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JUNI/JULI 2003
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Home | inMusic - da ist Musik drin!


@@@@@@ überragend
@@@@@ sehr gut
@@@@ gut
@@@ durchschnittlich
@@ mäßig
@ schlecht

Alquimia | Autoform | Beat'n'Blow | Peter Bruntnell | Cafe De Luna | Camouflage | Karin Clercq | Al Cohn meets Al Parcino | Steve Coleman | The Crusaders | Don Shiva | Dwele | EMO | Fern Knight | Friedemann | Front 242 | Gare Du Nord | The Great Stupa | Steve Hackett | Gordon Haskell | Hidalgo | Hypnogaja | The Jayhawks | Toshiyasu Kagami | Kopfhörer | Dieter Kropp | Paul Kuhn | K 7150 | Patty Larkin | Leme | Christina Lux | Lenny Mac Dowell | Midnite Hour | The Monochords | Miucha | Nersoton | Paine | The Rembrandts | Die Springer | Barbara Thompson | Tiger Willi | David Todoran | Boubacar Traore | Rick Vito | Michael Weston King | Wackside | Willkommen zuhause Laika |

ALQUIMIA
Angaelic Voices
Prudence/Zomba
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Mit „Angaelic Voices“  unternimmt die mexikanische Ausnahme-Sängerin und Komponistin einen herrlichen Ausflug in die angelsächsische Musik-Tradition ihrer Wahlheimat England, wobei Alquimia ganz bewusst die alten Rhythmen und Melodien mit modernstem Equipment in Szene setzt. Sie arbeitet in ihren Texten mit der gälischen, englischen, lateinischen und katalanischen Sprache und lädt uns so mit Dudelsack, Whistle und ihren feingesponnenen Elfen-Vocals auf eine kulturelle Reise in vergangene Tage ein.
Fabian Hauck


AUTOFORM
Dualsystem
Fliesskoma/Soulfood
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Eine CD für die Freunde intelligenter und fetter Elektroniksounds! Hinter Autoform verbirgt sich Soundtüftler Karl Kimmerl, der für „Dualsystem“ mit der Musiksoftware seines Rechners so einiges angestellt hat. Blinkende, bleepende und tuckernde Sequenzen nehmen ungewohnte Wendungen, treffen Stimmsamples, verbinden sich, werden zerpfügt, klingen maschinoid, erzeugen Fehlercodes oder einfach nur irrwitzige Hüllkurven. Beim Hördurchlauf von „Dualsystem“ kann hinter jedem Loop und Beat eine unerwartete Überraschung lauern. Hört euch mal „Headbones“ und „Browse My Mind“ an. Eine CD, die der Elektronikszene wichtige Impulse geben kann!
Duklas Frisch



BEAT’N’BLOW
Time
Traumton/Indigo
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Die Berliner Horn Section Beat‘n Blow ist seit Jahren eine feste Institution in der Hauptstadt. Mit „Time“(Traumton/Indigo) geht zwar jetzt bereits ihr 3. Output an den Start, allerdings wurden die ersten beiden Dreher noch in Eigenregie vertrieben und erfreuten sich keiner besonders großen Resonanz. Mit der vorliegenden Scheibe wird sich dies, da bin ich mir 100pro sicher, ändern. Beat‘n Blow legen hier einen funkig-groovenden R&B-Cocktail vor, der vom ersten Akkord an begeistert. Heiße Hornsections in Kombination mit coolen Frauenvocals (u.a. von Kati Schifkowsik und Jaqueline Boulander) machen den Dreher zu einem knackigen Funk&Brass-Erlebnis, das sich unwiderstehlich in die Gehörgänge bohrt. Anspieltipp: Die coole Coverbearbeitung von Stevie Wonder‘s „Superstition“!
Frank Zöllner



PETER BRUNTNELL
Ends Of The Earth
Loose Music
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In seiner englischen Heimat wird Peter Bruntnell zur Garde der „New Singer-Songwriter“ gerechnet. In deutschen Landen zählt der Berufs-Melancholiker noch eher zur Sparte „Neuentdeckung“, was sich mit seiner vorliegenden 4. Arbeit „Ends Of The Earth“ allerdings schlagartig ändern könnte. In den 10 Songs gelingt es Mr. Bruntnell zusammen mit gestandenen Studiomusikern wie James Walbourne (guitar), Peter Noone (bass) und Eric Heywood(pedal steel guitar) besten amerikanischen Folk & Country abzuliefern. Ruhige, gefühlsechte und erdverbundene Melodien zeichnen das Album aus und setzen neue Maßstäbe in Sachen Harmonielehre in Verbindung mit kraftvollem und dennoch einfühlsamem Akustik-Folk!
Bernd Lorcher


CAFE DE LUNA
V.A.
Prudence/Zomba
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Das Presse-Info der vorliegenden Compi verspricht dem Hörer eine bisher noch nie dagewesene Mischung aus entspannter Lounge-Musik und visionären Sphärenklängen und sagt dabei ein faszinierendes Hörerlebnis voraus. Ob dem letztendlich so ist, muss jeder Hörer für sich entscheiden, für mich allerdings klingen die von DJ Planet Moon in Szene gesetzten Tracks (u.a. mit Ginkgo Garden, Peter Mergener, Roedelius und Roykey) nicht besonders trendy. Es sind zwar jede Menge spacig-melodischer Ambientklänge angesagt und ihre Mischung mit straighter House&Club-Kost ist eigentlch auch gut gelungen, aber der großangekündigte Wurf ist das nun auch wieder nicht! Solide Lounge-Music ohne Höhen und Tiefen.
Frank Zöllner


