund & Wegbegleiter Ian Perkins unter dem Bandlogo "The Horrible Crowes". Der leidenschaftliche und emotional-ausdrucksstarke Gesang von Fallon passt vorzĂŒglich zu den elegisch-dĂŒsteren Melodiebögen und den warm abgesetzten Klangschattierungen, die wie in "Mary Ann" auch schon mal verschroben rockig daherkommen. Als hervorragender Anspieltipp bietet sich das großartige "Sugar" an. Ein absolutes Hammeralbum, das mit jedem Hördurchlauf gewinnt!
Fabian Hauck

JIM JEFFRIES
Coming To Get You
I Sold My Soul/edel
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Der EnglĂ€nder Jim Jeffries ist schon seit frĂŒhen Kindertagen großer Elvis-Fan, was sich natĂŒrlich auch auf sein SolodebĂŒt „Coming To Get You“ musikalisch nieder geschlagen hat. Zusammen mit seiner dreiköpfigen Begleitcombo gibt’s ‘ne Menge Neo-Rockabilly, dĂŒstere Balladen und Rockin’ Blues. Ruhig mal reinhören!
Fabian Hauck

K.D. LANG
Summertime In The Windy City -  The Lost Transmission
Chrome Dreams/in-akustik
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Die kanadische Singer/Songwriterin K.D. Lang hat sich schon seit langem mit ihren anspruchsvollen Songs zwischen Country und Pop in die Herzen der Fans gespielt. Mit „Summertime In The Windy City“ gibt’s nun hier seltenes Livematerial zu hören, das 1993 live wĂ€hrend einer TV Broadcast Show im Chicagoer Soundstage mitgeschnitten wurde. Dazu gibt’s noch vier weitere Livetracks, die ebenfalls vor einer intimen Publikums-AtmosphĂ€re recorded wurden.
Bernd Lorcher

BRENDAN KEELEY
Best - Heart & Soul
Zounds
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Brendan Keeley kommt aus dem irischen Örtchen Tullamore und steht musikalisch fĂŒr das neue Irland. Seine Stimme mit dem rauchigen Rocktimbre hat einen extrem hohen Wiedererkennungswert und ihm in seiner Heimat bereits unzĂ€hliges Edelmetall beschert. Hier in Deutschland wird Brendan seit einigen Jahren auch immer bekannter. Er engagiert sich fĂŒr zahlreiche Benefizprojekte (u.a. „Musical Affair“) und schreibt nebenbei exzellente Songs ĂŒber die Liebe und das Leben, die direkt das Herz des Hörers erreichen. Grund genug also, die Highlights aus Brendans langer Karriere auf einem Silberling in bester AufnahmequalitĂ€t Revue passieren zu lassen. Als Anspieltipps empfehlen sich neben der souligen Hymne „Heart & Soul“ natĂŒrlich auch die GĂ€nsehaut-Ballade „I’ll Always Be Lonely“.
Rainer Guérich

KELLERKIND
Kellerkind
7Music/New Music Distribution
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Hinter „Kellerkind“ verbirgt sich der SĂ€nger, Songwriter und Gitarrist Sid, der hier sein nachdenkliches und melancholisches SolodebĂŒt vorstellt. SĂ€mtliche Demos sind bei  Sid im Keller (daher auch der Name) entstanden, denn dort steht sein musikalisches Equipment. SpĂ€ter im Studio wurden die einzelnen StĂŒcke dann mit Chai Deveraux (Jesus On Exstasy) fertig gestellt. Ergebnis ist eine abwechslungsreiche Scheibe mit countryesken Momenten („Mrs. Melancholie“), unverblĂŒmter Direktheit („Su) oder aber einfach nur intelligenter Songwriterkunst. Eine Entdeckung des Kellerkinds lohnt sich also!
Rainer Guérich

MARTIN KLEIN
Lass uns bleiben
Traumton/Indigo
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Deutschsprachige Musik ist normalerweise nicht mein Fall, aber Martin Klein, der Wiener Songbarde am Klavier, gefĂ€llt mir schon recht gut. Schon im Opener „Alles oder Nichts“ vermittelt er seine GefĂŒhle glaubhaft sowohl mit Stimme als auch auf den schwarzweißen Taste. Auf sonstiges instrumentales Beiwerk verzichtet der moderner Chansonnier ganz bewusst, was auch vollkommen richtig so ist. Intelligente, wortgewandte Lyrik trifft auf ein ausdrucksstarkes Pianospiel. Durchaus beachtenswert!
Rainer Guérich

