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JUNI / JULI 2002
Index | Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

Laith Al-Deen | Birke, Leykam, Panasenko | Caipilation 2 | Cashma Hoody | Chillin’ Visions #01 | Chokebore | Cigar Lounge Vol. 2 | Diane Craig | Charlie Daniels Band | Drum & Tribe Cyber Jam Vol. 3 | Earth, Wind & Fire | Electronic Beats 2 | Die fabelhafte Welt des Chanson | Antonio Farao | The Funky Lowlives | Darren Hayes | Hermosa | High Contrast | Joshua | Aynsley Lister | Lovefield Vol. 5 | Manumatei | Charlie Mariano | Roey Marquis II. | Musafir | Luka Neuser | Ohm-G | Laura Pausini | RAS | Jimmy Scott | The Seer | Tom Shaka | Snoek vs. Chestnutt | Maria Solheim | Stars Of Afro-Pop | Sunny Part II | Sutherland Brothers | Mike Tabor | The Timewriter | Trio Ivoire | Velvet | Witt | James Yorkston And The Athletes |

LAITH AL-DEEN
Melomanie
Epic/Sony
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"Melomanie" hat Schmusespezialist Laith Al-Deen sein zweites Album benannt. Natürlich handeln seine Texte hauptsächlich über die Liebe, aber Laith hat mit schwülstiger Gesangskunst wenig am Hut. Sein "deutschsprachiger Pop" ist intelligent konzipiert und wird erfreulicherweise auch durch Drum'n'Bass- und R&B-Elemente aufgelockert. Das sorgt dafür, dass man beim Hören der Platte nicht abstumpft, sondern den kleinen Geschichten von Laith gerne folgt. Anspieltipp ist das rockige und deshalb für Laith untypische "Keine Macht dieser Welt".
Simone Theobald


BIRKE/LEYKAM/PANASENKO
Act On Impulse
Frank Mark Arts
(CD über:
www.frank-mark-arts.com )
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Die musikalischen Freigeister Martin Birke , Roman Leykam  und Daniel Panasenko wagen auf dieser CD einen Klangausflug in die unbeschreiblichen Tiefen der subsonischen Soundskulpturen. Die 13 Tracks verfolgen kein bestimmtes Grundschema, sondern entstanden aus der Magie des Augenblicks und beruhen auf  dem absolut großartigen Improvisationsgefühl aller Beteiligten. Rhythmisch raffiniert und mit unbeschreiblichen Wendungen und Klangeinfällen ausgestattet, erzeugen Guitar-Synthesizer, midi-percussion, loops und etliches mehr einen wunderbaren Hypnotic-Code, der einen immer tiefer in die CD eintauchen lässt. So entsteht ein ebenso mystisches wie fesselndes Dehydrat aus Ambient, dubbigen Slo-Mo-Installationen, Gitarrenhooks, Tribal-Atmosphäre und Industrial-Momenten. Wer über einen Kopfhörer verfügt, sollte sich mal den ultradeepen Flow des 7 1/2 minütigen "Light Flooded Room" anhören. Prädikat: außergewöhnlich!
Rainer Guérich


CAIPILATION2
V.A.
Universal Music
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Zum Start der "Freiluftsaison" mit ihren coolen Gartenparties gibt es wie in jedem Jahr auch eine Menge Compilationen zum Abtanzen. Unser "Ohrenmerk" gilt diesen Monat der brandneuen Ausgabe der Caipilation-Reihe, die mit ihrem ersten Release bereits im vergangenen Sommer für entspannte Floorbeschallung sorgte. Namen wie De-Phazz, Mica, Helena, Fauna Flash und Boozoo Bajou stehen hier nur stellvertretend für insgesamt 14 heiße und relaxt-groovige Tracks, die zwischen Funk, Soul, Ambient, Dance und Lounge-Listening eine herrlich erfrischende Mischung bieten.
Simone Theobald


CASHMA HOODY
Hoodylicious
African Dance Records/Nova Media
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Als "Trippin' Rock Reggae" bezeichnen Cashma Hoody ihre groove-betonte, lebensfrohe Musikmixtur. Tatsächlich merkt man den 14 Stücken jederzeit an, dass hier ein siebenköpfiges Ensemble mit großer Spielfreude agiert. Natürlich kommt der Rhythmus hauptsächlich sonnengetränkt, dubbig und reggae-betont, aber die trippigen Keyboards und markigen Gitarrensounds führen den Reggae-Gedanken schon auf ein zeitgemäßeres Niveau. Ein verdammt fetter Groove-Cocktail, der nicht nur eine Herausforderung für  die Bassmembran jeder Lautsprecherbox ist, sondern auch Party-Feeling pur verbreitet. Leute, es wird wärmer, werdet "Hoodylicious"!
Duklas Frisch