CAMOUFLAGE
Sensor
Polydor/Universal
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Eigentlich wurde vor gut drei Jahren das neue Millennium eingeläutet, und die Zeit der großen Synthie-Pop-Bands sollte hinter uns liegen, sieht man einmal von gelegentlichen Derivaten ab, die sich unter den Stroboskopen tummeln. Jetzt ist mir allerdings die brandneue Scheibe von Camouflage auf den Schreibtisch geflattert, und bereits beim ersten Reinskippen bin ich zurück in den guten alten ‘80ern! Marcus, Heiko und Oliver sind sogar in Originalbesetzung angetreten und zeigen sich zum 20jährigen Bandjubiläum aufgeräumt und ideenreich. Die Elektronik-Waver schippern im Fahrwasser früherer Erfolge wie „The Great Commandment“ oder „Stranger‘s Thoughts“, was den neuen Songs allerdings bestens zu Gesicht steht. Relaxte Beats, fein gesponnene Soundscapes und soulige Background-Vocals machen „Sensor“ zu einem echten Schnäppchen für jeden Synthiepopper!
Frank Zöllner


KARIN CLERCQ
Femme X
PIAS/Zomba
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Gäbe es Punkte für das schönste Booklet, so würde ich „Femme X“ ganz sicher mit 5 Points bedenken. So extravagant, sinnlich und verspielt kommt die kleine Textbeilage von Karin Clercq‘s Debüt-Scheibe daher. Was die Musik angeht, so war ich mir nach den ersten beiden Songs fast sicher: Das klingt alles gleich, irgendwie nach franzöisches Chanson und Singer/Songwriterin. Aber weit gefehlt! Karin, die im Hauptberuf eigentlich Schauspielerin ist, hat mit dem bretonischen Produzenten, Musiker und Komponisten Guillaume Jouan einen kongenialen Partner gefunden, der ihre oft versponnenen und sehr persönlichen Geschichten in das passende musikalische Spannungsfeld brachte. Entstanden ist so mehr als nur eine Sammlung französischer Chansons mit Modern-Pop-Charakter, nämlichein vielschichtiges, bewegendes und sinnliches Album mit feinmodulierten Melodien, das seinen bittersüßen Charme erst nach mehrmaligem Hören versprüht!
Ute Bahn



AL COHN MEETS AL PARDINO
Live at the Club „Jubez“ in Karlsruhe
Organic Music/Fenn
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Mit der vorliegenden Scheibe bringt Organic-Music eine Perle des Bigband-Jazz, die in den Archiven zu verstauben drohte, wieder zum Glänzen. Mitgeschnitten wurde das Live-Konzert 1987 in Karlsruhe, wo Al Porcino und seine Bigband auf den Tenorsaxophonisten Al Cohn trafen. Zu hören gibt es eine Mischung aus Eigenkompositionen und unvergessenenen Jazz-Standards von Ellington bis Young -  ein wahres Feuerwerk des Live-Jazz! Geschickt verstehen es die Akteure, einen swingenden Groove mit rhythmischer Finesse und straightem Bigband-Sound zu kombinieren. Toll!
Ute Bahn




STEVE COLEMAN
On The Rising Of The 64 Paths
Label Bleu/Sunny Moon
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Auf seiner neuen CD „On The Rising Of The 64 Paths“ zeigt sich Altsaxophonist STEVE COLEMAN einmal mehr von seiner besten Seite. Neu bei seinen Five Elements  sind der Trompeter Jonathan Finlaysan und der Flötist Malik Mezzadri, die auch gleich einen frischen Wind in den Ensemble-Sound bringen. Mit ein Grund dafür, warum diese Scheibe so abwechslungsreich klingt. Coleman hat für seine weitgespannten Improvisationsbögen noch mehr Raum und begeistert mit Team auf ganzer Linie. Zu hören gibt es eine Menge avantgardistischer Passagen, übereinandergeschichtete Rhythmen, klassische Momente und locker inszenierte Tempiwechsel.
Fabian Hauck



THE CRUSADERS
Rural Renewal
Verve/Universal
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Mitte der 70er bis weit in die 80er Jahre gehörten die Crusaders zu den innovativsten und wegweisendsten Fusion-Jazz-Bands der Staaten. Songs wie das legendäre „Street Life“ sind bereits wahre Klassiker des Genres. Gut 20 Jahre waren Joe Sample, Wilton Felder und Stix Hopper nicht mehr gemeinsam im Studio. Um so neugieriger war die Presse auf ihre brandneue Scheibe „Rural Renewal“. Klar ist die Zeit nicht spurlos an den Recken vorüber gegangen, aber sie haben es immer noch drauf und präsentieren einen süffigen Soul&Gospel-Mix, der sich zum langsamen Cruisen im offen Cabriolet ebenso eignet wie zum relaxten Fingerschnippen auf dem heimischen Sofa. Die Crusaders sind unbestreitbar ein Phänomen. Obwohl sie mit ihrem neuen Output das Pulver nicht neu erfinden, sind Songs wie Rural Renewal“(mit Gastmusiker Eric Clapton) und „Shotgun House Groove“ Soul-Jazz vom Feinsten.
Frank Zöllner


DON SHIVA
Bollywood Lounge
Blue Flame/Zomba
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Die zweite CD von Don Shiva verbindet Bhangra Beats mit Elektronik-Musik und fröhlichen Bollywood Sounds. Natürlich wurden die indischen Gesänge, die auf den Stücken zu hören sind, von Don Shiva in Indien aufgenommen. Der Sound klingt sehr tanzbar und homogen und verbreitet einfach gute Stimmung. Zum Reinhören empfelen sich insbesondere „Ananda“, „Gopi Valabham“ und „Sunrise“. Willkommen in der Bollyood Lounge!
Fabian Hauck


DWELE
Subject
Virgin
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Der blutjunge Singer/Songwriter Dwele legt sein Debütalbum „Subject“ vor und gibt dem Begriff „New Motown-Sound“ eine ganz neue Bedeutung. Er serviert uns einen quirligen Mix aus Soul, Funk, Pop und HipHop. Seine einschlägigen Erfahrungen in der Rap-Szene, u.a. mit den Jungs von Slum Village, kommen in seiner ersten Soloarbeit voll zum Tragen. Die soulinfizierten Songs begeistern insbesondere durch die bluesige Stimme von Mr. Dwele.
Fabian Hauck