LE GRAND UFF ZAQUE
Cliché
Reposit Records/Radar Music
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“Wir machen die Musik, die wir gerne hören wollen und wir machen die Live-Shows, die wir gerne sehen wollen!“ Soweit ein Kommentar von Le Grand Uff Zaque, einer abgedreht-verrĂŒckten Combo die auf ihrer musikalischen Spielwiese nicht die geringsten BerĂŒhrungsĂ€ngste kennt. Da werden zielsicher HipHop, Rap, Soul, Rock, Jazz und klassische Passagen zu einem spannenden und aufregenden Sud verkocht, der sofort in den Ohren hĂ€ngen bleibt. So wird ihr DebĂŒt „ClichĂ©â€œ gleich zu einem Geheimtipp, bei dem sich Streetfighter mit Rap-AllĂŒren ebenso wohl fĂŒhlen wie Fans gepflegter Jazzakkorde.
Frank Zöllner

MADEMOISELLE K
Jouer Dehors
Opendisc/Galileo MC
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FĂŒr freizĂŒgige Cover-Artworks ist die Französin Mademoiselle K schon bekannt. Nun erscheint fĂŒnf Jahre nach ihrem erfolgreichen DebĂŒt ihre neue Scheibe „Jouer Dehors“, auf dem sie ihren Gesang wirkungsvoll in ein weitgefĂ€chertes Stilrepertoire integriert. Von rockigen KlĂ€ngen bis hin zu skurril-koketten Nummern  reicht das Songspektrum. Anspieltipp hierzu ist „T’es mort?“.
Minky Stein

EDDA MAGNASON
Goods
Adrian Recordings/Alive
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Die SĂ€ngerin, Pianistin und Songwriterin Edda Magnason wurde in ihrer schwedischen Heimat anlĂ€sslich ihres DebĂŒtalbums aus dem letzten Jahr von der Kritik förmlich mit Lob ĂŒberschĂŒttet. Ihre ausdrucksstarke Stimme erinnert mitunter an Kate Bush (man höre nur "Magpie's Nest"). Dazu verströmen Eddas intelligent-poetischen Songs auf ihrem Zweitwerk "Goods" eine Menge unwiderstehlichen Charme, gekonnt eingebettet in eine musikalische Staffage aus pianesken Pop, Folk, Jazz, SitarklĂ€nge und sogar einem Chor russischer Seeleute. Ein kleines Meisterwerk!
Rainer Guérich

MARCUS MALONE
Let The Sunshine
Redline/Soulfood
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Richtig guten Blues hat Marcus Malone, der glatzköpfige SĂ€nger und Gitarrist aus dem fernen Detroit, im GepĂ€ck. Der Opener „Let The Sunshine“ rollt sehr charmant mit Mundharmonika und Shuffle-Groove im Zwölftaktschema nach vorne, dazu gibt’s charismatischen Bluesgesang. Das funky-groovige „Back To Paradise“ hat Malone zusammen mit seinem Gitarristen Stuart Dixon geschrieben. Eine tolle Nummer, wie ĂŒbrigens das gesamte Album, das mich sehr positiv ĂŒberrascht hat. Ein echter Tipp fĂŒr jeden Blues-Fan!
Rainer Guérich

MARSLAND DOT COM
Marsland Dot Com
Jazzhaus Records/in-akustik
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Sehr britisch und mit deutlichen Referenzen an die spĂ€ten 60er Jahre hat Jens Kreuzer, der Mastermind der Band The Pleasure, sein Soloprojekt „Marsland dot com“ entwickelt. Im Gegensatz zu The Pleasure strahlen die Songs hier aber sehr viel Ruhe und Melancholie aus. Das passt gut zum Gesang von Jens Kreuzer, der mitunter in die Fußstapfen von John Lennon zu treten scheint („I Know“).
Minky Stein

MICKEY MOONLIGHT
And The Time Axis Manipulation Corporation
Ed Banger/Alive
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Wer wissen möchte,wer alles bei der DebĂŒtscheibe von Mickey Moonlight mit im Studio war, den muss ich leider auf das Line Up auf dem CD-Cover verweisen. Der Brite hat echt tief in die Trick-und Ideenkiste gegriffen und eine Rille zusammengemixt, die den ersten Preis als Chill-Out-Album des Jahres echt verdient hat. Der eine oder andere Track macht aber auch auf den Floors eine gute Figur. Wenn zwischen coolem Urbanstyle, Chicago-Groovern und Collagentechnik von Biotech-Firmen, Sterbehilfe oder Zeitreisen gesungen wird, lĂ€sst man die Plateausohlen um so lieber kreisen.
Siggi Mayen