CHILLIN VISION #01
V.A.
Coolmusic/edel
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Bevor uns die vorliegende CD in den Player segelte, gab's die ganze Geschichte bereits als DVD-Version mit coolen Videos zu sphärischem Geblubber und ambienten Synthie-Flächen. Nur das Tracklisting der Ambient-Lounge mit Künstlern wie Fly, Naiduna, FJS und Bit Art hat sich für den Audio-Dreher geändert. Jetzt gibt's also für die heimische Stereoanlage doch noch jede Menge pulsierender Dopebeats, Lounge-Feeling, Latin-Elemente, langgezogenes Fiepen und mentale Trance-Grooves. Bei soviel synthetischen Traumwelten fällt es einem nicht schwer, die Grenzen zwischen Raum und Zeit zu vergessen und sich einfach mit der Musik treiben zu lassen. Da werden ohne Probleme Bewusstsein und Herzklappen erweitert und man kommt zwangsläufig in einen halluzigenen Rausch. Der Flow stimmt und weist mit sanften Coolbeat-Passagen und ambient-abstrakten Klangskulpturen in eine rosarote Zukunft! Auf dem Bonus-CD-ROM-Part hat der User die Möglichkeit, in eine bemerkenswerte Welt aus Kunst und Videos abzutauchen.
Duklas Frisch


CHOKEBORE
It's A Miracle
Zomba
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Anhänger der Alternative- & College-Mucke werden bei dem neuen Album von Chokebore große Ohren machen, denn die Jungs aus L.A. haben sich nach ihrer "Black Black"-Tour hörbar weiterentwickelt. Nach dem Weggang von Drummer Mike Featherstone fand man in Christian Madrigal Izzo einen neuen/alten Drummer, der die Band 2 1/2 Jahre vorher verlassen hatte und nun wieder erneut einstieg. Zu ihrem typischen Gitarrensound gruppieren Chokebore in den 11 Songs diesmal auch Klavier und Akustikgitarre, was den Songs teilweise ein leicht melancholisch-nachdenkliches Flair verleiht. Instumentale Gewaltausbrüche sucht man auf "It's A Miracle" vergebens, alles wirkt geplanter, übersichtlicher und in seiner Wirkung trotzdem eindringlicher. Hier ist eine Band am Werk, die ihre Übungsbunker-Zeiten endgültig hinter sich hat und in Sachen anspruchsvollem Popsong ganz neue Wege beschreitet.
Fabian Hauck


CIGAR LOUNGE
Vol.2
ZYX Music
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Auch die zweite Ausgabe der ungemein erfolgreichen Compi-Serie "Cigar Lounge" steht wieder ganz im Zeichen lateinamerikanischer Musik in Verbindung mit modernen Strömungen zwischen House- & Club-Sound. Es ist der Zusammenarbeit mit der Cigarrenmarke AVO von Avo Uvezian zu verdanken, dass die Doppelrille nicht nur mit insgesamt 29 Tracks und einem phantastischen Digipack aufwarten kann, sondern im Booklet-Teil auch viel Interessantes über die Geschichte des Tabaks von Columbus bis in die Neuzeit erzählt wird. Musikalisch hält die Doppel-CD von Ella Fitzgerald über Flora Purim bis Cal Tjader so manches swingende Kleinod parat. Ein überaus erfrischender und groovender Schmauchgenuss!
Ute Bahn


DIANE CRAIG
Fortunes Told
Cora Zong Records/Bellaphon
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Hervorgegangen aus der Nashville-Bluebird-Café-Szene steht Diane Craig in der Tradition von Interpretinnen wie Claire Lynch oder Alison Krauss. Mit "Fortunes Told" stellt sie ihre brandneue Scheibe nun auch hierzulande vor und nimmt uns mit auf eine Reise durch den Mittleren Westen der USA bis hinunter in den tiefen Süden Alabamas, wo ihr Album in Huntsville eingespielt wurde. Hier, in ihrer Geburtsstadt, hat Diane mit einer handverlesenen Crew erstklassiger Szene-Musiker ein Album eingespielt, das jeden Bluegrass-Fan begeistern dürfte. Ob romantische Ballade, staubtrockener Highway-Country oder speedige Hillbilly-Nummer, Diane Craig ist in jedem Metier zuhause und brennt ein musikalisches Ideenfeuerwerk zwischen Tradition und Moderne ab.
Ute Bahn


CHARLIE DANIELS BAND
The Ultimate
Epic/Sony
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Bekannt wurde Fiddle-Spieler Charlie Daniels durch seine Mitwirkung auf Bob Dylans Meilenstein "Nashville Skyline". Diese Doppel-CD mit Aufnahmen von 1973 bis 1996 gibt einen sehr schönen Überblick über das kreative Schaffen von Charlie Daniels und seiner Band. Country meets Bluegrass und Hillbilly. Die Auswahl featured Single-Hits, Albentracks und den Bandklassiker "The Devil Went Down To Georgia".
Bernd Lorcher

 