EMO
This Is My Home
Stereo Deluxe/SPV
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Beseelter Soul, in Vebindung mit entspannten Club-Grooves und deepen Dub-Flächen, das ist das Operationsgebiet von EMO aka Jonathan Soegaard, einem angesagten DJ, Remixer, Sänger und Multiinstrumentalisten aus Dänemark. Mit „This Is My Home“ schickt sich der Tausendsassa an, auch den Rest von Europa zu erobern. Dabei arbeitet EMO mal mit fetten Downbeats und allerlei elektronischen Spielereien, dann wieder steht eine schwüle Mixtur aus soulig-sahnigen Schleichern und rollenden Shuffles auf dem Programm. Ein ungemein kurzweiliges Album, bei dem man entweder die Dreadlocks kreisen lässt oder unter den Stroboskopen die Plateausohlen abtanzt.
Fabian Hauck


FERN KNIGHT
Seven Years Of Severed Limbs
Normal/Indigo
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Tastende Beats, dunkle Folk-Reminiszenzen, atmosphärische Balladen, transparente Klangstrukturen! Alles Umschreibungen für den Sound von Fern Knights, die mit „Seven Years Of Severed Limbs“ nicht nur ihre Debutscheibe vorstellen, sondern gleichzeitig Musik auf das Wesentliche reduzieren. Dabei setzen Margie Wienk und Michael Corcoran auf filigrane Frauenstimmen und einen melancholischen, fast schon dunkel zu nennenden Folk&Pop-Sound, der an der Schnittstelle zwischen Weltschmerz, emotionalem Tiefgang und dem Sumpf der Langeweile agiert. Es gibt für meinen Geschmack zu viele Déjà-vu Erlebnisse auf dieser Scheibe, was sie nicht unbedingt empfehlenswert macht.
Fabian Hauck


FRIEDEMANN
Short Stories
Biber/in-akustik
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Seit über 30 Jahren „im Geschäft“ hat Komponist, Musikverleger, Produzent, Familienvater und Weltenbummler Friedemann einiges erreicht! Neben 16 CD‘s, die sich weltweit millionenfach verkauften, wird auch seine Fangemeinde ständig größer. Und dennoch nennt er seine neueste Arbeit bescheiden „Short Stories“, denn genau so sieht er sich und seine Musik. Er will Geschichten erzählen, Geschichen, die er in den langen Jahren seiner Wanderschaft auf der ganzen Welt gehört und aufgeschrieben hat. Und so ist es auch kaum verwunderlich, dass seine Aufnahmen immer ein klanglisches Kaleidoskop der verschiedensten kulturellen Einflüsse darstellen. Seine Crew, bestehend aus Emmanuel Sejourne (Saxophon), Markus Faller (Drums) und Philippe Geiss (ebenfalls Saxophon) sorgt dafür, dass auch diesmal die Klangwelten Friedemanns zu gefallen wissen.
Bernd Lorcher


FRONT 242
Pulse
XIII BIS Records/Indigo
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Totgesagte leben länger! Gut zehn Jahre war es verdammt ruhig um die belgischen Elektro-Pioniere geworden, eine Zeit, in der Daniel Bressanutti und Patrick Codenys anscheinend die europäische Elektro&Dance-Szene beobachteten und an ihrem neuen Sound feilten. „Pulse“ist ein gut 75minütiger Trip durch alle nur denkbaren Spielarten des EBM. Hier zeigen Front 242 ihre wirklichen Qualitäten und Trendsetter-Funktionen und packen zwischen jeder Menge elektronischer Avantgarde auch den einen oder anderen Ohrwurm. Die Meister sind zurück!
Frank Zöllner


GARE DU NORD
Kind Of Cool
PIAS/ZOMBA
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Wie so oft, ist es der Zufall, der den größten Einfluss auf unser Leben nimmt und die Richtung vorgibt. So auch im Fall der Entstehungsgeschichte von Gare Du Nord und dem Zusammentreffen von François Inca und dem Belgier Dinant Lance im Picasso-Museum in Paris. Bei den Beiden stimmte auf Anhieb die Chemie und auch musikalisch hatte man zwischen Cool Jazz, Clubsound, HipHop und Gainsbourg die gleichen Interessen. Aus dieser schicksalhaften Begegnung entstand ihr Debütalbum „In Search Of Excellounge“ (eines der coolsten Club&Lounge-Alben der letzten Jahre) und  „Kind Of Cool“ , das nun in den CD-Regalen steht. Eine musikalische Verbeugung vor Miles Davis, John Coltrane und Chet Barker, aber auch ein aufregender und ungemein dynamischer Trip durch die langen Nächte der französischen Metropole mit reichlich deepen Bässen; Vibes und relaxten Grooves.
Siggi Mayen


THE GREAT STUPA
V.A.
Blue Flame/Zomba
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„The Great Stupa“ ist ein außergewöhnliches Doppel-CD-Buch zum Thema „Buddhismus“, das mit seinem Artwork, den zahlreichen Fotos und Texten den Bau der „Großen Stupa“ erzählt. Dieses eindrucksvolle  Symbol für den Einzug des Buddhismus in die westliche Hemisphäre steht in den Rocky Mountains nördlich von Denver. 14 Jahre (1987-2001) dauerte die Bauzeit des eindrucksvollen Bauwerks, das zu Ehren des tibetanischen Meditationsmeisters Chögyam Trungpa Rinpoche errichtet wurde. Nachzulesen auf den reich bebilderten 108 Seiten  des CD-Buchs, das zudem noch zwei äußerst gelungen CDs enthält, die die besten Künstler aus den Bereichen, Pop, Folk, Ambient und Jazz featured. So zählen zu dem erlesenen musikalischen Line-Up u.a. Sting, Joni Mitchell, Willie Nelson, Beausoleil, Abra Moore, Talking Water, Emmylou Harris u.v.m. Prädikat: außergewöhnlich!
Ute Bahn