MUSICAL AFFAIR
Best Of Musical
7Music/New Music Distribution
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Am 09.01.2012 findet im Waiblinger Weihnachtszirkus eine Benefiz-Gala zugunsten der „Stiftung gegen Gewalt“ statt. Dabei fĂŒhrt das Musical Affair-Ensemble unter Leitung des Wiener Pianisten, SĂ€nger und Produzenten JĂŒrgen Solis eine rund zweistĂŒndige Reise durch die Welt des Musicals und Musikfilms auf. Auf dem Spielplan stehen Songs aus „Grease“, „Cabaret“, „Tanz der Vampire“, „Hair“, der „Rocky Horror Picture Show“ u.v.a. Mit rund einem Dutzend SĂ€nger und SĂ€ngerinnen werden die Musicalsongs zu neuem Leben erweckt. Parallel dazu erscheint quasi als Best Of diese Benefiz-CD. Darauf zu hören sind neben JĂŒrgen Solis auch die irische Songwriter-Legende Brendan Keeley („You Sleep With Angels“ aus  dem Musical „The Crossing“), die Winnender JazzsĂ€ngerin Petra Jennings und Stars der internationalen Musicalszene wie Maya Hakvoort, Markus Richter und Betty Semper. Alle Erlöse des Events und der CD gehen an die Stiftung „Gegen Gewalt an Schulen“, die es damit Schulen kostenlos ermöglicht, das KlassenzimmerstĂŒck „War doch nur Spaß“ aufzufĂŒhren.
Rainer Guérich

INGO NAUJOKS & BANDS
Apocalypso-Ein Lied fĂŒr den Teufel
Edel Content
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Eigentlich ist Ingo Naujoks als Schauspieler (z.B. im Tatort) bekannter als Interpret tiefsinniger Chansons. Leider hat mir die Plattenfirma nur eine abgespeckte Mini-CD mit 4 Tracks zur VerfĂŒgung gestellt, so dass ich mir nur fragmentarisch ein Bild ĂŒber Ingos SĂ€ngerqualitĂ€ten machen kann. Titel wie „Schwarzer Regen“ oder „Das Ende der Welt“ geben eigentlich die Richtung vor: Es geht um den Teufel, einen frustrierten Typen, kurz vor dem Burnout, der auf der BĂŒhne eines heruntergekommenen Nachtclubs sein Leben Revue passieren lĂ€sst .
Frank Zöllner

NEWCOMER HELPS
Songs For Japan!
7Music/New Music Distribution
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Es ist doch immer schön, wenn sich MusikkĂŒnstler in den Dienst der guten Sache stellen. Insbesondere dann, wenn es sich um 16 hoffnungsvolle Newcomer handelt, die mit ihren Songs die Opfer der japanischen Erdbeben-Katastrophe unterstĂŒtzen möchten. Musikalisch reicht die Bandbreite auf der CD vom inspirierten Rock (Tattoine mit „Spirit“) ĂŒber charismatischen Vocal-Jazz (Silke Hauck mit „Lautes Herz“), Italo-Rap (Veronica Vitale mit „Turn Off“) bis hin zu ohrgĂ€ngigem Poprock aus Finnland (Eternal Yesterday mit „Valentine’s Day“). Da ist fĂŒr jeden etwas dabei, und man tut mit dem CD-Kauf auch noch was Gutes!
Simone Theobald

STEVIE NICKS
House Of Blues
Chrome Dreams/in-akustik
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Ein rarer (bis dato unveröffentlichter) Radio-Live-Mitschnitt von Fleetwood Mac SĂ€ngerin Stevie Nicks, der im „House Of Blues“ in Hollywood im Jahre 1994 aufgezeichnet wurde. Auf der 11gĂ€ngigen Tracklist und den insgesamt 71 Minuten Livezeit lĂ€uft Stevie immer wieder zu großer Form auf, u.a. bei der knapp 11minĂŒtigen Version von „Rhiannon“ oder dem ohrgĂ€ngigen Disco-Smasher „Stand Back“ in fast 7minĂŒtiger LĂ€nge. Leichte Abstriche bei der KlangqualitĂ€t, aber akzeptabel.
Rainer Guérich