DRUM & TRIBE CYBER JAM VOL.3
Oriental Breakbeats
Black Flame/Zomba
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Nach den African- und Asian-Breakbeats befasst sich die dritte Drum & Tribe-Compi mit den orientalischen Einflüssen auf die Dancekultur. DJ Genetic Drugs hat die Tracks von einer hochinteressanten Auswahl von Künstlern aus Nordafrika, der Türkei und dem mittleren Osten gegenübergestellt/gemixt und mit eigenen Tracks (feat. Jasmon bzw. The Rootsman) ergänzt. Besonders hörenswert sind u.a. Kabul Workshop (Trigana Remix), Gnawa Impulse (Lahillah Express) und Momo (Digital Garab-Ministry Of Bullshit). Wer also wissen möchte, wie spannend die orientalische  Musik in Verbindung mit zeitgemäßen Danceelementen klingen kann, sollte sich diese CD unbedingt zulegen.
Ute Bahn


EARTH, WIND & FIRE
That's The Way Of The World: Alive In 1975
Columbia/Sony
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Sehr schönes Livealbum aus der Blütezeit von Earth, Wind & Fire, mitgeschnitten auf der 75er US-Tour. Die 11 Tracks wurden digital remastered und wurden bisher noch nicht veröffentlicht. Soul, Funk und R&B satt, natürlich inklusive "Shining Star" und dem fast achtminütigen "Sun Goddess", featuring special guest Ramsey Lewis.
Duklas Frisch


ELECTRONIC BEATS 2
V.A.
Coolmusic/edel
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Nicht erst seit der regelmäßigen Sendung "Electronic Beats" auf VIVA ist die Welt der synthetischen Klänge in aller Munde und angesagt wie selten zuvor. Auch auf den internationalen Dancefloors haben Synthie-Sound, Electro-Loops und Lounge-Listening Einzug gehalten. Ob beim gepflegten Abtanzen oder beim anschließenden Chill-Out - Electronic Beats bereiten einfach angenehme Kurzweil. Als musikalische Retrospektive des Electronic-Festivals geht die vorliegende Compi-Serie aus dem Hause Coolmusic in die 2. Runde und gibt mal wieder einen fachmännischen Einblick in die angesagte Electro-Szene. Namen wie Fly, M.One, FJS, Raman, Bit Art und Damudi laden zu einem energiereichen Trip durch  ausgedehnte E-Bass-Passagen, deftige Trommelgewitter und hypnotische Endlos-Loops ein. Bei diesen durchgängig perfekt programmierten Beat-Attacken und flächig-treibenden House-Groovern bleibt man gerne noch etwas länger unter den Stroboskopen! Außerdem gibt's auf dem Dreher noch einen überaus stimulierenden, fast fünfminütigen DVD-Track.
Frank Zöllner


DIE FABELHAFTE WELT DES CHANSONS
V.A.
Universal
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Braucht das französische Chanson, das Lied der tausend Gefühle, eigentlich so etwas wie eine Renaissance? Ich glaube nicht. Trotzdem hat der Kinofilm "Die fabelhafte Welt der Amélie" vielleicht einige Zuschauer wieder auf den Geschmack des Chansons gebracht. Für alle, die das Chanson erst neu entdecken, aber auch für alle, die schon seit vielen Jahren begeisterte Fans des gesungenen "Savoir Vivre" sind, gibt es mit der vorliegenden Compi einen schönen Querschnitt durch das französische Chanson der letzten 60 Jahre. Namen wie Maurice Chevalier, Yves Montand, Edith Piaf, Juliette Gréco und Charles Trenet stehen für sich und bezaubern uns mit einer Auswahl bekannter Melodien. Als Bonus gibt es noch Bourvils' "Chanson Anglaise", das bisher noch nie auf CD erschienen ist.
Ute Bahn


ANTONIO FARAÒ
Next Stories
Enja Records
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Antonio Faraò, Italiens hoffnungsvollster Jazzpianist, legt mit "Next Stories" sein bisher bestes Album vor. Antonio, der von seiner Spielweise desöfteren mit McCoy Tyner und Herbie Hancock verglichen wird, spielt in den 9 Tracks mit unglaublichem Tastenfeingefühl. Seine drei Mitstreiter Ed Howard (bass), Gene Jackson (drums) und Pibo Marquez (percussion) scheint das jedenfalls angespornt zu haben. Die Vier spielen sich kongenial die Spielbälle zu. Beseelter Piano-Jazz mit Weltklasseformat!
Bernd Lorcher