STEVE HACKETT
To Watch The Storms
Insideout/SPV
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Mit seinem neuesten Album hat  Steve Hackett ein kleines Meisterwerk engespielt, das sich durch die verschiedensten Stimmungen auszeichnet. Im Spannungsfeld zwischen Rock, Folk, Jazz und Klassik nimmt er den Hörer mit an die verschiedensten romantischen Plätze. Natürlich gibt es auch wieder eine Fülle progressiver Ideen zu bestaunen. Allerdings erschließen sich einem diese in ihrer ganzen Schönheit oftmals erst nach  mehrmaligem Hörgenuss. „To Watch The Storms“ ist eine CD der diffizilen Nuancen, Schattierungen und Stimmungen. Ein Album, das man nicht nebenbei, sondern intensiv hören sollte, wie gesagt, ein Meisterwerk!
Duklas Frisch


GORDON HASKELL
Shadows On The Wall
Flying Sparks/Zomba
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In unserer schnelllebigen und von Quoten und Airplays geprägten Musiklandschaft tut es doch einfach gut, eine Scheibe im Player zu haben, bei der man sich genüsslich zurücklehnen kann, sein Pfeifchen schmaucht und einfach die Musik auf sich wirken lässt. Wie bei der neuen Scheibe des Engländers Gordon Haskell, der in seiner wechselhaften Karriere, vom Mitglied der legendären King Crimson bis zum abgebrannten Barmusiker in Dänemark, bereits alle Höhen undTiefen hinter sich hat. Mit einer Mischung aus relaxtem Folksound, Blues, Country und Akustikballade ist der einfühlsame Geschichtenerzähler jetzt wiederentdeckt worden und zeigt auf „Shadows On The Wall“ ein enormes Spektrum seines Könnens. Der Mitt-40er demonstriert nicht nur sein Talent als Songschreiber, sondern gibt den Tracks mit seiner ungemein emotional-tragenden und tief in den Soul getauchten Stimme ein unverwechselbares Markenzeichen!
Frank Zöllner


HIDALGO
Driving The Car
Tapete Records/Indigo
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Hidalgo sind eine Neuentdeckung aus Nürnberg und haben im vergangenen Jahr mit ihrer Debüt-Rille „Sing Guitar Sing“ die Pop-Szene so richtig durchgeschüttelt. Ihr Mix aus verklärten Frauenvocals und süffig-eingängigen Popmelodien ging vom ersten Akkord an ins Ohr und machte Lust auf mehr! Nun werden sich die Fans bis zum nächsten Full Length-Album noch etwas gedulden müssen. Dafür gibt‘s mit der vorliegenden EP zwei brandneue Hidalgo-Songs, eine coole Bearbeitung des Protones-Hits „For All The Boys“ sowie einige Remix-Versionen von „Driving The Car“ aus der Rille vom letzten Jahr. Alles in allem ein gelungener Mix, der die Zeit bis zum nächsten Hidalgo-Output bestens überbrückt.
Simone Theobald


HYPNOGAJA
Bridge To Nowhere
B-Cyde/SMIS
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Die kalifornische TripHop-Combo, bestehend aus Shyboy und Nubar, hat sich für ihr neuestes Projekt musikalisch enorm nach vorne entwickelt, ihrem Sound ein Update verpasst und mit Musikern wie Jeeve (guitar), Tim Groeschel (drums) und Leif Bunting (bass) die richtige Live-Crew an Bord genommen. Damit hat sich ihr Studio-Elektronik-HipHop-Sound zu straightem Alternative-Rock-Sound entwickelt, der allerdings seine DJ&Street-Wurzeln nicht verleugnen kann. So entsteht ein ungemein kurzweiliger und dynamischer Mix, der von einer Fusion aus harten Gitarrenriffs, eingängigen Harmoniemustern und einer ungeschliffenen Spielwut profitiert.Diese CD geht unter die Haut!
Frank Zöllner



THE JAYHAWKS
Rainy Day Music
American Recordings
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Wer auf anspruchsvolle Singer/Songwriter-Melodien, Country, Folk und den typischen Americana-Sound abfährt, wird unweigerlich irgendwann einmal bei der US-Band The Jayhawks hängen bleiben. Was den Hörer auf „Rainy Day Music“ erwartet, sind 14 erstklassige Folk&Rock-Songs, die vom ersten Akkord eine gute Stimmung in die Bude bringen. Der Albumtitel liegt hier meiner Meinung nach vollkommen falsch, denn Gary&Crew sind weder auf dem Melancholie-Trip noch wird auf die Tränendrüse gedrückt. Vielmehr stehen herrliche Easy-Living-Melodien mit der richtigen Dosis Blues-Appeal, Highway-Feeling und unbeschwerter Sommerfrische im Vordergrund.
Tim Beldow


TOSHIYASU KAGAMI
Star Arts
Frogman/Intergroove
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Gut vier Jahre ließ der japanische DJ&Remixer Toshiyasu Kagami seit seinem Debüt „The Broken Sequencer“ ins Land gehen, bevor er nun mit „Star Arts“  neuen Stoff für die Floors nachlegt. Damals in der europäischen Szene noch gänzlich unbekannt, gilt Kagami heute nicht mehr nur als Geheimtipp, sondern gehört mittlerweile zum Pflichtprogramm der meisten Resident-DJ‘s. „Star Arts“ ist ein über 60minütiger Dance&Techno-Mix, der mit harten Beats und groovenden Vibes genau die richtige Basis für einen gepflegten Nite-Move bietet. Hier kann man sich von den straighten Rhythmen und deepen Bässen nach allen Regeln der Kunst durchschütteln lassen, um danach total erschöpft ein relaxtes Chillout-Programm anzugehen.
Tim Beldow