NIOBE
The Cclose Calll
Tomlab
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Wer an außergewöhnlicher und experimenteller Musik im Spannungsfeld zwischen Elektro, Alternative, Freestyle und Jazz Gefallen findet, wird sich bei der neuesten Einspielung der KompositionskĂŒnstlerin und Gesangsvirtuosin Yvonne Cornelius so richtig wohl fĂŒhlen. Zusammen mit Drummer Christian TomĂ© sowie mit Institut fĂŒr Feinmotorik‘s Marc Matter schlĂŒpft die AusnahmekĂŒnstlerin in die verschiedensten musikalischen Rollen, ĂŒberrascht mit becircenden Melodien, verliert sich in psychedelischen GerĂ€uschteppichen oder serviert einen Urbanpop, cool bis in die StimmbĂ€nder. Dazwischen gibt‘s chromatisch-futuristische Soundschleifen, Breakbeats und dissonante Jams. Tief durchatmen und durch!
Frank Zöllner

PATENBRIGADE: WOLFF
Tanzveranstaltung - A Retrospective Best Of 2008-2012
Zweieck Rec./Soulfood
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Die Patenbrigade: Wolff lĂ€dt wieder einmal ein zu einer zĂŒnftigen Non--Stop-Elektronik-Party. 80 Minuten lang gibt’s jede Menge pumpende und fordernde Elektronikbeats, die reibungsfrei in die Beinmuskulatur gehen. Auf „Tanzveranstaltung...“ finden sich alle P:W-Hits der vergangenen 4 Jahre. Mit dabei sind natĂŒrlich auch „Feind hört mit!“, „Stalinallee“ und „Der Brigadier trinkt Bier“. Ein Pflichtkauf fĂŒr die Electro-Gemeinde.
Duklas Frisch

OLIVIA PEDROLI
The Den
Betacorn/Rough Trade
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Wenn Leonard Cohen eine Frau wĂ€re, wĂŒrde er vielleicht so klingen wie Olivia Pedroli. Die AusnahmekĂŒnstlerin aus der Schweiz, die in den letzten Jahren vor allem im Vorprogramm von KĂŒnstlern wie Marianne Faithfull, Paul Simon und Joe Cocker ihre Live-Erfahrungen sammelte, ließ ihre aktuelle Scheibe in Reykjavik von Valgeir Sigurdsson produzieren. Musikalisch serviert uns Olivia einen abwechslungsreichen und energetischen Reigen aus Melodien, die irgendwo zwischen Folk, Pop, Akustiksound, klassischen Momenten und experimentellen Phasen agieren. So ist wahrlich kein eingĂ€ngiges oder einfaches Album entstanden, aber eines, das unsere volle Aufmerksamkeit verdient hat.
Simone Theobald

CARLOS PERÓN
11 Deadly Sins
Membran
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Eine 11 CD-Box fĂŒr Feinschmecker, Fetisch-Fans und Elektronik-Freunde serviert uns hier Ex-Yello Mitglied Carlos PerĂłn. Seit Anfang der 1990er Jahre ist PerĂłn mit seiner Musik ein fester Bestandteil der internationalen Erotik- und Fetisch-Szene. Was lag da also nĂ€her, als seine 11 erfolgreichsten Alben in diesem Genre in einer opulenten Box inklusive Erotikspielzeug zu veröffentlichen? FĂŒr die hochwertigen und geschmackvollen Fetisch-Fotos sorgte ĂŒbrigens Star-Fotograf Wolfgang Eichler (u.a. Penthouse, Playboy). Zu den musikalische Höhepunkten zĂ€hlt natĂŒrlich insbesondere PerĂłns „La Salle Blanche“-CD.
Minky Stein

THE PERSUASIONS & FRIENDS
The Grateful Dead Sessions
Zoho Music/Membran
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Die bekannte a cappella-Formation „The Persuasions“ interpretiert auf dieser prall gefĂŒllten Doppel-CD 20 Titel von Grateful Dead. Ein gelungener „vokaler“ Streifzug durch das Repertoire der legendĂ€ren Psychedelicrockern inklusiver vieler GĂ€ste, u.a. Grateful Dead Keyboarder Vince Welnick, Country Joe McDonald und Gloria Jones (Jerry Garcia Band).
Ute Bahn