THE FUNKY LOWLIVES
Cartouche
Stereo Deluxe/SPV
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Die beiden Londoner DJs Jon K. Whitehouse und Gary Danks legen nach diversen Remixarbeiten und 12‚‚ Maxies ihr Debütalbum vor. Die 10 Tracks von "Cartouche" kommen ungeheuer entspannt aus den Boxen. Der Opener "Saturn Return" klingt jazzy und versprüht mit seinen Percussionbeats und dem weiblichen Backgesang leichtes Latinflair. In "Berceuse" treffen reale Schlagzeug-Läufe auf munter zirpende Elektronika. The Funky Lowlives lassen sich nicht auf eine Stilschublade festlegen, denn auch HipHop-Flow, Funky-Feeling und Folk-Gesang durchströmen die abwechslungsreichen Klangmuster, die verdammt cool daherkommen. Um die Schönheit der ganzen Platte zu fassen, sind mehrere Hördurchläufe nötig.
DJ Snowy


DARREN HAYES
Spin
Columbia/Sony
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Die Singleauskopplung seiner ersten Solo-Scheibe "Insatiable" feiert in den Charts bereits wahre Triumphe. Dennoch ist den meisten der Name des gebürtigen Australiers noch weitgehend unbekannt. Darren Hayes heißt der talentierte Singer/Songwriter, der seine profunden Kenntnisse bereits bei dem Erfolgsduo Savage Garden (an der Seite von Daniel Jones) mit Songs wie "Truly Madly Deeply" und "I Want You" unter Beweis stellen konnte. Innerhalb von vier Jahren (solange dauerte ihre Zusammenarbeit) verkaufte sich allein ihr '99er Debüt-Album über 20 millionenmal. Ein Erfolg, an den Darren mit seiner ersten Solo-Scheibe "Spin" anknüpfen will. Der Mix  aus abgeklärtem Popsong, lässiger Soulnummer und verzauberter Ballade lässt in keiner Minute Langeweile aufkommen.
Simone Theobald


HERMOSA
Coming Home
Blue Flame/Zomba
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Hinter Hermosa verbergen sich die amerikanische Soulsängerin Soleil Niklasson und die beiden Gitarristen Jörg Matzke und Martin Weiss. Allerdings fanden sich zur Aufnahme dieser CD im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg auch eine Vielzahl weiterer Gäste ein, um alle möglichen instrumentalen Kombinationsmöglichkeiten (u.a. Saxophon, Mundharmonika) der starken Stimme von Soleil auszuprobieren. Die schwarze Sängerin untermauert ihr gesangliches Talent, das in perkussiven, poppigen  und jazzigen Nummern ebenso gut rüberkommt wie im latin-liken "Paradise", bei dem die Akustikgitarren wunderbar leicht perlen. Audiophiles Klangbild!
Bernd Lorcher


HIGH CONTRAST
True Colours
Hospital/PP Sales
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High Contrast heißt mit bürgerlichem Namen Lincoln Barrett und ist in der Cardiff-Szene einer der bekanntesten Drum&Bass-Protagonisten. Sein besonderer Stil, der Elemente aus DeepJazz, Garage, Disco, House und Ambient aufnimmt, hat in den letzten Jahren die Szene maßgeblich mitbeeinflusst und neue Standards gesetzt. Als Producer, Remixer und DJ hat High Contrast auch immer wieder "Genre fremde" Musikstücke bearbeitet und für die unterschiedlichsten Künstler remixt. Auf der vorliegenden Doppel-Rille hingegen begegnen wir ausschließlich Kompositionen von Meister High Contrast selbst. Dabei konzentriert sich Dreher Nr. 1 eher auf experimentierfreudige und ausgefallene Tracks, während die zweite Mix-Scheibe mit harten D'n'B-Licks dann doch die nebeldurchfluteten Floors bedient.
Siggi Mayen


JOSHUA
Singing To Your Subconscious
Defiance/Zomba
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Mit "Singing To Your Subconscious" legt der New Yorker Vierer um Frontmann Dan Coutant nicht nur seinen zweiten brandneuen Dreher vor, sondern zeigt sich auch musikalisch ausbalancierter und gefestigter. Immer noch stehen fantastische Gitarrensongs mit reichlich Romantik und Melancholie im Vordergrund, aber den weinerlichen Tenor früherer Alben haben Joshua Gott sei Dank über Bord geworfen. Zurückgeblieben ist eine musikalische Besinnung auf das Wesentliche, puristische Instrumentierung und ein abgeklärter Sound zwischen College, Alternative und sehr viel Akustik-Gitarre. Dazu natürlich ein erstklassiges Songwriting, nicht zu vergessen die außergewöhnliche Stimme von Dan Coutant!
Yasmin Schmidt