KOPFHÖRER
Ultraschall
Aldente-Pirate Records/Sony
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Hinter Kopfhörer stecken die beiden MCs Junker und Pete sowie DJ D-Sign. Ihr Debütalbum „Ultraschall“ ist eine echte Bereicherung für die deutsche HipHop-Szene, denn die drei lösen sich auf den 16 Songs erfolgreich von den gewohnten Genre-Fesseln. Der Titel „Ultraschall“ ist Programm, denn Kopfhörer-Musik und Texte dringen beim Hörer in Dimensionen vor, die sonst von Bands nur selten angesprochen werden. HipHop für Kopf, Herz und Bauch. In „5 vor 12“ und „America“ werden globale und politische Themen mit ersttaunlichem Scharfsinn angepackt, auf „Bodychekk“ eine knackige Battleansage formuliert. Dazu gibt es natürlich eine Menge Wortwitz und Botschaften, die den Hörer dazu animieren, seine Gehirnmühlen anzuwerfen. Eine Scheibe, die auch nicht HipHoppern empfohlen werden kann.
Fabian Hauck


DIETER KROPP
Seven Nights“
Spareribs Records
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Genau richtig zur jetzt startenden Freiluftsaison mit Gartenparties und Grill-Feten lädt uns Dieter Kropp zu einem fulminanten R&B-Barbecue ein. Mit „Seven Nigths“ (Spareribs Records) geht der Harpspieler den eingeschlagenen Weg konsequent weiter und präsentiert einen schweißtreibenden Mix aus Blues, R&B, Swing und Funk. Verstärkt durch „Oliver Groenewald‘s R&B Horns“ legen die Barbecue Boys noch einen Zahn zu und nehmen uns mit auf einen Streifzug durch die unzähligen Kneipen von New Orleans. Da wird gegroovt, dem Southern-Feeling gehuldigt, knackige Rhythm-Sections bedient oder dem Slow-Blues gehuldigt. Egal, ob Coverversion (von Smiley Lewis, Dave Bartholomew) oder geschmackvolle Eigenkomposition: Dieter Kropp&The Fabulous Barbecue Boys lassen selbst bei notorischen Nichttänzern das Tanzbein zucken!
Frank Zöllner


PAUL KUHN
Young At Heart
In&Out Records/in-akustik
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Paul Kuhn, eine Institution nicht nur in der deutschen Jazz-Szene, feierte dieser Tage seinen 75. Geburtstag und konnte sich mit der vorliegenden Scheibe selber ein wunderbares Geschenk machen. Eine erstklassige Jam-Session mit einigen seiner alten Weggefährten, Freunden und Kollegen wie Willy Ketzer, Peter Weniger, Gustl Mayer und Benny Bailey. Musikalisch erwartet uns auf „Young At Heart“ ein swingender Sound-Cocktail aus Eigenkompositionen von „Paulchen“ Kuhn über Coleman bis Monk! Hier wird zwischen groovender Jazzballade und heißen Sax-Soli kein Akkord verschenkt! Alles klingt so reibungslos als würde die Allstar-Combo schon seit Jahren auf der Bühne stehen, und genau hier merkt man die Professionalität von echten Musikern. Vor „dem Mann am Klavier“ kann ich nur den Hut ziehen. Genial!
Bernd Lorcher



PATTY LARKIN
Red=Luck
Vanguard/ZYX
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Für ihr neues Album zog sich US-Songwriterin Patty Larkin in eine einsame Hütte auf Cap Cod zurück, um dort in aller Ruhe neue Songs schreiben zu können. Das Ergebnis dieses „Rückzugs“ liegt nun in Form von „Red=Luck“ vor und beinhaltet einige der emotionalsten Songs von Mrs. Larkin. Oft geht es um Sehnsucht, dem Verlangen nach Geborgenheit und der Suche nach Gemeinsamkeit. In den Liedern hat man nicht selten das Gefühl,dass sich Depression breit macht. Aber falsch gedacht, nicht bei Patty Larkin. Ihr gelingt es, auch offensichtlich verfahrenen Situationen und Katastrophen des zwischenmenschlichen Zusammenseins noch einen positiven Aspekt abzugewinnen. Eine tolle Scheibe!
Ute Bahn


LEME
Passion‘n‘Patience
Straight Ahead/PP Sales
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Der Canado-Schweizer Leme, auf seinen Alben normalerweise Frontshouter, gibt auf seiner neuesten Scheibe mehr den Producer und hat mit Gastsängern wie Gary Bardouille, Elisabeth Troy, Mark Anthoni und Shoany White einige hochkarätige Talente ins Studio gebeten. Ergebnis ist ein Vocal-dominierendes Funky-Soul-Album , dem man es locker abnimmt, in Detroit eingespielt worden zu sein. Aber Fehlanzeige! Leme und Crew haben ihren HipHop-infizierten Sound in einem Schweizer Studio unter Dach und Fach gebracht und damit ein richtiges Schwergewicht in Sachen Soul an den Start geschickt.
Frank Zöllner


CHRISTINA LUX
Live Im Stadtgarten Köln
Prudence/Zomba
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Wer Christina Lux je live erlebt hat, wird auf Anhieb vom Charme dieser Sängerin und Songwriterin gefangen sein. So muss es wohl auch den Gästen im Kölner Stadtgarten im Oktober des Jahres 2002 gegangen sein. Dort gab Christina an einem Abend zusammen mit Marius Goldhammer (bass) und Nippy Noya (percussion) ein Konzert, das an Atmophäre kaum zu übertreffen ist. Das schon fast akustisch zu nennende Zusammenspiel zwischen Gitarre, Bass und Percussion steht klar im Vordergrund. Hinzu gesellt sich natürlich die dunkle, ausdrucksstarke und vielschichtige Stimme von Christina Lux, die vom groovenden Soulsong über Akustikballade, Rocknummer bis zum Scat-Gesang ein überaus abwechslungsreiches Repertoire abliefert. Eine Folk-Rock-Soul-Scheibe, die ihre Energien aus der Einfachheit und dem musikalischen Können aller Beteiligten zieht.
Yasmin Schmidt