ELVIS PRESLEY
Legacy Edition
RCA-Legacy/Sony Music
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Die Fans des King’s können sich diesen Monat ĂŒber eine aufwĂ€ndige Legacy-Edition ihres unsterblichen Helden freuen. Die Macher bei Sony Music haben sich dazu entschieden, die beiden ersten Elvis-Alben „Elvis Presley“ und „Elvis“ in einem schön aufgemachten Sammler-Set zu veröffentlichen. Neben den Original-Album Songs gibt es als Zugabe auf den beiden CDs noch weitere Hitsingles sowie A- und B-Seiten. FĂŒr Sammler interessant ist auch das liebevoll gestaltete Booklet mit seinen raren Fotos und aufschlussreichen Liner-Notes.
Duklas Frisch

ROEDELIUS SCHNEIDER
Stunden
Bureau B/Indigo
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Tolle Zusammenarbeit von Elektronik-Guru Hans-Joachim Roedelius und Synthesizer Spezialist Stefan Schneider (u.a. Kreidler). Klar, dass bei solchen kreativen Köpfen nur etwas Gutes herauskommen kann. In fĂŒnf Aufnahmesitzungen experimentierten die Beiden ohne jegliche Limits nach Herzenslust und kreuzten alle möglichen Synthie-Sounds mit Klavierlinien, Gitarren, Verzerrungen u.v.m.
Bernd Lorcher

QLUSTER
Rufen
Bueau B/Indigo
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Vier eindrucksvolle und weitschweifende Liveaufnahmen, die Elektronik-Pionier Hans Joachim Roedelius zusammen mit Onnen Bock im Jahre 2010 bei Qluster-Auftritten in Schönberg und in Lunz einspielten. Die Beiden erzeugten ihre impressionistisch wabernden SoundflĂ€chen ausschließlich mit analogen Keyboards, u.a. dem Korg MS 20. FĂŒr Kraut/Elektronik-Fans eine sichere Empfehlung!
MInky Stein

SUGAR RAY & THE BLUETONES
Evening
Severn/in-akustik
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Harp-Blues in seiner besten  PrĂ€gung serviert uns Sugar Ray zusammen mit seinen Bluetones auch auf seiner neuesten Einspielung. Ein Dutzend Songs hat die fĂŒnfköpfige Crew im Studio eingespielt, wobei sich Bluetones-Gitarrist „Monster“ Mike Welch und Hauptakteur Sugar Ray sehr geniale SpielbĂ€lle zuwerfen. Beispielsweise auf dem authentisch rollenden Bluesstomper „Hard To Get Along With“ aus der Feder von „Monster“ Mike und der ganz auf balladeske AtmosphĂ€re setzenden Dixon-Nummer „You Know My Love“. Tja, Sugar Ray ist auch ein toller Soul-Crooner!
Rainer Guérich

THE SOUL SESSION
One
Agogo Records/Indigo
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In der Szene ist Ralph Kiefer schon seit vielen Jahren eine feste GrĂ¶ĂŸe. Er ist als Pianist, Bandleader, Studiomusiker und Arrangeur unterwegs (u.a. fĂŒr Poets Of Rhythm, Hipnosis) und wird von Kollegen sehr geschĂ€tzt. Auf der vorliegenden Scheibe wandelt er quasi auf Solopfaden. Entstanden ist dabei eine phantastische Rhythm & Soul Scheibe, die vom ersten Track an in die Beine und Ohren geht. Dazu gibt es zahlreiche Gastmusiker und SĂ€nger, u.a. De-Phazz-SĂ€nger Karl Frierson und Declaime aka Dudley Perkins. Da macht das Zuhören von Beginn an Laune, wĂ€hrend ein satter Soul-Sound die Seele streichelt.
Frank Zöllner

JUNE TABOR & OYSTERBAND
Ragged Kingdom
Westpark Music
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1990 spielten die englische FolksĂ€ngerin June Tabor und die Oysterband mit "Freedom And Rain" bereits ein gemeinsames Album ein. Auf "Ragged Kingdom" folgt nun die quasi ĂŒber die Jahre gereifte musikalische Fortsetzung. Inklusive einer tollen Akustikversion von Joy Divisions "Love Will Tear Us Apart" und einer ganz eigenen Interpretation von PJ Harveys "That Was My Veil". Keine Frage: die Oysterband lĂ€uft zusammen mit June Tabor zur Hochform auf.
Ute Bahn

TOK TOK TOK
Was heißt das denn?
O-Tone Music/ZYX Music
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Mit ihrem ersten deutschsprachigen Album haben Tok Tok Tok ihren kĂŒnstlerischen Tiefpunkt erreicht. Und das heißt? So was geht gar nicht, ich hoffe auf einen einmaligen Ausrutscher!
Rainer Guérich