AYNSLEY LISTER
Supakev n Pilchards
Ruf Records/in-akustik
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Da legt uns der blutjunge Blueser wirklich eine außergewöhnliche Live-Scheibe vor, die er im vergangenen Jahr im South Parade Pier/Southsea in England eingespielt hat. Das Besondere an diesem Live-Gig war die Tatsache, dass Aynsley mutterseelenallein, nur mit seiner Gitarre, einer Stompboy und einem Mikro bewaffnet, die Bühne enterte und einige der besten Bluesklassiker in ursprünglicher und rootsiger Art zum Besten gab. Ganz ohne Band hat sich Aynsley auf das Wesentliche konzentriert und Klassiker wie Hookers "Mad Man Blues", "Thougher Than Tough" von J. Witherspoon und natürlich einige Songs des legendären Robert Johnson intoniert. Spätestens nach dem ersten Song ist man tief im Blues-Feeling, legt sich relaxt zurück und lauscht Mr. Lister und seiner einzigartigen Grifftechnik.
Fabian Hauck


LOVEFIELD
Vol. 5
Free Form/Nova Media
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Vom 18. bis 21. Juli findet zwischen Hamburg und Bremen zum siebten Mal das Lovefield-Festival statt. Mehr als 80 Acts präsentieren das Feinste, was man zwischen Electronic, Psy-Trance, Techno, House, Nu Jazz etc. hören kann. Selbstverständlich gibt es zu diesem Anlass auch einen Sampler, mit dem man sich schon mal auf die Performances von Künstlern wie Deep-Dive-Corp., DJ Nukem, Sci-Fi-High u.v.m. seelisch und moralisch vorbereiten kann.
Rainer Guérich

 


MANUMATEI
Manumatei
Four Music/Sony
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Debütscheibe der beiden rumänischen Gebrüder Manu und Matei, die bereits im August letzten Jahres ihre vielbeachtete Single "Schau mich an" veröffentlichten. Musikalisch ist der sehr wohlklingende Flow aus Soul- und Jazz-Zitaten sehr ansprechend, der etwas mundfaule Gesang in deutscher Sprache ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Hört am besten selbst mal rein.
Simone Theobald

 


CHARLIE MARIANO
Deep In A Dream
Enja Records
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Altsaxophonist Charlie Mariano hat in der Vergangenheit immer wieder durch seine Stiloffenheit und Experimentierfreude beeindruckt, die ihn auch orientalische und indische Soundelemente in seine Jazz-Fusions integrieren ließ. Auf seiner neuesten Einspielung aber geht Mariano sozusagen zurück zu seinen Wurzeln und widmet sich in 10 wunderschönen Songs seiner großen Liebe, der Jazz-Ballade. Dabei greift er hauptsächlich auf Jazz-Standards von Rodgers&Hart, Van Heusen, Ray Noble und einer phantastischen Klassik-Bearbeitung von Franz Lehár zurück. Marianos einzigartiges Saxophonspiel entfacht hierbei neues Feuer, sorgt für einen durchwegs samtenen Klang und geradezu bluesige Momente. Eine dicke Empfehlung!
Frank Zöllner


ROEY MARQUIS II.
Herzessenz
BMG Köln
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Calogero Randazzo aka Roey Marquis, 1971 in Frankfurt geboren und in der Musikszene der Multi-Kulti-Stadt groß geworden, gehört zu den angesagtesten Produzenten der deutschsprachigen HipHop-&Rap-Szene. Nach ungezählten Projekten&Live-Events, die Roey bis nach New York und Tokio führten, legte der Vollblut-HipHopper mit "Mingus" (2000) sein erstes Soloalbum vor. Bereits damals konnte der Fader&Produzent auf seinen riesigen Bekanntenkreis in der deutschen Rap-Szene zurückgreifen. Seine neueste Arbeit "Herzessenz" steht genau in dieser Tradition und funktioniert bestens als Best-Of-Compi der deutschen HipHop-Szene: Creutzfeld & Jakob, Blumentopf, Curse, Kool Savas, Twister u.v.a. Die 20 Tracks führen uns unterhaltsam und voll trendy durch die aktuelle Spokenword-Szene.
Fabian Hauck


MUSAFIR
Barsaat
Blue Flame/Zomba
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Maßgeblicher Kopf von Musafir ist der in Paris lebende Komponist und Tabla-Spieler Hameed Khan. Er und sein Ensemble (zu dem auch Tänzerinnen und Fakire gehören) sind musikalisch in der Tradition der "Sapera", der Zigeuner Rajastans, verwurzelt. Das Klangresultat ist atemberaubend. Verschiedenste Instrumente wie Maultrommel, Tablas, Dholak, Bendir und Sarangi verbinden sich auf "Barsaat" (bedeutet soviel wie "Regen für die Wüste Rajastans")  mit traditionellen Rhythmen und Gesängen zu pittoresken Arrangements. In dem Stück "Ali Mullah" gibt es zudem einen sehr gelungenen Gastauftritt der Gruppe Transglobal Underground feat. Natacha Atlas.
Ute Bahn