LENNY MAC DOWELL
Launch Control
Black Flame/Zomba
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Eine gelungene Scheibe des Querflötisten Lenny Mac Dowell, der auf „Launch Control“ sein ungewöhnliches Instrument mit smoother Loungemusic, jazzy Sounds und fließenden Beats kombiniert. Zu den Gästen zählen u.a. Jazzamor (auf den Coverversionen „Ain’t No Sunshine“ und „Summertime“) und Jazzpianist Christoph Spendel. Die Songs auf „Launch Control“ begeistern in erster Linie durch ihren relaxten Charakter, den geschckten Einsatz diverser Improvisationstechniken und  Sample-Zugaben, die in einem äußerst luftigen und audiophilen Klangbild zu einer homogenen Einheit verschmolzen wurden. Bestes Stück ist meiner Meinung nach das Titelstück „Launch Control“ mit seinen wabernden Keys, fließenden Beats, Vibes, Vocoderstimmen und Lenny Mac Dowells wunderbare Querflöte. Die ideale Platte, um vielleicht bei einem gemütlichen Glas Rotwein nach einem stressigen Arbeitstag auf der Couch einen Gang runterzuschalten und abzuhängen. Schön!
Rainer Guérich


MIDNITE HOUR - THE MODERN BLUES COLLECTION
V.A.
edel
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„Midnite Hour - The Modern Blues Collection“ (edel) ist ein Sampler mit einer Vielzahl hochkarätiger Blues und Pop-Größen. So featured der Diskus die Peter Green Splinter Group („Downsize Blues“), Edgar Winter („You Are My Song“), Willy De Ville („I’m Blue So Blue“) und John Mayall („Padlock On The Blues“). Es gibt aber auch populäre Vertreter auf der CD wie  Chris Rea, Vonda Shepard, Robert Palmer und Doobie Brothers. Eine CD, die allen empfohlen werden kann, die keine komplette CD mit traditionellem Blues durchhören wollen, sondern zwischendurch auch mal ‘ne Popballade genießen wollen.
Bernd Lorcher



THE MONOCHORDS
Volume 1
Motor/Universal
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Die deutschen Monochords haben sich einem extrem tanzbaren Sound verschrieben, der irgendwo zwischen Soul, Sixties-Sound, Schwedenrock und Garagenfeeling angesiedelt ist. Über 150 Konzerte haben die fünf Hessen seit ihrer Gründung 1998 absolviert und sich so als erstklassige Live&Supportband einen Namen gemacht. Jetzt stand den Jungs mal der Sinn nach einer Tonkonserve, und so hat man sich zusammen mit den beiden Producern Peter Deimel & Jürgen Hendlmeier (Surrogat, Tocotronic, Slaming Sideburns) in ein Studio in Frankreich zurückgezogen, um das Debütalbum einzuspielen. Das Ergebnis heißt „Volume1“ und hält insgesamt 10 treibend-energiereiche Abtanztracks parat, die gleich in die Beine gehen und unter den Stoboskopen für gute Stimmung sorgen.
Simone Theobald


MIUCHA
Compositores
Pygmalion Records/Indigo
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Für Freunde des Bossa Nova ist der Name Miucha so etwas wie eine musikalische Offenbarung, hat sie doch zusammen mit ihrem Ex-Mann Joao Gilberto sowie dem Saxophonisten Stan Getz mit „The Best Of Two Worlds“ ein Standardwerk des Bossa Nova eingespielt. Auf  „Compositores“ findet der geneigte Hörer nicht nur Songs von bekannten Komponisten wie Joao Donato oder Tom Jobim, sondern auch die ganze Bandbreite der überaus sinnlichen Stimme der Grand Dame des Bossa Nova. Für Genre-Freunde sicherlich ein Muss!
Ute Bahn


MÜSSEN ALLE MIT
V.A.
Tapete Records/Indigo
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Deutschland sucht den Superstar: Als Ergebnis schicken dann Bohlen&Co. solche Brechmittel wie Alex oder Daniel K. in die Charts. Dabei strotzt die deutsche Musiklandschaft nur so von Talenten, die mit unverbrauchten, neuen Melodien in den Startlöchern stehen, um die Indie-Charts zu erobern. Vorliegende Compi versucht uns einen repräsentativen Überblick über diese umtriebige Szene zu geben und lässt mit Die Sterne, Besser, Fehlfarben, Tom Liwa, Sportfreunde Stiller und Wir Sind Helden einge der angesagtesten Protagonisten auftreten. Dabei besetzen die Acts zwischen Rock, Pop, Pop, NewWave und Garagenfeeling alle relevanten Biotope und bringen mit ihrem frischen Sound das Gehirn zum Schwingen. Hier wird nur selten das handelsübliche Format bedient, sondern sehr gerne quer gedacht. Ansonsten dominieren sanft gestreichelte Gitarrensaiten, lässige Eleganz, gebündeltes Adrenalin, Pop-Schönklang, Elektro-Frickeleien oder harte, schräge Rocklines. Und alles in deutscher Sprache und mit Texten, an die man sich nur zu gerne erinnert...
Frank Zöllner


NERSOTON
Moonbug
Fliesskoma/Soulfood
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Tief in der bayerischen Provinz, in dem kleinen Städtchen Dorfen in der Nähe von München, entsteht jetzt bereits seit gut 4 Jahren die musikalische Untermalung für den ersten bemannten Flug zum Mars. Dort nämlich leben und arbeiten die beiden DJ‘s, Producer&Remixer Thomas Ostler und Bruno Soppa, die mit „Moonbug“ ihren neuesten interstellaren Soundmix präsentieren. Dabei legen die beiden Elektronik-Spezialisten weniger Wert auf die Tanzbarkeit ihrer musikalischen Produkte, was in Teilen allerdings durchaus der Fall ist, als vielmehr auf eine Sammlung freier Klangornamente, die ihren Ursprung irgendwo im EBM, Triphop, Futurejazz und Industrial-Metal haben. So entsteht ein sehr Science-Fiction-geprägter Elektro-Sound, der mich stark an meine ersten TV-Erlebnisse mit Serien wie „Raumpatrouille“ oder den alten Folgen von „Raumschiff Enterprise“ erinnert. Keine großflächig-wabernden Spacy-Tracks, sondern harte und kalte Elektro-Hypes, bei denen man hinter jedem Akkord einen Angriff der außerirdischen Frogs erwartet.
Fabian Hauck