TULLAMORE GOSPEL CHOIR
When God Made Me
7Jazz/New Music Distribution
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Besinnlich und spirtuell wird auf „When God Made Me“ , der neuen CD des aus Irland stammenden, ĂŒber 100köpfigen TULLAMORE GOSPEL CHOIR, der bereits im Jahre 2003 von dem bekannten irischen Songbarden Brendan Keeley gegrĂŒndet wurde. Neben einigen Traditionals stammen die meisten Gospel-Nummern aus der Feder von Keeley. Als Anspieltipp empfiehlt sich das mit ganzer Inbrunst vorgetragene Spiritual „Finally“.
Minky Stein

PHIL VETTER
Karate
Redwinetunes/Rough Trade
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Es ist fast schon so etwas wie eine liebgewonnene Tradition, dass Phil Vetter auf seinem Album sozusagen alles in Personalunion in die Hand nimmt. Da macht „Karate“, die neueste Einspielung des Tausendsassas keine Ausnahme. Wieder wird geloopt, programmiert, gepitcht, durch den Konverter gejagt und upgedatet, bis schließlich ein spacig-verzaubertes Pop-Werk seinen Weg in die Amplifier gefunden hat. Dazwischen wechselt Phil easy leicht zwischen deutschen und englischen Texten, liefert versponnene Soundkonstrukte, gute Laune-Pop oder kleine Tracks zum gepflegten Chillen.
Frank Zöllner

JOHN WATTS
Fischer-Z
PMG/H’Art
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Nach seiner erfolgreichen Tour im FrĂŒhjahr 2011 hat sich John Watts dazu entschlossen, die bekanntesten Fischer-Z Hits mit seiner  Soloband neu einzuspielen. Neben Neuinterpretationen von Klassikern wie „Berlin“, „Marliese“ und „Red Skies Over Paradise“ findet sich mit „Dark Crowds Of Englishmen“ auch noch ein unveröffentlichter Original Fischer-Z Song aus dem Jahre 1985 auf der CD.
Duklas Frisch

WILHELM TELL ME
Excuse My French
Less Apocalypse Rec./Rough Trade
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Elektropop fĂŒr die fortgeschrittenen Semester prĂ€sentieren uns Wilhelm Tell Me auf ihrem frisch gepressten DebĂŒtdreher. „Excuse My French“ serviert uns eine Mischung aus gut abgehangenem Adult-Pop, zielsicherem Harmoniegesang, engagierten Akustikphasen, schwebenden Rhythmen und pulsierenden Grooves. Zweiflern wird laut Presseinfo geraten, die Jungs einfach mal live „zu testen“. Und diese Gelegenheit hat man noch bis Anfang Februar 2012 quer durch die Republik.
Simone Theobald

YOY
Like A Stuntman
Bureau B./Indigo
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Drittes Album der Post-Krautrock-Elektro-Formation YOY. Schon der flirrend groovige Opner „Symptoms Of The Ocular“ macht großen Spaß. Sample-Zitate leiten „Yesterday Euphoria“ ein, das sich schließlich ĂŒber prĂ€chtige Vocallinien smashig entwickelt. Eine dicke Empfehlung von meiner Seite und verdiente fĂŒnf Punkte fĂŒr eine Scheibe, auf der es eine Menge interessanter Rhythmusfragmente, Beats, Harmonien und melodiösen Wohlklang zu entdecken gibt.
Duklas Frisch

ROLF ZACHER
Danebenleben
Premium Records/Soulfood
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„Rolf Zacher, der Wanderer zwischen den Welten. Recht und Unrecht, Sucht und meditativer Weg in die innere Mitte, schriller Musiker und Schauspieler fĂŒrs fein gemachte Grobe.“ So beschrieb unlĂ€ngst eine Zeitung den Ausnahme-KĂŒnstler Zacher, der jetzt mit 70 und schon etwas „altersweise“ sich der Musik immer nĂ€her fĂŒhlt. 2008 erschien sein DebĂŒt „Latest Hits“, nun  war die „schrille Type“ mal wieder im Studio, um mit „Danebenleben“ quasi sein Lebensmotto zum Albumtitel zu machen. Ergebnis ist eine Menge hochkarĂ€tiger Songs mit ChansonqualitĂ€ten. Titel wie „Scheissegal“, „BetrĂŒge mich“ und „Rockerbraut“ stehen fĂŒr sich und sind die ideale Spielwiese fĂŒr Zachers unverwechselbare Reibeisenstimme. Ist Herr Zacher vielleicht sogar ein neuer Serge Gainsbourg?
Frank Zöllner 

 

 

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