LUKA NEUSER
Luka Neuser
EMI
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Es gibt nicht viele deutschsprachige Künstler, die solch ein Debütalbum wie Luka Neuser wagen würden. Neuser, der gerne mit Metaphern ("Ich schenk‚ dir die Sonne") arbeitet, ist ebenso Philosoph, wie das Herz eines echten Rebellen in ihm schlägt. So bieten die 12 Songs die gesamte emotionale Bandbreite, die mal zuckersanft, mal tierisch rockend mit noisigen Gitarrenwänden und eingeworfenen Keys ("Normal") umgesetzt werden. Auf jeden Fall weitaus authentischer als Bands wie Echt.
Simone Theobald


OHM-G
Pop-Art
Blue Flame/Zomba
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Mmmmh... Ich gleite gerade in eine Wanne wohl temperierter Lounge-Grooves. Mit seiner zweiten CD "Pop-Art" ist dem aus der Electronic-Szene stammenden Ohm-G aka. Olaf Gutbrod echt ein guter Wurf gelungen. 11 Songs finden sich auf der auch vom Coverartwork sehr hübsch arrangierten Scheibe. Die einzelnen Kompositionen klingen im Umfeld von Ambient, Electronica, Drum'n'Bass äußerst  deep und groovy. Erfreulicherweise wurden sie auch durch stimulierende Vocalstimmen (u.a. Sängerin Nera in dem souligen "Bright Light" und dem fließenden "Electric Emotion") ergänzt. "Pop-Art" ist definitiv Musik für den Kopf, Bauch und Seele. Die entspannten Rhythmus-Konfigurationen erreichen sehr charmant das Ohr des Hörers und laden dazu ein, den Alltagstrott zu vergessen. Lounge-Music auf ganz hohem Niveau mit meinen weiteren Anspieltipps "Master Of Ceremony" und dem orientalischen Schlenker "Indian Zamba". Meine Empfehlung des Monats!
Rainer Guérich


LAURA PAUSINI
The Best Of...
eastwest
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Seit ihrem Auftritt beim Songfestival 1993 in San Remo, das der damals 18jährigen einen Überraschungssieg bescherte, hat Laura Pausini über 16 Millionen Tonträger verkauft. Bei ihren in der Regel sehr gefühlvoll vorgetragenen Balladen und Popsongs denkt man sofort an romantische Abende zu zweit, an Kerzenschein und ein warmes Kaminfeuer. Doch die Italienerin kann auch anders, wie sie auf der jetzt vorliegenden Best-Of-Rille eindrucksvoll unter Beweis stellt. Da sind Ausflüge in Jazzgefilde ebenso an der Tagesordnung wie pulsierende Latin-Grooves, Soul-Feeling oder eingängige Pop-Rhythmen. Noch für dieses Jahr hat Laura ihr erstes Album in englischer Sprache angekündigt, um auch über dem großen Teich bestehen zu können.
Simone Theobald


RAS
Rhythmic Altered State
Best Seven Rec./Zomba
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Robert Galic aka Ras ist in der Bankenmetropole Frankfurt aufgewachsen. Schon früh entdeckte er die "Schwarze Musik" für sich und lernte typische Percussion-Instrumente wie Djambe und Congas spielen. Er wurde von den afrikanischen Rhythmen des Griot ebenso beeinflusst wie durch moderne HipHop-Strömungen. Dementsprechend klingt seine Debütarbeit für das Berliner Label Sonar Kollektiv. Afrikanische Rhythmusstrukturen, Reggae, Drum'n' Bass, HipHop, Jazz, Soul, Lounge und elektronischer Almanach geben dem Begriff "Vielfalt" eine neue Bedeutung.
Simone Theobald


JIMMY SCOTT
But Beautiful
Milestone/ZYX Music
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In den 40ern gehörte Jimmy Scott zu den gefragtesten männlichen Sängern des Jazz. Die unvergessenen Billie Holiday bezeichnete ihn sogar als ihren Lieblingssänger. Dann wurde es ruhig um den Vollblutjazzer. Es ist dem Produzenten Todd Barkan zu verdanken, dass die unvergleichliche Stimme von Mr. Scott jetzt wieder auf die Bühnen der Welt zurückgekehrt ist. Mit "But Beautiful" legt der 1925 in Cleveland/Ohio geborene Crooner nach "Mood Indigo" und "Over The Rainbow" bereits sein drittes "Comeback-Album" vor und begeistert mit erfrischend kurzweiligen Interpretationen relaxter Jazz-Songs. Auch die hochkarätige Begleit-Crew mit Größen wie Wynton Marsalis, Joe Beck, George Mraz und Freddy Cole macht diese Aufnahme zu etwas wirklich Besonderem.
Ute Bahn


THE SEER
Rise
Point Music
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Musikalisch sind The Seer irgendwo zwischen Big Country, den Levellers und Runrig anzusiedeln. Dennoch hat die Band seit ihrem ersten Album "Across The Border" (1995) durchaus eine eigene Handschrift entwickelt. Nachzuhören auf ihrer neuen CD "Rise", die mit wunderbarem Klang, stimmigen Arrangements und dem Gespür für federleichten Folkrock-Appeal mit Briteinschlag zu begeistern weiß. Leicht angeraute Sounds wie beispielsweise im Titelstück lockern die Platte zusätzlich auf. Bestes Stück der CD ist zweifellos das ohrgängige "Turn", bei dem wunderbar melancholische Momente vorkommen. Auf Konzerten sicherlich ein Feuerzeug-Schnipper!
Bernd Lorcher