PAINE
Spontaneous
Temposphere/PP Sales
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In der italienischen Club&Dance-Szene ist Paine Cuadrelli seit Jahren eine Institution. Er ist ein begnadeter DJ&Remixer vor dem Herrn, der uns mit „Spontaneous“  dazu einlädt, in seinen ganz persönlichen Sound-Kosmos einzutauchen. Die 17 Tracks sind ein wahres Sammelsurium zwischen Elektro-Frickelei, atmosphärischen Flächen, harten Beats, HipHop-Elementen, weichen Vibes, romantischen Gitarren und tiefen Dub-Bässen. Eine wirkliche Soundvielfalt also, die in der Szene ihresgleichen sucht. Bestens geeignet zum Abtanzen und Relaxen!
Simone Theobald


THE REMBRANDTS
Lost Together
Atenzia Records/Alive
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Die beiden Rembrandts, Phil Solem und Danny Wilde, melden sich nach einer vierjährigen Pause (eigentlich war es ein Split) mit einem neuen Album zurück. Dass das Duo gute Popmelodien schreiben kann, wissen wir nicht erst seit Hits wie „That’s Just The Way It Is, Baby“  oder - ziemlich aktuell - dem TV-Thema der Soap-Serie  ‘Friends’ („I’ll Be There For You“). Natürlich bietet auch die neue Platte eine Menge Hitpotential, allen voran der Opener „Lost Together“ und die  Uptempo-Ballade „Buddy Jo“. Oftmals vertrauen die Rembrandts aber auch nur einer sparsamen, fast schon akustischen Instrumentiertung, die zuweilen gar folkiges Flair versprüht.
Rainer Guérich


DIE SPRINGER
Musik von Welt
Amigo Records
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Endlich mal eine Band, der man anmerkt, dass sie Spaß an der Musik hat, die sie macht. Die Springer kommen aus dem Chiemgau und servieren uns hier deutschsprachige Musik auf hohem Niveau, irgendwo zwischen Alternative, Rock, Punk und Reggae. Die Songliste hält, was sie verspricht: „Liebesmaschine“, „Zusammen laut Musik hören“, „Das Ende vom Anfang“, „Glückskind Nr. 1“ und elf weitere Highlights.    „Musik von Welt“ bringt einen einfach gut drauf, verschönert das Leben und hilft dir auch dabei, dass du melancholische und traurige Momente locker überspringst...
Rainer Guérich


BARBARA THOMPSON
In The Eye Of The Storm
Intuition/ Sunny Moon
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Ihre Tournee zusammen mit dem United Jazz&Rock-Ensemble 2002 war so etwas wie ein Abschied von der Bühne für Barbara Thompson, denn die schwer erkrankte Saxophonistin hat sich seitdem aus gesundheitlichen Gründen nur noch aufs Arrangieren, Komponieren und gelegentliche Studioaufnahmen beschränkt. Deshalb ist „In The Eye Of The Storm“ o etwas wie ein Geschenk an ihre große Fangemeinde. Die CD stellt eine einzigartige Balladensammlung dar, eine Reise durch mehr als 20 Jahre Barbara Thomspon-Sound, persönlich zusammengestellt und mit ihren absoluten Lieblingssongs. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Drummer Jon Hiseman, wurden alle Tracks remastered und mit drei bisher unveröffentlichten Live-Versionen zu einem musikalischen Highlight komplettiert. Bleibt zu hoffen, dass es Mrs. Thompson in der Zukunft besser geht und wir sie erneut „Live On Stage“ begrüßen können.
Frank Zöllner



TIGER WILLI
Pfui Deifi is des Leben schee
Lawine/BMG
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Der Tiger Willi ist in Bayern und Umgebung bereits seit Jahren eine fest Institution. Mit seiner Mischung aus philosophischen Erkenntnissen, skurrilen Alltagsgeschichten und sexuellen Anspielungen hat er sich schon eine ansehnliche Fangemeinde erspielt. Mit der vorliegenden Rille präsentiert Tiger Willi aka Wilhelm Raage nun auch dem Rest von Deutschland seine Sammlung aberwitziger Songs. Er singt über seine Freundin Susi und ihren „Leberfleck“ am Po, über einen enthaupteten Mopedfahrer („Mo ohne Kopf“) und den mitten in der Nacht dringend benötigten „Wurstsalat“. Wer die Absurditäten des Alltags in boarischer Sprache verpackt hören möchte, wird den Tiger Willi dafür heiß und innig lieben.
Tim Beldow


DAVID TODORAN
Luck In This Life
Ulftone/edel Contraire
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Der in Arizona geborene Singer/Songwriter ist ein Meister der geschmackvollen Mischung aus American, Folk, Country, Akustik und Crossover-Rock. Auch seine neuen Songs atmen wieder die scheinbare endlose Weite seiner amerikanischen Heimat. Auf seiner letzten Europatour traf David mit der Berliner Band „Dziuks Küche“ zusammen, die den Songwriter dazu einlud, einmal zusammenzuarbeiten. Das Ergebnis liegt nun in Form von „Luck In This Life“ vor. Mit einem Mindestmaß an musikalischem Equipement haben David&Crew ein Folk&Akustik-Album eingespielt, das zwischen ergreifender Melancholie  und hoffnungsvollen Visionen auch tiefe Einblicke in die Gedankenwelt des Künstlers erlaubt.
Simone Theobald