TOM SHAKA
Bless My Soul
Acoustic Music/ZOMBA
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Wieder mal eine sehr schöne Akustik-Blues-Scheibe von Tom Shaka, der mit seinem traditionsverbundenen Style die Fans seit 30 Jahren on the road versorgt. Für "Bless My Soul" mimt Tom einmal mehr den genialen Alleinunterhalter. Er intoniert Songs von Taj Mahal, Muddy Waters ("You Gonna Miss Me") und Howlin Wolf und überzeugt mit prickelnder Akustikgitarre genauso wie mit Mandoline, Rack-Harp, Handclaps, Fingersnaps, whatever... Ein Muss für traditionsverbundene Bluesfreunde!
Bernd Lorcher


SNOEK VS. CHESTNUT
Snoek versus Chestnut
Overstolz/Indigo
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Zumindest musikalisch hat der 1980 in Hamburg geborene Producer& Remixer eine gespaltene Persönlichkeit. Die Rede ist von Albert Gabriel, bekannt unter den Pseudonymen DJ Chestnut und ARJ Snoek. Bei ihm treffen musikalische Welten zusammen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während DJ Chestnut für HipHop steht und die Turntables rotieren lässt, lädt ARJ Snoek mit housigen Beats und synthetischen Flächen zum Abtanzen unter die Stroboskope. Auf vorliegender Scheibe hat sich der vielbeschäftigte Producer vorgenommen, seine beiden Alter Egos einmal gegeneinander antreten zu lassen. Das Ergebnis ist einzigartig und hinterlässt in den 16 Tracks, auch dank einiger angesagter Gastmusiker (u.a. Sékou) einen nachhaltigen Eindruck.
Fabian Hauck


MARIA SOLHEIM
Barefoot
Strange Ways/Indigo
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"Zum Verlieben schön!" beschreibt das Presse-Info das Debüt der gerade mal 18jährigen Newcomerin aus Norwegen. Tatsächlich ziehen einen die ungemein dynamischen und spröden Arrangements von Maria Solheim sofort  in ihren Bann. In kurzen und prägnanten Songs erzählt Maria Geschichten aus dem Alltag, über Sehnsucht, Beziehungsstress und die Hoffnung auf eine große Liebe. Das Ganze setzt sie in einer Mischung aus ursprünglichem Folk, Pop&Rock und Alternative-Sound in Szene. Entstanden ist so ein großartiges Singer/Songwriter-Album, das sich durch betörende Einfachheit und Direktheit auszeichnet.
Frank Zöllner


STARS OF AFRO-POP
V.A.
MIKE TABOR
Jewish Soul
Beide CDs: ARC Music
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Zwei interessante CDs erscheinen diesen Monat auf dem World- und Folk Music-Label ARC. "Stars Of Afro-Pop" bietet einen sehr schönen Überblick über afrikanische Künstler, die in ihre Musik auch westliche Stilelemente einfließen lassen. Zu den Highlights zählen hierzu insbesondere Youssou N'Dour ("Djamil"), Manu Dibango ("Abelley Sphere") und Papa Wemba ("M'Fono Yami"). Sänger, Violinist und Bouzouki-Spieler Mike Tabor nimmt sich auf "Jewish Soul" der Interpretation von traditionellen jüdischen Liedern an, die zum Teil mehr als 200 Jahre alt sind. Die religiösen Lieder, die zum Teil auf uralte Hirtenmelodien basieren, sind emotional und tief empfunden. Wer sich mit ihnen eingehender beschäftigt, wird die jiddische Musikkultur von einer neuen Seite kennenlernen.
Ute Bahn


SUNNY
Part II
Roof-Trocadero/Indigo
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Neben dem Beatles-Klassiker "Yesterday" gehört der Song von Bobby Hebb zu den meist gecoverten Songs des 20. Jahrhunderts. Nachweislich wurde der Song mindestens 400mal interpretiert. Zugegeben  denkt man sich, dass eine Scheibe ziemlich langweilig sein muss, wenn tatsächlich immer nur ein einziger Song gespielt wird. Doch nicht so bei Interpreten wie  Les McCann, Shirley Bassey, Ella Fitzgerald,Marvin Gaye und Paul Kuhn (mit seiner rein instrumentalen Bearbeitung). Besonders extraterristisch wirken auch die herzerweichenden Vocals von Leonard "Mr. Spock" Nimoy!
Simone Theobald


SUTHERLAND BROTHERS
The Best Of
Columbia/Sony
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Mitte der 70iger Jahre schafften die Gebrüder Iain und Gavin Sutherland mit "Arms Of Mary" ihren Durchbruch. Aber auch als Songwriterteam waren die Beiden äußerst erfolgreich. So schrieben sie für Rod Stewart den Smasher "Sailing". Die Songauswahl dieser CD beinhaltet Aufnahmen der Sutherland Brothers (inkl. dem Original von "Sailing"), dokumentiert aber auch Tracks mit der schottischen Rockformation Quiver, mit denen sich Iain und Gavin ab 1973 zusammenschlossen.
Bernd Lorcher


THE TIMEWRITER
Diary Of A Lonely Sailor
Plasticcity/Intergroove
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Vier Jahre mussten wir auf eine  neue Scheibe des House-Spezialisten The Timewriter aka JFC warten. Dabei scheint dem Produzenten&DJ die selbst auferlegte Auszeit hörbar gut getan zu haben, denn Timewriter überrascht mit 15 brandneuen Tracks, die jeden Dancefloor in einen Hexenkessel verwandeln. Sehr deep und mit reichlich synthetischen Flächen ausgestattet, bewegt sich der Houser diesmal im Spannungsfeld zwischen harten Techno-Loops, massiven Breaks und exquisitem Party-House. Ein Sound, der Beine und Kopf gleichermaßen anspricht.
Siggi Mayen


TRIO IVOIRE
Trio Ivoire
Enja Records
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Freunde moderner Jazzmusik, die auch mal fremden und ungewöhnlichen Klangornamenten gegenüber aufgeschlossen sind, werden sich auf der selbstbetitelten Debütarbeit von Trio Ivoire gleich heimisch fühlen. Hier versuchen nämlich der afrikanische Balafon-Spieler Aly Keita gemeinsam mit Hans Lüdemann (piano) und Steve Argüelles (drums) eine experimentelle Synthese aus typischer afrikanischer Polyrhythmik, amerikanischen Jazzlines und Klassikelementen zu einer konzeptionellen Einheit zusammenzuführen. Dabei entsteht mehr als nur die typische Jazz meets Worldmusic-Scheibe. Auf "Trio Ivoire" entstehen ganz neue musikalische Perspektiven und rhythmische Feuer, die mit durchdachten Spielereien, luftiger Jazzyness und einer groovenden Oberfläche begeistern.
Frank Zöllner


VELVET
Versomarte
Staccato/Alive
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Wer in den letzten Wochen ein aufmerksames Auge auf Airplay- &Media-Control-Charts geworfen hat, dem wird der Namen Velvet ganz zwangsläufig untergekommen sein, denn die 1998 in Rom gegründete Boygroup erlebt momentan das Phänomen des "Shooting Stars". Mit eingängigen Poplines wie in Songs wie "Tokyo Eyes", "Nascostro Dietro Un Vetro" und "Boyband" haben Pier, Gianka, Poffy und Ale in den letzten Monaten in fast ganz Europa die Charts geentert und auch bei einigen Live-Acts die Fans begeistert. Ihre Songs leben von der Unkompliziertheit moderner und schneller Rhythmen. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um filigranen Power-Pop, ergreifende Romantik oder einfach nur um einen Gute-Laune-Fetenhit handelt.
Frank Zöllner


WITT
Eisenherz
Sony
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Auf seiner brandneuen Einspielung kombiniert Joachim Witt zu seinen gewohnt düsteren & speedigen Rockstatements noch eine nicht geringe Dosis Industrial und Dance-Rhythmen. So sind seine neuen Songs nicht nur für die wartende "Eisenfraktion" wieder einmal die Offenbarung, auch Tanzfetischisten und Stroboskopanhänger kommen bei "Eisenherz" auf ihre Kosten. Nur bei Songs wie "Fliegen", der an einstige Hitparaden-Erfolge erinnert und mit zückersüßen Popmelodien aufwartet, kann ich Herrn Witt nicht ganz folgen.
Simone Theobald


JAMES YORKSTON AND THE ATHLETES
Moving Up Country
Domino/Zomba
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Es gibt ihn also doch noch, den "guten alten Folkbarden", der, nur mit seiner Akustik-Klampfe bewaffnet, seine Geschichten über das Leben, Land und Leute zum Besten gibt. Die Rede ist von James Yorkston, einem Singer/Songwriter aus irgendeiner kleinen Stadt in England, der mit "Moving Up Country" sein Debüt vorlegt und sich direkt in die Herzen der Zuhörer hineinspielt. Vollkommen unkompliziert und relaxt serviert uns James zehn Songs im weiten Feld zwischen Country, Folk, Pop und gelegentlichen Anleihen aus der irischen Folklore. Er arbeitet dabei mit möglichst spartanischer Instrumentierung, bestehend aus Gitarre, Drums, Fiddle und Banjo. Ein akustisches Flair, wie man es nur sehr selten zu hören bekommt.
Ute Bahn


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