BOUBACAR TRAORE
Je Chanterai Pour Toi
Marabi/Fenn
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Hierzulande kennen den 1942 in Mali geborenen Boubacar Traore nur eingefleischte Worldmusic-Fans. Was allerdings nicht verwundert, war doch der Gitarrist und Gründer des legendären „Pionniers Jazz“ Mitte der 60er Jahre in Vergessenheit geraten und erst 1987 „wiederentdeckt“ worden. Innerhalb kürzester Zeit erinnerte sich allerdings auch die europäische Ethno-Szene wieder an seinen rhythmischen Mix aus afrokubanischen Elementen, traditioneller Musik, Jazz, Merenge und Blues. Mit „Je Chanterai Pour Toi“ (Marabi/Fenn) liefert Boubacar den Soundtrack zu Jacques Sarasins‘ gleichnamigen Film und führt uns auf eine musikalische Reise durch sein Heimatland und lässt uns an dem „Blues“ seines Lebens teilhaben.
Ute Bahn

 


V.A.
K7150
K7 Records/Zomba
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Im Jahr 1996 gestartet, hat sich K7 zu einer der innovativsten und kreativsten Soundschmieden der internationalen Dance, House, Club&Lounge-Szene entwickelt. Jetzt steht die 150. Veröffentlichung ins Haus und K7 feiern dies mit einer erstklassig gemachten Doppel-CD plus DVD für alle treuen Fans und solche, die es noch werden wollen. Dabei liefern die beiden Silberdreher, mit Acts wie Kruder&Dorfmeister, Nicolette, Tiga und Tosca nicht nur einen vorzüglichen Einblick in die Labelgeschichte der letzten 7 Jahre, sondern geben mit insgesamt 12 bisher unveröffentlichten Tracks auch eine anregende Zukunftsperspektive. K7 waren immer schon bekannt für ihre Stiloffenheit und unkonventionelle Art. So sind die vorliegenden Rillen auch ein wildes Sammelsurium zwischen groovenden Downbeats, sphärischen Vibes, elektronischen Frickeleien und experimentierfreudigem Underground. Eine exzellente Combi, deren zusätzlicher DVD-Teil noch einige herrliche Clips parat hält.
Frank Zöllner


RICK VITO
Band-Box-Band
Hypertension Music
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Rick Vito ist ohne Zweifel einer der gefragtesten Gitarristen der amerikanischen Rock&Blues-Szene. Und das nicht erst seit seiner Zusammenarbeit  mit Fleetwood Mac und Bob Seger. Seine Solo-Alben, wie etwa zuletzt „Crazy Cool“, zeigten den Saitenvirtuosen nicht nur als erstklassigen Gitarristen, sondern auch als talentierten Songschreiber. Mit der vorliegenden Scheibe „Band-Box-Band“ (Hypertension Music) wendet sich Rick nun den 50er Jahren und der großen Zeit des Swing&Bigband-Sound zu. Dabei gelingt dem Musiker eine Mischung aus treibendem R&B-Sound, Akustikgitarre im Stile des großen Django Reinhardt, Blues&Rock-Intermezzi und groovenden Boogie-Rhythmen. Cool!
Fabian Hauck


MICHAEL WESTON KING
A Decent Man
Floating World/Soulfood
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Es ist wohl nicht übertrieben, Michael Weston King als einen der interessantesten Singer &Songwriter der englischen Musikszene zu bezeichnen. Mit jedem seiner Soloalben entfernt sich Michael mehr vom ursprünglich zelebrierten Alternative-Country. „A Decent Man“ ist  ein folk-inspiriertes Album, das zur Gänze auf große, ausladende Instrumentierungen verzichtet und statt dessen auf Purismus und kleine, verspielte Melodien setzt. Michael legt in seinen 10 Songs nicht nur den Charme handgemachter Musik frei, sondern erfreut den Hörer auch mit 2 herrlichen Cover-Versionen von Neil Young und Pete Townsend! Eine rundum gelungene Scheibe!
Frank Zöllner


WACKSIDE
Doggy Bag
Universal
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Freunde der House-Music aufgepasst! Wackside aka Benjamin Hart, Hubee Held und Michael Rödiger bringen mit „Doggy Bag“ neuen Tanzstoff für die Floors. Für ihre Remix-Arbeiten für Acts wie Yello, Robbie Rivera, Spike oder wie im vergangenen Jahr mit dem Shakatak-Klassiker „Down On The Streets“ haben Wackside schon jede Menge Chartplatzierungen eingefahren. Auch ihr neuester Deal zusammen mit Sister Sledge und dem Song „Lost In Music“ hat sich bereits in den Charts etabliert. Die neue Scheibe bietet nicht nur einen groovenden Rückblick auf vergangene Jahre und Hits, sondern auch einige braundneue Tracks für alle Disco&Plateausohlen-Liebhaber.
Frank Zöllner


WILLKOMMEN ZUHAUSE LAIKA
Und der Rest Ist warten
Ilses Erika Musik/Alive
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Sieht man sich die Leipziger Combo auf dem Cover ihrer brandneuen CD an, so kommt einem unwillkürlich der Gedanke an eine Mischung zwischen Caféhaus-Kapelle und Punkband. Es ist auch egal, ob die Jungs vielfach als Antwort auf Tocotronic gefeiert werden oder mit ihren Songs detailierte Milieustudien abliefern! „Willkommen Zuhause Laika“ spielen deutschsprachigen Pop-Rock mit Anleihen aus Psycho, Jazz und Sixties-Sound und haben dafür einige der intelligentesten Texte geschrieben, die ich in letzter Zeit gehört habe. „Und der Rest ist warten“ heißt die neue Rille, und es ist noch nicht ganz klar, worauf die Jungs warten... Den nächsten Zahltag, dass die Freundin zurückkommt, der Hund endlich sein Geschäft macht, im Supermarkt endlich eine 2. Kasse öffnet oder einfach nur, dass der Tag rumgeht!
Fabian Hauck


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